Frankreich

http://www.agrarheute.com/frankreich-gentechnik

03.02.2012
Frankreich: Neue Regeln für ‘ohne Gentechnik’
Paris – “sans OGM” – ohne Gentechnik: Dieses Label können französische Lebensmittel ab 1. Juli tragen. Dafür darf eine Beimischung von gentechnischen Bestandteilen weniger als 0,1 Prozent betragen.

Verbraucherinnen und Verbrauchern in Frankreich bekommen eine bessere Möglichkeit, sich bewusst für gentechnikfreie Lebensmittel zu entscheiden.

Nach einem Dekret des Wirtschaftsministeriums dürfen pflanzliche Lebensmittel als gentechnikfrei (“sans OGM”) etikettiert werden, wenn weniger als 0,1 Prozent der Bestandteile gentechnisch verändert sind. Dabei muss die Beimischung zufällig und technisch unvermeidbar sein.

Bei tierischen Erzeugnissen wird in der Aufmachung unterschieden zwischen Produkten mit weniger als 0,1 Prozent und weniger als 0,9 Prozent Anteil an gentechnisch veränderten Organismen (GVO) sowie zwischen Eiern, Milch und anderen Erzeugnissen tierischer Herkunft. Festgelegt werden auch die Mindestzeiträume, in denen die lebensmittelliefernden Tiere gentechnikfrei gefüttert worden sein müssen.
Verbraucherschützer begrüßen die Orientierungshilfe
Imkereiprodukte und Honig dürfen als gentechnikfrei ausgezeichnet werden, wenn die Bienen im Umkreis von drei Kilometern um ihren Stock weder Pollen noch Nektar von transgene Blüten sammeln können. Die Kennzeichnungsbestimmungen treten zum 1. Juli 2012 in Kraft. Die Verbraucherschutzorganisation UFC-Que Choisir begrüßte die neuen Regeln, die den Konsumenten endlich eine klare Auswahl ermöglichten.

http://haraldpflueger.com/de/presseschau/77267-imker-in-frankreich-fordern-gentechnik-verbot.html

10.01.2012 | permalink

Imker in Frankreich fordern Gentechnik-Verbot

Bienen sammeln auch nicht zugelassenen Gentech-Pollen.

Dutzende Menschen drangen Ende letzter Woche in die Räumlichkeiten von Monsanto Frankreich ein, um den Verkauf und den Anbau von Gentechnik-Pflanzen zu stoppen. Mit der gewaltlosen Besetzung der französischen Zweigstelle des Gentechnik-Konzerns erwirkten Imker mit Hilfe von Gentechnik-Kritikern und Landwirten einen Gesprächstermin mit der Umweltministerin Nathalie Kosciusko-Morizet am kommenden Freitag. Die Imker fürchten um ihren Honig und wollen vor allem den Anbau des Gentechnik-Maises MON 810 im Frühjahr verhindern. Denn seit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes im September 2011 ist Honig, der mit Pollen des Gentechnik-Maises verunreinigt ist, nicht mehr verkehrsfähig, da er derzeit keine ausreichende Lebensmittelzulassung besitzt. Das MON 810-Anbauverbot wurde in Frankreich gerichtlich aufgehoben. Die französische Regierung will jedoch weiter daran festhalten.

  • La Dépêche: Monbéqui. Maïs OGM : un commando d’apiculteurs envahit Monsanto – Tarn-et-Garonne
  • Informationsdienst Gentechnik: Frankreich will Anbauverbot für Gentechnik-Mais aufrechterhalten
  • Bienen & Agro-Gentechnik: Webseite zu Bienen und Gentechnik

http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5hhrq6xR5Nlmv6J02FQmnxIeqGFEA?docId=CNG.a8714f0c1e6e47dd815931b3d2d27cf8.31

Frankreich hält an Genmaisverbot fest
(AFP)
Gimont — Frankreich hält am Genmaisverbot fest, nachdem der Staatsrat als Oberstes Verwaltungsgericht des Landes die Regelung gekippt hatte. Die Regierung sei weiter gegen den Anbau von Genmais des US-Herstellers Monsanto, sagte Präsident Nicolas Sarkozy in Gimont in Südfrankreich bei einem Runden Tisch zur Landwirtschaft. Das Landwirtschafts- und das Umweltministerium bereiteten eine neue Schutzklausel vor, mit der das Verbot dann juristisch einwandfrei sein solle.
Der Staatsrat hatte das Verbot, das seit dreieinhalb Jahren in Frankreich gilt, am Montag aufgehoben. Die Regierung habe nicht beweisen können, dass der Genmais ein besonderes Risiko für die Gesundheit oder die Umwelt bedeute, teilte das Gericht zur Begründung mit.
MON 810 des US-Herstellers Monsanto ist durch gentechnische Veränderungen besonders resistent gegen bestimmte Insekten, gefährdet aber Schmetterlinge und andere Tiere. Auch die Gesundheitsrisiken sind nicht ausreichend geklärt. Frankreich verbot daher ebenso wie Deutschland und andere Länder den Genmais. Allerdings berief sich Frankreich auf eine juristisch nicht wasserdichte Verordnung, was der Europäische Gerichtshof (EuGH) im September rügte.

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110908_OTS0144/greenpeace-kritisiert-aufhebung-des-franzoesischen-gentech-mais-verbot

Greenpeace kritisiert Aufhebung des französischen Gentech-Mais-Verbots
Utl.: Gesundheitsminister Stöger muss sicherstellen, dass österreichisches Anbau-Verbot hält =

Luxemburg/Brüssel/Wien  (OTS) – Die Umweltorganisation Greenpeace
kritisiert die heutige Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs
(EuGH), der das französische Anbau-Verbot für die gentechnisch
veränderte Maissorte MON810 aufgrund einer Formalität aufgehoben hat.
Der Gerichtshof argumentiert, dass die französische Regierung das
Anbau-Verbot aufgrund der falschen Rechtsgrundlage erlassen hat.
Zudem hätte Frankreich  die Europäische Kommission nicht rechtzeitig
vor dem Erlass des Verbots aufgefordert, die Zulassung des
Monsanto-Mais aufzuheben.
„Frankreich muss jetzt so schnell wie möglich die rechtlichen
Details seines Anbau-Verbotes verbessern. Monsanto hat die Klage auf
einer reinen Formalität basiert. Das Urteil ändert jedoch nichts
daran, dass Frankreich, Österreich und fünf weitere Länder, die den
Gentech-Mais aufgrund ungeklärter Umweltrisiken verbieten, weiterhin
die rechtliche Grundlage dazu haben“, kommentiert Greenpeace-
Kampagnenleiter Herwig Schuster und ergänzt, „Gesundheitsminister
Stöger muss jetzt rasch sicherstellen, dass das österreichische
Anbau-Verbot für MON810-Mais EU-rechtlich hält“, fordert Schuster.
Die französische Regierung hatte 2008 den Anbau von MON810 aufgrund
der EU-Richtlinie 2001/18/EC verboten, daraufhin hatten Monsanto,
Pioneer, die Vereinigung französischer Maisproduzenten und
Saatgutproduzenten geklagt. Auch in Österreich, Deutschland, Ungarn,
Griechenland und Luxemburg gibt es entsprechende nationale
Anbauverbote.
Rückfragehinweis:
Dipl.-Ing. Herwig Schuster, Greenpeace-Kampagnenleiter, 0664-4319214
Steffen Nichtenberger, Greenpeace-Kommunikationsleiter,  0664-6126703

www.keine-gentechnik.de

18.01.2011

Gentechnik-Lobby-Organisation wegen Verleumdung verurteilt

Der französische Wissenschaftler Gilles-Eric Séralini hat vor Gericht einen Sieg errungen. Die Pro-Gentechnik Organisation l’Association française des biotechnologies végétales (AFBV) muss 1000 Euro Bußgeld wegen Verleumdung und die 4000 Euro Gerichtskosten zahlen. Seralini ist ein international anerkannter Wissenschaftler, der kritische Studien zur den Gefahren von Gentechnik-Pflanzen und Pestiziden erstellt. In Indien trugen seine Forschungsergebnisse zu einem Moratorium von Gentechnik-Auberginen bei. Er ist jedoch massiven Angriffen und Diffamierungen seiner Arbeit ausgesetzt. Im Herbst letzten Jahres beschloss Seralini zusammen mit mehrere Forscherkollegen, vor Gericht zu ziehen. Die AFBV hatte Seralinis Arbeit in Schreiben an die Presse als unwissenschaftlich abgewertet und behauptet, er würde nur Angst schüren. „Das erste Mal, dass ein Whistleblower nicht in der Defensive sondern in der Offensive ist“, freut sich Corinne Lepage, Präsidentin der unabhängigen Forschergruppe CRIIGEN.

Artikel in der Kronen-Zeitung vom 10.10.2010:

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