Rundschau-Marathon und Feilmeier-Info

Liebe Freunde,

nachfolgend wieder einige wichtige Informationen.

http://www.mdr.de/fakt/video72040.html

Tragen wir Unkrautvernichtungsmittel in uns ?

Glyphosat ist das meist benutzte Unkrautvernichtungsmittel der Welt und es könnte sein, dass es Menschen mittlerweise in sich tragen. Darauf deuten Studien der Uni Leipzig hin….

Ausgestrahlt am 14.08.2012

Bitte anschauen….!!!

PS: Rinder verenden in den Ställen…..Menschen sind positiv auf Glyphosat getestet worden…. Die EU hat den zulässigen Rückstandswert von Glyphosat im genveränderter Sojaschrot von 0,1 mg auf 20 mg je kg, also auf das 200-Fache, erhöht. Damit ist genveränderter Soja wieder legal ☻

http://www.fr-online.de/wirtschaft/lebensmittel-und-gentechnik-die-legende-vom-gentech-schiff,1472780,16885650.html

Lebensmittel und Gentechnik – Die Legende vom Gentech-Schiff

Frankfurter Rundschau
Immer wieder landen in den Häfen Europas Lebensmittel, die verboten sind. Sie sind gentechnisch verändert und dürfen nicht eingeführt werden. Die EU will die strenge Regel aufzuweichen und verunreinigte Produkte zulassen. Die Begründung ist aber …
Alles zu diesem Thema ansehen »

http://www.youtube.com/watch?v=q1U1SP2sqRo&feature=share

Die Lüge um Biosprit

Übrigens zeigen Berechnungen, dass große Biogasanlagen mehr Diesel für die Ernte brauchen, als wenn man die erzeugte Strommenge gleich mit Dieselaggregaten erzeugt hätte. Das soll nachhaltig sein??? Kleine Biogasanlagen, die viele Reststoffe verwerten, arbeiten hingegen sehr umweltschonend und rentabel.

Sendung „Report München“ : Lobbyisten im Amt „Lobbyismus und Filz im Bundesinstitut für Risikoforschung BfR“.
Das Skript liegt bei.

Information von Andrea Dornisch
www.zivilcourage-roth-schwabach.de

Wichtige Mitteilung:

Demnächst wird einer der größten deutschen Lebensmitteldiscounter verkünden, künftig nur noch gentechnikfreie Lebensmittel zu verkaufen. Hierbei auch Milch, Fleisch und Eier. Sobald die Pressemeldung verfasst ist, werde ich diese per Rundmail weiterleiten, damit alle dort einkaufen können (sollen). Dies wird eine Kettenreaktion auslösen. Wir sind dem Ziel einen großen Schritt weiter gekommen. Unsere Arbeit hinter den Kulissen war also sehr erfolgreich.

Viele Grüße

Feilmeier Josef
– Internationale Arbeitsgruppe Futtermittel NON-GVO
– VLOG, Verband Lebensmittel ohne Gentechnik
www.feilmeier.info

Lebensmittel und Gentechnik_ Die Legende vom Gentech-Schiff _ Wirtschaft – Frankfurter Rundschau pdf

lobbyisten-im-amt102[1] pdf

Sehr geehrte Damen und Herren!

Im Anhang finden Sie die neueste Presseaussendung, die Sie selbstverständlich auch immer auf unserer Homepage finden.

Mit freundlichen Grüßen

IG-Fleisch

der Obmann:

Leopold Steinbichler

4844 Regau 22

mobil:0699 19590226

http://www.ig-fleisch.at

email: office@ig-fleisch.at

PALMOEL pdf

Von: INITIATIVE Information – Natur – Gesellschaft [mailto:info@initiative.cc]
Gesendet: Donnerstag, 16. August 2012 21:10
An: INITIATIVE Information – Natur – Gesellschaft
Betreff: Aussendung 16.08.2012: Syrien

Sehr geehrte Damen und Herren, Liebe Freunde“!

Wie ein Strickmuster beim Pullover wiederholt sich die Politik der Weltmächte.
Präsidenten die zuvor noch hoch im Ansehen der westlichen Welt standen, lassen plötzlich ihr Volk massenweise umbringen und es ertönen täglich neue Schreckensnachrichten!
Alle haben sich dem Diktat der USA zu unterwerfen. Wer das nicht tut, wird zuerst sanktioniert, von der restlichen Welt isoliert, und wenn das noch nicht reicht, mit Unruhen und Volksaufständen  überschüttet, das Land wird in der ganzen Welt mit gefälschten Videobildern als Schurkenstaat dargestellt.
Und am Ende werden Gründe geliefert, warum man das Volk von dem bösen Herrscher gewaltsam befreien muss! Ein Krieg wird entfacht, wo die USA die Retter spielen – das ist ihre Rolle.
Danach setzen sie einen neuen Präsidenten ein, der sich dem Diktat der USA unterwirft.
Dazu heute einige Links zu diesem Thema, speziell zu Syrien.

Liebe Grüße
Fritz Loindl

Zitat: Wir gewinnen schneller Gerechtigkeit wenn wir dem Gegner Gerechtigkeit zukommen lassen. (Mahatma Gandhi)

Termine:
01.09.2012 Startveranstaltung in Eben/Png.: Lebenswerteste Gemeinde Österreich – mehr Infos HIER
08.09.2012 Protesttag/Demo in Karlsruhe: Stoppt den ESM – Ja zur direkten Demokratie – Mehr Infos HIER
10.09.2012 Vortrag in Salzburg: Burnout & Co – Ursachen und Lösungen – mit Egon Aigner – mehr Infos HIER
21.09.2010 Vortrag in Salzburg-Bergheim: Technologien zur freien Energiegewinnung –mit Robert Stein – mehr Infos HIER

Uran in Dünger und Geschirrreinigern

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstitut München,

das Umweltinstitut München hat Düngemittel und Geschirrreiniger auf ihren Gehalt an Uran untersucht. Drei der Düngemittel waren bereits Anfang des Jahres im Rahmen eines Fernsehbeitrages des NDR überprüft worden. Unsere Messungen bestätigten die dort ermittelten hohen Urangehalte: Der vom Umweltbundesamt empfohlene Richtwert von 50 mg Uran je kg Phosphat wurde fast immer überschritten.

Doch Phosphat ist nicht nur im Dünger, sondern auch in Waschmitteln enthalten. Deshalb untersuchten wir auch im Haushalt gängige Geschirrreiniger für Spülmaschinen. Auch der Verdacht, dass in diesen ein hoher Urananteil enthalten sein kann, bestätigte sich leider.

Dabei hat Uran im Dünger oder in Wasch- und Spülmitteln keinen Nutzen und ist folglich eine unnötige Gesundheits- und Umweltbelastung. Das Umweltinstitut München fordert, dass die Hersteller von Dünge-, Spül- und Waschmitteln, auch wenn es teuer ist, dazu verpflichtet werden, das Uran aus dem Phosphat abzutrennen.

Im Internet finden Sie unsere Messergebnisse und weitere Infos zu Uran in Dünger

Insektizide vergiften Gewässer
Wissenschaftler der Universität Koblenz-Landau haben Gewässer in der Nähe von Äckern untersucht und kamen dabei zu einem erschreckenden Ergebnis: Die Belastung mit giftigen Insektiziden ist bis zu 1000 Mal höher als von Herstellern und Behörden angenommen.
(Bericht: Spiegel-Online)

Erst im vergangenen Jahr hätten die Weichen für eine strengere nationale Regelung im Umgang mit Pestiziden gestellt werden können. Doch Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner ließ diese wichtige Gelegenheit ungenutzt verstreichen. Stattdessen beugte sich die „oberste Verbraucherschützerin“ wieder einmal dem Lobbydruck und stellte sich auf die Seite von Chemieindustrie und Bauernverband – gegen den Schutz der Umwelt und unserer Gesundheit.

Das Umweltinstitut fordert die so genannte Verbraucherschutzministerin auf, sich endlich auch für diese einzusetzen. Freiwillig wird die Chemieindustrie ihr „goldenes Kalb“ kaum schlachten und kein Gift mehr verkaufen. Zudem besteht der begründete Verdacht, dass sich auch viele Landwirte nicht mehr an die ohnehin laschen Vorschriften halten und tatsächlich mehr Gift spritzen, als erlaubt.

Eine konsequente Kontrolle könnte die Pestizidbelastung auf dem Acker und damit auch auf unseren Tellern deutlich minimieren. Würde die Beurteilung der Gefährlichkeit von Pestiziden nicht nur auf Industriestudien basieren, sondern auch auf Untersuchungen kritischer Wissenschaftler, gäbe es sicher weniger Gift auf dem Acker. Dass es auch sehr gut ohne Chemie und synthetische Pestizide geht, beweisen über 23.000 Bio-Betriebe in Deutschland.

Förderer werden und gewinnen!

Mit Hilfe unserer regelmäßigen Förderer finanzieren wir Projekte und Aktionen gegen Atomkraft, Gentechnik, Agrosprit und für ökologischen Landbau. Durch die Mitgliederwerbeaktion wollen wir unsere Basis verbreitern und bekamen dafür eine Reihe attraktiver Preise gestiftet.

Werden Sie bis zum 31. August 2012 Fördermitglied des Umweltinstitut München e.V. und gewinnen Sie einen Kurzurlaub für die ganze Familie auf dem Schallhammer-Bio-Archehof im Pfaffenwinkel, ein Geschenkset hervorragender Weine von „Mein Biowein“ sowie weitere wertvolle Preise! Alle neuen Förderer bekommen als Begrüßungsgeschenk eine Einkaufstasche mit unserem Logo – natürlich aus fair gehandelter Biobaumwolle.

Hier können Sie schnell und unkompliziert Fördermitglied des Umweltinstitut München e.V. werden:

Mit herzlichen Grüßen, Ihr

Harald Nestler
Vorstand

+ + + Termine + + +
Good Food March 2012
25. August , 13 Uhr, Odeonsplatz, München  
Der Good Food March 2012 ist eine europaweite Aktion für eine faire und nachhaltige Lebensmittel- und Landwirtschaftspolitik.

Mit Fahrrädern und Traktoren geht es im Spätsommer 2012 quer durch Europa bis vor das Europäische Parlament in Brüssel. Die Hauptstrecke führt fast 900 km durch den Süden Deutschlands über Frankreich, Luxemburg und Belgien nach Brüssel. Darüber hinaus sind zahlreiche weitere Routen und Veranstaltungen in Europa geplant. In Brüssel treffen sich dann alle europäischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer um deutlich zu machen, dass wir bei den Entscheidungen zur EU-Agrarpolitik mitreden wollen.

Start: 25. August 2012 in München, Ankunft: 19. September 2012 in Brüssel.

Während der Touretappen finden unterschiedliche Aktionen, wie Demonstrationen, Kundgebungen und Diskussionsveranstaltungen in den Städten und auf dem Land statt. Eine mobile Küche versorgt die RadlerInnen unterwegs mit gutem Essen, gekocht wird mit Lebensmittelspenden und ungenormtem Gemüse. Die ganze Tour kann über das Internet verfolgt werden. Tourdaten und weitere Infos

Insektizide vergiften Gewässer
Wissenschaftler der Universität Koblenz-Landau haben Gewässer in der Nähe von Äckern untersucht und kamen dabei zu einem erschreckenden Ergebnis: Die Belastung mit giftigen Insektiziden ist bis zu 1000 Mal höher als von Herstellern und Behörden angenommen.
(Bericht: Spiegel-Online)

Erst im vergangenen Jahr hätten die Weichen für eine strengere nationale Regelung im Umgang mit Pestiziden gestellt werden können. Doch Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner ließ diese wichtige Gelegenheit ungenutzt verstreichen. Stattdessen beugte sich die „oberste Verbraucherschützerin“ wieder einmal dem Lobbydruck und stellte sich auf die Seite von Chemieindustrie und Bauernverband – gegen den Schutz der Umwelt und unserer Gesundheit.

Das Umweltinstitut fordert die so genannte Verbraucherschutzministerin auf, sich endlich auch für diese einzusetzen. Freiwillig wird die Chemieindustrie ihr „goldenes Kalb“ kaum schlachten und kein Gift mehr verkaufen. Zudem besteht der begründete Verdacht, dass sich auch viele Landwirte nicht mehr an die ohnehin laschen Vorschriften halten und tatsächlich mehr Gift spritzen, als erlaubt.

Eine konsequente Kontrolle könnte die Pestizidbelastung auf dem Acker und damit auch auf unseren Tellern deutlich minimieren. Würde die Beurteilung der Gefährlichkeit von Pestiziden nicht nur auf Industriestudien basieren, sondern auch auf Untersuchungen kritischer Wissenschaftler, gäbe es sicher weniger Gift auf dem Acker. Dass es auch sehr gut ohne Chemie und synthetische Pestizide geht, beweisen über 23.000 Bio-Betriebe in Deutschland.

Förderer werden und gewinnen!

Mit Hilfe unserer regelmäßigen Förderer finanzieren wir Projekte und Aktionen gegen Atomkraft, Gentechnik, Agrosprit und für ökologischen Landbau. Durch die Mitgliederwerbeaktion wollen wir unsere Basis verbreitern und bekamen dafür eine Reihe attraktiver Preise gestiftet.

Werden Sie bis zum 31. August 2012 Fördermitglied des Umweltinstitut München e.V. und gewinnen Sie einen Kurzurlaub für die ganze Familie auf dem Schallhammer-Bio-Archehof im Pfaffenwinkel, ein Geschenkset hervorragender Weine von „Mein Biowein“ sowie weitere wertvolle Preise! Alle neuen Förderer bekommen als Begrüßungsgeschenk eine Einkaufstasche mit unserem Logo – natürlich aus fair gehandelter Biobaumwolle.

Hier können Sie schnell und unkompliziert Fördermitglied des Umweltinstitut München e.V. werden:

Mit herzlichen Grüßen, Ihr

Harald Nestler
Vorstand

+ + + Termine + + +
Good Food March 2012
25. August , 13 Uhr, Odeonsplatz, München
Der Good Food March 2012 ist eine europaweite Aktion für eine faire und nachhaltige Lebensmittel- und Landwirtschaftspolitik.

Mit Fahrrädern und Traktoren geht es im Spätsommer 2012 quer durch Europa bis vor das Europäische Parlament in Brüssel. Die Hauptstrecke führt fast 900 km durch den Süden Deutschlands über Frankreich, Luxemburg und Belgien nach Brüssel. Darüber hinaus sind zahlreiche weitere Routen und Veranstaltungen in Europa geplant. In Brüssel treffen sich dann alle europäischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer um deutlich zu machen, dass wir bei den Entscheidungen zur EU-Agrarpolitik mitreden wollen.

Start: 25. August 2012 in München, Ankunft: 19. September 2012 in Brüssel.

Während der Touretappen finden unterschiedliche Aktionen, wie Demonstrationen, Kundgebungen und Diskussionsveranstaltungen in den Städten und auf dem Land statt. Eine mobile Küche versorgt die RadlerInnen unterwegs mit gutem Essen, gekocht wird mit Lebensmittelspenden und ungenormtem Gemüse. Die ganze Tour kann über das Internet verfolgt werden. Tourdaten und weitere Infos

http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/welt/475193_Gentechnik-Rutsche-gelegt.html

  • Artikel vom 24.07.2012, 18:24 Uhr

Anne Glover rüttelt am „Vorsorgeprinzip“

EU-Freibrief für Gentechnik

Von Alexander Dworzak

  • Beraterin der EU-Kommission sieht keine negativen Folgen für Mensch und Tier.
  • Greenpeace empört.

 

Gentechnik erhitzt die Gemüter. EU-Länder, darunter Spanien, preschen beim Anbau vor.

 

Brüssel/Wien. Es ist eine Ansage mit politischer Sprengkraft, mit der Anne Glover unmittelbar vor der Sommerpause der EU-Institutionen in Brüssel aufwartet. Anne wer? Bislang sorgte die seit Anfang des Jahres amtierende höchste wissenschaftliche Beraterin der EU-Kommission für wenig Aufsehen. Nun lässt die Molekularbiologin beim in Österreich hochsensiblen Thema Gentechnik aufhorchen: „Negative Auswirkungen auf die Gesundheit von Menschen und Tieren sowie auf die Umwelt konnten bisher in keinem Fall gezeigt werden. Das ist ein recht eindeutiger Beweis und ich traue mich zu sagen, dass es nicht riskanter ist, gentechnisch veränderte Lebensmittel zu essen als konventionell angebaute“, so Glover in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit dem Nachrichtenportal „EurActiv“.

Bei Greenpeace schrillten sogleich alle Alarmglocken. Niemand könne die Auswirkungen auf Menschen seriös bewerten, kritisiert Dagmar Urban, Expertin der Organisation, im Gespräch mit der „Wiener Zeitung“. Für sie gebe es viele sehr gute Gründe für die Ablehnung der Gentechnik. So seien in Südamerika die ökologischen Folgen verheerend: Die Flächen müssten wesentlich intensiver bewirtschaftet werden, umweltschädliche Pestizide würden in großen Mengen eingesetzt und resistente Unkräuter entwickelten sich rasant auf Gentech-Feldern.

Rund 91.000 Hektar gentechnisch veränderter Mais sind EU-weit angebaut, nicht einmal ein Prozent aller Ackerflächen in der Union. In Österreich sowie sechs weiteren Staaten – Deutschland, Frankreich, Griechenland, Ungarn, Luxemburg und Bulgarien – besteht ein Anbauverbot für sie Sorte MON 810 des Agrarriesen Monsanto. Eine europäische Position ist in weiter Ferne, einzelne Länder, allen voran Spanien, bauen bereits an. „Gentechnik ist keine Option für die österreichische Landwirtschaft“, stellte Umweltminister Niki Berlakovich auf Anfrage der „Wiener Zeitung“ am Dienstag klar.

„Sehr verallgemeinernd“
Fehlenden Daten und ausstehenden Langzeitstudien sind für Experten und Politiker die Hauptgründe, bei den Auswirkungen von Gen-Food auf die Verbal-Bremse zu steigen. Unter Wissenschaftlern wird daher die Deutlichkeit Glovers mit Verwunderung quittiert: „Das ist sehr verallgemeinernd“, sagt Michelle Epstein. Sie fällt dieses Urteil, obwohl die Forscherin der MedUni Wien im März eine europaweite Studie vorgelegt hatte, in der keine gesundheitlichen Folgen durch genetisch veränderte Organismen festgestellt wurden.

Obwohl sich die oberste Wissenschaftlerin der EU-Kommission auf ihre Expertise beruft und sich als streng überparteilich einschätzt, könnten es politische Motive sein, die hinter ihrer Lanze für die Gentechnik stehen. „Glover soll die Kommissions-Position verstärken, nicht die Wissenschaft“, meint Greenpeace-Expertin Dagmar Urban. Harte Kritik, die – in milderen Tönen – vom Umweltbundesamt unterstrichen wird. Demnach stehe die Kommission Gentechnik „grundsätzlich nicht so kritisch wie Österreich“ gegenüber.

Blinde Gefolgschaft vor der Lobby großer Gentechnik-Konzerne kann jedoch selbst der Kommission nicht nachgesagt werden. Vergangene Woche wies EU-Gesundheitskommissar John Dalli die Anträge für den Anbau dreier Gentech-Maissorten zurück und forderte eine neuerliche Überprüfung durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit. Die drei Sorten produzieren ein Gift, um sich vor Insekten zu schützen; eine von ihnen ist das bereits erlaubte MON 810, dessen Zulassung jedoch abgelaufen ist. Bis zum Ende des Untersuchungsverfahrens dürfen die Pflanzen jedenfalls weiter angebaut werden.

Angesichts des schwierigen Marktumfeldes kehrten Agarkonzerne Europa bereits den Rücken; BASF verlagerte sein Biotech-Forschungszentrum von Deutschland in die USA. Bauern aus den Vereinigten Staaten bewirtschaften 43 Prozent aller jener Felder weltweit, Brasilien und Argentinien folgen mit großem Abstand. Häufigst angebaute Genpflanzen sind Soja und Mais. Rentabel seien Gen-Pflanzen lediglich in „hochindustrialisiert-großflächigem Umfeld“, so Andreas Heissenberger; Österreich zähle nicht dazu. Selbst in Tschechien, wo höhere Erträge möglich sind, sei Gen-Food ein Verlustgeschäft, denn es werde von den Konsumenten nicht angenommen, erklärt der Forscher des Umweltbundesamts.

Weitere von der EU-Wissenschaftlerin vorgebrachte Argumente wie Ressourcenknappheit und internationaler Druck werden von den befragten Experten als weniger wichtig angesehen – nicht jedoch Glovers Infragestellung des „Vorsorgeprinzips“, nach dem sich Risikoabschätzungen richten. Dieses sei auf international anerkannte Bewertungsart. Das Prinzip „vom Tisch zu wischen ist politisch zweifelhaft“ für Heissenberger.

http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/26205.html

16.08.2012 |

Gentechnik-Klüngel: Bundesregierung „wiegelt ab“

Gentechnik-Klüngel: Bundesregierung „wiegelt ab“ (Foto: Gerd Altmann / AllSilhouettes.com / pixelio)
Die Bundesregierung hält eine Aufklärung von Lobbyismus-Vorwürfen bei der Gentechnik-Kommission des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) offenbar nicht für nötig. Vor einiger Zeit verwies der Verein Testbiotech auf die Industrienähe vieler der in der Kommission sitzenden Experten. In ihrer kürzlich veröffentlichten Antwort auf eine Anfrage der Grünen zum Thema bestreitet die Regierung jedoch, von Interessenskonflikten zu wissen.

Die „Kommission für Genetisch veränderte Lebens- und Futtermittel“ soll das BfR bei der Risikobewertung von Gentechnik-Organismen wissenschaftlich beraten. Die Mitglieder des Gremiums werden vom BfR nicht bezahlt, sondern arbeiten für Universitäten, Forschungseinrichtungen – und eben auch für Lobbygruppierungen der Gentechnikindustrie. In schriftlichen Erklärungen müssten sie daher eigentlich auf potentielle Interessenskonflikte hinweisen. Nach Recherchen von Testbiotech haben „die meisten der Experten“ genau dies aber nicht getan. Die Bundesregierung möchte sich damit offensichtlich nicht auseinandersetzen. So heißt es in der aktuellen Antwort auf die parlamentarische Anfrage: „Kenntnisse über nicht korrekt oder unvollständig ausgefüllte Erklärungen liegen der Bundesregierung nicht vor.“

Gleichzeitig spielt die Regierung die Rolle der Expertenkommission herunter. Diese berate lediglich und würde „nicht zur Erarbeitung von Risikobewertungen in Zulassungsverfahren herangezogen.“ Die entscheidenden Urteile bezüglich der Sicherheit von Gentechnik würden von hauptamtlichen Mitarbeitern des BfR gefällt. Dabei stellt sich die Frage, ob das Gremium dann überhaupt gebraucht wird – ganz abgesehen davon, dass auch Angestellten des Bundesinstituts, wie dem Leiter der Abteilung für Lebensmittelsicherheit, zu enge Kontakte zur Gentech-Industrie vorgeworfen werden. Aus Sicht von Christoph Then ist die Antwort der Bundesregierung lediglich der Versuch, das Problem zu ignorieren. „Sie wiegelt ab“, zeigte sich der Geschäftsführer des Vereins enttäuscht.

Verantwortung für die delikate Situation beim BfR möchte die Regierung nicht übernehmen. Für die Überprüfung etwaiger Interessenskonflikte in der Expertenkommission sei nicht sie oder das Bundesinstitut zuständig, sondern die Kommission selbst, und zwar „unter Leitung ihres Vorsitzenden.“ Den Vorsitz hat derzeit Professorin Inge Broer von der Universität Rostock inne. Sie war nach Informationen von Testbiotech nicht nur an der Zulassung von Gentechnikpflanzen des Bayer-Konzerns beteiligt, sondern ist auch Gesellschafterin von Privatunternehmen, die mit dem Agrochemieriesen Monsanto zusammen arbeiten.

Auch im Fall der häufig für ihre einseitigen Risikobewertungen im Sinne der Gentechnikindustrie kritisierten Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sieht die Bundesregierung keinen Handlungsbedarf. Es gebe „keine Hinweise darauf, dass die Entscheidungen und Bewertungen der Expertenpanels interessengeleitet sind“, schreibt sie in ihrer Antwort auf die Anfrage. Außerdem könne die Regierung die Arbeit der EFSA nicht beeinflussen. Kritische Stimmen hatten zuletzt immer wieder eine Reform der Behörde gefordert. Das EU-Parlament verweigerte wegen der Nähe zur Industrie sogar die Entlastung des EFSA-Haushalts.

http://kurier.at/wirtschaft/4508242-nestl-boss-plaediert-fuer-gentechnik.php

Nestlé-Boss plädiert für Gentechnik
Peter Brabeck-Letmathe kritisiert Europas Politik: Die Zurückhaltung bei Gentechnik sei „Blödsinn“, der Biosprit-Kurs falsch.
14.08.2012, 16:05

Er gilt als der mächtigste Mann in Europas Lebensmittelindustrie: Peter Brabeck-Letmathe, jahrelang Chef bei Nestlé, jetzt Verwaltungsrats-Präsident, kritisiert im KURIER-Interview die Verwendung von Nahrung als Biosprit, warnt vor neuen Hungerkrisen und bricht eine Lanze für die Gentechnik.

KURIER: Wegen drohenden Missernten sehen wir aktuell einen heftigen Anstieg der Getreidepreise. Droht der Welt eine neue Hungerkrise?
Peter Brabeck-Letmathe: Der große Umbruch ist 2008 passiert. In den 30 Jahren davor sind die Preise immer gesunken. 2008 sind sie um bis zu 300 Prozent in die Höhe geschossen – und sie sind hoch geblieben. Aktuell sehen wir wieder einen Anstieg, zum einen wegen der Trockenheit in wichtigen Anbaugebieten, zum anderen aufgrund der politischen Entscheidung, immer mehr Agrarrohstoffe zu Biosprit zu verarbeiten. Wir sind schon wieder mitten in der Krise und es ist klar, dass wir mit weiter steigenden Rohstoffpreisen zu rechnen haben.

Welche Auswirkungen hat die Situation für Nestlé?
Wir sind in der Lage, die Preise gut vorherzusagen. Durch Hedging können wir uns gegen Preissteigerungen abfedern. Das haben wir gemacht. Für 2012 erwarte ich daher keine Auswirkungen, ein weiterer Preisanstieg wird womöglich 2013 schlagend.

Maissirup und Maisstärke sind zentrale Rohstoffe für Nestlé-Produkte wie Frühstücksflocken oder Babynahrung. Müssen sich die Konsumenten auf Preissteigerungen einstellen?
Bei verarbeiteten Produkten schlägt sich der Preisanstieg auf den Rohstoffmärkten weniger stark durch als für Grundprodukte. Das Tragische ist, dass gerade die Menschen mit wenig Geld bis zu 80 Prozent ihres Einkommens für Grundnahrungsmittel ausgeben und damit am stärksten betroffen sind. Wer sich einen Nespresso leisten kann, wird die Steigerung kaum spüren.

Mais ist auch wichtiger Rohstoff für die Biosprit-Produktion, die Sie oft kritisieren. Sollte man die in solchen Situationen zurückfahren?
Man sollte die Produktion von Biosprit überhaupt zurückfahren. Grundsätzlich sollte es keine Verwendung von Lebensmitteln für Biokraftstoffe geben. Was nach der Ernte übrig bleibt, kann meinetwegen zu Biomasse werden. Aber Lebensmittel sind kein Mittel für das Überleben eines Motors.

Die Produktion von Biosprit aus Mais oder Palmöl ist sowohl in den USA als auch in Europa eine politische Entscheidung. Sehen Sie die Politik als direkte Konkurrenz beim Rohstoffeinkauf?
Meine Forderung lautet: No Food for Fuel, also kein Essen für den Tank. Der Mangel an Grundnahrungsmitteln trifft die ärmsten Schichten der Bevölkerung am schwersten. Gleichzeitig ist Biosprit überhaupt nicht nachhaltig, wenn man bedenkt, dass für die Produktion von einem Liter Bioethanol über den gesamten Lebenszkylus 4600 Liter Wasser verbraucht werden.

Auch beim Thema Gentechnik ist die Politik dominant. BASF hat wegen des harten Widerstandes den Abzug der Gentech-Forschung aus Europa angekündigt. Wie beurteilen Sie den Schritt ?
Ich halte Europas Einstellung zu Gentechnik für einen Blödsinn. Hier trifft die Politik falsche Entscheidungen. Bis heute ist auf der Welt nachweislich noch kein Mensch an einem Gentechnik-Agrarprodukt gestorben. Wenn die Politik überzeugt ist, dass Gentechnik so schlecht ist für die Bevölkerung, müsste sie auf jedes Flugticket in ein Land, in dem Gentechnik weit verbreitet ist, eine Warnung draufschreiben.
Nestlé hat mit „Butterfinger“ den ersten Gentech-Schokoriegel in Deutschland auf den Markt gebracht und musste wegen heftiger Kritik wieder zurückrudern. Kann Nestlé in Europa auf Gentech-Produkte verzichten?
Mit dem Butterfinger wollten wir damals eine Marke nach Europa bringen, die es hier nicht gab. Dabei haben wir einfach ein erfolgreiches US-Produkt in Europa angeboten. Heute haben wir in Europa kein Produkt mit Zutaten am Markt, die gentechnisch verändert wurden. Wir können selbstverständlich hier darauf verzichten.

Kritik üben Sie auch immer wieder an der Verschwendung von Wasser. Wo orten Sie die größten Missstände?
Die Landwirtschaft ist für 70 Prozent des weltweiten Wasserverbrauchs verantwortlich. Laut Studien verwenden wir 2,5-mal so viel Wasser bei der Bewässerung einer Pflanze als sie braucht. Probleme sehe ich auch bei der Energiegewinnung: Bei der Ölförderung kommt mit der Fracking-Technologie immer mehr Wasser zum Einsatz.

Wie sieht denn die Wasserbilanz von Nestlé aus?
Wir haben den Wasserverbrauch in den vergangenen Jahren kräftig reduziert. Früher brauchten wir 4,5 Liter Wasser, um einen Dollar zu verdienen. Heute sind wir bei 1,5 Liter. In Summe macht die Wasserabfüllung von Nestlé 0,0009 Prozent des weltweiten Frischwasser-Abzugs aus. Das ist ein Tropfen auf den heißen Stein.

Die Sparte muss doch hohe Gewinne abwerfen? Ein Liter Nestlé Aquarel kostet ja um 300-mal mehr als ein Liter aus der Wasserleitung …
Das Wassergeschäft ist eines der Geschäfte, das weit unter den üblichen Nestlé-Margen liegt. Ihr Vergleich hinkt: Wenn Sie einen Liter Wasser aus der Wasserleitung entnehmen, kostet es die Gesellschaft 300 bis 400 Liter Wasser. So viel wird täglich pro Person aufbereitet und geht in die Toilettenspülung oder in die Waschmaschine.

Zur Person: Peter Brabeck-Letmathe Nestlé ist der größte Nahrungsmittelkonzern der Welt. Gegründet 1905, beschäftigte Nestlé zuletzt 330.000 Mitarbeiter. Mit mehr als 6000 Marken erzielte der Konzern 2011 einen Umsatz von 69,6 Milliarden Euro. Peter Brabeck-Letmathe wurde 1944 in Österreich geboren. 1968 begann er bei Nestlé, ab 1997 war er Delegierter des Verwaltungsrats, also Vorstand. Seit 2005 leitet er den Verwaltungsrat. Kolportierte Gage: 6,9 Mio. Euro.
Umbau beim Nahrungsriesen

Die Nestlé S.A. mit Sitz in Vevey, Schweiz, ist der größte Nahrungsmittelkonzern der Welt. Nicht zuletzt Brabeck-Letmathe war es, der in seiner Rolle als Vorstandschef („Delegierter des Verwaltungsrats) einen Wandel im Konzern einleitete. Neben der Produktion bekannter Marken wie Maggi, Nescafé, Nespresso, Beba oder Smarties versucht der Konzern auch, sich vom Lebensmittel- zum „Gesundheits- und Wellnesskonzern“ zu wandeln.

„Die Gesundheitssysteme in den Industrieländern sind eigentlich Krankheitssysteme. Der Prävention wird viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt“, argumentiert Brabeck-Letmathe die zuletzt erfolgten Zukäufe im Bereich „Health Science“. „Mit unserer Health-Science-Division versuchen wir, durch die Entwicklung von Produkten präventiv mitzuhelfen, dass Menschen länger aktiv und gesund bleiben können. Wir haben Produkte, die helfen, Demenz und Alzheimer vorzubeugen. Oder wenn sie eine Krebsbehandlung erhalten, haben wir Produkte, die helfen, die oft starken Nebenwirkungen zu verringern.“ Der Anteil am Umsatz sei zwar noch nicht groß, „aber wir sehen sehr hohe Wachstumsraten“.

http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/26198.html
 
14.08.2012 |

USA: Monsanto-Mais erstmals im Supermarkt

Nach der diesjährigen Mais-Ernte werden es sich manche US-amerikanische Verbraucher wohl gut überlegen, ob sie ihren Süßmais weiterhin bei Walmart kaufen. Dann wird in den Filialen des Supermarktgiganten nämlich erstmals Gentechnik-Mais des Agrochemiekonzerns Monsanto im Regal stehen. Und zwar ohne Hinweis auf die gentechnische Veränderung.

Andere große Lebensmittelhändler wie Whole Foods und General Mills nahmen den Gentech-Mais von Monsanto nicht ins Sortiment auf. Bei Walmart hieß es hingegen, man habe die Debatte aufmerksam verfolgt und sehe keine Sicherheitsprobleme. Dem Süßmais wurde ein Gen des Bakteriums Bacillus thuringiensis (Bt) eingesetzt, wodurch die Pflanze ein Gift zur Abwehr von Insekten produziert. Die genaue Wirkungsweise solcher Bt-Gentechnikpflanzen ist allerdings unklar. Verbraucher- und Umweltschutzorganisationen befürchten gesundheitliche Schäden durch den gentechnischen Eingriff, aber auch durch das Eigengift.

Anders als in den EU-Staaten und vielen weiteren Ländern müssen gentechnisch veränderte Zutaten in Lebensmitteln in den USA nicht auf dem Etikett ausgewiesen werden. Walmart-Kunden hätten damit keine Möglichkeit, den Monsanto-Süßmais zu erkennen. Bisher ist der Gentech-Mais des Agrochemiekonzerns vor allem zu Futtermitteln für Vieh verarbeitet worden. Nun soll er auf den Tellern der Amerikaner landen. Dort wäre er zwar nicht der Erste: Der Schweizer Konzern Syngenta hat vor zehn Jahren eine ähnliche Variante von Gentech-Süßmais zur Verwendung in Speisen herausgebracht. Der Marktanteil des Syngenta-Mais liegt laut dem Unternehmen jedoch nur bei drei Prozent. Vor allem aber würden die umstrittenen Monsanto-Maiskolben nicht wie bislang nur in verarbeiteten Lebensmitteln wie Cornflakes, sondern als Konserve oder frisch für den direkten Verzehr angeboten. Dadurch könnten die negativen Auswirkungen noch größer sein, warnen Verbraucherschutzorganisationen. Wissenschaftliche Untersuchungen dazu gibt es nicht, wie ein Vertreter der Gruppe Center for Food Safety kritisiert: „Wenn Ihre Kinder diesen Mais einfach so essen – nicht in verarbeiteten Produkten, wie es bisher der Fall war – dann braucht man langfristige Fütterungsstudien.“

Das Thema Agro-Gentechnik erhält in den USA momentan erhöhte Aufmerksamkeit. In den kommenden Monaten stehen wichtige Entscheidungen an. Kalifornien stimmt im November über eine Kennzeichnungspflicht für Gentech-Zutaten ab. Und in Washington versuchen Monsanto und Co, bei der Ausgestaltung der Agrarpolitik Einfluss auf den Kongress zu nehmen, um ihre Produkte in Zukunft noch leichter durch den Zulassungsprozess zu bekommen. Die Gentechnikhersteller investieren daher viel Geld in die Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit. Gut 12 Millionen US-Dollar haben sie zusammen mit großen Lebensmittelkonzernen wie Nestlé, Unilever, Kraft, Pepsi und Coca-Cola schon in eine Kampagne gesteckt, die die kalifornischen Wähler überzeugen soll, dass eine Kennzeichnung von Gentech-Bestandteilen in Nahrungsmitteln unnötig sei. Und auch die Bearbeitung der politischen Entscheidungsträger im Kapitol lassen sich die Agrochemiekonzerne Einiges kosten: Allein Monsanto hat in der ersten Jahreshälfte gut drei Millionen US-Dollar für Lobbyzwecke ausgegeben.

http://www.fr-online.de/wirtschaft/lebensmittel-und-gentechnik-die-legende-vom-gentech-schiff,1472780,16885650.html

Lebensmittel und Gentechnik

Die Legende vom Gentech-Schiff
Von Daniel Baumann

Feld mit gentechnisch verändertem Mais in den USA.  Foto: dapd
Immer wieder landen in den Häfen Europas Lebensmittel, die verboten sind. Sie sind gentechnisch verändert und dürfen nicht eingeführt werden. Die EU will die strenge Regel aufzuweichen und verunreinigte Produkte zulassen. Die Begründung ist aber ziemlich weit hergeholt.
Sieben Jahre ist es her, da legte in einem irischen Hafen ein Schiff an. Es kam aus den USA und hatte Futtermittel geladen, das mit gentechnisch verändertem und in der Europäischen Union nicht zugelassenem Mais verunreinigt war. Umgehend wurden die etwa 2500 Tonnen von den Behörden sichergestellt und eingelagert. Denn wenige Wochen zuvor hatte die Europäische Union ein Verbot für derart verunreinigte Futter- und Lebensmittel in Kraft gesetzt. Der Agrarindustrie hat das nicht gefallen.

EU will Regeln lockern

Nun arbeitet die EU daran, die Regeln zu lockern. Bei Futtermitteln ist das strikte Verbot bereits gefallen. Folgen sollen nun auch die Lebensmittel. Schließlich werde es immer schwieriger, Verunreinigungen zu verhindern, argumentieren die Industrie und einige Koalitionspolitiker. Da weltweit immer mehr gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut würden, steige das Risiko, dass es bei der Verarbeitung mit Erntemaschinen, beim Transport oder in der Herstellung zur Vermischung von konventionellen und gentechnisch veränderten Pflanzen komme. Massenhaft müssten deshalb wertvolle Lebensmittel vernichtet und teilweise sogar ganze Schiffsladungen zurückgewiesen werden, wird beklagt.

Was sich dramatisch anhört, ist aber offenbar maßlos übertrieben. Einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag zufolge gab es in den vergangenen fünf Jahren in Deutschland 105 Fälle von Lebens- oder Futtermitteln mit unzulässigen Verunreinigungen. Betroffen davon waren so verschiedene Güter wie Reis-, Mais- und Sojaprodukte, Backmischungen, Heimtierfutter oder Papayas. Die Mengen lagen dabei lediglich in Einzelfällen im Bereich von mehreren Tonnen. Nach Schätzung des Agro-Gentechnik-Sprechers der Grünen-Fraktion, Harald Ebner, waren maximal 500 Tonnen Lebens- und Futtermittel betroffen. Angesichts dessen, dass jährlich alleine 4,5 Millionen Tonnen Sojaprodukte als Futtermittel importiert und elf Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen würden, sei diese Menge vernachlässigbar. Von ganzen Schiffsladungen, die zurückgeschickt würden, ist der Bundesregierung erst recht nichts bekannt. „Die Zahlen belegen, dass die Nulltoleranz machbar ist und dass sie die Wirtschaft keineswegs in unzumutbarer Weise belastet“, sagt Ebner.

Streit über Grenzwert

Bereits heute dürfen Lebensmittel, die geringe Mengen gentechnisch veränderter Organismen enthalten, in der EU vertrieben werden, wenn die genmanipulierten Sorten hier zugelassen, also auf Umwelt- und Gesundheitsrisiken überprüft worden sind. Künftig will die EU auch für nicht zugelassene Sorten einen Schwellenwert, er soll bei 0,1 Prozent liegen. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) lehnt das ab. Die Grünen werfen ihr jedoch vor, dass sie in Brüssel nicht für ihre Politik kämpfe.

Die Aufhebung der Nulltoleranz-Grenze würde laut Bundesregierung für Betriebe Mehrkosten bedeuten: Sie müssten nicht mehr nur analysieren, ob nicht zugelassene, gentechnisch veränderte Organismen in den Nahrungsmitteln enthalten sind, sondern auch wie viele. So dass die „aufwendigeren Untersuchungsmethoden zu höheren Untersuchungskosten führen“ würden. Kritiker glauben, dass das für die Agrarindustrie nachrangig ist. Sie sehen in der Aufhebung der Nulltoleranz langfristig ein Durchbruch für mehr gentechnisch veränderte Organismen im Essen.

Lebensmittel und Gentechnik Die Legende vom Gentech-Schiff
Von Daniel Baumann

Feld mit gentechnisch verändertem Mais in den USA.  Foto: dapd
Immer wieder landen in den Häfen Europas Lebensmittel, die verboten sind. Sie sind gentechnisch verändert und dürfen nicht eingeführt werden. Die EU will die strenge Regel aufzuweichen und verunreinigte Produkte zulassen. Die Begründung ist aber ziemlich weit hergeholt.
Sieben Jahre ist es her, da legte in einem irischen Hafen ein Schiff an. Es kam aus den USA und hatte Futtermittel geladen, das mit gentechnisch verändertem und in der Europäischen Union nicht zugelassenem Mais verunreinigt war. Umgehend wurden die etwa 2500 Tonnen von den Behörden sichergestellt und eingelagert. Denn wenige Wochen zuvor hatte die Europäische Union ein Verbot für derart verunreinigte Futter- und Lebensmittel in Kraft gesetzt. Der Agrarindustrie hat das nicht gefallen.

EU will Regeln lockern

Nun arbeitet die EU daran, die Regeln zu lockern. Bei Futtermitteln ist das strikte Verbot bereits gefallen. Folgen sollen nun auch die Lebensmittel. Schließlich werde es immer schwieriger, Verunreinigungen zu verhindern, argumentieren die Industrie und einige Koalitionspolitiker. Da weltweit immer mehr gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut würden, steige das Risiko, dass es bei der Verarbeitung mit Erntemaschinen, beim Transport oder in der Herstellung zur Vermischung von konventionellen und gentechnisch veränderten Pflanzen komme. Massenhaft müssten deshalb wertvolle Lebensmittel vernichtet und teilweise sogar ganze Schiffsladungen zurückgewiesen werden, wird beklagt.

Was sich dramatisch anhört, ist aber offenbar maßlos übertrieben. Einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag zufolge gab es in den vergangenen fünf Jahren in Deutschland 105 Fälle von Lebens- oder Futtermitteln mit unzulässigen Verunreinigungen. Betroffen davon waren so verschiedene Güter wie Reis-, Mais- und Sojaprodukte, Backmischungen, Heimtierfutter oder Papayas. Die Mengen lagen dabei lediglich in Einzelfällen im Bereich von mehreren Tonnen. Nach Schätzung des Agro-Gentechnik-Sprechers der Grünen-Fraktion, Harald Ebner, waren maximal 500 Tonnen Lebens- und Futtermittel betroffen. Angesichts dessen, dass jährlich alleine 4,5 Millionen Tonnen Sojaprodukte als Futtermittel importiert und elf Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen würden, sei diese Menge vernachlässigbar. Von ganzen Schiffsladungen, die zurückgeschickt würden, ist der Bundesregierung erst recht nichts bekannt. „Die Zahlen belegen, dass die Nulltoleranz machbar ist und dass sie die Wirtschaft keineswegs in unzumutbarer Weise belastet“, sagt Ebner.

Streit über Grenzwert

Bereits heute dürfen Lebensmittel, die geringe Mengen gentechnisch veränderter Organismen enthalten, in der EU vertrieben werden, wenn die genmanipulierten Sorten hier zugelassen, also auf Umwelt- und Gesundheitsrisiken überprüft worden sind. Künftig will die EU auch für nicht zugelassene Sorten einen Schwellenwert, er soll bei 0,1 Prozent liegen. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) lehnt das ab. Die Grünen werfen ihr jedoch vor, dass sie in Brüssel nicht für ihre Politik kämpfe.

Die Aufhebung der Nulltoleranz-Grenze würde laut Bundesregierung für Betriebe Mehrkosten bedeuten: Sie müssten nicht mehr nur analysieren, ob nicht zugelassene, gentechnisch veränderte Organismen in den Nahrungsmitteln enthalten sind, sondern auch wie viele. So dass die „aufwendigeren Untersuchungsmethoden zu höheren Untersuchungskosten führen“ würden. Kritiker glauben, dass das für die Agrarindustrie nachrangig ist. Sie sehen in der Aufhebung der Nulltoleranz langfristig ein Durchbruch für mehr gentechnisch veränderte Organismen im Essen.

http://www.stern.de/news2/aktuell/nur-selten-gentechnik-verunreinigung-in-lebensmitteln-1878768.html

15. August 2012, 07:53 Uhr
 
 
Nur selten Gentechnik-Verunreinigung in Lebensmitteln
In Lebens- und Futtermitteln sowie in Saatgut werden bei Kontrollen in Deutschland nur vergleichsweise selten Spuren nicht zugelassener Genpflanzen gefunden.
In Lebens- und Futtermitteln sowie in Saatgut werden bei Kontrollen in Deutschland nur vergleichsweise selten Spuren nicht zugelassener Genpflanzen gefunden. In den vergangenen Jahren gab es zumeist kaum mehr als ein Dutzend Fälle, wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen hervorgeht, die der Nachrichtenagentur AFP vorlag.

Die Quellen der Verunreinigung waren demnach in den meisten Fällen die gleichen: Genreis aus China, Genleinsamen aus Kanada sowie Genpapayas aus Thailand und den USA. Aus dem Verkehr gezogen werden mussten demnach immer nur wenige Tonnen der betroffenen Lebensmittel.

2011 wurden den Regierungsangaben zufolge in Deutschland elf Mal Verunreinigungen durch Gentechnik festgestellt, 2010 waren es 17 Fälle, 2008 ebenfalls elf. Nur 2009 sticht heraus: Hier waren es 60 Funde – vor allem Genleinsamen aus Kanada. In diesem Jahr gab es bislang sechs solcher Fälle. Bei Saatgut waren es in den vergangenen Jahren maximal rund zwei Dutzend Funde.

Saatgut und Lebensmittel müssen vernichtet werden, wenn Spuren nicht zugelassener Genpflanzen festgestellt werden. In der EU wird derzeit diskutiert, diese sogenannte Nulltoleranz aufzuheben – und der Regelung bei Futtermitteln anzupassen, wo unter bestimmten Voraussetzungen Verunreinigungen von bis zu 0,1 Prozent erlaubt sind. Die Wirtschaft hatte zuletzt häufig beklagt, es entstünden große Verluste durch die Pflicht, bei Verunreinigung gleich ganze Ladungen zu vernichten.

Der grüne Gentechnik-Experte Harald Ebner wandte sich gegen diese Argumentation. Tatsächlich hätten immer nur vergleichsweise geringe Mengen Lebensmittel aufgrund von Verunreinigung vernichtet werden müssen, erklärte er. Die Zahlen der Regierung zeigten zudem, dass die 0,1-Prozent-Regel bei Futtermitteln bislang in keinem einzigen Fall gegriffen habe – und der Gentechnik-Industrie somit auch keine Erleichterung gebracht habe. „Die absolute Nulltoleranz für illegale Genpflanzen in Lebensmitteln ist umsetzbar und muss zum Schutz der Verbraucherinnnen und Verbraucher unbedingt bestehen bleiben“, forderte Ebner.

http://www.ostsee-zeitung.de/nachrichten/mv/index_artikel_komplett.phtml?SID=615991d65cbfb77c4799911934f341a9&param=news&id=3526031

dpa vom 15.08.2012 12:53

Endgültig: Freisprüche für Gentechnik-Gegner wegen Störaktion

Auf dem Feld wurde trotzdem «Amflora» angebaut. Foto: Bernd Wüstneck/Archiv

Neubrandenburg (dpa/mv) – Eine Störaktion mit Bio-Kartoffeln gegen die Anpflanzung von gentechnisch veränderten Kartoffeln bleibt für zwei Demonstranten nun doch ohne strafrechtliche Folgen. Das teilte das Landgericht Neubrandenburg am Mittwoch mit. Die Staatsanwaltschaft habe ihre Revision gegen einen Freispruch der Berufungskammer im Februar 2012 zurückgezogen.
Die Männer hatten im Frühjahr 2009 mehrere Kilogramm Bio-Kartoffeln auf einem Feld bei Bütow im damaligen Müritzkreis eingepflanzt, um den damals bundesweit einzigen Versuchsanbau der BASF für gentechnisch veränderte Stärkekartoffeln der Sorte Amflora zu stören.
Der Amflora-Anbau fand kurz danach zwar trotzdem statt, die betroffene Fläche musste der Landwirt aber aussparen. Ein Amtsgericht hatte die Störer zunächst wegen Nötigung zu Geldstrafen von 300 und 200 Euro verurteilt. Das hatte das Landgericht wieder aufgehoben, da „keine Gewalt gegen Personen angewandt worden sei“. Der Anbau der Amflora war später zwar trotz Protesten von der EU zugelassen worden, seit 2011 wird die gentechnisch veränderte Kartoffel aber nicht mehr im Nordosten angebaut. Inzwischen verlagerte BASF seine Aktivitäten für gentechnisch veränderte Pflanzen in die USA.

 

 

http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/26105.html

25.07.2012 |

Italien: Gentechnikbefürworter fürchten „zweites Mittelalter“

Gentechnikbefürworter sehen Italiens Landwirtschaft im „zweiten Mittelalter“ (Foto: Bärbel Schulz / Pixelio)

In einem Brief an Staatspräsident Napolitano und Ministerpräsident Monti haben 200 Personen eine gentechnikfreundlichere Politik der italienischen Regierung eingefordert. Die Unterzeichner der Bittschrift wähnen das Land aufgrund der aus ihrer Sicht zu restriktiven Haltung gegenüber der Agro-Gentechnik in einem „zweiten Mittelalter“. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, dürfe die Technologie nicht länger „ignoriert“ werden.

Dabei berufen sich die Unterzeichner des Briefs auf die angeblich wohlwollende Haltung der italienischen Bevölkerung: 59 Prozent wünschten sich mehr Forschung an genetisch veränderten Organismen. Allerdings stammen diese Zahlen aus einer Umfrage des Wissenschaftszentrums Observa von 2004. Ihre Erhebung ist also acht Jahre und einige Gentech-Skandale her. Außerdem bezog sich die Frage auf Biotechnologie im Allgemeinen, mit dem Zusatz „OGM“ (ital. für GVO, gentechnisch veränderter Organismus) in einer Klammer. Im Jahr 2008 wurde die Befragung wiederholt: Nun befürworteten nur noch 45 Prozent eine weitere Erforschung der Gentechnik, während der Anteil der Unentschiedenen fast um das vierfache gestiegen war. In dem aktuellen Appell an die Regierung findet sich jedoch nur die veraltete Angabe.

Einer Eurobarometer-Untersuchung des Jahres 2005 zufolge unterstützten in dieser Zeit nur 34 Prozent der Italiener die Herstellung von gentechnisch veränderten Lebensmitteln. Und in der jüngsten Erhebung von 2010 befürworteten nur 22 Prozent der Befragten in Italien die Förderung von Gentech-Nahrung.

Doch auch sonst nahmen es die Initiatoren des Briefs anscheinend nicht so genau. Um die wohlklingende Zahl von 200 unterzeichnenden „Landwirten und Wissenschaftlern“ zu erreichen, durften auch Studenten, „Staatsbürger“ („cittadino“), eine „Hausfrau“ („casalinga“) oder der „Sohn eines Landwirts“ ihren Namen darunter setzen. Ob sie genau so viel vom Thema verstehen wie der selbstständige Berater („Consulente“) und ehemalige PR-Chef von Monsanto Italien, Edoardo Ferri, der ebenfalls unterschrieb, ist nicht bekannt.

http://www.pressetext.com/news/20120726009

Gentech-Soja braucht immer mehr Herbizide
Neue Sorten sollen Resistenz-Probleme lösen

Gentech-Sojabohnen: Zunehmend resistent (Foto: Flickr/Herbolario)

Washington DC/Wien (pte009/26.07.2012/10:15) – In den USA läuft zurzeit das Zulassungsverfahren für die neue Gentechniksoja-Sorte DAS-44406-6. Diese soll, nach Angaben des Herstellers Dow AgroSciences, die Lösung für das in den Monokulturen am häufigsten auftretende Problem bieten: Keine Resistenzen gegen Herbizide. Durch den flächendeckenden Einsatz von Herbiziden auf Gentechnikfeldern sind manche Unkräuter nämlich resistent geworden.

„Die neuen gentechnisch veränderten Pflanzen von Dow beinhalten gleich zwei Resistenzen. Sie sind sowohl gegenüber dem herkömmlichen Glyphosat als auch gegenüber dem 2,4-D tolerant“, erklärt Gentechnik-Expertin Heidemarie Porstner von Global2000 http://www.global2000.at gegenüber pressetext. „Das bedeutet, dass die Landwirte beide Herbizide einsetzen können und was nicht durch Glyphosat abstirbt, wird dann durch 2,4-D vernichtet.“ Das ganze gehe solange, bis die „Unkräuter“ noch weitere Resistenzen ausbilden und von beidem immer mehr eingesetzt werden muss.

Grünes Licht für noch mehr Pestizide

Porstner kritisiert auch, dass Wechselwirkungen durch die Kombination der beiden Herbizide bislang noch nicht abschätzbar sei. „Man kennt die Effekte beider Mittel einzeln, aber in Kombination wurden sie bisher noch nicht getestet.“

Ein weiteres Problem sieht Porstner in der Tatsache, dass damit eine weitere gentechnisch-veränderte Pflanze auf den Feldern Einzug hält, die als Futter- und Lebensmittel zugelassen werden soll, von der man jedoch nicht wisse, wie sie auf Tiere und Menschen wirke. „Schon bei den bisher zugelassenen Gentech-Sorten von Mais und Soja werden kritische Studien, die Schäden an Tieren zeigen, immer wieder von der Industrie angezweifelt und Wissenschafter diffamiert.“

Resistenzprobleme seit langem bekannt

Auch andere Gentechnik-Experten wie der Werner Müller aus Wien sehen in der Resistenz-Situation eine bereits seit langem prophezeite – aber immer wieder unterschätzte Tatsache. „Es ist nur einen Frage der Zeit bis es Unkraut gibt, das gegen drei Herbizide resistent ist“, so Müller im pressetext-Interview.

Für Landwirte bedeuten die Resistenzen enorme wirtschaftliche Schäden. Deshalb wurde bei Dow AgroSciences eine Soja entwickelt, die nicht nur das Versprühen von Glyphosat und Glufosinat tolerieren soll, sondern auch von 2,4-D – einer giftigen Chemikalie, die schon Bestandteil des in Vietnam eingesetzten Entlaubungsmittels „Agent Orange“ war. Der Antrag auf Zulassung der Soja liegt nun beim Landwirtschaftsministerium in Washington. Aufgrund der meist unkritischen Haltung der Behörde gegenüber gentechnisch veränderten Organismen gilt es als wahrscheinlich, dass die Genehmigung gewährt wird, berichtet der Informationsdienst Gentechnik http://www.keine-gentechnik.de .

Gentech-Reis vor der Zulassung

Auch ein gegen 2,4-D resistenter Gentech-Mais steht kurz vor der Zulassung. Während Dow AgroSciences in professionellen Werbespots die Vorzüge der Produkte anpreist, beteuert das Agrarministerium, dass 2,4-D sicher und umfassend getestet sei. Umweltschutzverbände und viele Landwirte sind allerdings besorgt. Sie halten das Spritzmittel für noch gefährlicher als Glyphosat und Glufosinat.

„Bisher hat es sich immer um eine relevante Veränderung im Genom der Pflanze gehandelt. In Zukunft werden es zwei – im genannten Fall – oder noch mehr Veränderungen sein, deren Folgen immer schwere abschätzbar werden“, kritisiert Porstner. Fehlgeburten bei Kühen und neuartige Allergien bei Menschen sind nur einige der Probleme, die empirisch immer wieder nachgewiesen werden.

Unkrautproblem kaum lösbar

Auch die Hoffnung der Industrie auf eine Lösung des Unkrautproblems könnte sich als Trugschluss erweisen, wenn sich die ungewünschten Pflanzen an die veränderten Bedingungen anpassen und eine Toleranz gegenüber dem Herbizid entwickeln.

Charles Benbrook von der Organisation Organic Center http://www.organic-center.org geht davon aus, dass die eingesetzte Menge der Chemikalie bei einer Markteinführung des Dow AgroSciences-Mais bis 2019 um das Siebenfache mehr zunehmen würde, als wenn auf deren Anbau verzichtet würde. Massiver Gifteinsatz in Gentechnikmonokulturen hat bereits bei Glyphosat, das z.B. vom Konkurrent Monsanto unter dem Namen Roundup vertrieben wird, zu einer entsprechenden Anpassung der Unkräuter geführt (siehe http://bit.ly/PzlOur ).

(Ende)

Aussender:
pressetext.redaktion
Ansprechpartner:
Wolfgang Weitlaner
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Türkei:

http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/26207.html

17.08.2012 |

Türkei: Kein Import von Gentech-Nahrung

Türkische Greenpeace-AktivistInnen gegen Gentechnik erfolgreich (Foto: Greenpeace Akdeniz)
Wegen des großen Drucks der türkischen Verbraucherinnen und Verbraucher haben Lebensmittelproduzenten einen Antrag auf die Einfuhr gentechnisch veränderter Nahrung zurückgezogen. Das berichten Medien unter Berufung auf eine Pressemitteilung des türkischen Dachverbands der Lebensmittel- und Getränkeindustrie (TGDF). Stattdessen könnte das Land mit einer Kennzeichnungspflicht von tierischen Produkten, für die Gentechnikpflanzen verfüttert wurden, zum Vorreiter werden.

Ursprünglich hatte der Verband TGDF beim türkischen Agrarministerium um eine Genehmigung zum Import von 29 verschiedenen Gentechnik-Organismen gebeten. Nach einer Kampagne von Greenpeace, die laut Berichten von über 320.000 Menschen unterstützt wurde, überlegten es sich die Unternehmer offenbar anders und revidierten ihren Antrag. Ein Traditionsunternehmen, das die Süßspeise Baklava herstellt, erklärte gar seinen Austritt aus dem Verband, da es durch die Kontroverse um gentechnisch veränderte Lebensmittel seinen Ruf gefährdet sah. Der türkische Landwirtschaftsminister Mehdi Eker hatte zuvor bereits Importzulassungen für Gentech-Nahrung abgelehnt.

Die Organisatoren der Kampagne gegen die Einfuhr von Gentechnik sprachen von einem großen Erfolg. Ein Greenpeace-Vertreter, Tarik Nejat Dinc, verwies gleichzeitig auf ein aktuelles Vorhaben des Agrarministeriums. Demnach arbeitet die Behörde weiter an einer Kennzeichnung für tierische Erzeugnisse, bei deren Herstellung Gentechnik verfüttert wird. Eine solche Regelung gibt es aktuell in keinem Land. „Das wird ein Durchbruch nicht nur für die Türkei, sondern auch für die weltweite Anti-Gentechnik-Bewegung“, erklärte Dinc.

http://www.taz.de/Paraguay-setzt-auf-Monsanto/!99622/

15.08.2012
Paraguay setzt auf Monsanto

„Anschlag auf die indigene Kultur“

Die Saatgutkonzerne profitieren vom Putsch in Paraguay, denn die Behörden lassen eine Genpflanze nach der anderen zu. Die Kleinbauern fürchten den Genmais.von Jürgen Vogt

Fiese Mais-Fratze: Stop GMOs (genetically modified organisms)!  Bild:  dpa

BUENOS AIRES taz | Paraguay wird gentechnisch aufgerüstet. Wer auch immer hinter dem kalten Putsch Ende Juni gegen Präsident Fernando Lugo stand – Monsanto und Co. stehen auf jeden Fall auf der Gewinnerseite der politischen Wende. Seither herrscht nämlich für die Multis der Gentechnikbranche bei den Zulassungsbehörden ein permanenter Tag der offenen Tür.

Gleich vier Saatguthersteller drängen derzeit auf die Zulassung ihrer gentechnisch veränderten Maiskörner. Monsanto ist mit seinem Mais VT3Pro bisher am weitesten vorangekommen. Anfang August erteilte das Gesundheitsministerium in Asunción die Zulassung des Genmaises für den menschlichen Verzehr. Jetzt geht der Antrag zur Comisión Nacional de Bioseguridad (Combio) und von dort zum Landwirtschaftsministerium. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis Genmais in Paraguay erstmals offiziell zugelassen wird.

Paraguay ist ein großer Maisproduzent: Als Exporteur liegt das Land an neunter Stelle der Weltrangliste. Auf 700.000 Hektar werden 3,1 Millionen Tonnen Mais mit traditionellem Saatgut produziert. Allerdings sind diese Zahlen mit Vorsicht zu genießen. Bereits heute wird rund die Hälfte der Maisernte mit gentechnisch verändertem Saatgut produziert, so Tomás Zayas von der Asagrapa, dem Verband der Landwirte im Bezirk Alto Paraná, denn das Saatgut ist leicht ins Land zu schmuggeln.

„Bald kann Monsanto sein Saatgut legalisieren und in aller Ruhe weiter expandieren“, so Zayas. Und Paraguays Kleinbauern befürchten, dass sich mit der Legalisierung die Kontaminierung ihres traditionellen Saatguts durch genmanipuliertes beschleunigt und sie ungewollt in die Abhängigkeit der Saatgutfirmen geraten. Genmanipulierter Mais kann im Gegensatz zu gentechnisch verändertem Soja oder Weizen nicht wieder als Saatgut verwendet werden.

Nahrungsmittelsouveränität in Gefahr
„Mais ist das Fundament der Ernährung unserer Bevölkerung“, sagt Zayas. „Das ist ein Anschlag auf die Kultur der Indígenas und Campesinos und ihre Nahrungsmittelsouveränität.“ Die Indígena- und Campesino-Organisationen haben denn auch schon Widerstand angekündigt. Spätestens im September soll die Protestwelle anrollen.

Gegen den kleinbäuerlichen Protest von unten setzen die großen Produzenten auf die Durchsetzung von oben. Bestes Beispiel ist wiederum Monsanto. Nachdem Anfang Juli Monsantos insekten- und herbizidresistente MON531-Bollgard-Baumwolle endlich in das Register der staatlichen Samenbehörde Senave aufgenommen wurde, beklagten sich die Bauern bitterlich, die die Baumwolle kaufen wollten.

Das entsprechende Saatgut gebe es in der Region gar nicht zu kaufen. Lediglich weiter entwickeltes, aber nicht zugelassenes Saatgut wäre aus den Nachbarländern Brasilien und Argentinien zu importieren. Jetzt droht die Hälfte der vorgesehenen Aussaat wegzubrechen.

Umgehung der Zulassungsprozedur
Jetzt soll Paraguays neuer Präsident Federico Franco per Dekret einen „Saatgutnotstand“ für Baumwollsamen verhängen und so den Kauf von bisher nicht zugelassenem Saatgut erlauben. Und es scheint auch hier nur eine Frage der Zeit, bis Franco seinen Federstrich unter ein entsprechendes Dekret setzt. Damit wäre die sonst übliche mindestens zwei Jahre laufende Experimentier- und Studienphase über mögliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und Umwelt elegant ausgehebelt.

Mit alldem würde sich Paraguay in dem Prozess der fortschreitenden Gentechnisierung der südamerikanischen Agrarproduktion lediglich hinten anstellen. Die sich linksprogessiv gebenden Regierungen Argentiniens, Uruguays und Brasiliens sind mit ihrer Zulassungspraxis der rechten Regierung in Paraguay weit voraus.

http://www.schweizerbauer.ch/htmls/artikel_29672.html

24.07.2012 18:27]

USA: Weiterer Siegeszug für die Gentechnik

Das amerikanische Ministerium für Landwirtschaft (USDA) hat grünes Licht für den uneingeschränkten Anbau gentechnisch veränderter Zuckerrüben gegeben. Seit einigen Jahren erfreuen sich gentechnisch manipulierte Kulturen in den USA zunehmender Beliebtheit.

Die durch den Eingriff von Gentechnik veränderten Zuckerrüben sind resistent gegen ein Herbizid und erleichtern somit die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln. 

Keine Gefahr für normale Rüben

In einer dreijährigen Untersuchungsphase hat eine amerikanische Prüfbehörde getestet, ob die sogenannte „Roundup-Ready-Zuckerrübe“ die Umweltverträglichkeit ihrer natürlichen Artgenossen aufweist, berichtet Agra Europe.

Die Behörde kam dabei zum Schluss, dass von den getesteten Kulturen keine grössere Gefahr für die Umwelt ausgeht als von normalen Rüben. Die Zuckerrübe mit der Resistenz gegen Unkrautbekämpfungsmittel darf deshalb nach offiziellen Angaben des US-Landwirtschaftsministeriums uneingeschränkt angebaut werden.

GVO-Pflanzen in überwiegender Mehrheit

Seit einigen Jahren steigt der Anteil an gentechnisch veränderten Kulturen in den USA. So zeigt eine Studie des Nationalen Agrarstatistischen Amtes, dass im Jahr 2000 gerade auf einem Viertel der US-Maifläche gentechnisch veränderter Mais angebaut wurde – mittlerweile beträgt der Anteil 88 Prozent. 

Gleiches gilt für Sojabohnen, wo heute 93 Prozent der Anbaufläche für gentechnisch manipulierte Sojapflanzen zur Verfügung steht, während es im Jahr 2000 noch 54 Prozent waren. Auch in der Baumwollindustrie sind mit 94 Prozent die Genpflanzen in der Überzahl. Am häufigsten kommen dabei Sorten zum Einsatz, die gegen Herbizide und Insekten gleichzeitig resistent

Betreff: Fw: Speicherung Erneuerbarer Energien; 7. Internationale Konferenz und Austellung in Berlin, 12.-14.11.2012 (akk,ber-sol,ua)

From: EUROSOLAR e. V., IRES 2012

Sent: Monday, July 23, 2012 1:10 PM

7. Internationale Konferenz und Austellung zur Speicherung Erneuerbarer Energien (IRES 2012)
Berliner Congress Center bcc, 12.-14. November 2012


Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten Sie herzlich zur Teilnahme an der IRES 2012 einladen 

http://www.eurosolar.de/de/index.php?option=com_content&task=view&id=1600&Itemid=381de

In der Fachwelt hat sich die IRES als zentraler Ort des Wissens- und Meinungsaustauschs über eine der Schlüsselfragen der künftigen Energieversorgung etabliert.

Zur IRES 2011 kamen wie schon im Vorjahr 600 Experten aus Deutschland und 40 weiteren Ländern.
Die IRES ist das internationale Forum, in dem Verantwortliche aus Industrie, Energiewirtschaft, Wissenschaft, Verbänden, Politik und Finanzwirtschaft zusammen kommen,

um den Stand der Speichertechnologien, den Bedarf an Speicherkapazität sowie Geschäftsmodelle und erfolgreiche Beispiele zu diskutieren und kennen zu lernen. 

Hier werden nicht nur einzelne Technologien vorstellt, sondern notwendige Verknüpfungen zwischen Energiesektoren und Technologien erörtert und so systematisch aufzeigt, wie die Transformation unserer Energieversorgung gelingen kann.

Die IRES bietet ein hervorragendes Umfeld für Ihre Produktlösungen und Dienstleistungen. Nutzen Sie die Möglichkeit, sich bei der der IRES 2012 als Sponsor und/oder Aussteller einem internationalen Fachpublikum zu präsentieren.

Wir würden uns freuen, Sie auf der IRES 2012 in Berlin begrüßen zu dürfen! 

Für Rückfragen und weitere Informationen stehe ich Ihnen gerne auch persönlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Valentin Hollain
Projektleiter IRES 2012
Wissenschaftlicher Leiter EUROSOLAR

Haupt-Kooperationspartner:

Kooperationspartner:

Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE), Bundesverband Solarwirtschaft BSW,

Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e. V. (B.KWK), Deutscher Wasserstoff- und Brennstoffzellenverband DWV, DERlab,

Deutsch-Französische Koordinierungsstelle Erneuerbare Energien e.V., Electricity Storage Association ESA,

EUPD Research, EUROBAT – The European Storage Battery Manufacturers Association,

The International Flow Battery Forum IFBF, The American Council on Renewable Energy ACORE

Medienpartner: neue energie, Batteries International, Energie&Management, HZwei

Hauptsponsoring:
Sponsoring:

Wissenschaftlicher Beirat: 

- Dr. Bernhard Riegel, EUROBAT, Brilon, Deutschland
- Prof. Dr. Dirk Uwe Sauer, RWTH Aachen, Deutschland (Wissenschaftlicher Konferenzleiter)
- Dr. Peter Schossig, Fraunhofer ISE, Freiburg, Deutschland
- Prof. Dr. Ingo Stadler, Fachhochschule Köln, Deutschland
- Prof. Dr. Michael Sterner, Hochschule für angewandte Wissenschaften Regensburg, Deutschland
- Dr. Wim van Helden, Renewable Heat, Schagen, Niederlande

*Die Teilnahme ist für berichtende Presse und Fachpresse gegen Vorlage eines gültigen Presseausweises kostenfrei, ein Recht auf Akkreditierung besteht nicht.

Der Veranstalter behält sich vor, auch bei Vorlage entsprechender Nachweise, einen Akkreditierungswunsch abzulehnen. Zur Anmeldung senden Sie bitte eine Email an IRES@eurosolar.de.

EUROSOLAR e.V.
Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien
Kaiser-Friedrich-Straße 11
D-53113 Bonn
Tel. +49(0)228 / 2891446 und 362375
Fax 0228 / 361279 und 361213
IRES@eurosolar.dehttp://www.energiespeicherkonferenz.dehttp://www.energystorageconference.orghttp://www.eurosolar.org

——————————————————————————————————-

Solarinformationen und Kommentare 
http://www.eurosolar.at/soli.htm  
SOLI Juli 2012 http://www.eurosolar.at/Drucksorten/soli1207.doc 

„SONNENENERGIE FÜR ÖSTERREICH“

Termine 
http://www.eurosolar.at/Drucksorten/sofo.doc

Mi., 1. Aug. 2012, 16-21 Uhr: 
Plusenergie-Haus in Wien 23, Hungereckstr.23,

(erreichbar mit Badner Bahn, Haltestelle Neu-Erlaa, 5 Minuten Fußweg)

Exkursion des Hietzinger Energiestammtisches;
Anmeld.: Gerhard Kaindl, Mobil-Tel. 0664/20 27 405 , gerhard-kaindl@aon.at

http://www.youtube.com/watch?v=PQ044cNTloM  

 
Mo., 6. August 2012, 17–19:30 Uhr
Hiroshima-Tag 
(Gedenkveranstaltung zum Jahrestag des Atombombenabwurfes auf Hiroshima), 
mit EUROSOLAR-Treffen
Ort: Wiener Stephansplatz  http://www.hiroshima.at 
Nach 19:30 Uhr Laternenmarsch vom Stephansplatz durch die Kärntner Straße zum Teich vor der Wiener Karlskirche,

Einladung
zum 
Wiener Solarstammtisch
(seit 15. Dezember 1988 regelmäßig jeden 3. Donnerstag im Monat, ab 18 Uhr)
Do., 16. August 2012, 18 Uhr
Tagesthema: 
Windkraft im Burgenland als europäisches Vorbild
Referent: Dr. Günter Clauss http://www.austrianwindpower.com;  
Moderator: DI Friedrich Herzog http://www.oekoenergie.com
17 Uhr Treffen einschlägiger EUROSOLAR-Arbeitskreises 7b „Windkraft“,
Ort:  A-1060 Wien, Wallgasse 32, Restaurant „Zum Hagenthaler“ http://www.hagenthaler.at ,
Erreichbar: U3, U6 Westbahnhof, Fußweg ca. 5 min, Straßenbahn-Linie 6, 18, 52, 58, Westbahn
http://www.eurosolar.at/solsta02.htm

1./2. Sept 2012 : 
Erneuerbare Energien-Ausstellung, 
mit Schwungradspeicher, SOLARTRIEBWAGEN ELSE,  E-Fahrzeuge u.a. 
Ort:  Eisenbahn-Museum  Schwechat www.eisenbahnmuseum.at  ,  
neben Bahnhof Schwechat,

Besuchereingang: Hintere Bahngasse 2b ,
A-2320 Schwechat

(erreichbar mit Autobuslinie 271 – ab Reumannplatz,

S7, Wiener Fahrschein, Eintritt mit NÖ-Card möglich) 
Kontakt: Ing. Karl Windisch Tel. 0676/962 85 83

Umfrage: „Photovoltaik finanziert Bahnfahrten“  unter www.bsa-noe.at

Bitte daran  teilnehmen und bewerben!

Hietzinger Energiestammtisch

Mi., 3. Okt. 2012, 19 Uhr,

Tagesthema
 Schwungrad-Energiespeicher http://www.schwungrad.at   
DI. Johann Klimpfinger wird dazu referieren und einen Film vorführen
Ort: A-1130 Wien., Maxingstr.76, „Bergwirt“, www.hotelbergwirt.at;

Kontakt: Arch.DI. Edwin Piskernik, Mobil-Tel. 0676/400 5511
http://www.schwungrad.at/node/4

http://www.borderlands.de/net_pdf/NET0311S46-50.pdf

Sa., 20. Oktober 2012 
EUROSOLAR-Preisverleihung 2012

mit Elektro-Fahrzeuge-Treffen
Ort: A-9640 Kötschach-Mauthen, Kultur- und Veranstaltungszentrum

(beim Bahnhof)

www.koetschach-mauthen.gv.athttp://www.eurosolar.at/index.php/de/solarpreis

Bitte vormerken:

Wiener Solarstammtisch

Do., 15. Aug. 2013 (!), 18 Uhr (Feiertag)

Einschlägiges Tagesthema:

Energiespeicher,

Ref.:DI. Martin Wieger IBC

Moderation: DI. Dr. Gerd Schauer

Ort: A-1060 Wien, Wallgasse 23, Restaurant „Zum Hagenthaler“
http://www.eurosolar.at/solsta02.htm

http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/26198.html
 
14.08.2012 |

USA: Monsanto-Mais erstmals im Supermarkt

Walmart will Gentech-Mais von Monsanto ins Sortiment aufnehmen
Nach der diesjährigen Mais-Ernte werden es sich manche US-amerikanische Verbraucher wohl gut überlegen, ob sie ihren Süßmais weiterhin bei Walmart kaufen. Dann wird in den Filialen des Supermarktgiganten nämlich erstmals Gentechnik-Mais des Agrochemiekonzerns Monsanto im Regal stehen. Und zwar ohne Hinweis auf die gentechnische Veränderung.

Andere große Lebensmittelhändler wie Whole Foods und General Mills nahmen den Gentech-Mais von Monsanto nicht ins Sortiment auf. Bei Walmart hieß es hingegen, man habe die Debatte aufmerksam verfolgt und sehe keine Sicherheitsprobleme. Dem Süßmais wurde ein Gen des Bakteriums Bacillus thuringiensis (Bt) eingesetzt, wodurch die Pflanze ein Gift zur Abwehr von Insekten produziert. Die genaue Wirkungsweise solcher Bt-Gentechnikpflanzen ist allerdings unklar. Verbraucher- und Umweltschutzorganisationen befürchten gesundheitliche Schäden durch den gentechnischen Eingriff, aber auch durch das Eigengift.

Anders als in den EU-Staaten und vielen weiteren Ländern müssen gentechnisch veränderte Zutaten in Lebensmitteln in den USA nicht auf dem Etikett ausgewiesen werden. Walmart-Kunden hätten damit keine Möglichkeit, den Monsanto-Süßmais zu erkennen. Bisher ist der Gentech-Mais des Agrochemiekonzerns vor allem zu Futtermitteln für Vieh verarbeitet worden. Nun soll er auf den Tellern der Amerikaner landen. Dort wäre er zwar nicht der Erste: Der Schweizer Konzern Syngenta hat vor zehn Jahren eine ähnliche Variante von Gentech-Süßmais zur Verwendung in Speisen herausgebracht. Der Marktanteil des Syngenta-Mais liegt laut dem Unternehmen jedoch nur bei drei Prozent. Vor allem aber würden die umstrittenen Monsanto-Maiskolben nicht wie bislang nur in Fertiggerichten und Cornflakes, sondern als Konserve oder frisch für den direkten Verzehr angeboten. Dadurch könnten die negativen Auswirkungen noch größer sein, warnen Verbraucherschutzorganisationen. Wissenschaftliche Untersuchungen dazu gibt es nicht, wie ein Vertreter der Gruppe Center for Food Safety kritisiert: „Wenn Ihre Kinder diesen Mais einfach so essen – nicht in Fertigprodukten wie es bisher der Fall war – dann braucht man langfristige Fütterungsstudien.“

Das Thema Agro-Gentechnik erhält in den USA momentan erhöhte Aufmerksamkeit. In den kommenden Monaten stehen wichtige Entscheidungen an. Kalifornien stimmt im November über eine Kennzeichnungspflicht für Gentech-Zutaten ab. Und in Washington versuchen Monsanto und Co, bei der Ausgestaltung der Agrarpolitik Einfluss auf den Kongress zu nehmen, um ihre Produkte in Zukunft noch leichter durch den Zulassungsprozess zu bekommen. Die Gentechnikhersteller investieren daher viel Geld in die Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit. Gut 12 Millionen US-Dollar haben sie zusammen mit großen Lebensmittelkonzernen wie Nestlé, Unilever, Kraft, Pepsi und Coca-Cola schon in eine Kampagne gesteckt, die die kalifornischen Wähler überzeugen soll, dass eine Kennzeichnung von Gentech-Bestandteilen in Nahrungsmitteln unnötig sei. Und auch die Bearbeitung der politischen Entscheidungsträger im Kapitol lassen sich die Agrochemiekonzerne Einiges kosten: Allein Monsanto hat in der ersten Jahreshälfte gut drei Millionen US-Dollar für Lobbyzwecke ausgegeben.

Morris Daily Herald: Monsanto’s engineered crop hits stores unlabeled, but Wal-Mart isn’t worried (06.08.12)
The Organic and Non-GMO Report, USA: Monsanto’s GM sweet corn coming to America’s dinner plates
testbiotech: Risikobewertung von Monsanto-Maisarten mit Bt-Genen
Los Angeles Times: Big agriculture pumps $10 million into anti-GMO-labeling campaign (13.08.12)
SourceWatch: Biotech Riders in the 2012 Farm Bill (Lobbyausgaben der Gentech-Industrie)
Infodienst: USA: Monsanto bastelt sich eigene Gesetze (16.07.12)
Zurück zu den Meldungen

http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/26096.html

24.07.2012 |

Indien: Abkehr von der Gentech-Baumwolle

Indischer Bundesstaat sucht nach Alternativen zur Gentech-Baumwolle

In einem westindischen Bundesstaat wird offenbar die Abkehr von gentechnisch veränderter Baumwolle vorbereitet. Wie die Zeitung The Times of India berichtet, hat der Landwirtschaftsminister der Region Maharashtra die staatlichen Universitäten beauftragt, nach einem besser geeigneten Ersatz der in den letzten Jahren überwiegend angebauten Bt-Baumwolle zu suchen. Von diesem Schritt erhofft sich die Regierung eine wirtschaftliche Verbesserung der Situation der Baumwollbauern.

Ein hochrangiger Ministeriumsvertreter führte aus, die Landwirte hätten in Folge der Anpflanzung von gentechnisch veränderter Bt-Baumwolle stark ansteigende Ausgaben für Pestizide und Düngemittel aufzubringen. Dies betreffe insbesondere niederschlagreiche und trockene Gegenden des Bundesstaats. Die Kosten seien die höchsten weltweit. „Trotz des Anbaus von Bt-Baumwolle im ganzen Staat, hat die Produktivität, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit der Pflanzen nachgelassen“, sagte der Beamte. Er weist dabei auf eine andere Realität in seinem Land hin als eine unlängst viel diskutierte Studie, wonach der Ertrag indischer Baumwollproduzenten gestiegen sei. Die oft als „die deutsche Studie“ bezeichnete Untersuchung eines Teams der Universität Göttingen war von verschiedenen Seiten wegen ihrer Unausgewogenheiten und der veralteten Zahlen kritisiert worden.

Auch der Direktor des Zentralinstituts für Baumwollforschung, Keshav Kranthi zeigte sich angesichts des Fokus auf Gentech-Baumwolle besorgt. In Maharashtra bauen mehr als zwei Millionen Landwirte Baumwolle an, und zwar fast ausschließlich gentechnisch Veränderte: „In ganz Maharashtra dominiert die hybride Baumwolle, was kein gutes Zeichen ist. Unsere Böden sind für anspruchsvolle Hybride nicht geeignet und deswegen gab es immer Bedarf an Alternativen, die den Druck auf die Bauern verringern.“

In der letzten Zeit gab es immer wieder Berichte über Selbstmorde von indischen Kleinbauern, die gentechnisch veränderte Baumwolle anbauten. Die ohnehin schwierige Lage der Landwirte, die mit Dürren und fehlenden Sicherungssystem zu kämpfen haben, wird durch den Einsatz der Gentechnik noch verschärft. Viele sind auch aufgrund der steigenden Ausgaben für Pflanzenschutzmittel und wegen der Lizenzgebühren, die die Herstellerunternehmen der Gentech-Pflanzen jedes Jahr verlangen, hoch verschuldet.

http://www.orf.at/stories/2132025/

Mais so teuer wie noch nie

Die Krise auf den globalen Märkten für Getreide spitzt sich zu. Mais ist so teuer wie noch nie, und der Getreidepreis hat den höchsten Stand seit eineinhalb Jahren erreicht. Ausgelöst wurde der Preisanstieg durch die schwere Trockenheit in den USA, die einen erheblichen Einfluss auf die Weltmärkte haben. Dort ist bereits mehr als ein Drittel der Maispflanzen verdorrt.

Das knappe Angebot lässt nach Einschätzung des Rohstoffexperten Leon Leschus vom Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) die Preise steigen. Rohstoffspekulanten springen an den Börsen zusätzlich auf den Zug. Die Preise für Agrarrohstoffe werden mittel- und langfristig eher nach oben klettern, weil die Nachfrage sich erhöht, so der Experte.

Publiziert am 21.07.2012

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/ich_kenne_keine_rationalen_gruende_gegen_die_gentechnik/

Prof. Dr. Beda M. Stadler   18.07.2012   22:11

Ich kenne keine rationalen Gründe gegen die Gentechnik

Die Angst vor Gen-Food ist eine Luxusangst, welche nur Leute plagt, die als gesellschaftliches Problem das Übergewicht haben. Für einen hungernden Menschen sieht ein gentechnisch veränderter Maiskolben gleich schmackhaft aus wie einer, der sogenannt natürlich ist. Dabei ist Natur nicht gleichzusetzen mit gesund. Wer weiß schon, dass über 99 Prozent der Pestizide natürlich sind, also von der Natur und nicht von der bösen Agroindustrie produziert werden? Soll man also die Ängste vor der Gentechnik ernst nehmen und ihnen den Status eines Arguments verleihen? Da Asterix und Obelix sich davor gefürchtet haben, dass ihnen der Himmel auf den Kopf fällt, müsste man diese Angst auch ernst nehmen! Die Angst vor dem bösen Mann unter dem Bett mag wohl real sein, das macht aus dem Ungeheuer aber keine Realität.

Unsere Luxusängste kommen womöglich zustande, weil die meisten von uns gesund sterben wollen. Nahrungsmittel sind bei uns nicht limitiert. Sie sind allerdings „Lebensmittel“ geworden, deren Aufgabe es ist, uns ein gesundes Leben zu vermitteln. Die Ernährung zum Überleben ist Nebensache, deshalb schmeißen wir wertvolle Kalorien hemmungslos weg. Was zählt, ist der geistige Inhalt der Lebensmittel und der muss Gesundheit sein.

Andererseits ist der Wunsch, gesund sterben zu wollen, ein eigentlicher Witz. Das Witzigste daran ist, niemand lacht darüber. Es ist nämlich gar nicht möglich, gesund zu sterben. Noch ist nie ein gesunder Mensch gestorben. Selbst wer vom Blitz getroffen wird, ist während der Zeit des Ein- und Austritts des Blitzes für einen kurzen Moment krank. Die Wahnvorstellung, gesund sterben zu wollen, ist aber bloß eine logische Folge unseres allgemeinen Gesundheitswahns. Genau darunter leidet die Gentechnik, weil die Gegner dieser bislang harmlosen Technologie nicht mehr mitdiskutieren, sondern Genfood ganz einfach zu Gift erklärt haben. Das war ein strategisches Meisterwerk der Kommunikation. Gift gehört schließlich nicht auf unsere Teller.

Ich kenne keine rationalen Gründe gegen die Gentechnik. Es gibt nur viele Pseudoargumente, die letztlich darin gipfeln, nicht nur gesund sterben zu wollen, sondern nach dem Tod noch ein zweites Leben zur Verfügung zu haben. Bei den meisten Debatten, die ich rund um die Gentechnik führen musste, taucht nämlich am Schluss das Argument auf, die Gentechnologen würden in die Schöpfung eingreifen. Als Wissenschaftler ist man nach einer solchen Äußerung normalerweise schachmatt gesetzt, weil der Gegner signalisiert, nicht mehr diskutieren zu wollen, da von nun an geglaubt wird. Jeder kann schließlich seine Meinung oder eben seinen Glauben behalten.

Wer also glaubt, dass es eine Schöpfung gibt, muss zwingenderweise auch an einen Schöpfer oder Anfang glauben Er ist somit religiös. Dies wird natürlich umgehend bestritten, und es wird argumentiert, man glaube nur an eine Singularität und nicht an einen interstellaren Herrscher mit grauem Bart, der einem auf der Toilette zusieht. Wie dem auch sei, es geht bei der Argumentation um die Frage, wie man ein Leben sinnvoll gestalten und ob das Leben allenfalls mit Risiken behaftet ist. Selbstverständlich birgt die Gentechnik auch Risiken, nur das tut jede Technologie. An Genfood ist bislang niemand gestorben, an Biogemüse hingegen schon. Es geht also darum, ob von der Gentechnik echte Gefahren ausgehen, nur darüber ist in den letzten zwanzig Jahren nichts bekannt geworden.

Für Naturalisten, also Menschen, die überzeugt sind, dass es auf diesem Planeten nur mit rechten Dingen zugeht, ist die Gentechnik meistens kein Problem. Weil bislang aber niemandem gelungen ist, zu beweisen, dass von der Gentechnik echte Gefahren ausgehen, wird von Politikern, Konsumentenschützern und Bauernführern einfach behauptet, die Konsumenten wollten kein Genfood. Dem ist längst nicht mehr so, wie es einst war. In dem Maße, wie die Menschen rationaler werden, werden sie auch bereit sein, sich mit Technologien aus den Life Sciences auseinanderzusetzen, ohne vorerst die Bibel, den Koran oder den Talmud zu konsultieren.

Wir müssen also unser Verhältnis zum Essen grundsätzlich hinterfragen. Es gibt nämlich Nahrungsmittel, die genauso Genussmittel sein können und die das einzige Leben, das uns zur Verfügung steht, wesentlich lustiger und unterhaltsamer machen. Diese Lebensmittel enthalten oft auch Geistiges, was man aber etwa als Alkoholgehalt messen kann. Noch haben Hunderte von Jahren nicht gereicht, der Prohibition zum Sieg zu verhelfen, obwohl diese Lebensmittel ein echtes Neurotoxin (Alkohol) enthalten. Es bleibt also zu hoffen, dass wir die anderen geistigen Inhalte, etwa die Angst vor der Gentechnik, bald einmal in unserem Essen ebenfalls tolerieren.

Eigentlich geht es ja um unsere Grundnahrungsmittel, bei denen nicht unsere Ängste das Hauptproblem sind, sondern die Frage, wie wir genügend davon produzieren, damit alle Menschen auf diesem Planeten zu essen haben. Für unsere Ernährung sind also quasi Religionen, etwa Bio oder andere Formen von religiöser Ernährung, völlig irrelevant. Da es kein zweites Leben gibt, ist es eigentlich vernünftig, dass wir auf diesem Planeten so viel Spaß wie möglich haben. Aus dem Grund haben unsere Vorfahren schon immer alles, was kreucht und fleucht, genetisch verändert. Diese Veränderungen waren übrigens allesamt ein wesentlich stärkerer Eingriff in die „Natur“ als die gentechnischen Veränderungen der vergangenen Jahre. Es ist also Zeit, sich an die letzten Worte Epikurs zu halten: „Lebt wohl und erinnert euch an meine Lehren.“

http://www.taz.de/Protest-mit-Erfolg/!97709/

  • 20.07.2012

Protest mit Erfolg

Kein gutes Feld für Gen-Forscher

Ackerbesetzungen und Negativimage beim Verbraucher: Gentechnik in Deutschland hat es schwer. Dennoch wollen Konzerne nicht auf diese Technologie verzichten.von Svenja Bergt

Sieht normal aus, ist es aber nicht: Gentechnisch veränderter Mais.  Bild:  dapd

BERLIN taz | Der Anbau des genmanipulierten Maises MON 810 von Monsanto ist verboten, der Chemiekonzern BASF will seine Zentrale für Pflanzen-Gentechnik von Deutschland in die USA verlegen, die Nordkirche fordert ein Verbot von Gentechnik auf ihren Flächen.

Derzeit sieht es nicht danach aus, als wäre für Gentechnik-Befürworter in Deutschland noch viel zu holen. Tatsächlich waren die Zeiten für Landwirte, die gentechnisch verändertes Saatgut anbauen wollten, schon mal besser. In der Übersicht des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), an das die Bauern geplante Gentechnik-Felder melden müssen, sind fast alle Anträge für das Jahr 2012 mit einem durchgestrichenen Kreis gekennzeichnet: Sie fallen unter das Anbauverbot für MON 810. Eine Handvoll Landwirte hat ihre Anträge zurückgezogen.

„Die Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen – sowohl was die Fläche als auch was die Zahl der Standorte betrifft“, sagt Andreas Bauer-Panskus, Wissenschaftler vom Gentechnik-kritischen Institut Epigen. Die Unternehmen gehen stattdessen ins Ausland: in die USA zum Beispiel oder nach Spanien.

Doch das bedeutet nicht, dass die Felder hierzulande frei von Gentechnik sind. Denn die Forschung liegt längst nicht auf Eis. Und so stehen in Deutschland noch gentechnisch veränderte Pflanzen auf Feldern – zu Versuchszwecken. Kartoffeln mit Pilzresistenz zum Beispiel. Und ein Blick in die beantragten Freisetzungen zeigt: Auch in den kommenden Jahren werden weiter gentechnisch veränderte Pflanzen gesät werden. Schon weil ein Teil der Versuche über einen längeren Zeitraum angelegte ist. So hat beispielsweise Monsanto die Genehmigung, bis Oktober nächsten Jahres auf drei Standorten jeweils bis zu 5.000 Quadratmeter gentechnisch veränderte Zuckerrüben freizusetzen. Die Universität Rostock darf bis Ende 2016 auf 3.000 Quadratmetern gentechnisch veränderten Tabak der Sorte „Petit Havana“ anbauen.

„Es sieht aus, als wollten einige Unternehmen den Fuß in der Tür behalten“, schätzt Bauer-Panskus die Situation ein. Unternehmen und Politik hätten gemerkt, dass das Label „Gentechnik“ in der Bevölkerung nicht gut ankomme.

Wo die Gentechnik-Gegner gewonnen haben – und wo die Anwohner weiter protestieren:

Beispiel 1. Protest mit Wirkung:

Im sachsen-anhaltinischen Üplingen haben die Gentechnik-Gegner gewonnen. Der Schaugarten, in dem seit 2008 auf 15.000 Quadratmetern Fläche vor allem gentechnisch veränderte Pflanzen gezeigt werden, wird in diesem Jahr nicht beackert und bleibt geschlossen. „Grund dafür sind die restriktiven politischen Rahmenbedingungen und kriminelle Feldzerstörungen in Deutschland“, teilt der Betreiber BioTechFarm mit.

In dem Schaugarten sollen Besucher aus aller Welt von gentechnisch veränderten Pflanzen überzeugt werden. Im vergangenen Jahr wuchsen hier unter anderem Tabak und Kartoffeln, beide gentechnisch verändert. In diesem Jahr wollte der Saatgutproduzent KWS genmanipulierte Zuckerrüben anpflanzen, dazu wird es nun nicht kommen.

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) kritisiert, mit der Freisetzung hätten nicht einmal Daten über den Anbau erhoben werden sollen, wie es sonst bei experimentellen Freisetzungen üblich ist. „Just for fun“ sei das, ein Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen nur zu PR-Zwecken. Doch ein Einspruch bei der sachsen-anhaltinischen Landesbehörde scheiterte. Nun hat es sich auch so erledigt. Das Unternehmen argumentiert dagegen mit dem Forschungsstandort. „Deutschland ist dabei, seine Innovationskraft bei einem Zukunftsthema einzubüßen“, sagt Kerstin Schmidt, Geschäftsführerin der BioTechFarm.

Wie lange der Sieg der Gentechnik-Gegner Bestand hat, ist offen. „Wir können heute noch nicht sagen, wie es im nächsten Jahr aussieht“, sagt KWS-Sprecherin Sabine Michalek. Das hänge von eventuellen Zulassungen ab und der Entwicklung des politischen Umfelds. Annemarie Volling von der AbL bleibt daher skeptisch: „Ich glaube, die wollen sich gerade nur aus der Schusslinie bringen.“ Die Zulassungsverfahren auf EU-Ebene liefen weiter. Erst Ende Juni hat die Europäische Lebensmittelbehörde Efsa sich dafür ausgesprochen, dass Monsanto herbizidresistentes Gentech-Soja anbauen darf. Das letzte Wort haben nun die EU-Mitgliedstaaten oder – falls die sich nicht einigen – die EU-Kommission. Dass sie den Anbau ablehnt, ist unwahrscheinlich. „Und natürlich scharren die Unternehmen weiter mit den Hufen und wollen auf den deutschen Markt.“ Volling rechnet nicht damit, dass der Schaugarten auch im kommenden Jahr geschlossen bleibt. Gehe es mit der EU-Zulassung schnell, könne es sein, dass schon im nächsten Frühjahr neue Gentechnik-Pflanzen auf den Feldern stehen.

Beispiel 2. Impfen gegen Widerstand:

Auf dem Gestüt Lewitz im mecklenburg-vorpommerschen Grabow ist ein Gentechnik-Versuch der besonderen Art geplant: Junge Pferde sollen hier einen Impfstoff gegen eine Lungenentzündung injiziert bekommen, der gentechnisch manipulierte Bakterien enthält. Der in der Natur vorkommende Typ des Bakteriums verursacht bei den Fohlen eine Lungenentzündung – ältere Pferde sind dagegen immun. Um die Fohlen zu impfen, wurden vier Gene des Bakteriums entfernt, drei Fohlenjahrgänge sollen den Impfstoff bekommen. Es wäre die erste Impfung gegen die Erkrankung. Bislang bekommen betroffene Tiere Antibiotika verabreicht.

Hinter dem Versuch steckt das Pharmaunternehmen Intervet, die Tiersparte des US-Chemie- und Pharmakonzerns Merck & Co. Der Pharmakonzern und die Leiter des Gestüts hoffen, dass mit der Impfung weniger Tiere erkranken.

Genau das kritisieren Umwelt- und Tierschützer: Die Impfung diene nicht dem Wohl der Tiere, sondern dem kommerziellen Interesse der Menschen. „Ein Pferd, das einmal eine Lungenentzündung hatte, lässt sich nicht mehr als Sportpferd verkaufen“, sagt Burkhard Roloff vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Mecklenburg-Vorpommern.

Auch die Anwohner rund um das Gestüt gehen auf die Barrikaden. „Die Krankheit ist auch auf Menschen übertragbar“, sagt Bürgermeister Ulrich Schult. Die Befürchtung der Anwohner: Das gentechnisch veränderte Bakterium könne in die Umwelt gelangen – und Menschen infizieren. Tatsächlich heißt es im Genehmigungsantrag für den Versuch: „Wir können […] nicht ausschließen, dass der Impfstamm bei immuneingeschränkten Personen Infektionen verursachen könnte.“ Intervet und die Gestütsleitung versichern dennoch, dass keine Gefahren für die Umgebung bestünden – und wollen an dem Versuch festhalten. Das Experiment soll Labordaten liefern, auf deren Basis später die EU-weite Genehmigung des Impfstoffs beantragt werden soll.

Anwohner, Vereine und die Gemeinde hatten über 400 Einwendungen gegen das Vorhaben eingereicht, Anfang Juni 2012 kam trotzdem die Genehmigung des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Es seien keine „schädlichen Einflüsse auf Menschen und Tiere sowie auf die Umwelt zu erwarten“, schreibt die Behörde.

Anwohner hoffen, dass sie den Versuch trotzdem verhindern können. Sie haben mit Unterstützung des BUND und des Münchner Ökoinstituts Klage eingereicht. Anja Sobczak vom Umweltinstitut fordert noch mehr: „Die Freisetzung von Gen-Lebend-Impfstoffen muss grundsätzlich verboten werden.“

Beispiel 3. Kartoffel im Wartestand:

Ausgerechnet nach der griechischen Schicksalsgöttin hat BASF ihre neueste Kartoffelkreation benannt: Fortuna soll resistent sein gegen Kraut- und Knollenfäule, eine Erkrankung, die vor allem bei anhaltend feuchter Witterung auftritt. Arbeitete der Konzern in der Vergangenheit mit Amflora noch an einer Kartoffelsorte, die nur industriell verwendet werden sollte, geht er mit Fortuna einen Schritt weiter: Die Gentechnik-Kartoffel soll in Form von Pommes Frites auf dem Teller landen. Die Resistenzgene stammen von einer südamerikanischen Kartoffelsorte. Versuche, sie mittels Züchtung in europäische Sorten einzukreuzen, seien laut BASF erfolglos geblieben.

Bei dem Unternehmen hebt man vor allem die Vorteile in der Produktion hervor. Die Kartoffel biete „entscheidende Vorteile für Landwirte“, erklärt Peter Eckes, Geschäftsführer von BASF Plant Science. Auch Bauer-Panskus glaubt, dass Landwirte großes Interesse haben könnten, die Kartoffel anzupflanzen – wenn sie sich denn verkaufen lässt. Bislang steht sie nur zu Versuchszwecken auf Feldern – ebenfalls in Sachsen-Anhalt, außerdem läuft ein Genehmigungsverfahren auf EU-Ebene.

Auch wenn es gerade in Deutschland keinen kommerziellen Anbau gibt – man wolle sich alle „unternehmerischen Optionen offen halten“, erklärt das Unternehmen. „Wenn sich die Situation ändert und die Kartoffel für den europäischen Markt attraktiv wird, ist es gut, das Genehmigungsverfahren weiter verfolgt zu haben“, sagt Britta Stellbrink von BASF und bestätigt damit die These Bauer-Panskus’ vom Fuß in der Tür.

Bislang haben Unternehmen mit ausdrücklich gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln keine guten Erfahrungen gemacht. Legendär der Schokoriegel von Nestlé, den das Unternehmen in Deutschland nach einem halben Jahr wieder vom Markt nahm – mangels Käufern.

http://www.bauernzeitung.at/?+Mehr+GVO-freies+Soja+aus+der+Donauregion+&id=2500%2C1008143%2C%2C%2Cc1F1PSUyMCZjdD0yJmJhY2s9MQ%3D%3D

20.07.2012

Mehr GVO-freies Soja aus der Donauregion

International besetzte Tagung am 5. und 6. September in Wien

Donau-Soja – nachhaltiges und gentechnikfreies Soja für Europa“, lautet das Motto des international besetzten Soja-Symposiums am 5. und 6. September an der Börse für landwirtschaftliche Produkte in Wien. Veranstalter sind die Vereine Donau-Soja, Soja aus Österreich und Arbeitsgemeinschaft Gentechnik-frei. Bei der Tagung geht es unter anderem um die Verbesserung der europäischen Eiweißversorgung im Kontext mit der EU-Agrarpolitik, um eine nachhaltige, gentechnik-freie Landwirtschaft in Europa sowie um Donau-Soja als qualitätsgesichertes Markenprogramm. Kosten: 195 Euro (Ermäßigung für Mitglieder der Veranstalter). Internet: www.donausoja.org/symposium

Wenn jemand 195 Euro investieren möchte:

http://www.donausoja.org/symposium

4. Internationales Soja-Symposium 2012

Soja ist eine der zentralen Herausforderungen für eine eigenständige und nachhaltige Eiweißversorgung für Europa. Die Initiative Donau Soja will dieser Herausforderung wirkungsvoll begegnen und die Basis dafür schaffen, dass in den nächsten Jahren der Anbau von Qualitätssoja in der Donauregion systematisch gefördert und forciert wird. Beim Soja-Symposium 2012 erfahren Sie alle wesentlichen Aspekte zum innovativen Projekt Donau Soja.

  • Donau Soja als DIE Chance für eine nachhaltige & Gentechnik-freie Eiweißversorgung für Europa
  • Soja-Anbau bringt frische Impulse für Landwirtschaft, Logistik & Infrastruktur in der CEE-Region
  • Gentechnik-freie Produktion: Erfolg in Österreich – Perspektive für Europa?

5. & 6. September 2012, ab 9:00 Uhr
Odeon Wien /Börse für Landwirtschaftliche Produkte Wien,
1020 Wien, Taborstrasse 10

Ehrenschutz

Niki Berlakovich, Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wassertechnik
Johannes Hahn, EU-Kommissar für Regionalpolitik
Alois Stöger, Bundesminister für Gesundheit

Keynote Speeches

Christine von Weizsäcker, Franz Fischler

Kosten

€ 195,– Eintritt inkl. Teilnahme an allen Veranstaltungen, Verpflegung, Getränke, Abendveranstaltung
€ 95,– Eintritt ermäßigt für Mitglieder Verein Donau Soja, Verein Soja aus Österreich & ARGE Gentechnik-frei

Anmeldung

Hier geht es zur Online Anmeldung >>

Organizers & Co-Organizers

Programm

Mittwoch, 5. September 2012

Ab 8:00 REGISTRIERUNG
9:00 BEGRÜSSUNG & ERÖFFNUNG
Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich (Österreich) und
Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (Bayern)
9:20 KEYNOTE SPEECHES: Christine von Weizsäcker, Franz Fischler, Matthias Krön

  • Donau Soja und die Verbesserung der Eiweißversorgung im Kontext der EU-Agrarpolitik
und zukünftiger Herausforderungen Europas
  • Europa schafft nachhaltige Landwirtschaft – Gentechnik–frei
  • Donau Soja – Ein qualitätsgesichertes Markenprogramm
11:15 – 17.30 SATELLITEN-MEETING

  • Internationaler Workshop Sojabohnenzüchtung für den Donauraum
(Kooperation Universität für Bodenkultur Wien)
PARALLEL SESSIONS
11:15
  • Auf dem Weg zu einer europäischen Eiweißversorgung: Donau Soja in der Praxis
  • Danube Soya as a key component for sustainable food (in English)
14:00
  • Auf dem Weg zu einer europäischen Eiweißversorgung: Berichte aus den Donau Ländern
  • GMO-free labelling in practice – Know how-transfer & experiences with the austrian labeling system
(organized & held by ARGE Gentechnik-frei, in English)
16:15 GENTECHNIK-FREI IN ÖSTERREICH – ERFAHRUNG IN DER PRAXIS

  • Konsumentenerwartung an Landwirtschaft & Lebensmittel
  • Vom Nischenprojekt zu Branchenlösungen: Herausforderungen für die Futtermittelbranche
  • Gentechnik-Freiheit im europäischen Vergleich
  • Erfahrungen aus der Praxis
  • Panel-Diskussion: „Gentechnik-frei in Österreich – Vorbild für Europa?“
Ab 18:30 ABEND-GALA IM ODEON 

15 Jahre ARGE Gentechnik-frei – Erfolge & Perspektiven


Donnerstag, 6. September 2012

Ab 8:30 REGISTRIERUNG
9:00 DONAU SOJA – CHANCEN UND HERAUSFORDERUNGEN

  • Landwirtschaft, Logistik und Verarbeitung in der CEE-Region
  • Ökologie und Konsumentenschutz
  • Ergebnisbericht Workshop Sojabohnenzüchtung und Vorstellung Forschungsprogramm
12:00 DIE DONAU SOJA ERKLÄRUNG
Auf dem Weg zu einer Gentechnik-freien und nachhaltigen Eiweißversorgung Europas

Rückfragen & Informationen

Ursula Bittner, +43/1/512 17 44 11, office@donausoja.org, www.donausoja.org

* Alle Veranstaltungen, außer die mit Englisch gekennzeichneten, finden in Englisch und Deutscher Simultanübersetzung statt.

http://noe.orf.at/news/stories/2542022/

Bauern-Einkommen um 30 Prozent gestiegen

Die Einkommen der Bauern sind im Vorjahr um gut 30 Prozent gestiegen. Gute Ernten, hohe Qualität und gute Preise machten das möglich. Die Bauern sehen sich trotzdem „am unteren Ende der Einkommensskala“.

Für die heimischen Bauern war 2011 ein gutes Jahr. Die durchschnittlichen Einkommen je Betrieb sind um fast 33 Prozent gestiegen. Bei den durchschnittlichen Einkommen pro Arbeitskraft gibt es sogar ein Plus von 34 Prozent auf durchschnittlich 23.485 Euro.

Das zeigen die aktuellen Zahlen aus dem „Grünen Bericht“. Basis der Daten sind die Ergebnisse von 2.209 freiwillig buchführenden land- und forstwirtschaftlichen Betrieben. Diese weisen für 2011 je Betrieb eine durchschnittliche Einkommenssteigerung auf 25.679 Euro auf.

Minus aus 2009 bei vielen nicht kompensiert

Verantwortlich für den Einkommenszuwachs im Jahr 2011 waren vor allem die höheren Preise und Ertragsmengen für Getreide, Öl- und Eiweißfrüchte sowie Stärkekartoffeln und Zuckerrüben, so das Landwirtschaftsministerium. Die gestiegenen Erträge im tierischen Bereich seien vorwiegend auf den höheren Milchpreis und die vergleichsweise gute Preislage für Rinder und Schweine zurückzuführen.

dpa/ David Ebener

Höhere Erträge und Preise

Die öffentlichen Gelder dagegen verringerten sich gegenüber 2010 geringfügig. Im Obstbau sei eine gute Ernte mit guten Preisen verkauft worden, auch im Weinbau habe gegenüber 2010 eine höhere Erntemenge mit guten Preisen zu höheren Einnahmen geführt. Und auch in der Forstwirtschaft habe der im Vergleich zum Vorjahr höhere Holzeinschlag im Zusammenhang mit höheren Preisen zu einer deutlichen Ertragssteigerung geführt. Im Durchschnitt aller Betriebe sei der Ertrag gegenüber 2010 um 15 Prozent gestiegen.

Die Rahmenbedingungen waren außerordentlich gut, sagt Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP): „Es haben die Erträge, die Preise und das Wetter gepasst. Das ist erfreulich, aber auch die Leistung der Bauern. In einigen Bereichen ist das starke Minus der Vergangenheit noch nicht kompensiert. Denn 2009 waren die Bauerneinkommen um mehr als ein Viertel eingebrochen.

Weiter „am unteren Ende der Einkommensskala“

Heuer wird es für die Bauern wohl kein gutes Ergebnis geben. Dürre, Frost, Hagel und Unwetter haben schon jetzt Schäden in Millionenhöhe verursacht – mehr dazu in Dürre bringt massive Ernteausfälle. Darauf weist auch der Präsident der Landwirtschaftskammer NÖ, Hermann Schultes, hin. Die Bauern würden gute Einkommensjahre wie 2011 brauchen, um schlechte Jahre wie 2012 abfedern zu können, sagt Schultes in einer Aussendung. Das Plus im Vorjahr habe bei vielen Betrieben aber nicht ausgereicht, um das Minus von 2009 auszugleichen.

Österreichs Bauern würden auch nach dem erfreulichen Vorjahresergebnis weiterhin am unteren Ende der Einkommensskala liegen, so der Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, Gerhard Wlodkowski, am Donnerstag in einer Aussendung. Die Bauern gehörten noch immer zu den schwächsten Verdienern, so auch Bauernbund-Präsident Jakob Auer in einer Stellungnahme.

Publiziert am 19.07.2012

http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1072171

Anbau von drei Gentech-Maissorten von EU-Kommission abgelehnt

19.7.2012
Heuer vorerst keine Zulassungen für den Anbau weiterer gentechnisch veränderter Pflanzen.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat drei Gentech-Maispflanzen positiv bewertet. Doch die Europäische Kommission äußert nun ihre Bedenken und fordert eine neuerliche Bewertung. „Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, freut sich Heidi Porstner, Gentechnik-Sprecherin der österreichischen Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000. Die EFSA hatte die positiven Bewertungen für die drei zur Diskussion stehenden Maissorten schon länger abgeschlossen. Bei den fraglichen Sorten MON 810, Bt 11 und 1507 handelt es sich um jene Art von gentechnisch veränderten Pflanzen, die ein eigenes Gift produzieren, um sich vor Insekten zu schützen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien befassen sich seit Jahren mit dieser Art von gentechnischer Veränderung. Die möglichen Schäden für Tiere und Umwelt sind bei weitem nicht ausreichend bewertet. Das findet nun auch die Europäische Kommission. Sie fordert von der EFSA eine Neubewertung der Sorten, die immerhin nicht nur als Futter- und Lebensmittelpflanze zugelassen, sondern auch tatsächlich in Europa angebaut werden sollen. Bisher gab es nur eine Maissorte, die für den Anbau zugelassen war, nämlich MON 810. Ihre Zulassung ist aber ausgelaufen und so muss auch diese Maissorte neu bewertet werden. 

Heidi Porstner: „Das ist ein starkes Signal der Europäischen Kommission. Endlich wird die EFSA gefordert, ihre Risikobewertungen zu überarbeiten, denn in der Vergangenheit hat die Behörde jede mögliche Neuzulassung von gentechnisch manipulierten Soya- und Maissorten allzu leichtfertig durchgewunken.“ In EFSA-Publikationen werden gentechnisch veränderte Pflanzen als „genauso sicher“ wie konventionelle, nicht veränderte Pflanzen dargestellt und so alle Gefahren für Mensch und Natur ausgeklammert. „Was Beobachter ja nicht verwundert, denn ein beträchtlicher Teil der handelnden Personen innerhalb der EFSA hat ein sehr enges Verhältnis zu Gentechnik-Konzernen. So können auch keine unabhängigen Gutachten erstellt werden“, kritisiert Porstner. „Zumindest für 2012 wird es sehr wahrscheinlich keine Zulassungen für den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen geben, was uns sehr freut, allerdings muss noch viel Arbeit in Brüssel geleistet werden. In Zukunft sollen nicht Gentechnik-Konzernen nahe stehende Personen über die Risiken dieser gefährlichen Technologie entscheiden, sondern Personen, denen die Gesundheit der Menschen und die Lebensmittelsicherheit echte Anliegen sind!“

http://www.iva.de/profil-online/forschung-technik/bt-mais-mon810-efsa-sieht-keinen-grund-fuer-anbauverbote

Bt-Mais MON810: EFSA sieht keinen Grund für Anbauverbote

Schmetterlinge und andere Nichtzielorganismen sind lt. EFSA nicht bedroht.

19.07.2012 – Forschung & Technik

Die EFSA sieht keine Veranlassung, den Anbau von MON810 zu verbieten. Keine neuen Hinweise auf Risiken für Mensch und Tier

Weltweit wurden 2011 auf rund 160 Millionen Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut. Vor allem in den USA, aber auch in Brasilien, Argentinien, Indien, Kanada, China, Paraguay, Pakistan, Südafrika oder Uruguay. In Europa dagegen bleiben die gentechnisch veränderten Pflanzen zwar in der Diskussion, aber kaum im Anbau. In vielen europäischen Ländern ist der Anbau im Wesentlichen verboten. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sieht dafür keinen Grund. Sie erkennt keine neuen Risiken für die Sicherheit von Mensch, Tier und Umwelt.

Im März hatte Frankreich ein nationales Anbauverbot für die gentechnisch veränderte Maislinie MON810 verhängt. Polen hat im April entsprechende Maßnahmen ergriffen. Zuvor hatte Frankreich im Februar bei der EU-Kommission beantragt, den Bt-Mais MON810 mit dem Gen des Bakteriums Bacillus thuringiensis in Europa nicht mehr neu zuzulassen und dies mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen begründet. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) widerspricht jedoch dem Ansinnen der Franzosen. Sie sieht keine Veranlassung, den Anbau der gentechnisch veränderten Maislinie MON810 zu verbieten. Laut EFSA gebe es keine neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse, nach denen vom Anbau von MON810 eine direkte Gefahr für die menschliche und tierische Gesundheit oder die Umwelt ausgehe.

Keine Anzeichen für ernste Auswirkungen auf Nichtzielorganismen

Die Franzosen sehen vor allem Risiken für sogenannte Nichtzielorganismen wie Schmetterlinge, Marienkäfer, Bienen oder Köcherfliegenlarven. Sie befürchten, dass sich resistente Schädlinge entwickeln und Proteine im Boden oder in Gewässern anreichern könnten, da der Bt-Mais das Bt-Protein über die Wurzeln abgeben könnte. Die EFSA erkennt vor allem für Letzteres keine Anzeichen. In sieben verschiedenen Studien aus den Jahren 2003 bis 2011 sei auch unter Praxisbedingungen keine derartige Anreicherung von Bt-Proteinen registriert worden. Ähnlich fielen auch die Ergebnisse für die Anreicherung in Gewässern aus. Gemäß EFSA liegen die Konzentrationen von Bt-Proteinen in Gewässern deutlich unter denen, die schädliche Auswirkungen mit sich bringen könnten.

Die von der EFSA angeführten Studien zeigen auch, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass Schmetterlinge oder Marienkäfer mit schädlichen Mengen an Bt-Protein in Berührung kommen könnten. Im extremsten Fall könnte sich die Population empfindlich reagierender Schmetterlingsarten um weniger als ein Prozent verringern. Aus diesem Grund rät die EFSA dazu, Randstreifen mit konventionellem Mais rund um die Maisfelder mit MON810 anzulegen. Ferner sollten empfindliche Schmetterlingsarten beobachtet werden.

Das Risiko für den Zweipunktmarienkäfer wird in unterschiedlichen Studien gegensätzlich bewertet. Laut EFSA seien die Studien, die eine Gefahr belegen, wissenschaftlich umstritten. Die Behörde sieht keine hinreichenden Belege für eine Gefährdung.

Um der Entwicklung von Resistenzen bei Schädlingen entgegen zu wirken, empfiehlt die EFSA unter anderem, konventionellen Mais im Umfeld der Bt-Mais-Flächen anzubauen. Im Übrigen seien in Europa noch keine resistenten Schädlinge aufgetreten.

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