Allgäu: Hofschilder für gentechnikfreie Betriebe

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http://www.all-in.de/nachrichten/allgaeu/ticker/memmingen/Memmingen-genfrei-landwirtschaft-bauernhof-unterallgaeu-Hofschilder-fuer-gentechnikfreie-Betriebe;art7739,989623

Hofschilder für gentechnikfreie Betriebe

Die meisten Landwirte kämpfen für eine Landwirtschaft ohne gentechnisch verändertes Saatgut oder Tierfutter. Bauern, die das öffentlich zeigen möchten, können sich bein Landratsamt Unterallgäu das passende Hofschild besorgen. Hofschilder für gentechnikfreie landwirtschaftliche Betriebe sind ab sofort beim Landratsamt Unterallgäu erhältlich. Das Schild weist darauf hin, dass auf den Anbau und die Verfütterung von gentechnisch veränderten Pflanzen verzichtet wird. Ein Großteil der Landwirte im Allgäu hat sich schon lange klar für eine gentechnikfreie Landwirtschaft ausgesprochen. Mit den neuen Schildern kann diese Haltung nun auch sichtbar gemacht werden. Die Schilder werden von der Initiative „GENial – Allgäu ohne Grüne Gentechnik“ angeboten und sind 40 mal 60 Zentimeter groß. Anfragen können gerichtet werden an das Landratsamt Unterallgäu unter Telefon (08261) 995-313.


http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110720_OTS0097/pirklhuber-illegale-gentech-versuche-in-grazer-botanischen-garten-gefaehrden-oesterreichs-landwirtschaft   
Pirklhuber: Illegale Gentech-Versuche in Grazer Botanischen Garten gefährden Österreichs Landwirtschaft

Utl.: Grüne: BM Stöger muss hochriskantes Projekt verbieten und die Frage der Haftung klären =

Wien (OTS) – Im öffentlich zugänglichen Teil der Gewächshäuser im
Botanischen Garten in Graz sind laut der österreichischen
Nachrichtenagentur gentechnisch veränderte Raps-, Tabak- und
Arabidopsis-Pflanzen angebaut worden, lediglich durch eine
Absperrkette vom übrigen Teil des botanischen Gartens getrennt.
„Was hier passiert, ist eine illegale Freisetzung von
Gentech-Pflanzen, die Minister Stöger sofort stoppen muss. Die
Versuchsflächen müssen umgehend dekontaminiert werden. Wir fordern
eine Untersuchung, wie so ein leichtfertiger Umgang mit
Hoch-Risiko-Produkten stattfinden konnte“, erklärt Wolfgang
Pirklhuber, Landwirtschaftssprecher der Grünen.
Da die Versuchsflächen nicht mit Pollen-, Luft- oder Abwasserfiltern
versehen waren, zu Belüftungszwecken Fensterklappen Tagelang
offengestanden haben sollen, besteht die Gefahr einer Kontamination
in der Umgebung. „Ein Probenschwerpunkt für Raps in einem großen
Radius muss sofort von den Kontrollbehörden veranlasst werden.
Untersuchungen aus Japan haben gezeigt, dass sich
Gentech-Verunreinigungen in einem Umkreis von 30 Kilometern
feststellen lassen. Raps hat also einen extrem großen
Ausbreitungsradius. Mit dieser Pflanze zu experimentieren ist
unverantwortlich“, stellt Pirklhuber fest.
Neben den Gefahren für die Umwelt und die Gesundheit, kann unserer
heimischen Landwirtschaft auch finanzieller Schaden blühen. „Gerade
der Anbau von gentechfreiem Raps in Europa bietet gegenüber den
Märkten in Kanada, den USA und Australien große wirtschaftliche
Vorteile. Beispielsweise die Firma Unilever hat sich gegen Gentechnik
entschieden und ist in ihrer Produktion von Gentech-Soja auf
gentechfreien Raps umgestiegen. Das wirtschaftliche Risiko, dass
durch Gentech-Kontaminationen der Raps nicht mehr zu verkaufen ist,
ist enorm groß. Es muss sichergestellt werden, dass die Frage der
Haftung geklärt wird. Keinesfalls dürfen unsere Bäuerinnen und Bauern
die Zeche für diesen leichtfertigen Umgang mit der Gentechnik
zahlen“, fordert Pirklhuber.
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110720_OTS0164/greenpeace-berlakovich-muss-sofort-gegen-illegale-gentechnik-versuche-einschreiten

Greenpeace: Berlakovich muss sofort gegen illegale Gentechnik-Versuche einschreiten

Utl.: Lückenlose Aufklärung und Schutz der heimischen Landwirtschaft Gebot der Stunde =

Wien/Graz (OTS) – Die Umweltschutzorganisation Greenpeace fordert
angesichts des Bekanntwerdens der unerlaubten Versuche mit Gentechnik
an der Universität in Graz die lückenlose Aufklärung sowie das Setzen
sämtlicher Maßnahmen zum Schutz der heimischen Landwirtschaft.
Sollten noch Pflanzen oder Pflanzenreste vorhanden sein, so muss
Umweltminister Berlakovich die Notbremse ziehen und diese
Gentech-Pflanzen sofort vernichten lassen“, fordert
Gentechnik-Sprecher Philipp Strohm von Greenpeace.
Darüber hinaus müssen aus Sicht der Umweltschützer umfangreiche
Tests der umliegenden Rapsernte durchgeführt werden. Da sich
Rapspollen über viele Kilometer hinweg verbreiten, besteht die
Gefahr, dass die Versuche bereits eine Kontamination der
Landwirtschaft verursacht haben.
„Die Versuchsleiter haben unglaubliche Verantwortungslosigkeit
bewiesen, indem sie die Versuche mit gentechnisch veränderten
Pflanzen bei offenen Fenstern und in öffentlich zugänglichen
Bereichen durchgeführt haben. Jetzt liegt es an Berlakovich mehr
Verantwortung zu zeigen und die Vernichtung der Versuchspflanzen
sofort zu veranlassen. Aufklärung und rasches Handeln ist jetzt das
Gebot der Stunde“, so Strohm.
Von der Universität Graz fordert Greenpeace eine umfassende
Aufklärung der Öffentlichkeit über die Hintergründe der Versuche. Mit
welchem Zweck wird hier geforscht? Wem nutzen die Versuche und wer
ist Geldgeber?
„Dieser Fall führt uns vor allem eines vor Augen: wo Menschen
arbeiten, können Fehler nicht ausgeschlossen werden. Aus diesem Grund
darf eine Risikotechnologie wie die Gentechnik in der Landwirtschaft
nicht zur Anwendung kommen“, argumentiert Strohm abschließend.
Rückfragehinweis:
Greenpeace CEE
Philipp Strohm, Gentechnik-Sprecher Greenpeace, +43 664 612 67 21
Melanie Beran, Pressesprecherin Greenpeace, +43 664 612 67 18
melanie.beran@greenpeace.at
http://www.greenpeace.at

http://www.zeit.de/2011/30/Oekoterror-Gruene-Gentechnik

Grüne Gentechnik Ökoterror

Die Gegner der grünen Gentechnik werden gewalttätig.

Es ist fast ein Ritual: Auf die Aussaat folgt der Angriff. Wann immer jemand in Deutschland gentechnisch veränderte Pflanzen anbaut, werden Felder zerstört. Gentechnikgegner reißen Getreide und Kartoffeln aus der Erde oder zertrampeln den Acker. Sie zerstören damit nicht nur einen Teil der Ernte oder ein paar Quadratmeter Anbaufläche: Weil die meisten Aussaaten offene wissenschaftliche Fragen beantworten sollen, vernichten die Aktionen die Arbeit von Jahren. Anfang vergangener Woche wurden in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt zwei Versuchsstandorte zerstört. Der Schaden wird auf jeweils 250.000 Euro geschätzt.

Diesmal nahm die Auseinandersetzung jedoch eine neue, eine gewalttätige Dimension an. Die Angreifer waren vermummt und bewaffnet. Sie drohten den Sicherheitskräften am Feldrand mit körperlicher Gewalt, erzwangen die Herausgabe von Handys und Akten. Die Anzeige lautet nicht nur auf Landfriedensbruch und Sachbeschädigung, sondern auf räuberische Erpressung.

Ihre Aktion bezeichnen die Gegner der Versuche in einem Bekennerschreiben, das der taz vorliegt, als »quittung.fuer.die.verbrecher_INNEN«. Absender des Schreibens: »ein.paar.vermummte.landwirt_INNEN.und.freund_INNEN«.

Die »verbrecher_INNEN«, das sind Forscher der Universität Rostock, die an beiden Standorten Kartoffeln und Weizen ausgesät hatten. Die Kartoffeln trugen Gene für die Produktion eines Biokunststoffs und eines Impfstoffs gegen Viruskrankheiten in sich. Der Weizen war mit gentechnischer Hilfe in der Abwehr von Pilzen gestärkt worden.

Als Verbrechen betrachten die Versuchsgegner nicht nur die – offiziell genehmigten – Versuche selbst, sondern auch die Kooperation der Forscher mit der Industrie. Sie vermuten enge Verflechtungen zwischen Forschungsinstituten und Konzernen, Konzernen und Genehmigungsbehörden, eine Art Gentechnik-Kartell.

Tatsächlich sind die Rostocker nicht nur akademisch aktiv. Sie halten Patente, sie beraten Unternehmen, sie haben sogar eigene Firmen gegründet. Sie treten offensiv für ihre Vision ein: die Gentechnik auch in Deutschland als eine Option für die Pflanzenzüchtung der Zukunft zu erhalten.

Dass es gerade sie traf, ist neben der erschreckenden Bereitschaft zur Gewalt das zweite bemerkenswerte Detail der aktuellen Überfälle. Fast alle Universitäten haben sich mit ihren Experimenten wieder ins Gewächshaus zurückgezogen, wo sie Grundlagenforschung an Modellpflanzen betreiben. Es ist den Gegnern gelungen, die unabhängige akademische Forschung an gentechnisch veränderten Nutzpflanzen von deutschen Feldern zu vertreiben. Nun werden offenbar gezielt die letzten universitären Pflanzengenetiker im Freiland attackiert.

Die Eskalation zeigt zunächst: Viel zu lange hat der Rechtsstaat die Attacken auf die Forschungsfreiheit als Kavaliersdelikte behandelt. Den Tätern fehlt, das zeigen die Bekennerschreiben, jegliches Unrechtsbewusstsein.

Und wo die Betreiber der Versuche auf Transparenz setzen – wie im Schaugarten von Üplingen, einem der zerstörten Standorte –, wird das Bemühen um eine sachliche Debatte offenbar umso aggressiver beantwortet: Schlagstöcke statt schlagender Argumente. Nach mehr als 35 Jahren Debatte hat der Streit um die Gentechnik einen Tiefpunkt erreicht.

http://www.zeit.de/politik/2011-07/lebensmittelklarheit-portal           

Verbraucherschutz-Portal Besser wissen, was im Essen steckt

Die Verbraucherzentralen starten ein Internet-Portal, auf dem sich Kunden beschweren können, wenn in Lebensmitteln nicht drin ist, was draufsteht. Wie viel bringt das?

Was steckt in den Verpackungen? Ein neues Portal soll Kritik der Verbraucher öffentlich machen.

Dass Verbraucherministerin Ilse Aigner von Foodwatch Beifall erhält, ist ein ungewöhnlicher Vorgang. Es sei das erste Mal, honoriert die Verbraucherschutzorganisation, dass sich die CSU-Politikerin „ernsthaft mit der Lebensmittelindustrie anlegt“. Außerdem, sagt Sprecher Martin Rücker, liefere die Regierung mit ihrer Offensive endlich das Eingeständnis, „dass das Problem des legalen Etikettenschwindels existiert“.

Am 20. Juli soll die Initiative „Klarheit und Wahrheit“ starten. Dazu gehört ein Internet-Portal, in dem sich Verbraucher öffentlich über Lebensmittel beschweren können, bei denen sie sich vom Hersteller getäuscht fühlen – etwa, weil Verpackung und Werbung Inhaltsstoffe versprechen, die im Produkt nicht zu finden sind.

Fachlich betreut wird das Ganze von der Verbraucherzentrale Hessen, bei der die Kritik als Erstes landet. Wenn die Redaktion die Vorwürfe als stichhaltig beurteilt, werden die Hersteller damit konfrontiert. Sie haben dann sieben Tage Zeit, um zu reagieren – also etwa ihre Beweggründe darzulegen und gegebenenfalls auch Produktverbesserungen anzukündigen. Ihre Stellungnahme wird dann gemeinsam mit der Beschwerde und einer Reaktion der Verbraucherschützer veröffentlicht.

Wie wirksam das Instrument sei, hänge vom Mut der Betreiber ab, heißt es bei Foodwatch. Schließlich gebe es aus der Lebensmittelwirtschaft bereits massive Klagedrohungen. Der Chef des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen, Gerd Billen, hat angekündigt, mit „ein paar Dutzend Produkten“ beginnen zu wollen. Derzeit würden, so sagte er, mehr als 100 Produktbeschwerden von Verbrauchern geprüft.

Foodwatch hat bereits vorexerziert, was möglich ist: In einer „Mogel-Liste“ auf ihrer Website präsentiert die Organisation regelmäßig „Beispiele für die alltägliche Irreführung mit Lebensmitteln“. Die Palette reicht von der vermeintlich leichten Ferrero-Milchschnitte („haut mit etwa 60 Prozent Fett und Zucker mehr rein als Schoko-Sahnetorte“) über Danones angeblich immunstärkende Actimel-Drinks („viermal so teuer und doppelt so zuckrig wie ein herkömmlicher Naturjoghurt“) bis zu Escoffiers auf edel getrimmte Duett-Champignoncremesuppe („Trockenpulver mit Zusatzstoffen und Aromen“). Und es gab Erfolge: So hat etwa die Firma Gutfried ihrer „extra feinen Puten-Cervelatwurst“ inzwischen den hohen Schweinefleischanteil entzogen – eine Reaktion auf den Protest tausender Kunden.

http://studi.kurier.at/?story=1931

Gentechnik ohne Genehmigung
Uni Graz gibt Fehler zu. Versuche wurden gestoppt
An der Uni Graz herrscht Aufregung. Der Grund: Es wurden möglicherweise ohne Genehmigung gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut. Was die Sache noch zusätzlich heikel gestaltet ist, dass diese Pflanzen angeblich im öffentlich zugänglichen Teil des Botanischen Gartens kultiviert wurden. Die Universität hat Fehler eingestanden und die Versuche bis auf weiteres gestoppt.

Anbau für die Forschung erlaubt …
Das Institut für Pflanzenwissenschaften der Uni Graz besitze, nach eigenen Angaben, -seit 2002- eine Berechtigung für ein gentechnischen Labor der Sicherheitsstufe 1. In diesem dürften Forschungen, mit nach dem Stand von Wissenschaft und Technik keinem oder vernachlässigbarem Risiko für die Sicherheit, durchgeführt werden. Spezielle Sicherheitsvorkehrungen, wie besondere Lüftungsfilter, seien nicht notwendig. Dennoch gibt nun möglicherweise ein rechtliches Problem mit der aktuellen Anbausituation in Graz.

… aber nicht in diesem Fall
Dennoch gibt es nun möglicherweise rechtliche Probleme mit der aktuellen Anbausituation in Graz. Vorgeschrieben ist, dass die Kultivierungsversuche in einem Bereich stattfinden, welcher für unbefugte Personen nicht zugänglich ist. Das war hier nicht der Fall: „Wir müssen eingestehen, dass die Pflanzen nur durch eine Absperrkette vom übrigen Teil des botanischen Gartens getrennt waren. Das ist ein klares Versäumnis und ein definitiver Fehler, der nicht passieren hätte sollen“, so der Dekan des Institutes.

Ein weiterer Fehler sei dem Projektleiter der Kultivierung unterlaufen. Die Berechtigung aus dem Jahr 2002 wurde für bestimmte Pflanzen ausgestellt. Für das aktuelle Projekt – das seit eineinhalb Jahren läuft – sei keine gesonderte Erlaubnis eingeholt worden. Der Projektleiter sei davon ausgegangen, dass die Berechtigung auch die nunmehr angebauten Pflanzen, nämlich gentechnisch veränderte Raps-, Tabak- und Arabidopsis-Pflanzen, umfasse. Eine „Fehlinterpretation“, wie es sich nun herausstellte. Man habe daher nach deren Bekanntwerden ein Ansuchen an das Gesundheitsministerium gestellt. Dieses hat darauf innerhalb von 45 Tagen zu reagieren, ansonsten gelte das Ansuchen als genehmigt – wovon der Dekan ausgehe.
Anzeige durch Instituts-Mitglied
Aufgedeckt wurde der Fall durch eine Anzeige eines Mitgliedes des Instituts, welches den Sachverhalt an die Staatsanwaltschaft übermittelt hatte. Der Fall werde geprüft, hieß es dazu vonseiten der Staatsanwaltschaft am Dienstag.
Autor: APA/seb, zuletzt geändert: 19.07.2011 16:29

Was bedeutet eigentlich „Staat“?

http://www.wissensmanufaktur.net/staat

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