Schiefergas, Tod des Gärtners, Kriegsmaschine, 100 Rückblicke

Hallo Ihr Lieben!

Es geschehen so viele Dinge auf der Welt, die uns oft nicht so berühren, weil es ja „so weit weg ist“. Jetzt passiert etwas direkt vor unserer Haustüre, und wir sind weder unmündig noch mundtot. Veränderung geschieht J E T Z T !!!

Appell SCHIEFERGASGEWINNUNG

Wenn ihr Euch aktiv an einer Verhinderung dieser Schiefergasgewinnung im Weinviertel beteiligen wollt, dann habt ihr die Möglichkeit, zu unterschreiben, und zwar bei

www.weinviertelstattgasviertel.at

LG Alexandra
http://www.youtube.com/watch?v=trZsJjdR8nE

http://www.youtube.com/watch?v=mI51H9kSJBQ&feature=related
Liebe Freunde und Freundinnen des Weinviertels und der Natur im allgemeinen,

da kommt gerade etwas Größeres daher, das WIR 99% stoppen werden!

Anderenfalls können wir mit unserem WEINVIERTLER Projekt gleich einpacken …
Liebe Grüße
Kary Nowak
BIONIERE Österreichs
Mobil 0699 1303 3030
http://www.bioniere.org

http://www.google.at/url?sa=t&rct=j&q=fracking&source=video&cd=63&ved=0CEEQtwIwAjg8&url=http%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Fv%3DdZe1AeH0Qz8&ctbm=vid&ei=uJkQT5vZGaaj4gTHo62NBA&usg=AFQjCNEZJNGnjez0GsLnI25QvaPVXcdD9g&cad=rja

http://www.google.at/url?sa=t&rct=j&q=fracking&source=video&cd=1&ved=0CDwQtwIwAA&url=http%3A%2F%2Fwww.zdf.de%2FZDFmediathek%2Fbeitrag%2Fvideo%2F1435016%2FBedenklich-Gasfoerderung-durch-Fracking&ctbm=vid&ei=eJkQT77FMcXT4QTN3sDTAw&usg=AFQjCNFaE0PhTrxrmxj4zTUXO1E1FvcXew&cad=rja

http://www.google.at/url?sa=t&rct=j&q=fracking&source=video&cd=31&ved=0CDsQtwIwADge&url=http%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Fv%3Dy4LlBQabVVs&ctbm=vid&ei=pJkQT4DRCK714QSH0_iABA&usg=AFQjCNF9D0_tRGsxCuJf2_8_W7N0rn2wiQ&cad=rja

http://www.taz.de/Gefaehrliches-Unkrautvernichtungsmittel/!85506/

·  12.01.2012

Gefährliches Unkrautvernichtungsmittel
Der Tod des Gärtners
Ein Stadtgärtner arbeitete mit einem gefährlichen Mittel zur Unkrautvernichtung vom Großkonzern Monsanto. Plötzlich fiel er tot um. Die Ursache ist bis heute ungeklärt.von Christian Gehrke

„Killer“ steht ja sogar auf der US-Verpackung: das Unkrautmittel Roundup.  Bild:  dapd
BERLIN taz | Petritorwall in Braunschweig. Es ist der 20. Juli 2011, ein heißer Sommertag. Thomas Basting, ein erfahrener Gärtner und seit Jahrzehnten Angestellter der Stadt Braunschweig, sitzt in seinem kleinen Bus und sprüht den Unkrautkiller Roundup der Firma Monsanto auf den umliegenden Rasen. Basting ist 50 Jahre, sportlich, viel an der frischen Luft, durchtrainiert und gesund.
Das Mittel lagert er in Kanistern auf der Rückbank. Es gilt als giftig und besonders wirkungsvoll. Ab Mittag geht Basting nicht ans Handy, auch vom Feierabend kehrt er nicht zurück. Die Kollegen müssen ihn suchen. Sie finden ihn leblos hinterm Lenkrad. Der herbeigerufene Notarzt kann nicht mehr helfen. Thomas Basting ist tot.
Das Unkrautvernichtungsmittel auf seiner Rückbank steht schon länger in der Kritik. Es enthält Glyphosat, das, vermischt mit dem Zusatzstoff Tallowamin, auch für den Menschen sehr schädlich sein soll. Einer 2009 veröffentlichten Studien der nordfranzösischen Universität Caen zufolge tötet dieses Gemisch Zellen von Nabelschnurvenen in der Petrischale binnen 24 Stunden.

Verbraucherschützer und Politiker schlagen schon seit Jahren Alarm. Nordrhein-Westfalens Agrarminister Johannes Remmel (Grüne) möchte Roundup so schnell wie möglich aus dem Verkehr ziehen. Laut dem Pestizid Aktions-Netzwerks (PAN) verletze Monsanto mit dem Mittel schwerwiegend Menschenrechte.

Kopfschmerzen und tränende Augen
Doch gibt es einen Zusammenhang zwischen Bastings Tod und Roundup? Im Totenschein kreuzte der Arzt „Todesart ungeklärt“ an und unterstrich dies mehrfach. Er schließt einen Zusammenhang zwischen dem Unkrautvernichtungsmittel und dem plötzlichen Tod auch heute nicht aus.

Die Kriminalpolizei ermittelte und kam schnell zu dem Schluss, dass Basting einen akuten Herzinfarkt erlitten habe. Von dem Unkrautvernichtungsmittel Roundup ist im Todesermittlungsbericht nichts zu lesen. Vielmehr soll der Gärtner vor seinem Tod über Druckschmerzen in der Brust geklagt haben, starker Raucher gewesen sein und keinen Hausarzt gehabt haben. So steht es in dem Bericht – der anscheinend aber nicht fehlerfrei ist.

„Das stimmt alles nicht. Mein Mann ließ sich regelmäßig untersuchen“, sagt die Witwe Susanne Basting unter Tränen der taz. Er habe kurz vor seinem Tod über Kopfschmerzen und tränende Augen geklagt. Geraucht habe er nicht stark. Sie möchte endlich wissen, warum ihr Mann ums Leben kam.

Die Hausärztin des verstorbenen Gärtners, Friederike Speitling, ist entsetzt. „Hier ist ein gesunder Mensch gestorben. Es bestanden keine Risikofaktoren für einen Herzinfarkt. Plötzliche Todesfälle beim Umgang mit hochtoxischen Substanzen müssten besonders untersucht werden“, sagte Speitling. Sie schrieb dem zuständigen Kriminalbeamten in Braunschweig einen Brief, bat um weitere Aufklärung und erhielt bis heute keine Antwort.

Widerspruch eingelegt
Weder die Braunschweiger Polizei noch die Vorgesetzten von Thomas Basting wollten sich gegenüber der taz zu dem tragischen Todesfall äußern. Aus der Pressestelle der Stadt Braunschweig hieß es, dass der sehr erfahrene Gärtner berechtigt gewesen sein soll, Roundup auszubringen und um die Gefahren beim Umgang mit diesem Mittel wusste.

Auch das bestreitet Susanne Basting. Ihr Mann sei über die Gefahren nicht aufgeklärt worden. Deswegen habe er sich nicht ausreichend mit Brille und Handschuhen geschützt. Die Witwe bleibt nun mit zwei Kindern allein zurück. Von den Arbeitskollegen ihres Mannes fühlt sie sich gemieden und verlassen.

Klaus Ziehe von der Oberstaatsanwaltschaft Braunschweig versicherte, es könne ein Suizid oder ein Fremdverschulden ausgeschlossen werden. Darum sei die Akte geschlossen und der Beerdigung zugestimmt worden. „Es wäre aber für die Angehörigen besser gewesen, wenn die Todesursache hätte ermittelt werden können“, fügt er hinzu. Doch dafür sei die Staatsanwaltschaft nicht zuständig, hieß es abschließend.

Susanne Basting hingegen möchte endlich Aufklärung. Sie hat gegen den Beschluss Widerspruch eingelegt und Monsanto verklagt.

http://www.bauernzeitung.at/?id=2500%2C124974%2C%2C

Sicherung der Welternährung als zentrale Aufgabe des Agrarsektors
Bei DLG-Wintertagung 2012 unterschiedliche Auffassungen über die Zielerreichung und die Verantwortung Europas

Die Welternährung sicherzustellen, ist die zentrale Aufgabe des weltweiten Agrarsektors. Dies war der Tenor der Hauptvortragsveranstaltung der Wintertagung 2012 der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), die gestern, am 12. Januar, in Münster/Westfalen stattfand. Wie dies zu erreichen ist und welche Rolle die Landwirtschaft in Europa einnehmen muss, dazu gab es allerdings unterschiedliche Auffassungen.

Nach Ansicht von DLG-Präsident Carl-Albrecht Bartmer und Prof. Matin Qaim von der Universität Göttingen muss die landwirtschaftliche Produktion angesichts der weltweit wachsenden Bevölkerung gesteigert werden, was vor dem Hintergrund von Klimawandel und knapper werdender Ressourcen eine große Herausforderung darstellt. Beide betonten, dass hierbei auch Europa Verantwortung übernehmen und durch eine produktive und effiziente Landwirtschaft, insbesondere auf den Gunststandorten, zur globalen Versorgungssicherung beitragen muss. Für den Grünen-Abgeordneten im Europäischen Parlament Martin Häusling ergibt sich Europas Produktivität mitnichten aus der naturräumlichen Gunstlage und landwirtschaftlichen Schlagkraft. Seiner Meinung nach produziert Europa hochgradig ineffizient. Die Produktionsmethoden, insbesondere in der Tierhaltung, hält er für äußerst fraglich. Die Präsidentin der Deutschen Welthungerhilfe Bärbel Dieckmann sieht das Hauptproblem des weltweiten Hungers in der ungleichen Verteilung der Einkommen. Die landwirtschaftliche Überproduktion in Industrieländern kann ihrer Meinung nach kaum dazu beitragen, den Hunger in armen Ländern zu beseitigen. Eine zu große Abhängigkeit der Entwicklungsländer vom Weltmarkt führt nach ihrer Auffassung bei volatilen Nahrungsmittelpreisen zu noch mehr Hunger.

Für den Parlamentarischen Staatssekretär bei der Bundeslandwirtschaftsministerin Peter Bleser ist eine Nahrungsmittelsteigerung nur durch eine moderne und nachhaltige Landwirtschaft zu gewährleisten In seiner Grußansprache betonte er, dass neben der Forschung insbesondere auch landwirtschaftliche Kooperationen mit anderen Staaten von entscheidender Bedeutung sind. So zeigt ein gemeinsames Projekt des deutschen Bundeslandwirtschaftsministeriums mit der Wirtschaft in Äthiopien, dass die Menschen vor Ort ihre Nahrungsmittelproduktion über moderne und Ressourcen schonende Landwirtschaft steigern können. Ferner hält er es für wichtig, gemeinsam Lösungen zur Reduzierung der Ernteverluste und zur Verbesserung der Lagerhaltung zu entwickeln. Auch verwies Bleser darauf, dass vor dem Hintergrund einer wachsenden Weltbevölkerung und einer gleichzeitig stattfindenden Reduzierung der Anbaufläche eine breite Stilllegung von Flächen, wie sie die EU-Kommission in ihren Plänen zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2013 vorschlägt, der falsche Weg ist.
Mögliche Ertragspotenziale nützen
Für den DLG-Präsidenten ist klar, dass eine hochqualifizierte, innovative Region Europa ihre intellektuellen, infrastrukturellen und natürlichen Potenziale – im besten Sinne der Nachhaltigkeit – nutzen muss. Die möglichen Ertragspotenziale sollten dabei unter Einsatz von Know-how und innovativer Technik, ressourcenschonend und unter Beachtung gesellschaftlicher Zusammenhänge ausgeschöpft werden. Dazu bedarf es, so der DLG-Präsident, nicht zuletzt einer intensiven, interdisziplinären und länderübergreifenden Forschung. Auch sieht er die Lösung des Welternährungsproblems zunächst als eine Aufgabe, die in den Ländern des Mangels angegangen werden müsse. Hier seien intelligente, auf die Standorte und ihre sozialen Rahmenbedingungen ausgerichtete Produktionssysteme gefragt. Europas Verantwortung liege im fairen, unbeschränkten grenzübergreifenden Know-how- und Güteraustausch, um den „globalen Brotkorb“ gemeinsam zu füllen. Ein wichtiges Element sind daher die WTO-Verhandlungen, die nach intensiver Diskussion bald zum erfolgreichen Abschluss geführt werden müssen.

Professor Qaim hält eine deutliche Produktionssteigerung für möglich, auch ohne dabei die natürlichen Ressourcen zu überstrapazieren, allerdings erfordert dies seiner Meinung nach die konsequente Ausnutzung der Wissenschaft in all ihren Facetten und eine stärkere Förderung und Umsetzung auch neuer Technologien, inklusive der Gentechnik. Qaim sieht in der Gentechnik kein Allheilmittel, er hält aber die kategorische Ablehnung in weiten Teilen der hiesigen Bevölkerung für kontraproduktiv in Bezug auf das Ziel der nachhaltigen Produktivitätssteigerung. Allerdings ist nach Meinung des Göttinger Agrarwissenschaftlers eine global ausreichende Nahrungsproduktion nur notwendige und nicht hinreichende Bedingung für Ernährungssicherung. Ernährungssicherheit erfordert auch einen besseren ökonomischen Zugang zu Nahrungsmitteln für alle Menschen. Hierfür ist Armutsbekämpfung zentrale Voraussetzung. Da ein Großteil der armen und hungernden Menschen im ländlichen Raum der Entwicklungsländer lebt, muss, so Professor Qaim, die ländliche Entwicklung höhere Priorität erhalten. Dabei ist eine Förderung der Kleinbauern notwendig, jedoch ohne die kleinbäuerlichen Strukturen zu zementieren. Auch in diesem Sektor wird sich Prof. Qaim zu Folge ein notwendiger Strukturwandel in den nächsten Jahren vollziehen, damit auch hier eine bessere Effizienz und eine Produktion mit mehr Wertschöpfung entstehen können.
Langfristig die Armut mindern
Auch die Präsidentin der Deutschen Welthungerhilfe sieht vor allem die Förderung des Kleinbauernsektors in den Armutsländern als einen wirkungsvollen und effizienten Ansatz zur Armutsbekämpfung. Die Überwindung von Hunger und Armut im ländlichen Raum hängt vielfach davon ab, wie erfolgreich der Agrarsektor in diesen Ländern zu angemessenen Einkommen beiträgt. In der Mehrheit der Schwellen- und Entwicklungsländer ist folglich die Förderung von armen Kleinbauern hin zu modernen, ökologisch, wirtschaftlich und sozial nachhaltig wirtschaftenden bäuerlichen Landwirten einer der wichtigsten Hebel nicht nur zur Überwindung des Hungers, sondern auch von Armut. Ziel ist es, so Dieckmann, durch eine wirtschaftlich und ökologisch tragfähige Landwirtschaft langfristig die Armut zu mindern. Die Erträge müssen nicht nur die Produktionskosten decken, sondern auch Überschüsse ermöglichen, so dass Einkommen und Arbeitsplätze geschaffen und gesichert werden können. Bei allen Maßnahmen des Know-how-Transfers gibt es nach Überzeugung der Präsidentin einen ganz entscheidenden Erfolgsfaktor, die Bildung. Die täglich zu erfahrende Realität in vielen Entwicklungsländern ist oftmals Analphabetismus. Hier kommt es darauf an, die Menschen durch angepasste Bildungsmaßnahmen zu befähigen, Know-how aufzunehmen.

Europas Aufgabe sollte nicht darin bestehen, den Rest der Welt mit Einheitsprodukten von hohen technischem Niveau und niedrigen Preisen zu überschwemmen, sagte Martin Häusling. Der EP-Abgeordnete der Grünen führte weiterhin aus, dass selbst die subventionierten und viel zu billigen Agrarpreise offensichtlich nicht einmal in Europa für ein vernünftiges Einkommen der Erzeuger ausreicht. Für ihn sind die Entwicklungsländer der Marktmacht und Marktpräsenz der europäischen Billigprodukte ausgeliefert. Viele haben daher die Möglichkeit von Schutzzöllen geprüft, aber diese sind nur, so Häusling, in wenigen Ausnahmefällen möglich, zum Beispiel auf Weizenmehl im Falle der AKP-Länder. Die EU-Weizenmehlexporteure drängen seiner Meinung nach bei der EU-Kommission aber seit Jahren darauf, genau diese Schutzzölle wieder wegzuverhandeln. Die Quersubventionierung der EU-Exporte als handelsverzerrend anzuprangern ist, nach WTO-Regeln ebenfalls nicht möglich, da Direktzahlungen an die Landwirtschaft nicht unter die „Dumping-Regel“ fallen, solange sie, der „Blue Box“ entsprechend, mit sogenannten „produktionsbeschränkenden Programmen“ gekoppelt sind. Die Beweislast, dass sie dennoch einen Dumpingeffekt haben, liegt bei den Importländern, für die ein solches Verfahren zu aufwändig ist. Zu den aktuellen Überlegungen der GAP-Reform zu sieben Prozent ökologischen Vorrangflächen führte Häusling aus, dass bereits bestehende Biotope enthalten sind. Auch kann man zum Beispiel in Lateinamerika nur schlecht für den wichtigen Erhalt des Regenwaldes eintreten, wenn es in Europa nicht gelingt, die Feldlerche zu schützen.
Chancen und Risiken für Veredelungsprodukte
Für den Landwirt Arndt von der Lage aus dem niedersächsischen Friesoythe bieten die internationalen Märkte reizvolle Chancen für unternehmerisch orientierte Veredlungsbetriebe in Deutschland. Ein nicht zu unterschätzendes Risiko stellt seiner Meinung nach allerdings eine kleinstaatlich ausgerichtete Politik dar. Vor diesem Hintergrund gilt es, sich politisch und gesellschaftlich für eine Liberalisierung der Agrarwirtschaft einzusetzen. Denn mit unserer Leistungsfähigkeit in der Produktion und den hohen Qualitätsstandards der erzeugten Produkte stehen den hiesigen Landwirten viele attraktive Märkte offen. Die Analyse der Wettbewerbsbedingungen zeigt zahlreiche Chancen, aber auch einige Risiken für die Veredlungsproduktion auf. So stellt von der Lage fest, dass im großen europäischen Binnenmarkt grundsätzlich ähnliche Wettbewerbsbedingungen mit einem großen Vermarktungspotenzial bestehen.

Wie bei der Analyse der Wettbewerbszone zu sehen ist, sind sich gewisse Regionen auch länderübergreifend sehr ähnlich in ihrer Produktionsausrichtung und profitieren stark von ihrem Handeln als gemeinsamer Wirtschaftsraum. Daher scheint es möglich, so der niedersächsische Landwirt, bei entsprechenden biologischen Leistungen und wirtschaftlich verantwortungsvollem Handeln erfolgreich am Markt zu agieren. Für wichtig hält er gut ausgebildete Betriebsleiter sowie die Schaffung marktkonformer Einheiten und eine Verbesserung der Kommunikation mit der Bevölkerung. Eine Gefährdung für die positive Ausgangslage geht seiner Meinung nach teilweise von der Landespolitik der Mitgliedsländer der EU-27 aus. Auch wenn mittlerweile die meisten politischen Rahmenbedingungen für die Agrarwirtschaft auf europäischer Ebene gestaltet werden, können häufig Abweichungen oder Verzögerungen bei der Umsetzung in das jeweilige Landesrecht beobachtet werden. Diese Abweichungen sind für die Veredlungsbetriebe nicht zu akzeptieren und schaden uns und der EU nachhaltig, sagte von der Lage.

13.01.2012


http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Imker-stuermen-Monsanto-Frankreich-674340.html

Imker stürmen Monsanto-Frankreich
[13.01.2012]

Biene
Französische Imker haben letzte Woche die Büros einer Zweigstelle von Monsanto besetzt. Sie riefen den Konzern und die Politik auf, den Verkauf und den Anbau von Gentechnik-Pflanzen zu stoppen. Speziell geht es ihnen um die im Frühjahr anstehende Aussaat des GVO-Mais MON810. Mut fassen die Gegner durch das Urteil des Europäischen Gerichtshofes vom September 2011. Danach ist Honig, der mit GVO-Spuren verunreinigt ist, nicht mehr verkehrsfähig.
Das MON 810-Anbauverbot wurde in Frankreich gerichtlich aufgehoben. Die französische Regierung will jedoch weiter daran festhalten. Presseberichten zufolge erreichten die Imker immerhin, dass sich Umweltministerin Nathalie Kosciusko-Morizet heute mit den GVO-Gegnern an einen Tisch setzt.

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.zur-diskussion-ueber-die-gentechnik-kommt-auch-ein-monsanto-mann.3ba67ae1-e2b9-4ddd-9abf-5845c0cad049.html

Zur Diskussion über die Gentechnik kommt auch ein Monsanto-Mann
„Marbach und Bottwartal“, vom 14.01.2012 02:41 Uhr

Marbach

Das Friedrich-Schiller-Gymnasium lädt zu einem Gespräch mit Gegnern und Befürwortern ein.

Von Oliver von Schaewen
Ein Unterrichtsprojekt der besonderen Art wird die Podiumsdiskussion zur Gentechnik am kommenden Mittwoch, 18. Januar, um 19 Uhr im Musiksaal des Friedrich-Schiller-Gymnasiums (FSG) sein. Die Idee zu einer Diskussion entwickelten die beiden Biologielehrer Flora Liebig und Felix Stadtfeld. „Wir möchten den Schülern Gelegenheit geben, Ansichten von Praktikern kennenzulernen“, sagt Flora Liebig. Wichtig sei ihr, dass dabei Vertreter beider Seiten zu Wort kommen. „Nur so ist eine differenzierte Meinungsbildung möglich.“ Dass dies bei Diskussionen über die so genannte grüne Gentechnik in der Landwirtschaft nicht selbstverständlich ist, zeigen die eher seltenen Auftritte von Vertretern der Gentechnik-Industrie. Aber gerade dafür ist am kommenden Mittwoch gesorgt. Denn mit dem Biologen Franz Oeynhausen, dem Technischen Produktentwickler bei DeKalb/Monsanto, Agrar konnten die Veranstalter jemanden gewinnen, der zu dem Thema aus seiner Schule plaudern kann.
Ebenfalls auf dem Podium vertreten ist Karl Huober, Geschäftsführer und Firmeninhaber von Huober Brezel GmbH und Erdmannhauser Getreideprodukte GmbH. Huober ist ein erklärter Gegner von Gentechnik und legt Wert auf den Einsatz von biologisch angebauten Agrarprodukten. Eine ähnliche Position vertritt Gottfried May-Stürmer, Diplom-Biologe und Regionalgeschäftsführer des BUND Heilbronn-Franken. Die Praxis der Saatguthersteller kennt wiederum Martin Mistele, Agraringenieur und Prokurist der Hild Samen GmbH.
Moderiert wird der Abend übrigens von Schülern des Friedrich-Schiller-Gymnasiums. Talia Deckard und Corinna Krebs werden die Teilnehmer miteinander ins Gespräch bringen und Fragen formulieren. Das Konzept der Veranstalter: im ersten Teil sollen die Diskutierenden in fünfminütigen Statements ihre unterschiedliche Meinungen äußern. Daraus soll sich ein Gespräch entwickeln: „Es wird nachgefragt, widersprochen, öffentlich nachgedacht und – falls möglich – eine Lösung gesucht, die von möglichst vielen der auf dem Podium Anwesenden getragen werden kann“, heißt es im Pressetext der Veranstalter. Im zweiten Teil, nach etwa einer Stunde, kann sich das Publikum mit Fragen und Einwänden am Gespräch beteiligen. Eine Abschlussrunde gibt jedem Podiumsteilnehmer noch einmal Gelegenheit zu einem persönlichen Fazit und Ausblick.
Info: Die Podiumsdiskussion „Grüne Gentechnik – einmalige Chance oder unkalkulierbares Risiko?“, findet am Mittwoch, 18. Januar, um 19 Uhr im Musiksaal des FSG statt.

http://einarschlereth.blogspot.com/2012/01/eine-kriegsmaschine-monsanto-blackwater.html

Freitag, 13. Januar 2012
D I E KRIEGSMASCHINE: MONSANTO, BLACKWATER, BILL GATES
von Silvia Ribeiro
11. Januar 2012

Ein Bericht von Jeremy Scahill in The Nation (Blackwater’s Black Ops, 9/15/2010) enthüllte, dass die größte Söldnerarmee der Welt Blackwater (jetzt Xe Services genannt)  an das Mammutunternehmen Monsanto verkauft wurde.
Blackwater hat sich 2009 umbenannt , nachdem es weltweite Schlagzeilen machte durch seine Verbrechen im Irak, wozu auch Massaker an Zivilisten gehörten. Es ist nach wie vor der größte Auftragnehmer für „Sicherheitsdienste“ des US-Außenministeriums. Das Unternehmen praktiziert Staatsterrorismus, wobei es der Regierung die Möglichkeit gibt, es abzuleugnen.
Viele Militärs und ehemalige CIA-Offiziere arbeiten für Blackwater oder ähnliche Unternehmen, die geschaffen wurden, um die Aufmerksamkeit von dem schlechten Ruf der offiziellen Dienste abzulenken. Blackwater macht große Profite, indem es seine schändlichen Dienste – Information und Spionage bis Infiltration, politische Lobbyarbeit und paramilitärisches Training – an andere Regierungen, Banken und multinationale Unternehmen verkauft.
Laut Scahill wird das Geschäft mit Multis wie Monsanto, Chevron und Finanzriesen wie Barclays und Deutsche Bank über zwei Unternehmen abgewickelt, beide im Besitz von Eric Prince: Total Intelligence Solutions und Terrorism Research Center.
Cofer Black, einer der Chefs, bekannt für seine Brutalität als ehemaliger CIA-Direktor, war der Mann, der 2008 als Direktor von Total Intelligence den Kontakt zu Monsanto herstellte und einen Vertrag machte, um Organisationen wie Tierrechtsaktivisten, anti-GMO-Aktivisten und andere, die sich mit den dreckigen Aktivitäten des Bio-Tech-Giganten beschäftigen, auszuspionieren und zu infiltrieren.
Scahill kontaktierte Monsantos Geschäftsführer Kevin Wilson, der einen Kommentar ablehnte, aber später The Nation bestätigte, dass sie Total Intelligence 2008 und 2009 angeheuert hatten, um lediglich Kontrolle über „öffentliche Auftritte“ ihrer Gegner zu haben. Er sagte auch, dass Total Intelligence „von Blackwater völlig getrennt sei“.
Doch Scahill hat Kopien von Emails von Cofer Black nach dem Treffen mit Wilson von Monsanto, wo er anderen ehemaligen CIA-Agenten über ihre Blackwater-Mailadressen, erklärt, dass Total Intelligence zu „Monsantos Geheimdienstarm“ geworden sei, um Aktivisten auszuspionieren und für andere Aktionen, und dass „unsere Leute legal in diese Gruppen eintreten sollten“. Monsanto bezahlte 2008 an Total Intelligence 127 000 $ und 2009 $105 000.

Kein Wunder, dass ein Unternehmen, das in der „Wissenschaft des Todes“ engagiert ist, das sich von Anfang an der Produktion von Giften wie Agent Orange bis zu PCBs (polychlorinated biphenyls), Pestiziden, Hormonen und genetisch veränderten Saaten widmete, mit einem anderen Unternehmen von Strolchen verbandelt ist.
Beinahe gleichzeitig mit der Veröffentlichung dieses Artikels  in The Nation berichtete Via Campesina den Kauf von 500 000 Anteilen von Monsanto für mehr als 23 Millionen $ durch die Bill und Melinda Gates Stiftung, die mit dieser Aktion die Maske der „Philanthropie“ ablegte. Eine weitere Verbindung, die nicht verwundert.
Es ist eine Hochzeit der zwei brutalsten Monopole der Geschichte der Industrialisierung: Bill Gates kontrolliert mehr als 90% des Marktanteils an firmeneigenem Computerwesen und Monsanto etwa 90% des globalen transgenen Saatgutmarktes und komerziellem Saatgutes. Es gibt in keinem anderen Industrie-Sektor derart ausgedehnte Monopole, deren bloße Existenz eine Negierung des gerühmten Prinzips des „Marktwettbewerbs“ des Kapitalismus ist. Sowohl Gates als auch Monsanto sind äußerst aggressiv  bei der Verteidigung ihrer unrechtmäßig erworbenen Monopole.

Ihre „Spenden“ finanzieren so destruktive Projekte wie Geoengineering oder Ersetzung von natürlichen Heilmitteln mit hightech patentierten Medikamenten in den ärmsten Gegenden der Welt. Was für ein Zufall, dass die früheren Gesundheitsminister Julio Frenk und Ernesto Zedillo Berater der Stiftung sind.
Wie Monsanto arbeitet auch Gates daran, die traditionelle Landwirtschaft weltweit zu zerstören, vor allem durch die „Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika“ (AGRA). Sie arbeitet als trojanisches Pferd, um arme afrikanische Bauern ihres traditionellen Saatguts zu berauben und sie mit ihren eigenem Saatgut zu ersetzen und am Ende durch GM-Saatgut. Zu diesem Zweck hat die Stiftung 2006 Robert Horsch angeheuert, den Direktor von Monsanto. Gates, der noch größere Profite witterte, ging also direkt an die Quelle.

Blackwater, Monsanto und Gates sind drei Seiten derselben Figur: die Kriegsmaschine gegen den Planeten und die meisten Menschen, die ihn bewohnen, die Bauern sind, indigene Gemeinden, Leute, die Informationen und Wissen austauschen wollen oder jeder andere, der nicht unter der Aegide des Profits und der Zerstörungswut des Kapitalismus leben möchte.

HINWEIS AUF DEN MONATSRÜCKBLICK VON GMWATCH

Willkommen im Jahr 2012 und zum 100. Monatsrückblick von GMWatch!

GMWATCH MONATSRÜCKBLICK NR. 100

(Dieser Monatsrückblick ist eine Übersetzung aus dem Englischen. Das englische Original befindet sich unter www.gmwatch.org/index.php?option=com_monthly_review).

Redaktion: Claire Robinson

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http://www.wiwo.de/unternehmen/industrie/chemiekonzern-basf-will-zentrale-fuer-gruene-gentechnik-in-die-usa-verlegen/6062082.html

14.01.2012

BASF will Zentrale für grüne Gentechnik in die USA verlegen

von Jürgen Salz
Der Chemiekonzern plant, die Zentrale für grüne Gentechnik von Deutschland in die USA zu verlagern. Es ist ein Alarmsignal für den Technologiestandort Deutschland und dürfte Jobs in Ludwigshafen kosten.

BASF-Chef Kurt Bock rechnet wohl nicht mehr mit einem Meinungswandel. Immer wieder ärgert er sich darüber, dass die meisten Deutschen die grüne Gentechnik strikt ablehnen. Dabei habe diese Zukunftstechnologie ihren Ursprung zum großen Teil in Deutschland, sagte er erst vor wenigen Tagen und warnte: „Wir haben eine hohe Kompetenz und sind dabei, diese zu verspielen.“ Die BASF-Tochter BASF Plant Science (BPS) arbeitet seit Jahren an genveränderten, ertragsstärkeren Pflanzen – um Bauern zu besseren Ernten zu verhelfen oder Nahrung gesünder zu machen.

Doch die Kritiker überzeugt das nicht. Jetzt zieht Bock offensichtlich Konsequenzen: Der Chemieriese plant, die Zentrale der BPS von Limburgerhof bei Ludwigshafen ins Gentechnik-freundlichere Amerika zu verlegen, voraussichtlich in das Forschungszentrum Research Triangle Park im US-Bundesstaat North Carolina.

Darüber entscheidet der Vorstand wohl noch in diesem Monat, ist aus dem Unternehmen zu hören. Solch eine Entscheidung wäre ein schlechtes Signal für den Technologiestandort Deutschland, bedauert ein Manager. Zudem ist, wie es bei BASF intern heißt, auch ein Abbau von Jobs geplant: Die Zahl der BPS-Stellen soll von 839 auf 750 sinken.

Nicht mehr nur für Europa

Die Arbeitsplätze werden vor allem an den Standorten Limburgerhof und im ostdeutschen Gatersleben gestrichen. Dagegen sollen vor allem in den USA, aber auch im belgischen Gent sowie in Berlin etwa 100 Jobs entstehen. Auf Anfrage äußerte sich BASF nicht dazu.

Schon seit mehr als einem Jahr entwickelt der Konzern keine Pflanzen mehr ausschließlich für den europäischen Markt. Intern soll nun auch die Zukunft der BASF-Genkartoffel Amflora zur Debatte stehen. Mehr als zehn Jahre lang hatte das Unternehmen bei der EU-Kommission um die Zulassung der Ackerfrucht gekämpft, bevor es diese im März 2010 erhielt.

Gen-Knolle für Industrie

Die Gen-Knolle, die für den menschlichen Verzehr ungeeignet ist, soll Amylopektinstärke für die Industrie liefern, die Papier reißfester, Beton haltbar und Klebstoff länger verarbeitungsfähig machen. In Üplingen in Sachsen-Anhalt hat BASF die ersten Kartoffeln auf einem Versuchsfeld ausgesät. Schon zuvor war gerade Amflora ins Visier von Gentechnik-Gegnern geraten. Sie befürchten, dass die Gene der Kartoffel über kurz oder lang doch in Lebensmitteln landen.

Nach Aussage von Bock investiert BASF jedes Jahr rund 150 Millionen Euro in die Forschung für die grüne Gentechnik. Der BASF-Chef sieht darin langfristig ein Wachstumsfeld: „Das wird ein Geschäft werden.“ Aber Deutschland steht abseits.