Genfrei Süd

 

Datum: 12. Februar 2011 12:09:28 MEZ

Betreff: Fwd: Bündnis gentechnikfreie Region Bodensee-Allgäu-Oberschwaben

 

 

Betreff: Bündnis gentechnikfreie Region Bodensee-Allgäu-Oberschwaben

 

Bündnis gentechnikfreie Region Bodensee-Allgäu-Oberschwaben -Bauernhöfe statt Agrarfabriken-  <http://www.meine-landwirtschaft.de/> Meine-Landwirtschaft.de

 

Kontakt: Werner Lettmaier, 08388 374  <mailto:genfrei-sued@t-online.de> genfrei-sued@t-online.de

 

 

 

Liebe BündnispartnerInnen,

 

 

 

Die EU-Mitgliedsstaaten haben die Abstimmung über die Aufhebung der Nulltoleranz auf den 22.02.11 verschoben (Anhang). Selbst die USA, die enormen Druck auf die EU ausübt, lässt keine nichtzugelassenen GVO ins Land. Der Generalanwalt hat dagegen eine wegweisende Empfehlung an den EUGH gegeben mehr <http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik.html#news23257> . Ins Rollen gebracht hatte das Verfahren der Hobbyimker Karl-Heinz Bablok <http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/erfolg-fuer-gentechnikgegner>  aus Kaisheim bei Augsburg. Auf den Freistaat Bayern kommen erhebliche Schadenersatzforderungen zu.

 

 

 

Seit fast genau einem Jahr blockieren Bundesressorts den Vorschlag des Deutschen Naturschutzrings (DNR) zur Besetzung des Bereichs Umweltschutz bei der Zentralen Kommission für die Biologische Sicherheit (ZKBS Mitgliederliste <http://www.bvl.bund.de/cln_007/nn_491824/DE/06__Gentechnik/00__doks__downloads/ZKBS-Mitglieder,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/ZKBS-Mitglieder.pdf> ), einer Einrichtung beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. Die ZKBS hatte übrigens kurz nach dem MON810-Verbot 2009 ein Gutachten <http://www.bvl.bund.de/cln_007/nn_1208608/DE/06__Gentechnik/093__ZKBS/01__Allg__Stellungnahmen/04__pflanzen/zkbs__pflanzen__mon__810__neubewertung__2009,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/zkbs_pflanzen_mon_810_neubewertung_2009.pdf>  vorgelegt, wonach die seinerzeit von Ministerin Aigner für das MON810-Anbauverbot vorgebrachte wissenschaftlichen Gründe angeblich nicht stichhaltig wären. Christoph Then und Karin Brockmann erstellten daraufhin ein Gegengutachten <http://www.boelw.de/uploads/media/pdf/Dokumentation/Dossiers_und_Positionspapiere/Studie_Verbot_MON810_090402_.pdf> .

 

 

 

Ein Beitrag in der Sendung plus/minus der ARD „Pflanzenschutz auch bei Gensoja“ <http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,8p889u88f3j9mzpk~cm.asp>  schockte am Dienstag die Zuschauer. Den 7 Minuten-Film gibt es hier <http://www.youtube.com/watch?v=_vcgiSwlo6M> .

 

Der Ausweg: Milch aus Gras und Heu sei nicht nur ökologischer, sondern auch qualitativ besser. Die IP-Suisse will in Kürze eine solche Grasmilch lancieren mehr <http://www.lid.ch/de/medien/mediendienst/artikel/infoarticle/23328/> .

 

 

 

 

 

 

 

Termine:

 

 

 

Orte und Termine Aktionsbündnis gentechnikfreie Landwirtschaft Baden-Württemberg – Podiumsdiskussionen zur Landtagswahl HIER <http://www.gentechnik-freie-landwirtschaft.de/aktionen-2011.htm> .

 

 

 

 

 

Mi. 16.02.11, 20:15 h, 80333 München, Literaturhaus, Salvatorplatz 1: Der Gründer der Slowfood-Bewegung, Carlo Petrini stellt sein neues Buch „Terra Madre“ vor.

 

Karten unter Tel.: 089-29193427

 

 

 

Mi. 16.02. – 19.02.11, BioFachmesse Nürnberg <http://www.biofach.de/de/willkommen>

 

 

 

Fr. 18.02.11, 20 h, 87746 Erkheim, Gasth. „Bären“, Referent: Richard Mergner Landesbeauftragter BN Bayern, Die EU-Agrarreform 2013, Diskussion. Die Verhandlungen über die Fortschreibung der EU-Agrarpolitik 2013 sind in vollem Gange. Die Rufe nach einer umweltschonenderen und gerechteren Landwirtschaft mehren sich.

 

 

 

Vortragsreihe mit Lw.meister Hr. Sturzenegger, zum Thema Mobilfunk: „Blinde Kühe“ sind kein Spiel“ – warum Grenzwerte nicht schützen.

 

Sturzenegger hat akribisch Erkrankungen im Zusammenhang von Mobilfunkantennen dokumentiert. Kontakt: Renate Marek, 08361 /1214, 01212 511 952 333, renate.marek@vr-web.de

 

Mi.23.02.11, 20 h, 87656 Ketterschwang; Do.24.02.11, 20 h, 87637 Seeg; Fr. 25.02.11, 20 h, 87488 Betzigau

 

 

 

Fr. 25.02.11, 20 h, 87674 Ruderatzhofen, Gasth. „Waldburg“, Vortrag: mit Dietmar Betz vom Prüfinstitut Lacon, „Bio-Zertifizierung für Kleinbetriebe“. Eingeladen sind landwirtschaftliche Kleinbetriebe, Imker, Hobbylandwirte, Nebenerwerbslandwirte, Hobbytierhalter und Interessenten. Auskunft Bio-Ring 0831 22790, Info@bioring-allgaeu.de

 

 

 

Fr. 25.02.11, 19 h, 83236 Übersee, www.wirtshaus-feldwies.de, Vorstellung des neuen Films von  Bertram Verhaag „Whistleblower“, Der Film zeigt die Geschichte von Prof. Arpad Pusztai, einem ungarisch-stämmigen Wissenschaftler, dessen Leben sich nach einer gentechnik-kritischen Untersuchungsreihe fundamental veränderte. Dauer: 45 Minuten. Platzreservierung unter 0179 929 4677 dieterjung@gmx.de. Bertram Verhaag beginnt 2011 eine umfangreiche Dokumentation über nachhaltige, ökologische und zukunftsweisende Lebensmittelerzeugung.

 

 

 

Fr. 25.02.11, 20 h, 86874 Mattsies, Gasth. „Schafthäutl“, Vortrag von Benny Haerlin, Mitautor des Weltagrarberichts, „Radikale Umkehr ist nötig und möglich.“ Einlader: AbL <http://www.abl-ev.de/> , BN KV Unterallgäu, Bioland, Biokreis.

 

 

 

Di. 29.02.11, 20 h, 87463 Dietmannsried, Festhalle, Dr. Antonio Andiroli, Brasililien, „Europa muss nicht wiederholen, was in Brasilien nicht funktioniert“ Gentechnik in Brasilien . hochbelastetes Soja kommt in unsere Futtertröge. Einen profunden Kenner der Gentechnikszene hat der AK Allgäu ohne Gentechnik „GENial eingeladen, um Bauern und Konsumenten über die Gefahren der Grünen Gentechnik zu informieren.

 

 

 

Mi. 02.03.11, 20 h, 87435 Kempten  Untere Eicher Str. 3, Kempodium, AK Gentechnik-Treffen, für Interessierte offen.

 

 

 

Mi. 02.03.11, 17 Uhr, 49082 Osnabrück, Kreishaus, Podiumsdiskussion: Zwei schwergewichtige Kontrahenten treffen aufeinander. Auf der Pro-Seite Freiherr Phillip von der Busche- Ippenburg von KWS Saat AG, auf der Kontraseite Annemarie Volling vom AbL <http://www.abl-ev.de/> . Einlader Landkreis Osnabrück.

 

Do. 24.03. – Sa. 06.04.11, 88250 Weingarten, Kulturzentrum „Linse <http://www.kulturzentrum-linse.de/> “ Kino,  <http://www.goodfood-badfood.de/> Good Food – Bad Food, Anleitung für eine bessere Landwirtschaft Die französische Regisseurin Coline Serreau <http://www.goodfood-badfood.de/interview.html> , („St. Jacques … Pilgern auf Französisch“) zeigt in ihrem neuen Dokumentarfilm Menschen, die dagegen kämpfen, dass unsere Böden durch chemische Dünger und Pestizide vergiftet werden. Und die sich dagegen wehren, dass nur wenige skrupellose Konzerne weltweit das Saatgutangebot kontrollieren und die Bauern erpressen. „Es sind schon viele Filme über Katastrophenszenarien gedreht worden, die als warnende Appelle verstanden werden wollten. Sie haben ihre Berechtigung gehabt, doch jetzt ist es an der Zeit, den Blick darauf zu richten, dass es auch Lösungen gibt.“

 

Di. 29.03.11, 20 Uhr, 87463 Dietmannsried, Festhalle. Prof. Dr. Antonio Andrioli „Agro-Gentechnik und ihre Folgen“. Antonio Andrioli ist in seinem Heimatland Brasilien, der Hochburg des Anbaus gentechnisch veränderter Sojabohnen, leidenschaftlicher Kämpfer gegen die Agro-gentechnik. Er setzt sich intensiv für die soziale Bewegung der Kleinbauern und für eine nachhaltige Entwicklung ein. Aufgrund seiner herausragenden Studienleistungen und seines sozialpolitischen Engagements wurde ihm der Deutsche Akademische Preis für ausländische Studierende überreicht.  Einlader AK GENial Landkreis Oberallgäu

 

 

 

Mo. 23.05. bis Fr. 27.05.11, 82431 Kochel am See, Vollmar-Akademie,  Seminar 2102 <http://www.vollmar-akademie.de/index.php?search=2102&navid=15&ln=1&semtyp=0&monat=0&monat=0&dozent=0> , Gentechnik in Landwirtschaft und Nahrung mit den Dipl.-Biologinnen Dr. Martha Mertens, Dr. Ruth Tippe, Berufsimker Walter Haefeker. Teilnahmegebühr 5 Tage 136 € mit ÜN u. Vollpension im Schloß Aspenstein. Sehr empfehlenswert!

 

 

 

Weitere Infos:

 

 

 

<http://www.gmwatch.org/index.php?option=com_content&view=article&id=12876:monatsrueckblick-nr-89-> GM-Watch MONATSRÜCKBLICK Nr. 89

 

 

 

<http://www.gmwatch.org/index.php?option=com_content&view=article&id=12792:monatsrueckblick-nr-88-> GM-Watch MONATSRÜCKBLICK Nr. 88

 

 

 

<http://www.blauen-institut.ch/pg_blu/pa/a_a.html> Ruth Tippe: Gentech-News Nr. 232

 

 

 

 

 

TV-Tipp:

 

 

 

Erstausstrahlung am 20.Februar im BR um 19:00 Uhr „Der Landhändler – ganz ohne Gentechnik“

 

Der Dioxin-Skandal hat ganz Deutschland erschüttert und Fragen rund um Ernährung und Tierfütterung aufgeworfen. Dass man ohne Gentechnik Erfolg haben kann und dabei Mensch und Tier schützt, beweist der Saatgut- und Futtermittelhändler Josef Feilmeier in unserem neuen Film.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Herbert Zeilinger

Sonntagshornstraße 16

83371 Stein an der Traun

Telefon/Fax 08621/806249

Mail: zeilinger.herbert@gmx.de

 

 

 

 

 

Bündnis gentechnikfreie Region Bodensee-Allgäu-Oberschwaben – Bauernhöfe statt Agrarfabriken-

Kontakt: Werner Lettmaier, 08388 374 genfrei-sued@t-online.de

Bitte Termin beachten!

31.08.10 Zepkow/Müritzkreis: Amflora-Kartoffel-Ernte mit Wirtschaftsminister Brüderle FDP als Ehrengast und der Widerstand mit herrlich treffender Kreativität.

TOP-THEMA  Ehrengast Brüderle bei der Gen-Ernte

01. September 2010 | von Sybille Marx

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Wer hat die dicksten Kartoffeln? Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (l, FDP) und BASF-Vorstand Jürgen Hambrecht mit den ersten Amflora-Knollen. dpa

RÖBEL – Trillerpfiffe und Buuh-Rufe tönen herüber, als Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle seine Lobrede auf die Gentechnik startet. Im schicken Dienstwagen und mit Sicherheitspersonal ist der FDP-Politiker am gestrigen Dienstagmittag in den Müritzkreis gerauscht, um die ersten Kartoffeln aus einem Acker bei Zepkow zu holen – symbolischer Erntestart für die gentechnisch veränderte Kartoffel Amflora. Die baut der Chemiekonzern BASF aus Ludwigshafen seit April auf 15 Hektar dort an. Obwohl Anwohner und Naturschützer immer wieder heftig dagegen protestiert hatten.

„Die Unbedenklichkeit ist nicht gewährleistet“

Auch heute, beim lange geheim gehaltenen Besuch des Ministers, haben sich spontan rund 15 Gentechnik-Gegner und Umweltschützer vor dem Feld postiert, mit Trillerpfeifen, einer aufblasbaren Kartoffel und Plakaten. „Vorsicht, Gen-Kartoffeln“ steht da drauf, „Gen dreck weg“. Und : „Die Lobbyisten und ihr kleines Brüderle“. „Wir fordern, dass Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner die Zulassung für Amflora zurückzieht“, sagt Burkhard Roloff, Agrarexperte vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). „Die Unbedenklichkeit ist einfach nicht gewährleistet“. Eine junge Frau vom „Bundesvorstand Deutscher Pflanzenzüchter“ hält lautstark dagegen, redet minutenlang auf die Reihe der Protestler ein: „Amflora wurde 13 Jahre lang geprüft und hat mehrfach ihre Unbedenklichkeit für Mensch, Tier und Umwelt bewiesen“, ruft sie. Aber es gehe hier nicht nur um Amflora, sondern um die grüne Gentechnik überhaupt. „Die Möglichkeiten sind noch viel größer.“

„Wir laufen sonst der Zukunftsentwicklung hinterher“

Amflora ist nicht für den Verzehr gedacht und soll laut BASF ausschließlich als Stärke-Lieferant etwa in der Papierherstellung eingesetzt werden. Gentechnik-Gegner wie Roloff glauben trotzdem, dass die Kartoffel in die Nahrungskette von Mensch und Tier gelangen könnte, trotz aller Vorsichtsmaßnahmen. Weil Amflora ein bestimmtes Resistenzgen enthält, könnte das sogar dazu führen, dass Antibiotika-Medikamente bei Menschen nicht mehr helfen, sagt Roloff. Und: „Wenn 70 Prozent der Deutschen keine Gentechnik wollen, brauchen wir dafür auch keine staatlich geförderte Forschung.“

Direkt an Brüderle können Roloff und die anderen Protestler ihre Bedenken aber nicht richten – denn das Redepodest, auf dem der Minister spricht, steht fast direkt neben dem schlammigen Kartoffel-Acker – und auf dieses „Privatgelände“ lässt BASF die Mannschaft nicht vorrücken. Brüderle blickt stattdessen in die wohlwollenden Gesichter von 30 BASF-Mitarbeitern, anderen Unternehmern, Bauern und Gentechnik-Befürwortern, als er die „Pionierarbeit“ und das Durchhaltevermögen von BASF lobt und von neuen Wegen bei der Bekämpfung von Hunger und Klimakatastrophen spricht. Die Pflanzenbiotechnologie verspreche Lösungen für viele Herausforderungen, sagt der Minister. Etwa bei der Produktion nachwachsender Rohstoffe. Deutschland müsse mutige Entscheidungen treffen, „sonst laufen wir der Zukunftsentwicklung hinterher.“ 

Ein paar Minuten später macht sich Brüderle die Hände schmutzig: Für’s Pressefoto holt er in Anzug und Gummistiefeln die ersten Gen-Kartoffeln aus der Erde und hält die Knollen lächelnd in die Kamera. „Es gibt viele Ängste, und die muss man respektieren. Aber am Schluss muss man die Kraft haben, eine Entscheidung zu treffen“, entgegnet er auf die Frage von Journalisten, ob er die Ängste der Gegner nicht verstehe. Ob er selbst Gen-Kartoffeln essen würde? „Wenn so etwas auf den Markt kommt, muss es auf jeden Fall klar gekennzeichnet werden“, antwortet er ausweichend. Und dann könne ja jeder Bürger selbst entscheiden. Ob es richtig ist, dass die EU über die Zulassung von gentechnisch veränderten Pflanzen entscheidet und nicht die einzelnen Länder? Brüderle will sich nicht festlegen und verweist auf Frankreich: Dort sei man gegenüber der Gentechnik viel offener, sagt er. Ob der Amflora-Anbau überhaupt sinnvoll ist, wenn die Stärkeindustrie diese Kartoffel – wie bisher signalisiert – wegen der Vorbehalte vieler Deutschern gar nicht haben will? „Das entscheidet der Markt“, sagt Rainer Brüderle. Aufgabe des Staates sei es nur, dafür zu sorgen, dass es „neue Wege“ gebe.

BASF will nächstes Jahr 1000 Hektar mit Amflora bepflanzen

Und die wird es nun geben. Noch ist der Feld im Müritzkreis das einzige in Deutschland, auf dem gentechnisch veränderte Pflanzen kommerziell angebaut werden. Beim Besuch des Ministers lässt BASF-Vorstand Jürgen Hambrecht aber keinen Zweifel daran, dass sich das in den kommenden Jahren ändern wird. Erst im Frühjahr hatte das Unternehmen von der EU die Zulassung für den kommerziellen Anbau der Amflora-Kartoffel erhalten – 13 Jahre nach der Antragstellung. In den kommenden Tagen sollen nun die ersten 15 Hektar bei Zepkow abgeernet werden, außerdem rund 80 Hektar in Schweden und 150 in Tschechien. Nächstes Jahr wird das Unternehmen dann schon 1000 Hektar mit der Amflora-Kartoffel bestellen können. Und: „Wir haben gestern in Brüssel die Zulassung für eine neue Gen-Kartoffel beantragt“, sagt BASF-Vorstand Jürgen Hambrecht. „Amadea“ bringe mehr Etrag und sei noch resistenter gegen Pilze und Viren als Amflora. Die nächste Generation.

„Diese Ausgrenzung finde ich heftig“

Nach einer knappen Dreiviertelstunde mit den Unternehmern auf dem Acker rauscht Rainer Brüderle wieder ab nach Berlin – und lässt die Gentechnik-Gegner, die abseits an der Landstraße ausharren mussten, verärgert zurück. „Was für eine überzogene Einladung“, sagt Silke Gajek, Landes-Chefin der Grünen. „Und diese Ausgrenzung finde ich heftig. Herr Brüderle hat uns gar nicht die Möglichkeit gegeben, mal die andere Position darzustellen.“ Das sei reiner Lobbyismus. „Ich hab mich gefühlt, wie hinter einer Mauer.“ 

Ihr Mitstreiter Burkhard Roloff vom BUND versucht trotzdem, gute Stimmung zu verbreiten. „Wir wissen jedenfalls: Wir haben für rund 70 Prozent der Deutschen protestiert, die die Gentechnik nicht haben wollen“, sagt Roloff. Herr Brüderle und die Bundesregierung wüssten nicht so viele Deutsche hinter sich.

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