Explosives

Kurier vom 18.5.2011, Seite 8 (International): China – Tausende Melonen explodiert

Weil chinesische Bauern übermäßig Wachstums-Chemikalien eingesetzt haben, sind hektarweise Wassermelonen vor der Ernte explodiert.

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Event-Infos (Deutschland) und Nachrichten-Links von Herbert Zeilinger >

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http://www.s-o-z.de/?p=46557

Melonen als Erfindung von Monsanto

17. Mai 2011
US-Konzern erhält ein europäisches Patent auf konventionell gezüchtete Melonen

US-Konzern Monsanto gilt jetzt als Erfinder der Melonen

München – Nach aktuellen Recherchen des Bündnisses Keine Patente auf Saatgut! hat der US-Konzern Monsanto im Mai 2010 ein europäisches Patent auf Melonen aus konventioneller Pflanzenzucht erhalten (EP 1 962 578). Die Melonen weisen eine natürliche Resistenz gegenüber einer bestimmten Viruskrankheit auf. Mithilfe üblicher Züchtungsverfahren wurde diese Widerstandsfähigkeit, die man zuerst in Melonen aus Indien fand, auf andere Melonen übertragen. Diese gelten jetzt als „Erfindung“ von Monsanto.

„Dieser Fall ist ein Missbrauch des Patentrechtes, denn es handelt sich bei der Melone um keine Erfindung. Das Patent steht insbesondere im Widerspruch zum Verbot der Patentierung von konventioneller Züchtung. Zudem handelt es sich um einen Fall von Biopiraterie, bei der ein US-Konzern versucht, ursprünglich indisches Saatgut als sein Eigentum zu beanspruchen“, sagt Christoph Then, einer der Sprecher des Bündnisses Keine Patente auf Saatgut! „Derartige Patente blockieren den Zugang zu genetischen Ressourcen für künftige Züchtungen. Die Grundlagen der Welternährung werden so zum Gegenstand finanzieller Spekulation.”

In einem Präzedenzfall hatte das Europäische Patentamt (EPA) im Dezember 2010 entschieden, dass die konventionelle Züchtung von Pflanzen und Tieren nicht patentiert werden kann (G2/07 und G1/08). Im Falle des Patentes von Monsanto hat man deshalb das Verfahren zur Züchtung aus dem Patent gestrichen. Doch die Pflanzen, das Saatgut und die Früchte wurden trotzdem patentiert. Das Patent wurde also nur kosmetisch verändert, nicht aber in seiner Reichweite eingeschränkt.

Die Viruskrankheit CYSDV (Cucurbit Yellow Stunting Disorder Virus), gegen die die Melonen resistent sind, hat sich in den letzten Jahren in Nordamerika, Europa und Nord Afrika ausgebreitet. Durch das Patent verfügt Monsanto jetzt über wichtige genetische Ressourcen, die der Konzern anderen Züchtern vorenthalten kann. Ursprünglich wurden die Melonen von DeRuiter, einem bekannten Züchtungsunternehmem in den Niederlanden gezüchtet. Dabei verwendete die Firma eine Melonenpflanzen aus Indien, die als PI313970 registriert sind. 2008 kaufte Monsanto die Firma DeRuiter und besitzt jetzt auch das Patent.

Das Bündnis Keine Patente auf Saatgut fordert eine Veränderung der Europäischen Gesetze, um Patente auf Züchtungsmaterial, Pflanzen und Tiere und aus ihnen gewonnene Lebensmittel zu verhindern. Mehr als 160 Organisationen und etwa 15.000 Personen haben bereits einen Aufruf unterzeichnet, der im März 2011 veröffentlicht wurde.

Weitere Informationen: http://www.no-patents-on-seeds.org

Link zum Patent auf Melonen: http://www.no-patents-on-seeds.org/de/information/patente/patent-melonen

Hier gelangen Sie zum aktuellen Aufruf http://www.no-patents-on-seeds.org/de/aktion/offener-brief-mitglieder-europaeischen-parlamentes-europaeische-kommission

http://www.lebensmittelpraxis.de/industrie/2206-qohne-gentechnikq-gewinnt-an-bedeutung.html

Freitag, 20. Mai 2011
Studie
„Ohne Gentechnik“ gewinnt an Bedeutung
82 Prozent der deutschen Verbraucher beurteilen die Kennzeichnung „ohne Gentechnik“ auf Lebensmitteln als „sinnvoll“. 75 Prozent orientieren sich nach eigenen Angaben bei ihrem Einkauf daran. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag der Molkerei Zott.
Text: Lebensmittel Praxis, 19. Mai 2011
Im Geschlechtervergleich zeigt sich: Bei Frauen ist die Thematik stärker im Fokus. 80 Prozent der befragten Frauen gaben an, im Geschäft auf diese Kennzeichnung zu achten. Unter den Männern sind es nur 70 Prozent. Im Vergleich zu einer früheren Forsa-Studie zum gleichen Thema wird deutlich, dass die Bundesbürger in den vergangenen zwei Jahren sensibler gegenüber der Thematik geworden sind. Damals hielten noch 78 Prozent der Befragten die „ohne Gentechnik“-Kennzeichnung für „sinnvoll“. Weitere Erkenntnisse: Insgesamt fühlen sich jedoch fast 70 Prozent der Befragten über Gentechnik „weniger gut“ (44 Prozent) oder sogar „schlecht“ (24 Prozent) informiert. Immerhin 77 Prozent der Verbraucher würden der Umfrage zufolge gentechnikfreie Produkte auch dann kaufen, wenn diese „deutlich teurer“ wären als andere Lebensmittel.

http://www.presseportal.de/pm/101146/2047616/zott

19.05.2011 | 11:15 Uhr
forsa-Umfrage über Gentechnik macht deutlich: Verbraucher legen Wert auf Transparenz

Mertingen (ots) – Wenn es um Gentechnik geht, erwarten deutsche Konsumenten von den Herstellern vor allem eins: Offenheit. Zu diesem Ergebnis kommt eine Repräsentativ-Umfrage, die das forsa-Institut im Auftrag der Genuss-Molkerei Zott durchgeführt hat. Das bayerische Molkerei-Unternehmen gehört mit seinem kürzlich vorgestellten gentechnikfreien Mozzarella-Sortiment zu den Anbietern, die konsequent auf eine Produktion ohne Gentechnik umstellen.

Die Kennzeichnung „ohne Gentechnik“, so bestätigt die forsa-Umfrage, ist kein nettes Beiwerk, sondern aus Sicht der Verbraucher wichtig. 82 Prozent der Befragten beurteilen eine derartige Kennzeichnung auf Lebensmitteln als „sinnvoll“; ein ähnlich hoher Prozentsatz (75 Prozent) gibt an, sich beim Einkauf am Hinweis „ohne Gentechnik“ zu orientieren. Dabei lassen sich, wie der Geschlechtervergleich zeigt, Frauen noch stärker als Männer von einer solchen Kennzeichnung leiten. So liegt der Anteil der Frauen, die angeben, sich beim Einkauf am Zusatz „ohne Gentechnik“ zu orientieren, bei 80 Prozent. Unter den Männern sind es nur 70 Prozent.

Insgesamt jedoch sind die Bundesbürger in den vergangenen zwei Jahren in dieser Beziehung noch sensibler geworden. Damals gaben in einer ebenfalls vom forsa-Institut durchgeführten Umfrage 78 Prozent der Befragten an, die Kennzeichnung „ohne Gentechnik“ für sinnvoll zu halten. Konsequenterweise sind die deutschen Konsumenten auch bereit, sich Produkte ohne Gentechnik mehr kosten zu lassen. Auf die Frage, ob sie garantiert gentechnikfreie Produkte auch dann kaufen würden, wenn diese „deutlich teurer“ wären als andere Lebensmittel antworteten immerhin 77 Prozent der von forsa Befragten mit „ja“. Interessant ist, dass die Informationslage zum Thema Gentechnik aus Sicht der Verbraucher generell zu wünschen übrig lässt. So fühlen sich immerhin fast 70 Prozent über Gentechnik „weniger gut“ (44 Prozent) oder sogar „schlecht“ (24 Prozent) informiert.

Mit Zottarella, dem nach klassischem Verfahren hergestellten Mozzarella, bietet die Genuss-Molkerei Zott die erste und bisher einzige Mozzarella-Marke an, die neben den EU-Vorgaben auch die strengen deutschen Voraussetzungen für das Kriterium „ohne Gentechnik“ erfüllt. Seit dem 1. April dieses Jahres sind die Produkte Zottarella Kugel, Rolle und Minis in sämtlichen Zubereitungen und mit allen verwendeten Rohstoffen komplett ohne Gentechnik erhältlich.

„Die Umfrage macht deutlich, dass die deutschen Verbraucher auf das Thema Gentechnik sehr sensibel reagieren. Interessant ist auch, dass der Prozentsatz derer, die sich schlecht informiert fühlen, relativ hoch ist“, bilanziert Michaela Matthäus, Leiterin Unternehmenskommunikation bei Zott. „Die Produktion von Lebensmitteln ohne Gentechnik ist eine gesellschaftlich wichtige Aufgabe, bei der alle an einem Strang ziehen müssen: Politik, Hersteller und Handel. Nun muss der Beweis angetreten werden, dass die Verbraucher unser Mozzarella-Sortiment ohne Gentechnik zu schätzen wissen.“

Zur forsa Umfrage:

Das Berliner forsa-Institut hat zwischen 11. und 12. Mai 2011 insgesamt 1.001 Bundesbürger ab 14 Jahren telefonisch zum Thema Gentechnik befragt.

Pressekontakt:

dot.communications
Matthias Bohlig
Augustenstraße 52
80333 – München
Tel.: 089-530797-13
Email: m.bohlig@dot-communications.de

http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/23811.html

20.05.2011 | permalink

EU-Agrarkommissar kritisiert Agro-Gentechnik scharf

EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos übt scharfe Kritik an Agro-Gentechnik.
In einem Interview mit der rumänischen Tageszeitung Adevarul übte EU-Agrarkommissar Dr. Dacian Ciolos scharfe Kritik am Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft. Lebensmittel aus gentechnisch veränderten Pflanzen sind in ihrer Qualität ungenügend und schränken die vielfältige Ernährung ein. Er sieht durch den Einsatz von Gentechnik das weltweite Vertrauen von Verbrauchern in europäische Lebensmittel gefährdet und fordert eine Agrarforschung in der EU, die auf Vielfalt und Qualität von lokalen Produkten ausgerichtet ist. Der Kommissar betonte, dass Wahlfreiheit in Anbau-Fragen für den Landwirt bewahrt werden muss. Ciolos spricht sich für die Möglichkeit der Mitgliedsstaaten aus, eine Verbot auf Grund von Auskreuzungen oder anderen sozio-ökonomischen Gründen zu erwirken. Ferner bestätigte der Kommissar den Druck der USA auf die EU, Agro-Gentechnik zu befördern, trotz des wachsenden Unbehagens der europäischen KonsumentInnen.

http://www.ostseeblick-nienhagen.de/news/1305878622-un-menschenrechtler-beraten-ueber-klage-mecklenburger-gentechnikgegner/

UN-Menschenrechtler beraten über Klage Mecklenburger Gentechnikgegner
Geschrieben am 20.05.2011
Sagerheide/Genf (dapd-lmv). Mitglieder des UN-Menschenrechtsausschusses in Genf befassen sich derzeit mit einer Klage von Gentechnik-Gegner aus Mecklenburg. Ute und Andreas Strauß aus Sagerheide bei Rostock sehen sich durch Agro-Gentechnik-Versuche auf Feldern vor ihrem Haus in ihren Menschenrechten verletzt und hatten die Bundesrepubik verklagt. Am Freitag wollte der UN-Ausschuss Stellung nehmen, wie die Kläger sagten. Die Entscheidung solle aber erst am Montag (23.5.) öffentlich bekannt gegeben werden.
2004 sei in der benachbarten Gemeinde Groß Lüsewitz für rund neun Millionen Euro ein Agro-Biotechnikum eröffnet worden, es gelte als das größte in Ostdeutschland, sagte das Ehepaar. Ein Teil der 30 Hektar großen Versuchsfelder, die dem Biotechnikum pachtzinsfrei von der landeseigenen Landgesellschaft zur Verfügung gestellt wurden, grenzt direkt an das Grundstück der Familie Strauß. Sie sehe sich akut in ihrer Gesundheit gefährdet, sagte Ute Strauß. Da sie nach eigener Aussage sowohl bei der Landesregierung als auch bei verschiedenen zuständigen Behörden bislang kein Gehör fanden, hätten sie sich der bundesweiten «Aktion Gen-Klage» angeschlossen, die nun Gegenstand im UN-Menschenrechtsausschuss sei.
Die Familie hofft auf ein eindeutiges Votum gegen künftige Gentechnik-Versuche. Allerdings kann das Gremium künftige Versuche und den Anbau bereits zugelassener gentechnisch veränderten Pflanzen nicht generell verbieten. Die Entscheidung dazu fällt unter nationales Recht. Auf den Feldern in Sagerheide wurden zuletzt Versuche mit gentechnisch verändertem Getreide und Mais, mit Petunien und Kartoffelsorten vorgenommen. In diesem Jahr wurden bereits Weizen und Kartoffeln angebaut und zudem mehrere Zelte für Untersuchungen an weiteren Pflanzenarten aufgestellt.

http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/23813.html

20.05.2011 | permalink

Zweifel an Sicherheit von Gentechnik-Pflanzen bestätigt

Studie von Aziz Aris und Samuel Leblanc: Gift aus Gentechnik-Pflanzen im Blut von Schwangeren und Föten nachgewiesen.
Eine neue Studie aus Kanada weist das Vorkommen eines Giftstoffs aus Gentechnik-Pflanzen im menschlichen Blut nach. Die Theorie das Gift würde im menschlichen Verdauungstrakt zersetzt ist somit widerlegt. Gesundheitsrisiken beim Verzehr des Toxins wurden wissenschaftlich nachgewiesen. Das BT-Gift stammt aus dem Bakterium Bacillus thuringiensis und wirkt gegen bestimmte Insekten. Das Giftproduzierende Eiweiß Cry1AB ist bei den Gentechnik-Pflanzen im Genom eingebaut. In der konventionellen Landwirtschaft werden Präparate mit Bt-Bestandteilen eingesetzt, dabei wird das Insektizid auf die Pflanze gespritz und baut sich bei Tageslicht ab. Das in den Gentechnik-Pflanzen wie Mais, Soja und Baumwolle eingebaute BT gelangt über die Nahrungskette in den Körper. Bei den in der Studie untersuchten Frauen und Föten wurde Cry1AB im Blut nachgewiesen. Dass die Frauen mit dem Gift gearbeitet haben, konnte in der Studie ausgeschlossen werden. Sie könnte dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit beim Zulassungsprozess von Gentechnik-Pflanzen als Entscheidungshilfe dienen. Die Wissenschaftler warnen vor möglichen Risiken durch den Verzehr von Gentechnik-Pflanzen oder daraus gewonnenem Öl.

—–Original Message—–
From: Christiane Lüst [mailto:christiane.luest@t-online.de]
Sent: Saturday, May 21, 2011 2:15 PM
Subject: UN-Ausschuss bestätigt Gesundheitsgefährdung durch GEN-Food

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir bitten Sie um die Veröffentlichung der folgenden Pressemitteilung:

PRESSEMITTEILUNG | Gauting, 21.05.11

UN-Ausschuss bestätigt Gesundheitsgefährdung durch GEN-Food

UN-Menschenrechtsausschuss fordert Gesundheitsschutz in Zusammenhang mit GEN-Nahrungsmitteln von der Bundesrepublik

Erfolg in Genf: Erstmals hat der Menschenrechtsausschuss der Vereinten Nationen von einer Regierung – hier von der Bundesrepublik Deutschland – eine Politik des Gesundheitsschutzes in Bezug auf Nahrungsmittel, die genetisch veränderte Organismen enthalten, gefordert .

„Das bekommt eine ganz neue Dimension“ so Christiane Lüst vom internationalen Netzwerk „Aktion GEN-Klage“, die gegen die Bundesrepublik und damit gegen das sechste Land Klage wegen Menschenrechtsverletzungen durch Nutzung der Agro-Gentechnik in Genf eingereicht hat [1].

„Unsere stete Berichterstattung vor der UNO über die Folgen der Nutzung von Gentechnik in Nahrungsmitteln und Landwirtschaft weltweit überzeugt – die von uns vorgetragenen Fakten sprechen eine klare Sprache. Bisher hat der UN-Menschenrechtsausschuss bereits die Regierungen aufgefordert das alte Saatgut und die Bauern vor GMOs und der daraus folgenden Abhängigkeit von Konzernen zu schützen sowie durch einen Stopp von Urwaldabholzungen keine weiteren Anbauflächen mehr zur Verfügung zu stellen, weil dadurch die Lebensgrundlagen der kleinen Bauern zerstört werden und die Armut drastisch zunimmt. Aber dass nun auch die gesundheitlichen Folgen der Verwendung von GEN-Nahrungsmitteln als Menschenrechtsverletzungen bestätigt werden und eine Regierung aufgefordert wird hier zum Schutze der Gesundheit Maßnahmen dagegen zu ergreifen ist erstmalig. “

Der von der UNO festgestellte Handlungsbedarf wird von einer gerade veröffentlichten Studie [2] untermauert, nach der im Blut von 93 % ungeborener Babys und bei Schwangeren Giftstoffe gefunden wurden, die in der Landwirtschaft bei der Produktion von GEN-Nahrungsmitteln verwendet werden [3]. Damit ist bewiesen, dass – entgegen allen bisherigen Aussagen von GEN-Industrie und Politik – sich durch GEN-Nahrungsmittel gefährliche Rückstände und Gifte im menschlichen Körper – und auch schon bei ungeborenen Babys – anreichern.

Darüber hinaus wurde die Bundesrepublik von der UN gerügt, bei seiner Agrar-, Handels- und Entwicklungshilfepolitik sowie in seiner Unterstützung und bei Investitionen von deutschen Konzernen in Entwicklungshilfeländern die Menschenrechte nicht ausreichend zu berücksichtigen.
Der geforderte Gesundheitsschutz umfasst damit auch, dass mit deutschen Geldern keine Gen-Nahrungsmittel oder Gen-Saatgut für Entwicklungshilfeländer beschafft, transportiert oder verteilt wird.

Die Regierung ist daher aufgefordert folgende Maßnahmen umgehend umzusetzen:

– Die Einführung der Gentechnik in Tierfütterung, Lebensmittelproduktion und Landwirtschaft zu verbieten

– Die Kennzeichnungspflicht für alle genmanipulierten Veränderungen in Lebensmitteln – auch für Tierfutter und tierische Produkte – einzuführen, bis dieses generelle Verbot Gültigkeit hat.

– Sämtliche Gen-Freilandversuche in Deutschland umgehend einzustellen

– Die Saatgutreinheit von 100 % zu erhalten und keine Gen-Anteile darin gesetzlich zu erlauben.

Weitere Infos unter http://www.stopptgennahrungsmittel.de

Christiane Lüst
Aktion GEN-Klage
Berengariastr. 5 82131 Gauting
Tel.: 089 / 893 11 054

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[1] http://www.proplanta.de/Agrar/_article1304658146.html
[2] http://www.usherbrooke.ca/gnec/pj/Article%20paru%20dans%20Reproductive%20Toxicology%20(document%20PDF).pdf
[2] http://indiatoday.intoday.in/site/story/toxin-from-gm-crops-found-in-human-blood/1/137728.html

http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/23813.html

Informationsdienst Gentechnik – 20.05.2011

Zweifel an Sicherheit von Gentechnik-Pflanzen bestätigt

Gift aus Gentechnik-Pflanzen im Blut von Schwangeren und Föten nachgewiesen

Eine neue Studie aus Kanada weist das Vorkommen eines Giftstoffs aus Gentechnik-Pflanzen im menschlichen Blut nach. Die Theorie, das Gift würde im menschlichen Verdauungstrakt zersetzt, ist somit widerlegt. Gesundheitsrisiken beim Verzehr des Toxins wurden wissenschaftlich nachgewiesen. Das Bt-Gift stammt aus dem Bakterium Bacillus thuringiensis und wirkt gegen bestimmte Insekten. Das giftproduzierende Eiweiß Cry1AB ist bei den Gentechnik-Pflanzen im Genom eingebaut. In der konventionellen Landwirtschaft werden Präparate mit Bt-Bestandteilen eingesetzt, dabei wird das Insektizid auf die Pflanze gespritzt und baut sich bei Tageslicht ab. Das in den Gentechnik-Pflanzen wie Mais, Soja und Baumwolle eingebaute Bt gelangt über die Nahrungskette in den Körper. Bei den in der Studie untersuchten Frauen und Föten wurde Cry1AB im Blut nachgewiesen. Dass die Frauen mit dem Gift gearbeitet haben, konnte in der Studie ausgeschlossen werden. Sie könnte dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit beim Zulassungsprozess von Gentechnik-Pflanzen als Entscheidungshilfe dienen. Die Wissenschaftler warnen vor möglichen Risiken durch den Verzehr von Gentechnik-Pflanzen oder daraus gewonnenem Öl.

Studie
pj/Article paru dans Reproductive Toxicology (document PDF).pdf>

http://www.transgen.de/aktuell/1617.doku.html

Gentechnik: US-Behörden wollen trockentoleranten Mais zulassen
(19.05.2011) Die US-amerikanische Landwirtschaftsbehörde USDA beabsichtigt, einen von den Unternehmen Monsanto und BASF entwickelten gentechnisch veränderten trockentoleranten Mais für den Anbau freizugeben. Es wäre weltweit die erste kommerziell genutzte gv-Pflanze, die besser mit Umweltstress zurechtkommt und auch bei Trockenheit hohe Erträge liefern soll.
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Der neue trockentolerante gv-Mais MON87460 verhalte sich in der Umwelt ähnlich wie andere konventionelle Maissorten, so das Ergebnis der von der US-Landwirtschaftsbehörde USDA  durchgeführten Umweltabschätzung. Negative Auswirkungen auf die allgemeine Pflanzengesundheit seien nicht zu erwarten. Zudem könne durch geeignete Maßnahmen das Risiko minimiert werden, dass sich der neue, besser an Dürreperioden angepasste Mais außerhalb der landwirtschaftlichen Flächen etabliert.
Bis Anfang Juni kann die Öffentlichkeit die Schlussfolgerungen der USDA aus der Sicherheitsbewertung kommentieren. Anschließend fällt die endgültige Entscheidung, ob der Anbau von MON87460-Mais ohne Auflagen freigegeben wird. Die Markteinführung ist für 2012 geplant.
Seit längerem arbeiten Unternehmen und Forschungsgruppen in aller Welt an neuen Pflanzensorten, die auch unter ungünstigen Umweltbedingungen wie Dürre oder versalzten Böden gute Erträge liefern. Solche Eigenschaften sind, anders als die bisher in gv-Pflanzen eingebrachten Merkmale wie Insekten- oder Herbizidresistenz, meist von mehreren Genen beeinflusst. Die Entwicklung stresstoleranter Pflanzen ist daher aufwändiger und komplexer.
Der von den beiden Agrobiotech-Unternehmen Monsanto und BASF entwickelte MON87460-Mais ist die erste trockentolerante gv-Pflanze, die auf den Markt kommen soll. Seine Fähigkeit, Dürreperiode ohne große Ernteverluste zu überstehen, verdankt er einem neu eingeführten Gen. Es wurde in Bakterien (Bacillus subtilis) gefunden und sorgt für die Bildung des „Kälte-Schock-Proteins B“ (cspB, Cold shock protein B), das in Stresssituationen wie Wassermangel dazu beiträgt, wichtige Zellfunktionen aufrechtzuerhalten.
Über mehrere Jahre wurde der neue trockentolerante Mais in Freilandversuchen getestet. Nach Angaben der Unternehmen lieferte er in Trockenzeiten ohne zusätzliche Bewässerung Erträge, die zwischen sechs und zehn Prozent höher waren als die konventioneller Maissorten am gleichen Standort.
Feldversuche, die von der Landwirtschaftsbehörde USDA durchgeführt wurden, bestätigten diese Ergebnisse allerdings nicht. Danach bewegen sich die Erträge des trockentoleranten Maises im Bereich konventioneller Sorten, wie sie speziell für wasserarme Regionen gezüchtet werden. Allerdings könnte auf Feldern mit MON87460-Mais ganz oder teilweise auf eine künstliche Bewässerung verzichtet werden.
Sollten sich die Erwartungen der Unternehmen bestätigen, dürfte der neue Mais auf eine rege Nachfrage der Landwirte treffen. Allein bei 40 Prozent der in Nordamerika von den Versicherungsgesellschaften beglichenen Ernteausfälle ist Trockenheit die Ursache. In den Maisanbauregionen der Welt gehen infolge von Dürre und Wassermangel jährlich 15 Prozent der Ernte verloren, bei lang anhaltender Trockenheit deutlich mehr. Zwei Drittel des weltweiten Süßwasserverbrauchs entfällt auf die Landwirtschaft.