Gerangel um Glyphosatverbot

Ohne öffentlichen Druck wagt sich wohl niemand, eine Unterschrift zu leisten, um dem Glyphosat endlich, endlich den Garaus zu machen…

Ein Artikel in der heutigen Kronenzeitung sollte einen Sturm der Entrüstung auslösen.

Wir gehen mit gutem Beispiel mit einem Leserbrief voran, den wir auch hier offenlegen.

Anbei der gegenständliche Zeitungsartikel von Mark Perry.

Überschrift: Kanzlerin Bierlein und die Giftlobby

Da sitze ich friedlich beim Frühstückskaffee. Allerdings nur, bis ich die Seiten 2 und 3 der heutigen Krone aufschlage. 
Zwischenkanzlerin Bierlein, die ich als keckes, selbstbewusstes weibliches Wesen in Erinnerung bewahren wollte, die ich schon in die Rubrik weiblicher Vorbilder einreihen wollte, versucht sich um das Glyphosatverbot zu drücken. 
Selten hat mich etwas so betroffen gemacht. Eine Heldin purzelte vom Podest und die alte Wut ist wieder da.
Gerade habe ich ein schriftliches Wortgefecht mit einem Bauern hinter mir, der in einem Forum klagte, dass er wie viele Bauern ohne Glyphosat nicht überleben könnte. Mehr als zehn Prozent des Anbaus in meinem Bundesland, dem Burgenland, werden biologisch bewirtschaftet und die Nachfrage nach gesunder Nahrung steigt und steigt… Also erwiderte ich ihm, durch einen Fachvortrag aus erster Quelle informiert: 
„Was soll man darauf sagen? Vier- bis fünfjährige Kinder in stark glyphosatbelasteten Gebieten sind nicht einmal imstande, ein Strichmännchen zu zeichnen. Eine weitere Studie beweist, dass Glyphosat in Verbindung mit Aluminium die Bluthirnschranke überwindet, was zu Hirnschädigungen führt, die als ursächlich für Demenz, Parkinson und Autismus befunden worden sind. Wenn nun kein Umdenken erfolgt, kommen in ein paar Jahren alle männlichen Kinder mit Autismus zur Welt… und sind nicht mehr zeugungsfähig. Wenn‘s euch egal ist, ok.“ Ich hätte es nicht gewagt, ihm zu antworten, wüsste ich nicht, dass all dies durch wissenschaftliche Studien belegt ist. 
Wie kann man nur sich, seine eigene Familie, sein Umfeld vergiften und längerfristig ausrotten wollen, nur damit der Feldanbau bequemer ist? dachte ich und freute mich auf das Glyphosatverbot, für das doch alle Weichen gestellt sind. 
Und nun der Kniefall der so mutig und über alles erhabenen Frau Bierlein! Das kann nicht sein! Frau Bierlein, zeigen Sie Rückgrat! Sonst glaube ich nicht mehr an Frauenwunder in der Politik und hadere mit Christkind, Weihnachtsmann und allen guten Geistern, die Sie hoffentlich nur kurzfristig verlassen haben! 

Lygia Simetzberger, Gen-Dialog EU

2 Antworten zu “Gerangel um Glyphosatverbot

  1. Wie recht Du nur hast, liebe Lygia!
    Allerdings, so muss ich gestehen, habe ich auch in eine Frau
    als Bundeskanzlerin keine Hoffnungen gesetzt.
    Schlussendlich fallen sie leider alle um.
    Welcher Teufel diese Letztverantwortlichen reitet? Es darf geraten werden, und wahrscheinlich rädt man richtig!

    • Inzwischen wurde ja eine weitere Meldung lanciert, wonach das Glyphosat-Verbot in Österreich aufgrund eines Formalfehlers (noch) nicht im Parlament behandelt werden könne!
      Da kenne sich einer aus! War da jemand nur blöd oder war das Blödstellen beabsichtigt, ist die Frage.
      Wir werden es nicht erfahren und so bleibt nur die ohnmächtige Wut des kollektiven Souveräns, der sich einmal mehr verhöhnt fühlt.
      Über mögliche Wirkungen und Nebenwirkungen unseres täglichen Gitftcocktails informieren uns eher nicht Arzt und Apotheker, sondern man geht besser (ergänzend) zu Beratern, die uns wieder einer gesünderen Lebensweise zuführen wollen. Regelmäßige Entgiftung, möglichst täglich, wurde schon längst ein neues Gebot.

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