Gentechnik gegen Vogelgrippe

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Umstrittene Methode – Gentechnik gegen Vogelgrippe
14. Jänner 2011, 18:21

Britisch-australisches Forscherteam: Veränderte Hühner können Virus nicht mehr übertragen
Washington – Nach wie vor ist dem Virus von der Weltgesundheitsorganisation WHO die Pandemie-Warnstufe 3 zugeordnet. Und das bedeutet (seit 2006): Beginn der Alarmphase. A/H5N1, wie das Virus ganz genau heißt, befällt vor allem Vögel, daher auch der nicht ganz exakte Name Vogelgrippe.

Das Virus kann aber auch auf den Menschen übertragen werden und bei uns schwere Atemweginfekte auslösen, die mitunter tödlich enden. Die Hauptgefahr besteht aber darin, dass das Virus mutieren könnte und so seine Ansteckungsgefahr massiv erhöht würde.

Der Ansteckung von Tier zum Menschen will nun ein britisch-australisches Forscherteam mit einer umstrittenen Methode vorbeugen. Jon Lyall und Kollegen haben erstmals gentechnisch veränderte Hühner hergestellt, die einen der wichtigsten Übertragungswege für das A/H5N1-Virus blockieren, wie sie in der Fachzeitschrift „Science“ (Bd. 331, S. 223) schreiben.

Das genmanipulierte Geflügel kann zwar mit dem Virus angesteckt werden. Eine Genmodifikation führt aber zur Produktion eines bestimmten RNA-Strangs, der wiederum verhindert, dass sich A/H5N1 im Körper weiter vermehrt.

Die Forscher bezeichnen ihre Resultate als „ermutigend“, auch wenn noch weitere Studien nötig seien. Die bisher gezüchteten genmodifizierten Hühner seien entsprechend auch noch nicht für den Verzehr geeignet. (tasch/DER STANDARD, Printausgabe, 15./16. 1. 2011