Gentechnikfreies IBO-Schwein

http://ooe.orf.at/stories/501216/ WIRTSCHAFT 26.02.2011

Neues Gütesiegel für Schweinefleisch

Der Innviertler Fleischgroßhändler Oberndorfer aus Ried will mit einem neuen Fleisch-Gütesiegel ab sofort Gentechnik-Freiheit garantieren. Das „IBO-Schwein“ soll garantieren, dass es aus OÖ kommt und gentechnikfrei gemästet wurde.

Vom Erfolg überzeugt

40 Kilogramm pro Jahr… Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch von Schweinefleisch in Österreich liegt bei durchschnittlich etwa 40 Kilogramm. Auf eine durchschnittliche Fleischportion umgerechnet, bedeutet dies, dass der Österreicher mindestens dreimal pro Woche Schweinefleisch isst. Da Sicherheit bei Lebensmitteln für immer mehr Konsumenten eine zentrale Rolle spielt, ist Franz Oberndorfer vom Erfolg überzeugt.

35.000 Schweine von Vertragsbauern

Der Familienbetrieb in Ried im Traunkreis will von Vertragsbauern rund 35.000 Schweine im Jahr gentechnikfrei mästen lassen.

Neues zu Imkerei, Honig und Biodiversität >

„Senfparade“ in Wien 8.3.2011 >

23 02 2011 Gestern stimmten die EU-Mitgliedsländer mehrheitlich für die Aufhebung der Null-Toleranz. Auch die deutsche Regierung stimmte für den Import von Futtermitteln, die mit nicht zugelassenen gentechnisch veränderten Organismen verunreinigt sind. Frau Aigner folgte damit der Argumentation der Agrarindustrie, die sich massiv für die Einführung von Gentechnik in die EU einsetzt. Die Wünsche der Verbraucher, die Gentechnik in Lebensmitteln ablehnen, wurde schlichtweg ignoriert. Auch das EU-Recht spricht klar für eine Null-Toleranz, das hat nicht zuletzt der Generalanwalt des EuGH in seiner Stellungnahme zur Imker-Klage bestätigt (siehe 7.). Grund genug, die Bewegung gegen Agro-Gentechnik wieder zu stärken, z.B. durch die auf der BioFach gestarteten Kampagne „Vielfalterleben“, mehr dazu unter 4.

Viele Grüße aus Berlin

Ihr Infodienst Gentechnik

1. EU-Mitgliedsländer für Aufhebung der Null-Toleranz
2. Neuer Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium ein Freund der Agro-Gentechnik
3. Welternährung: Fokus der Biofach 2011 – Agro-Gentechnik keine Lösung
4. Vielfalterleben: Weitere Groß-Initiative gegen Agro-Gentechnik
5. EU-Kommission legt Gründe für nationale Gentechnik-Verbote vor
6. Bundesregierung blockiert Besetzung des Umweltschutz-Sachverständigen bei Gentechnik-Stellungnahmen
7. Imker-Klage: EuGH-Generalanwalt bestätigt Null-Toleranz von GVO
8. Gentechnik-Öle auch in Berliner Restaurants
9. Keine Gentechnik im Essen für Wolfratshausener Kinder
10. Kritik an DFG-Broschüre ‚Grüne Gentechnik‘

1. EU-Mitgliedsländer für Aufhebung der Null-Toleranz
Die EU-Mitgliedsstaaten stimmten heute für die Aufhebung der Null-Toleranz in Futtermitteln. Demnach dürfen Futtermittelimporte künftig mit in der EU nicht zugelassenen gentechnisch veränderten Organismen verunreinigt sein. Die EU gibt damit dem Druck der Futtermittelindustrie nach, die immer wieder behauptet, dass durch die geltende Null-Toleranz eine Futtermittelknappheit erzeugt würde.
http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/23339.html

2. Neuer Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium ein Freund der Agro-Gentechnik
Der neue Parlamentarische Staatssekretär Peter Bleser wurde durch Bundesministerin Ilse Aigner zu seinem Amtsantritt im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) begrüßt. Bleser sieht die Gentechnik als „nutzbringende Zukunftstechnologie“ und plädierte im deutschen Bundestag öffentlich gegen den Anbaustopp des Gentechnik-Mais MON810.
http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/23314.html

3. Welternährung: Fokus der Biofach 2011 – Agro-Gentechnik keine Lösung
In diesem Jahr steht die weltgrößte Bio-Fachmesse BioFach unter dem Fokus Welternährung. Dass die Agro-Gentechnik keinen Lösungsansatz zum Thema Welternährung leistet, wird aus dem Weltagrarbericht, der von über 500 internationalen Wissenschaftlern erstellt wurde, der Studie der Deutschen Bank sowie dem Arbeitsbericht des Büros für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag deutlich.
http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/23295.html

4. Vielfalterleben: Weitere Groß-Initiative gegen Agro-Gentechnik
Die Initiative Vielfalterleben wurde auf der weltweit größten Bio-Fachmesse BioFach vorgestellt, die ein Anbaumoratorium von Gentechnik-Pflanzen zum Ziel hat. Nun läuft eine mehrmonatige Unterschriften-Aktion, die sich an Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner richtet.
http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/23293.html

5. EU-Kommission legt Gründe für nationale Gentechnik-Verbote vor
Die EU-Kommission hat eine Liste von Gründen vorgelegt, die zukünftig dazu führen könnten, dass ein nationales Anbau-Verbot von Gentechnik-Pflanzen verhängt wird. Hintergrund sind Pläne der EU-Kommission, die Gentechnik-Gesetzgebung zu ändern.
http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/23278.html

6. Bundesregierung blockiert Besetzung des Umweltschutz-Sachverständigen bei Gentechnik-Stellungnahmen
Seit einem Jahr liegt der Bundesregierung ein Vorschlag des Deutschen Naturschutzrings (DNR) zur Besetzung des Bereichs Umweltschutz bei der Zentralen Kommission für die Biologische Sicherheit (ZKBS) vor, die sich aus insgesamt 12 Sachverständigen zusammensetzt. Die Besetzung wird jedoch von Teilen des zuständigen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz blockiert.
http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/23267.html

7. Imker-Klage: EuGH-Generalanwalt bestätigt Null-Toleranz von GVO
In dem Rechtsstreit mehrerer Imker gegen den Freistaat Bayern folgte gestern der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) im Wesentlichen der Argumentation der klagenden Imker. Demnach ist Honig, der mit gentechnisch veränderten Pollen verunreinigt ist, nicht verkehrsfähig, wenn er nach der EU-Verordnung 1829/2003 keine Zulassung als gentechnisch verändertes Lebensmittel hat. Dies entspricht dem Prinzip der Null-Toleranz, das im Moment von der EU-Kommission in Frage gestellt wird.
http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/23258.html

8. Gentechnik-Öle auch in Berliner Restaurants
Berliner und Berlinerinnen aufgepasst! In diversen Berliner Restaurants wird höchstwahrscheinlich Öl aus gentechnisch veränderten Pflanzen eingesetzt und zwar ohne, dass es gekennzeichnet ist. Wie das Aktionsbündnis gentechnikfreie Landwirtschaft Berlin-Brandenburg heute mitteilt, gab es im Jahr 2009 in mindestens acht von zwölf Berliner Bezirken Verstöße gegen die Kennzeichnungspflicht. Dort haben also Kontrolleure in Restaurants „Gen-Öl“ entdeckt, ohne dass es, wie vorgeschrieben, auf der Speisekarte gekennzeichnet war.
http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news-regional/news/de/23336.html

9. Keine Gentechnik im Essen für Wolfratshausener Kinder
Die städtischen Einrichtungen in Wolfratshausen sind aufgerufen, in Zukunft auf Lebensmittel mit gentechnisch veränderten Bestandteilen zu verzichten. Dieser Empfehlung aus den Reihen der CSU stimmte der Stadtrat in seiner Sitzung am Dienstag mit großer Mehrheit zu.
http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news-regional/news/de/23316.html

10. Kritik an DFG-Broschüre ‚Grüne Gentechnik‘
Die DFG-Broschüre ‚Grüne Gentechnik‘ genügt ihrem eigenen Anspruch nicht: Wissenschaftler kritisieren die Broschüre der Deutschen Forschungsgemeinschaft wegen falschen Informationen und unangemessen positiven Urteilen zur Gentechnik.
http://www.enveurope.com/content/pdf/2190-4715-23-1.pdf

11. Aktion: Genzucker stoppen
In Deutschland ist dieses Jahr wieder ein Freisetzungsversuch mit Gentechnik-Zuckerrüben beantragt worden. Die Zuckerrübe ist ein Gemeinschaftsprodukt der deutschen KWS Saat AG und Monsanto. In den USA hat die Gentechnik-Rübe schon einen großen Teil des Marktes erobert. Obwohl die Umweltverträglichkeitsprüfung nicht vollständig durchgeführt wurde, überzeugte die Industrie US-Landwirtschaftsminister Vilsack davon, den Anbau zuzulassen.
Das Umweltinstitut München ruft zu einer E-Mail-Aktion an Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner auf. Fordern Sie das Verbot von Freisetzungsversuchen mit gentechnisch veränderten Zuckerrüben!
http://umweltinstitut.org/genruebe