Zuerst ein bisschen…

http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE70L02720110122

Bericht: EU-Staaten wollen Gentechnik-Spuren im Essen zulassen

Samstag, 22. Januar 2011, 12:11 Uhr

Brüssel (Reuters) – Die meisten EU-Staaten wollen Spuren von gentechnisch veränderten Stoffen in Lebensmitteln zulassen.

Dies geht aus einem internen Bericht für die EU-Kommission und die Regierungen der Mitgliedsländer hervor, der am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters vorlag. Hintergrund ist ein Vorschlag der Kommission vom Oktober, nach dem Importe von Tierfutter 0,1 Prozent genetisch verändertes Material enthalten dürfen, das nicht in der EU zugelassen ist. „Eine Mehrheit der Mitgliedsstaaten hat angedeutet, dass sie eine Ausweitung der Anwendbarkeit auf Lebensmittel begrüßen würde“, heißt es nun in dem Experten-Bericht. Auch die Beteiligten in den Lebensmittel- und Futterketten befürworteten eine einheitliche Regelung.

Aus Kommissionskreisen erfuhr Reuters, dass der jetzt schon vorliegende Vorschlag nicht mehr abgeändert werden wird. Die Regierungen müssten diesen Plan bei der Abstimmung am 8. und 9. Februar entweder annehmen oder ablehnen, hieß es. Sollte er angenommen werden, könnte bei Bedarf eine neue Regelung ausgearbeitet werden, die auch Nahrungsmittel für den menschlichen Verzehr beinhalte.

Im Jahr 2009 war der Import von Soja-Tierfutter aus den USA gestoppt worden, weil darin Spuren von nicht zugelassenem, gentechnisch verändertem Material gefunden wurden. Die von der EU-Kommission gegenwärtig diskutierte Regelung soll verhindern, dass dies erneut passiert. Allerdings haben Exportstaaten wie die USA, Brasilien und Argentinien erklärt, im weltweiten Handel ließen sich Lebens- und Futtermittel nicht so trennen.

– von Charlie Dunmore –

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http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110124_OTS0132/fpoe-hofer-eu-kommission-bastelt-an-neuer-gentechnik-offensive

FPÖ-Hofer: EU-Kommission bastelt an neuer Gentechnik-Offensive

Utl.: Gentechnische Verunreinigungen in Tierfutter für FPÖ nicht akzeptabel! =

Wien (OTS) – „Und wieder will die EU-Kommission eine Maßnahme
verordnen, die uns der Gentechnik-Zwangsbeglückung einen großen
Schritt näherbringt“, warnt heute der freiheitliche Umweltsprecher
NAbg Norbert Hofer. „Die Hinnahme gentechnischer Verunreinigungen in
Tierfutter, wohlgemerkt mit in der EU nicht zugelassenen
Genkonstrukten, ist gänzlich indiskutabel. Wozu gibt es denn
Zulassungsverfahren, wenn ihre Ergebnisse von anderen Verordnungen
gleichzeitig außer Kraft gesetzt werden?“
Minister Berlakovich sei jetzt dringend gefordert, in den
Gentechnik-kritischen EU-Mitgliedsstaaten, zu denen in jüngster Zeit
immerhin auch Frankreich zähle, vorzusprechen, um eine gemeinsame
Linie gegen den neuerlichen Brüsseler Anschlag auf unsere künftige
Versorgungssouveränität auf den Weg zu bringen.
„Denn die Erfahrung zeigt“, so Norbert Hofer weiter, „daß die EU
nicht mehr locker läßt, wo sie einmal erfolgreich einen Fuß der
Gentech-Industrie in die europäische Türe gestellt hat. Ein bißchen
schwanger funktioniert nicht, weshalb eine solche
Grenzwertfestsetzung ähnlich fatal wäre wie die erlaubte
gentechnische Lebensmittelverunreinigung gemäß EU-Ökoverordnung.
Halten die Grenzwerte aufgrund steigender Kontaminationspotentiale
nicht mehr, werden sie beliebig weiter erhöht. Das zu verhindern kann
nur mit einem rigorosen Verbot und also einer unzweideutigen Politik
der 0,0-Prozent-Verunreingung gelingen“, so der FPÖ-Umweltsprecher
abschließend.