Faymann, Pestizide, Stevia

Heute groß auf Seite 25 in der “Krone”
Liebe Grüße

Kary Nowak
BIONIERE Österreichs
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http://www.krone.at/Das-freie-Wort/Titel-Story-304404

Wie wir 99% Kanzler Faymann helfen können

“Wir haben das Heft nicht mehr in der Hand.” beklagte sich Bundeskanzler Werner Faymann im großen “Krone”-Interview mit Conny Bischofberger. Die Finanzmärkte seien “so stark geworden, dass wir ihnen (ständig) hinterherlaufen.”

Und: “Es besteht die Gefahr, dass das Primat der Politik europaweit verloren geht.” Die Gefahr? Griechenland und Portugal haben bereits eine “Fiskal-Regierung” ohne Legitimation durch das Volk und Spanien oder Italien wird ihnen demnächst folgen!

“Warum regiert ihr uns, obwohl wir euch nicht gewählt haben?” fragen spanische “Empörte” die Banken, und “Wäre die Erde eine Bank, hätten wir sie schon längst gerettet!” ist jedem ökologisch denkenden Menschen ein geläufiger Spruch.

Meine Diagnose: Das “Primat der Politik” hat sich bereits weitgehend verabschiedet. Was wir derzeit haben, ist eine Anarchie von geld- und machtgierigen Lemmingen, die sich “Märkte” nennen. Und JEDER Anarchie ist noch immer eine Diktatur gefolgt. Ihr verlogener Name könnte “Fiskalunion” sein.

Bundeskanzler Faymann wäre gut beraten, auf “seine” Nationalratspräsidentin Barbara Prammer zu hören, die sich mehr direkte Demokratie im Wege einer dreistufigen Volksgesetzgebung vorstellen kann. Denn das wäre eine echte Chance, unseren Volksvertretern den Rücken zu stärken.

2012 wird sich entscheiden, ob Europa eine Finanzdiktatur wird oder ob WIR 99% bereits genug Selbstvertrauen und Mut haben, für uns das Primat der Politik zurückzuerobern. Denn wenn WIR 99% das wirklich wollen, ist Widerstand zwecklos.

Karl W. Nowak, Wien

Pilgerimgasse 21, 1150 Wien, Mobil 0699 1303 3030

http://www.global2000.at/site/de/wissen/chemiekalien/nopesticideuse/

Pestizid-Konzerne wegen Menschenrechtsverletzung angeklagt
Am 3. Dezember ist der internationale „Day of No Pesticide Use“. An diesem Tag startet in Bangalore (Indien) auch das viertätige Tribunal gegen die weltgrößten Agrochemiekonzerne Monsanto, Dow, Byer, Syngenta, DuPont und BASF. Die Konzerne werden beschuldigt, systematisch Menschenrechte zu verletzen, weil sie die Abhängigkeit von Pestiziden fördern, von denen bekannt ist, dass sie das international anerkannte Recht auf ein gesundes Leben verletzen.
Das „Permanent Peoples Tribunal“ (PPT, ein zivilgesellschaftlicher, basisdemokratischer Gerichtshof) wird dazu wissenschaftliche ExpertInnen, MedizinerInnen und JuristInnen anhören um die Anschuldigungen zu belegen. Die Opfer – LandwirtInnen, LandarbeiterInnen, Mütter und KonsumentInnen, die von den Produkten geschädigt wurden – kommen aus der ganzen Welt um ebenfalls Anklage zu erheben und die schädliche Wirkung der Produkte aufzuzeigen.
Das Permanent People´s Tribunal (PPT) wurde 1979 gegründet, um auf massive Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen, die institutionell nie aufgegriffen und verhandelt wurden. Das Tribunal kann zwar keine legalen Konsequenzen aussprechen, sieht sich aber als Sprachrohr für die sonst ungehörten Opfer von Pestiziden.
Noch immer verkaufen „The Big 6“, wie die sechs größten Pestizid-Hersteller auch genannt werden, äußerst gefährliche Pestizide wie Endosulfan und Paraquat, von denen wissenschaftlich erwiesen ist, dass sie höchst gesundheitsschädlich sind. Auch die Gruppe der äußerst problematischen Neonicotinoide, die zur Saatgutbeize von Mais und Raps verwendet werden, steht auf dem Prüfstand des Tribunals, da diese Umweltgifte erwiesenermaßen die Schuld an der Vergiftung unzähliger Bienenvölker haben. In einigen europäischen Ländern wie Deutschland, Frankreich, Italien und Slowenien sind diese Gifte bereits verboten, nicht so jedoch in Österreich.
GLOBAL 2000 fordert deshalb von Umweltminister Berlakovich die längst überfällige Aufhebung der Zulassung neonicotinoidhaltiger Saatgutbeizmittel.
letztes Update: 03.12.2011 01:08

Lebensmittel
Neuer Süßstoff Stevia hat die E-Nummer 960
Die Süßstoffe der Pflanze Stevia, die Stevioside, haben einige Vorteile: Sie sind kalorienfrei und schädigen die Zähne nicht. Dennoch war die natürliche Alternative zu künstlichem Zuckerersatz in der EU lange nicht zugelassen. Jetzt hat die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) aber grünes Licht für den Einsatz von Steviosiden in Lebensmitteln gegeben. Das neue Süßungsmittel Stevia ist an der E-Nummer 960 zu erkennen.

Die Süßstoffe der Pflanze Stevia gelten als natürliche Alternative zu künstlichem Zuckerersatz wie Aspartam oder Saccharin. In den USA, Neuseeland oder in der Schweiz sind Stevioside als Süßstoffe in Lebensmitteln bereits seit langem erlaubt.
Langes Zögern
Der süßende Stoff der südamerikanischen Steviapflanze hat in der EU lange als umstritten gegolten, erklärt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Denn Ergebnisse aus Tierversuchen ließen darauf schließen, dass sich Stevia negativ auf die Fruchtbarkeit auswirken könne. Den Angaben der Verbraucherschützer zufolge haben die europäischen Behörden für Lebensmittelsicherheit (EFSA) jetzt aber eine tägliche Höchstdosis von vier Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht als unbedenklich eingestuft. Daher dürfe die Lebensmittelindustrie in der EU den Stoff neuerdings in Produkten verwenden.
Achtung bei Kindern
Kinder können die Höchstdosis aber schnell überschreiten, warnen die Verbraucherschützer. Beim Einkaufen sollten Eltern daher am besten immer die E-Nummer – für Stevia E-960 – im Blick haben. Vor allem alkoholfreie Erfrischungsgetränke, Speiseeis, Milchprodukte und Konfitüren können Stevia enthalten.

http://www.spatzseite.com/2011/12/schuld-sind-die-anderen/#more-467

Schuld sind die anderen

3. Dezember 2011

„Die Deutschen haben keine Ahnung, wie der Euro funktioniert“, verkündete der frühere Verteidigungsminister und Plagiator zu Guttenberg im fernen Halifax vor einem Forum „anerkannter“ Wirtschaftswissenschaftler und Spitzen-Politiker aus aller Welt, schrieb das Handelsblatt am 19.11. genüsslich. Die politische Führung Deutschlands sei nicht in der Lage oder willens, den Menschen zu erklären, worum es bei der Euro-Rettung geht. Es gäbe keinerlei handfeste Vorstellungen, wie die EU in Zukunft funktionieren könne. In der Hoffnung auf baldige Pensionen treibe man von Krise zu Krise. Was die Politiker dazu sagen, ist ihnen vermutlich so vorgeschrieben worden, wie Gutenberg seine Dissertation. Diese Rache des pomadigen Wadenbeißers hörten seine Polit-Kollegen nicht gerne. Doch ist sie glaubwürdiger als sein Leistungsnachweis für die Promotion. Und was wäre schon glaubwürdig in deutschen Medien und Politik?

Das Ausmaß an Verlogenheit in Politik und Wirtschaft ist hier, wenn man von den USA absieht, weltweit unübertroffen. Wie es dazu kam, zeigt das Beispiel des künstlich herbei reformierten Analphabetismus. Laut Die Welt.online vom 30.11. ist jeder Fünfte der 15-Jährigen als Analphabet einzuschätzen. Schuld sei „die Rechtschreibreform“, so die einhellige Meinung. Selbst der Vater der Reform, der Vorsitzende des Rates für deutsche Rechtschreibung, Hans Zehetmair, sieht das so. Aber er sieht die Schuld nicht bei seiner chaotischen Reform, sondern bei den Lehrern und Lehrbüchern, die die Reform den Kindern und Erwachsenen nicht richtig verklickern konnten. Fachleute wie Theodor Ickler und Horst Haider Munske von der Forschungsgruppe Deutsche Sprache und der Konferenz der Schweizer Erziehungsdirektoren hatten von Anfang an auf den chaotischen Charakter dieser Reform und auf die damit verbundenen Gefahren hingewiesen. Sie konnten das geplante Desaster nicht verhindern. Sie wurden – wie alles, was sich nicht in die Medien diktierte Political Correctness (PC) fügt – nicht gehört oder als „fortschrittsfeindlich“ beschimpft. Der Leipziger Linguist Harald Marx, Professor für Pädagogische Psychologie hat experimentell gezeigten, dass die neuen Schreibweisen Fehler trächtiger als die alten sind. Sie zählten nicht. Die Verblödung war Programm, auch wenn es keiner glauben will.

Ein anderes Beispiel ist die gen-manipulierte Nahrung. Natürlich waren die „Gegen Alles“-Verhinderer von Anfang dagegen. Aber sollte man allein deshalb dafür sein? Wären die Auswirkungen solcher Nahrungsmittel nicht äußerst gewissenhaft zu prüfen? In Einzelfällen wie bei Kartoffeln oder Tomaten fehlte es bisher schon nicht an Laborversuchen, die bei Ratten und Mäusen eindeutig auf Fehlentwicklungen, Gehirndeformationen und Einschränkungen der Zeugungsfähigkeit hinwiesen. Waren solche Auswirkungen bei der Masse der Billigkäufer, der man das Gen-Food zugedacht hat, sogar erwünscht? Jedenfalls fanden solche „Studien“ keine Beachtung. Leute, die nicht bereit sind, eine Absicht zu unterstellen, dürften als plausibleren Grund auf den durchgängigen Verlust an Glaubwürdigkeit staatlich oder privat geförderter „Studien“ hinweisen.

Nun bringt eine aktuelle „Studie“ des chinesischen Wissenschaftlers Chen-Yu Zhang von der Universität Nanjing (Scientific American) erstaunliche Klarheit in die Vorgänge. Zhang kann nachweisen, dass Nahrungsmittel unseren Körper bis in seine Gene hinein beeinflussen und verändern. Die Gene stellen eben nicht, wie das allgemeine Dogma, das nur „Spinner“ bezweifeln, vorschreibt, das fixe Programm dar, nach dem unser Körper entsteht und funktioniert. Sondern die Gene stehen wie die Zelle, die Organe, der Körper, unsere Sprache und schließlich der menschliche Geist in einem Wechselverhältnis mit der auf uns einwirkenden Umwelt und unserer Reaktion darauf. Die chinesischen Forscher untersuchten den Transfer von „microRNAs“, also kurzen Molekül-Sequenzen aus der RNA der verzehrten Pflanze auf den Menschen. Dabei stellte sich heraus, dass solche kurzen Nukleotid-Sequenzen (als Grundbausteine genetischen Materials) Gene beeinflussen können. Sie können zum Beispiel bestimmte Gene daran hindern, die von ihnen codierten Proteine entstehen zu lassen. Das wurde nicht nur an Mäusen und Ratten, sondern auch an Menschen getestet. Im Blut freiwilliger Probanden fand man rund 30 verschiedene microRNAs üblicher pflanzlicher Nahrungsbestandteile, darunter solche von Weizen, Kartoffeln und Reis. Ähnlich wie Vitamine oder bestimmte Mineralstoffe scheinen solche microRNAs eine Form bislang unbekannter funktionaler Moleküle zu sein, die aus der Nahrung stammen und direkte Wirkungen auf Körper und Körperfunktionen des Menschen ausüben. Damit lässt sich auch verstehen, warum genetische Veränderungen innerhalb einer Spezies bald auch Veränderungen in einer anderen Spezies anregen konnten, erläuterte Zhang. Die Studie belege, dass der menschliche Körper ein hoch integrierter Teil des gesamten Ökosystems ist. Ob die Monsanto hörigen Bevölkerungspolitiker im Westen solche Forschungsergebnisse zur Kenntnis nehmen und ihre Politik entsprechend ändern, wird man sehen. Viel Hoffnung, dass es in Deutschland dazu kommt, besteht angesichts der aktiven De-Industrialisierungs- oder Morgenthau-Politik aller Bundestags-Parteien nicht.

Grundlage der Industrie ist eine dichte, effiziente und preiswerte Energieversorgung. Trotz eingehender Warnungen und nachprüfbarer „Studien“ wird hierzulande leistungsfähige Erzeugungskapazität kostenträchtig vernichtet und durch unwirtschaftliche und ineffiziente Verfahren ersetzt. Die Politik ködert die Industrie mit dem Versprechen, die System bedingt hohen Energiepreise von ihnen weg auf den Endverbraucher abzuwälzen.  Bis zur Frage, wie man den so hoch belasteten Endverbrauchern noch etwas anderes als nur das Allernötigste verkaufen kann, haben unsere „verantwortungsbewussten“ Politiker nicht vorausgedacht. Seit Jahren versuchen sie die fehlende Kaufkraft durch hohe Politiker-Diäten (z.B. genehmigen sich in NRW Landtagsabgeordnete wieder 500 € im Monat mehr) und die Aufblähung der Berater-, Begutachter-, Melde- und Genehmigungs- etc. Dienste und sonstige unproduktive Kostgänger auszuweiten. Jetzt wird von einer Energiewende geschwafelt, obwohl niemand weiß, wie und womit diese zu realisieren ist. Und unzählige „Wissenschaftler“ und „Anerkannte“ segnen das mit in „wissenschaftliche“ Verpackung gehüllte Halbwahrheiten und Phantastereien ab. Die Energiewende vertreibt die ernstzunehmende Industrie aus dem Land und behält die auf Subventionen angewiesene bei. Laut Kieler Weltwirtschaftsinstitut flossen in der Bundesrepublik 2010 164 Mrd. € Subventionen an die Schmarotzer-Industrie, um die industrielle Entwicklung in die erträumte unwirtschaftliche Richtung zu lenken.

Mietlinge auf den Chefetagen der sogenannten Großindustrie (deren Unfähigkeit allenfalls mit einer saftigen Abfindung „bestraft“ wird) stellen sich auf den neuen Trend ein. Sie lassen sich  Entwicklungen für die Traumgebilde von „Politikern“ zu 100% aus Steuergeldern bezahlen – wie BMW und Daimler das Elektroauto, weil und obwohl sie wissen, dass dabei nichts wirtschaftlich Brauchbares herauskommen kann. Andere Firmen errichten subventionierte Offshore-Windanlagen, ohne ein Kabel zu haben, mit dem sie die Energie an Land bringen können. Die Landschaft wird mit zig Tausenden von Windrädern verschandelt, ohne (von den wenigen möglichen, Effizienz vernichtenden Pumpspeicherwerken abgesehen) ein Konzept zu haben, wie man ihre Energie für Flaute-Zeiten speichern kann. Aber jeder gibt dem anderen die Schuld an der Unzulänglichkeit. Die Industrie: wenn es die Politik bezahlt, warum nicht; die Politik, wenn der Wähler das so will und er uns wählt: die Medien: wenn die Kunden es uns laut Einschaltquoten abnehmen; der Wähler: wenn es jeder sagt.

Überall sieht man inzwischen Windkraftanlagen, aber auch, dass jede zweite still steht. Abschaltungen von Windmühlen auf Grund von Netzengpässen haben im letzten Jahr um 69 % zugenommen, ergibt eine „Studie“ der Firma ECOFYS im Auftrag des Verbandes WindEnergie e.V.(BEW). Das Problem der fehlenden Stromspeicher und Stromleitungen könnte (mit dem Konjunktiv wird seit Greenpeace immer gearbeitet, wenn man es hinterher nicht wirklich gesagt haben will) die „Power-to-Gas-Technologie“ lösen. Gemeint ist die Herstellung von Wasserstoff durch Elektrolyse von Wasser oder von Methan durch Synthese von CO2 und Wasserstoff, meint die Bundesnetzagentur (BNetzA). Sie schlägt dies vor, weil sich alle bisher angebotenen Möglichkeiten der Stromspeicherung als illusorisch erwiesen haben. „Schon derzeit kann das Erdgas bis zu 5% Wasserstoff enthalten“. (Die Welt vom 22.11.). Wirtschaftlichkeit und Effizienz spielt, wie inzwischen üblich, keine Rolle. Bei der Wasser-Elektrolyse erntet man im Wasserstoff nur 75% der eingesetzten Energie und verliert noch mehr bei der weiteren Nutzung dieses Wasserstoffs. Unbekannt ist auch wie Wasserelektrolyse bei schwankendem Windstromangebot großtechnisch funktioniert. Zu den Kosten z.B. der dazu erforderlichen Reinigung des Wassers und der Gewinnung von CO2 aus Rauchgasen finden sich keine Angaben. Sie sind willkommen, weil sie „Arbeitsplätze (aber kein reales Einkommen) schaffen“. Steuerzahler oder Stromkunde zahlt ja.

Auch zur Power-to-Gas-Technologie wird es nicht „wirtschaftlich“, sondern nur per Subvention kommen. Denn wer trägt bisher die „Entschädigung“ der Windmüller, wenn der Windstrom nicht abgenommen werden kann? Erfolgt die Abschaltung der Windanlagen aus Betriebssicherungsgründen, dann zahlt der Stromkunde den Preis über die „Mehrkosten“ des Netz-Betriebs. Muss die Anlage abgeschaltet werden, weil ihr Eintrag die Netzkapazität überfordern würde, dann zahlt er sie über die Schadensersatzregelung des EEG. Wer wollte sich da für Anlagen der „Power-to-Gas-Technologie“ freiwillig in Unkosten stürzen?

Wer in diesem Land „anerkannt“ ist und gehört wird, sahnt ab, sei es in Politik, Wirtschaft oder im Show-Business. Die „Anerkannten“ fördern ausschließlich Ihresgleichen, nämlich Bedenkenträgen, Verhinderer und Verteuerer (Kostenerzeuger) und beschimpfen, verteufeln und behindern alle, die noch immer etwas Produktives leisten wollen. Sie ergreifen jede Gelegenheit, um dem Land neue, unnütze Kosten aufzubürden, die Produktion nützlicher Dinge zu erschweren, zu verteuern oder zu verhindern. Diese „Anerkannten“ haben sich längst nach einem Alterssitz in Malibu oder sonst wo, jedenfalls weit weg von Deutschland, dessen Demontage sie betreiben, umgesehen. Die Masse schaut in der unbegründeten Hoffnung zu, dass bei der Demontage kurzfristig für sie etwas abfällt und erwartet, dass ihr Hund oder ihre Katze für ihre Rente aufkommt. Die Hauptsache: Es ändert sich nichts. (Denn wie der Herr so der Knecht!)

Die allgemeine Verlogenheit wird greifbar, wenn z.B. – wie kürzlich wieder zu bewundern – Leute in unmittelbarer Nähe eines Castor-Behälters interviewt werden, um über die ungeheure Strahlungsgefährdung durch diese Behälter zu klagen. Die Behälter strahlen nachweislich weniger radioaktiv als die Körper der Interviewten von „Natur aus“ oder der Himmel über und die Erde unter ihnen. Würden diese Gutmenschen und Journalisten glauben, was sie sagen, würden sie die Behälter meiden. Alle klagen ständig über den Atommüll, der nicht handhabbar sei, weil er über Jahrtausende gefährlich strahlt. Dass es sich dabei um äußert nützliche Wertstoffe handelt, die man der Radioaktivität wegen eigens erbrütet, will man „nicht glauben“ – ebenso wenig will man realisieren, dass Stoffe die Jahrtausende strahlen aus physikalischen Gründen entsprechend schwach und ungefährlich strahlen und nur Stoffe mit kurzer Halbwertszeit eine hinreichende Strahlungsdichte aufbringen, vor der man sich und die Umwelt schützen sollte.

Bereits am 18. Juli 1924 berichtete der Nobelpreisträger Professor Walter Gerlach in der Abendausgabe  der “Frankfurter Zeitung und Handelsblatt“ über den ersten künstlichen Transmutation-Prozess mittels eines „Bombardements mit Strahlen“. Damals wurde aus dem Element Quecksilber Gold gemacht. Mit einer harten Neutronenbestrahlung lassen sich unbrauchbare radioaktive Isotope (sogn. Atommüll) in stabile Elemente umwandeln und dabei sogar noch Energie gewinnen. Aber nach 77 Jahren schwadronieren angebliche Wissenschaftler, unfähige Politiker und dümmliche Journalisten und ihre denkfaulen Nachplapperer immer noch davon, dass gefährlicher Atommüll unzumutbar lange gelagert werden müsse.

Auf der niederländischen Seite der Ems darf RWE nun sein Kohlekraftwerk bauen und dort Steuern zahlen. Das Kraftwerk soll das größte der Niederlande werden. Die deutsche Seite darf für die Abgase und den Strom entsprechend bezahlen (Marler Ztg. 24.11.11)