Frankenstein-Fisch, Amflora, Roundup, EHEC, Aspartam

 


http://www.ftd.de/wissen/natur/:lachsverbot-gen-manipulierte-argumente/60066124.html

17.06.2011, 10:24

Lachsverbot

Gen-manipulierte Argumente

Leitartikel Die US-Firma Aquabounty hat den Kampf um die Zulassung ihres Genlachses verloren. Der drohenden Gefahr durch „Frankenfood“ wurde Rechnung getragen. Ernährungs- und Umweltkrisen lassen sich auch mit anderen Mitteln lösen. Die Versprechungen der Industrie klingen großartig: Gentechnisch manipulierte Tiere und Pflanzen wachsen schneller und ressourcenschonender, sie schützen Arten vor der Ausbeutung und helfen gegen den Hunger in der Welt. Nicht anders argumentiert derzeit auch Aquabounty, um die Zulassung seines Genlachses zu erreichen.
Dass der Konzern natürlich nicht der Menschheit einen Gefallen tun, sondern schlicht einen Fisch produzieren will, der sich besser verkaufen lässt, kann man ihm nicht vorwerfen. Problematisch ist, dass seine Rezepte Scheinlösungen darstellen. Die Gesellschaft tut daher gut daran, genau zu prüfen, ob der Nutzen wirklich größer ist als das Risiko.
Gewiss, einige Vorbehalte gegen gentechnologisch hergestellte Nahrung sind unsinnig. Nur weil Wissenschaftler das Erbgut einer Pflanze oder eines Tieres verändert haben, ist es nicht automatisch gefährlich für die Gesundheit. Oft wird der Widerstand gegen Gentechnik mehr von diffusen Angstgefühlen befeuert als von rationalen Argumenten. Der Mensch sollte aber auch aus Fehlern der Vergangenheit lernen und seine Eingriffe in die Natur genau auf ihre Folgen prüfen.
Die Gefahr ist nicht zu leugnen, dass Genlachse in freier Wildbahn entweder durch Paarung bestehende Arten vernichten oder für sie zu gefährlichen Konkurrenten werden könnten – und so ganze Ökosysteme bedrohen. Das Unternehmen mag sie bei diesem einen Exemplar durch technische Vorkehrungen minimieren. Völlig ausschließen lässt sich ein Risiko aber nie – wie die Unglücke in Fukushima oder der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ gelehrt haben.
Zudem ließen sich Ernährungs- und Umweltkrisen auch mit anderen Mitteln lösen, über andere Anreize. Dazu gehören gesicherte Eigentumsrechte für Bauern in Afrika, Asien und Lateinamerika und bessere Anbaumethoden.
Oder dass nicht immer mehr Ackerflächen für den Futteranbau für Schweine und Kühe verschwendet werden, deren Fleisch dann auch noch billiger ist als Gemüse. Oder dass fruchtbare Weizenfelder nicht für den Anbau von Raps, Zuckerrohr oder Mais weichen müssen, damit die zu – ökologisch unsinnigem – Biosprit und Biogas verarbeitet werden. Solange die Menschen sich solch eine Ressourcenverschwendung leisten, brauchen sie auch keine Gennahrung.


http://www.ftd.de/wissen/natur/60066126.html

Genmanipulation

USA stoppen Frankenstein-Fisch

Kongress-Abgeordnete blockieren die Zulassung des ersten Gen-Tiers als Lebensmittel. Das ist ein herber Rückschlag für die Milliarden-Industrie

Von Maike Rademaker Berlin und Michelle Röttger, Hamburg

Der heftig umstrittene genetisch veränderte Zuchtlachs Aquadvantage wird in den USA voraussichtlich nicht als Lebensmittel zugelassen. Am Mittwochabend verabschiedete das US-Repräsentantenhaus einen Gesetzentwurf, der der Lebensmittelbehörde FDA Geld für die Zulassung versagt. Der Entwurf muss noch den Senat passieren.

Die Blockade hat Signalwirkung für sämtliche Firmen, die an gentechnisch veränderten Tieren für die Nahrungsproduktion forschen. Der von Kritikern als „Frankenfisch“ bezeichnete Lachs wäre das weltweit erste sogenannte transgene tierische Lebensmittel gewesen. Seine Gegner setzten sich mit ihren Vorbehalten durch, obwohl die FDA ihn im vergangenen Herbst für sicher erklärt hatte: Er wird in geschlossenen Tanks an Land gezüchtet, und sollte er entkommen, kann sich der sterile Fisch nicht mit Wildlachsen fortpflanzen. Unternehmen, die deutlich schwieriger abzuschottende Rinder und Schweine gentechnisch verändern, drohen so hohe Hürden für den Markteintritt.

Zahlreiche Konzerne versuchen, Tieren durch Genübertragung bestimmte Eigenschaften an- oder abzuzüchten. Schneller wachsende, nährstoffreichere Tiere, die sich besser etwa an Hitze oder Kälte anpassen, gelten Befürwortern als große Chance im Kampf gegen Nahrungsknappheit. Welches wirtschaftliche Potenzial Gentechnik hat, zeigen die Umsätze mit modifizierten Pflanzen: 2009 hatten die Ernten von Mais, Sojabohnen und Baumwolle mit verändertem Erbgut nach Angaben der industrienahen Organisation ISAAA einen Wert von 150 Mrd. Dollar.

Dem Aquadvantage-Fisch wurden Gene eines anderen Lachses sowie des aalähnlichen Meeresdickkopfs zugefügt. Sie beschleunigen sein Wachstum rapide: Wilde Lachse erreichen nach drei Jahren ein Gewicht von 18 Kilo – der veränderte Lachs braucht nur halb so lang. Den Antrag auf Zulassung als Lebensmittel hatte die US-Firma Aquabounty bereits vor mehr als zehn Jahren bei der FDA gestellt. Die Entscheidung der Lebensmittelbehörde wurde bis Ende 2011 erwartet.

Transgene Lebensmittel unbeliebt

Ende 2010 hatte sie ihn für gesundheitlich unbedenklich erklärt. Dutzende Verbraucherschutz- und Umweltorganisationen hatten damals aber kritisiert, die FDA öffne „die Büchse der Pandora“. Es drohten veränderte Tiere in den Nahrungskreislauf zu gelangen, die noch dazu nicht gekennzeichnet werden müssten.

Der republikanische Abgeordnete Don Young aus Alaska argumentierte am Mittwoch, dass mit dem transgenen Zuchtlachs der wirtschaftlich wichtige Fang des Wildlachses in seinem Heimatstaat bedroht wäre. Young hatte den Antrag auf das Zulassungsverbot im Repräsentantenhaus eingebracht. Aquabounty behauptet, dank der eigenen Schöpfung könne die Überfischung in Alaska eingedämmt werden. Dort ist der Lachs teils so rar, dass Gebiete für den Fischfang gesperrt sind.

Lachs ist weltweit einer der wichtigsten Speisefische. Laut der Welternährungsorganisation FAO wurden 2009 mehr als 1,4 Millionen Tonnen Atlantischer Lachs produziert – fast vollständig in Aquakultur. Die USA sind längst nicht mehr in der Lage, den eigenen Bedarf zu decken. Sie importierten im vergangenen Jahr 176.400 Tonnen des Fisches im Wert von rund 1,4 Mrd. Dollar.

Bei der europäischen Zulassungsbehörde EFSA wurde bislang kein Antrag für den Fisch gestellt. Angesichts der gentechnikkritischen Bevölkerung dürften transgene Tiere als Lebensmittel hier wenig Erfolg haben. In Deutschland etwa wird seit Jahren über die bereits zugelassene Genkartoffel Amflora von BASF gestritten. Sie soll nicht als Nahrung, sondern als Stärkelieferant in der Industrie verwendet werden.

Nervengift Aspartam in Wrigley

http://www.ihr-einkauf.com/magazin/de/mail-korrespondenz-nervengift-aspartam-in-wrigley

Vorteile der direkten Demokratie

http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3946&Alias=wzo&cob=566223
Herzliche Grüße, Klaus Faißner

Hallo!

Ein großes Lob unserem LH Dr. Erwin Pröll!

Er hat den Einsatz von RoundUp zur „Unkrautvernichtung“ auf Böschungen, Straßenrändern etc. in NÖ verboten.
Die Bearbeitung wird nur mehr biologisch erfolgen.

Dazu sollten wir ihm wirklich dankbar sein und hoffentlich bleibt es auch dabei.

Ich habe beim gestrigen EM-Stammtisch beim Heurigen „Zum Berger“ in Grinzing einiges dazu erläutert und es ist unglaublich, wie wenig Information es zu diesem Mittel gibt, bzw. sind die Risken und Folgen kaum bekannt.

Ich übermittle Euch daher eine Studie des “ Naturschutzbundes  – D“ zur Information.
Niemand sollte mehr dieses Mittel anwenden und ganz wichtig: auch weitersagen und Anwender auf die Problematik hinweisen.

„RoundUp-freie“ Grüße

Herbert Jung

glyphosat-agrogentechnik-nabu-studie-mertens-autorin PDF

http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/23958.html

17.06.2011 | permalink

Breiter Protest gegen Gentechnik-Kartoffeln auch in Belgien

In Wetteren (Belgien) protestierten Hunderte gegen den Versuchsanbau einer Gentechnik-Kartoffel, die für den menschlichen Verzehr zugelassen werden soll.
Vor wenigen Tagen protestierten einige hundert Anwohner, Landwirte und Aktivisten gegen den Versuchsanbau einer Gentechnik-Kartoffel der deutschen Firma BASF in Wettern, im Nordosten Belgiens. Einige Protestierende durchbrachen trotz hohen Polizeiaufgebots die Sicherheitsabsperrungen und ersetzten Teile der Gentechnikpflanzen mit einer gentechnikfreien Kartoffelalternative, die ebenfalls eine Resistenz gegen Braunfäule aufweist. Die Gentechnik-Kartoffel soll für den menschlichen Verzehr zugelassen werden. Organisiert war die angekündigte Aktion vom Belgian Field Liberation Movement (FLM), die den Eintrag von gentechnisch veränderten Organismen ins Ökosystem verhindern und die Diskussion über eine nachhaltige Landwirtschaft weiter voranbringen wollen. Eine belgische Wissenschaftlerin, Barbara Van Dyck hatte ihre Solidarität zur Aktion bekundet und wurde daraufhin von der Universität Leuven entlassen. Diese unverhältnismäßige Sanktion verstößt gegen die akademische Freiheit und gegen die Meinungsfreiheit. In einem offenen Brief können Alle unterzeichnen, die dieser Entlassung entgegenstehen. Ende Mai versuchten Aktivisten in Schweden, den Anbau der Gentechnik-Kartoffel Amflora zu verhindern. In Deutschland hat die BASF den Vertrag zum Anbau der Gentechnik-Kartoffel Amflora in Mecklenburg-Vorpommern wegen der Proteste gekündigt.


Hallo zusammen!

Zur Information einige Fakten und Hintergründe zu „EHEC“.

Grüße

Herbert

EHEC doc