Transgene Kuh produziert Muttermilch, Soja-Symposium in Wien

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/1816286/

19.07.2012 · 16:35 Uhr

Kühe als Lieferantinnen von Muttermilch. (Bild: AP)

Genetisch angereichert

Argentinische Kuh produziert Milch mit Proteinen menschlicher Muttermilch

Von Victoria Eglau

Gentechnik. – In Argentinien gibt eine Kuh mit verändertem Erbgut seit kurzem Milch, die der Muttermilch von Menschen ähnelt. Forschern der Universität San Martín und des Nationalen Instituts für Agrartechnologie, INTA, war es 2010 gelungen, im Labor zwei menschliche Gene in das Genom des Rinds einzufügen. Im April 2011 kam die transgene Klon-Kuh auf die Welt, und seit gut zwei Monaten gibt sie Milch mit zwei Proteinen, die sonst in menschlicher Muttermilch enthalten sind.

„Wir haben die Zellen eines Jersey-Rinds genetisch modifiziert, und aus diesen Zellen einen Embryo geklont. Rosita Isa ist also eine transgene Klon-Kuh“,

erklärt Adrian Mutto, Molekularbiologe und Biotechnologie-Experte von der argentinischen Universität San Martín. Genauer gesagt ist Rosita Isa sogar eine doppelt transgene Kuh: die erste der Welt. Denn Mutto und seine zwei Forscher-Kollegen führten zwei menschliche Gene in das Genom des Jersey-Rinds ein. Zwei Gene, die dafür verantwortlich sind, dass menschliche Muttermilch die beiden Proteine Lactoferrin und Lysozym enthält. Das Ziel der argentinischen Wissenschaftler: mit diesen Proteinen eine Kuhmilch herzustellen, die für Menschen gesünder und wertvoller ist als herkömmliche Milch. 

“Das Protein Lactoferrin haben alle Säugetiere. Aber im Mensch zeigt nur das menschliche Lactoferrin Wirkung. Wenn wir Muttermilch trinken, bringt Lactoferrin das Eisen aus dem Darm in den Blutkreislauf. Das ist 1000 Mal effizienter als wenn wir Eisentabletten nehmen würden. Aber Lactoferrrin fördert auch das Wachstum der Zähne und die Reifung der Darm-Zellen, und wirkt gegen Bakterien, Viren und Pilze.“,

erläutert Wissenschaftler Adrian Mutto die Tugenden des Lactoferrins. Das andere Protein, Lysozym, wirke ebenfalls antibakteriell und funktioniere wie ein Antibiotikum, sagt er.

“Babys haben noch keine Darmflora, und sind daher anfällig für Infektionen des Verdauungstrakts. Aber das Protein Lysozym schützt sie vor diesen Infektionen.“

Ein Jahr nach ihrer Geburt wurde Rosita Isa kürzlich zum ersten Mal gemolken – die Wissenschaftler hatten die Milchproduktion hormonell herbeigeführt. Kurze Zeit später stellte das Team von der Universität San Martín und Argentiniens Nationalem Institut für Agrartechnologie erfreut fest, dass die Milch der transgenen Kuh menschliches Lactoferrin und Lysozym enthält. Sechsmal hätten sie Rosita Isas Milch analysiert, berichtet Adrian Mutto – immer war das Ergebnis positiv. Wenn es nach ihm und seinen Kollegen ginge, wird die Muttermilch-ähnliche Kuhmilch einmal im Supermarkt erhältlich sein. 

“Wir wissen, dass es viele Kleinkinder gibt, die, aus welchen Gründen auch immer, keine Muttermilch bekommen. Der Mensch ist die einzige Spezies, die die Milch anderer Spezies trinkt. Aber Kuhmilch wurde von der Natur dazu bestimmt, Kälber zu ernähren. Für den Menschen hat Kuhmilch viele Defizite. Wir wollten also eine Milch mit hohem Nährwert für den Menschen, die billig herzustellen ist. Unsere Milch braucht keine Weiterverarbeitung, sie wird einfach gemolken, weswegen sie sehr preiswert sein wird.“

Auch für Erwachsene hätte die Muttermilch-ähnliche Kuhmilch Vorteile, sagt Adrian Mutto. Lactoferrin ist zwar nicht das einzige Vehikel für die Aufnahme von Eisen ins Blut, aber das Protein ist eben besonders effizient. Mutto glaubt, dass es mindestens fünf, sechs Jahre dauern wird, bis die angereicherte Kuhmilch eventuell auf den Markt komme. Der Biotechnologie-Experte rechnet mit einem langen Genehmigungsverfahren. Bisher gibt es weltweit noch keine zugelassenen gentechnisch veränderten Lebensmittel aus Tieren. Was Rosita Isas Vervielfältigung angeht, macht sich Mutto weniger Sorgen. Das Forscherteam wird die transgene Klon-Kuh mit einem normalen Bullen ihrer Rasse kreuzen.

“Da die genetische Veränderung in den Chromosomen gespeichert ist, wird sie nach den Mendelschen Regeln vererbt. Das heißt, ein Teil von Rosita Isas Nachwuchs, weniger als 25 Prozent, wird ebenfalls die menschlichen Gene haben, die die Proteine Lactoferrin und Lysozym produzieren.“

http://www.iva.de/profil-online/forschung-technik/bt-mais-mon810-efsa-sieht-keinen-grund-fuer-anbauverbote

Bt-Mais MON810: EFSA sieht keinen Grund für Anbauverbote

Schmetterlinge und andere Nichtzielorganismen sind lt. EFSA nicht bedroht.

19.07.2012 – Forschung & Technik

Die EFSA sieht keine Veranlassung, den Anbau von MON810 zu verbieten. Keine neuen Hinweise auf Risiken für Mensch und Tier

Weltweit wurden 2011 auf rund 160 Millionen Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut. Vor allem in den USA, aber auch in Brasilien, Argentinien, Indien, Kanada, China, Paraguay, Pakistan, Südafrika oder Uruguay. In Europa dagegen bleiben die gentechnisch veränderten Pflanzen zwar in der Diskussion, aber kaum im Anbau. In vielen europäischen Ländern ist der Anbau im Wesentlichen verboten. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sieht dafür keinen Grund. Sie erkennt keine neuen Risiken für die Sicherheit von Mensch, Tier und Umwelt.

Im März hatte Frankreich ein nationales Anbauverbot für die gentechnisch veränderte Maislinie MON810 verhängt. Polen hat im April entsprechende Maßnahmen ergriffen. Zuvor hatte Frankreich im Februar bei der EU-Kommission beantragt, den Bt-Mais MON810 mit dem Gen des Bakteriums Bacillus thuringiensis in Europa nicht mehr neu zuzulassen und dies mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen begründet. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) widerspricht jedoch dem Ansinnen der Franzosen. Sie sieht keine Veranlassung, den Anbau der gentechnisch veränderten Maislinie MON810 zu verbieten. Laut EFSA gebe es keine neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse, nach denen vom Anbau von MON810 eine direkte Gefahr für die menschliche und tierische Gesundheit oder die Umwelt ausgehe.

Keine Anzeichen für ernste Auswirkungen auf Nichtzielorganismen

Die Franzosen sehen vor allem Risiken für sogenannte Nichtzielorganismen wie Schmetterlinge, Marienkäfer, Bienen oder Köcherfliegenlarven. Sie befürchten, dass sich resistente Schädlinge entwickeln und Proteine im Boden oder in Gewässern anreichern könnten, da der Bt-Mais das Bt-Protein über die Wurzeln abgeben könnte. Die EFSA erkennt vor allem für Letzteres keine Anzeichen. In sieben verschiedenen Studien aus den Jahren 2003 bis 2011 sei auch unter Praxisbedingungen keine derartige Anreicherung von Bt-Proteinen registriert worden. Ähnlich fielen auch die Ergebnisse für die Anreicherung in Gewässern aus. Gemäß EFSA liegen die Konzentrationen von Bt-Proteinen in Gewässern deutlich unter denen, die schädliche Auswirkungen mit sich bringen könnten.

Die von der EFSA angeführten Studien zeigen auch, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass Schmetterlinge oder Marienkäfer mit schädlichen Mengen an Bt-Protein in Berührung kommen könnten. Im extremsten Fall könnte sich die Population empfindlich reagierender Schmetterlingsarten um weniger als ein Prozent verringern. Aus diesem Grund rät die EFSA dazu, Randstreifen mit konventionellem Mais rund um die Maisfelder mit MON810 anzulegen. Ferner sollten empfindliche Schmetterlingsarten beobachtet werden.

Das Risiko für den Zweipunktmarienkäfer wird in unterschiedlichen Studien gegensätzlich bewertet. Laut EFSA seien die Studien, die eine Gefahr belegen, wissenschaftlich umstritten. Die Behörde sieht keine hinreichenden Belege für eine Gefährdung.

Um der Entwicklung von Resistenzen bei Schädlingen entgegen zu wirken, empfiehlt die EFSA unter anderem, konventionellen Mais im Umfeld der Bt-Mais-Flächen anzubauen. Im Übrigen seien in Europa noch keine resistenten Schädlinge aufgetreten.

http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/26049.html

3.07.2012 |

USA: Resistente Schädlinge auf Gentech-Mais

Insekten entwickeln Resistenz gegen Gentech-Mais-Gift (Foto: Katharina Wolfhard)

Der gentechnisch veränderte Mais MON 863 des Agrochemiekonzerns Monsanto soll Schädlinge mit einem selbst produzierten Gift abwehren. Doch die Insekten auf US-amerikanischen Feldern entwickeln zunehmend Resistenzen gegen eben jenes Gift. Der Forscher Michael Gray von der Universität Illinois warnt vor einem teils sehr hohen Befall von Gentech-Mais durch den Maiswurzelbohrer in mehreren US-Bundesstaaten. Zudem seien die Insekten in diesem Jahr früher als normalerweise aufgetreten. Für die betroffenen Landwirte entstehen so immense wirtschaftliche Schäden.

Dem Gentechnikmais MON 863 wurde ein Gen des Bakteriums Bacillus thuringiensis injiziert, um den Maiswurzelbohrer mittels eines Gifts abzuwehren. In den USA wird die Pflanze auf riesigen Flächen angebaut, teils ohne die Beachtung von Empfehlungen zur Fruchtfolge und Sicherheitsabständen. Auch diese Versäumnisse haben zur Herausbildung der Resistenz bei den Insekten beigetragen.

Bei Monsanto spielt man das Auftreten des Maiswurzelbohrers herunter und empfiehlt den Bauern unter anderem, wieder Spritzmittel zu verwenden. Dabei sollte ursprünglich genau das durch den Anbau von MON 863 vermieden werden.

http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/protest-vor-dem-muenster-verweis-fuer-fotografen–61874519.html

Katholische Kirche

Protest vor dem Münster – Verweis für Fotografen

Hat der Sprecher der Freiburger Erzdiözese die Pressearbeit behindert? Darüber gibt es unterschiedliche Aussagen. Bei einer Protestaktion vor dem Freiburger Münster kam es zu einer unübersichtlichen Situation.

  1. Horst Rehberger Foto: schneider

„Die Nutzung Grüner Gentechnik ist ethisch geboten.“ So steht es auf der Tafel, die Horst Rehberger beim Westportal des Freiburger Münsters hochhält. Der frühere Wirtschaftsminister Sachsen-Anhalts, heute Vorsitzender des Forums Grüne Vernunft (FGV), dringt seit langem auf einen Termin beim Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch. Deswegen hat das Forum schon offene Briefe als Zeitungsanzeigen geschaltet. Und deswegen demonstriert FDP-Mann-Rehberger nun bis Montag am Münster.

Jeden Tag verhungern mehrere tausend Kinder, beklagt Rehberger. „Gegen Hunger kann Grüne Gentechnik einen Beitrag leisten, auf den man nicht verzichten darf“, sagt er. Eine Institution wie die katholische Kirche müsse sich sachlich mit Gentechnik auseinandersetzen, fordert der Lobbyist. Bisher habe die Kirchenleitung aber nur ausweichend auf Fragen zur Gentechnik geantwortet und ein Gespräch mit dem FGV verweigert.

 Laut Robert Eberle, dem Sprecher der Erzdiözese Freiburg, gab es jedoch bereits Gespräche zwischen FGV-Vertretern und Fachreferenten der Kirche: „Der Erzbischof diskutiert nicht jede Einzelfrage selbst.“ Mit einer Einladung könne Rehberger derzeit sowieso nicht rechnen, weil Erzbischof Zollitsch im Urlaub sei. BZ-Fotograf wird des Münsterplatzes verwiesen

Wer hat nun Recht? Die Sache scheint verhakt, man ist empfindlich. Beim Versuch, die Aktion abzulichten, wird der BZ-Fotograf von Polizisten des Münsterplatzes verwiesen. Auf Anordnung von wem? Eberle weist es von sich, die Pressearbeit behindert zu haben: „Das ist doch Quatsch!“ Da eine Baustelle den Zugang zum Münster verenge, hätten sich Polizei und Rehberger darauf geeinigt, dass der Aktivist nicht vor, sondern neben dem Eingang stehen solle. „Niemand ist zu irgendetwas aufgefordert worden.“ Auch der Sprecher der Polizei, Karl-Heinz Schmid, will von einem Platzverweis nichts wissen: „Wir haben nur beschlossen, dass der Zugang zum Münster nicht durch Demonstrationen eingeschränkt werden darf.“ Da er davon nichts wusste, hatte Fotograf Ingo Schneider Rehberger vor dem Portal postiert. Während er fotografierte, forderte ihn ein Polizist zum Verlassen des Platzes auf. Der Polizist habe sich dafür fast entschuldigt, sagt Schneider. Auch Rehberger nimmt die Beamten in Schutz: Sie hätten nur Anweisungen befolgt. Wer den Platzverweis veranlasst hat, habe dagegen „völlig unangemessen“ gehandelt, findet Rehberger: „Der Fotograf ist in einer unmöglichen Weise angegangen worden.“

http://www.orf.at/stories/2132025/

Mais so teuer wie noch nie

Die Krise auf den globalen Märkten für Getreide spitzt sich zu. Mais ist so teuer wie noch nie, und der Getreidepreis hat den höchsten Stand seit eineinhalb Jahren erreicht. Ausgelöst wurde der Preisanstieg durch die schwere Trockenheit in den USA, die einen erheblichen Einfluss auf die Weltmärkte haben. Dort ist bereits mehr als ein Drittel der Maispflanzen verdorrt.

Das knappe Angebot lässt nach Einschätzung des Rohstoffexperten Leon Leschus vom Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) die Preise steigen. Rohstoffspekulanten springen an den Börsen zusätzlich auf den Zug. Die Preise für Agrarrohstoffe werden mittel- und langfristig eher nach oben klettern, weil die Nachfrage sich erhöht, so der Experte.

Publiziert am 21.07.2012

Zur Person des Autors nach Wikipedia: Beda Martin Stadler (* 21. Juni 1950 in Visp, Schweiz) ist ordentlicher Professor und Direktor des Instituts für Immunologie der Universität Bern.

Er betreibt Grundlagenforschung im Gebiet der Allergologie und Autoimmunität und angewandte Forschung zur Herstellung von rekombinanten humanen oder künstlichen Antikörpern und Impfstoffen für die Therapie.

In der Öffentlichkeit bekannt geworden ist er als Diskussionsteilnehmer und insbesondere mit seinen bissigen Kolumnen, in denen er meist zu medizinischen sowie gesundheits- und gesellschaftspolitischen Themen – etwa Alternativmedizin (contra), Gentechnik (pro) und Impfung (contra Kritik) – Stellung bezieht. Seine provokativen Thesen, in der Titelformulierung oft ironisch zugespitzt – Legalisiert das Doping, Konsumenten wollen Genfood oder Frauen sind nicht lustig – erregen zahlreichen Zu- und Widerspruch der Leserschaft.

Neben seinen wissenschaftlichen Publikationen und Zeitungskolumnen hat Stadler 2001 auch ein GVO-Kochbuch veröffentlicht.

Stadler ist u.a. Mitglied des Beirates der religionskritischen Giordano Bruno Stiftung.

http://www.genepeace.ch/index.html

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/ich_kenne_keine_rationalen_gruende_gegen_die_gentechnik/

Prof. Dr. Beda M. Stadler   18.07.2012   22:11

Ich kenne keine rationalen Gründe gegen die Gentechnik

Die Angst vor Gen-Food ist eine Luxusangst, welche nur Leute plagt, die als gesellschaftliches Problem das Übergewicht haben. Für einen hungernden Menschen sieht ein gentechnisch veränderter Maiskolben gleich schmackhaft aus wie einer, der sogenannt natürlich ist. Dabei ist Natur nicht gleichzusetzen mit gesund. Wer weiß schon, dass über 99 Prozent der Pestizide natürlich sind, also von der Natur und nicht von der bösen Agroindustrie produziert werden? Soll man also die Ängste vor der Gentechnik ernst nehmen und ihnen den Status eines Arguments verleihen? Da Asterix und Obelix sich davor gefürchtet haben, dass ihnen der Himmel auf den Kopf fällt, müsste man diese Angst auch ernst nehmen! Die Angst vor dem bösen Mann unter dem Bett mag wohl real sein, das macht aus dem Ungeheuer aber keine Realität.

Unsere Luxusängste kommen womöglich zustande, weil die meisten von uns gesund sterben wollen. Nahrungsmittel sind bei uns nicht limitiert. Sie sind allerdings „Lebensmittel“ geworden, deren Aufgabe es ist, uns ein gesundes Leben zu vermitteln. Die Ernährung zum Überleben ist Nebensache, deshalb schmeißen wir wertvolle Kalorien hemmungslos weg. Was zählt, ist der geistige Inhalt der Lebensmittel und der muss Gesundheit sein.

Andererseits ist der Wunsch, gesund sterben zu wollen, ein eigentlicher Witz. Das Witzigste daran ist, niemand lacht darüber. Es ist nämlich gar nicht möglich, gesund zu sterben. Noch ist nie ein gesunder Mensch gestorben. Selbst wer vom Blitz getroffen wird, ist während der Zeit des Ein- und Austritts des Blitzes für einen kurzen Moment krank. Die Wahnvorstellung, gesund sterben zu wollen, ist aber bloß eine logische Folge unseres allgemeinen Gesundheitswahns. Genau darunter leidet die Gentechnik, weil die Gegner dieser bislang harmlosen Technologie nicht mehr mitdiskutieren, sondern Genfood ganz einfach zu Gift erklärt haben. Das war ein strategisches Meisterwerk der Kommunikation. Gift gehört schließlich nicht auf unsere Teller.

Ich kenne keine rationalen Gründe gegen die Gentechnik. Es gibt nur viele Pseudoargumente, die letztlich darin gipfeln, nicht nur gesund sterben zu wollen, sondern nach dem Tod noch ein zweites Leben zur Verfügung zu haben. Bei den meisten Debatten, die ich rund um die Gentechnik führen musste, taucht nämlich am Schluss das Argument auf, die Gentechnologen würden in die Schöpfung eingreifen. Als Wissenschaftler ist man nach einer solchen Äußerung normalerweise schachmatt gesetzt, weil der Gegner signalisiert, nicht mehr diskutieren zu wollen, da von nun an geglaubt wird. Jeder kann schließlich seine Meinung oder eben seinen Glauben behalten.

Wer also glaubt, dass es eine Schöpfung gibt, muss zwingenderweise auch an einen Schöpfer oder Anfang glauben Er ist somit religiös. Dies wird natürlich umgehend bestritten, und es wird argumentiert, man glaube nur an eine Singularität und nicht an einen interstellaren Herrscher mit grauem Bart, der einem auf der Toilette zusieht. Wie dem auch sei, es geht bei der Argumentation um die Frage, wie man ein Leben sinnvoll gestalten und ob das Leben allenfalls mit Risiken behaftet ist. Selbstverständlich birgt die Gentechnik auch Risiken, nur das tut jede Technologie. An Genfood ist bislang niemand gestorben, an Biogemüse hingegen schon. Es geht also darum, ob von der Gentechnik echte Gefahren ausgehen, nur darüber ist in den letzten zwanzig Jahren nichts bekannt geworden.

Für Naturalisten, also Menschen, die überzeugt sind, dass es auf diesem Planeten nur mit rechten Dingen zugeht, ist die Gentechnik meistens kein Problem. Weil bislang aber niemandem gelungen ist, zu beweisen, dass von der Gentechnik echte Gefahren ausgehen, wird von Politikern, Konsumentenschützern und Bauernführern einfach behauptet, die Konsumenten wollten kein Genfood. Dem ist längst nicht mehr so, wie es einst war. In dem Maße, wie die Menschen rationaler werden, werden sie auch bereit sein, sich mit Technologien aus den Life Sciences auseinanderzusetzen, ohne vorerst die Bibel, den Koran oder den Talmud zu konsultieren.

Wir müssen also unser Verhältnis zum Essen grundsätzlich hinterfragen. Es gibt nämlich Nahrungsmittel, die genauso Genussmittel sein können und die das einzige Leben, das uns zur Verfügung steht, wesentlich lustiger und unterhaltsamer machen. Diese Lebensmittel enthalten oft auch Geistiges, was man aber etwa als Alkoholgehalt messen kann. Noch haben Hunderte von Jahren nicht gereicht, der Prohibition zum Sieg zu verhelfen, obwohl diese Lebensmittel ein echtes Neurotoxin (Alkohol) enthalten. Es bleibt also zu hoffen, dass wir die anderen geistigen Inhalte, etwa die Angst vor der Gentechnik, bald einmal in unserem Essen ebenfalls tolerieren.

Eigentlich geht es ja um unsere Grundnahrungsmittel, bei denen nicht unsere Ängste das Hauptproblem sind, sondern die Frage, wie wir genügend davon produzieren, damit alle Menschen auf diesem Planeten zu essen haben. Für unsere Ernährung sind also quasi Religionen, etwa Bio oder andere Formen von religiöser Ernährung, völlig irrelevant. Da es kein zweites Leben gibt, ist es eigentlich vernünftig, dass wir auf diesem Planeten so viel Spaß wie möglich haben. Aus dem Grund haben unsere Vorfahren schon immer alles, was kreucht und fleucht, genetisch verändert. Diese Veränderungen waren übrigens allesamt ein wesentlich stärkerer Eingriff in die „Natur“ als die gentechnischen Veränderungen der vergangenen Jahre. Es ist also Zeit, sich an die letzten Worte Epikurs zu halten: „Lebt wohl und erinnert euch an meine Lehren.“

http://www.bauernzeitung.at/?+Mehr+GVO-freies+Soja+aus+der+Donauregion+&id=2500%2C1008143%2C%2C%2Cc1F1PSUyMCZjdD0yJmJhY2s9MQ%3D%3D

20.07.2012

Mehr GVO-freies Soja aus der Donauregion

International besetzte Tagung am 5. und 6. September in Wien

Donau-Soja – nachhaltiges und gentechnikfreies Soja für Europa“, lautet das Motto des international besetzten Soja-Symposiums am 5. und 6. September an der Börse für landwirtschaftliche Produkte in Wien. Veranstalter sind die Vereine Donau-Soja, Soja aus Österreich und Arbeitsgemeinschaft Gentechnik-frei. Bei der Tagung geht es unter anderem um die Verbesserung der europäischen Eiweißversorgung im Kontext mit der EU-Agrarpolitik, um eine nachhaltige, gentechnik-freie Landwirtschaft in Europa sowie um Donau-Soja als qualitätsgesichertes Markenprogramm. Kosten: 195 Euro (Ermäßigung für Mitglieder der Veranstalter). Internet: www.donausoja.org/symposium

Wenn jemand 195 Euro investieren möchte:

http://www.donausoja.org/symposium

4. Internationales Soja-Symposium 2012

Soja ist eine der zentralen Herausforderungen für eine eigenständige und nachhaltige Eiweißversorgung für Europa. Die Initiative Donau Soja will dieser Herausforderung wirkungsvoll begegnen und die Basis dafür schaffen, dass in den nächsten Jahren der Anbau von Qualitätssoja in der Donauregion systematisch gefördert und forciert wird. Beim Soja-Symposium 2012 erfahren Sie alle wesentlichen Aspekte zum innovativen Projekt Donau Soja.

  1. Donau Soja als DIE Chance für eine nachhaltige & Gentechnik-freie Eiweißversorgung für Europa
  2. Soja-Anbau bringt frische Impulse für Landwirtschaft, Logistik & Infrastruktur in der CEE-Region
  3. Gentechnik-freie Produktion: Erfolg in Österreich – Perspektive für Europa?

5. & 6. September 2012, ab 9:00 Uhr
 Odeon Wien /Börse für Landwirtschaftliche Produkte Wien, 
1020 Wien, Taborstrasse 10

Ehrenschutz

Niki Berlakovich, Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wassertechnik
Johannes Hahn, EU-Kommissar für Regionalpolitik
Alois Stöger, Bundesminister für Gesundheit

Keynote Speeches

Christine von Weizsäcker, Franz Fischler

Kosten

€ 195,– Eintritt inkl. Teilnahme an allen Veranstaltungen, Verpflegung, Getränke, Abendveranstaltung
€ 95,– Eintritt ermäßigt für Mitglieder Verein Donau Soja, Verein Soja aus Österreich & ARGE Gentechnik-frei

Anmeldung

Hier geht es zur Online Anmeldung >>

Organizers & Co-Organizers

Programm

Mittwoch, 5. September 2012

Ab 8:00 REGISTRIERUNG
9:00 BEGRÜSSUNG & ERÖFFNUNG
Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich (Österreich) und
Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (Bayern)
9:20 KEYNOTE SPEECHES: Christine von Weizsäcker, Franz Fischler, Matthias Krön

  1. Donau Soja und die Verbesserung der Eiweißversorgung im Kontext der EU-Agrarpolitik
und zukünftiger Herausforderungen Europas
  2. Europa schafft nachhaltige Landwirtschaft – Gentechnik–frei
  3. Donau Soja – Ein qualitätsgesichertes Markenprogramm
11:15 – 17.30 SATELLITEN-MEETING

  • Internationaler Workshop Sojabohnenzüchtung für den Donauraum
(Kooperation Universität für Bodenkultur Wien)
PARALLEL SESSIONS
11:15
  • Auf dem Weg zu einer europäischen Eiweißversorgung: Donau Soja in der Praxis
  • Danube Soya as a key component for sustainable food (in English)
14:00
  • Auf dem Weg zu einer europäischen Eiweißversorgung: Berichte aus den Donau Ländern
  • GMO-free labelling in practice – Know how-transfer & experiences with the austrian labeling system
(organized & held by ARGE Gentechnik-frei, in English)
16:15 GENTECHNIK-FREI IN ÖSTERREICH – ERFAHRUNG IN DER PRAXIS

  • Konsumentenerwartung an Landwirtschaft & Lebensmittel
  • Vom Nischenprojekt zu Branchenlösungen: Herausforderungen für die Futtermittelbranche
  • Gentechnik-Freiheit im europäischen Vergleich
  • Erfahrungen aus der Praxis
  • Panel-Diskussion: „Gentechnik-frei in Österreich – Vorbild für Europa?“
Ab 18:30 ABEND-GALA IM ODEON 

15 Jahre ARGE Gentechnik-frei – Erfolge & Perspektiven


Donnerstag, 6. September 2012

Ab 8:30 REGISTRIERUNG
9:00 DONAU SOJA – CHANCEN UND HERAUSFORDERUNGEN

  • Landwirtschaft, Logistik und Verarbeitung in der CEE-Region
  • Ökologie und Konsumentenschutz
  • Ergebnisbericht Workshop Sojabohnenzüchtung und Vorstellung Forschungsprogramm
12:00 DIE DONAU SOJA ERKLÄRUNG
Auf dem Weg zu einer Gentechnik-freien und nachhaltigen Eiweißversorgung Europas

Rückfragen & Informationen

Ursula Bittner, +43/1/512 17 44 11, office@donausoja.org, www.donausoja.org

  • Alle Veranstaltungen, außer die mit Englisch gekennzeichneten, finden in Englisch und Deutscher Simultanübersetzung statt

http://www.taz.de/Protest-mit-Erfolg/!97709/

  1. 20.07.2012

Protest mit Erfolg

Kein gutes Feld für Gen-Forscher

Ackerbesetzungen und Negativimage beim Verbraucher: Gentechnik in Deutschland hat es schwer. Dennoch wollen Konzerne nicht auf diese Technologie verzichten.von Svenja Bergt

Sieht normal aus, ist es aber nicht: Gentechnisch veränderter Mais.  Bild:  dapd

BERLIN taz | Der Anbau des genmanipulierten Maises MON 810 von Monsanto ist verboten, der Chemiekonzern BASF will seine Zentrale für Pflanzen-Gentechnik von Deutschland in die USA verlegen, die Nordkirche fordert ein Verbot von Gentechnik auf ihren Flächen.

Derzeit sieht es nicht danach aus, als wäre für Gentechnik-Befürworter in Deutschland noch viel zu holen. Tatsächlich waren die Zeiten für Landwirte, die gentechnisch verändertes Saatgut anbauen wollten, schon mal besser. In der Übersicht des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), an das die Bauern geplante Gentechnik-Felder melden müssen, sind fast alle Anträge für das Jahr 2012 mit einem durchgestrichenen Kreis gekennzeichnet: Sie fallen unter das Anbauverbot für MON 810. Eine Handvoll Landwirte hat ihre Anträge zurückgezogen.

„Die Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen – sowohl was die Fläche als auch was die Zahl der Standorte betrifft“, sagt Andreas Bauer-Panskus, Wissenschaftler vom Gentechnik-kritischen Institut Epigen. Die Unternehmen gehen stattdessen ins Ausland: in die USA zum Beispiel oder nach Spanien.

Doch das bedeutet nicht, dass die Felder hierzulande frei von Gentechnik sind. Denn die Forschung liegt längst nicht auf Eis. Und so stehen in Deutschland noch gentechnisch veränderte Pflanzen auf Feldern – zu Versuchszwecken. Kartoffeln mit Pilzresistenz zum Beispiel. Und ein Blick in die beantragten Freisetzungen zeigt: Auch in den kommenden Jahren werden weiter gentechnisch veränderte Pflanzen gesät werden. Schon weil ein Teil der Versuche über einen längeren Zeitraum angelegte ist. So hat beispielsweise Monsanto die Genehmigung, bis Oktober nächsten Jahres auf drei Standorten jeweils bis zu 5.000 Quadratmeter gentechnisch veränderte Zuckerrüben freizusetzen. Die Universität Rostock darf bis Ende 2016 auf 3.000 Quadratmetern gentechnisch veränderten Tabak der Sorte „Petit Havana“ anbauen.

„Es sieht aus, als wollten einige Unternehmen den Fuß in der Tür behalten“, schätzt Bauer-Panskus die Situation ein. Unternehmen und Politik hätten gemerkt, dass das Label „Gentechnik“ in der Bevölkerung nicht gut ankomme.

Wo die Gentechnik-Gegner gewonnen haben – und wo die Anwohner weiter protestieren:

Beispiel 1. Protest mit Wirkung:

Im sachsen-anhaltinischen Üplingen haben die Gentechnik-Gegner gewonnen. Der Schaugarten, in dem seit 2008 auf 15.000 Quadratmetern Fläche vor allem gentechnisch veränderte Pflanzen gezeigt werden, wird in diesem Jahr nicht beackert und bleibt geschlossen. „Grund dafür sind die restriktiven politischen Rahmenbedingungen und kriminelle Feldzerstörungen in Deutschland“, teilt der Betreiber BioTechFarm mit.

In dem Schaugarten sollen Besucher aus aller Welt von gentechnisch veränderten Pflanzen überzeugt werden. Im vergangenen Jahr wuchsen hier unter anderem Tabak und Kartoffeln, beide gentechnisch verändert. In diesem Jahr wollte der Saatgutproduzent KWS genmanipulierte Zuckerrüben anpflanzen, dazu wird es nun nicht kommen.

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) kritisiert, mit der Freisetzung hätten nicht einmal Daten über den Anbau erhoben werden sollen, wie es sonst bei experimentellen Freisetzungen üblich ist. „Just for fun“ sei das, ein Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen nur zu PR-Zwecken. Doch ein Einspruch bei der sachsen-anhaltinischen Landesbehörde scheiterte. Nun hat es sich auch so erledigt. Das Unternehmen argumentiert dagegen mit dem Forschungsstandort. „Deutschland ist dabei, seine Innovationskraft bei einem Zukunftsthema einzubüßen“, sagt Kerstin Schmidt, Geschäftsführerin der BioTechFarm.

Wie lange der Sieg der Gentechnik-Gegner Bestand hat, ist offen. „Wir können heute noch nicht sagen, wie es im nächsten Jahr aussieht“, sagt KWS-Sprecherin Sabine Michalek. Das hänge von eventuellen Zulassungen ab und der Entwicklung des politischen Umfelds. Annemarie Volling von der AbL bleibt daher skeptisch: „Ich glaube, die wollen sich gerade nur aus der Schusslinie bringen.“ Die Zulassungsverfahren auf EU-Ebene liefen weiter. Erst Ende Juni hat die Europäische Lebensmittelbehörde Efsa sich dafür ausgesprochen, dass Monsanto herbizidresistentes Gentech-Soja anbauen darf. Das letzte Wort haben nun die EU-Mitgliedstaaten oder – falls die sich nicht einigen – die EU-Kommission. Dass sie den Anbau ablehnt, ist unwahrscheinlich. „Und natürlich scharren die Unternehmen weiter mit den Hufen und wollen auf den deutschen Markt.“ Volling rechnet nicht damit, dass der Schaugarten auch im kommenden Jahr geschlossen bleibt. Gehe es mit der EU-Zulassung schnell, könne es sein, dass schon im nächsten Frühjahr neue Gentechnik-Pflanzen auf den Feldern stehen.

Beispiel 2. Impfen gegen Widerstand:

Auf dem Gestüt Lewitz im mecklenburg-vorpommerschen Grabow ist ein Gentechnik-Versuch der besonderen Art geplant: Junge Pferde sollen hier einen Impfstoff gegen eine Lungenentzündung injiziert bekommen, der gentechnisch manipulierte Bakterien enthält. Der in der Natur vorkommende Typ des Bakteriums verursacht bei den Fohlen eine Lungenentzündung – ältere Pferde sind dagegen immun. Um die Fohlen zu impfen, wurden vier Gene des Bakteriums entfernt, drei Fohlenjahrgänge sollen den Impfstoff bekommen. Es wäre die erste Impfung gegen die Erkrankung. Bislang bekommen betroffene Tiere Antibiotika verabreicht.

Hinter dem Versuch steckt das Pharmaunternehmen Intervet, die Tiersparte des US-Chemie- und Pharmakonzerns Merck & Co. Der Pharmakonzern und die Leiter des Gestüts hoffen, dass mit der Impfung weniger Tiere erkranken.

Genau das kritisieren Umwelt- und Tierschützer: Die Impfung diene nicht dem Wohl der Tiere, sondern dem kommerziellen Interesse der Menschen. „Ein Pferd, das einmal eine Lungenentzündung hatte, lässt sich nicht mehr als Sportpferd verkaufen“, sagt Burkhard Roloff vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Mecklenburg-Vorpommern.

Auch die Anwohner rund um das Gestüt gehen auf die Barrikaden. „Die Krankheit ist auch auf Menschen übertragbar“, sagt Bürgermeister Ulrich Schult. Die Befürchtung der Anwohner: Das gentechnisch veränderte Bakterium könne in die Umwelt gelangen – und Menschen infizieren. Tatsächlich heißt es im Genehmigungsantrag für den Versuch: „Wir können […] nicht ausschließen, dass der Impfstamm bei immuneingeschränkten Personen Infektionen verursachen könnte.“ Intervet und die Gestütsleitung versichern dennoch, dass keine Gefahren für die Umgebung bestünden – und wollen an dem Versuch festhalten. Das Experiment soll Labordaten liefern, auf deren Basis später die EU-weite Genehmigung des Impfstoffs beantragt werden soll.

Anwohner, Vereine und die Gemeinde hatten über 400 Einwendungen gegen das Vorhaben eingereicht, Anfang Juni 2012 kam trotzdem die Genehmigung des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Es seien keine „schädlichen Einflüsse auf Menschen und Tiere sowie auf die Umwelt zu erwarten“, schreibt die Behörde.

Anwohner hoffen, dass sie den Versuch trotzdem verhindern können. Sie haben mit Unterstützung des BUND und des Münchner Ökoinstituts Klage eingereicht. Anja Sobczak vom Umweltinstitut fordert noch mehr: „Die Freisetzung von Gen-Lebend-Impfstoffen muss grundsätzlich verboten werden.“

Beispiel 3. Kartoffel im Wartestand:

Ausgerechnet nach der griechischen Schicksalsgöttin hat BASF ihre neueste Kartoffelkreation benannt: Fortuna soll resistent sein gegen Kraut- und Knollenfäule, eine Erkrankung, die vor allem bei anhaltend feuchter Witterung auftritt. Arbeitete der Konzern in der Vergangenheit mit Amflora noch an einer Kartoffelsorte, die nur industriell verwendet werden sollte, geht er mit Fortuna einen Schritt weiter: Die Gentechnik-Kartoffel soll in Form von Pommes Frites auf dem Teller landen. Die Resistenzgene stammen von einer südamerikanischen Kartoffelsorte. Versuche, sie mittels Züchtung in europäische Sorten einzukreuzen, seien laut BASF erfolglos geblieben.

Bei dem Unternehmen hebt man vor allem die Vorteile in der Produktion hervor. Die Kartoffel biete „entscheidende Vorteile für Landwirte“, erklärt Peter Eckes, Geschäftsführer von BASF Plant Science. Auch Bauer-Panskus glaubt, dass Landwirte großes Interesse haben könnten, die Kartoffel anzupflanzen – wenn sie sich denn verkaufen lässt. Bislang steht sie nur zu Versuchszwecken auf Feldern – ebenfalls in Sachsen-Anhalt, außerdem läuft ein Genehmigungsverfahren auf EU-Ebene.

Auch wenn es gerade in Deutschland keinen kommerziellen Anbau gibt – man wolle sich alle „unternehmerischen Optionen offen halten“, erklärt das Unternehmen. „Wenn sich die Situation ändert und die Kartoffel für den europäischen Markt attraktiv wird, ist es gut, das Genehmigungsverfahren weiter verfolgt zu haben“, sagt Britta Stellbrink von BASF und bestätigt damit die These Bauer-Panskus’ vom Fuß in der Tür.

Bislang haben Unternehmen mit ausdrücklich gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln keine guten Erfahrungen gemacht. Legendär der Schokoriegel von Nestlé, den das Unternehmen in Deutschland nach einem halben Jahr wieder vom Markt nahm – mangels Käufern.

http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1072171

Anbau von drei Gentech-Maissorten von EU-Kommission abgelehnt

19.7.2012
Heuer vorerst keine Zulassungen für den Anbau weiterer gentechnisch veränderter Pflanzen.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat drei Gentech-Maispflanzen positiv bewertet. Doch die Europäische Kommission äußert nun ihre Bedenken und fordert eine neuerliche Bewertung. „Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, freut sich Heidi Porstner, Gentechnik-Sprecherin der österreichischen Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000. Die EFSA hatte die positiven Bewertungen für die drei zur Diskussion stehenden Maissorten schon länger abgeschlossen. Bei den fraglichen Sorten MON 810, Bt 11 und 1507 handelt es sich um jene Art von gentechnisch veränderten Pflanzen, die ein eigenes Gift produzieren, um sich vor Insekten zu schützen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien befassen sich seit Jahren mit dieser Art von gentechnischer Veränderung. Die möglichen Schäden für Tiere und Umwelt sind bei weitem nicht ausreichend bewertet. Das findet nun auch die Europäische Kommission. Sie fordert von der EFSA eine Neubewertung der Sorten, die immerhin nicht nur als Futter- und Lebensmittelpflanze zugelassen, sondern auch tatsächlich in Europa angebaut werden sollen. Bisher gab es nur eine Maissorte, die für den Anbau zugelassen war, nämlich MON 810. Ihre Zulassung ist aber ausgelaufen und so muss auch diese Maissorte neu bewertet werden. 

Heidi Porstner: „Das ist ein starkes Signal der Europäischen Kommission. Endlich wird die EFSA gefordert, ihre Risikobewertungen zu überarbeiten, denn in der Vergangenheit hat die Behörde jede mögliche Neuzulassung von gentechnisch manipulierten Soya- und Maissorten allzu leichtfertig durchgewunken.“ In EFSA-Publikationen werden gentechnisch veränderte Pflanzen als „genauso sicher“ wie konventionelle, nicht veränderte Pflanzen dargestellt und so alle Gefahren für Mensch und Natur ausgeklammert. „Was Beobachter ja nicht verwundert, denn ein beträchtlicher Teil der handelnden Personen innerhalb der EFSA hat ein sehr enges Verhältnis zu Gentechnik-Konzernen. So können auch keine unabhängigen Gutachten erstellt werden“, kritisiert Porstner. „Zumindest für 2012 wird es sehr wahrscheinlich keine Zulassungen für den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen geben, was uns sehr freut, allerdings muss noch viel Arbeit in Brüssel geleistet werden. In Zukunft sollen nicht Gentechnik-Konzernen nahe stehende Personen über die Risiken dieser gefährlichen Technologie entscheiden, sondern Personen, denen die Gesundheit der Menschen und die Lebensmittelsicherheit echte Anliegen sind!“

http://noe.orf.at/news/stories/2542022/

Bauern-Einkommen um 30 Prozent gestiegen

Die Einkommen der Bauern sind im Vorjahr um gut 30 Prozent gestiegen. Gute Ernten, hohe Qualität und gute Preise machten das möglich. Die Bauern sehen sich trotzdem „am unteren Ende der Einkommensskala“.

Für die heimischen Bauern war 2011 ein gutes Jahr. Die durchschnittlichen Einkommen je Betrieb sind um fast 33 Prozent gestiegen. Bei den durchschnittlichen Einkommen pro Arbeitskraft gibt es sogar ein Plus von 34 Prozent auf durchschnittlich 23.485 Euro.

Das zeigen die aktuellen Zahlen aus dem „Grünen Bericht“. Basis der Daten sind die Ergebnisse von 2.209 freiwillig buchführenden land- und forstwirtschaftlichen Betrieben. Diese weisen für 2011 je Betrieb eine durchschnittliche Einkommenssteigerung auf 25.679 Euro auf.

Minus aus 2009 bei vielen nicht kompensiert

Verantwortlich für den Einkommenszuwachs im Jahr 2011 waren vor allem die höheren Preise und Ertragsmengen für Getreide, Öl- und Eiweißfrüchte sowie Stärkekartoffeln und Zuckerrüben, so das Landwirtschaftsministerium. Die gestiegenen Erträge im tierischen Bereich seien vorwiegend auf den höheren Milchpreis und die vergleichsweise gute Preislage für Rinder und Schweine zurückzuführen.

dpa/ David Ebener

Höhere Erträge und Preise

Die öffentlichen Gelder dagegen verringerten sich gegenüber 2010 geringfügig. Im Obstbau sei eine gute Ernte mit guten Preisen verkauft worden, auch im Weinbau habe gegenüber 2010 eine höhere Erntemenge mit guten Preisen zu höheren Einnahmen geführt. Und auch in der Forstwirtschaft habe der im Vergleich zum Vorjahr höhere Holzeinschlag im Zusammenhang mit höheren Preisen zu einer deutlichen Ertragssteigerung geführt. Im Durchschnitt aller Betriebe sei der Ertrag gegenüber 2010 um 15 Prozent gestiegen.

Die Rahmenbedingungen waren außerordentlich gut, sagt Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP): „Es haben die Erträge, die Preise und das Wetter gepasst. Das ist erfreulich, aber auch die Leistung der Bauern. In einigen Bereichen ist das starke Minus der Vergangenheit noch nicht kompensiert. Denn 2009 waren die Bauerneinkommen um mehr als ein Viertel eingebrochen.

Weiter „am unteren Ende der Einkommensskala“

Heuer wird es für die Bauern wohl kein gutes Ergebnis geben. Dürre, Frost, Hagel und Unwetter haben schon jetzt Schäden in Millionenhöhe verursacht – mehr dazu in Dürre bringt massive Ernteausfälle. Darauf weist auch der Präsident der Landwirtschaftskammer NÖ, Hermann Schultes, hin. Die Bauern würden gute Einkommensjahre wie 2011 brauchen, um schlechte Jahre wie 2012 abfedern zu können, sagt Schultes in einer Aussendung. Das Plus im Vorjahr habe bei vielen Betrieben aber nicht ausgereicht, um das Minus von 2009 auszugleichen.

Österreichs Bauern würden auch nach dem erfreulichen Vorjahresergebnis weiterhin am unteren Ende der Einkommensskala liegen, so der Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, Gerhard Wlodkowski, am Donnerstag in einer Aussendung. Die Bauern gehörten noch immer zu den schwächsten Verdienern, so auch Bauernbund-Präsident Jakob Auer in einer Stellungnahme.

Publiziert am 19.07.2012

LA VIA CAMPESINA – PRESS RELEASE

Agrarian Reform in the 21st Century:

Building a New Vision, Redefining Strategies, and Celebrating Victories

(JAKARTA, 19 JULY 2012) The international workshop and seminar, “Agrarian Reform and the Defense of Land and Territory in the 21st century: The Challenge and Future” culminated on Sunday, July 15, in a celebration in Sibaladuang, Sungai Kamuyang Village, Limapuluh Kota Regent, West Sumatra, Indonesia.

La Via Campesina and Global Agrarian Reform delegates of the international workshop, from 26 countries, from Africa, Asia, Latin America and Europe, in culmination of the Agrarian Reform in the 21st century discussions, joined the 14th anniversary celebration of Serikat Petani Indonesia (Indonesian Peasant Union), the local host of the conference. There were also an additional 2,500 participants, with members of SPI from 15 provinces from around Indonesia. Also in attendance were the Indonesian President’s Special Envoy for Poverty Eradication, H.S. Dillon, Governor of West Sumatra, Irwan Prayitno, Limapuluh Kota Regent District Head, Alis Maradjo, SPI West Sumatra Chairperson, Sukardi Bendang, and SPI Chairperson and La Via Campesina General Coordinator, Henry Saragih.

The venue of the celebration had great significance not only to SPI, but to all struggling for agrarian reform, as it stands as an example of how agrarian reform can be properly implemented and how peasants can successfully cultivate the land for the benefit of the entire community. As the Governor of West Sumatra, Irwan Prayitno, stated in his address, congratulating and expressing his support to SPI, “I have signed the Governor’s Regulation for the West Sumatra province to now have regulations in which it returns the expired land use rights from corporations to ulayat (indigenous peoples/community) rights.” He goes on to say that, “The implementation of sustainable agriculture and organic farming programs should be continued in West Sumatra.” Henry Saragih, General Coordinator of La Via Campesina, declared in his speech, “This is the site of a victorious struggle for agrarian reform and we have come here to celebrate this victory but also to take inspiration from it for the continuation of our struggle for agrarian reform in the 21st century.”

The final declaration of the international workshop was also read out, outlining some of the key elements of a new vision of agrarian reform and the sovereignty of peoples over their territories. Among them are:

  1. Peasants and family farm production play the central role in the building of food sovereignty.
  2. Harmonious coexistence based on mutual solidarity between rural peoples, including peasants, fisher folk and indigenous peoples.
  3. The need to broaden our alliances to incorporate other peoples who are threatened by the same current phenomena, including urban dwellers threatened with impoverishment and with eviction to make way for real estate speculation; peoples who live under military occupation; consumers who face ever higher prices for food of ever worsening quality; communities facing eviction by extractive industries; and rural and urban workers.
  4. The need to reinforce our self-determination while building our autonomy in self-government over communal resources.
  5. The deepening and expanding of the leadership of women in the struggle for land and the defense of territory, and in our movements.
  6. To avoid repeating the errors of the Green Revolution and to take care of the Mother Earth by using agroecological production practices.
  7. To prioritize the struggle of youth for access to land in Europe and North America as well as in the nations of the South, while reconstructing rural economies so that young people are not forced to migrate.
  8. The need to build new alliances and develop new tactics of solidarity and protection against the growing criminalization of those who defend their territories.
  9. The recognition of the fundamental role of social movements in the recent state-led agrarian reforms carried out with greater or lesser degrees of success in various countries.

The declaration ends with the statement that “The new agrarian reform should be a fundamental pillar not only in the construction of food sovereignty, but also in the democratic transformation of society to develop new civilizations that will put an end to hunger and poverty, and to respect and protect Mother Earth.”

La Via Campesina is the international movement of peasants, small- and medium-sized producers, landless, women farmers, indigenous people, rural youth migrants and agricultural workers. It defends small-scale sustainable agriculture as a way to promote social justice and dignity. La Via Campesina comprises about 150 local and national organizations in 70 countries from Africa, Asia, Europe and the Americas. Altogether, it represents about 200 million farmers. It is an autonomous, pluralist and multicultural movement, independent from any political, economic or other type of affiliation.

The Global Campaign on Agrarian Reform is La Via Campesina’s campaign to support the local struggles of landless peasants around the world for access to land, and to support people’s who are trying to defend their territories from land grabbing TNCs and governments. Partners in this campaign are FIAN International and the Land Research Action Network.

More information:

Indra Lubis: ilubis@viacampesina.org +628126003708
Mary Lou Malig: marylouisemalig@gmail.com +6287887659792

La Via Campesina 
Via Campesina is an international movement of peasants, small- and medium-sized producers, landless, rural women, indigenous people, rural youth and agricultural workers. We are an autonomous, pluralist and multicultural movement, independent of any political, economic, or other type of affiliation. Born in 1993, La Via Campesina now gathers about 150 organisations in 70 countries in Asia, Africa, Europe, and the Americas.

International Operational Secretariat: Jln. Mampang Prapatan XIV no 5 Jakarta Selatan, Jakarta 12790 Indonesia
Tel/fax: +62-21-7991890/+62-21-7993426
Email: viacampesina@viacampesina.org

Betreff: Fw: Flugblatt Warnung vor Ausbreitung von Lebensmittel-Gefahren

Von: kein-transgen@gmx.de („attac-Gentechnik-AG c/o BI Bürgerwache e.V. „)
Datum: 10.07.2012, 16:44:42
Betreff: Flugblatt Warnung vor Ausbreitung von Lebensmittel-Gefahren

Warnung vorm Essen?

Gefährliche Entwicklungen in der US-Amerikanischen Landwirtschaft

breiten sich wahrscheinlich bereits auch in Deutschland aus

1. Im Frühjahr 2011 begann der renommierte amerikanische Prof. Don Huber vor erschreckenden Veränderungen in der Landwirtschaft durch den ausufernden Einsatz von Herbiziden und Gentechnik-Pflanzen zu warnen.

Diese hätten verheerende Folgen für die Nutztiere und in Folge sehr wahrscheinlich auch für die Verbraucher:

Don Huber warnt vor Kollaps der US-amerikanischen Landwirtschaft”:

„Eine drastische Warnung vor den katastrophalen Folgen der Gentechnik kommt nun aus dem „Mutterland“ dieser Risikotechnologie: Der renommierte US-amerikanische Forscher Don Huber warnt vor einem „Kollaps der landwirtschaftlichen Infrastruktur“. Schuld sei ein krankmachender, völlig neuer Organismus, der u.a. große Ernteausfälle bei Gensoja und Genmais verursachte. Bei der Verfütterung dieser Pflanzen sei es zu Unfruchtbarkeit und Fehlgeburten von Tieren gekommen. Generell steht das vielfach im Zusammenhang mit der Gentechnik eingesetzte Totalpflanzengift Glyphosat bzw. Produkte wie Roundup® im Mittelpunkt des Interesses. Die Zulassung neuer Gentechnik-Pflanzen sollte weitgehend sofort gestoppt werden, fordert Huber.“ << http://www.gentechnikverbot.at/index.php?option=com_content&view=article&id=31:don-huber&catid=5:nachrichten&Itemid=2

Don Huber hat auch dem Ober- und Unterhaus des Vereinigten Königreichs vonGroß-Britannien einen Bericht vorgestellt, der die Glyphosat verwendende Landwirtschaft als die schlimmste Bedrohung für Umwelt, Vieh und die menschliche Gesundheit entlarvt. http://www.gmwatch.org/index.php?option=com_content&view=article&id=13628

2. GenPflanzen und ihre Früchte wie Gen-Soja oder Gen-Mais, Gen-Raps werden in großen Mengen in die EU importiert

und überwiegend an unsere Tiere verfüttert, bzw. auch in Biogasanlagen verarbeitet.

Diese Importe enthalten erwartungsgemäß große Mengen an dem hochgiftigen Glyphosat, bzw. Roundup.

Jedoch werden weder diese Futtermittel, noch die anfallende Gülle nach der Verfütterung, und auch nicht die Überreste aus den Biogasanlagen auf die Rückstandsmengen dieser Substanzen geprüft.

So können sie unsichtbar immer weitere Bereiche der EU-Landwirtschaft und unserer Lebensmittelkette kontaminieren und sich dort auch noch anreichern, obwohl es in Deutschland z. Zt. keinen kommerziellen Gentechnik-Anbau gibt.

Das betrifft dann alle Sparten der konventionellen Futter- und Nahrungsmittel-Produktion, also sehr wahrscheinlich auch den Gemüse-Anbau, ja selbst die Tierstreu.

Hinzu kommt, daß diese Mittel auch in Deutschland im konventionellen Bereich sowieso anwachsend benutzt werden.

In Deutschland klagen immer häufiger und mehr Bauern über chronischem Botulismus bei ihrem Nutzvieh.

selbst ein Landwirt soll bereits dadurch zu Tode gekommen sein (3 Sat-Sendung „nano“vom 19.06.2012).

Die Behörden sind aufmerksam geworden, wissen aber noch nichts genaueres über die Quelle dieses anwachsenden Übels.

Herr Prof. Huber hat in den USA ein sehr aufschlußreiches Interview gegeben, in dem er die Wege und sogar bereits die biologischen Wirkmechanismen, wie es zu solch schlimmen Auswirkungen und Schäden kommt, z. B. chronischem Botulismus oder Unfruchtbarkeit und Geburtsfehlern, sehr anschaulich und auch für Laien verständlich darlegt.

Ein Teil dieses Interview liegt jetzt auf Deutsch vor.

Wir empfehlen es jedem, der sich selber nicht mit Essen vergiften möchte.

Sie finden den Text bei:

http://www.attac-bielefeld.de/fileadmin/user_upload/Gruppen/Bielefeld/huber-interview.pdf

Eine andere Welt ist nötig, in der Essen gut und gesund ist.

Eine Auswahl jüngster Meldungen (Stand Mitte 2012) deutet auf die Richtigkeit der von Prof. Don Huber im Interview gemachten Ausführungen:

+ INHALIEREN GEFÄHRLICH: GLYPHOSAT IST GIFTIG UND SCHÄDIGT DIE DNA MENSCHLICHER MUNDZELLEN 
Laut einer neuen Studie von österreichischen Wissenschaftlern verursachen sowohl Glyphosat als auch Roundup DNS-Schädigungen menschlicher Mundzellen. Bedeutend dabei ist, dass DNS-Schäden bei Konzentrationen auftraten, die unter denen lagen, die zu Zellschäden führen. Dies legt nahe, dass die DNS-Schäden direkt durch das Herbizid verursacht wurden, statt als indirektes Resultat von Zell-Toxizität. Die Studie stellt die Sicherheit des Inhalierens von Glyphosat infrage. Dies ist bedeutsam, weil Menschen in den Soja produzierenden Ländern Südamerikas dem Herbizid besonders häufig durch Inhalation ausgesetzt sind.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22331240http://www.i-sis.org.uk/Glyphosate_Toxic_to_Mouth_Cells.php

+ ROUNDUP VERURSACHT VERFORMUNGEN BEI WIRBELTIEREN
Werden Kaulquappen fast tödlichen Dosen Roundup ausgesetzt, dann wachsen ihnen abnormal lange Schwänze, stellte eine Studie des Biologen Rick Relyea an der Pittsburgh Universität fest. 
http://gmwatch.org/index.php?option=com_content&view=article&id=13811

Landwirt an Botulismus erkrankt und mit Monsantos Glyphosat belastet

Der Körper des an Botulismus erkrankten Landwirts aus Sachsen ist extrem mit Pflanzengift belastet. Das haben Leipziger Wissenschaftler festgestellt, wie das MDR-Nachrichtenmagazin „Exakt“ vom 30.05.2012 berichtet. Die Veterinärin und Mikrobiologin Monika Krüger von der Universität Leipzig sagte dem Magazin, die Belastung des Mannes liege um ein Tausendfaches höher als in durchschnittlichen Vergleichsproben. Krüger bezeichnete die ermittelten Werte im Urin des Landwirts als besorgniserregend.

http://bundesbienen.info/2011/05/26/sachsen-landwirt-an botulismus-erkrankt-und-mit-monsantos-glyphosat-belastet/

STUDIEN ZEIGEN PROBLEME VON MIT GENTECH-FUTTER GEFÜTTERTEN TIEREN
Ein neuer Bericht von Gilles-Eric Seralini und Kollegen scheint auf  Leber- und Nierenprobleme bei Säugetieren, die mit gv-Futter gefüttert wurden, hinzuweisen. Der Bericht basiert auf einer Auswertung von 19 Studien.

Der Bericht wurde im Journal ‘Environmental Sciences Europe’ veröffentlicht. Die Autoren untersuchten Rohdaten von 90-Tage-Tests mit Ratten. Bei diesen Tests wurden biochemische Blut- und Urin-Parameter von Säugetieren gemessen, die mit GVO mit Schädlingsresistenz gefüttert wurden. Die Tests wurden in Folge von Klagen oder behördlichen Anfragen durchgeführt und die Autoren bewerteten die Studien im Licht der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse.

Obwohl die Tests möglicherweise nicht auf eine chronische Toxizität von GVO hinweisen, warnen die Autoren nichtsdestoweniger, dass die Anzeichen in Nieren und Leber die Entstehung von chronischen Krankheiten bedeuten könnte. Sie schlagen daher vor, genauere  und längere Studien durchzuführen. Die Autoren stellten fest, dass im europäischen Recht keine Mindestdauer für Tests von den im großen Maßstab angebauten GVO verbindlich festgeschrieben ist.
http://www.gmwatch.org/index.php?option=com_content&view=article&id=13026

DÄNEMARK: NACH UMSTELLUNG AUF GENTECHNIKFREIES SOJA SPEKTAKULÄRE VERBESSERUNG DER GESUNDHEIT VON SCHWEINEN 
Der dänische Schweinezüchter Ib Borup Pedersen hat enthüllt, dass gv-Soja-Futtermittel verheerende Auswirkungen auf die Gesundheit seiner Tiere und die Rentabilität seines Betriebes hatten. Herr Pedersen stellte Missbildungen bei einer großen Anzahl von Ferkeln fest, deren Muttersauen mit gv-Soja gefüttert worden waren sowie Durchfallerkrankungen sowohl bei Sauen als auch bei Ferkeln. Viele der Missbildungen ähnelten denen, die auch bei Babys festgestellt werden, die in den gv-Soja produzierenden Regionen Südamerikas geboren werden. Als Pedersen auf gentechnikfreies Soja umstellte, verschwanden die Probleme. Er ist überzeugt, dass die Auswirkungen durch Roundup-Rückstände im gv-Soja verursacht wurden. Obwohl das gentechnikfreie Soja teurer sei, würden die zusätzlichen Ausgaben durch geringere Kosten bei medizinischen Behandlungen mehr als ausgeglichen; daher mache er jetzt einen größeren Gewinn pro Schwein als zu der Zeit, als er gv-Soja verfütterte. In einem Leitartikel der dänischen Zeitung, die die Geschichte veröffentlichte, hiess es, die Behörden handelten verantwortungslos, wenn sie die Entdeckungen des Landwirts ignorieren würden. Die Zeitung gratulierte den Behörden dazu, eine neue Studie in Auftrag gegeben zu haben, die untersuchen soll, ob Magenschädigungen und andere Auswirkungen mit gv-Soja in Verbindung gebracht werden können.

Ib Pedersen hat ein Video eines der missgebildeten Ferkel ins Netz gestellt. Bitte seid gewarnt, dass viele Menschen dieses Video als schockierend empfinden werden.
 http://youtu.be/Iri9Mw9OltU

Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, 
dass das, was wir Wirklichkeit getauft haben, eine 
noch größere ILLUSION ist als die Welt des Traumes. 
(Salvador Dali)