Glyphosat | Roundup

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Liebe Freunde,

die Getreideernte steht wieder vor der Tür. Viele Bauern pflegen ihr Getreide mit allen Mitteln, dass es sich gesund entwickelt. Und dann spritzt man auf Empfehlung mancher Händler und Berater nur wenige Tage vor der Ernte pures Gift darauf, nur um besser dreschen zu können  –  ja geht es noch??? Neben der Giftspritzung auf Getreidefelder vor der Ernte, wird derzeit auch groß Werbung gemacht, glyphosathaltige Mittel als Totalherbizide im Garten- Hof- und Hausbereich anzuwenden, obwohl dies teilweise verboten ist.

Das Umweltinstitut München hat zu dieser hochbrisanten Sache eine hervorragende Pressemeldung verfasst. Lest hierzu den untenstehenden Bericht. Da viele Bauern leider keine Mails bekommen, müssen wir die ganze Thematik großflächig in den Medien verteilen. Hierzu eignen sich besonders Leserbriefe. Im Sommer wird in allen Zeitungen immer wieder über Landwirtschaft, Gärten und Umwelt berichtet. Man kann dabei auf diese Berichte verweisen. Das Umweltinstitut empfiehlt: Bitte nehmt den Text, ändert ihn nach Bedarf um und schickt ihn an euere Zeitung mit der Bitte um Abdruck. Es geht hier einzig und allein um unser aller Gesundheit. Ich habe 2 Leserbriefversionen als Muster beigelegt. Wir müssen erreichen, dass dieser Blödsinn, Getreide kurz vor der Ernte mit Gift zu spritzen, endlich aufhört. Viele Landwirte sind sich der Gefahr nicht bewusst, weil es ihnen niemand sagt. Auffällig ist jedoch, dass unvorstellbar viele Tierhalter große Probleme hatten, wenn solches Getreide oder Stroh verwendet wurde. Auch Hobbytierhalter, vor allem Pferde, sollen ihre Lieferanten drängen, das Getreide mit Stroh vor der Ernte nicht tot zu spritzen. Agrarhändler sollen endlich aufhören, den Landwirten dies zu empfehlen.

Aufkäufer von Getreide, vor allem Mühlen und Mischfutterwerke, sollen Partien, die eine Vorerntespritzung bekommen haben, verweigern. Künftig wird verstärkt auf Glyphosat untersucht. Wir warnen Landwirte und Aufkäufer, einfach zu bestätigen, dass nicht vorerntebehandelt wurde, wenn es doch geschah. Dieser Betrug wird teuer.

Und nun zur immer wieder in Fachzeitschriften und Vorträgen zitierten Aussage, dass weltweit keine Gefahren im Zusammenhang mit Glyphosat bekannt sind. Wer keine Gefahren kennt, muss ein Brett vorm Hirn haben und hat noch nie danach gesucht. Als kleine Nachhilfe für Unwissende lege ich eine kleine Sammlung über die bestätigten Gefahren bei. Es wären noch vielfach mehr, aber der Mailserver würde es nicht schaffen. Wer hier noch glaubt, glyphosathaltige Mittel seien unschädlich, ist ein Träumer. Wer hier auf die Aussagen von Vertretern vertraut, sollte sich mal fragen, warum die das so sagen.

Meine besondere Bitte geht jedoch an Presse- und Medienvertreter. Greifen Sie bitte die Aktion des Umweltinstituts auf. Man darf es nicht mehr verheimlichen. Fast alle Landwirte, die dies betrifft, machen diese Vorerntespritzung nur deshalb, um leichter dreschen zu können. Für diesen Zweck Gift einzusetzen, dass im Erntegut verbleibt, ist eigentlich ein Horrorgedanke. Grund genug, die Sache wegen unserer Gesundheit anzuprangern.

Und was viele nicht wissen: Bei den Gütesiegeln QS, GQ und QM ist das alles erlaubt –  ein echter Skandal! Aber alle kaufen diese Nahrungsmittel, anstatt einmal NEIN zu sagen. Der nächste Lebens- und Futtermittelskandal steht also vor der Tür. Diesmal werden wir dann öffentlichwirksam fragen, wer diese Zeichen verlangte (Viehaufkäufer, Handelsketten, usw.).

Trotz allen – Viele Grüße

Feilmeier Josef
– Internationale Arbeitsgruppe Futtermittel NON-GVO
www.feilmeier.info

Hier einige von Josef Feilmeier übermittelte Infos. Weitere Details bitte im Original nachzulesen (Informationen Umweltinstitut München)

Augen auf beim Brötchenkauf!

Massiver Pestizid-Einsatz auf Getreidefeldern kurz vor der Ernte

Die Getreideernte steht vor der Tür. Und nur wenige Tage zuvor spritzen viele Landwirte pures Gift auf Getreideflächen. Roundup oder andere glyphosathaltige Mittel werden eingesetzt, um den wenigen Unkräutern, die bis dahin überlebt haben, den Garaus zu machen. Ebenfalls empfohlen wird eine Giftdusche vor der Ernte, damit das Getreide zum gewünschten Termin „reif“ ist.

Da sich die Pestizide nicht so rasch abbauen, enthält das frisch geerntete Getreide noch große Mengen des aggressiven Pflanzengifts. Eine Kontrolle des Getreides auf Giftrückstände findet jedoch so gut wie nicht statt. Und so landen die giftigen Stoffe direkt auf unseren Tellern und in den Trögen der Tiere.

Erste Ergebnisse einer Untersuchung der Universität Leipzig belegen, dass auch bei Menschen aus Berlin, die keinen direkten Kontakt zu Landwirtschaft haben, Glyphosat im Urin nachgewiesen wurde. Und zwar in allen Proben. Laut den Herstellerangaben baut sich Glyphosat angeblich schnell ab und hätte demnach gar nicht im menschlichen Urin zu finden sein dürfen. Die mögliche Kontaminationsquelle können nur Lebensmittel sein.

Gift spritzen zur Arbeitserleichterung
Angeblich erschwert das Unkraut auf dem Acker die Ernte. Doch auch die verdorrten Unkräuter bleiben zwischen den Getreidehalmen stehen. Der Mähdrescher muss sie folglich trotzdem aussieben. Wo bleibt da die Arbeitserleichterung? Auch das zweite Argument der Pestizid-Befürworter, das Getreide werde nach der Giftdusche trockener und ließe sich daher besser verarbeiten und lagern, ist falsch. Da Unkräuter, vielmehr Beikräuter, das Getreide nur oberflächlich befeuchten, reicht eine einfache Trocknung mit Kaltluft aus, um die Ernte zu trocknen. Zudem sollte ohnehin nur gedroschen werden, wenn das Getreide reif ist und nicht, weil der Lohnunternehmer gerade Zeit hat. Die Technik sollte sich der Landwirtschaft und den Naturabläufen anpassen und nicht umgekehrt. Dass dies sehr gut möglich ist, beweisen zahlreiche Bio-Landwirte.

Glyphosat im Getreide – alles ganz ungefährlich?
In Fachzeitschriften, Vorträgen und Aussagen der Bundesregierung wird immer noch behauptet, dass keine Gefahren von Glyphosat ausgehen. Doch wer die offensichtlichen Gefahren leugnet, verschließt die Augen vor den Tatsachen. Die Auswirkungen von Roundup und Glyphosat in Argentinien, Brasilien, Paraguay und anderen lateinamerikanischen Ländern sind offensichtlich. Nur wenige kritische Wissenschaftler konnten eigene Untersuchungen durchführen und alle kommen zum gleichen Ergebnis: Roundup und Glyphosat sind hochgiftig. Hersteller und deren Wissenschaftler gehen jedoch weiter von einer Unbedenklichkeit aus. Doch wie unabhängig kann ein Wissenschaftler sein, der von einem Gift-Konzern bezahlt oder durch dessen Drittmittel kofinanziert wird? Sehr wahrscheinlich würde es ihn seinen Job kosten, wenn seine Forschungsergebnisse gegen den Geldgeber sprechen.

Oft wird auch die Ausrede bemüht, das Gift sei ja zugelassen und streng kontrolliert. Doch diese Logik ist fatal: Atrazin, DDT, Contergan, Agent Orange und viele andere unstrittig gefährliche Gifte waren auch einst erlaubt. Die Praxis, Chemikalien zuzulassen, bis deren Gefährlichkeit zweifelsfrei erwiesen ist, ist skandalös. Denn das Risiko tragen mal wieder die Verbraucherinnen und Verbraucher!

Schreiben Sie einen Leserbrief!

Dieser Missstand betrifft uns alle – die Bürgerinnen und Bürger, die die giftigen Lebensmittel essen, sowie die Landwirtinnen und Landwirte, die zu Verbündeten der Gift-Konzerne werden. Dennoch scheuen sich viele Medien, über das hochbrisante Thema zu berichten. Vielleicht weil die Werbeaufträge der Konzerne wegfallen könnten? Lieber krankmachendes Essen für alle, als weniger Einnahmen?

Es ist Zeit, sich zu wehren! Nutzen Sie die Möglichkeit zur Information der Bürgerinnen und Bürger in Ihrer Stadt und in Ihrer Gemeinde und schreiben einen Leserbrief.

Hier können Sie die Vorlage für einen Leserbrief herunterladen:

Leserbrief_Roundup doc
Versehen Sie den Brief mit Ihrem Namen, ändern Sie ihn nach Belieben und senden Sie ihn an Ihre Zeitungsredaktion.
Es geht um unsere Gesundheit – um nicht mehr und nicht weniger! Und diese muss Vorrang haben vor dem Profit der Konzerne.
Stand: Juli, 2012

Newsletter des Umweltinstitut München e.V.

Freitag, den 6. Juli 2012

Augen auf beim Brötchenkauf!

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstitut München,

die Getreideernte steht vor der Tür. Und nur wenige Tage zuvor spritzen viele Landwirte pures Gift auf Getreideflächen. Roundup oder andere glyphosathaltige Mittel werden eingesetzt, um den wenigen Unkräutern, die bis dahin überlebt haben, nun den Garaus zu machen. Ebenfalls empfohlen wird eine Giftdusche vor der Ernte, damit das Getreide zum gewünschten Termin „reif“ ist.

Da sich die Pestizide nicht so rasch abbauen, enthält das frisch geerntete Getreide noch jede Menge des aggressiven Pflanzengifts. Eine Kontrolle des Getreides auf Giftrückstände findet jedoch so gut wie nicht statt. Und so landen die giftigen Stoffe direkt auf unseren Tellern und in den Trögen der Tiere.

Dieser Missstand betrifft uns alle – die Bürgerinnen und Bürger, die die giftigen Lebensmittel essen, sowie die Landwirtinnen und Landwirte, die zu Verbündeten der Gift-Konzerne werden. Dennoch scheuen sich viele Medien, über das hochbrisante Thema zu berichten. Vielleicht weil die Werbeaufträge der Konzerne wegfallen könnten? Lieber krankmachendes Essen für alle, als weniger Einnahmen?

Es ist Zeit, sich zu wehren! Nutzen Sie die Möglichkeit zur Information der Bürgerinnen und Bürger in Ihrer Stadt, in Ihrer Gemeinde und schreiben einen Leserbrief. Versehen Sie die Vorlage mit ihrem Namen, ändern sie diese nach Belieben und senden Sie sie an Ihre Zeitungsredaktion.

Es geht um unsere Gesundheit – um nicht mehr und nicht weniger! Und diese muss Vorrang haben vor dem Profit der Konzerne.

Katholische Kirche wankt bei Agro-Gentechnik

Diese Woche wurde die Studie „Den Hunger bekämpfen“ der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz vorgestellt. Darin werden die Ursachen für den Welthunger untersucht und notwendige Handlungsschritte benannt. In Sachen Agro-Gentechnik zeigt sich die Bischofskonferenz leider kompromissbereit: Es könne sein, dass die Grüne Gentechnik unter bestimmten Voraussetzungen Chancen böte, die durch ein kategorisches Nein von vornherein ausgeschlossen würden.

Wir bleiben bei unserem klaren Nein! Die Agro-Gentechnik stellt ein erhebliches Risiko für die Umwelt und die Ernährungssicherheit dar. Besonders katastrophal sind die Konsequenzen für Landwirte. Alle Versprechungen der Gen-Lobby haben sich bisher als Lügen herausgestellt. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern.

Unsere Gentechnik-Flyer und die Gen-Broschüre mit Informationen über die Risiken der Agro-Gentechnik können Sie als PDF downloaden oder hier bestellen.

Mit Hilfe unserer regelmäßigen Förderer können wir Projekte und Aktionen gegen Atomkraft, Gentechnik, Agrosprit und für ökologischen Landbau finanzieren. Durch die Mitgliederwerbeaktion wollen wir unsere Basis verbreitern und bekamen dafür wieder eine Reihe attraktiver Preise gestiftet.

Werden Sie bis zum 31. August 2012 Fördermitglied des Umweltinstitut München e.V. und gewinnen Sie einen Kurzurlaub für die ganze Familie auf dem Schallhammer-Bio-Archehof im Pfaffenwinkel, eine hochwertige Korn-Quetsche der Firma Eschenfelder sowie viele weitere wertvolle Preise! Alle neuen Förderer bekommen als Begrüßungsgeschenk eine Einkaufstasche mit unserem Logo – natürlich aus fair gehandelter Biobaumwolle.

Mit herzlichen Grüßen, Ihr

Harald Nestler
Vorstand

+ + + Termine + + +

Podiumsdiskussion: Lebensmittelsicherheit in China und Deutschland
9. Juli, 19.30 Uhr, Teehaus Pavillon, Rindermarkt, München
Was essen wir heute? Die Globalisierung bringt Lebensmittel aus aller Welt auf den Tisch. Gleichzeitig besteht Unsicherheit über die Sicherheit und Qualität von Produkten aus Fernost. In der Diskussion mit Lebensmittelimporteuren sollen Fragen zu Herstellungsverfahren, Bioprodukten und der sich wandelnden Esskultur in China und Deutschland beantwortet werden.

Auf dem Podium diskutieren unter anderem: Anja Sobczak, Umweltinstitut München e.V. und Ursula Eichler, Naturkost Ernst Weber.
Veranstalter: Konfuzius Institut München. Mehr Infos

Vortrag und Film: „Deadly Dust“ – Todesstaub Uranmunition  
11.-13. Juli, in Schwabach, Nürnberg und Roth
In nahezu allen Kriegsgebieten wird heutzutage Uranmunition eingesetzt. Die dabei frei werdenden radioaktiven Uranoxid-Partikelchen in Nanogröße führen zu einer Verstrahlung der Umwelt und somit auch der Soldaten beider Seiten und der Zivilbevölkerung vor Ort. Zudem besteht die Gefahr, dass dieser „Todesstaub“ in weit entfernte Gebiete getragen wird – und zwar weltweit! Mehr Infos

Begleitet von einem Vortrag mit anschließender Diskussion wird der Dokumentarfilm „Deadly Dust, Uranmunition – ein Verbrechen an uns allen“ von Frieder Wagner, an folgenden drei Terminen gezeigt:
Mittwoch, 11. Juli, Evangelisches Haus, Wittelsbacherstr. 4, Schwabach
Donnerstag, 12. Juli, Haus Eckstein, Burgstr. 1, Nürnberg
Freitag, 13. Juli, Weinbergweg 1, Landratsamt Roth

Einfach auf „Weiterleiten“ drücken oder übermitteln Sie Ihren Freunden und Bekannten folgenden Link:
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newsletter@umweltinstitut.org

Umweltinstitut München e.V. | Landwehrstraße 64 a | 80336 München | umweltinstitut.org

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8.08.2011 | permalink

Weitere Schäden durch Glyphosat von deutschem Wissenschaftler nachgewiesen

Glyphosat ist der weltweit am meisten eingesetzte Wirkstoff gegen Unkräuter. Er wird unter verschiedenen Handelsnamen und von unterschiedlichen Firmen vertrieben.

Das Sterben von Zitrusbäumen, höherer Düngemittteleinsatz, vermehrtes Aufkommen von Schadpilzen und direkte Schadeinwirkungen auf das Wurzelsystem beim Einsatz von Glyphosat beschreibt der Experte Prof. Dr. Günter Neumann von der Universität Hohenheim in einem Beitrag beim bayerischen Rundfunk. Der Professor beschäftigt sich schon seit Jahren mit den Auswirkungen von Glyphosat, Bestandteil des Unkrautvernichtungsmittels Roundup, des weltweit am meisten eingesetzten Herbizids. Großflächig besprüht werden damit Felder auf denen Gentechnik-Pflanzen wachsen, die gegenüber dem Herbizid resistent sind. Er berichtet von einer plötzlich auftretenden, sehr starken Anfälligkeit für Krankheiten wie Viren oder Bakteriosen bei Zitrusbäumen mit teils flächendeckendem Baumsterben in brasilianischen Plantagen. Auch in Deutschland wird eine vermehrte Krankheitsanfälligkeit bei Getreide festgestellt, die der Wissenschaftler auf den negativen Einfluß von Glyphosat auf das Wurzelsystem der Nutzpflanze zurückführt. Neumann vermutet eine negative Langzeitwirkung im Boden. Jedenfalls verändert der Wirkstoff das Bodenleben und Schadpilze wie Fusarien werden begünstigt. Die Aufnahme von lebenswichtigen Spurennährstoffen wie Mangan wird durch Glyphosat verschlechtert. Mehr Düngung ist die Folge. Der Wissenschaftler mahnt an, daß die Rückstände von Glyphosat in importierten Sojabohnen als Futtermittel bisher kaum untersucht werden. Der erhöhte Einsatz von Spritzmitteln, die vermehrten Mißbildungen, Fehlgeburten und Krebsleiden, aber auch die Gesundheitsgefahren für den Verbraucher durch Rückstände sind als Folgen des Einsatzes von Glyphosat in mehreren Studien belegt.

11 Der Rundumvernichter Roundup – pures Gift doc

012012-herbizide-im-urin pdf

Don-Huber-Vortrag-Roth-2011-10-21-k5 pdf

Gift auf dem Acker pdf

Glyphosat ist giftig-Roundup noch schlimmer pdf

Glyphosat schadet Pflanzen und bindet Spurenelementen pdf

Glyphosat seht gefährlich pdf

Immer mehr Krankheiten durch Glyphosat pdf

Leserbrief_Roundup doc

Monsanto bestätigt, dass Roundup Resistenzen bildet pdf

Roundup – Infos für Haus und Garten pdf

Roundup Dämmerung, taz, 03.06.09 pdf

Roundup im Gen-Soja tötet Zellen pdf

Roundup kommt von Agent Orange pdf

Roundup vernichtet Artenvielfalt pdf

Soja-Roundup-Zusammenfassung-deutsch-GLS_Bank pdf

SPIEGEL – Hintergründe zum Glyphosat pdf

Vorerntespritzung Ackerfrüchte doc

Wie gefährlich ist Glyphosat und Gen-Soja pdf

Wissenschaftler schlagen Alarm pdf

http://www.taz.de/Gefaehrliches-Unkrautvernichtungsmittel/!85506/

·  12.01.2012

Gefährliches Unkrautvernichtungsmittel
Der Tod des Gärtners
Ein Stadtgärtner arbeitete mit einem gefährlichen Mittel zur Unkrautvernichtung vom Großkonzern Monsanto. Plötzlich fiel er tot um. Die Ursache ist bis heute ungeklärt.von Christian Gehrke

„Killer“ steht ja sogar auf der US-Verpackung: das Unkrautmittel Roundup.  Bild:  dapd
BERLIN taz | Petritorwall in Braunschweig. Es ist der 20. Juli 2011, ein heißer Sommertag. Thomas Basting, ein erfahrener Gärtner und seit Jahrzehnten Angestellter der Stadt Braunschweig, sitzt in seinem kleinen Bus und sprüht den Unkrautkiller Roundup der Firma Monsanto auf den umliegenden Rasen. Basting ist 50 Jahre, sportlich, viel an der frischen Luft, durchtrainiert und gesund.
Das Mittel lagert er in Kanistern auf der Rückbank. Es gilt als giftig und besonders wirkungsvoll. Ab Mittag geht Basting nicht ans Handy, auch vom Feierabend kehrt er nicht zurück. Die Kollegen müssen ihn suchen. Sie finden ihn leblos hinterm Lenkrad. Der herbeigerufene Notarzt kann nicht mehr helfen. Thomas Basting ist tot.
Das Unkrautvernichtungsmittel auf seiner Rückbank steht schon länger in der Kritik. Es enthält Glyphosat, das, vermischt mit dem Zusatzstoff Tallowamin, auch für den Menschen sehr schädlich sein soll. Einer 2009 veröffentlichten Studien der nordfranzösischen Universität Caen zufolge tötet dieses Gemisch Zellen von Nabelschnurvenen in der Petrischale binnen 24 Stunden.

Verbraucherschützer und Politiker schlagen schon seit Jahren Alarm. Nordrhein-Westfalens Agrarminister Johannes Remmel (Grüne) möchte Roundup so schnell wie möglich aus dem Verkehr ziehen. Laut dem Pestizid Aktions-Netzwerks (PAN) verletze Monsanto mit dem Mittel schwerwiegend Menschenrechte.

Kopfschmerzen und tränende Augen
Doch gibt es einen Zusammenhang zwischen Bastings Tod und Roundup? Im Totenschein kreuzte der Arzt „Todesart ungeklärt“ an und unterstrich dies mehrfach. Er schließt einen Zusammenhang zwischen dem Unkrautvernichtungsmittel und dem plötzlichen Tod auch heute nicht aus.

Die Kriminalpolizei ermittelte und kam schnell zu dem Schluss, dass Basting einen akuten Herzinfarkt erlitten habe. Von dem Unkrautvernichtungsmittel Roundup ist im Todesermittlungsbericht nichts zu lesen. Vielmehr soll der Gärtner vor seinem Tod über Druckschmerzen in der Brust geklagt haben, starker Raucher gewesen sein und keinen Hausarzt gehabt haben. So steht es in dem Bericht – der anscheinend aber nicht fehlerfrei ist.

„Das stimmt alles nicht. Mein Mann ließ sich regelmäßig untersuchen“, sagt die Witwe Susanne Basting unter Tränen der taz. Er habe kurz vor seinem Tod über Kopfschmerzen und tränende Augen geklagt. Geraucht habe er nicht stark. Sie möchte endlich wissen, warum ihr Mann ums Leben kam.

Die Hausärztin des verstorbenen Gärtners, Friederike Speitling, ist entsetzt. „Hier ist ein gesunder Mensch gestorben. Es bestanden keine Risikofaktoren für einen Herzinfarkt. Plötzliche Todesfälle beim Umgang mit hochtoxischen Substanzen müssten besonders untersucht werden“, sagte Speitling. Sie schrieb dem zuständigen Kriminalbeamten in Braunschweig einen Brief, bat um weitere Aufklärung und erhielt bis heute keine Antwort.

Widerspruch eingelegt
Weder die Braunschweiger Polizei noch die Vorgesetzten von Thomas Basting wollten sich gegenüber der taz zu dem tragischen Todesfall äußern. Aus der Pressestelle der Stadt Braunschweig hieß es, dass der sehr erfahrene Gärtner berechtigt gewesen sein soll, Roundup auszubringen und um die Gefahren beim Umgang mit diesem Mittel wusste.

Auch das bestreitet Susanne Basting. Ihr Mann sei über die Gefahren nicht aufgeklärt worden. Deswegen habe er sich nicht ausreichend mit Brille und Handschuhen geschützt. Die Witwe bleibt nun mit zwei Kindern allein zurück. Von den Arbeitskollegen ihres Mannes fühlt sie sich gemieden und verlassen.

Klaus Ziehe von der Oberstaatsanwaltschaft Braunschweig versicherte, es könne ein Suizid oder ein Fremdverschulden ausgeschlossen werden. Darum sei die Akte geschlossen und der Beerdigung zugestimmt worden. „Es wäre aber für die Angehörigen besser gewesen, wenn die Todesursache hätte ermittelt werden können“, fügt er hinzu. Doch dafür sei die Staatsanwaltschaft nicht zuständig, hieß es abschließend.

Susanne Basting hingegen möchte endlich Aufklärung. Sie hat gegen den Beschluss Widerspruch eingelegt und Monsanto verklagt.

Hallo zusammen!

Anbei eine umfassende Darstellung zum RoundUp.
Und trotz allem ist dieses Mittel noch in den Regalen der Baumärkte und in
den Lagerhäusern zu finden.

Ich hoffe aber, dass es bald – im Interesse unserer Gesundheit –
verschwindet, wobei eigentlich wir Konsumenten gefordert sind (ganz einfach
nicht kaufen).

RoundUp-freie Grüße

Herbert Jung

—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: Marion Ruppaner [mailto:marion.ruppaner@bund-naturschutz.de]
Gesendet: Dienstag, 20. September 2011 15:32
Betreff: WG: Der Rundumvernichter Roundup; auch im Anhang

Von: Ruth Tippe [mailto:rtippe@keinpatent.de]
Gesendet: Dienstag, 20. September 2011 09:10
An: Ruth Tippe
Betreff: SZ: Der Rundumvernichter Roundup; auch im Anhang

Süddeutsche Zeitung, 20.09.2011
Wissen Seite 16

Der Rundumvernichter

Das populäre Herbizid Roundup galt als harmloses Wundermittel – jetzt
steht es unter Verdacht, Fehlbildungen bei Menschen auszulösen
Am Berliner Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist man nervös.
Gespräche mit Journalisten werden auf Tonband mitgeschnitten. Man wolle
sicher gehen, dass man korrekt zitiert werde, heißt es. Schließlich geht
es um ein heißes Thema: In einem neuen Bericht wirft eine unabhängige
Gruppe von Wissenschaftlern den Kollegen von der Behörde vor, seit mehr
als einem Jahrzehnt Gefahren zu verschweigen, die von Roundup ausgehen,
dem meistverkauften Unkrautvernichtungsmittel der Welt. Die Gruppe, die
sich „Earth Open Source“ nennt und der hochkarätige Wissenschaftler
angehören, wirft den Prüfern vor, die Datenlage zu industriefreundlich
interpretiert und somit die Zulassung auf den europäischen Markt
ermöglicht zu haben. Den acht Autoren zufolge hätten die
Verantwortlichen spätestens 1998 gewusst, dass der Wirkstoff Glyphosat
in dem Unkrautmittel Fehlbildungen bei Tier-Embryonen verursacht.
Glyphosat wurde 1970 als Wundermittel gegen Unkräuter entdeckt und von
dem amerikanischen Agrarkonzern Monsanto patentiert. Es wirkt
durchschlagend, weil es ein lebenswichtiges Enzym in den Pflanzen
blockiert. Menschen und Tiere besitzen das Enzym nicht und müssten sich
deshalb auch nicht vor einer schädlichen Wirkung fürchten, so die
damalige Annahme.
Heute kann man Roundup und andere Glyphosat-haltige Produkte in jedem
Baumarkt kaufen. Die Mittel werden eingesetzt, um Straßenränder und
Bahndämme unkrautfrei zu halten. Der Großteil der weltweit verkauften
eine Million Tonnen Glyphosat landet auf Mais- und Sojafeldern in Nord-
und Südamerika und auf Baumwollplantagen weltweit. Weil Monsantos
Bio-Ingenieure manche Saatgutsorten gentechnisch immun gemacht haben
gegen das Herbizid, überstehen die Pflanzen den Giftregen, während
unerwünschtes Grün verdorrt. Dieses Kombipaket aus Unkraut-Ex und
Super-Saatgut machte Monsanto von 1996 an schnell zum Marktführer und
die Glyphosatrezeptur Roundup zum meistverkauften Herbizid der Welt.
Noch bevor das Mittel 2002 in Europa zugelassen wurde, gab es Zweifel an
seiner Harmlosigkeit. Frösche und Lurche zählten zu den ersten Opfer,
auch Fischen bekommt es nicht. Mit dem vermehrten Einsatz häuften sich
Berichte über unerwünschte Nebenwirkungen, mehrere Gerichte verboten
Monsanto, das Mittel als ungefährlich zu bewerben. Heute stammt
schätzungsweise die Hälfte des weltweit gehandelten Glyphosats aus
chinesischen Fabriken. Seit acht Jahren mehren sich Berichte aus
Südamerika über Fehlbildungen bei Kindern, deren Eltern in der Nähe von
gespritzten Feldern leben. Für Kritiker ist das ein Beleg dafür, dass
der Wirkstoff nicht bloß im Tierversuch sein zerstörerisches Potential
zeigt, sondern jeden Tag Menschen schadet.
Erst vor kurzem hat es das BfR geschafft, eine Erwiderung auf seine
Webseite zu stellen. Darin heißt es, dass der Bericht zwar kaum neue
Fakten enthalten würde, viele der aufgeworfenen Fragen dennoch „sehr
ernst genommen werden sollten“. Eine neue Risikobewertung sei durch den
Bericht allerdings nicht notwendig geworden, meldete das Institut nach
Brüssel, wo die EU-Kommission um eine Stellungnahme zu den Vorwürfen
gebeten hatte.
Wie kann es sein, dass zwei Parteien auf dieselben Daten schauen und zu
so unterschiedlichen Ergebnissen kommen? Lars Niemannn vom BfR zufolge,
der in den 1990er-Jahren an der ersten europäischen Bewertung von
Glyphosat beteiligt war, liegt es daran, wie die Studien interpretiert
werden. Da ist etwa die Untersuchung an Kaninchen aus dem Jahr 1993, die
von einem deutschen Hersteller bei einem indischen Prüflabor in Auftrag
gegeben worden war. Die beteiligten Forscher verabreichten trächtigen
Kaninchen Glyphosat, um zu testen, ob die Chemikalie dem Nachwuchs
schadet. Zahlreiche Jungtiere kamen mit veränderten Herzmuskeln auf die
Welt – für Kritiker ein klarer Hinweis auf die Schädlichkeit des
Stoffes. Für die Behörde ist diese Studie hingegen wertlos, weil die
Dosierungen zum Teil derart hoch gewählt wurden, dass die Hälfte der
Muttertiere starb. Es sei ein Wunder, dass bei solchen Dosierungen nur
die Herzen der Nachkommen beschädigt waren, sagt Niemanns Vorgesetzter
Rudolf Pfeil.
Uneinigkeit herrscht auch über die Auslegung einer Studie aus dem
vergangenen Jahr. Der Embryologe Andrés Carrasco von der Universität
Buenos Aires war von Zeitungsberichten alarmiert. In Dörfern mit Feldern
Glyphosat-resistenter Pflanzen wurden demnach vermehrt Kinder mit
Fehlbildungen geboren. Carrasco injizierte im Labor das Herbizid in
Embryonen von Hühnern und Krallenfröschen, einem verbreiteten
Versuchstier der Entwicklungsbiologie. Er testete sowohl den reinen
Wirkstoff Glyphosat als auch Roundup, das mit Zusatzstoffen ausgeliefert
wird. In beiden Fällen entdeckte Carrasco Schäden, die den Fehlbildungen
beim Menschen ähneln. Für die Gruppe der Kritiker ist das ein Beweis.
Für die Experten vom BfR stellt das Experiment „sehr artifizielle
Bedingungen“ nach, da sich niemand Herbizide in die Adern spritzen würde.
Dies sind nur zwei von Dutzenden Studien, um deren Aussagekraft gerungen
wird. So sind seit der Zulassung auch zahlreiche Untersuchungen
erschienen, die schädliche Effekte des Herbizids auf Zellkulturen
zeigen. Nun stehen Forscher vor einer vertrackten Situation. Heute
würden solche Zellversuche bereits gemacht werden, wenn man eine
vielversprechende Substanz entdeckt hätte, sagt Niemann. Doch Glyphosat
stammt aus einer Zeit, in der es diese Tests noch nicht gab:
„Angenommen, ein Unternehmen würde heute Glyphosat als bislang
unbekannten Wirkstoffkandidaten testen und diese Laborergebnisse sehen,
würde man möglicherweise nicht weiter in diesen Stoff investieren.“
Der Streit um die korrekte Deutung der Daten bricht zu einem kritischen
Zeitpunkt aus. Die Europäische Kommission erteilt die Zulassung von
Pestiziden nur für zehn Jahre. Danach muss jede Substanz wieder auf den
Prüfstand. Die Gruppe „Earth Open Source“ schreibt dazu, dass sich die
Neubewertung wahrscheinlich bis 2015 verzögern werde. Die Hersteller
müssten ihre Datensätze nach einem neuen Standard aufbereiten, dafür
wolle Brüssel ihnen mehr Zeit geben. Von diesem Aufschub wusste man im
BfR bislang nichts. Niemann rechnet weiterhin damit, dass er sich im
kommenden Jahr an die Neubewertung macht. „Ich will nicht vorgreifen,
aber ich erwarte nicht, dass sich bei Glyphosat etwas verändern wird.“
Möglicherweise werde der Grenzwert für Rückstände in Nahrungsmitteln
etwas sinken.
Zu Berichten über Schäden bei Menschen geben sich die Risikobewerter
besorgt, aber zurückhaltend. „Wir können die Ursache nicht
verifizieren“, sagt Niemann. Er verdächtigt andere Chemikalien. Berichte
über Suizide aus Taiwan hatten ihn auf die Spur gebracht. Er hatte sich
gewundert, wie es möglich sein kann, dass sich Lebensmüde mit
Glyphosat-haltigen Pflanzenschutzmitteln umbringen, wo die Substanz doch
so ungefährlich für den Menschen sei. Niemann vermutet, dass Beistoffe
die toxischen Effekte verursachen. Viele Unkrautvernichter sind eine
Mischung aus Glyphosat und anderen Stoffen, die ihm zu mehr Wirkung
verhelfen sollen. Sogenannte Netzmittel gehören dazu, die dem Wirkstoff
das Eindringen in die Zellen erleichtern. Und dieser Mechanismus
funktioniert auch in tierischen Zellen.
Die Risikobewertung dieser Zutaten läuft auf Ebene der Länder und nicht
europaweit wie beim Hauptwirkstoff. Sie werden auch nicht wie Pestizide
beurteilt, sondern nach der Chemikalienverordnung. Für den Handel
zugelassen werden schließlich die fertigen Mixturen. Seit Niemann den
Verdacht hegt, versuchen seine Kollegen und er, die Hersteller dazu zu
bringen, auf Zusatzstoffe zu verzichten. Das Bundesamt für
Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit BVL hat Zulassungsinhaber
für Pflanzenschutzmittel mit Glyphosat aufgefordert, die fraglichen
Netzmittel gegen unbedenkliche Hilfsstoffe auszutauschen. Nach Angaben
des BVL sei dies in einigen Fällen bereits erfolgt. Erzwingen könne das
BVL den Austausch jedoch nicht, wenn die gesetzlichen
Zulassungsvoraussetzungen erfüllt sind. Derzeit sind laut BVL noch fünf
entsprechende Produkte auf dem deutschen Markt.
Nicht alle Schäden bei Menschen lassen sich mit den Netzmitteln
erklären, etwa das Auftreten von Tumoren in Lymphknoten von
Farmarbeitern, die mit Glyphosat hantierten, aber auch mit anderen
Pestiziden. Außerdem häufen sich Warnungen, dass Glyphosat den wichtigen
Kleinstlebewesen im Boden schade und Krankheiten bei einigen
Ackerfrüchten begünstigen könnte.
Die Risikobewertung ist besonders vertrackt, weil niemand weiß, wie
viele Glyphosat-Rezepturen auf dem Markt sind. Allein in Europa sind 70
verschiedene zugelassen, zwölf tragen „Roundup“ im Namen. „Roundup ist
ein Sammelbegriff“, sagt Niemann. „Wenn wir von Vergiftungsfällen mit
Roundup in Südamerika hören, wissen wir deshalb nicht, ob es dieselbe
Rezeptur wie in Europa ist.“ Das könnte erklären, warum aus Südamerika
Schäden gemeldet werden, aus den USA aber praktisch nicht. Es könnte
aber auch an falscher Anwendung liegen oder daran, dass in den USA keine
Dörfer inmitten der gespritzten Felder liegen. Claire Robinson,
Sprecherin von Earth Open Source, fordert, dass die Europäische Union
das Unkrautmittel vom Markt nimmt, bis alle offenen Fragen geklärt sind.
„Viel von dem Getreide, das in Südamerika mit dem Gift behandelt wird,
ist für Europa bestimmt.“
Schon bald könnte das Problem noch näher rücken. Monsanto und andere
Unternehmen wollen ihre Glyphosat-resistenten Sorten auch in Europa
verkaufen. Von der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit Efsa
hat Monsanto bereits die Freigabe für eine Sorte bekommen. Die Erlaubnis
aus Brüssel steht aber noch aus. Kommen die Saaten, werde die
Roundup-Belastung in Europa „exponentiell wachsen“, warnt Robinson. Ein
baldiger Bann des Herbizids würde ihr zufolge auch ein wichtiges Signal
aussenden: „Wenn bereits ein als relativ sicher geltendes
Pflanzenschutzmittel so gefährlich ist, was ist dann mit all den anderen
zugelassenen Pestiziden, über deren Giftigkeit sich alle einig sind?“
HANNO CHARISIUS

Die Neubewertung verzögert sich, Firmen müssen Daten aufbessern.
Die Risikobewertung ist vertrackt, es gibt viele Roundup-Rezepturen.
Wo außer Mais höchstens noch ein Strommast auf dem Feld steht, aber kein
anderes Gewächs mehr, ist oft das Herbizid Roundup (Glyphosat) versprüht
worden. H. Heine / Mauritius-Images / Imagebroker

http://www.fr-online.de/wirtschaft/der-problematische-siegeszug/-/1472780/8655348/-/

Glyphosat
Der problematische Siegeszug
Der Wirkstoff gilt als das Unkrautvernichtungsmittel, das weltweit am häufigsten angewendet wird, und er ist unmittelbar mit der Gentechnik auf dem Acker verbunden. Doch nun steht Glyphosat im Verdacht, auch den Menschen zu schädigen

In Kolumbien werden die Mohnfelder der Rebellen mit Glyphosat vernichtet.

Der Siegeszug von Glyphosat, bekannt unter dem Handelsnamen Round-up ready, begann zwar schon 1974, als der US-Agromulti das Totalherbizid auf den Markt brachte. Doch erst die Entwicklung der gentechnisch veränderten Sojabohne 1996 brachte den Durchbruch. Seither wurden auch Mais, Raps, Baumwolle und Zuckerrüben entwickelt, die gegen das Herbizid widerstandsfähig sind. Inzwischen sind 83 Prozent der Gen-Pflanzen herbizidresistent.
Die einstigen Versprechungen, Glyphosat ermögliche eine problemlose, möglicherweise sogar umweltschonendere Landwirtschaft, lassen sich aber kaum noch aufrecht erhalten. Immer mehr Studien zeigen: Das Mittel, das in der EU vor einer Neubewertung steht, wirkt sich negativ auf wilde Pflanzen, Bodenorganismen, Wasserlebewesen und sogar auf die eigentlich zu schützende Nutzpflanze aus, etwa durch vermehrten Pilzbefall. Damit nicht genug: Resistenzen in der Flora bilden sich aus, mit der Folge, dass mehr statt weniger gespritzt werden muss.
Durch neue Untersuchungen bekommt die Sache eine neue Dimension: Glyphosat schädigt offenbar mehr als bisher angenommen auch Säugetiere und andere Wirbeltiere. Und vielleicht sogar den Menschen. Mehr noch: Solche unerwünschten Nebenwirkungen sind den EU-Behörden sowie den in der EU federführenden deutschen Zulassungsbörden offenbar seit Ende der 90er Jahre bekannt.
So hat der argentinische Professor Andrés Carrasco in einer 2009 veröffentlichten Studie die Gefährlichkeit des Spritzmittels Roundup nachgewiesen. Sein Fazit: Das Herbizid verursache Fehlentwicklungen in Embryos von Fröschen und Hühnern, und das bereits in einer Dosierung, die unterhalb der in der Landwirtschaft üblichen Mengen liege. Die bei Tieren beobachteten Folgen glichen jenen Fehlentwicklungen, „die bei Menschen beobachtet wurden, die während der Schwangerschaft Glyphosat ausgesetzt waren“.
Schon früher muss es ernstzunehmende Erkenntnisse in dieser Richtung gegeben haben. Sie sollen nicht nur der Industrie, sondern auch den Zulassungsbehörden bekannt gewesen sein. Dies wenigstens behauptet eine internationale Gruppe von Forschern von der Vereinigung Earth Open Source um den in London lehrenden Molekular-Genetiker Michael Antoniou. Titel der Studie: „Round-up und Geburtsdefekte – wurde die Öffentlichkeit im Dunkeln gelassen?“ Das Papier weist auf Fehlgeburten und Fehlbildungen bei Neugeborenen aus Argentinien und Paraguay hin, deren Eltern in der Nähe der Gen-Soja-Felder leben. Darüber hinaus zeigt es nach Studium der Zulassungsunterlagen, dass die deutschen Behörden von Missbildungen bei Föten von Ratten und Kaninchen wussten. Zum Teil seien diese Folgen auch bei Dosierungen beobachtet worden, die dem Level der für Menschen geltenden Grenzwerte in Sojabohnen entsprechen.
Im Bericht des damals zuständigen EU-Gesundheitskommissars wurden mögliche Abnormalitäten bei Embryos relativiert: Damit solche Missbildungen entstünden, müsste die Mutter eine für sie tödliche Dosis zu sich genommen haben.
Das als Berichterstatter der EU zuständige Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit BVL nannte die Vorhaltungen auf Anfrage der Frankfurter Rundschau „haltlos“. Man habe keinerlei wichtige Informationen vor der Öffentlichkeit verheimlicht. Antoniou stütze sich auf „ein Dokument, das der Öffentlichkeit zugänglich ist, und zwar seit mittlerweile neun Jahren“, sagte BVL-Sprecher Andreas Tief.
Der Münchner Wissenschaftler Christoph Then verlangt wegen der nun erkannten Gefährdung des menschlichen Fortpflanzungssystems bei der anstehenden und von den EU-Behörden um drei Jahre auf 2015 verschobenen Neuzulassung von Glyphosat völlig neue Maßstäbe. Denn vielen Verbrauchern ist wenig bewusst, dass sie über die Fütterung der Tiere der Endverbraucher des Gen-Sojas sind.

18.6.2011 – Hallo!

Ein großes Lob unserem LH Dr. Erwin Pröll!

Er hat den Einsatz von RoundUp zur „Unkrautvernichtung“ auf Böschungen, Straßenrändern etc. in NÖ verboten.
Die Bearbeitung wird nur mehr biologisch erfolgen.

Dazu sollten wir ihm wirklich dankbar sein und hoffentlich bleibt es auch dabei.

Ich habe beim gestrigen EM-Stammtisch beim Heurigen „Zum Berger“ in Grinzing einiges dazu erläutert und es ist unglaublich, wie wenig Information es zu diesem Mittel gibt, bzw. sind die Risken und Folgen kaum bekannt.

Ich übermittle Euch daher eine Studie des “ Naturschutzbundes  – D“ zur Information.
Niemand sollte mehr dieses Mittel anwenden und ganz wichtig: auch weitersagen und Anwender auf die Problematik hinweisen.

„RoundUp-freie“ Grüße

Herbert Jung

glyphosat-agrogentechnik-nabu-studie-mertens-autorin PDF

http://www.gmwatch.org/index.php?option=com_content&view=article&id=12560:monatsrueckblick-nr-85

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GENTECH ROUNDUP READY SOJA: GIFTIG, GEFÄHRLICH, NICHT NACHHALTIG
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+ GENTECH SOJA NICHT NACHHALTIG – NEUER BERICHT

Eine Gruppe internationaler Wissenschaftler hat einen Bericht herausgegeben, der detailliert die Gesundheits- und Umweltgefahren des Anbaus von gentechnisch verändertem Roundup Ready Soja und der Anwendung des Herbizids Glyphosat (Roundup) beschreibt. Der Bericht „Gentech Soja: Nachhaltig? Verantwortbar?” enthält mehr als hundert durch Experten überprüfte Studien und stellt den ersten umfassenden wissenschaftlichen Überblick zu diesem Thema dar. Zusammenfassungen von Studien in dem Bericht zeigen auch, dass Gentech RR Soja nicht nachhaltig für die Landwirte ist, wirtschaftlich nicht praktikabel und langfristig sozial unverantwortlich ist.
Der Bericht hebt eine neue Forschung des argentinischen staatlichen Wissenschaftlers Professor Andres Carrasco hervor, der herausgefunden hat, dass Glyphosat zu Missbildungen bei den Embryonen von Fröschen und Hühnern führt, und dies bereits bei Dosierungen die weitaus niedriger liegen als beim landwirtschaftlichen Sprühen. Carrasco sagt, dass diese Missbildungen vergleichbar sind mit denen von Menschen, die Glyphosat in den Anbauregionen von Gentech Soja ausgesetzt worden sind.
Carrasco, Direktor des Laboratoriums für Molekulare Embryologie an der Medizinischen Schule der Universität Buenos Aires und führender Forscher des „Nationalen Rats für Wissenschaftliche und Technische Forschung“ in Argentinien [National Council of Scientific and Technical Research, CONICET] ist Ko-Autor des neuen Berichts.
Der Bericht beinhaltet auch Aussagen von argentinischen Dorfbewohnern, deren Leben durch den Anbau von Gentech Soja radikal zerstört worden ist.
In Argentinien und Paraguay haben Doktoren und Anwohner aus Gebieten, in denen Gentech Soja produziert wird, von ernsten Gesundheitsauswirkungen durch das Sprühen von Glyphosat berichtet. Dies sind u.a. höhere Raten an Geburtsfehlern, Unfruchtbarkeit, Tot- und Fehlgeburten, sowie Krebs. Wissenschaftliche Studien aus dem neuen Bericht bestätigen Zusammenhänge zwischen der Einwirkung von Glyphosat und Frühgeburten, Fehlgeburten, Krebs sowie einer Schädigung der DNS und reproduktiven Zellorganen.
Carrasco sagt, dass die Menschen aus den Soja-produzierenden Gebieten in Argentinien schon 2002 anfingen von Problemen zu berichten, zwei Jahre nach den ersten großen Ernten von Gentech Roundup Ready Soja. Er meint, „Ich befürchte, dass die Klassifizierung der Toxizität von Glyphosat zu niedrig ist – in einigen Fällen kann es ein sehr kräftiges Gift sein.“
Anwohner haben auch von Umweltschäden durch Glyphosat berichtet, einschließlich Schäden an den Nahrungspflanzen und von mit toten Fischen übersäten Flüssen. Diese Meldungen werden von Studien aus dem Bericht bestätigt, die zeigen, dass Glyphosat für die Umwelt giftig ist.
Wissenschaftler und andere, die sich gegen das argentinische Gentech-Soja Landwirtschaftsmodell aussprechen, berichten von Zensur und Schikanen. Im August 2010 forderte Amnesty International die Untersuchung eines gewalttätigen Angriffs durch eine organisierte Meute auf die Zuhörer, welche sich in dem landwirtschaftlichen Dorf von La Leonesa versammelt hatten, um den Vortrag von Carrasco über seine Forschung zu hören.

Download des ganzen Berichts in Englisch:
http://www.gmwatch.eu/files/GMsoy_Sust_Respons_FULL_ENG_v9.pdf
Download der Zusammenfassung in Englisch:
http://www.gmwatch.eu/files/GMsoy_Sust_Respons_SUMMARY_ENG_v6.pdf
Download des ganzen Berichts in Portugiesisch:
http://www.gmwatch.org/files/GMsoy_Sust_Respons_FULL_POR_v2.pdf
Den Bericht wird es auch in Französisch, Deutsch und Spanisch geben, sobald die Übersetzungen fertig sind.

Press release

Wednesday 22 September, 2010

Contact:   Nina Holland, nina@corporateeurope.org, tel + 32 497 389 632

GM soy damages health and the environment
New study shows Roundup link with birth defects

A coalition of international scientists has released a report warning
of the health and environmental impacts of cultivating genetically
modified (GM) Roundup Ready soy and the associated spraying of
glyphosate (Roundup) herbicide [1].

The findings in the new report, GM Soy: Sustainable? Responsible?,
challenge claims that GM soy cultivation is sustainable and that the
glyphosate herbicide it is genetically engineered to tolerate is safe
[2]. GM RoundupReady soy is the most grown GM crop worldwide, with 95%
of soy grown in Argentina and the US RoundupReady.

Soy is imported to Europe from Argentina, Paraguay and Brazil mostly
for use as animal feed. Growing demand in Europe has led to a rapid
expansion in soy cultivation in Latin America.

The report cites over 100 scientific studies into the health and
environmental impacts of glyphosate and RR soy production including
increased cases of glyphosate-resistant weeds, and growing use of
agrochemicals.

New research published by Argentine government scientist and report
co-author Professor Andrés Carrasco in August 2010 found that
glyphosate causes malformations in frog and chicken embryos at doses
far lower than those used in agricultural spraying [3]. The findings
could have serious implications for people because the experimental
animals share similar developmental mechanisms with humans [4].

Carrasco said people living in soy-producing areas of Argentina began
reporting problems in 2002, two years after the first big harvests of
GM RoundupReady soy. Scientific studies now suggest links between
exposure to glyphosate herbicides and premature births, miscarriages,
cancer, and DNA damage. Glyphosate is also toxic to reproductive cells.

The report challenges the Round Table on Responsible Soy (RTRS) (an
initiative led by WWF and industry) which plans to introduce a
?responsible? soy label to the European market in early 2011. This
label has been criticised by other NGOs because it will label
RoundupReady soy as ?responsible? and because it fails to prevent
deforestation.

The RTRS is one of the voluntary certification schemes that will be
used by the European Commission to accredit biofuel crops as
?sustainable? under the EU Renewable Energy Directive (RED) to meet
the EU 10% target [5].

Evidence in the report suggest that glyphosate spraying in South
America damages food crops, causes death among affected livestock, and
contributes to the death of fish. Reported health effects from
glyphosate spraying include high rates of birth defects as well as
infertility, stillbirths, miscarriages, and cancers [6].  It also
persists in soil and water and has toxic effects on the environment.

Glyphosate is marketed as ?Roundup? in Europe to home gardeners as
well as farmers and is sold as safe to use around children and pets
and as environmentally friendly. Most of the soy Europe imports for
animal and human food is GM, sprayed with glyphosate.

Critics of Argentina?s GM soy agricultural model report censorship and
harassment. In August 2010 Amnesty International called for an
investigation into a violent attack by an organised mob on people who
gathered to hear Carrasco talk about his research findings in the
agricultural town of La Leonesa [7].

Carrasco believes attention must be paid to the residents who have
reported birth defects and other health problems from glyphosate
spraying for years. He said, ?It must be remembered that the origin of
my work is my contact with the communities victimized by agrochemical
use. They are the irrefutable proof of my research.?

The report is being released together with the testimonies of
Argentine people whose lives have been affected by the rapid expansion
of GM soy in their country.
ENDS

Notes:
[1] GM RR Soy: Sustainable? Responsible? is published by GLS
Gemeinschaftsbank, Bochum, Germany and ARGE Gentechnik-frei, Vienna,
Austria  and is available at:
http://www.gmwatch.org/files/GMsoy_SustainableResponsible_Sept2010.pdf
Summary at:
http://www.gmwatch.org/files/GMsoy_SustainableResponsible_Sept2010_Summary.pdf
The authors are(in alphabetical order of surname):

1.Michael Antoniou is reader in molecular genetics and head, Nuclear
Biology Group, King?s College London School of Medicine, London, UK.
2.Paulo Brack is professor, Institute of Biosciences, Federal
University of Rio Grande do Sul (UFRGS), Brazil; and member, CTNBio
(National Technical Commission on Biosafety), Brazil.
3.Andrés Carrasco is professor and director of the Laboratory of
Molecular Embryology, University of Buenos Aires Medical School,
Argentina; and lead researcher of the National Council of Scientific
and Technical Research (CONICET), Argentina.
4.John Fagan is an internationally recognized authority on
agricultural biotechnology and GMO testing. He is co-founder of Earth
Open Source, a UK-based not-for-profit foundation that uses open
source collaboration to advance environmentally sustainable and
socially equitable food production.
5.Mohamed Ezz El-Din Mostafa Habib is professor and former director,
Institute of Biology, UNICAMP, São Paulo, Brazil, and provost for
extension and community affairs, UNICAMP. He is an internationally
recognized expert on ecology, entomology, agricultural pests,
environmental education, sustainability, biological control, and
agroecology.
6.Paulo Yoshio Kageyama is director, National Programme for
Biodiversity Conservation, ministry of the environment, Brazil; a
Fellow of the National Council of Scientific and Technological
Development (CNPq) of the ministry of science and technology, Brazil;
and professor, department of forest sciences, University of São Paulo,
Brazil.
7.Carlo Leifert is professor of ecological agriculture at the School
of Agriculture, Food and Rural Development (AFRD), Newcastle
University, UK; and director of the Stockbridge Technology Centre Ltd
(STC), UK, a non-profit company providing R&D support for the UK
horticultural industry.
8.Rubens Onofre Nodari is professor, Federal University of Santa
Catarina, Brazil; former manager of plant genetic resources, ministry
of environment, Brazil; and a Fellow of the National Council of
Scientific and Technological Development (CNPq) of the ministry of
science and technology, Brazil.
9.Walter Pengue is professor of agriculture and ecology, University of
Buenos Aires, Argentina; and scientific member, IPSRM International
Panel for Sustainable Resource Management, UNEP, United Nations.

[2] This claim has been made by the Round Table on Responsible Soy
(RTRS), a multi-stakeholder forum with a membership including NGOs
such as WWF and Solidaridad and multinational companies such as ADM,
Bunge, Cargill, Monsanto, Syngenta, Shell, and BP ?
http://www.responsiblesoy.org
[3] Carrasco is director of the Laboratory of Molecular Embryology,
University of Buenos Aires Medical School and lead researcher of the
National Council of Scientific and Technical Research (CONICET),
Argentina. The August research is:
Paganelli, A., Gnazzo, V., Acosta, H., López, S.L., Carrasco, A.E.
2010. Glyphosate-based herbicides produce teratogenic effects on
vertebrates by impairing retinoic acid signalling. Chem. Res.
Toxicol., August 9 (online publication ahead of print).
[4] Carrasco, A. 2010. Interview with journalist Dario Aranda, August
[5] The Round Table on Responsible Soy (RTRS) was set up by WWF and
Swiss supermarket chain COOP in 2005. It aims to introduce a voluntary
label for ?responsible? soy that would reassure ethically minded
traders and consumers that the soy was produced with consideration for
people and the environment, but it has been the target of widespread
criticism. Corporate members of the RTRS include Monsanto, Syngenta,
Cargill, ADM, Rabobank, Unilever, Shell and BP. The RTRS intends to
launch the first ?responsible? soy in early 2011, most likely in the
Netherlands and Belgium.
[6] Webber, J., Weitzman, H. 2009. Argentina pressed to ban crop
chemical after health concerns. Financial Times, May 29.
http://www.gene.ch/genet/2009/Jun/msg00006.html and others.
[7] Amnesty International. 2010. Argentina: Threats deny community
access to research. 12 August. http://bit.ly/cJsqUR

—– End forwarded message —–

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Download in pdf:

2010_Studie_Carrasco_Roundup

Information | Einsatz von Pestiziden auf Strecken der Deutschen Bahn:
(Datum:     03. Oktober 2010)

1613993-1 pdf

Info über die neue Studie:

http://gentechnikfreies-oesterreich.blogspot.com/2010/10/neue-studie-spritzmittel-roundup.html >

Neue Studie: Spritzmittel Roundup schädlich für Umwelt und Gesundheit (01 10 2010)


Der argentinische Professor Andrés Carrasco weist in einer neuen Studie die Gefährlichkeit des Spritzmittels Roundup nach, das auf Gentechnik-Soja-Äckern massenweise angewendet wird.Auf der Konferenz Gentechnikfreies Europa 2010 Donnerstag in Brüssel stellte Carrasco seine Studie vor, die sich mit den Auswirkungen des meistverkauftesten Pestizids auseinandersetzt. Die Studie widerlegt die Behauptungen der Gentechnik-Industrie, die den Anbau von Gentechnik-Soja stets als nachhaltig verkaufen will. Es ist ein Riesen-Geschäft: Allein in Argentinien wird auf über 19 Million Hektar – über die Hälfte des Ackerlandes Argentiniens – Roundup Ready Soja angebaut. Die Gentechnik-Soja ist gegen das Spritzmittel Roundup resistent, daher kann es massiv angewendet werden. Doch die Probleme der Anwendung zeigen sich überall: Glyphosat-resistente „Superunkräuter“ treten vermehrt auf, wodurch der Chemie-Einsatz erhöht werden muss. Zudem klagen Anwohner und Landwirte über gesundheitliche Probleme. Carrasco fand nun durch eine Studie heraus, wie Embryos von Hühnern und Fröschen durch den Roundup-Wirkstoff Glyphosat geschädigt wurden.

Immer mehr Protest regt sich und es gibt Versuche von Umweltjuristen, dass Spritzmittel zu verbieten. Doch Argentiniens Landwirtschaft ist völlig abhängig vom Roundup Ready-System und zu viele Interessengruppen sind involviert. Carrasco berichtet von erheblichem Druck, der auf Wissenschaftler und Bürger ausgeübt wird, die über die Gefahren von Glyphosat berichten. Deshalb kommt Carrasco nun nach Europa und versucht hier, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren. Schließlich wird Gentechnik-Soja aus Übersee massenweise nach Europa importiert, um es an Tiere zu verfüttern.

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