Große Versprechungen der Gen-Industrie

Große Versprechungen der Gentech-Industrie

Gen-Food ist laut seinen Befürwortern das Essen der Zukunft. “Wer in zehn Jahren Lebensmittel essen will, die nicht genmanipuliert sind, muss verhungern oder sehr reich sein”, erklärte 1997 der damalige Nestle-Chef Helmut Maucher. Ein Jahr später hat der Forscher Arpad Pusztai die Öffentlichkeit vor den Gefahren – vor allem vor den gesundheitlichen Folgen von Gentech-Nahrung – gewarnt. Daraufhin wurden er und seine Frau und Wissenschaftskollegin Susan Bardocz vom Rowett Research Institute der Universität Aberdeen gekündigt.

“Pusztai und Bardocz sind bei weitem kein Einzelfall. Zahlreiche weitere Wissenschafter wurden denunziert, auch viele Journalisten, Beamte und Bauern mussten durch die Hölle, nachdem sie Gefahren der Gentechnik aufdeckten”, erklärt Faißner. Das Problem sei die Verfilzung der Politik mit Konzernen sowie das fast vollständige Fehlen einer unabhängigen Risikoforschung. “Nicht umsonst zeigte Terje Traavik vom norwegischen staatlichen Forschungszentrum GenÖk auf, dass 95 Prozent aller Wissenschafter im Bereich Gentechnik für die Industrie arbeiten.”

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