Gentechnik im Essen: Jedes Land entscheidet selbst

http://www.europarl.europa.eu/de/headlines/content/20110408STO17335/html/Gentechnik-im-Essen-Jedes-Land-entscheidet-selbst

Gentechnik im Essen: Jedes Land entscheidet selbst

Lebensmittelsicherheit − 13-04-2011 – 15:55

Genetisch manipulierte Lebensmittel
EU-Abgeordnete befürworten einen Gesetzesvorschlag, der es den einzelnen Mitgliedsländer ermöglicht, genetisch manipulierte Nahrungsmittel zu verbieten. Außerdem befassen sich die Abgeordneten mit Gesetzesvorschlägen zur Nahrungsmittelqualität.
Während eine Mehrheit der Bürger in den USA auf einen höheren Lebensstandard dank moderner Biotechnologie hofft, sind viele Europäer skeptisch. Besonders genetisch manipulierte Lebensmittel (GMOs) werden von vielen Verbrauchern in der EU abgelehnt. Aber auch innerhalb der EU gibt es hier deutliche Unterschiede.  Die Abgeordneten des Ausschusses für Lebensmittelsicherheit haben deshalb am Dienstag einem Gesetzesvorschlag zugestimmt, der es den Regierungen der einzelnen Mitgliederstaaten erlaubt, GMOs aus Umweltschutzgründen abzulehnen.

„Unser Vorschlag schafft eine solide rechtliche Grundlage“, erklärte Corinne Lepage, die französische Berichterstatterin des Ausschuss. Lepage, Mitglied der liberaldemokratischen ALDE-Fraktion, bezeichnete das Abstimmungsergebnis als „klare Botschaft des Parlaments an den Rat und die Kommission: das EU-Genehmigungssystem sollte beibehalten werden, aber wir müssen erkennen, dass es Auswirkungen auf Landwirtschaft und Umwelt gibt, die es den Mitgliedsstaaten ermöglichen, Restriktionen oder gar ein Verbot des Anbaus von GMOs zu begründen.“

Was wird sich ändern?
Zwar dürften EU-Staaten weiterhin keine Verbote aufgrund gesundheitlicher Bedenken aussprechen. Negative Auswirkungen auf die biologische Vielfalt, die Gefahr von Pestizidresistenzen oder die mögliche Ausbreitung fremder Pflanzen hingegen würden ein Verbot in Zukunft rechtfertigen. Damit, so die Hoffnung der Abgeordneten, erhielten die Mitgliedsstaaten soliden rechtlichen Schutz im Falle einer Klage nicht-europäischer Handelspartner vor der Welthandelsorganisation.

Im Juni wird die Plenarversammlung des EU-Parlaments über den Gesetzesvorschlag abstimmen.

Gentechnisch veränderte Organismen

GMOs in der EU: Baumwolle, Mais, bakterielles Protein, Hefestämme, Ölsaaten (Raps), Kartoffeln, Soja, Zuckerrüben
EU-Länder ohne GMOs: Österreich, Frankreich, Griechenland, Ungarn, Deutschland, Luxemburg
EU-Bürger: 61% fühlen sich mit GMOs unwohl, 21% finden GMOs sicher, 53% halten GMOs für gefährlich (Eurobarometer Umfrage/Oktober 2010)

Kennzeichnungspflicht
Die Abgeordneten diskutierten auch über einen Bericht zur Kennzeichnung von Lebensmitteln, doch vor allem die Frage, ob zwingend auf ungesunde Transfette hingewiesen werden muss, ist noch umstritten. Eine Abstimmung ist für nächste Woche geplant.

Lebensmittelqualität
Im Landwirtschaftsausschuss des Parlaments wurden neue Regeln zur Qualitätssicherung bei Agrarprodukten und zur Kennzeichnungspflicht des jeweiligen  Anbau- oder Herstellungsgebietes behandelt. Der Vorschlag soll es leichter machen, traditionelle Spezialitäten wie etwa Nürnberger Bratwürste besser zu vermarkten.

Weiterhin ungelöst bleibt der Streit zwischen EU-Parlament und dem Rat über Lebensmittel aus geklonten Tieren. Das Parlament will Lebensmittel aus geklonten Tieren oder deren Nachkommen verbieten, die Kommission hingegen will nur die Nutzung der ersten Generation von Nachkommen geklonter Tiere verbieten.

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http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-325844.html

„Die anderen Länder hängen uns bei Grüner Gentechnik ab!“
[13.04.2011]

Prof. Christiane Nüsslein-Volhard

Dass die Bürger in Europa der Biotechnologie in der Landwirtschaft mit Widerstand begegnen, liegt nach Einschätzung einer bekannten deutschen Genetikerin auch an der Gunstlage der EU für die Agrarproduktion. „Wir haben es nicht nötig. Europa hat das beste Klima der Welt“, sagte Prof. Christiane Nüsslein-Volhard vom Tübinger Max-Planck-Institut (MPI) für Entwicklungsbiologie in Berlin bei einer Veranstaltung der Gregor-Mendel-Stiftung.

Mit „unseren fruchtbaren Böden“ könne man hierzulande „sehr gut hinkommen“. Dieser Lage stellte die Nobelpreisträgerin (68) die Situation in anderen Weltregionen mit höherem Schädlingsbefall gegenüber, so in tropischen Gebieten. Auch setzt sie Hoffnungen auf die Grüne Gentechnik, wenn es um Chancen geht, verkarstete Böden wieder fruchtbar zu machen. Die Biochemikerin kritisierte somit die Nabelschau der Europäer.

Im Rückblick auf die Entwicklung der Roten Gentechnik, also der Nutzung der Biotechnologie in der Medizin, warnte Nüsslein-Volhard davor, den Anschluss an internationale Entwicklungen zu verpassen. Damals – es vergingen 14 Jahre, bis die Insulinherstellung auf Basis gentechnischer Methoden in Deutschland genehmigt wurde – verließen laut ihrer Darstellung viele junge Forscher die Bundesrepublik.

Eine ähnliche Tendenz wie seinerzeit in der Medizin erkennt die Biologin nun im Bereich der Pflanzenzucht. „Die Chancen junger Wissenschaftler werden eingeschränkt, weil es keine Möglichkeiten in Deutschland gibt, gentechnisch veränderte Organismen (GVO) anzuwenden und zu entwickeln“, erklärte Nüsslein-Volhard und plädierte für eine „vernünftigere Gesetzgebung“. Die Grüne Gentechnik werde sich auf Dauer durchsetzen, auch wenn die Deutschen nicht mitmachten.

Parallelen zur Haltung bei der Grünen Gentechnik sieht sie in Deutschland bei der Stammzellenforschung. Man tue so, als sei man liberal, gestalte den Rahmen aber so restriktiv, dass er für die Wissenschaft uninteressant sei. (AgE)

http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/23618.html

13.04.2011 | permalink

EP-Umweltausschuss für strengere Gentechnik-Verbots-Regelungen

EU-Kommissar John Dalli will die EU-Gentechnik-Politik überarbeiten

Der Umweltausschuss des Europäischen Parlamentes hat sich gestern für die Regelung ausgesprochen, nach der einzelne EU-Staaten den Anbau von Gentechnik-Pflanzen in ihren Ländern verbieten können. Die Zulassung zum Anbau, Handels und zur Einfuhr soll jedoch nach wie vor auf EU-Ebene geregelt werden. Im Sommer letzten Jahres hatte die Europäische Kommission den Vorschlag zu neuen Regelungen im EU-Gentechnik-Recht gemacht. Der Umweltausschuss hat sich nun im Gegensatz zur Kommission dafür ausgesprochen, dass die Länder den Anbau auch verbieten können, wenn sie Risiken für die Umwelt befürchten. Dies können Gefahren für die biologische Vielfalt, Schädlingsresistenzen, aber auch wissenschaftliche Unklarheiten sein. Der Umweltausschuss spricht sich auch dafür aus, dass alle Länder verbindlich Koexistenz-Regelungen erlassen müssen.

http://www.fr-online.de/wirtschaft/der-wahre-preis-der-gentechnik/-/1472780/8339976/-/view/asFirstTeaser/-/index.html

BIO-ERNÄHRUNG
Der wahre Preis der Gentechnik
Gentechnik macht das Essen teurer. Um wie viel, darüber streiten die Experten. Klar ist nur: Um konventionell und ökologisch erzeugte Lebensmittel von Gentechnik-Partikeln freizuhalten, wenden Bauern, Mühlen oder Tofu-Hersteller schon heute Millionenbeträge auf.

Eine Studie der Umweltorganisation Friends of the Earth Europe (Foe) bezweifelt Angaben der EU, wonach die Kosten für Trennung und Rückverfolgbarkeit von Gen- und Nicht-Gen-Saaten konventionelle Lebensmittel um nur 13 Prozent verteuern. Die sei viel zu niedrig, sagt Autor Andreas Bauer-Panskus. Denn diese Berechnungen gingen von einem Höchstgehalt von Gen-Partikeln in herkömmlicher Ware von maximal 0,9 Prozent aus. Tatsächlich aber operierten die Hersteller mit Gehalten von 0,3 Prozent, um auf der sicheren Seite zu sein. Was ins Geld gehe, aber nur sehr schwer zu beziffern sei.
Von Mühlen installierte Vermeidungsstrategien verteuerten die Produkte schon heute um bis zu 25 Prozent. Die Industrie geht laut Foe davon aus, dass bei einem großflächigen Anbau von Gen-Saaten die Mehrkosten weiter steigen. Sie müssten der Gentechnik-Industrie in Rechnung gestellt werden, statt sie den Steuerzahlern aufzuhalsen, verlangt Foe-Expertin Mute Schimpf.
Den Landwirten bereitet die Gentechnik jedes Frühjahr Ärger: Immer wieder müssen Saatgutpartien zurückgezogen, manchmal sogar Äcker umgepflügt werden, weil sich im konventionellen Saatgut Gen-Partikel befinden. Breitet sich die Gentechnik aus, entstehen konventionellen Erzeugern und Verarbeiten aber ständig zusätzliche Kosten.
Beispiel Bauern: Landwirte benutzen häufig teure Maschinen gemeinsam. Das geht, kommt auch Gen-Saat auf die Felder, künftig nur, wenn Mähdrescher, Saatmaschinen und Silos penibel gereinigt werden. Allein die Reinigung einer Erntemaschine aber kostet um die 1800 Euro und braucht mehrere Stunden – Zeit, die Bauern während der Ernte nicht haben. Und es ist nicht sicher, dass die Maschine wirklich sauber wird. Versuche, so Foe, hätten gezeigt, dass auch nach mehrstündigem Reinigungsgang mit gentechnikfreiem Getreide eine Kontaminierung von mehr als einem Prozent vorhanden war.

Hoher Aufschlag für Analytik
Beispiel Mühle: Die Trennungskosten werden auf sechs Euro je Tonne beziffert, hat die Universität Illinois (USA) vorgerechnet. Schweizer Versuche zeigen: Um eine mit Gen-Mais beschickte Mühle zu reinigen, muss die Anlage mehr als zwei Stunden mit gentechnikfreiem Mais „gespült“ werden. Und auch dann war immer noch ein Teil des Getreides mit Gentechnik belastet. Besonders teuer wird es, wenn Gen-Raps auf europäische Felder kommt. Mehrkosten, die bei Saaterzeugung, Transport oder Lagerung entstehen, könnten mehr als 21 Prozent des Rohstoffpreises ausmachen.

Beispiel Hersteller: Systeme zur Rückverfolgbarkeit oder die zusätzliche Analytik würden konventionellen Weizen um elf und Mais sogar um fast 13 Prozent verteuern – Kosten, die auf den Mehraufwand der Bauern noch aufgeschlagen werden müssen, so die Foe-Studie.
Manchmal stehen sogar die Erfinder der Gentechnik vor einem Scherbenhaufen: Entfleuchter, illegaler Gen-Mais, Gen-Reis und Gen-Leinen verursachten horrende Rückhol- und Entschädigungskosten. Im Falle des Reis LL601von Bayer Crop Science beliefen die sich auf annähernd eine Milliarde Euro.

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/basf-will-monsanto-nicht-uebernehmen/4054060.html

GERÜCHTE
BASF will Monsanto nicht übernehmen
12.04.2011, 22:01 Uhr
Gerüchte machen die Runde, dass der Chemiekonzern BASF den US-Konkurrenten Monsanto nicht übernehmen will. An den Börsen hatte das für Kursbewegungen gesorgt.
New YorkDer Chemieriese BASF strebt Kreisen zufolge entgegen anderslautender Börsenspekulationen derzeit keine Übernahme des US-Agrochemiekonzerns Monsanto an. Entsprechende Gerüchte hatten zuvor am Frankfurter Aktienmarkt und an der US-Börse am Dienstag für kräftige Kursbewegungen bei den Aktien der beiden Unternehmen gesorgt. Die Monsanto-Aktie legte zeitweilig um rund vier Prozent zu, während BASF-Aktien in Frankfurt 2,8 Prozent nachgaben.
BASF habe gegenwärtig nicht vor, für Monsanto zu bieten, erfuhr Reuters von drei mit der Situation vertrauten Personen. BASF und Monsanto wollten die Marktspekulationen nicht kommentieren. Monsanto ist an der US-Börse aktuell mit rund 37 Milliarden Dollar bewertet. Bei einer Übernahme müsse BASF aber deutlich tiefer in die Tasche greifen, sagte ein Insider aus der Finanzwelt. Zum Teil wurden sogar Aufschläge von mehr als 100 Prozent auf den Börsenwert von Monsanto für realistisch gehalten.
Das Handelsvolumen in beiden Aktien war am Dienstag hoch. An der US-Börse wechselten mehr als 5,8 Millionen Monsanto-Aktien den Besitzer. Der Handelsdurchschnitt an einem Tag liegt bei dem Titel normalerweise im Schnitt bei 4,8 Millionen Titeln. Eine Allianz mit Monsanto würde BASF einen vertieften Zugang zum US-Markt bieten und zugleich im Wettbewerb gegen die Agro-Sparten von Rivalen wie DuPont oder Dow Chemical helfen.
BASF und Monsanto sind in der Agrochemie Rivalen, arbeiten zum Teil aber auch zusammen, etwa bei der Forschung und Entwicklung gentechnisch veränderter Pflanzen. Der in St. Louis ansässige Monsanto-Konzern gehört zu den Marktführern bei gentechnisch verändertem Saatgut. Die Titel von BASF schlossen in Frankfurt in einem schwachen Gesamtmarkt 2,8 Prozent tiefer bei 62,59 Euro und gehörten damit zu den größten Dax-Verlierern. Monsanto-Aktien lagen in New York zuletzt noch 2,8 Prozent im Plus bei 69,07 Dollar.
Nicht alle Marktteilnehmer begründeten den Kursverlust der BASF-Aktie mit dem Monsanto-Gerücht. Einige Händler verwiesen auch auf Gewinnmitnahmen. „Meiner Meinung nach ist das Monsanto-Gerücht an den Haaren herbeigezogen“, sagte ein Marktteilnehmer in Frankfurt.

http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE73C01M20110413

BASF plant keine Übernahme von Monsanto
Mittwoch, 13. April 2011, 09:52 Uhr

New York (Reuters) – Der Chemieriese BASF strebt Kreisen zufolge entgegen anderslautender Börsenspekulationen derzeit keine Übernahme des US-Agrochemiekonzerns Monsanto an.

Entsprechende Gerüchte hatten zuvor am Frankfurter Aktienmarkt und an der US-Börse am Dienstag für kräftige Kursbewegungen bei den Aktien der beiden Unternehmen gesorgt. Die Monsanto-Aktie legte zeitweilig um rund vier Prozent zu, während BASF-Aktien in Frankfurt 2,8 Prozent nachgaben. BASF habe gegenwärtig nicht vor, für Monsanto zu bieten, erfuhr Reuters von drei mit der Situation vertrauten Personen. BASF und Monsanto wollten die Marktspekulationen nicht kommentieren.

Monsanto ist an der US-Börse aktuell mit rund 37 Milliarden Dollar bewertet. Bei einer Übernahme müsse BASF aber deutlich tiefer in die Tasche greifen, sagte ein Insider aus der Finanzwelt. Zum Teil wurden sogar Aufschläge von mehr als 100 Prozent auf den Börsenwert von Monsanto für realistisch gehalten. Das Handelsvolumen in beiden Aktien war am Dienstag hoch. An der US-Börse wechselten mehr als 5,8 Millionen Monsanto-Aktien den Besitzer. Der Handelsdurchschnitt an einem Tag liegt bei dem Titel normalerweise im Schnitt bei 4,8 Millionen Titeln.

Eine Allianz mit Monsanto würde BASF einen vertieften Zugang zum US-Markt bieten und zugleich im Wettbewerb gegen die Agro-Sparten von Rivalen wie DuPont oder Dow Chemical helfen. BASF und Monsanto sind in der Agrochemie Rivalen, arbeiten zum Teil aber auch zusammen, etwa bei der Forschung und Entwicklung gentechnisch veränderter Pflanzen. Der in St. Louis ansässige Monsanto-Konzern gehört zu den Marktführern bei gentechnisch verändertem Saatgut.

Die Titel von BASF schlossen in Frankfurt in einem schwachen Gesamtmarkt 2,8 Prozent tiefer bei 62,59 Euro und gehörten damit zu den größten Dax-Verlierern. Monsanto-Aktien lagen in New York zuletzt noch 2,8 Prozent im Plus bei 69,07 Dollar. Nicht alle Marktteilnehmer begründeten den Kursverlust der BASF-Aktie mit dem Monsanto-Gerücht. Einige Händler verwiesen auch auf Gewinnmitnahmen. „Meiner Meinung nach ist das Monsanto-Gerücht an den Haaren herbeigezogen“, sagte ein Marktteilnehmer in Frankfurt.

http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/23610.html

12.04.2011 | permalink

Gentechnik-Funde in Schleswig-Holstein: Saatgut zurückgerufen

Die Wirkung von Gentech-Mais ist sehr umstritten. Kurz vor der Mais-Anbau-Saison wurde wieder gentechnisch verändertes Maissaatgut in Proben gefunden. Das Landwirtschaftsministerium Schleswig-Holstein teilt heute mit, dass Verunreinigungen in fünf von neun Proben gefunden wurden. Da in Deutschland die Null-Toleranz für Gentechnik im Saatgut gilt, darf es nicht ausgebracht werden und muss aus dem Verkehr gezogen werden. Das Handelsunternehmen kam einer entsprechenden Aufforderung des Ministeriums freiwillig nach. Ende März gab es eine gleiche Meldung aus Niedersachsen. Auch dort tauchten Funde von gentechnisch verändertem Saatgut auf, woraufhin das Saatgut zurückgezogen wurde. Letztes Jahr wurde mit Gentechnik verunreinigtert Mais versehentlich ausgesägt, weil Behörden nicht rechtzeitig über die Funde Auskunft gaben.
Der kommerzielle Anbau von gentechnisch verändertem Mais ist in Deutschland verboten. Die BASF-Gentechnik-Kartoffel wird dieses Jahr nur auf zwei Hektar angebaut. Außerdem gibt es einige Versuchs-Freisetzungen von gentechnisch veränderten Kartoffeln, Sommerweizen sowie Zuckerrüben. Informationen zu den Freisetzungs-Anmeldungen gibt es im Standortregister.

Landwirtschaftsministerium Schleswig-Holstein: Gentechnisch verändertes Maissaatgut in Schleswig-Holstein aus dem Verkehr gezogen
Infodienst, BÖLW: Standortregister
saveourseeds.org: Saatgut-Skandal 2010

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110412_OTS0216/fpoe-hofer-das-mass-an-eu-irrwegen-ist-uebervoll

FPÖ-Hofer: Das Maß an EU-Irrwegen ist übervoll!
Utl.: Ob Grüne Gentechnik, Atomenergie, Flüchtlings- oder Finanzpolitik – Brüssel agiert bürgerfeindlicher denn je =

Wien (OTS) – „US-Wissenschaftler haben neue Erkenntnisse zum
Bedrohungspotential der Grünen Gentechnik erlangt und diese in Form
eines Briefes auch der EU-Spitze bekannt gemacht“, so heute der
freiheitliche Vizeparteiobmann und Umweltsprecher NAbg Norbert Hofer.
„Es geht dabei um massive Schädigungen an Pflanze, Tier und Mensch,
die offenkundig von einem bis dato unbekannten Mikroorganismus
ausgelöst werden.“
„Vor diesem Hintergrund“, so Hofer weiter, „und in Anbetracht der
nuklearen Halsstarrigkeit, der unverantwortlichen
Milliardenumschichtung und Milliardenvernichtung wie der geradezu
gemeingefährlichen Flüchtlings- und Asylpolitik, die Brüssel
tagtäglich zur Schau stellt, ist ein Umdenken in Österreich
erforderlich. Als bedeutender Nettozahler hat Österreich bei
wichtigen EU-Entscheidungen künftig ein Veto anzudrohen und im
Bedarfsfall einzulegen, wenn etwa in Fragen der Gentechnik oder der
Frage der Sicherheit von Kernkraftwerken unsere Interessen weiter mit
Füßen getreten werden.“
„Unter solchen Voraussetzungen darf es auch keine Teilnahme
Österreichs am sogenannten Euro-Rettungspaket geben, das in
Wirklichkeit ein Bankenbereicherungspaket darstellt und den Bürgern
der betroffenen Staaten gar nichts bringt.“ Anders als in diesem
Punkt – „hier sind SPÖ, ÖVP und Grüne schon zu sehr des gesunden
patriotischen Hausverstandes entwöhnt“ – erwartet sich der
stellvertretende FPÖ-Bundesparteiobmann rotweißrote Einigkeit bei
allen notwendigen Maßnahmen zum Schutz vor der Agro-Gentechnik. „Das
umschließt auch die Kritik an Baumärkten in Österreich, die Produkte
von Monsanto und Co. vertreiben. Es gibt einen Konsens in Österreich,
Gentechnikkonzerne nicht zu unterstützen. Daran sollen sich jetzt
alle politisch Verantwortlichen im Land halten“, so Hofer
abschließend.

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