Zivilcourage für Gentechnikfreiheit im Burgenland | Tausch | Film

Bruck an der Leitha 10. März 2012: wahrealternativen.com/index.php/kongress-maerz-2012

22. Februar 2012: Wir erhalten die Meldung, dass dieser Kongress abgesagt wurde.

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Zivilcourage für Gentechnikfreiheit im Burgenland 23.03.2012 Jennersdorf



Hallo!

Wir Steirer haben bei unserer Auftaktveranstaltung der Zivilcourage im Oktober 2011 versprochen, dass wir, wenn unsere Mittel reichen, dem Burgenland und Kärnten in dieser Sache auf die Sprünge helfen wollen. Nun ist es so weit und ihr seid nun jene Personen, von denen ich e-mailadressen habe und von denen ich mir auch eine Mitarbeit vorstellen könnte.
Aber meine Bitte an euch ist auch die, dass ihr alle Leute, die eventuell mitarbeiten würden zu unserem Zivilcourage Burgenlandtreff nächste Woche einladet.

Donnerstag, 23.Februar 2012       19.00 Uhr
im Burgenlandhof
Kirchenstrasse 4
8380 Jennersdorf

Dort wollen wir alles weitere besprechen!

Einige von euch haben mir viele Unterschriften gesandt. Die Zivilcourage Steiermark dankt herzlich dafür!
Auf der Internetseite http://www.zivilcourage.ro hat die Steiermark im Moment 2078 abgegebene Stimmen und da sind einige von euch auch wesentlich beteiligt.

Ich würde mich auf ein Zusammentreffen vieler aktiver Menschen aus dem Burgenland am nächsten Mittwoch sehr freuen!

MlG

Toni

Burgenland:

http://talentetausch.ning.com/

Einladung zum nächsten Tauschkreistreffen!

Wir möchten Euch  zu unserem nächsten Tauschkreistreffen am 23. Februar  um 19.00 in  7536 Güttenbach im
Gasthaus Sztubits „Gregor“ recht herzlich einladen. Das Gasthaus befindet sich direkt auf der Hauptstraße gegenüber vom
Gemeindeamt und der Kirche.
Es wird wieder einen  GIB -und – NIMM- Verschenketisch geben und hoffentlich viele Tauschprodukte .
Wir freuen uns auf einen gemütlichen Abend mit Euch.

Gerda und das Tauschkreisteam

Kongress der wahren Alternativen am 10. März 2012 in Bruck an der Leitha
http://www.youtube.com/watch?v=RSD2m4nlcaw

FILM: Premiere von „Raising Resistance“ in Deutschland und in Österreich:

Liebe Filmfreunde,

seit der Vorpremiere von RAISING RESISTANCE am 19.1. in Berlin und dem Launch unserer Webseite http://www.raising-resistance.info freuen wir uns riesig über die positiven Rückmeldungen. Weit mehr als 1.000 Anmeldungen über die Webseite aus ganz Deutschland haben uns bisher erreicht, so dass wir Euch unten eine Menge Vorführtermine mitteilen können.

Hier gibt das Video zur Vorpremiere in Berlin und Statements von der Wir-haben-es-satt-Demo. Probleme mit dem Link oben? Hier gehts direkt zum Video: http://www.youtube.com/watch?v=LnRg1eyKC70

BUNDESWEITER KINOSTART
In folgenden Städten startet der Film zum 12.April:

Berlin
Hamburg
Köln
Frankfurt am Main
München

Ferner wird der Film in Lörrach, Ulm, Erding, Halle, Kirchberg, Witzenhausen und Lüneburg im Kino zu sehen sein. Die genauen Termine ab dem 12. April und die Spielstätten (Kinos) teilen wir Euch im Laufe der nächsten zwei Wochen mit.

HELFENDE HÄNDE GESUCHT
Wir suchen Helfer in den Städten Hamburg, Köln, Frankfurt am Main und München, die das Filmplakat und Postkarten in Bio-Läden und ähnlich angesagten Orten aufhängen. Als Gegenleistung gibt es jeweils 2 Freikarten und das Original-Kinoplakat. Sendet uns dafür eine eMail mit Eurer Postadresse und später das Beweisfoto wie das Plakat in den Läden hängt.

AKTUELLE VORFÜHRTERMINE 2012
Berlin – Eiszeit Kino – 23.Februar bis 07.März
Köln – Filmpalette – 01.März
Leipzig – Kinobar Prager Frühling – 14.März
Amsterdam – Food Film Festival – 17.März
Den Haag – Movies that Matter Festival – 22. – 28.März
London – Curzon Soho – 27.März
London – Ritzy Cinema – 28.März
Wiesbaden – Murnau Filmtheater – 29.März
Frankfurt a.M. – Deutsches Filmmuseum – 30.März
Vorarlberg – Spielboden Dornbirn – 11.April
Tübingen, Stuttgart und Freiburg – Cinelatino Festival – 11. bis 18.April
Durham, North Carolina – Full Frame Filmfestival – 12. – 15.April
Linz – Moviemento – 16.April
London – DocHouse Festival – 26.April
Wien – Top Kino – 27.April

Bedanken möchten wir uns für die bisherige Unterstützung insbesondere bei:

EZEF
Meine Landwirtschaft
Save our Seeds
Informationsdienst Gentechnik
BÖLW

http://www.taz.de/!87394/
 
09.02.2012
Gentechnik kein Allheilmittel gegen Hunger

Innovationen auf dem Acker

Um künftig den Welthunger stillen zu können, muss an vielen Stellen geschraubt werden. Die Gentechnik wird kaum mehr als Allheilmittel gesehen.von Kathrin Burger

Forscher begreifen, dass gentechnisch veränderte Nutzpflanzen nicht ausschlaggebend sind für die Welternährung.   Bild:  dpa

MÜNCHEN taz | Die grüne Gentechnik hat erhebliche Akzeptanzprobleme in Europa. Darum zog der Chemieriese BASF kürzlich seine Gentechforscher aus Deutschland ab. Dabei wurde Gentechnik auf dem Acker sogar mit dem Argument angepriesen, dass nur durch sie die wachsende Weltbevölkerung in Zukunft zu ernähren sei.

Schließlich könnte „Golden Rice“ viele Menschen vor Blindheit bewahren und Pflanzen könnten so mit Genen ausgestattet werden, dass sie resistenter gegen Hitze oder Krankheiten würden. Doch die mit Heilsbotschaften gespickten Imagekampagnen haben nicht geholfen.

Man möchte meinen, dass nur Laien diesem Argument misstrauen. Doch auch unter Wissenschaftlern hat sich klammheimlich die Erkenntnis durchgesetzt, dass gentechnisch veränderte Nutzpflanzen kaum eine Rolle spielen werden, wenn es darum geht, in 40 Jahren 9 Milliarden Menschen zu ernähren, was eine Mehrproduktion von 50 Prozent bedeutet.

„Wir sehen in dieser Zeitspanne nur eine untergeordnete Bedeutung von GVO-Pflanzen, was die Verbesserung der Welternährung angeht“, sagt etwa Stefan Siebert, Agrarwissenschaftler an der Uni Bonn. So hat eine US-amerikanische Übersichtsstudie mit dem Titel „Failure to Yield“ bereits 2009 belegt, dass die Ernte bei GVO-Soja und -Mais nicht größer ausfällt, als wenn man herkömmliche Sorten anbaut.

Jedes Land, jede Region hat seine Eigenheiten

„Gentechnik erleichtert zwar dem Bauern seine Arbeit, aber Ertragssteigerungen kann man einfacher mit anderen Methoden erzielen“, erklärt Siebert. So meinte kürzlich auch Anne Maina vom African Biodiversity Network: „GVO-Pflanzen sind keine Lösung für das Hungerproblem in Afrika.“ Man könne nicht am Bauern vorbei forschen, sondern müsse mit ihnen Lösungen erarbeiten.

Schließlich hat jedes Land, jede Region ihre Eigenheiten, das fängt beim politischen System an, geht über geografische Bedingungen bis zum Anbau unterschiedlicher Pflanzensorten. Und tatsächlich hat hier ein Umdenken stattgefunden: „Man geht heute bei der Hungerbekämpfung eher situationsbedingt vor“, meint Detlef Virchow vom Food Security Center an der Universität Hohenheim.

„Schon in Äthiopien sind die Rahmenbedingungen nicht die gleichen wie in Somalia, wo seit Jahren der Bürgerkrieg tobt.“ Umstände, die etwa den Transport von Feldfrüchten zum nächsten Markt erheblich erschweren und damit Landwirtschaft kaum lohnenswert macht.

In Afrika sind auch ganz andere Lebensmittel wichtig, etwa Yams, Banane oder Teff, eine Hirseart. Diese zählen allerdings zu den „neglected crops“, sie werden in den Forschungsabteilungen der Agroindustrie bislang kaum beachtet. „Weil diese Pflanzen aus verschiedenen Gründen nicht gewinnversprechend sind“, glaubt Howard Shapiro, Biotechnologe beim Lebensmittelkonzern Mars.

Traditionelle Zuchtverfahren verbessern

Ein Gentechbauer in den USA kauft jährlich neues Saatgut für seine Maisplantage, während der Kakaobaum einmal gesät wird und dann über Jahre steht. Zum Thema Gentechnik meint Shapiro: „Bei Kakao und afrikanischen Nutzpflanzen reicht es aus, diese mit traditionellen Züchtungsverfahren zu verbessern. Aber Wissenschaftler haben die Pflicht, in alle Richtungen zu denken.“

Tatsächlich diskutieren viele Wissenschaftler kaum noch mit ideologischen Scheuklappen. Es geht nicht mehr um „bio gegen konventionell“ oder „Gentechnik – ja oder nein“. Das neue Credo lautet: Umweltschonend muss mehr Getreide, Gemüse, Fleisch und Fisch produziert werden, das Wie ist zweitrangig.

Denn: „So wie die Landwirtschaft in Industrie- und Schwellenländern bislang arbeitet, mit zu hohem Wasser-, Düngemittel- und Pestizid-Einsatz, kann es nicht weitergehen“, meint der Bonner Wissenschaftler Siebert. Ein Paradigmenwechsel hat sich in den Laboren vollzogen.

Dies machte nicht zuletzt eine Studie deutlich, die im Oktober in der Fachzeitschrift Nature erschienen ist und an der Stefan Siebert mitgewirkt hat. Hier werden fünf Punkte aufgelistet, die eine wachsende Weltbevölkerung ernähren könnten. Dazu zählt der Einsatz besser angepasster Sorten und effizienterer Anbaumethoden. Zudem sollten Wasser und Agrarchemikalien strategischer zum Einsatz kommen, um die Wirkung auf die Erträge global zu optimieren. Dann müssten die besten Ackerböden für die Nahrungsmittelproduktion reserviert sein.

Geringer Fleischkonsum wird empfohlen

Und letztens dürften nicht so viele Lebensmittel bereits auf dem Transport verderben oder im Küchenabfall landen. Auch ein geringerer Fleischkonsum in den Industrieländern wird empfohlen. All dies steht unter der Prämisse, dass keine weiteren Flächen mehr für die landwirtschaftliche Produktion geopfert werden dürften – das gilt vor allem für die Tropen.

Und so gibt es bereits viele Projekte, die im Rahmen einer „sustainable agriculture“ versuchen, mehr Ertrag zu erzielen. Der Kakao-Guru Shapiro hat sich beispielsweise zum Ziel gesetzt, eine Kakaopflanze mithilfe der Präzisionszucht zu entwickeln, die anstatt 400 Kilo Ertrag 2.000 Kilo Kakao pro Hektar abwirft. Für die Präzionszucht muss erst das Genom einer Pflanze bekannt sein.

Mithilfe eines „Real-Time-PCR-Gerätes“ kann man dann herausfinden, welche Stelle im Erbgut für welche Eigenschaft der Pflanze verantwortlich ist. In einem Kreuzungsversuch kann der Forscher dann zu einem sehr frühen Zeitpunkt, etwa schon im Samen, feststellen, welche Pflanze die gewünschte Eigenschaft wie „Hitzetoleranz“ oder „hoher Ertrag“ abbekommen hat. Wegen dieser Methode erfahren alte Pflanzensorten eine Aufwertung, sie werden wie Schätze in Genbanken gesammelt und gehütet.

Vor allem Reissorten wurden bereits erfolgreich mithilfe der Präzisionszucht optimiert. Beispielsweise hat Pamela Ronald, Biotechnologin an der UC Davis, einen „Tauchreis“ entwickelt. Dieser kann zwei Wochen unter Wasser überleben, während normaler Reis nach 5 Tagen abstirbt.

40 Prozent der Ernten gehen verloren

Zudem wird schädlingsresistente Cassava in Burundi, Kongo, Ruanda und Uganda angebaut. Schließlich gehen weltweit schätzungsweise 40 Prozent der Ernten immer noch durch Krankheitserreger verloren. Einige Bauern in Afrika und Asien bauen Reis und Süßkartoffeln an, die besonders reich an Vitamin A, Zink und Eisen sind. Neben der Sorte spielt jedoch vor allem der Anbau eine Rolle. Schließlich sind die „Ertragslücken“ durch Anbaufehler bei den Kleinlandwirten in Afrika und Südasien teilweise bis zu 80 Prozent.

Unter dem Schlagwort „Precision farming“ fasst man Kultivierungsformen zusammen, die hier ansetzen und gleichzeitig Ressourcen schonen: So wurde etwa durch Mechanisierung der Ernte in Brasilien die Getreideernte in den letzten 10 Jahren verdoppelt, ohne dass viel mehr Land dafür gebraucht wurde, schrieb John Beddington, wissenschaftlicher Berater der britischen Regierung, in einem Übersichtsartikel 2010; spezielle GPS-Systeme erlauben es, dass präziser in Furchen gesät wird; Sensoren (im Traktor oder per Satellitensystem) können frühzeitig Krankheiten aufdecken; Tropfbewässerung und genaue Düngemittelapplikation, direkt am Fuß der Pflanze, wird bei Hirse- und Sorghum-Bauern in Burkina Faso, Mali und Niger bereits erfolgreich angewandt.

Das Ergebnis: Ertragssteigerung zwischen 40 und 120 Prozent. Die Forscher zeigen sich angesichts dieser vielen kleinen Fortschritte zuversichtlich: „Immerhin hat sich das Hungerproblem in den letzten Jahre leicht gebessert, wenn man die prozentualen Zahlen ansieht. Aber natürlich dürfen wir uns jetzt nicht zurücklehnen“, sagt Detlef Virchow.

http://www.bundestag.de/presse/hib/2012_02/2012_083/04.html
 
Regierung will eine EU-Regelung für Gen-Honig

Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz/Antwort – 14.02.2012

Berlin: (hib/EIS) Der Umgang mit Honig, der durch gentechnisch veränderte Pollen verunreinigt ist, soll durch Beschlüsse auf EU-Ebene geregelt werden. Laut einer Antwort (17/8534) der Bundesregierung wird Honig aus der Europäischen Union und aus Drittländern im EU-Binnenmarkt frei gehandelt. Sowohl das Gentechnik- als auch das Lebensmittelrecht würden zum größten Teil auf europäischer Ebene geregelt. Nachdem der Europäische Gerichtshof (EuGH) im September 2011 geurteilt hat, dass mit transgenen Pollen verunreinigter Honig nur mit einer Zulassung in den Handel gebracht werden darf, die auch den gentechnisch veränderten Pollen beinhaltet, könnten demnach die sich aus dem Urteil ergebenden rechtlichen Konsequenzen nur EU-weit einheitlich beantwortet werden, heißt auf eine Kleine Anfrage (17/8333) der Linksfraktion.

http://www.nwzonline.de/Region/Kreis/Friesland/Varel/Artikel/2801221/Experiment-f%FCr-Unterricht-zu-langwierig.html
 
VAREL, 14. Februar 2012
 
Experiment für Unterricht zu langwierig
Biologie-Unterricht Gentechnik im Leistungskursus der Abiturienten – Ausrüstung in Jever stationiert
Die Schüler des 12. Jahrgangs experimentierten mit gen-veränderten Bakterien. Manfred Buchner unterrichtete auch Bio-Lehrer in der Experimentiertechnik.

von Hans Begerow

Varel – Als die Schüler des Leistungskurses Biologie des Lothar-Meyer-Gymnasiums am Montag ihre sechsstündige Klausur zur Vorbereitung der Abiturprüfungen schrieben, dürfte zumindest das Thema Gentechnik keine Schwierigkeit gemacht haben. Mit experimenteller Gentechnik hatten sie sich nämlich zuvor in einer ganztägigen Veranstaltung im Naturwissenschaftlichen Trakt des Lothar-Meyer-Gymnasiums beschäftigt. 17 Schüler sowie Biologielehrerin Petra Roloff hatten einen Sonnabend geopfert, um sich von Manfred Buchner vom Staatlichen Studienseminar in Wilhelmshaven in die experimentelle Gentechnik einführen zu lassen. Das Mariengymnasium Jever, wo Buchner unterrichtet, verfügt über entsprechende Laborgerätschaften, die in einigen kleinen Koffern Platz finden – und 30 000 Euro gekostet haben.

Teure Pipetten
„Das kriegen wir im normalen Unterricht nicht hin, das kann man nicht in anderthalb Stunden im normalen Unterricht zerhacken“, erläuterte Petra Roloff. Sie freute sich, dass die Schüler trotz der anstehenden Bio-Klausur gekommen waren. „Wir haben das im Unterricht natürlich vorbereitet“, sagte die Biologielehrerin zu dem Thema Gentechnik, in dem die Schüler sich mit der Plasmid-Isolierung, der Restriktionsanalyse, DNA-Elektrophorese und der Transformation befassen. An der praktischen Ausführbarkeit hätte es aber gemangelt am Lothar-Meyer-Gymnasium. Allein die für die Experimente notwendige Mikropipetten kosten 400 Euro das Stück. „Was hier steht, kostet 30 000 Euro. Mit drei großen Koffern ist Manfred Buchner hergekommen. Das haben der Landkreis und Sponsoren angeschafft, damit wir im ganzen Norden diese Experimente machen können.“ Buchner bietet es für die Schüler von Leistungskursen an.

Bei den Schülern kommt der Blick über den Tellerrand an. „Ja, natürlich. Es lohnt den Aufwand und ist sehr interessant, weil im Schulalltag die Möglichkeiten dazu nicht hat“, sagt Schülerin Patricia Oetken.

Video:Bioexperiment am Lothar-Meyer-Gymnasium

Grundzüge vermittelt
„Es macht schon Spaß“, sagt ihr Mitschüler Maximilian Janßen. Er weist aber auf die Belastung durch die Klausurenphase hin. „Grundzüge der Gentechnik werden vermittelt“, erläuterte Manfred Buchner. Aus bestimmten Bakterienstämmen, die gegen Antibiotika resistent sind, wird das Plasmid, die Erbinformation herausgeholt. Die Erbinformation wiederum wird in andere Bakterien übertragen, die diese Eigenschaft zuvor nicht hatten. Die Bakterien werden dann auf andere Nährböden übertragen. „Und die können nur dort wachsen, weil sie diese Erbinformation aufgenommen haben. Die Tatsche, dass ein Bakterium dort wächst, heißt, dass es mit dem Antibiotikum fertig wird.“ Die Bakterien produzieren ein Enzym, das die Antibiotika abbaut.

Moderner Unterricht
Das andere Experiment, besteht darin, das Plasmid, die Erbinformation, elektro­phoretisch aufgetrennt und verifiziert. Elektrophorese ist ein modernes Verfahren, „aber sehr viel ungenauer als diese Transformation“, so Buchner. Das dauert aber auch sieben Stunden, mehr als die üblichen anderthalb Unterrichtsstunden. „Was wir hier machen, ist Industriestandard. So wird im Labor gearbeitet.“ Buchner hatte am Lehrstuhl für Mikrobiologie der Universität Erlangen Kontakte geknüpft und durch Stiftungsgelder das notwendige Labormaterial angeschafft. „Wir arbeiten immer noch mit der Universität Erlangen zusammen. Die schicken uns die Zellen, die wir benötigen. Wird nachmittags abgeschickt und morgens können wir damit arbeiten. Das klappt seit sechs Jahren.“

Die Gerätschaften stehen zur Verfügung. Ziel sei, dass die verschiedenen Schulen in der Landesschulbehörde sich das abholen – Leer, Delmenhorst, Wildeshausen. Petra Roloff wird am kommenden Wochenende erstmals in eigener Verantwortung am Lothar-Meyer-Gymnasium den Versuch durchführen. „Das ist ein enormer Einsatz, vier Wochen hintereinander am Wochenende unterwegs zu seien. Deshalb will ich das für unsere Schule selbst anbieten“, sagte Petra Roloff. „Das ist moderner Biologieunterricht“, sagte Buchner.

NWZzeigt einen Beitrag unter TV http://www.NWZonline.de/tv Gentechnik im Unterricht: Manfred Buchner, Biologie-Lehrer am Mariengymnasium Jever und Fachleiter Biologie am Studienseminar Wilhelmshaven, bietet das Experimentieren mit gen-veränderten Bakterien für Bio-Leistungskurse der Gymnasien an. Gemeinsam Dr. Peter Flache (KGS Wiesmoor) hatte er bereits Biologie-Lehrer im Experimentieren fortgebildet (die NWZ  berichtete). Dr. Flache, einst Mitarbeiter der biologischen Fakultät Erlangen und heute Bio-Lehrer an der KGS Wiesmoor, war an der Entwicklung des Experiments maßgeblich beteiligt.