50 Euro für Protest, 10 Jahre Save Our Seeds

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http://www.kleinezeitung.at/kaernten/voelkermarkt/voelkermarkt/2904078/protest-gegen-gentechnik-50-euro-strafe.story

Protest gegen Gentechnik: 50 Euro Strafe
Biolandwirt Volker Helldorff macht mit „Feldtafeln“ auf Gefahr der Gentechnik aufmerksam. Er bekam dafür von der BH eine Verwaltungsstrafe.
Bereits vor sechs Jahren sorgte der Biolandwirt Volker Helldorff aus Unterlinden bei Haimburg mit einem Transparent an der Packer Straße gegen die Gefahren der Gentechnik für Aufsehen. Der engagierte Umweltschützer der ersten Stunde bekam dafür wegen „Verstoßes gegen die Straßenverkehrsordnung“ von der BH Völkermarkt ein Verwaltungsstrafverfahren aufgebrummt.

Heuer, Anfang Dezember, flatterte ihm wieder eine Strafverfügung über 50 Euro „wegen unerlaubter Anbringung einer Ankündigung“ an der Straße bei Haimburg ins Haus. Helldorff hat gegen die Verwaltungsstrafe Einspruch erhoben. Helldorffs Begründung: „Auf meiner Wiese stehen keine Ankündigungen, sondern Feldtafeln, wie sie in der Steiermark zu Hunderten auf den Feldern neben der Straße stehen. Gibt es in Kärnten ein anderes Recht wie in der Steiermark?“
Wahlschilder nachgenutzt
Er habe die Schilder nicht aufgestellt, sondern die nicht mehr gebrauchten Wahlschilder des Bauernbundes mit dessen Erlaubnis nachgenutzt und „gentechnikfreie Steiermark“ draufgeschraubt. Zudem werde damit auf keine Veranstaltung hingewiesen. „Ein Schild ,Gentechnikfreies Kärnten‘ war leider nicht zu bekommen, weil es so eines nicht zu kaufen gibt. Kärnten hat sich noch nicht zur Gentechnikfreiheit bekannt wie die Steiermark“, sagt Helldorff.
Der Einspruch ist derzeit bei der BH Völkermarkt in Bearbeitung. Laut Gesetz ist es nicht erlaubt, innerhalb von 100 Metern zum Fahrbahnrand Tafeln aufzustellen. Helldorff: „Mit diesen Tafeln soll auf ein Unrecht hingewiesen werden: Obwohl 93 Prozent der Österreicher gegen die Gentechnik sind, stimmen unsere EU-Kommissare einstimmig dafür. Deshalb wird unser Land jedes Jahr mit 500.000 Tonnen Gensoja überschwemmt, das dann, hoch angereichert mit Gift und Antibiotikum, unseren Nutztieren gefüttert wird, so in unsere Nahrung gelangt und uns krank macht.“

http://www.bio-markt.info/web/Aktuelle_Kurzmeldungen/Verbaende-Institutionen/SOS/15/38/0/11539.html

Zehn Jahre Save our Seeds
Quelle: SOS-Newsletter

2012 wird „Save Our Seeds“ zehn Jahre alt. Aus einer spontanen und erfolgreichen europäischen Aktion zur Reinhaltung des Saatguts von Gentechnik ist mittlerweile eine kleine Institution geworden.

Gegenwärtig laufen die Vorbereitungen für die Demonstration „Wir haben es satt“, die am 21. Januar 2012 zur Grünen Woche in Berlin stattfinden soll. 2012 entscheidet sich was aus der EU-Agrarreform 2014-2020 wird. SOS setzt 2012 einen Schwerpunkt auf die Arbeit in der europäischen Allianz gleichgesinnter Initiativen und Organisationen „ARC 2020“. Nationale Gentechnik-Verbote im europäischen Recht vorzusehen, ist das nächste Ziel gegenüber den jetzigen und künftigen Regierungen. SOS plant, hierzu 2012 in Berlin die nächste Konferenz Gentechnikfreier Regionen Europas auszurichten.

2011 war finanziell ein herausforderndes Jahr für Save Our Seeds. 20.000 Euro fehlen noch, um das Jahr ohne Minus abschließen zu können. Spenden sind willkommen:

Zukunftsstiftung Landwirtschaft
Stichwort: „Save Our Seeds 2011“
Kontonummer 3000 5414
GLS Gemeinschaftsbank eG Bochum
BLZ 430 609 67

21.12.2011

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20111220_OTS0070/fpoe-hofer-gentechnik-breitet-sich-per-bahn-aus

FPÖ-Hofer: Gentechnik breitet sich per Bahn aus

Utl.: Bundesregierung muss Umweltverseuchung vorbeugen! =

Wien (OTS) – „Aus der Schweiz erreicht uns die alarmierende
Nachricht, dass der Transit von gentechnisch veränderten Organsimen
zu entsprechenden Kontaminationen der Umwelt führt“,  so heute
FPÖ-Umweltsprecher NAbg. Norbert Hofer. „Zwar ist der
Gentechnik-Anbau in der Schweiz ebenso verboten wie in Österreich,
das nützt aber wenig, wenn bei Transporten – gewollt oder ungewollt –
z. B. Gen-Raps auf die Bahndämme gerät.“
In der Schweiz seien solcherart bereits massive Verseuchungen
erfolgt, die auch auf die lokale Flora ausgekreuzt und übergegriffen
hätten. „Uns dieses Szenario in Österreich zu ersparen, fordere ich
die Bundesregierung auf, umgehend das diesbezügliche Transitvolumen
in Österreich bekanntzugeben sowie entsprechende Vorsichtsmaßnahmen
zu ergreifen. Sollte es nicht möglich sein, Kontaminationen mit
hundertprozentiger Sicherheit auszuschließen, gibt es nur einen Weg:
solche Transporte über unser Staatsgebiet künftig zu verbieten.“
Selbst wenn dieser Schritt gegen EU-Recht verstoße, müsse diese
Selbstschutzmaßnahme als ultima ratio unter allen Umständen ergriffen
werden, so Hofer weiter. Die Bundesregierung könne dann auch gleich
ein zweites, mit der Agrogentechnik im Zusammenhang stehendes
Erfordernis anpacken:
„Die Deutsche Umwelthilfe geht davon aus, dass der als Bio-Verpackung
titulierte Joghurtbecher eines großen französischen
Nahrungsmittelkonzerns aus Gen-Mais besteht. Der Becher wird aus
Rohstoffen hergestellt, die aus den USA stammen, wo nahezu 90 Prozent
des Maisanbaus in gentechnisch veränderter Landwirtschaft erfolgen.
Die Österreicher wollen nicht nur keine gentechnisch veränderten
Lebensmittel, sie wollen auch keine manipulierten Verpackungen. Zwar
ist Österreich vom aktuellen Beispiel nicht betroffen, wie der
Gesundheitsminister in einer diesbezüglichen Anfragebeantwortung
versichert. Aber wie sieht es bei anderen Lebensmittelverpackungen
aus? Die Bundesregierung hat dafür Sorge zu tragen, dass sich unsere
Gentechnikfreiheit bei Nahrungsmitteln, neben dem Inhalt,
uneingeschränkt auch auf die Hülle erstreckt.“
Rückfragehinweis:
~
Freiheitlicher Parlamentsklub
Tel.: 01/ 40 110 – 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at

http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at
~

http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/24948.html

20.12.2011 |

Bundesamt verbietet Zusatzstoff, aber nicht Fertigprodukt

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat sechs Zusatzstoffe für Pestizide verboten. Es handelt sich um tallowaminhaltige Stoffe, die Risiken für Menschen und Umwelt bergen. Werden sie Pestiziden zugesetzt, erhöht das deren Toxizität. Zwar dürfen die Tallowamine nicht mehr einzeln verkauft werden, fertig gemischte Pestizide bleiben jedoch weiterhin auf dem Markt. Dies bestätigte ein Sprecher des BVL gegenüber der taz. Für Nordrhein-Westfalens Landwirtschaftsminister Johannes Remmel ist dies ein Skandal. Der Unterschied zwischen dem gesonderten Verkauf und dem Verkauf von fertigen Pestiziden ist nicht nachvollziehbar. Weiterhin verkauft werden dürfte beispielsweise das Totalherbizid Roundup mit dem Wirkstoff Glyphosat, das schon seit Längerem in der Kritik steht. Besonders ausgiebig kann Roundup auf gentechnisch veränderten Pflanzen gespritzt werden, die gegen das Gift resistent sind. Als Tierfutter importiert gelangen diese Pflanzen auch hierzulande in die Nahrungskette.

EINFACH UNGLAUBLICH.

http://orf.at/stories/2095940/

Banken leihen sich bei EZB fast 500 Milliarden Euro
Das verlockende Angebot der Europäischen Zentralbank (EZB) kommt an: Die Banken des Euro-Raums haben sich heute bei der Notenbank mit einer Rekordsumme an Liquidität eingedeckt. Insgesamt liehen sich die wegen der Euro-Krise verunsicherten Institute zu günstigen Konditionen 489,2 Milliarden Euro für einen Zeitraum von bis zu drei Jahren, wie die EZB in Frankfurt mitteilte.
Das war deutlich mehr als erwartet: Im Schnitt hatten Volkswirte mit rund 300 Mrd. Euro gerechnet. An den Börsen und beim Euro-Kurs schlug sich die Nachricht allerdings nur kurzfristig in Kursaufschlägen nieder.
Die EZB hatte die Kreditvergabe in unbegrenzter Höhe parallel zu ihrer letzten Zinssenkung angekündigt, um eine Verschärfung der Krise im Bankensektor – und in der Realwirtschaft – zu verhindern. Hintergrund: Die Geldinstitute leihen einander derzeit aus Angst vor Risiken in den Bilanzen nur ungern gegenseitig Geld.
Zudem ist der Markt für neue Bankanleihen, mit denen die Häuser Fremdkapital aufnehmen könnten, fast ausgetrocknet. Experten befürchteten daher, dass die Banken die Kreditversorgung der Unternehmen drastisch einschränken. Außerdem könnten einzelne Banken in existenzbedrohende Schieflagen geraten.
Publiziert am 21.12.2011

http://derstandard.at/1324170309172/Reiche-Ernte-Hohe-Preise-fetten-Bauern-Einkommen-auf

Reiche Ernte
Hohe Preise fetten Bauern-Einkommen auf
20. Dezember 2011 14:04
Brüssel/Wien – Die österreichischen Bauern dürfen sich heuer trotz der negativen Auswirkungen der EHEC-Epidemie und des Dioxin-Skandals in Deutschland über einen deutlichen Einkommenszuwachs freuen. Das reale Agrareinkommen je Arbeitskraft legte 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 12,2 Prozent zu, nach einem Plus von 14,9 Prozent im Jahr 2010, geht aus der ersten Vorausschätzung der Statistik Austria hervor. Eine gute Ernte und Preisanstiege im Bereich Fleisch und Milch waren die Haupttreiber für das Einkommensplus, trotz stark gestiegener Produktionskosten.

Agrarförderungen machten heuer noch immer rund 60 Prozent des Faktoreinkommens aus und lagen damit nur geringfügig unter dem Vorjahresniveau (-0,4 Prozent). „Eine stabilisierende Größe für die Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft sind die Förderungszahlungen“, betonte die Statistik Austria.

Das Einkommen der Bauern ist naturgemäß deutlichen Schwankungen ausgesetzt, je nach Preislage auf den Agrarmärkten. Nach einem Rohstoffboom und einem deutlichem Anstieg 2006 (+10,8 Prozent) und 2007 (+12,6 Prozent) stürzten die Bauern-Einkommen 2009 um 22,9 Prozent ab. Das Faktoreinkommen je Arbeitskraft wird 2011 aber weiterhin unter dem Höchstwert aus dem Jahr 2007 liegen, liegt jedoch um rund 14 Prozent über dem Schnitt der vergangenen zehn Jahre.

Gute Ernte

Die Bauern durften sich 2011 in Österreich über hohe Produktionsmengen im Acker-, Gemüse- und Obstbau sowie eine gute Weinernte freuen. Außerdem erhöhte sich im Tierbereich das Produktionsvolumen leicht. Die landwirtschaftlichen Erzeugerpreise lagen heuer laut Statistik Austria im Schnitt um 3,5 Prozent über dem Vorjahresniveau, wobei Preiseanstiege vor allem im Bereich Milch und Fleisch verzeichnet wurden. Bei pflanzlichen Produkten gingen die Erzeugerpreise im Vergleich zum hohen Vorjahresniveau im Mittel leicht zurück. Insgesamt führten das hohe Produktionsvolumen und die Preisentwicklung zu einem wertmäßigen Zuwachs für die Bauern.

Der landwirtschaftliche Gesamtproduktionswert zu Herstellungspreisen erhöhte sich gegenüber 2010 um 12,1 Prozent. Der Weinbau, die Rinderhaltung und Milchproduktion sowie der Obstbau waren die Haupttreiber für den Anstieg. Auch der Produktionswert von Getreide legte wegen des höheren Produktionsvolumen noch einmal zu.

Die Kosten für Betriebsmittel haben sich für die Bauern heuer deutlich erhöht, hauptsächlich wegen der Verteuerung bei Dünge- und Futtermitteln sowie Treibstoff. Der Wert der Vorleistungen legte im Vergleich zu 2010 um 11,1 Prozent zu, womit die Aufwendungen der Landwirtschaft für Vorleistungen einen neuen Höchstwert erreicht haben dürften, schätzt die Statistik Austria.

EU-Bauern

Das reale Einkommen der EU-Bauern ist im laufenden Jahr um 6,7 Prozent gestiegen, nach einem Wachstum von 12,6 Prozent im Vorjahr. Der Anstieg ergibt sich laut Eurostat aus einer Zunahme des realen landwirtschaftlichen Einkommens (+3,9 Prozent) in Verbindung mit einer Verringerung des landwirtschaftlichen Arbeitseinsatzes (-2,7 Prozent). Eurostat schätzt, dass zwischen 2005 und 2011 das reale landwirtschaftliche Einkommen je Arbeitskraft in der EU um 18,3 Prozent gestiegen ist, während der landwirtschaftliche Arbeitseinsatz um 15,2 Prozent fiel. Die Zunahme des Einkommens ergab sich 2011 hauptsächlich durch einen höheren Wert der landwirtschaftlichen Produktion zu realen Erzeugerpreisen (+7,5 Prozent), während reale Vorleistungskosten zunahmen (+9,7 Prozent).

Europa-Vergleich

Die höchsten Anstiege verzeichneten Rumänien (+43,7 Prozent), Ungarn (+41,8 Prozent), Irland (+30,1 Prozent), die Slowakei (+25,3 Prozent), Luxemburg (+25,2 Prozent), Tschechien (+23,5 Prozent), Bulgarien (+23,2 Prozent) und Dänemark (+20,2 Prozent). Die größten Rückgänge ergaben sich für Belgien (-22,5 Prozent), Malta (-21,2 Prozent), Portugal (-10,7 Prozent) und Finnland (-9,6 Prozent).

Das landwirtschaftliche Einkommen umfasst das in einem bestimmten Buchungszeitraum aus landwirtschaftlichen Tätigkeiten hervorgegangene Einkommen, auch wenn die entsprechenden Einkünfte in einigen Fällen erst später empfangen werden. Es ist nicht gleichzusetzen mit dem Gesamteinkommen der in der Landwirtschaft tätigen Haushalte, in das auch Einkommen aus anderen Quellen einfließt. (APA)

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