Gütesiegel | Kennzeichnung


BAUERN FORDERN ENDE DER PREISSCHLEUDEREI

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2010-09-20 / 09:24:46 / Freiheitlicher Parlamentsklub – FPÖ
FPÖ-Hofer: Grüne Gentechnik muss klar gekennzeichnet sein
Utl.: Unterstützung für Stöger =

Wien (OTS) – Unterstützung für seinen Vorstoß, gentechnisch
veränderte Nahrungsmittel klarer zu kennzeichnen, erhält
Bundesminister Stöger von der FPÖ.

Vizeparteiobmann Norbert Hofer widerspricht der Darstellung von
Teilen der ÖVP, wonach die derzeitige Kennzeichnung ohnehin
ausreichend sei und die Initiative Stögers zu einer Verunsicherung
der Konsumenten führen würde.

Hofer: „Tatsache ist, dass jährlich  mehr als 600.000 Tonnen an
gentechnisch manipuliertem Soja nach Österreich importiert und hier
an Tiere verfüttert wird. Produkte von diesen Tieren, also Fleisch,
Milchprodukte oder Eier werden nicht gekennzeichnet. Dem Konsumenten
wird daher jede Möglichkeit genommen, auf diese Art von
Nahrungsmitteln zu verzichten.“

Rückfragehinweis:

~
Freiheitlicher Parlamentsklub
Tel.: 01/ 40 110 – 7012
mailto:presse-parlamentsklub@fpoe.at

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OTS0041    2010-09-20/09:24

200924 Sep 10

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http://www.salzburg.com/online/7mal24/aktuell/Landwirtschaftskammer-lehnt-Gentechnikfrei-Guetesiegel-ab.html?article=eGMmOI8V5UuDxhAfvt4xuHj2Bsy6gZwbjUeEwV1&img=&text=&mode=&

Landwirtschaftskammer lehnt „Gentechnikfrei-Gütesiegel“ ab

22. Oktober 2010 | 09:47 | wien | apa |

Das von Gesundheitsminisiter Stöger vorgeschlagene „Gentechnikfrei-Gütesiegel“ wird von der Landwirtschaftkammer abgelehnt: Es gebe bereits das AMA-Bio-Zeichen und damit werde die Verwendung von gentechnisch veränderten Futtermittel ausgeschlossen, so Präsident Wlodkowski. „Ein neues Gütesiegel schafft mehr Verunsicherung als Klarheit.“ Weiters gebe es das Kontrollzeichen der Arge Gentechnik-frei.

Auch die Lebensmittelindustrie winkt dankend ab: „Wir brauchen kein weiteres Gütesiegel im Dschungel der Siegel“, sagte Katharina Koßdorff vom Fachverband der Lebensmittelindustrie. Rund 60 Prozent der österreichischen Lebensmittelproduktion gehen laut dem Fachverband ins Ausland. Daher sei ein einheitlicher Rahmen, auch innerhalb der EU, wichtig, so Koßdorff.

Derzeit müssen Lebensmittel von Tieren, welche mit gentechnisch veränderten Futtermitteln gefüttert wurden, laut EU-Kennzeichnungsverordnung nicht gekennzeichnet werden. Futtermittel wie Getreide- und Maissorten werden von österreichischen Landwirten gentechnikfrei angebaut. Bei Soja gibt es aber laut Landwirtschaftskammer eine Versorgungslücke von 550.000 Tonnen, welche mit Importen unter anderem aus Ländern, welche gentechnisch verändertes Soja anbauen, gedeckt wird.

Eine generelle Gentechnik-Freiheit in der Tierfütterung sei nicht umsetzbar, so Wlodkowski. Die Konsumten seien oft nicht bereit mehr zu zahlen, zum Beispiel bei gentechnikfreiem Fleisch. In der Milchwirtschaft wurde von den Molkereien versprochene Zuschläge für Gentechnikfreiheit in der entsprechenden Höhe nicht ausgezahlt.

Auch die österreichischen Eier-Produzenten bangen, nicht entsprechend für die Einführung der Gentechnikfreiheit entschädigt zu werden: Seit Anfang Oktober werden in Österreich nur mehr gentechnikfreie Futtermittel für die Eierproduktion für den Einzelhandel verwendet.

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20101021_OTS0207/spoe-umweltsprecherin-bayr-bekraeftigt-forderung-nach-guetezeichen-gentechnikfrei

SPÖ-Umweltsprecherin Bayr bekräftigt Forderung nach Gütezeichen „gentechnikfrei“

Utl.: Agrarförderungen an Qualitätsmerkmal „gentechnikfrei“ koppeln =

Wien (OTS/SK) – SPÖ-Umweltsprecherin Petra Bayr hat am Donnerstag

die SPÖ-Forderung nach einem staatlich anerkannten Gütezeichen
„gentechnikfrei“ bekräftigt. „Nur ein österreichweit einheitliches
Gütezeichen mit unabhängigen Kontrollen kann gewährleisten, dass
unsere Lebensmittel 100 Prozent gentechnikfrei sind“, so Bayr
gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Weiters will Bayr Agrarförderungen an
das Qualitätsmerkmal „gentechnikfrei“ knüpfen. ****
Für die SPÖ-Umweltsprecherin ist besonders wichtig, dass auch die
eingesetzten Futtermittel nicht gentechnisch verändert werden dürfen.
„Das neue Gütezeichen muss den Einsatz von Gentechnik in allen
Produktionsschritten ausschließen“, fordert Bayr. Derzeit enthalten
80 Prozent aller Futtermittel Gen-Soja. „Das AMA-Zeichen – ein
Gütezeichen – als Herkunftszeichen schließt Genfutter in der
Produktion nicht aus“, korrigiert Bayr die Aussagen des
ÖVP-Abgeordneten Peter Mayer.
Als weitere wichtige Forderung nennt Bayr die Verknüpfung von
Agrarförderungen mit dem Qualitätsmerkmal „gentechnikfrei“. „Damit
würden kleine und mittlere landwirtschaftliche Betriebe gestärkt.
Österreichische Lebensmittel könnten sich durch höhere Qualität am
Markt behaupten“, so Bayr. Gentechnisch verändertes und daher
billigeres Futtermittel wird vor allem in der Agrarindustrie
verwendet. (Schluss) sa/sv/mp

http://kurier.at/wirtschaft/w_unternehmen/2043177.php

Hofer-Produkte mit neuem Öko-Zeichen

„Zurück zum Ursprung“: Eine niedrige Wasser- und CO2-Bilanz soll die Umsätze des Diskonters steigern.

Werner Lampert: Rechnet seinen Kunden Wasserverbrauch vor    Milch, Joghurt oder Getreide: Immer mehr Gütesiegel für Gentechnik-freie, biologische oder nachhaltige Ware drängen in die Regale. Der Diskonter Hofer baut nun seine Marke Zurück-Zum-Ursprung (ZZU) weiter aus.

Seit 2009 wird auf den Packungen der 250 ZZU-Produkte ausgelobt, um wie viel weniger die Herstellung des Produktes gegenüber herkömmlicher Ware verursacht. Demnächst wird auf den Artikeln zudem die Einsparung bei Wasser ausgelobt. Die Vorteile von ZZU: Der Verzicht auf Futtermittel aus den Tropen sowie ertragssteigernde Betriebsmittel. Zudem sei die Nitrat- und Phosphorbelastung niedriger als bei konventioneller Ware. Es werde daher für die Herstellung von einem Liter Milch um knapp 15 Prozent weniger Wasser benötigt, rechnet das Forschungsinstitut für biologischen Anbau – im Auftrag von Werner Lampert, dem Initiator von Zurück Zum Ursprung – vor.

Studien zufolge ist der weltweite Wasserverbrauch seit 1950 um 300 Prozent gestiegen. 70 Prozent des Wassers wird in der Landwirtschaft verbraucht. Lampert: „Zur Erzeugung von einem Kilo Fleisch werden im Durchschnitt 15.000 Liter Wasser benötigt.“

Bienensterben

Die Kosten der Umweltzerstörung durch den Menschen liegen bei elf Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts, sagt Kristina Jahn vom Unternehmensberater PwC. „Ein Drittel der globalen Umweltzerstörung geht auf die 3000 größten börsennotierten Konzerne zurück.“ Intakte Ökosysteme würden jedoch viele Dienstleistungen erbringen. Bereits 27 Prozent der Konzernchefs sehen ihr Geschäft bei einem Verlust der Biodiversität gefährdet.

Ein Beispiel: In den USA wurde nach einem Bienensterben errechnet, dass sich die entgangenen Einnahmen aus den Verkauf von Pflanzen und Früchten, die von der Bestäubung durch Bienen abhängig sind, auf 15 Milliarden Dollar summieren.

Studie bestätigt: Gentechnik-Kennzeichnung lässt Verbrauchertäuschung zu

veröffentlicht 08.10.2010 09:15

http://www.extremnews.com/nachrichten/ernaehrung/7b9f132b93977a7

Professor Dr. Stefan Leible kommt in seiner neuen Studie zu dem Ergebnis: Die derzeitige Gentechnik-Kennzeichnung lässt Verbrauchertäuschung zu. Foto: UBT

Beim Einkauf von Lebensmitteln will der Verbraucher wissen: Ist am Ende auch das in der Packung drin, was draufsteht? Nach heutigem EU-Recht müssen alle Lebensmittel, die aus gentechnisch veränderten Organismen (GVO) bestehen, solche enthalten oder daraus hergestellt wurden, gekennzeichnet werden. Laut einer aktuellen juristischen Studie verfehlt die bestehende GVO-Kennzeichnung jedoch dieses Ziel und ermöglicht es den Verbrauchern nicht, ihre Kaufentscheidung aufgrund von Wahlfreiheit und Transparenz zu treffen.

Noch verwirrender wird es bei der Kennzeichnung „ohne Gentechnik“, da zahlreiche Ausnahmen gentechnische Anwendungen in solchen Produkten dennoch gestattet.

„Der Verbraucher bekommt durch die bestehende Kennzeichnung ,ohne Gentechnik’ keine Information, die seine Wahlfreiheit bei der Kaufentscheidung garantiert. Im Gegenteil, er wird irregeführt. Denn ohne Gentechnik muss auch ohne Gentechnik bedeuten und nicht mit ein bisschen Gentechnik.“ Das schlussfolgert Professor Dr. Stefan Leible, Direktor der Forschungsstelle für Lebensmittelrecht der Universität Bayreuth. Leible präsentierte seine Studie zur Gentechnik-Kennzeichnung von Lebensmitteln auf dem Herbstsymposium zum Thema „Lebensmittelrecht zwischen Technik und Ethik“ an der Juristischen Fakultät der Universität Würzburg.

„Das Label ohne Gentechnik auf Lebensmitteln vermittelt den Verbrauchern die Vorstellung, diese Produkte hätten während ihrer Herstellung keinerlei Kontakte mit Gentechnik gehabt“, so Leible weiter. Tatsächlich sind aber verschiedene Gentechnikanwendungen bei ohne Gentechnik-Lebensmitteln gesetzlich erlaubt. Beispielsweise darf die „ohne Gentechnik“-Kennzeichnung bei tierischen Produkten bereits dann verwendet werden, wenn lediglich bestimmte „GVO-freie Fristen“ bei der Fütterung der Tiere eingehalten wurden. Nach den Untersuchungen von Leible lässt der Gesetzgeber eine mögliche Verbrauchertäuschung also ausdrücklich zu.

Aus Verbrauchersicht wenig überzeugend sei aber auch die bestehende EU-Kennzeichnung. Denn einerseits löse ein GVO-Gehalt unterhalb bestimmter Schwellenwerte eine Kennzeichnungspflicht gar nicht erst aus. Und andererseits führten während des Produktionsprozesses verwandte gentechnisch hergestellte Zutaten und sonstige Stoffe von vornherein zu keiner Kennzeichnungspflicht. Außerdem würden von der Kennzeichnungspflicht solche Produkte nicht erfasst, die von Tieren stammen, denen gentechnisch veränderte Futtermittel oder gentechnisch hergestellte Tierarzneimittel verabreicht wurden. „Die fehlende EU-Kennzeichnungspflicht für derartig hergestellte Lebensmittel erlaubt dem Verbraucher daher erst recht nicht den Schluss, das von ihm erworbene Lebensmittel habe keinerlei Berührung mit Gentechnik gehabt“, meint Leible. „Echte Wahlfreiheit kann also auch die EU-Kennzeichnung nicht garantieren.“ Der Wissenschaftler kommt daher zu dem Schluss, dass das derzeitige System der Gentechnikkennzeichnung dringend der Überarbeitung bedarf.

Quelle: Universität Bayreuth

Stöger will Gütesiegel für gentechnikfreie Lebensmittel

Garantiert gentechnikfreie Lebensmittel sollen in Österreich ein eigenes Gütesiegel erhalten. Diesen Vorschlag unterbreitete Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) in der Sonntag-Ausgabe der „Kronen Zeitung“. „Die Bevölkerung ist gegen Gentechnik in Nahrungsmitteln. Wenn nun Gentechnik versteckt über Futtermittel ins Essen kommt, muss das aufgezeigt werden“, zitierte das Blatt den Ressortchef.

Stöger habe die gesetzlichen Vorbereitungen für das „Gentechnikfrei-Gütesiegel“ ausarbeiten lassen. Auf Basis des Regierungsprogramms sollen die strengeren Qualitätskriterien samt regelmäßiger unabhängiger Kontrollen umgesetzt werden. Derzeit enthalten laut Gesundheitsministerium 83 Prozent des konventionellen Tierfutters für die Fleischproduktion Gensoja, berichtete die „Krone“.

ÖVP ortet Konsumentenverunsicherung

ÖVP-Konsumentenschutzsprecherin Gabriele Tamandl kritisierte heute den Plan Stögers als Verunsicherung der Konsumenten. „Laut EU-Verordnung muss heute schon gekennzeichnet werden, wenn Lebensmittel GVO enthalten. Damit ist sichergestellt, dass in Österreich keine transgenen Schweine, kein GVO-hältiges Saatgut, keine ungekennzeichneten Lebensmittel in den Supermärkten bzw. am Markt sind.“

Dem Konsumenten müsse auf einen Blick klar sein, dass ein Produkt sicher und qualitativ wertvoll ist. Das sei mit dem Kontrollsystem des AMA-Gütesiegels bereits sichergestellt, betonte Tamandl.

Statt „ein neues Pickerl für das Essen einzuführen“ solle Stöger Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP) von einem Importverbot von Gentechnik-Futtermitteln überzeugen, sagte BZÖ-Agrarsprecher Gerhard Huber.

Publiziert am 19.09.2010

http://orf.at/stories/2015444/

http://orf.at/stories/impressum/

Tamandl: Konsumenten nicht verunsichern

Utl.: Stöger soll keine Luftblasen-Politik betreiben – schon heute
keine GVO-veränderten Lebensmittel am Markt =
Wien, 19. September 2010 (ÖVP-PK)“Stöger suggeriert, dass
gentechnisch veränderte Lebensmittel in Österreich auf dem Markt
sind und betreibt damit eine massive Verunsicherungskampagne
gegenüber den Konsumenten“, betont ÖVP-Konsumentenschutzsprecherin
Gabriele Tamandl. „Laut EU-Verordnung muss heute schon
gekennzeichnet werden, wenn Lebensmittel GVO enthalten. Damit ist
sichergestellt, dass in Österreich keine transgenen Schweine, kein
GVO-hältiges Saatgut, keine ungekennzeichneten Lebensmittel in den
Supermärkten, bzw. am Markt sind.“  ****
Wenn Stöger es ernst meinen würde, würde er Vorschläge dieser
Art nicht über die Medien kommunizieren. „Würde Stöger es ehrlich
meinen, würde er sich direkt an die zuständigen Stellen wenden“, so
Tamandl weiter. „Stöger sollte wissen, dass er keine rechtliche
Basis besitzt, um Gütezeichen zu schaffen. Hier ist die AMA-
Marketing die kompetente Stelle. Es ist auch nicht im Sinne des
Konsumenten, Produkte mit verschiedenen Kennzeichnungen zu
versehen. Dem Konsumenten muss auf einen Blick klar sein, dass das
Produkt, das er in Händen hält, sicher und qualitativ wertvoll ist.
Das ist mit dem anerkannten, klar nachvollziehbaren Kontrollsystem,
dem AMA-Gütesiegel, bereits sichergestellt.“ Tamandl abschließend:
„Es geht um die maximale Sicherheit für die Konsumenten. Stögers
Verunsicherungstaktik ist der falsche Zugang.“
Rückfragehinweis: ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien
Tel.:(01) 401 26-420; Internet: http://www.oevp.at

http://www.bauernzeitung.at/?id=2500%2C98879%2C%2C

Gentechnik: Kein Grund zur Verunsicherung der Konsumenten durch den Gesundheitsminister

„Der Gesundheitsminister soll die Konsumenten nicht verunsichern, indem er wissenschaftliche Erkenntnisse völlig ignoriert: Fleisch ist immer gentechnikfrei. Selbst wenn in der Fütterung der Tiere ein gewisser Anteil von importiertem Futter nicht GVO-frei ist, gibt es keinerlei Spuren im Fleisch selbst“, betonte heute der Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, Gerhard Wlodkowski, im Zusammenhang mit Plänen des Gesundheitsministers für eine Verschärfung der Bestimmujngen und eine entsprechende gesetzliche Kennzeichnungspflicht.

Dass der Gesundheitsminister sogar von Täuschung spreche, sei „absoluter Unsinn“, formulierte der Bauernvertreter scharf. Die Aufgabe eines Gesundheitsminister bestehe nicht im Panik-verbreiten, sondern in der Aufklärung der Verbraucherinnen und Verbraucher. Und das sei mit dem jüngsten Vorschlag des Ministers „ganz kräftig daneben gegangen“. „Außerdem ist jedes einzelne Kilogramm in Österreich erzeugten Futters garantiert gentechnikfrei. Denn Österreichs Landwirte verzichten freiwillig auf den Anbau GVO-veränderter
Futtermittel“, ergänzte Wlodkowski

Wenn Konsumenten zu 100 Prozent sicher sein wollen, dass dass Tiere zu ihren Lebzeiten nur mit GVO-freiem Futtermitteln gefüttert worden ist, bietet laut LK-Präsident „das Bio-Angebot die ideale Möglichkeit dazu“.

GVO-freie Futtermittel selbst erzeugen Wlodkowski wies in seiner Stellungnahme darauf hin, dass in Österreich seit einigen Jahren im Zusammenhang mit der Verwertung von agrarischen Rohstoffen zu Alkohol (durch die Firma Agrana) oder zu Zitronensäure (durch die Firma Jungbunzlauer) große Mengen garantiert gentechnikfreier hochwertiger Futtermittel. „Diese werden in enger Kooperation mit der Wissenschaft bereits in der Fütterung der Rinder oder Schweine eingesetzt und das Potenzial ist durchaus ausbaubar“, forderte Wlodkowski vom Gesundheitsminister eine deutlich stärkere Unterstützung der nachwachsenden Rohstoffe.

Vorschlag schadet kleinen Bauern „Wie unausgegoren und überhaupt nicht durchdacht der Vorschlag des Ministers ist, zeigt das Faktum, dass die Verschärfung der Regeln durch den Gesundheitsminister vor allem für die kleinen Bauern das rasche ‚Aus‘ bedeuten würde. Denn große Betriebe mit automatisierten Einheiten schaffen die Umsetzung, die Kleinen werden jedoch zusperren müssen. Will der österreichische Konsument das wirklich?“ fragte Wlodkowski den Minister.

Minister hätte Handlungsbedarf „Statt blindem Aktionismus vor der Wahl sollte Stöger seine Hausaufgaben machen. Denn nach wie vor führen extrem hohe Vorschriften bei der Tierhaltung, die weit über den EU-Regeln liegen, dazu, dass Teile unserer Produktion, beispielsweise von Geflügel, aus Österreich abwandern. Ob es für den Konsumenten einen Gewinn bringt, wenn man im Inland einen Bauern mit abgehobenen Vorschriften ruiniert, die Produkte dann jedoch aus jenen Ländern einführt, die von solchen Vorschriften noch nie etwas gehört haben, ist mehr als fraglich. Zurück zu Vernunft, Herr Gesundheitsminister“, sagte Wlodkowski abschließend.

19.09.2010

Presseaussendung von Wolfgang Pirklhuber ( wolfgang.pirklhuber@gruene.at)

Pirklhuber: Futtermittel in Österreich müssen endlich 100% gentechnikfrei werden

Utl.: Grüne: Wlodkowski völlig inkompetent – unsere Tiere fressen Gentechnik-Futter

Wien (OTS) – „Der steirische ÖVP-Politiker und Präsident der
österreichischen Landwirtschaftskammern Gerhard Wlodkowski outet sich
in Sachen Agro-Gentechnik als völlig inkompetent. ,Fleisch sei immer
zu 100 % Gentechnikfrei!‘, behauptete dieser kürzlich in einer
Reaktion auf Gesundheitsminister Stöger, der ein staatliches
Gütesiegelgesetz für Gentechnikfreiheit vorschlägt“, kritisiert
Wolfgang Pirklhuber, Sprecher für Landwirtschaft und
Lebensmittelsicherheit der Grünen.
„Zahlreiche Studien belegen inzwischen, dass der Gen-Transfer aus dem
Verdauungstrakt in die Blutbahn und die Organe bei Tieren nicht
ausgeschlossen werden kann und dass die gentechnisch manipulierten
Gensequenzen sogar direkt über die Ausscheidungen in den Boden
gelangen“, informiert Pirklhuber und verweist auf eine aktuelle
umfassende Zusammenstellung wissenschaftlicher Ergebnisse der ARGE
Gentechnikfrei vom September 2010, die über 300 kritische
Forschungsergebnisse zu den Auswirkungen von Gentech-Soja auf Natur,
Umwelt, Gesundheit der Tiere und Menschen sowie die bäuerlichen
Erzeuger darstellt und von namhaften internationalen Wissenschaftlern
erstellt wurde.
„Der Etikettenschwindel bei tierischen Produkten, wie Fleisch und
Eier, die von Tieren stammen, die mit Gentechnik-Soja gefüttert
werden muss daher endlich aufhören. Die KonsumentInnen dürfen auch
durch das AMA-Gütesiegel, das bei Fleisch derzeit keine
Gentechnikfreiheit gewährleistet, nicht länger hinters Licht geführt
werden“, kritisiert Pirklhuber die Untätigkeit und Blockadehaltung
der Landwirtschaftskammern.
38 Millionen Tonnen Sojamehl werden jährlich in die EU importiert –
vorwiegend aus den USA, Brasilien und Argentinien – davon sind etwa
65% GVO-Soja. In Österreich landen mehr als 1000 Tonnen oder 50
Lkw-Ladungen GVO-Soja täglich im Futtertrog bei Schweinen,
Mastrindern und Geflügel!
„Die Landwirtschaftskammer Österreich hat bisher kaum etwas
unternommen, um die Versorgung aller heimischen Betriebe mit
gentechnikfreien Futtermitteln, selbstverständlich möglichst zum
selben Preis, sicherzustellen. Stattdessen verbreiten sie das
Märchen, dass die kleineren Bauern bei einer Umstellung auf
Gentechnikfreiheit zusperren müssten“, so Pirklhuber und weist darauf
hin, dass die Raiffeisen Ware Österreich bei einem der größten
europäischen Gen-Soja-Importeure im Aufsichtsrat sitzt.
„Tatsächlich gibt es ausreichende Mengen gentechnikfreier
Futtermittel am Markt – wie das Handelshaus Pilstl als Händler von
GVO-freiem Soja – beweist. Darüber hinaus wollen die Grünen
Bäuerinnen und Bauern, dass in Europa endlich ein Programm für
gentechnikfreie Eiweißfuttermittel umgesetzt wird. Ackerbohnen,
Erbsen, Lupinen und Sojabohnen können wir auch in Österreich und den
Nachbarländern verstärkt selbst anbauen und dies natürlich zu 100 %
gentechnikfrei. Dies ist ein Beitrag für mehr Kreislaufwirtschaft und
stärkt das Vertrauen in die heimische Landwirtschaft“, so Pirklhuber.
Er fordert Minister Stöger auf einen Runden Tisch in Sachen
Gütesiegelgesetz mit den VertreterInnen der NGOs, der ARGE
Gentechnikfrei und den Landwirtschaftskammern einzuberufen, um die
offenen Punkte umgehend abzuklären, um endlich die staatliche
Anerkennung für das Gentechnikfrei-Siegel sicherzustellen.

Offener Brief an Frau Gabriele Tamandl von Freimut Gruber, 19.9.2010

Offener Brief

Sehr geehrte Frau Tamandl,

„Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Lebensmitteln verunsichert Konsumenten“- das ist die in Kurzform von Ihnen ausgegebene Parole bezüglich der Intention Herrn Stögers gentechnisch produzierte Lebensmittel für den unwissenden Konsumenten kenntlich zu machen

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100919_OTS0043/tamandl-konsumenten-nicht-verunsichern

Drei von vier Menschen wissen nicht, dass „normales“ Geflügel mit Gentechnik-verseuchtem Futter das auch rückstände von Pflanzenschutzmitteln enthalten darf, aufgezogen wurde. Dasselbe bei Ei und Schweinefleisch.

Es dürfte Ihrer Kenntnis entgangen sein das der österreichische Bürger keine wie immer geartete Gentechnik in seiner Nahrungskette haben will- das Gentechnik-Volksbegehren hat das klar dargestellt.

Eigentlich logisch, denn niemand kann die Auswirkungen dieser Frankenstein-Technologie , (Sie kennen wahrscheinlich die Geschichte des Monsters das aus Leichenteilen zum Leben erweckt wurde-so ähnlich funktioniert Gentechnik) die fast ausschließlich von eingekauften Ramschwissenschaftlern beworben wird, vorhersagen. Keine der propagierten „Vorzüge“ wurden auch nur ansatzweise erfüllt. Das Gegenteil ist der Fall.

Sie als Konsumentenschutz -Sprecherin müssten eigentlich vehement dafür eintreten, dass die Heimlichkeiten, die um Produkte wie zum Beispiel Eier und Fleisch entstehen, die aus der Verfütterung von Gen-Soja resultieren, sofort zu beenden sind und diese „Produkte“ mit einem auch speziell für die ältere Mitmenschen leicht erkennbaren Zeichen zu versehen sind, damit die Bevölkerung endlich diesbezüglich „mündig“ entscheiden kann was sie kauft, und damit endlich versteht, dass sie ungewollt diese „Frankenstein-Technologie“ mit am Leben erhält !
Warum machen sie genau das Gegenteil?

Könnte es sein dass in Österreich gentechnisch verändertes Soja von einer wohlbekannten Futtermittel-Kette hauptsächlich nur deshalb importiert wird, weil die dahinterstehende Bankengruppe an den Aktien der Konzerne wie Monsanto, Bayer, Syngenta etc. noch einmal kräftig mitverdient?
Wer zieht Ihrer Meinung nach den größten Nutzen aus der heimlichen Verfütterung dieser Hochrisiko-Technologie?

Sind Ihnen eigentlich die Folgen des „Gentechnik“-Anbaues (Ginge es nach Ihren Parteigenossen Fischler und Molterer stünde dieses bereits auf unseren Feldern und in unseren Gärten. Dies wurde bisher erfolgreich verhindert; denn einmal ausgebracht ist das Zeug nicht mehr rückholbar.)
bekannt?

Apropos Parteigenosse: vielleicht holen sie bei Ihrem Kollegen Josef Ferdl Stockinger (Er wechselt gerade zur Oberösterreichischen Versicherung) Informationen ein warum Gentechnik nicht versicherbar ist-sie werden bei der Begründung staunen.

Vergiftete Böden, vergiftetes Grundwasser gehören zu den Resultaten einer Technologie die bereits überholt ist. Wenn sie den Weltagrarbericht verinnerlichen werden sie verstehen warum das so ist.

Da sie sich ja auch „christlich“ nennen sollten sie vielleicht auch anfangen sich für die ethischen Folgen für die ja so weit weg stattfindenden an Skrupellosigkeit und Verantwortungslosigkeit unüberbietbaren Vorgänge in Punkto „Gentechnik „zu interessieren.
Vielleicht recherchieren sie über die „IRAK ORDER 81“ die noch immer aufrecht ist und Verbrechen gegen die Menschheit darstellt!

Abschließend  zu Ihrer Wortmeldung bezüglich des AMA-Risiko-Siegels: vor nicht allzu langer Zeit wurden fünf Millionen Ungarische Eier, versehen mit dem AMA-Pickerl-als gute österreichische Ware markiert und auch verkauft- (In Ihrer Aussendung steht: „klar nachvollziehbares Kontrollsystem“ beim AMA-Pflaster dürfte genau das Gegenteil der Fall sein)ohne Konsequenzen-warum eigentlich?

Danke für Ihre kompetente und umfassende Antwort!

Bleiben sie gesund-und kontrollieren sie die Nahrung die sie Ihrem Körper und damit Ihrer Gesundheit zuführen! Und vertrauen sie dabei nicht irgendwelchen Marketing-Strategie-Zeichen.

Beste Grüße
Freimut Gruber
Au 7
4873 Frankenburg
0664/270 99 55

Schreiben von Manfred Grössler an BM Dr. Stöger und Herrn Dr. Siffert vom 20.9.2010


Sehr geehrter Herr Bundesminister Dr.Stöger!
Sehr geehrter Herr Dr.Siffert!

Herr Dr.Siffert, Sie behaupten in Ihrer Antwort an Gesundheitsminister Stöger und die Medien, dass Fleisch immer gentechnikfrei wäre. Dem ist nicht so.
Der mögliche horizontale Gentransfer ist bereits seit Jahren erwiesen(Anlage)und bezieht sich selbstverständlich auch auf Fleisch.
Ich lade Sie ein, Ihre falsche Antwort zu widerrufen und in Zukunft richtige Informationen weiter zu geben.
Im übrigen können Sie für ALLE Initiativen welche zu gentechikfreier Produktion aufrufen, dankbar sein. Denn gerade diese
Leute und Initiativen sind es, die die heimische Qualtät am meisten zu schätzen wissen und das gemeinsam angestrebte Ziel-die Vernetzung Produzent/Konsument – am stärksten realisieren.
Ich empfehle Ihnen Herr Dr.Siffert auch, Ihre eigene Kraft und Kompetenz dafür einzusetzen, Österreichs Futtermittel insgesamt gentechnikfrei selbst herzustellen oder zumindest für eine flächendeckende Versorgung damit zu sorgen.
Ich jedenfalls danke Herrn Bundesminister Stöger für seine Initiative und hoffe auf Umsetzung!
In der Beilage finden Sie auch die aktuellste Zusammenfassung diverser Studien zweier Molekularbiologen(„Grüne Gentechnik-nur Wissenschaft“).
Dort kann man sich leicht auf den letzten Stand bringen.Diese Zusammenfassung von über 40 (!) Studien lassen nur einen Schluss zu:
RAUS aus der Gentechnik so lange es noch geht!

Mit freundlichen Grüßen
Manfred Grössler
Publizist; Dipl. Phyth.
Am Arlandgrund 35/4/8
A-8045 Graz – Austria
Telefon: +43 (0)316 32 39 32; Fax DW: 1
E: manfredgroessler@tele2.at

Beilage 1 – Quelle: Kronenzeitung

Medizin-Beweis: Genfutter verändert Erbanlagen

Ein beängstigendes Forschungsergebnis! Italienische Mediziner fanden jetzt heraus, dass Genfutter die Erbanlagen verändert.

Sie entdeckten im Blut und in verschiedenen Organen von Schweinen Bruchstücke einer manipulierten Maissorte.

Die Genlobby hatte diese Zusammenhänge bisher immer geleugnet

„Einmal mehr zeigt sich, dass wir voll auf Bio und die ökologische Landwirtschaft in Österreich setzen müssen“, sagt Werner Müller, Gentechnik-Experte von GLOBAL 2000. Tatsächlich sollte die Studie der angesehenen Universität von Piacenza selbst Befürworter der Gentechnik aufrütteln: Erstmals wurde nämlich die Unberechenbarkeit der Genmanipulation nachgewiesen.

Bisher war die Wissenschaft davon ausgegangen, dass die die genetische Information (DNA) aus der Nahrung im Magen-Darm-Trakt vollständig abgebaut wird. Das Gegenteil ist der Fall. „Wir haben bewiesen, dass Bruchstücke eines bestimmten Gens der Gentech-Maissorte Mon810 bei Schweinen über die Nahrung ins Blut und Organe wie Leber, Milz und Nieren gelangen“, bestätigt ein Sprecher des Teams um Rafaele Mazza.

GLOBAL 2000-Experte Müller zieht einen nicht von der Hand zu weisenden Schluss: „Die Situation bei der Gentechnik erinnert heute an die Erfahrungen aus den Anfängen der synthetischen Chemie. Damals wollten uns die Wissenschaftler weismachen, dass DDT vollkommen ungefährlich ist.“

Angesichts der menschenverachtenden Risken verlangt Müller von der EU, die „dauernde Neuzulassung von gentechnisch veränderten Pflanzen zu stoppen.“

Text: Mark Perry, Kronen Zeitung

Beilage 2:

Grüne Gentechnik – nur Wissenschaft

Beilage 3:

Horizontaler Gentranfer findet statt


Elisabeth Sabler, Presseaussendung 21.9.2010:

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100921_OTS0127/erfolg-fuer-dem-gentechnik-wird-zum-wahlkampfthema

Erfolg für DEM: Gentechnik wird zum Wahlkampfthema =

Wien (OTS) – Gesundheitsminister Stöger persönlich hat bestätigt,
dass 83 % des konventionellen Tierfutters für die Fleischproduktion
Gensoja enthält. Nach Jahren der Untätigkeit möchte er nun ein
„Gentechnikfrei-Gütesiegel“ ausarbeiten lassen.
Großer Wermutstropfen ist, dass diesmal die SPÖ noch ein weiteres
Gütesiegel für gentechnikfreie Lebensmittel ausarbeiten will. Denn
von solchen Siegeln – meist mit Naheverhältnis zur ÖVP – gibt es
schon bisher jede Menge, von Milchherstellern ebenso wie z.B. von
Stadt Wien und Landwirtschaftskammer.
„Noch ein weiteres Gütesiegel stellt einen Mehraufwand für die
Bauern dar, und das bringt wieder eine Verteuerung der Nahrungsmittel
durch die Kosten der Zertifizierung.
Wenn es schon ein neues Gentechfrei-Zertifikat gibt, dann sollte
dieses österreichweit einheitlich und vor allem für die Bauern
kostenlos sein. Viel einfacher, effizienter und vor allem gratis wäre
ein generelles Verbot für AGRO-Gentechnik“, sagt Elisabeth Sabler.
„Gesundheitsminister Stöger und Umweltstadträtin Sima sollen sich
endlich für ein solches Verbot einsetzen. Und für den Fall, dass Sie
das nicht tun, müssen die Bürger selbst in einer verbindlichen
Abstimmung beschließen, ob sie Gentechnik auf ihren Tellern haben
wollen oder doch lieber richtige Lebensmittel“, verlangt die
Umwelt-Sprecherin der Plattform Direkte Demokratie.
Rückfragehinweis:
Elisabeth Sabler, 0699 / 1913 0763
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS – WWW.OTS.AT ***
OTS0127    2010-09-21/11:30
211130 Sep 10
PDD0001 0199

Bauernzeitung, 23. 9.2010:

Keine GVO-Lebensmittel in Österreich am Markt

Gesundheitsminister Alois Stöger will Konsumenten informieren

Größer „Gesundheitsminister Alois Stöger betreibt Verunsicherung der Konsumenten, weil in Österreich keine gentechnisch veränderten Lebensmittel (GVO) am Markt sind.“ Deutliche Worte findet Martin Greßl, Qualitätsmanager der AMA Marketing, auf die vergangenen Sonntag in der „Kronen Zeitung“ veröffentlichte Ankündigung des SPÖ-Gesundheitsministers, ein eigenes „Gentechnikfrei-Gütesiegel“ per Gesetz in Österreich einführen zu wollen.

“Die Bevölkerung ist gegen Gentechnik in Nahrungsmitteln. Wenn nun Gentechik versteckt über Futtermittel ins Essen kommt, muss das aufgezeigt werden. Sonst wird man beim Einkaufen getäuscht“, hatte Stöger der „Krone“ anvertraut.

Die EU sieht dies anders und hat klare Kennzeichnungsregelungen für GVO-Produkte erlassen. Demnach müssen Produkte, die aus GVO-Pflanzen hergestellt werden, zum Beispiel Öl aus GVO-Mais, entsprechend gekennzeichnet werden. Bei Lebensmitteln im tierischen Bereich schreibt die EU hingegen keine Kennzeichnung vor, weil laut wissenschaftlichen Untersuchungen in einem Lebensmittel (Fleisch, Milch, Eier) keine GVO-Veränderung vorliegt, wenn etwa GV-Soja verfüttert wird.

Trotzdem hat sich Österreichs Landwirtschaft freiwillig schon längst in weiten Bereichen dafür entschieden, GVO-freie Futtermittel einzusetzen, so etwa zu 100 Prozent in der Milchproduktion. In der Eierproduktion ist die gänzliche Umstellung soeben vor dem Abschluss.

Attacke auf Schweinemast

Stögers Vorstoß bezieht sich daher offenbar auf die Schweinemast, wo die Fütterung mit Sojaschrot ein Muss ist. Greßl hält zwar theoretisch eine Umstellung auf rein GVO-freie Futtermittel für machbar, allerdings sei dies eine Frage des Preises, sagt der AMA-Manager. Laut Greßl liegt der Mehrpreis für GVO-freien Sojaschrot derzeit bei 40 Euro/t, lag im heurigen Jahr allerdings auch schon bei 60 Euro/t. Auch hier schwanken die Preise stark, ein Mehrpreis von bis zu 80 Euro/t wäre durchaus möglich.

“Die entscheidende Frage ist daher, ob der Lebensmittelhandel bereit ist, den Bauern diesen Mehraufwand auch zu bezahlen“, sagt Greßl. Diesbezügliche Signale gebe es derzeit jedenfalls keine, so der AMA-Manager. Daher sollte sich Stöger auch in erster Linie darum bemühen, „dass der Handel gerechte Preise bezahlt, und nicht die Schwächsten in der Lebensmittelkette, die Bauern, unter Druck setzen“.

Wettbewerbsfähigkeit

Auch der Geschäftsführer der Österreichischen Schweinebörse, Hans Schlederer, hält nichts von Stögers Vorschlägen. Er weist darauf hin, dass Sojaschrot als Eiweißkomponente in der Fleischproduktion unverzichtbar ist. Nicht umsonst würden jährlich 500.000 bis 600.000 t importiert. Aus österreichischer Produktion können davon seiner Meinung nach bestenfalls zehn bis 15 Prozent abgedeckt werden.

Eine komplette Umstellung auf GVO-freie Ware ist in Schlederers Augen unrealistisch. Selbst wenn ausreichende Mengen davon verfügbar wären, müsse auch die Kostenfrage bedacht werden, denn: „Wir müssen ja in der Schweinemast wettbewerbsfähig bleiben.“ C.D./F.G.

23.09.2010

 

Die folgende Werbeeinschaltung stimmt ein bisschen nachdenklich…

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