Zivilcourage Burgenland, Krone-Artikel, fiktive Verhandlung

Bitte weiterleiten!!

Liebe Kunden des Naturladens!

Es ist soweit, die Initiative „Agro-Gentechnik Freies Burgenland“ hat sich formiert!
Wenn sie Ihren Beitrag zu einer Gentechnik freien Umwelt leisten wollen, sind Sie aufgefordert dem Team beizutreten !

Besuchen Sie die Startveranstaltung am 1.Mai 2012  in Jennersdorf (Info folgt)!

Das nächste Treffen finden Sie hier, anschließend im Anhang
Zeigen Sie Zivilcourage!

Liebe Grüße Roberto Schandor, Naturladen Fürstenfeld

Einladung

Zivilcourage Burgenland – nächstes Treffen:

Montag 16.04.2012 um 19 Uhr 30
Ort: Stadtheuriger, Hauptplatz 11, 8380 Jennersdorf

Infos: Naturladen Schenk, Jennersdorf 03329/48120
Info: Die Startveranstaltung „Agro-Gentechnik Freies Burgenland!“  findet am 1.Mai 2012 in Jennersdorf statt.

„Die Natur braucht keine Gentechnik“

Dienstag, 1. Mai 2012, 18:00 Uhr, Kulturzentrum Jennersdorf

Zivilcourage Burgenland lädt zu einem Informationsabend mit folgenden Vorträgen:
1) Plant for the Planet
2) Klaus Faißner, Journalist
3) Christoph Fischer, Gründer von Zivilcourage, freie Bauern und Bürger AG
Weitere Informationen im Naturladen Jennersdorf bei Ingrid Schenk: Tel. 0664/ 73 24 75 49.

CHEMTRAILS – VORTRAG

Einladung_Chemtrails_Vortrag_20120425_Mail PDF
http://saubererhimmel.wordpress.com/
 
Vortrag von Werner Altnickel,
ehemaliger Greenpeace-Aktivist aus Deutschland
am 25. April 2012 um 19:30 Uhr im Kulturhaus Liezen
Erfahren sie mehr darüber, wie mit Geo-Engineering/Climate-Engineering unser
Wetter beeinflusst wird. Werden wir bereits seit Jahren mit Chemikalien aus der Luft
besprüht? Mit diesem Vortrag wird uns Werner Altnickel Antworten und weitere
Informationen zum Thema Chemtrails und darüber hinaus geben.
Einlass ab 19:00 Uhr, Eintritt an der ABENDKASSE € 7,00 –
Je € 5,00 für Paare, PensionistInnen, SchülerInnen/Lehrlinge/Studierende
und gegen Voranmeldung in der Stadtbuchhandlung Liezen
oder via SMS unter der Nummer 0699 18117680
oder via E-Mail an Chemtrail-Liezen-2012@hotmail.com

bitte an alle Kontaktpersonen weiterleiten!

Lg
ANNijaTbé

Filmvorführung:

Hauptplatz, 8291 Burgau
17. April 2012
Beginn: 19.00 h

Mittw. Thrive – 1 doc

Film: „Thrive“

DER Film für eine gemeinsame, sichere Zukunft:
Wesentliches im momentanen Weltgeschehen, viele interessante Themen und vor allem Lösungsvorschläge für jeden einzelnen Bürger!

Anmeldung und Info unter: Am Steinkreis 0664/2537939 od. 03383/21502
oder direkt Labonca Biohof!

Bitte weiterleiten!

Liebe Grüße und danke
Daniela Zwettler

http://frauenzimmernetz.wordpress.com

LB Krone 5.4.12 Gentechnik-1 PDF

——–

Jetzt sollten wir natürlich wissen, wieviel  Monsanto von diesen „Gewinnen“ in den USA versteuert und wieviel von diesen „Geldern“ direkt in die Rüstung geht.

Somit finanziert jeder, der ein Schnitzel, das aus Gentechnik-Fütterung entsteht, auf fast direktem Weg das amerikanische Mord und Raub und Ausbeutungs-System das weltüberspannend ist.  http://carnegieendowment.org/files/0408_transcript_stiglitziraq.pdf

Und solange wir den Petrodollar haben finanziert jeder Liter Sprit der hier verfahren wird ebenso dieses System direkt mit.  http://www.feasta.org/documents/review2/nunan.pdf

Wenn man weiter beachtet, dass unsere Kraftwerke, die ja auch ganz schöne Erträge liefern, auch den Amis gehören, ebenso wie Steyr Wehrtechnik usw. usw. usw.

Leider ist diese Darstellung den „normalen“ Menschen nicht zuzumuten.

LG FG

Die USA geben mehr Steuergelder für ihre Kriegsführung aus, als alle Bundesstaaten zusammengenommen für Gesundheit, Bildung und Soziales. Das Kriegsbudget für 2010 wird laut Wikipedia mit Zusatzausgaben schätzungsweise bei etwa 1 (deut.) Billion Dollar liegen – die gesamten Steuereinnahmen der Bundesstaaten liegen nur knapp darüber, bei etwa 1,3 Billionen.

Somit gibt das Pentagon fast genauso viel für den Krieg aus, wie alle Bundesstaaten insgesamt an Steuern einnehmen. Das Rüstungsbudget frisst allein unfassbare 40% der gesamten staatlichen Steuereinnahmen auf.

Der Nobelpreis-Träger Joseph Stiglitz und die Finanzexpertin Linda Bilmes schreiben ihrem Buch „The Three Trillion Dollar War“: „Mit ihren 1000 Basen in den USA und 800 globalen Basen rund um den Globus, ist Amerika eine ‚Kriegs-Nation‘ geworden“.

Tatsächlich: Die USA sind das einzige Land, dass derzeit auf uneingeschränkt auf fünf von sechs bewohnten Kontinenten operiert und Truppen auf allen sechs stationiert hat. Das Pentagon kann ständig auf mehr als 3,5 Millionen Menschen zurückgreifen, wobei das Personal der Kontraktfirmen, die militärische Hilfsdienste leisten, noch nicht einmal mitgezählt ist.

Mit ihrem Kriegs-Etat stehen die USA international einsam an der Spitze: Ihr „Verteidigungsbudget“ ist fast so hoch, wie das der gesamten restlichen Welt zusammengenommen. Daher ist die Rüstungsindustrie auch ein so wichtiger Wirtschaftszweig im Land der Freiheit. Ein Viertel des gesamten BIPs der USA soll laut Sherwood Ross mittlerweile auf das Konto von Militär-nahen Produkten gehen – darunter auch etwa 10.000 atomare Waffen. In den Jahren seit dem zweiten Weltkrieg haben die USA insgesamt 5.5 Billionen Dollar allein für ihre Atomwaffen ausgegeben.

Und sie sind mit dieser tödlichen Industrie auch der größte Waffenhändler der Welt. Die allgemeine US-Taktik bei internationalen Konflikten ist seit jeher: erstmal beide Seiten mit Waffen versorgen. Ein ebenso letales wie lukratives Geschäft, für das die USA ordentlich Personal bereitstellen: Fast 7000 Angestellte der US-Regierung arbeiten international als Waffenhändler – dazu kommen noch zahlreiche Botschafter, die ihre gesamte „diplomatische“ Karriere in Wirklichkeit ebenfalls als Waffenhändler verbringen.

Dass dies verheerende Auswirkungen auf die Politik hat, liegt auf der Hand. Und dass es den USA deshalb weder um Frieden, noch um Diplomatie gehen kann, ist damit ebenso klar. Amerika hat sich so fest mit der Waffenindustrie verbunden, dass Frieden schon allein wirtschaftlich keine Option mehr ist. Denn seit dem kalten Krieg muss die Maschinerie am Laufen gehalten werden. Und dazu braucht es Kriege.

Die Warnung
US-Präsident Dwight D. Eisenhower warnte 1961 in seiner Abschiedsrede nach acht Jahren als US-Präsident vor genau dieser Verschränkung von Militär und Industrie. Er betrachtete den wachsenden Einfluss dieses „industriell-militärischen Komplexes“ als eine der Hauptgefahren sowohl für die amerikanische Demokratie als auch für den Weltfrieden.

„Diese Kombination eines gewaltigen militärischen Establishments und einer mächtigen Rüstungsindustrie ist neu in der amerikanischen Geschichte […]. In den Gremien der Regierung müssen wir der Ausweitung, ob aktiv oder passiv, des unbefugten Einflusses des militärisch-industriellen Komplexes vorbeugen. Das Potenzial für einen verheerenden Anstieg der Macht an falschen Stellen besteht und wird bestehen bleiben. Wir dürfen niemals zulassen, dass diese einflussreiche Allianz unsere Freiheiten und demokratischen Prozesse gefährdet. Wir dürfen nichts als selbstverständlich betrachten.“

Eine Warnung, die leider unerhört blieb und aus heutiger Sicht fast prophetisch anmutet.

Auch wenn Kriege die USA letztlich finanziell ruinieren – sie brauchen sie. Das dabei nicht dem ganzen Land oder dem amerikanischen Volk gedient ist, sondern nur einer Wirtschaftselite, die am Rüstungs-Wahnsinn mitverdient, ist selbstverständlich. Gerade das ist es ja, wovor Eisenhower warnte – dass eben nicht mehr die Interessen der Nation oder des Volkes vertreten werden, sondern Krieg für das wirtschaftliche Establishment zum Selbstzweck wird.

Sieht man sich nun an, was die USA derzeit veranstalten, kann einem Angst und Bange werden: Es werden Kriegsvorbereitungen gegen den Iran getroffen, während in fast allen angrenzenden Ländern schon Krieg herrscht und Venezuela wird mit Militärbasen umzingelt – eine geografische Aufteilung, die einmal mehr vermuten lässt, dass es den USA bei ihren Kriegen vor allem um Öl geht. Darüber hinaus werden neue Raketenbasen im Baltikum stationiert und in fünf an Russland angrenzenden Staaten (Aserbaidschan, Georgien, Estland, Lettland und Litauen) Militärübungen durchgeführt. Außerdem wollen die USA sich zukünftig mehr in die Rebellen-Kämpfe in Afrika einmischen. Und sie befinden sich derzeit noch immer in Kriegseinsätzen in Afghanistan, im Irak, im Jemen und in Pakistan.

Interessant zu bemerken ist auch: Kriege gegen Guerilla-Kämpfer können kaum gewonnen werden – die USA wissen das aus eigener schmerzlicher Erfahrung in Vietnam. Sowohl im Irak, als auch in Afghanistan und im Jemen haben es die USA aber mal wieder mit genau solchen Kriegen zu tun. Aber vielleicht geht es ihnen ja auch gar nicht um einen schnellen Sieg, als vielmehr um einen möglichst langen Krieg, neue Rüstungsaufträge und einen instabilen nahen Osten.

http://www.topagrar.at/home/Home-top-News-814637.html
 
Monsanto verdient bestens mit Gentechnik
09.04.2012

Monsanto
Monsanto verdient weiterhin blendend an seinem gentechnisch veränderten Saatgut. Presseberichten zufolge hob der Biotechnikkonzern seine Erwartungen für das Gesamtjahr an und rechnet nun mit einem höheren Gewinn. Von Dezember bis Februar stieg der Umsatz um 15 % auf 4,7 Mrd. Dollar (3,6 Mrd. Euro). Der Gewinn verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 19 % auf unterm Strich 1,2 Mrd. Dollar.

Vor allem die Nachfrage aus den USA und Lateinamerika sei zuletzt hoch gewesen, erklärte Firmenchef Hugh Grant am vergangenen Mittwoch. „Wir hatten Beiträge zum Wachstum quer über Pflanzen und Regionen hinweg.“ Besonders kräftig zog das weltweite Geschäft mit Genmais an, berichtet das Handelsblatt.
Der Maisumsatz nahm auf 2,8 von 2,4 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum zu. Mit Soja-Saatgut kletterten die Erlöse um 12 % auf 689 Mio. Dollar. Allerdings gab es auch Schwachstellen: So setzte Monsanto mit Gemüse-Saatgut rund 6 % weniger um im Quartal, was der Konzern vor allem auf weniger Nachfrage aus Europa zurückführte.
Für das Gesamtjahr erwartet die Konzernführung nun einen Gewinn je Aktie von 3,49 bis 3,54 Dollar. Noch im Januar hatte Monsanto das obere Ende der Spanne zwischen 3,39 und 3,44 Dollar je Aktie als Zielwert ausgegeben, so das Handelsblatt. (ad)

http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/schlaglichter_nt/article106165338/Mehr-als-700-000-Dioxin-Eier-muessen-vernichtet-werden.html
 
09.04.12
„WAZ“
Mehr als 700 000 Dioxin-Eier müssen vernichtet werden
Essen – Der Biohof in Ostwestfalen, auf dem mit dem dioxinähnlichen PCB belastete Eier entdeckt worden sind, muss wegen der Verunreinigung mehr als 700 000 Eier vernichten. Täglich würden auf dem Hof 23 000 Bio-Eier produziert, die nicht verkauft werden könnten. Das sagte ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Verbraucherschutzministeriums und bestätigte Angaben der Zeitungen der «WAZ»-Mediengruppe. Die Entsorgung müsse der Unternehmer übernehmen. Im Handel dürften nach Angaben des Ministeriums keine belasteten Eier mehr zu finden sein.
dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

Liebe Kunstfreunde,

Ai Weiwei darf Peking immer noch nicht verlassen, seine künstlerische Arbeit wird blockiert.

Machen Sie mit bei einer Kunstaktion für Ai Weiwei: Fotografieren sie sich mit einer Ai Weiwei-Maske und lassen Sie so den chinesischen Künstler symbolisch weltweit auftreten.

Informationen und die Masken gibt es kostenlos im Internet unter http://www.freeweiwei.de

Alle Teilnehmer protestieren gegen die Schikanen des chinesischen Künstlers. Senden wir ein Zeichen der Solidarität an Ai Weiwei.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Werner

Dr. Karl Senft Str. 9

93142 Maxhütte-Haidhof

freeweiwei@freenet.de

Bitte informieren Sie Freunde und Presse über diese Kunstaktion für Ai Weiwei!

http://www.taz.de/Paraguayisch-Bauer-ueber-Widerstand-und-Gift/!91207/
 
10.04.2012
 
Paraguayisch Bauer über Widerstand und Gift
„Die Gentechnik zerstört uns“
Er ist Protagonist des Protestfilms „Raising Resistance“, Bauer zwischen Gentechnikfarmern und kein Freund von Waffen und gespritzten Pflanzen. Geronimo Arevalos im Interview.von Svenja Bergt
az: Herr Arevalos, Sie bewirtschaften Felder im Süden Paraguays. Warum sind Sie Landwirt geworden?

Geronimo Arevalos: In meiner Familie sind alle Bauern, schon seit Generationen. Mit der Zeit habe ich gesehen, wie wichtig die Landwirte sind. Sie produzieren Lebensmittel, daher könnten die Menschen ohne uns nicht überleben.

Was bauen Sie an?

Fast alles, was es gibt. Es ist wichtig, viele verschiedene Pflanzen anzubauen und abzuwechseln, dann braucht man gar kein Gift, keine Pflanzenschutzmittel – im Gegensatz zu den Feldern um meine Gemeinde herum, auf denen ausschließlich gentechnisch verändertes Soja wächst.

Sie arbeiten also ohne Chemie?

Ja, bei mir ist alles natürlich.

Aber wenn auf den umliegenden Feldern gespritzt wird, dann bekommen Sie doch auch etwas ab.

Das ist richtig. Und es bleibt nicht ohne Folgen. Es gibt zum Beispiel bei uns im Ort einen kleinen Jungen, der sein Augenlicht verloren hat. Er hatte in einem Fluss gebadet, in den Reste des Spritzmittels gelangt waren. Und ich merke es auch bei mir selbst: Meine Augen brennen, ich habe Kopfschmerzen. Andere in meiner Gemeinde klagen über die gleichen Symptome. Viele Kinder werden mit Missbildungen geboren. Für eine Familie gibt es heute keine Garantie mehr, dass ihre Kinder gesund auf die Welt kommen.

Haben Sie versucht, etwas dagegen zu unternehmen?

Wir haben versucht, auf gesetzgeberischer Ebene dagegen vorzugehen. Mit einer Änderung des Umweltschutzgesetzes, die es verbietet, das Land zu kontaminieren. Die Gesetze müssen geändert werden, der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen muss verboten werden. Und der Staat muss durchsetzen, dass die großen Konzerne die Gesetze einhalten. Wir haben auch Anzeigen erstattet gegen die Verantwortlichen.

Folgten daraus Prozesse?

Nein, gar nichts. Die staatlichen Behörden in Paraguay sind ganz einfach zu manipulieren, wenn man das Geld dafür hat.

Geronimo Arevalos lebt mit seiner Familie in Santa Rosa, einem kleinen Ort im Südosten Paraguays, nahe der brasilianischen Grenze. Was sie zum Leben brauchen, bauen sie selbst an.

Foto: Pandora
Haben Sie nie darüber nachgedacht, auch in den Anbau von gentechnisch verändertem Soja einzusteigen?

Nein.

Warum nicht?

Weil ich nicht abhängig sein will vom Gift. Das Pflanzenschutzmittel ist schädlich, nicht nur für Pflanzen, sondern auch für Menschen. Die Gentechnik zerstört uns. Uns, unsere Lebensmittel und unsere Umwelt.

Der Film „Raising Resistance“ zeigt, wie Sie gemeinsam mit anderen Farmern das Land eines Sojaproduzenten besetzen. Hat sich danach etwas geändert?

Im Wesentlichen haben sich zwei Sachen geändert: Unsere Jugendlichen wurden durch den Prozess politisiert. Sie haben sich Widerstandsgruppen angeschlossen, und die Zahl derer, die gegen die Gentechnik und das Spritzen von Gift sind, steigt. Auf der anderen Seite hat auch die Regierung aufgerüstet: Sie hat ein Gesetz verabschiedet, nach dem alle diese Menschen Terroristen sind. Das betrifft letztlich auch mich selbst.

Es hat sich also eher zum Schlechten verändert.

Nicht unbedingt. Das Gesetz ist nur Papier. Wir leben.

Der Film zeigt auch, dass der Konflikt teilweise sehr hart ausgetragen wird – Menschen sind mit Waffen unterwegs.

Ja, das finde ich falsch. Wer eine Waffe trägt, erlaubt, dass auch Waffengewalt an ihn herangetragen wird. Ich habe keine Waffen, und ich bin auch nicht dafür, diesen Konflikt so auszutragen. Die Waffe muss der Zusammenhalt der Menschen sein.

Herr Arevalos, wenn Sie ein Jahr lang nicht für Ihren Lebensunterhalt arbeiten müssten, was würden Sie tun?

Genau das Gleiche. Ich bin Landwirt, meine Familie, meine Kinder sind Landwirte, und es gibt nichts, was ich sonst tun könnte.

Werden Ihre Kinder das weiterführen?

Ja. Ich hoffe, dass sie praktizierende Landwirte werden oder in die Politik gehen. Einer meiner Söhne, Bruno, will Agraringenieur werden. Und Nelson belegt gerade einen Universitätskurs für Umweltwissenschaften. Einer wird also produzieren, und ein anderer wird sich einmischen.

http://www.fuw.ch/de/maerkte_news/news/detailansicht.html?objects.news_id=149816&returnUrl=/
 
 
Roche deutet Erhöhung des Übernahme-Angebots für Illumina an (AF)
10.04.2012 10:20
Basel/San Diego (awp) – Über das lange Osterwochenende ist ein klein wenig Bewegung in die vom Pharma-Konzern Roche angestrebte feindliche Übernahme des US-Gentechnik-Unternehmens Illumina gekommen. So haben mit Institutional Shareholder Services (ISS) und Egan Jones zwei unabhängige Beratungsunternehmen von institutionellen Anlegern das Angebot der Basler als zu tief bezeichnet. In Reaktion darauf hat der Illumina-Verwaltungsrat seine bisherige Ablehnung bekräftigt. Das Roche-Management hat eine allfällige weiteren Erhöhung der Offerte angedeutet. Derweil gehen Analysten zumeist von einer weiteren Angebotsaufstockung aus.

Im vierten Aktionärsbrief vom 9. April 2012 betont Illumina mit Verweis auf die Einschätzungen von ISS und Egan Jones, dass das Angebot von Roche weiterhin viel zu tief sei. Gleichzeitig werden die Aktionäre im Hinblick auf die Generalversammlung vom 18. April immer dringlicher dazu aufgefordert, für die von Illumina nominierten Verwaltungsräte zu stimmen und nicht für die von Roche vorgeschlagenen.

ROCHE-OFFERTE REFLEKTIERT LANGFRISTIGES POTENZIAL NICHT

„(…) das aktuelle Angebot (…) kompensiert den Verzicht auf das mögliche, sehr grosse langfristige Potenzial nicht, den die Aktionäre derzeit mit einem Verkauf eingehen würden (…) und reicht auch nicht aus, um die Illumina-Aktionäre zu einer Unterstützung der VR-Wahlvorschläge von Roche zu bewegen“, zitiert der Illumina-VR im Aktionärsbrief aus dem „M&A Edge Report“ von ISS vom 6. April. Im Weiteren sei auch die von Roche erhöhte Offerte nicht hoch genug, um Anlass zu einem Verhandlungsbeginn zu geben.

Im Schreiben betont der Illumina-VR so einmal mehr das Zukunftspotenzial des Unternehmens. Genetische Informationen stünden kurz davor über die molekulare Forschung und Entwicklung hinaus in den Bereichen klinische Diagnose, personalisierte Medizin und weiteren zukunftsträchtigen Märkten Anwendung finden.

ROCHE DEUTET ERHÖHUNG DES ANGEBOTES AN

Zwar gab sich Roche in einer Mitteilung vom Freitagabend enttäuscht darüber, dass ISS den Illumina-Aktionären dazu geraten hatte, nicht für die vom Pharma-Konzern nominierten VR-Kandidaten zu stimmen. Doch wurde betont, dass ISS Roche als „ausgezeichneten Partner“ für Illumina sehe im Hinblick auf die zunehmende Einbindung der (Gen-)Sequenzierung in die Entwicklung neuer Medikamente.

ISS hat laut Roche ebenfalls betont, dass die Kommerzialisierungsstrategie ein Schlüsselfaktor zur Bewertung von Illumina sei. Dabei handle es sich um eine Strategie, die noch nicht erprobt und ein Gebiet sei, auf dem Roche grosse Erfahrung beisteuern könne. Darüber hinaus hielt CEO Severin Schwan in der Mitteilung fest, dass Roche weiterhin an Verhandlungen mit Illumina interessiert sei und er das aktuelle Angebot als mehr als ausreichende Basis dazu erachte. Falls Gespräche aufgenommen und Illuminas Bücher geprüft werden könnten, ist eine weitere Aufstockung des Angebots gemäss dem CEO möglich.

Roche hatte die Ende Januar lancierte Übernahme-Offerte für Illumina zuletzt Ende März auf derzeit 51 USD je Aktie erhöht, was das Unternehmen mit rund 6,5 Mrd bewertet. Zudem hat Roche vier Kandidaten für die Wahl in den Illumina-VR an der Generalversammlung vom 18. April ernannt.

WEITERE ERHÖHUNG DER ÜBERNAHME-OFFERTE ERWARTET

Analysten erwarten, dass Roche das Übernahme-Angebotes für Illumina nochmals erhöht. „Eine erneute Angebotserhöhung ist (…) jederzeit möglich und scheint immer wahrscheinlicher“, schreiben beispielsweise die Experten der Notenstein Privatbank in einem Kommentar. „Unseres Erachtens wird Roche sein Angebot verbessern müssen, möglicherweise in Richtung 55 USD“, heisst es bei der Bank Vontobel.

Illumina könnte eine der wenigen Lücken bei der Diagnostik-Division schliessen und einen Extra-Umsatz von rund 1 Mrd CHF generieren, so darüber hinaus die Einschätzung der Zürcher Kantonalbank.

An der Nasdaq schlossen die Illumina-Aktien am Ostermontag 0,6% höher bei 52,62 USD. Roche GS verlieren bis um 10.00 Uhr 0,9%.

rt/cf

http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/roche-illumina-ruft-gv-zur-kampfwahl-auf
 
10.04.2012 | 07:42
 
Roche: Illumina ruft an GV zur Kampfwahl auf
Das Tauziehen um eine Übernahme des US-Gentechnik-Unternehmens Illumina geht in die nächste Runde. In einem Aktionärsbrief bezeichnet Illumina das Angebot von Roche als immer noch zu tief. Die Firma ruft zur Kampfwahl an der Generalversammlung auf.

Das Tauziehen zwischen Roche und Illumina geht weiter. (Bild: Keystone)
Das US-Gentechnik-Unternehmen Illumina wendet sich in Sachen Übernahme-Offerte des Pharma-Konzerns Roche ein weiteres Mal an seine Aktionäre. In einem vierten Schreiben vom 9. April 2012 betont Illumina mit Verweis auf zwei unabhängige Einschätzungen, dass das Angebot des Basler Konzerns weiterhin viel zu tief sei.

Gleichzeitig werden die Aktionäre im Hinblick auf die Generalversammlung vom 18. April dazu aufgefordert, für die von Illumina nominierten Verwaltungsräte und gegen jene von Roche zur Wahl vorgeschlagenen VR-Mitglieder zu stimmen, wie der Webseite von Illumina zu entnehmen ist.

Roche gibt nicht auf

Vergangene Woche hätten zwei unabhängige Berater von institutionellen Anlegern – die Institutional Shareholder Services (ISS) und Egan Jones – ihren Kunden für die GV zur Annahme der VR-Wahlvorschläge von Illumina geraten. «das aktuelle Angebot von 51 USD kompensiert den Verzicht auf das mögliche sehr grosse langfristige Potenzial nicht, den die Aktionäre derzeit mit einem Verkauf eingehen würden und reicht auch nicht aus, um die Illumina-Aktionäre zu einer Unterstützung der VR-Wahlvorschläge von Roche zu bewegen», wird aus dem «M&A Edge Report» von ISS vom 6. April zitiert. Im Weiteren sei auch die von Roche erhöhte Offerte nicht hoch genug, um Anlass zu einem Verhandlungsbeginn zu geben, wird ISS weiter angeführt.

Im Schreiben betont der Illumina-Verwaltungsrat einmal mehr das Zukunftspotenzial des Unternehmens. Genetische Informationen stünden kurz davor über die molekulare Forschung und Entwicklung hinaus in den Bereichen klinische Diagnose, personalisierte Medizin und weiteren zukunftsträchtigen Märkten zur Anwendung zu kommen. Illumina sei einzigartig positioniert, um diese Entwicklungen in der Zukunft zu nutzen.

Roche: Angebot ausreichend

Derweil gibt sich Roche weiterhin an einer Übernahme von Illumina interessiert und hat übers Osterwochenende eine mögliche Erhöhung der Offerte angedeutet. Zwar gab sich Roche in einer Mitteilung vom Freitagabend enttäuscht darüber, dass ISS den Illumina-Aktionären dazu geraten hatte, nicht für die vom Pharma-Konzern nominierten VR-Kandidaten zu stimmen. Doch wurde betont, dass ISS Roche als «ausgezeichneten Partner» für Illumina sehe.

Darüber hinaus hielt Roche-CEO Severin Schwan in der Mitteilung fest, dass Roche weiterhin an Verhandlungen mit Illumina interessiert sei und er das aktuelle Angebot als mehr als ausreichende Basis dazu erachte. Falls Gespräche aufgenommen und Illuminas Bücher geprüft werden könnten, sei eine weitere Aufstockung des Angebots möglich, so die Mitteilung von Roche weiter.

An der Nasdaq schlossen die Illumina-Aktien am Ostermonat um 0,6 Prozent höher auf 52,62 Dollar. Der Nasdaq-Index sank indessen um 1,1 Prozent.

http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/25530.html
 
10.04.2012 |

Freisetzungsversuche mit Gentechnik-Kartoffeln von BASF

Im Jahr 2012 sind Freisetzungsversuche mit den Gentechnik-Kartoffeln Modena und Fortuna von BASF geplant.
BASF hat vergangenen Donnerstag Freisetzungsversuche mit den gentechnisch veränderten Kartoffeln Modena und Fortuna angekündigt, die noch im Zulassungsverfahren stecken. Die Pressmitteilung hat Verwirrung ausgelöst, da der Konzern Mitte Januar seinen Rückzug aus Entwicklung und Kommerzialisierung für Kartoffel-Produkte angekündigt hatte, die ausschließlich für den europäischen Markt bestimmt seien. Das betraf aber ausschließlich die Gentechnik-Kartoffel Amflora und Neuentwicklungen. Der laufende Zulassungsprozess der Gentechnik-Kartoffeln Modena, Fortuna und Amadea wird in Deutschland zu Ende gebracht. Dieses Jahr liegen die Versuchsflächen in Deutschland, Schweden und den Niederlanden auf einer Fläche von insgesamt weniger als 1 ha Fläche. Zweck der Freilandversuche ist die Pflanzgutvermehrung, da Kartoffeln nur begrenzt lagerfähig sind. Aber auch der Überprüfung der Leistungsfähigkeit sowie der Resistenzeigenschaften der Gentechnik-Kartoffeln soll der Versuch dienen. Amadea und Modena sind gentechnisch veränderte Stärkekartoffeln, die in ihren Eigenschaften vergleichbar mit der umstrittenen Gentechnik-Knolle Amflora sind, aber laut BASF kein Antibiotikaresistenz-Markergen in sich tragen. Die Akzeptanz bei der verarbeitenden Stärkeindustrie und den Verbrauchern dürfte trotzdem schwach sein. Die Gentechnik-Kartoffel Fortuna soll gegen die Kraut- und Knollenfäule resistent sein und ist für den Verzehr bestimmt. Sie steht bei Experten in der Kritik, da die Resistenz nur auf wenigen Genen basiert und anzunehmen ist, dass sie schon in kurzer Zeit durchbrochen sein wird.

(muv/chb/awp)

http://www.zeit.de/zeit-wissen/2012/03/Gruene-Gentechnik
 
Genveränderte Pflanzen Angeklagt: Die Grüne Gentechnik

Im Streit um genveränderte Pflanzen geht es oft sehr emotional zu. Zeit für den Austausch von Argumenten – in einer fiktiven Verhandlung.

Kaum eine Technologie polarisiert so stark wie die Grüne Gentechnik. Für ihre Anhänger sieht es nicht gut aus: Im November 2010 schränkte das Bundesverfassungsgericht die Aussaat von gentechnisch veränderten Pflanzen ein, im September 2011 verfügte der Europäische Gerichtshof, dass Honig mit Pollen aus Genmais nicht verkauft werden darf, und im Februar befand das Leipziger Verwaltungsgericht, dass eine Ernte zu vernichten ist, die unabsichtlich genverändertes Saatgut enthält. Was aber ist wirklich dran an den Vorwürfen? ZEIT Wissen zeigt in einer fiktiven Gerichtsverhandlung, welche Argumente Gegner und Befürworter vorbringen – und welches Urteil eine Richterin fällen könnte.

Seit den Morgenstunden belagert eine Menschenmenge das Gerichtsgebäude. Die Stimmung ist aufgeheizt, »Gen-Dreck weg« fordern Gegner auf Transparenten. Auch Unterstützer der Grünen Gentechnik machen auf sich aufmerksam, »Pflanzenbiotechnologie rettet Menschenleben«, mahnen sie. Im Gebäude herrscht angespannte Ruhe. Dort soll entschieden werden, ob Deutschland zur gentechnikfreien Zone wird, ohne Anbau oder Einfuhr von transgenen Pflanzen. Für den letzten Verhandlungstag hat die Vorsitzende Richterin noch einmal die sieben beteiligten Parteien vorgeladen, deren Vertreter ihre Plädoyers halten.

Der Industrievertreter: Frau Vorsitzende, Grüne Gentechnik ist in den vergangenen Jahren Zielscheibe heftiger Kampagnen geworden. Zu Unrecht. Das Einfügen artfremder Gene in Nutzpflanzen ist kein Bruch mit der Pflanzenzüchtung, die Menschen seit Jahrtausenden betreiben, nein, es ist ihre konsequente Weiterentwicklung. Der Unterschied besteht nur darin, dass wir jetzt präziser als je zuvor neue Eigenschaften heranzüchten können. 20 Jahre biologische Sicherheitsforschung haben keine Hinweise dafür erbracht, dass transgene Pflanzen ihre Umwelt schädigen oder, zu Lebens- und Futtermitteln verarbeitet, eine Gefahr für Menschen und Nutztiere darstellen. Auch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat zahlreiche Studien in Auftrag gegeben, die zu denselben Ergebnissen kommen.

Die vorsitzende Richterin: Also ist die Grüne Gentechnik nur eine Option unter vielen?

Der Industrievertreter: Nein. Ohne sie werden wir eine wachsende Weltbevölkerung nicht nachhaltig ernähren können. Der Goldene Reis etwa kann Betacarotin produzieren, eine Vorstufe von Vitamin A, dessen Mangel jährlich Millionen Menschen erblinden lässt. Möglich sind auch Reispflanzen, die Dürren oder Überschwemmungen überstehen. Außerdem haben die heute schon existierenden gentechnisch veränderten Pflanzen – Mais, Soja, Raps, Baumwolle – enorme Ertragssteigerungen ermöglicht. Grüne Gentechnik ist die Art von Pflanzenzucht, die den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht wird.

Der Vertreter einer Umweltorganisation: Bislang gibt es kaum Langzeitstudien über die Risiken transgener Pflanzen. Wenn etwa in Versuchen Ratten 90 Tage mit Goldenem Reis gefüttert werden und dabei keine Schädigungen auftreten, ist das nicht aussagekräftig. Hingegen zeigen Studien, dass Gensoja, das gegen das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat resistent ist, den Stoff anreichern kann. Glyphosat ist jedoch toxischer als ursprünglich angenommen, es schädigt Ökosysteme und verringert die Artenvielfalt. Ungeklärt ist, ob die artfremden Gene über einen horizontalen Gentransfer auf andere Organismen überspringen. Wir wissen auch nicht, wie die übertragenen Gene das Genom der Pflanze durcheinanderbringen. Außerdem beunruhigt mich, dass Insekten, gegen die transgene Pflanzen »fit« gemacht werden, Resistenzen ausbilden können. Dann müssten neue Pestizide her. Es ist aber ein offenes Geheimnis, dass die agrochemische Industrie seit Langem keine guten neuen Wirkstoffe gefunden hat.

Der Biologe, der Agrarökonom und der Vertreter einer NGO

Die vorsitzende Richterin: Was folgt für Sie daraus?

Der Vertreter einer Umweltorganisation: Im Sinne des Vorsorgeprinzips können wir uns auf dieses Risiko nicht einlassen. Auch nach 25 Jahren wirft die Grüne Gentechnik beunruhigende Fragen auf, auf die es keine verlässlichen Antworten gibt.

Der Biologe: Frau Vorsitzende, in der Diskussion über transgene Pflanzen wird manches behauptet, was wissenschaftlich nicht haltbar ist. So wird immer wieder vor den Gefahren eines horizontalen Gentransfers gewarnt. Tatsächlich nimmt der Mensch täglich mit dem Essen bis zu ein Gramm DNA – das molekulare Material, aus dem die Gene bestehen – zu sich. Und das seit Jahrtausenden. Geschadet hat es ihm bis heute nicht. Im Übrigen sind auch viele natürliche Maisgene für den Menschen »artfremde« Gene, nicht nur die gentechnisch zum Mais hinzugefügten, die das Bt-Toxin produzieren, also Proteine, die auch vom Bakterium B. thuringiensis (Bt) produziert werden. Sie sind giftig für Schädlinge.

Die vorsitzende Richterin: Kommt ein horizontaler Gentransfer in der Natur nicht vor?

Der Biologe: Doch. Bei Einzellern wie Bakterien tritt er immer wieder mal auf. Wir sollten aber mit dem Begriff des »artfremden« Gens vorsichtig sein. Alle Gene sind Kombinationen der vier Basenpaare der DNA, und die sind in allen irdischen Organismen gleich.

Die vorsitzende Richterin: Aber das Einfügen eines fremden Gens in eine Pflanze ist schon ein schwerwiegender Eingriff.

Der Biologe: Nicht schwerwiegender als in der Mutationszüchtung, die etwa mittels Bestrahlung seit vielen Jahrzehnten praktiziert wird: Sie verändert das Pflanzengenom oft massiver als die Methoden der Grünen Gentechnik. Interessanterweise unterliegen in Europa aber Pflanzen, die durch Mutationszüchtung entstehen, nicht denselben Anforderungen für Sicherheitsstudien wie gentechnisch veränderte Pflanzen. Auch dem liegt ein unwissenschaftliches Verständnis von »Natürlichkeit« zugrunde. Daran krankt die verbreitete Ablehnung der Grünen Gentechnik.

Der Vertreter einer Nichtregierungsorganisation: Frau Vorsitzende, um die Konsequenzen der Grünen Gentechnik zu verstehen, genügt es nicht, sie auf einer ausschließlich wissenschaftlich-technischen Ebene zu betrachten. Wir müssen auch genau hinschauen, wie die Grüne Gentechnik in der Praxis eingesetzt wird. Fakt ist, dass sämtliche transgenen Pflanzen durch Patente geschützt sind. Diese Patente halten die großen Agrarchemiekonzerne, deren Anteil am Saatgut-Weltmarkt zusammen 44 Prozent beträgt. Allein der Marktführer Monsanto hält 18 Prozent.

Die vorsitzende Richterin: Warum halten Sie das für problematisch?

Der Vertreter einer Nichtregierungsorganisation: Aufgrund des Patentschutzes dürfen Landwirte transgene Pflanzen nicht einfach in der Folgesaison aus den Samen der Ernte aussäen. Tun sie es, verletzen sie den Patentschutz und müssen mit empfindlichen Strafen rechnen. Sie müssen also Jahr für Jahr neues Saatgut kaufen. Damit mag zwar ihr Ertrag steigen, aber die Preise für das Saatgut sind in den letzten Jahren stark gestiegen – mitunter auf das Fünffache. Nicht wenige geraten deshalb in eine Schuldenfalle. Das ist Neokolonialismus.

Die vorsitzende Richterin: Was schlagen Sie vor?

Der Vertreter einer Nichtregierungsorganisation: Wenn überhaupt, müssten transgene Pflanzen frei verfügbar sein, so wie die Reissorten, die am Internationalen Reisforschungsinstitut auf den Philippinen gezüchtet werden. Das ist aber nicht einmal beim Goldenen Reis der Fall, der gerne als mustergültiges Entwicklungsprojekt dargestellt wird: Rund 70 Patente bestehen an dem Genreis, und nur Bauern, die weniger als 10.000 Dollar pro Jahr verdienen, sind von den Lizenzgebühren befreit. Eine nachhaltige Agrarentwicklungspolitik sieht anders aus.

Der Agrarökonom: Die hier verbreitete Ablehnung der Grünen Gentechnik offenbart einen Eurozentrismus, der äußerst fragwürdig ist. Denn gerade Entwicklungs- und Schwellenländer können bereits heute nachweislich von transgenen Pflanzen profitieren, wie der Anbau von gentechnisch veränderter (gv-)Baumwolle in Indien zeigt. Sie macht dort inzwischen etwa 90 Prozent des gesamten Baumwollanbaus aus. Das hat ganz erstaunliche Konsequenzen. So ist der durchschnittliche Ertrag pro Hektar seit 1999 – vor der Einführung der gv-Baumwolle – von rund 0,7 Tonnen auf etwa 1,3 Tonnen gestiegen. Das ist fast eine Verdoppelung! Musste Indien noch Ende der neunziger Jahre Baumwolle importieren, hat es sich zum Netto-Exporteur gewandelt. Wenn das keine positive Entwicklung ist!

Die vorsitzende Richterin: Woher stammen diese Zahlen?

Der Agrarökonom: Von der Welternährungsorganisation FAO. Es geht aber noch weiter: Dort, wo gv-Baumwolle angebaut wird, hat sich der Einsatz von Insektiziden in wenigen Jahren halbiert. Man muss sicher aufpassen und darf solche Zahlen nicht verallgemeinern. In manchen Anbaugebieten von transgenen Pflanzen steigt der Einsatz von Unkrautvernichtungsmitteln nach einem anfänglichen Rückgang inzwischen wieder an. Die wesentliche Erkenntnis ist für mich aber, dass eine pauschale Ablehnung der Grünen Gentechnik im Namen der Bauern in Schwellen- und Entwicklungsländern der Realität nicht standhält.

Die vorsitzende Richterin: Was halten Sie als Landwirt von der Grünen Gentechnik? Höhere Erträge und weniger Pestizideinsatz müssten ja eigentlich im Interesse der Landwirtschaft sein.

Der Landwirt: In der Praxis helfen uns diese Vorteile wenig. Das Gentechnik-Gesetz wirft für uns nämlich ein Haftungsproblem auf. Wenn ich auf meinem Feld zum Beispiel Genmais anbaue, mein Nachbar aber konventionellen Mais, bin ich dran, wenn in seinem Feld plötzlich doch Genmais gefunden wird und er deshalb seinen Mais nicht mehr als gentechnikfrei verkaufen kann. So ist die Rechtslage. Dieses Risiko ist mir den Anbau von gentechnisch verändertem Mais nicht wert. Viele Landwirte fragen sich aber auch, ob Genpflanzen wirklich sicher sind. Die vorliegenden Untersuchungen haben unsere Zweifel nicht ausgeräumt. Und es gibt noch ein zweites Problem, das hier bislang noch überhaupt nicht angesprochen worden ist: Ich könnte hierzulande überhaupt keine Gentechnikprodukte verkaufen. Die Verbraucher wollen sie nicht. Es gibt keine Nachfrage.

Der Pflanzenzüchter: Grüne Gentechnik ist nicht per se anderen Zuchtverfahren überlegen. Man kann neue Pflanzeneigenschaften nach wie vor sehr gut mit konventionellen Methoden heranzüchten. Nehmen Sie Stärkekartoffeln. In derselben Zeit, in der BASF mithilfe der Gentechnik die Sorte Amflora entwickelt hat, haben Züchter Kartoffeln mit einem höheren Stärkegehalt mittels der – nicht gentechnischen – Mutationszüchtung erzeugt. Eine wichtige Frage ist auch: Wie beeinflussen gentechnisch veränderte Nutzpflanzen den Landbau? Hier muss man feststellen: Sie fördern Monokulturen. Das ist für kleinbäuerlich geprägte oder kleinräumigere Landwirtschaften keine gute Lösung.

Die vorsitzende Richterin: Aber auch dort möchte man die Erträge steigern. Geht das ohne Grüne Gentechnik?

Der Pflanzenzüchter: Ja. Mit Verfahren, wie sie in Europa entwickelt wurden, können Sie auch mit konventionellen Pflanzen Ihre Erträge steigern. Leider mangelt es in vielen Schwellen- und Entwicklungsländern am entsprechenden Wissen und an der technischen Ausstattung. Anstatt dort gleich den Anbau von Hightech-Pflanzen zu propagieren, sollten wir vor allem landwirtschaftliches Know-how exportieren. Es ist zum Beispiel wichtig, zu wissen, wie sich eine neue Züchtung mit einem vorhandenen agrarischen Ökosystem verträgt. Wenn Sie beispielsweise eine Glyphosat-resistente Pflanze auf einem Boden anbauen, der einen geringen pH-Wert hat, kann das gespritzte Glyphosat nicht vollständig abgebaut werden. Das führt dann zu problematischen Rückständen im Boden.

Die vorsitzende Richterin: Wenn ich Sie richtig verstehe, sprechen Sie sich gegen die Grüne Gentechnik aus.

Der Pflanzenzüchter: Nicht prinzipiell. Wir sollten den Einsatz von gentechnisch veränderten Pflanzen fallweise prüfen. Dabei kann auch herauskommen, dass transgene Pflanzen im Einzelfall die beste Lösung sind. Das Allheilmittel für die Landwirtschaft der Zukunft ist die Grüne Gentechnik jedoch nicht.

Nach einer kurzen Pause erscheint die Vorsitzende Richterin wieder im Saal. »Die heute vorgetragenen Ausführungen legen nahe, dass die Grüne Gentechnik sowohl Erwartungen als auch Besorgnisse geweckt hat, die mir beide überzogen erscheinen«, erklärt sie. »Festhalten lässt sich fürs Erste, dass wir sie uns als Option offenhalten, aber ihren Einsatz sehr genau absichern sollten.« Das Urteil soll nun in ein paar Wochen verkündet werden. Wie würden Sie entscheiden? Beteiligen Sie sich an der Debatte im Kommentarbereich.


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