Importverbote

RAPS UND MAIS

Österreich verlängert Importverbote für Gen-Nutzpflanzen

28. September 2010, 16:10

Gesundheitsminister unterzeichnete drei entsprechende Verordnungen

Wien – Gesundheitsminister Alois Stöger hat am Dienstag drei Verordnungen unterzeichnet, die den Import dreier gentechnisch veränderter Sorten (zweimal Raps und einmal Mais) nach Österreich verbieten. „Dadurch ist für weitere zwei Jahre sichergestellt, dass diese nicht in österreichische Lebensmittel gelangen“, betonte der Gesundheitsminister.

Die Produkte seien derzeit nur zum Import in die EU zugelassen, nicht jedoch zum Anbau. Österreich macht hier vom Recht auf vorübergehende Importverbote aus berechtigten Umwelt- und Gesundheitsschutzgründen Gebrauch. Entsprechende Daten wurden nach Brüssel übermittelt. Die EU würde aber bereits planen, auch den Anbau der drei gentechnisch veränderten Linien zuzulassen.

Stöger für staatliches Gütezeichen

Stöger forderte die EU-Partner auf, sich rasch auf das vorgesehene nationale Selbstbestimmungsrecht der Staaten in Bezug auf den GVO-Anbau zu einigen. „Die Menschen in Österreich wollen keine Gentechnik auf ihren Tellern und auf den Feldern.“ Der Ressortchef setzte sich neuerlich für ein staatliches Gütezeichen „gentechnikfrei“ ein, das den Menschen in Österreich eine echte Wahlfreiheit geben würde.

Das Importverbot sei ein erster richtiger Schritt. „Jedoch schwebt das Damoklesschwert der gentechnikveränderten Lebensmittel weiterhin über Österreich, denn nach wie vor werden zahlreiche gentechnisch veränderte Pflanzen nach Österreich eingeführt und etwa an Tiere verfüttert“, meinte Wolfgang Pirklhuber, Landwirtschaftssprecher der Grünen. Stöger solle sich vehement gegen den Anbau von Gentechnik-Produkten in der EU einzusetzen. (red/APA)

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