Food, Inc.

Ursprüngliche Nachricht —–
Von: „Josef Feilmeier“
Weiterleitung einer wichtigen Information:

Ein interessanter Film über die Situation in 
den USA. Wenn man bei uns die Hintergründe im Lebensmittelmarkt betrachtet, 
sind wir nicht mehr weit entfernt. Auch in unserem Land wird den Verbrauchern 
durch verschiedene, so genannte „Qualitätsprogramme“ vorgegaukelt, 
wie gut die Produkte sind. In Wirklichkeit sind viele nur Zettelzertifikate zum 
Nutzen der Industrie. Wenn man sich die Trägerorganisationen dieser Programme 
ansieht, wird alles klar. Und die Bauern ködert man anfangs, hier mitzumachen.

Betreff: Food, Inc. – Kinozeit – Dokumentarfilm 
- WDR FernsehenDokumentarfilm von Robert Kenner, (USA 2008)

47.000 
Produkte führt ein durchschnittlicher amerikanischer Supermarkt. Das Angebot 
scheint grenzenlos. Doch betrachtet man die augenscheinliche Vielfalt genauer, 
zeichnen dafür nur eine Handvoll Firmen verantwortlich. Das stellen Produzent 
und Regisseur Robert Kenner und die Journalisten Eric Schlosser und Michael 
Pollan bei ihren Recherchen über den amerikanischen Lebensmittelmarkt fest.

Wenige 
große Konzerne beherrschen den Markt. Beispiel Fleisch: Gab es 1970 noch 
tausende von Schlachthöfen in den USA, gibt es heute gerade noch 13. Hühner 
werden heute in der Hälfte der Zeit wie vor 50 Jahren doppelt so schwer. Dabei 
nehmen sie so schnell zu, dass die Knochen die Fleischmassen nicht tragen 
können und die Tiere alle paar Schritte umkippen. Hühnerhalter werden durch 
hohe Kredite abhängig von den großen Fleischkonzernen. Wer die Tiere nicht nach 
deren Vorgaben hält, nämlich in riesigen Hallen ohne Tageslicht, oder wer 
Filmteams auf seine Anlage lässt, dem wird der Vertrag gekündigt. Die gleichen 
Zustände herrschen auf dem Saatgutmarkt. 90 Prozent aller Sojabohnen in den USA 
enthalten Gene, auf die Monsanto ein Patent hat. Ehemalige 
Monsanto-Mitarbeiter, die in die Politik gewechselt sind, waren federführend an 
der Entscheidung beteiligt, gentechnisch veränderte Produkte nicht zu 
kennzeichnen. Mit dem Ergebnis, dass heute 70 Prozent aller verarbeiteten 
Produkte in einem amerikanischen Supermarkt gentechnisch veränderte Zutaten 
enthalten.

„Es 
geht nicht nur darum, was wir essen oder um unsere Gesundheit, sondern darum, 
was wir wissen dürfen.“ Dieses Zitat stellen die Filmemacher an den Anfang 
des Filmes. Und ziehen am Ende den Schluss: „Einer der wichtigsten Kämpfe 
der Verbraucher ist der Kampf um das Wissen, was in unserem Essen ist und wie 
es hergestellt wurde.“ Mit aller Macht verhindern große Konzerne in 
Amerika, dass Verbraucher erfahren, wie ihr Essen hergestellt wird. Kritiker 
werden mit Prozessen überzogen und so mundtot gemacht. Auch wenn manche der geschilderten 
Zustände zunächst „typisch amerikanisch“ scheinen, gibt es doch viele 
der gezeigten Entwicklungen auch in Europa. Auch hier erfahren 
Verbraucher oft nicht, was hinter dem schönen Schein der bunten Etiketten 
steckt.

Redaktion: Jutta Krug, WDR
http://www.wdr.de/tv/kinozeit/dokufilm/sendungsbeitraege/2010/1028/index.jsp

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