Eine Woche ist noch Zeit!

http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/24020.html

28.06.2011

Mehr Spielräume für nationale Gentechnik-Anbauverbote

Über den Anbau von Gentechnik-Pflanzen sollen die EU-Länder künftig selbst entscheiden.
Am Mittwoch nächster Woche, den 6. Juli, stimmen die EU-Parlamentarier darüber ab, ob den einzelnen Mitgliedstaaten mehr Möglichkeiten gegeben wird, über den Anbau von Gentechnik-Pflanzen in Ihrem Land selbst zu entscheiden. Im Sommer letzten Jahres hatte die Europäische Kommission den Vorschlag zu neuen Regelungen im EU-Gentechnik-Recht gemacht. Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments hat sich nun im Gegensatz zur Kommission dafür ausgesprochen, dass die Länder den Anbau auch verbieten können, wenn sie Risiken für die Umwelt befürchten. Dies können Gefahren für die biologische Vielfalt, Schädlingsresistenzen, aber auch wissenschaftliche Unklarheiten sein. Damit werden Anbauverbote der Mitgliedsländer rechtlich abgesichert. Um die deutschen Abgeordneten dazu zu bringen, für den Vorschlag des Umweltausschusses zu stimmen, haben Verbände bereits einen Brief an die Parlamentarier verfasst. Mit einer heute startenden Campact-Aktion können alle Bürgerinnen und Bürger aktiv werden. Eine Woche ist noch Zeit!

http://www.eu-koordination.de/umweltnews/news/landwirtschaft-gentechnik/947-keine-nulltoleranz-mehr-fuer-gentechnik-in-futtermitteln-

Keine Nulltoleranz mehr für Gentechnik in Futtermitteln
Dienstag, 28. Juni 2011
Die EU-Kommission hat am 24. Juni neue Regeln für gentechnisch veränderte Futtermittel verabschiedet. Danach sind nun Spuren gentechnischer Verunreinigung in importiertem Futter bis zu einem Grenzwert von 0,1 Prozent erlaubt.
Im Februar hatten die EU-Mitgliedstaaten dem Kommissionsvorschlag, die Vorschriften zu lockern, zugestimmt. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die genmanipulierte Substanz schon in mindestens einem Drittstaat genehmigt ist und in der EU seit mindestens drei Monaten ein Zulassungsverfahren bei der zuständigen Lebensmittelbehörde EFSA läuft.
Das bedeutet, dass künftig Futter auf den europäischen Markt kommt, das genmodifizierte Bestandteile enthält, die in der EU nicht erlaubt sind. Selbst noch so geringe Spuren gentechnisch veränderter Organismen könnten EU-Bürger gefährden, befürchtet Greenpeace. Die Kommission habe sich mit dem neuen Grenzwert dem Druck der internationalen Futtermittelexporteuere gebeugt.
Zudem widerspricht das Aus für die Nulltoleranz laut einem Gutachten im Auftrag des BUND EU-Recht. Denn bisher gilt: Gentechnikpflanzen, die keine Zulassung und keine Sicherheitsbewertung haben, sind in der EU strikt verboten. Auch eine gentechnische Kontamination bis zu 0,1 Prozent würde dagegen verstoßen. [mbu]

http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Brandenburg-hadert-mit-Kompetenzzuwachs-in-Sachen-Gentechnik-399875.html

Brandenburg hadert mit Kompetenzzuwachs in Sachen Gentechnik
[28.06.2011]

Staatssekretär Dr. Heinrich-Daniel Rühmkorf vom Potsdamer Umweltministerium hat sich kritisch zur geplanten Selbstbestimmung der Bundesländer bei Gentechnik-Abständen geäußert. Auf einer gemeinsamen Fachtagung vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) und Brandenburgs Umweltressort erklärte Rühmkorf kürzlich in Berlin, die praktische Umsetzung könne problematisch werden. Unklar wäre bisher beispielsweise die Behandlung von Flächen in der Nähe von Bundeslandgrenzen. Auch dürften Betriebe mit Flächen in unterschiedlichen Ländern nicht zu viele bürokratische Hürden auferlegt bekommen.
Seit die EU-Kommission angekündigt habe, den Mitgliedstaaten die Entscheidung über den Anbau von gentechnisch verändertem Mais zu überlassen, sei wieder Bewegung in das Thema gekommen. „Die meisten Brandenburger lehnen gentechnisch veränderte Lebensmittel ab“, berichtete Rühmkorf. Darauf müsse die Politik eingehen. Brandenburg sei ein Vorreiter für gentechnikfreie Regionen gewesen und solle es bleiben.
Laut einem bekannt gewordenen Entwurf zur Änderung des Gentechnikgesetzes sollen die Bundesländer künftig die Abstände zwischen Flächen mit gentechnisch veränderten Pflanzen und herkömmlichen Kulturen selbst festlegen. (AgE)

http://www.bild.de/news/ausland/neapel/dioxin-muell-verbrennung-mafia-18566102.bild.html

Neapel brennt Müll-Chaos wird zu Dioxin-Skandal
eapel (Italien) – Es stinkt bis zum Himmel!

Der Müll-Skandal in Neapel wird jetzt sogar lebensbedrohlich – Tonnen von Abfall werden in den Straßen verbrannt, giftiges Dioxin verpestet die Stadt.

Tausende Tonnen Müll gingen in den letzten Tagen in Flammen auf – in Italiens drittgrößter Stadt ist die Müllentsorgung zusammengebrochen. Die Deponien sind überfüllt.

Neapel erstickt!

Unbekannte stecken die wilden Müllplätze auf den Straßen immer wieder in Brand – allerdings mit schwerwiegenden Folgen: Bei den Bränden werden massenhaft Dioxin und andere toxische Stoffe freigesetzt!

Husten, Bronchitis, Asthma – vor allem Kinder leiden: „Die Zahl der Atemwegserkrankungen hat bereits um 10 bis 20 Prozent zugenommen“, erklärte Giuseppe Mele, Präsident des italienischen Kinderärzte-Verbands.

Steckt die Mafia hinter dem Müll-Skandal?

Das Müll-Geschäft ist in der Hand der Camorra. Die verdiene mit der illegalen Beseitigung Unmengen von Geld, so der neue Bürgermeister von Neapel Luigi De Magistris. Er wollte das Müll-Chaos ursprünglich beseitigen, wurde gewählt – bislang hat sich jedoch nichts verändert.

Eine Stadt brennt!

In jedem Viertel der Stadt türmen sich die Ekel-Berge Stockwerke hoch. Jede Nacht brennen Müllhaufen. Unklar ist, ob es sich bei den Anstiftern um wütende Anwohner handelt – oder ob Mafia-Banden die Feuer entfachen, wie der Bürgermeister laut Medienberichten vermutet. Grund: Verbrannter Abfall muss als Sondermüll entsorgt werden. Dabei würden wiederum Firmen verdienen, die mit der Camorra verstrickt sind…

Das Müll-Chaos in Neapel – ein dreckiger Krieg, der gerade erst begonnen hat…


http://www.hl-live.de/aktuell/textstart.php?id=70147

Vortrag und Diskussion über Gentechnik
Die attac Regionalgruppe Lübeck und das Bündnis „Lübeck gentechnikfrei“ laden am Donnerstag, 30. Juni, um 19 Uhr zu einem Referat mit anschließender Diskussion „Monsanto auf Deutsch“ ins Gewerkschaftshaus am Holstentor, Raum 3/4, ein.
Referent Jörg Bergstedt, Ökoaktivist und Buchautor („Monsanto auf Deutsch“, „Organisierte Unverantwortlichkeit“). Seit Mitte der 1990er Jahre engagiert er sich gegen die Aussaat genetisch veränderter Pflanzen. Im Zusammenhang mit einer versuchten „Feldbefreiung“ in Gießen, bei der nicht unwesentliche Teile des Versuchsfeldes zerstört wurden, wurde er zu einer Freiheitsstrafe verurteilt.

http://www.topagrar.com/news/Acker-Wetter-News-KWS-mit-stabilem-Zuckerrueben-Marktanteil-in-den-USA-399076.html

KWS mit stabilem Zuckerrüben-Marktanteil in den USA
[28.06.2011]
Dem KWS-Konzern hat die gerichtliche Auseinandersetzung um seine in den USA verkauften gentechnisch veränderten Zuckerrüben offenbar nicht geschadet. Ein KWS-Sprecher bezifferte Mitte Juni den diesjährigen Marktanteil des Unternehmens am US-Zuckerrübenmarkt auf schätzungsweise „deutlich über 50 %“ und damit unverändert gegenüber 2010. „Wir sind der Marktführer in Nordamerika“, betonte der Sprecher.
Erst im Februar hatte das Landwirtschaftsministerium in Washington den Anbau der herbizidtoleranten Zuckerrüben, die auf Basis von Monsanto-Technologie wirken, unter Auflagen erlaubt. Nötig geworden war das aufgrund eines vorangegangen Gerichtsentscheids, der Gentechnikgegner gestärkt hatte.
Bis Mai 2012 will das US-Landwirtschaftsministerium nun eine abschließende Umweltbewertung zu den herbizidtoleranten Rüben abgeben, an der es bislang fehlt. Zumindest bis dahin müssen unter anderem verbindliche Abstände in der Saatgutvermehrung eingehalten werden.
Dem KWS-Sprecher zufolge werden in den USA rund 95 % der Zuckerrübenfläche mit Roundup-Ready-Sorten bestellt. Auch andere Firmen bedienen sich damit der von Monsanto und KWS erfolgreich eingesetzten Technologie.
Laut einer Prognose von Anfang Mai wird der Umsatz der KWS-Gruppe im Ende Juni abschließenden Geschäftsjahr 2010/11 gegenüber dem Vorjahr um 11,4 % auf 830 Mio Euro klettern. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) soll sich um fast 40 % auf 115 Mio Euro erhöhen. In der Rangskala der Saatguthersteller sieht sich KWS hinter Monsanto mit einem Umsatz von umgerechnet 4,9 Mrd Euro, Du Pont/Pioneer mit 3,4 Mrd Euro und Syngenta mit 1,2 Mrd Euro auf Platz vier. (AgE)

http://diepresse.com/home/politik/eu/673377/Weniger-Foerderung-fuer-Bauern_Der-Kampf-beginnt?_vl_backlink=/home/index.do

Weniger Förderung für Bauern: „Der Kampf beginnt“
28.06.2011 | 11:38 |   (DiePresse.com)
Außenminister Spindelegger sieht in den Berichten über eine Kürzung der EU-Agrarförderungen ein „Alarmsignal“. Landwirtschaftsminister Berlakovich wartet auf die offiziellen Zahlen: „Dann beginnt der Kampf“.
Die EU plant Medienberichten zufolge drastische Kürzungen ihrer Förderungen für Bauern. VP-Außenminister Michael Spindelegger reagierte am Dienstag besorgt auf die Berichte. Er sprach von einem „Alarmsignal besonders für uns“. Denn Österreich mit seinem Fokus auf biologische Landwirtschaft sei bisher besonders gut gefahren.
VP-Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich sagte zu den kolportierten Kürzungen von bis zu 30 Prozent, es könne durchaus sein, dass für Österreichs Landwirtschaft weniger Geld vorgesehen sei. Genaueres könne man aber erst am Donnerstag sagen, wenn die Pläne der EU-Kommission für das Budget offiziell vorgelegt werden: „Dann beginnt der Kampf.“

Die Verhandlungen über die Zahlen werden sich wohl über ein Jahr ziehen. Man werde sich dabei besonders dafür einsetzen, dass die kleinräumige Landwirtschaft weiter ihre wichtige Aufgabe einnehmen könne, betonte Spindelegger.

http://www.testbiotech.de/node/516

Testbiotech – 28.06.2011

Testbiotech veröffentlicht Daten der Industrie

Industrie und EFSA unterlaufen Risikoabschätzung gentechnisch veränderter Pflanzen

München | Die Publikation ist mehr als brisant: In einem aktuellen Report [1] analysiert und veröffentlicht Testbiotech verschiedene Untersuchungsberichte, die von der Industrie zur Risikoprüfung von gentechnisch veränderten Pflanzen bei der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA eingereicht wurden. Die Dossiers waren Testbiotech Anfang 2011 zugespielt worden. Die Unterlagen beziehen sich auf den gentechnisch veränderten Mais SmartStax der Firmen Monsanto und Dow AgroSciences. SmartStax wurde durch Kreuzung mehrerer gentechnisch veränderter Maispflanzen hergestellt. Er produziert sechs verschiedene Insektengifte und ist resistent gegenüber zwei Unkrautvernichtungsmitteln. Laut einem Bericht der EFSA aus dem Jahr 2010 soll dieser Mais unbedenklich sein und in Lebens  und Futtermitteln eingesetzt werden. Die Analyse von Testbiotech zeigt dagegen, dass die von der Industrie eingereichten Unterlagen ungeeignet sind, um die gesundheitlichen Risiken für Mensch und Tier zu bewerten. Zudem fehlen die notwendigen unabhängigen Qualitätskontrollen.

„Es gibt Hinweise darauf, dass die Daten den Interessen der Industrie ‚angepasst‘ wurden“, so Christoph Then von Testbiotech. „In jedem Fall sind die Unterlagen ungeeignet, um gesundheitliche Risiken für Mensch und Tier zu bewerten. So wurden beispielsweise Kombinationseffekte der Giftstoffe, die in den Pflanzen enthalten sind, nur an Insekten getestet. Bei einer Fütterungsstudie mit Geflügel ging es lediglich um eine Prüfung der Mastleistung. Daten, die gesundheitliche Risiken betreffen, wurden in diesen Untersuchungen nicht erhoben.“

Die Studien zeigen, dass der Gehalt an Insektengiften in den Pflanzen um das 10  bis 20 Fache variieren kann. Gezielte Untersuchungen, wie sich wechselnde Umweltbedingungen auf den Giftgehalt auswirken, wurden nicht durchgeführt. Es gibt nicht einmal verlässliche Messverfahren für eine unabhängige Kontrolle der erhobenen Daten.

Bei ihrer Risikobewertung stützt sich die EFSA in vielen Bereichen nicht auf Untersuchungsergebnisse von SmartStax selbst, sondern beruft sich auf Tests mit den gentechnisch veränderten Maispflanzen, aus denen SmartStax durch Kreuzung hergestellt wurde. Dieser Ansatz ist äußerst problematisch, weil diese Pflanzen für sich genommen viel weniger Giftstoffe produzieren und daher auch weniger Wechselwirkungen zu erwarten sind. Außerdem ist die Risikoprüfung dieser Pflanzen mit erheblichen Fragen und Unsicherheiten verbunden. Schon bei bestimmten Ausgangspflanzen besteht der Verdacht, dass Nierenschäden ausgelöst werden können. Experten verschiedener Mitgliedsländer haben bei der EFSA weitere Untersuchungen angemahnt, was die Behörde jedoch unter Verweis auf die eigenen Prüfrichtlinien zurückgewiesen hat. Nach diesen Richtlinien sind bisher keine Fütterungsstudien vorgeschrieben, um gesundheitliche Risiken für Mensch und Tier auszuschließen.

Die von Testbiotech analysierten Dokumente weisen auf erschreckende Defizite bei der Risikoforschung und Risikobewertung gentechnisch veränderter Pflanzen hin. Diese Defizite sollten nicht dadurch verschleiert werden, dass die Untersuchungsergebnisse als vertraulich klassifiziert werden. Deswegen macht Testbiotech diese Dokumente einer größeren Öffentlichkeit zugänglich. Dabei werden keine Auflagen bezüglich der Vertraulichkeit der Daten verletzt, die Dokumente wurden Testbiotech ohne Beschränkungen zur Verfügung gestellt.

[1] http://www.testbiotech.de/node/514


http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/24020.html

Informationsdienst Gentechnik – 28.06.2011

Nationale Gentechnik-Anbauverbote auf der Kippe

Über den Anbau von Gentechnik-Pflanzen sollen die EU-Länder künftig selbst entscheiden

Am Mittwoch nächster Woche, am 6. Juli, stimmen die EU-Parlamentarier darüber ab, ob den einzelnen Mitgliedstaaten eine rechtlich sichere Möglichkeit gegeben wird, über den Anbau von Gentechnik-Pflanzen in ihrem Land selbst zu entscheiden. Im Sommer letzten Jahres hatte die Europäische Kommission den Vorschlag zu neuen Regelungen im EU-Gentechnikrecht gemacht. Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments hat sich nun im Gegensatz zur Kommission dafür ausgesprochen, dass die Länder den Anbau auch verbieten können, wenn sie Risiken für die Umwelt befürchten. Dies können Gefahren für die biologische Vielfalt, Schädlingsresistenzen, aber auch wissenschaftliche Unklarheiten sein. Damit werden Anbauverbote der Mitgliedsländer rechtlich abgesichert.

Um die deutschen Abgeordneten dazu zu bringen, für den Vorschlag des Umweltausschusses zu stimmen, haben Verbände bereits einen Brief an die Parlamentarier verfasst. Mit einer heute startenden Campact-Aktion können alle Bürgerinnen und Bürger aktiv werden. Eine Woche ist noch Zeit!

Infodienst: Kommissions-Vorschläge zum EU-Gentechnikrecht
http://www.keine-gentechnik.de/dossiers/kommissions-vorschlaege-zum-eu-gentechnikrecht.html

Campact-Aktion: Gentechnik: Verbote möglich machen!
http://www.campact.de/gentec/sn9/signer

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BUND e.V. [agrarteam@mail2.bund.net] schrieb am Dienstag, 28. Juni 2011 12:15:

Unterschreiben für gentechnikfreie Landwirtschaft!

Liebe Freundinnen und Freunde der gentechnikfreien Landwirtschaft,

bisher sind die Möglichkeiten eines EU-Landes, Gentechnikverbote auszusprechen, äußerst begrenzt. Nur wenn es neue wissenschaftliche Erkenntnisse über Gefahren nachweist, die bei der Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen nicht ausreichend berücksichtigt wurden, kann ein Land ein nationales Anbauverbot verhängen.

Mehr Spielräume für die Mitgliedstaaten, ihr Gebiet gentechnikfrei zu halten – das möchte der Umweltausschuss des Europaparlaments. Er will den Staaten ermöglichen, künftig alle, einzelne oder bestimmte Gruppen von Gentech-Pflanzen zu verbieten. Wissenschaftliche Unsicherheit und Risiken für Umwelt und Wirtschaft würden dann als Begründung akzeptiert.

Das Europaparlament entscheidet am 6. Juli. Ob es dem Vorschlag seines Umweltausschusses folgt, ist offen. Viel hängt dabei an Deutschland. Kein anderes EU-Land stellt mehr Abgeordnete in Straßburg. Machen Sie sich stark für eine gentechnikfreie Landwirtschaft! Sagen Sie den Spitzen der deutschen Fraktionen, dass Sie keine Gentechnik auf unseren Äckern und Tellern wollen.

Unterschreiben Sie jetzt!
http://www.bund.net/gentechnik_verbieten/

Mit den besten Grüßen

Heike Moldenhauer, Tine Jäger und Norbert Franck
für das BUND-Gentechnikteam

Liebe Mitstreiterinnen, liebe Mitstreiter,

vielleicht erinnern Sie sich: Letztes Jahr hat die EU-Kommission Vorschläge zur Änderung der europäischen Gentechnik-Gesetzgebung vorgestellt. Zwar war darin die Möglichkeit nationaler Anbauverbote enthalten. Diese stehen jedoch auf rechtlich wackligen Beinen. Ein Vorschlag des Umweltausschusses des Europäischen Parlaments will diese Mängel beseitigen. Er wird nächste Woche, am 6. Juli, im EU-Parlament abgestimmt. Die deutschen Abgeordneten haben ein großes Gewicht. Fordern Sie sie über die heute gestartete Campact-Aktion zur Abstimmung für wirksame Gentechnik-Verbote auf! Direkt zur Aktion kommen Sie hier:
http://tiny.cc/gentechnik
Weitere Hintergrundinfos und Original-Dokumente finden Sie in unserem Dossier:
http://tinyurl.com/44jzntw

Unsere Frage des Monats dreht sich dieses Mal um die Fütterung mit Gentech-Pflanzen. Sind Sie für die Kennzeichnung tierischer Produkte? Stimmen Sie ab!
http://www.keine-gentechnik.de/wer-wie-was/frage-des-monats.html

Sommerliche Grüße,

Ihr Infodienst Gentechnik

1. Nationale Gentechnik-Anbauverbote auf der Kippe
2. WWF und der Pakt mit der Gentechnik-Industrie
3. Rätsel um die Zerstörung von Gentechnik-Rüben
4. Gentech-Lachs in den USA: Außer Spesen nichts gewesen
5. Breiter Protest gegen Gentechnik-Kartoffeln auch in Belgien
6. Bericht: EU ignoriert Gefahren durch Roundup
7. Amflora in Schweden unter Polizeischutz angepflanzt
8. Bauernfrühstück vor dem Kanzleramt
9. Berliner Videotheken verkaufen Gentech-Snacks
10. Brandenburg will Vorreiter bei gentechnikfreien Regionen bleiben

1. Nationale Gentechnik-Anbauverbote auf der Kippe
Am Mittwoch nächster Woche, den 6. Juli, stimmen die EU-Parlamentarier darüber ab, ob den einzelnen Mitgliedstaaten eine rechtlich sichere Möglichkeit gegeben wird, über den Anbau von Gentechnik-Pflanzen in Ihrem Land selbst zu entscheiden. Um die deutschen Abgeordneten dazu zu bringen, für den Vorschlag des Umweltausschusses zu stimmen, haben Verbände bereits einen Brief an die Parlamentarier verfasst. Mit einer heute startenden Campact-Aktion können alle Bürgerinnen und Bürger aktiv werden. Eine Woche ist noch Zeit!
http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/24020.html

2. WWF und der Pakt mit der Gentechnik-Industrie
Nach der gestrigen Ausstrahlung der WDR-Dokumentation „Der Pakt mit dem Panda“ ist die Empörung über den WWF, der größten Naturschutzorganisation der Welt, und seine Verstrickungen mit der Industrie groß. Dabei ist schon länger bekannt, dass der WWF zusammen mit mächtigen Gentechnik- und Energie-Konzernen am „Runden Tisch für verantwortungsvolle Soja“ (RTRS) sitzt – eine Institution, die zum Ziel hat, den Soja-Anbau in Südamerika nachhaltiger zu gestalten. Der großflächige Anbau von gentechnisch veränderter Soja in Monokulturen, der die Landbevölkerung verdrängt und die Natur und Anwohner mit Chemikalien enorm belastet, wird bei der Zertifizierung von RTRS-Soja nicht ausgeschlossen. Eine Wiederholung der Sendung ist am 13.7.2011 um 20:15 im Südwest-Rundfunk (SWR) zu sehen.
http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/23995.html

3.  Rätsel um die Zerstörung von Gentechnik-Rüben
Ende Mai wurde ein Versuchsfeld der KWS Saat AG bei Wetze in Niedersachsen teilweise zerstört. Dies bestätigte gestern ein Sprecher der KWS gegenüber dem Aktionsbündnis Witzenhäuser Agrar-Studierende, das den Anbau der Gentechnik-Rüben kritisch beobachtet. Auf dem Acker wachsen gentechnisch veränderte Zuckerrüben, die resistent gegen das Spritzmittel Roundup sind. Bei einer Besichtigung des Ackers stellte das Aktionsbündnis nun fest, dass von der Zerstörung nichts weiter zu sehen ist.
http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/23986.html

4. Gentech-Lachs in den USA: Außer Spesen nichts gewesen
Das Repräsentantenhaus der Vereinigen Staaten hat eine Zulassung auf gentechnisch veränderte Lachse zunächst gestoppt. Die Firma Aquabounty hatte vor mehr als zehn Jahren eine Genehmigung des Fisches bei der Lebensmittelbehörde FDA beantragt. Diese hatte den Lachs bereits als unbedenklich bewertet. Ein nun verabschiedeter Gesetzesentwurf entzieht der FDA Gelder für die Zulassung des Gentechnik-Lachses.
http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/23967.html

5. Breiter Protest gegen Gentechnik-Kartoffeln auch in Belgien
Vor wenigen Tagen protestierten einige hundert Anwohner, Landwirte und Aktivisten gegen den Versuchsanbau einer Gentechnik-Kartoffel der deutschen Firma BASF in Wettern, im Nordosten Belgiens. Einige Protestierende durchbrachen trotz des hohen Polizeiaufgebots die Sicherheitsabsperrungen und ersetzten Teile der Gentechnikpflanzen mit einer gentechnikfreien Kartoffelalternative, die ebenfalls eine Resistenz gegen Braunfäule aufweist. Die Gentechnik-Kartoffel soll für den menschlichen Verzehr zugelassen werden.
http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/23958.html

6. Bericht: EU ignoriert Gefahren durch Roundup
Das weltweit am meisten verkaufte Spitzmittel Roundup kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen, Krebs auslösen und Missbildungen verursachen. Das haben mehrere aktuelle Studien gezeigt. Laut eines neuen Berichts wussten sowohl die Industrie als auch die EU-Kommission schon seit Langem von der Gefährlichkeit des Pestizids. Auch, dass der Wirkstoff schon bei geringen Mengen Schädigungen hervorrufen kann, war wohl bekannt.
http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/23936.html

7. Amflora in Schweden unter Polizeischutz angepflanzt
Greenpeace-Aktivisten protestierten bis zum Schluss, doch am Donnerstag letzter Woche setzte die schwedische Polizei die Ausbringung der Gentechnik-Kartoffel Amflora durch. Der Anbau der gentechnisch veränderten Kartoffel der BASF wurde letztes Jahr in der EU zugelassen. Dennoch wachsen nur wenige der Knollen. Dieses Jahr sind lediglich zwei Hektar in Sachsen-Anhalt sowie die Felder in Schweden für den Anbau angemeldet.
http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/23925.html

8. Bauernfrühstück vor dem Kanzleramt
Nach elf Tagen Fahrt durch ganz Deutschland ist die Bauern-Sternfahrt „Auf dem Weg für unsere bäuerliche Zukunft“ am 9. Juni, in Berlin angekommen. Die Bäuerinnen und Bauern aus dem Allgäu, Ostfriesland, Hessen und Mecklenburg haben als Bauernsternfahrer mehr als 1.500 Kilometer zurückgelegt und über 50 Veranstaltungen, Kundgebungen sowie Aktionen im Rahmen der Kampagne „Meine Landwirtschaft“ durchgeführt.
http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/23913.html

9. Berliner Videotheken verkaufen Gentech-Snacks
Schlechter Film für die Mitarbeiter der Video World-Filiale in der Berliner Torstraße: Greenpeace-Aktivisten standen heute vor dem Laden und protestierten gegen die dort verkauften Snacks aus gentechnisch veränderten Zutaten. In 26 von 36 Berliner Video World-Filialen hatte die Gruppe Chips und Schoko-Snacks mit Gentechnik-Kennzeichnung gefunden. Besonders misstrauisch wurden die Aktivisten, als einige Produkte in der einen Filiale gekennzeichnet waren und in einer anderen nicht.
http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news-regional/news/de/23951.html

10. Brandenburg will Vorreiter bei gentechnikfreien Regionen bleiben
Anlässlich einer NABU-Tagung heute in Berlin bestärkt Staatssekretär Daniel Rühmkorf Brandenburgs gentechnikfreie Regionen: „Brandenburg war ein Vorreiter bei den gentechnikfreien Regionen und das soll auch so bleiben“, so Rühmkorf. Sowohl Verbraucher als auch die Politik müssten klare Zeichen gegen Gentechnik setzen, da gentechnisch veränderte Pflanzen unvorhersehbare Gefahren für die Umwelt bergen.
http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news-regional/news/de/23977.html

Informationsdienst Gentechnik
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info@keine-gentechnik.de
Telefon 030 28482 304
Fax 030 28482 309
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 http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news-regional/news/de/24010.html

27.06.2011

Augsburger Bündnis kämpft erfolgreich gegen Gentechnik

Das Bündnis für eine gentechnikfreie Region Augsburg ist glücklich über 30 gentechnikfreie Gemeinden.
Knapp zwei Dutzend Verbände und Gruppen bilden das „Bündnis für eine gentechnikfreie Region Stadt und Land Augsburg“. Seit dessen anderthalbjährigem Bestehen haben sich über 30 Gemeinden für gentechnikfrei erklärt. Weitere Orte planen in Zukunft, Gentechnik auf dem Acker und in Futtertrögen größtenteils auszuschließen. Die Verträge basieren auf freiwilligen Übereinkommen. Ziel des Bündnisses ist eine gentechnikfreie Region, um die Abhängigkeit der Landwirte von Großkonzernen zu verhindern und Lebensmittel frei von Patenten zu halten.

http://www.spickmich.de/news/201106271530-filmemacher-greift-umweltstiftung-wwf-an

Filmemacher greift Umweltstiftung WWF an

Die Umweltstiftung WWF bangt um ihren guten Ruf. Grund: Filmemacher Wilfried Huismann erhebt in einer ARD-Dokumentation schwere Vorwürfe gegen den Umweltverband.

Der dreifache Grimme-Preis-Träger behauptet, dass die Stiftung zu eng mit der Agrarindustrie zusammenarbeite. Naturvölker würden zwangsumgesiedelt und Tiere von Öko-Touristen gestört. Sogar Gentechnik sollen Mitarbeiter des Umweltverbands unterstützen.

Der WWF widersprach der Darstellung und zeigte sich „erstaunt“ über die „ideologisierte Reportage“ voller „falscher Behauptungen“, wie Spiegel online berichtet. Der Verband reagierte mit einem Faktencheck, den er auf seine Internetseite stellte. Damit will der WWF die Vorwürfe entkräften.

Manche Argumente lassen sich allerdings schwer widerlegen. Einige WWF-Mitarbeiter äußern sich in dem Film sehr eindeutig und für den Verband sehr unglücklich. Diese Meinungen wären aber nicht repräsentativ, erklärte der WWF.

Auch ist bekannt, dass die Naturschutz-Organisation Spenden von Wirtschaftsverbänden annimmt und mit Umweltsündern diskutiert. Andere Verbände, wie beispielsweise Greenpeace, machen das anders.

Die deutsche WWF-Abteilung bekam 2009 3,1 Millionen Euro von Kooperationspartnern aus der Wirtschaft. Privatpersonen spendeten aber über 20 Millionen!

Um diese Personen sorgt sich der WWF nach dem PR-Desaster. Sein Image wird durch die Dokumentation auf jeden Fall beschädigt. Die Umweltstiftung geht aber davon aus, dass viele WWF-Spender dennoch weiterspenden.

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