Indonesien

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Schädlinge gegen Monsanto-Genmais immun

Monsanto ist der weltweit größte Hersteller genmanipulierten Saatgutes. Durch Änderung des Erbgutes sollen die Pflanzen nach Angaben des Herstellers selbsttätig Giftstoffe produzieren, welche den Einsatz von herkömmlichen Pestiziden obsolet machen und hohe Ernteerträge sichern. Mit vehementem Druck sorgt Monsanto weltweit für die Zulassung seiner Produkte. Zuletzt wurde das französische Genmaisverbot nach einer Monsanto-Klage durch den Europäischen Gerichtshof gekippt.

Ungeachtet aller Unbedenklichkeits-erklärungen der beamteten Prüfer und Politiker stellt sich immer mehr heraus, dass genetisch veränderte Pflanzen sowohl ökonomisch als auch ökologisch enorme Schäden anrichten können. Von Monsanto entwickelte Baumwolle führte bereits in Indonesien zu einer Selbstmordwelle verzweifelter Bauern, gleiches ereignete sich später in Indien. Eine Dürreperiode hatte die angeblich immunen Pflanzen noch anfälliger gegen Schädlingsbefall gemacht und die Bauern in den Ruin getrieben.

Wie die Nachrichtenagentur Novopress berichtet, gilt nun ähnliches für Monsanto-Mais. Im Jahr 2003 brachte der Konzern eine Maissorte auf den Markt, die gegen die Hauptschädlingsart, den Chrysomeles-Käfer, immun sein sollte. Im Jahr 2009 brachten in den USA bereits 45 Prozent aller Bauern diese Maissorte zum Einsatz. Laut einer Studie der Universität Iowa, haben diese Schädlinge aber innerhalb von nur 6 Jahren eine Resistenz gegenüber den Toxinen der Pflanze entwickelt. Um ihre Ernte zu retten, sind die Bauern nun gezwungen, trotz des Anbaus der kostspieligen High-Tech Pflanzen zusätzlich hochgiftige Pestizide einzusetzen.

Mit der wissenschaftlichen Studie scheint ein weiteres Mal der Beweis erbracht zu sein, dass gentechnisch veränderte Pflanzen ökologisch nicht vorhersehbare Risiken in sich bergen und die Bauern mit Zusatzkosten und Ernteverlusten zu rechnen haben.

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