EU ebnet den Weg für Gen-Soja ++ Schutz vor hormonell wirksamen Stoffen gefährdet ++ Wie Bienen unsere Städte erobern

Von Daniel-Stefan Hackenberg wurde uns der folgende Appell weitergeleitet.Im Klartext, es handelt sich um den neuen Newsletter des Umweltinstitutes München e.v. Er beinhaltet einen Online-Appell zur Kennzeichnung für Lebensmitteln aus Gentechnik-Fütterung:

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

am Freitag wurde die Zulassung von drei besonders umstrittenen gentechnisch veränderten Sojasorten in der EU beschlossen. Die Entscheidung fällte die EU-Kommission allein, nachdem keine qualifizierte Mehrheit der Mitgliedstaaten zustande kam – eine Vorgehensweise, wie sie zuletzt auch bei der Zulassungsverlängerung für den Unkrautvernichter Glyphosat zur Anwendung kam.

Damit setzt sich die Kommission über den Willen der Menschen in Europa hinweg, denn diese lehnen Gentechnik in der Landwirtschaft mit überwiegender Mehrheit ab. Durch den Beschluss erhöht sich die Zahl der Gen-Pflanzen, die als Lebens- und Futtermittel in die EU importiert und dort vermarktet werden dürfen, auf 64.

Gen-Soja wird in der Agrarindustrie im großen Maßstab zur Fütterung von Nutztieren eingesetzt. Während gentechnisch veränderte Sojaprodukte im Handel gekennzeichnet werden müssen, gilt das nicht für Produkte wie Fleisch, Milch oder Eier von Tieren, die mit genmanipulierten Pflanzen gefüttert wurden.

Wir fordern, dass auch solche Produkte klar erkennbar sein müssen – denn erst dann haben die KonsumentInnen wirkliche Wahlfreiheit. Nehmen Sie deshalb jetzt an unserer Online-Aktion teil und fordern auch Sie eine Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel aus Gentechnik-Fütterung!

ONLINE-APPELL: Hier kann und soll mitgemacht werden: https://www.umweltinstitut.org/mitmach-aktionen/schluss-mit-gentechnik-wider-willen.html

Hier zusätzliche Informationen: http://www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/eu-macht-den-weg-fuer-mehr-gen-soja-frei.html

Das Umweltinsitutut München fordert aber auch ein Einstufungssystem für Pestizide.Wir zitieren:

Neuer Vorschlag gefährdet Schutz vor hormonell wirksamen Stoffen

Sie sind eine Gefahr für unsere Gesundheit und die Entwicklung unserer Kinder: Industriechemikalien, die ähnlich wie Hormone wirken und unsere körpereigenen Steuerungsprozesse durcheinanderbringen. Verwendung finden sie in Pestiziden genauso wie in Kosmetika, Kunststoffartikeln und sogar im Thermopapier von Kassenbons.

Mit der Pestizidverordnung von 2009 wollte das Europäische Parlament den Schutz vor solchen Stoffen verbessern und verbot deshalb die Zulassung hormonell wirksamer Wirkstoffe für Pestizide. Die EU-Kommission sollte Kriterien entwickeln, anhand derer hormonell wirksame Chemikalien erkannt und verboten werden sollten.

Doch die nun endlich von der Kommission vorgelegten Kriterien legen die Hürden so hoch, dass kaum Stoffe als hormonell wirksam eingestuft werden dürften. Setzt sich die EU-Kommission mit diesem Vorschlag durch, wäre das 2009 beschlossene Verbot weitgehend wirkungslos. Deshalb haben wir uns jetzt im Rahmen einer Konsultation der EU-Kommission für ein Einstufungssystem ausgesprochen, das sehr viel mehr Stoffe abdecken würde.

Mehr zu den Hintergründen und unsere Eingabe finden Sie hier. http://www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/neuer-vorschlag-gefaehrdet-schutz-vor-hormonell-wirksamen-chemikalien.html

Und der dritte Beitrag im aktuellen Newsletter des Umweltinstitutes München:

Neue Ausgabe der Münchner Stadtgespräche: Wie die Bienen unsere Stadt erobern

Die Honigbiene ist eine echte Sympathieträgerin unter den Insekten. Und das zu Recht, denn sie produziert allein in Deutschland nicht nur bis zu 25.000 Tonnen Honig, sondern sorgt mit ihrer einzigartigen Bestäubungsleistung für reiche Erträge im Obst- und Gemüseanbau.

Doch die fleißigen Bestäuber haben ein Problem: In den Monokulturen unserer industrialisierten Landwirtschaft finden sie nicht genug Nahrung. Hinzu kommt die verheerende Wirkung der dort eingesetzten Pestizide und ein stetiger Rückgang bei der Zahl der Imkerinnen und Imker.

Gute Nachrichten kommen nun ausgerechnet aus deutschen Großstädten: Hier finden die Bienen mittlerweile bessere Lebensbedingungen als auf dem Land vor. Eine paradoxe Entwicklung, die beweist: Es ist Zeit, dass auch in unserer Nahrungsmittelproduktion ein Umdenken stattfindet, damit wir das Bienensterben gemeinsam aufhalten können.

Themen dieser Ausgabe sind u.a.:

Landflucht: Bienen erobern unsere Städte
Zimmer frei im Bienenhotel – Eine Anleitung zum Selberbauen
Aus der Wabe in den Sondermüll: Gentechnik im Honig
Mit Bienen gegen den Welthunger

Online-Version hier: http://www.umweltinstitut.org/fileadmin/Mediapool/Druckprodukte/Stadtgespraeche/PDF/MSG_74.pdf

Das Umweltinsitut München e.V. ersucht um finanzielle Unterstützung seiner Arbeit. Diese Bitte möchten wir nicht ausblenden, wenn wir schon die obigen Informationen weitergeben. Wir weisen daher nochmals auf die Webseite des Vereins hin: http://www.umweltinstitut.org/newsletter

Über Kärnten ereilt uns ein ähnlicher Hinweis von Josef Feilmeier mit Merkblättern zum Thema Glyphosat.

Screenshot 2016-07-29 08.56.07.png
Liebe/r  EM- Freund/in
und  Befürworter/innen der gesunden,
nachhaltigen und ökologischen Lebensweise!

Gerne leite ich Euch das Email von Hr. Feilmeier Josef weiter.
Hr. Feilmeier hat seit Jahren begonnen gentechnikfreie Futtermittel an den Landwirten Bayerns auszuliefern, und hat ebenso wie Christoph Fischer sehr viel
zur Aufklärung und Bewußtseinsbildung der Bauern in  unseren Nachbarstaat beigetragen.
Übrigens kommen beide Personen in diesen großartigen Beitrag mit überzeugenden Argumenten zu Wort.

Ich empfehle daher jenen die den Film versäumt haben, diesen unbedingt anzusehen.
Außerdem sind im Anhang noch wertvolle Informationen über Glyphosat für Konsumenten und Landwirte enthalten.

Mit herzlichen Grüßen

Stefan WIDOWITZ
Adlergasse 12, 9065 Ebenthal

Liebe Freunde,

Das Bayerische Fernsehen sendete am 13. Juli 2016 den Dokumentationsfilm über Glyphosat. Wer ihn nicht sehen konnte, hier also nochmals der Link.

„Galgenfrist für den Ökokiller – Die unendliche Glyphosat-Story“

http://www.br.de/mediathek/video/video/galgenfrist-fuer-den-oekokiller-die-unendliche-glyphosat-story-100.html

Auch wenn es noch sooft anders erklärt wird: Wahre Land“wirte“ brauchen kein Glyphosat! Es senkt sogar langfristig den Gesamtbetriebsertrag.

Unsere Getreideerzeuger verzichten seit vielen Jahren ganz auf Glyphosat und haben seither höchste Erträge und gesunde Ackerfrüchte, bei geringsten Kosten. Man braucht als Folge weder Beize noch Fungizide gegen Krankheiten und auch keine Wundermittel. Lasst doch die Natur auf euren Feldern und die „Mitarbeiter im Boden“ frei arbeiten. Viele hochgelobte Wirkstoffe verwirren nur die standörtliche Harmonie des Bodenlebens. Jeder Boden regelt sich von selbst, wenn man ihn als „Produktions-Partner“ und nicht als „Bearbeitungsmasse“ behandelt. „Ganzheitliches Denken“ – ein Begriff, den die Landwirtschaftsschulen vergessen haben und die Befürworter nicht brauchen können!

Beim Filmhinweis habe ich angekündigt, nach der Sendung in Zusammenarbeit unserer Arbeitsgruppe eine weitere Aktion zu starten. Auf den Flyern wird alles erklärt. Diese kann man auch ausdrucken und weitergeben. Ich weise aus rechtlichen Gründen klar darauf hin, dass dies kein „Aufruf“ ist, sondern nur Hinweise für Konsumenten, wie sie Lebensmittel ohne Glyphosat kaufen können. Jammern bringt niemanden weiter, man muss selbst aktiv werden. Die zweite Info  Glyphosat – Leitfaden für Konsumenten – Teil 1 erklärt die Hintergründe aus der Praxis. Konsumenten und Tierhalter haben es in der Hand, bei Glyphosat die gleiche Marktdrehung, wie damals bei der Gentechnik, auszulösen.

Ich würde mich freuen über Rückmeldungen, wie die Marktpartner auf die Anfragen reagieren. Gerne auch Tipps, die wir dann weitergeben. Dazu diese Marktpartner bitte auch mit Namen und Adresse nennen. Wir werden diese dann, wenn dieser einverstanden ist, in Rundmails veröffentlichen.

Viele Grüße

Feilmeier Josef
http://www.feilmeier.info
Internationale Arbeitsgruppe Futtermittel
Glyphosat – Leitfaden für Konsumenten – Teil 1

160603 Mut zur Glypho-Verlängerung
Screenshot 2016-07-29 09.04.30

Es sollte jedem behirnten und beherzten Menschen klar sein, dass mit Giften nicht zu spassen ist.

Hier noch ein Zeitungsartikel dazu (Englisch):

http://www.anh-usa.org/as-bad-as-glyphosate/ – Hier geht es um Atrazin.

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