Gentechnik & Ö.

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110412_OTS0216/fpoe-hofer-das-mass-an-eu-irrwegen-ist-uebervoll

FPÖ-Hofer: Das Maß an EU-Irrwegen ist übervoll!
Utl.: Ob Grüne Gentechnik, Atomenergie, Flüchtlings- oder Finanzpolitik – Brüssel agiert bürgerfeindlicher denn je =

Wien (OTS) – „US-Wissenschaftler haben neue Erkenntnisse zum
Bedrohungspotential der Grünen Gentechnik erlangt und diese in Form
eines Briefes auch der EU-Spitze bekannt gemacht“, so heute der
freiheitliche Vizeparteiobmann und Umweltsprecher NAbg Norbert Hofer.
„Es geht dabei um massive Schädigungen an Pflanze, Tier und Mensch,
die offenkundig von einem bis dato unbekannten Mikroorganismus
ausgelöst werden.“
„Vor diesem Hintergrund“, so Hofer weiter, „und in Anbetracht der
nuklearen Halsstarrigkeit, der unverantwortlichen
Milliardenumschichtung und Milliardenvernichtung wie der geradezu
gemeingefährlichen Flüchtlings- und Asylpolitik, die Brüssel
tagtäglich zur Schau stellt, ist ein Umdenken in Österreich
erforderlich. Als bedeutender Nettozahler hat Österreich bei
wichtigen EU-Entscheidungen künftig ein Veto anzudrohen und im
Bedarfsfall einzulegen, wenn etwa in Fragen der Gentechnik oder der
Frage der Sicherheit von Kernkraftwerken unsere Interessen weiter mit
Füßen getreten werden.“
„Unter solchen Voraussetzungen darf es auch keine Teilnahme
Österreichs am sogenannten Euro-Rettungspaket geben, das in
Wirklichkeit ein Bankenbereicherungspaket darstellt und den Bürgern
der betroffenen Staaten gar nichts bringt.“ Anders als in diesem
Punkt – „hier sind SPÖ, ÖVP und Grüne schon zu sehr des gesunden
patriotischen Hausverstandes entwöhnt“ – erwartet sich der
stellvertretende FPÖ-Bundesparteiobmann rotweißrote Einigkeit bei
allen notwendigen Maßnahmen zum Schutz vor der Agro-Gentechnik. „Das
umschließt auch die Kritik an Baumärkten in Österreich, die Produkte
von Monsanto und Co. vertreiben. Es gibt einen Konsens in Österreich,
Gentechnikkonzerne nicht zu unterstützen. Daran sollen sich jetzt
alle politisch Verantwortlichen im Land halten“, so Hofer
abschließend.

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110315_OTS0150/koestinger-keine-gentechnik-auf-oesterreichischen-feldern

Köstinger: Keine Gentechnik auf österreichischen Feldern! =

Utl.: Agrarausschuss fordert Selbstbestimmungsrecht der
Mitgliedsstaaten =
Brüssel, 15. März 2011 (OTS)  „Jedes Mitgliedsland soll selbst
entscheiden können, ob Gentechnik-Saatgut im Anbau verwendet wird.
Das nationale Selbstbestimmungsrecht bei der grünen Gentechnik ist
für mich absolut notwendig“, betont ÖVP-Agrarsprecherin Elisabeth
Köstinger im Agrarausschuss des EU-Parlaments, in dem heute die
Stellungnahme zum Thema Selbstbestimmung der Mitgliedstaaten über
den Anbau gentechnisch veränderter Organismen (GVO) abgestimmt
wurde. „Wir müssen dem Wunsch unserer Bäuerinnen und Bauern und der
Konsumentinnen und Konsumenten Rechnung tragen. Sie wollen kein
GVO-Saatgut auf österreichischen Feldern“, unterstreicht Köstinger
die österreichische Position. ****
Die Kommission hatte im vergangenen Jahr einen Gesetzesentwurf
präsentiert, der viele rechtliche Fragen offen gelassen hatte. Nun
ist das Parlament am Zug, den Gesetzesentwurf entsprechend
anzupassen und die Wahrung der Rechte von Landwirten ins Zentrum zu
rücken. „Wichtig ist, dass die Bäuerinnen und Bauern nicht im
Nachhinein mit Klagen konfrontiert werden“, so Köstinger, die
betreffend der Rechtssicherheit für die europäische Landwirtschaft
bereits zwei Anfragen an die Kommission gestellt hatte. „Den
Mitgliedsstaaten muss es rechtlich möglich sein, ungewolltes
Auftreten von GVO in konventionellen und ökologischen Kulturen zu
verhindern. Nur strikte Koexistenzbestimmungen garantieren eine
sichere Lebensmittelproduktion für die Konsumentinnen und
Konsumenten“, betont Köstinger.
Die ÖVP-Agrarsprecherin konnte bei den Verhandlungen im
Agrarausschuss klar die österreichische Position einbringen: „Jedes
Land soll selbst bestimmen dürfen, ob es den Anbau von gentechnisch
veränderten Pflanzen zulassen will oder nicht. Österreichische
Flächen müssen als GVO-freie Flächen ausgewiesen werden können.
Österreich ist Qualitätsland bei der Lebensmittelproduktion und
verdient das Prädikat „Gentechnik-frei“, bekräftigt Köstinger.
Rückfragen: MEP Elisabeth KÖSTINGER, Tel.: +32-2-284-5211
(elisabeth.koestinger@europarl.europa.eu)
Daniel Köster M.A., EVP-Pressedienst, Tel.: +32-487-384784
(daniel.koster@europarl.europa.eu)

Österreich wird gentechnikfrei!

Am 22. Februar 2011 haben die EU-Mitgliedsstaaten beschlossen, dass in Futtermittelimporten künftig illegale (= in der EU nicht zugelassene) Gentechnik-Sorten bis zu 0,1 Prozent vorhanden sein dürfen. Das offizielle Österreich stimmte für die Regelung – verantwortlich sind die Minister Berlakovich und Stöger. Nur mehr das EU-Parlament kann diesen Skandal stoppen. Nicht einmal die USA toleriert in ihrem Land kleinste Mengen illegaler gentechnisch veränderter Organismen (GVO), die EU will es aber tun – obwohl es EU-Recht widerspricht. In Wahrheit sind die Politiker vor dem Druck der USA und Teilen der Futtermittelindustrie, die der Gentechnik-Lobby nahe stehen, in die Knie gegangen. Gentechnische Verschmutzung soll als „normal“ angesehen und so der Gentechnik zum Durchbruch verholfen werden.

Doch das Gegenteil ist der Fall, indem wir ein großes Ziel erreichen: „Österreich wird gentechnikfrei!“ Und das zu 100 Prozent, auch in der Fütterung, im Sinne der Konsumenten und im Sinne der bäuerlichen Landwirtschaft.

Kommen Sie zu nachfolgenden Veranstaltungen in nächster Zeit. ALLE Konsumenten und Bauern sind herzlich willkommen – auch jene, die (noch) für die Gentechnik sind:

Sa, 26. Februar, ab 9.00 Uhr: Erde&Saat Wintertagung „Österreich wird gentechnikfrei“, Gasthof Voralpenbräu, Hauptstraße 13, 4642 Sattledt

http://www.erde-saat.at/wintertagung-1/

„Risiko Gentechnik“

Der hessische Landwirt Gottfried Glöckner schildert, wie er voll auf die Gentechnik setzte und dadurch alles verlor.

Do 17.3., 19.30 Uhr: Festsaal Marbach/Donau, 3671 Marbach/NÖ

Fr 18.3., 19.30 Uhr: Gasthaus Bauer, 3925 Arbesbach/NÖ 
Sa 19.3.: 19.30 Uhr: Mistelbach/NÖ

Di 22.3., 19.30 Uhr: Gasthof Fellner, Bahnhofsrestaurant, Bahnhofstraße 19, 4870 Vöcklamarkt/OÖ,

Mi 23.3., 20.00 Uhr: Schmankerlwirt, Brückenstraße 15, 4191 Vorderweißenbach/OÖ

Herzliche Grüße,
Klaus Faißner
Freier Journalist

Gentechnikfrei ist für Bauern Schwindel

Neun bis zwölf Euro Mehrkosten pro Schwein: Das zahlt uns niemand, sagen Mäster.   

WIEN/LINZ. Nach den Erfolgen bei Milchprodukten und Eiern wächst der Druck auf die Bauern, auch in der Fleischproduktion auf gentechnikfreie Futtermittel umzustellen. Gesundheitsminister Stöger erhöht ihn.

Alois Stöger hat sein Gütezeichengesetz fertig. Er will eine Positivkennzeichnung, die Konsumenten zu ohne Gentechnik (GVO-frei) erzeugten Lebensmitteln führt. „Wir wollen damit auch die Vorreiter in Produktion und Handel unterstützen“, sagt er den Oberösterreichischen Nachrichten. Er sei sich klar, dass in der Fleischproduktion eine flächendeckende Umstellung schwer sei.

Bei einer parlamentarischen Anhörung diese Woche in Wien hat es eine heftige Konfrontation gegeben. Es sei unmöglich, den Import von rund 550.000 Tonnen Soja, die in der Geflügel-, Schweine- und Rindermast pro Jahr gebraucht werden, durch gentechnikfreie Ware zu ersetzen, sagen Futtermittelhandel und Bauern.

Streit um Mehrkosten

Karl Pilstl, Vorreiter beim Import von gentechnikfrei erzeugtem Soja, sagt, dass es sicher einfacher gewesen sei, die bereits umgestellten Milchvieh- und Legehennenhalter zu versorgen: „Es ist aber auch in der Mast möglich. Wir müssen das Sojafutter nur rechtzeitig in Brasilien bestellen.“ Die Mehrkosten in der Mast würden nur rund zwei Euro pro Schwein betragen.

Dem widerspricht Walter Lederhilger, der Obmann der Schweinemäster (VLV), heftig: „GVO-freies Soja ist mittlerweile um 100 Euro je Tonne teurer. Die Mehrkosten pro Mastschwein würden für uns, inklusive Ferkelaufzucht, neun bis zwölf Euro ausmachen.“ Die Mast würde zum Verlustgeschäft; der Handel akzeptiere keine Mehrkosten. Das spürten nun die Legehennenhalter, die nur einen Cent mehr pro Ei wollen. GVO-Freiheit in der Fleischproduktion sei obendrein ein Schwindel: „Es werden auch Vitamine und Aminosäuren verfüttert, und die gibt es nicht mehr ohne Gentechnik“, sagt Lederhilger.

Außerdem sagen die Bauern, ein neues GVO-Siegel neben dem gut eingeführten AMA-Zeichen würde Kunden nur verwirren.

Im Gesundheitsministerium sähe man in GVO-freiem Fleisch Exportchancen.

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Gentechnik bringt die Bauern unter Druck

Die EU-Kommission möchte den Bann gegen importiertes Tierfutter aus gentechnisch manipuliertem Soja (GVO) aufweichen. Das würde die heimischen Fleischproduzenten in die Bredouille bringen.

Foto © APA

Rinder-, Schweine- und Geflügelmäster drohen in eine Doppelmühle zu geraten: Die EU-Kommission plant die Vorschriften im Bereich der Gentechnik zu lockern. SPÖ-Gesundheitsminister Alois Stöger hingegen tendiert in die entgegengesetzte Richtung und plant ein staatliches Siegel „gentechnikfrei“. Dabei soll der Nachweis der Freiheit von Gentechnik allein nicht ausreichen. Das bezieht sich auf die Mästung von Tieren, in deren (importiertem) Futter GVO enthalten ist, während das Fleisch nach allen vorliegenden Studien GVO-frei ist.


http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/eu/2533736/gentechnik-bringt-bauern-unter-druck.story

http://kurier.at/wirtschaft/2043814.php

Viel Gentechnik im Schnitzerl

Die meisten heimischen Tiere werden mit Gentechnik-Futter gemästet. Bauern und Industrie wollen aus Kostengründen daran festhalten.

Mit einer ungewöhnlichen Argumentation überraschten am Donnerstagabend die Landwirtschaftskammer (LKÖ) und der Fachverband der Lebensmittelindustrie: Aufgeschreckt durch den Vorstoß von Gesundheitsminister Alois Stöger, der sich eine Kennzeichnung für gentechnikfreie Produkte wünscht, erklärten beide, welche wichtige Rolle Gentechnik für die Erzeugung heimischer Lebensmittel spielt.

“Wir sind vom Import von ausländischem Sojaschrot abhängig“, erklärt LKÖ-Präsident Gerhard Wlodkowski. Vor allem in der Schweine- und Geflügelmast komme man ohne die 600.000 Tonnen, die jährlich importiert werden, nicht aus. Derzeit müssen Lebensmittel von Tieren, welche mit gentechnisch veränderten Futtermitteln gefüttert wurden, laut EU-Kennzeichnungsverordnung nicht gekennzeichnet werden.

Gütesiegel

„Rund 80 Prozent des konventionell erzeugten Fleisches in Österreich wird mit Futter hergestellt, das nicht garantiert gentechnikfrei ist“, erklärt ein Sprecher von Gesundheitsminister Stöger. „Wir wollen ein Gütesiegel, damit Konsumenten auch bei konventionell erzeugten Produkten eine Wahlmöglichkeit haben.“ Gleichzeitig ortet man großes Potenzial für den Export derartiger Produkte ins Ausland.
“Schon heute liegt unsere Exportquote bei 60 Prozent“, kontert Katharina Koßdorff, stellvertretende Geschäftsführerin der Nahrungs- und Genussmittelindustrie. „Ein weiteres Zeichen im Gütesiegel-Dschungel brauchen wir auf keinen Fall.“

Was Bauern wie Industrie fürchten, sind die höheren Kosten, die man wohl kaum auf den Konsumenten abwälzen kann. Die Tonne Import-Soja kostet 350 bis 400 Euro, garantiert gentechnikfreies Soja ist fünf bis 15 Prozent teurer, ohne die hohen Logistik- und Kontrollkosten.

Wlodkowski verweist auf einige gescheiterte Versuche in der Schweiz, diesen Aufpreis an die Konsumenten weiterzugeben. „Der Wunsch der Konsumenten steht für uns an erster Stelle“, meint er, „die Frage ist aber, ob die Konsumenten bereit sind, die Mehrkosten zu tragen.“

Auch wenn Wissenschaftler wie Leopold Girsch von der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) wiederholt darauf hinweisen, dass Gentechnikfutter unbedenklich sei, kommt die Landwirtschaft unter Druck: Denn im Milch- und Eierbereich wurde die Gentechnikfreiheit auf Drängen von großen Herstellern und Vermarktern bereits umgesetzt.

Grün-Abgeordneter Wolfgang Pirklhuber hat am Donnerstag einen Kennzeichnungs-Antrag im Parlament eingebracht und plädiert nun für einen kräftigen Ausbau der europäischen Eiweißpflanzen-Flächen im Zuge der nächsten Agrarreform: „Das wäre ein attraktives Zielprogramm für die EU-Landwirtschaft und ergäbe Chancen für die Länder Osteuropas.“ Konsumenten, die jetzt schon sicher gehen wollen, denen bleibt vorerst nur der Griff zu Bioprodukten oder zu Produkten mit dem Siegel der ARGE Gentechnikfrei.

http://www.topagrar.at/home/index.php?option=com_content&task=view&id=2103&Itemid=1

Gentechnik: Landwirtschaftskammer verlangt Versachlichung der Debatte

Für eine Versachlichung der zuletzt vom Gesundheitsministerium wieder angeheizten Diskussion über die Anwendung der Gentechnik in der Landwirtschaft spricht sich die LK Österreich aus und erhält dabei sowohl von der Wissenschaft als auch von der Wirtschaft Unterstützung.
“Die heimischen Bauern verzichten auf den Einsatz der Gentechnik, wir entsprechen damit auch dem Wunsch unserer Konsumenten. Ein neues Gütesiegel für GVO-freie Produkte lehnen wir jedoch ab, weil es zu mehr Verunsicherung führen würde und die Kunden bereits jetzt eine Wahlmöglichkeit mit dem AMA-Biozeichen und dem der ARGE Gentechnik-frei haben „, betont LK-Präsident Gerhard Wlodkowski. Dem pflichtet auch Katharina Koßdorff vom Fachverband der Nahrungs- und Genussmittelindustrie Österreichs bei. Mehr Realismus in der Debatte fordert auch Leopold Girsch von der AGES. Eine „absolute Null “ beim Gentechnikeintrag im Saatgutbereich wäre praktisch nicht möglich, man könne ihn nur minimieren, und hier sei Österreich sehr erfolgreich, so Girsch.




GVO-Anbau steigt weltweit – Verfügbarkeit gentechnikfreier Ware sinkt

„Österreichs Landwirte setzen beim Anbau auf gentechnikfreie Getreide- und Leguminosensorten. Weltweit ist jedoch der Anbau von GVO-Kulturen dramatisch angestiegen, er erreicht bei Soja und Mais in Nord- und Südamerika fast 90% der Anbauflächen. Dadurch wird sich in den nächsten Jahren die Verfügbarkeit von GVO-freier Ware deutlich verringern. Die Zuschläge bei den Rohstoffkosten dürften schnell die derzeitigen 15% bis 20% übersteigen, und da sind die Logistikkosten noch gar nicht eingerechnet „, gibt Wlodkowski zu bedenken.

Hier werde die sogenannte „Eiweißlücke “ zum Problem: Weder Österreich noch die EU könne jene Mengen an Eiweißfuttermitteln, die zur Fütterung der Tiere erforderlich sind, auch nur annährend selbst erzeugen. In der Union liege der Selbstversorgungsrad bei Sojaschrot lediglich bei 3%, der allergrößte Teil müsse importiert werden, erläutert der LK-Präsident.

Eigener Anbau hat Grenzen In Österreich beträgt der jährliche Importbedarf von Sojaextraktionsschrot rund 550.000 t. Zur Erzeugung dieser Menge würden rund 700.000 t heimische Sojabohnen benötigt werden. Bei einer durchschnittlichen Ertragsannahme von 2.800 kg/ha müssten dafür 250.000 ha in Österreich mit Soja kultiviert werden, was de facto nicht möglich ist. Dennoch verzeichnet die Alpenrepublik hier große Fortschritte: Im Jahr 2010 wurde mit rund 36.000 ha Soja in Österreich bereits eine Steigerung der Anbaufläche um über 30% erreicht. Mehr als eine Verdoppelung der derzeitigen Fläche ist aber laut Experten aus rein pflanzenbaulichen Gründen (Fruchtfolge, Klima, Pflanzenschutz usw.) nicht möglich. „Österreich liegt bereits jetzt weit über dem durchschnittlichen Sojaanteil im EU-Vergleich. Ein Hoffnungsansatz für die Steigerung der Selbstversorgung der Union ist das mögliche Anbaupotenzial in den Mittel- und Osteuropäischen Ländern „, so Wlodkowski.

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20101015_OTS0154/fpoe-belakowitsch-jenewein-bundesregierung-soll-doppelzuengigkeit-in-gentechnikfragen-beenden

FPÖ: Belakowitsch-Jenewein: Bundesregierung soll Doppelzüngigkeit in Gentechnikfragen beenden

Utl.: Was in Österreich versprochen wird, ist in Brüssel zu halten =

Wien (OTS) – „Die Beteuerungen von Gesundheitsminister Stöger, er
setze sich für gesunde Lebensmittel ein, sowie sein vorgebliches
Engagement für die Einführung eines Gentechnikfrei-Siegels sind
angesichts des Verhandlungsergebnisses auf EU-Ebene nur eine
Staubwolke“, so heute die freiheitliche Gesundheitssprecherin NAbg
Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein. Alois Stöger solle einmal mit
seinem Kollegen Berlakovich vom Umweltministerium in Kontakt treten
und sich erklären lassen, dass in der EU längst die Gentech-Lobby das
Sagen hat.
„Wenn nun jedes Mitgliedsland autark entscheiden soll, ob
gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut werden dürfen, klingt das
schön. Eine Verunreinigung des Saatgutes ist aber kaum zu vermeiden,
da gemäß dem WTO-Dogma des freien Warenverkehrs gentechnisch
verändertes Saatgut weiter importiert werden muss. Auch machen
etwaige Auskreuzungen von Gentechnik-Saaten nicht an Staatsgrenzen
halt“, erklärt Belakowitsch-Jenewein.
Zudem sei zu klären, wie der Wunsch Stögers realisierbar sein solle.
Immerhin sei aufgrund einer lückenhaften Kennzeichnungsverordnung
nicht nachweisbar, ob Tiere mit Gentech-Futter gefüttert wurden. Hier
stehe Stöger im groben Widerspruch zu den Experten. Sinnvoller wäre
es, wenn sich die österreichische Bundesregierung geschlossen und
entschlossen für ein EU-weites Gentechnikverbot einsetzen würde.
Gentech-Konstrukte wie die BASF-Kartoffel „Amflora“, welche
ausdrücklich nicht zum Verzehr geeignet ist, könnten dann auch nicht
mehr als Futtermittel eingesetzt werden.
„Es ist bezeichnend, dass unsere Minister im Land große Forderungen
im Mund führen, diesen auf europäischer Ebene aber kleinlaut
geschlossen halten“, stellt Belakowitsch-Jenewein fest. „Wie sonst
ist zu erklären, dass die Sprecherin der deutschen
Landwirtschaftsministerin monierte, diese stehe mit ihrem Vorstoß für
eine längst überfällige Kennzeichnung genmanipulierter tierischer
Produkte auf europäischer Ebene völlig alleine. Wo sind da die Herren
Minister Berlakovich und Stöger als angebliche Interessensvertreter
der Österreicher, die genau diese Kennzeichnung im Sinne der
Wahlfreiheit fordern?“
„Insgesamt lässt sich sagen“, resümiert die freiheitliche
Gesundheitssprecherin, „dass die zuständigen österreichischen
Minister die Bürger an der Nase herumführen. Die österreichischen
Verhandlungspositionen wurden, auch in Gentechnikfragen und auch bei
der jüngst diskutierten Anbau-Freiheit, zugunsten undifferenzierter
EU-Hörigkeit zu großen Teilen aufgegeben. Trotzdem spricht die
Bundesregierung von einem Erfolg. Wie sollen frustrierte Weißwähler
Politik wieder ernst nehmen, wenn diese sich selbst nicht ernst
nimmt?“ fragt Belakowitsch-Jenewein: „Hier ist ehrliches und
beherztes Eintreten für österreichische Interessen gefragt, nicht
feige Rosstäuscherei.“

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20101013_OTS0190/berlakovich-studien-bestaetigen-oesterreichische-position-der-ablehnung-von-gentechnik

Berlakovich: Studien bestätigen österreichische Position der Ablehnung von Gentechnik

Utl.: Landwirtschaftsminister: „Nein“ zu gentechnisch verändertem Saatgut – Forschungsergebnisse zur GVO-Risikoforschung im Lebensministerium präsentiert =

Wien (OTS) – Zwei Projekte zur Gentechnik-Risikoforschung hat das
Lebensministerium gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium
abgeschlossen. „Österreich ist im Anbau gentechnikfrei und das soll
auch so bleiben. Bei uns besteht weder Bedarf, noch Nachfrage oder
Notwendigkeit, gentechnisch verändertes Saatgut anzubauen.
Wissenschaftliche Studien untermauern unsere Position“, so
Landwirtschafts- und Umweltminister Niki Berlakovich anlässlich der
heutigen Präsentation von Forschungsergebnissen des laufenden
Forschungsprogramms des Lebensministeriums zur GVO – Risikoforschung.
Die Studie „Biodiversität in österreichischen Ackerbaugebieten im
Hinblick auf die Freisetzung von GVO-Pflanzen“ wurde von der
Universität Wien durchgeführt und stellt das erste Monitoring- und
Evaluierungsnetzwerk innerhalb der EU dar. Es ist ein langfristiges
Beobachtungsnetzwerk zur systematischen Erfassung von Arten im
Agrarland. Diese Biodiversitätserfassung im Agrarland kann auch zur
landesweiten Risikoabschätzung und zum Erkennen/Überprüfen von
potentiell unbeabsichtigten Effekten von gentechnisch veränderten
Organismen (GVO) herangezogen werden.
Die Studie „Sozioökonomische Aspekte von GVOs“ wurde vom
Interuniversitären Forschungszentrum für Technik, Arbeit und Kultur
durchgeführt und berücksichtigt sozioökonomische Kriterien bei der
GVO-Zulassung. So ist nicht nur das  nationale Selbstbestimmungsrecht
im Anbau wichtig, auch das Zulassungssystem als solches muss
verbessert werden.
Diese Studien bestätigen die Linie der Gentechnik-Politik von
Landwirtschaftsminister Berlakovich. „Der Anbau von GVO bringt keine
Vorteile“, betont Berlakovich. Die Frage der Koexistenz von GV- und
konventionellen Sorten ist aufgrund der kleinen Flächen in Österreich
und des niedrigen Schwellenwertes problematisch. „Mir geht es um
maximale Sicherheit für die österreichischen Konsumenten: Heimische
Produkte werden nach strengen Kriterien und Richtlinien produziert.
Gentechnik hat weder die Akzeptanz der  österreichischen Bevölkerung
noch meine“, so Berlakovich.
Verglichen mit anderen EU-Mitgliedsländern hat Österreich mit
Abstand den höchsten Anteil an biologisch wirtschaftenden Betrieben.
Seit den späten 1980er Jahren hat sich die Landwirtschaftspolitik
zunehmend auf nachhaltige und multifunktionelle Landwirtschaft
(Landschaftspflege, Tourismus, Biodiversität, ländliche Entwicklung,
soziokulturelle Aspekte etc.) hin orientiert und
Ökologisierungsmaßnahmen, Biolandbau und Bioproduktion, regionale
Lebensmittelversorgungen sowie lokale und regionale
Landwirtschaft-Gewerbe-Kooperationen etc. stark gefördert. Österreich
hat zudem den höchsten Anteil aller EU-Staaten an
Agrarumweltprogrammen. „Wir wollen diesen Weg fortführen. Daher
bleibt die Ablehnung von GVO im Anbau auch weiterhin eines der Ziele
der österreichischen Landwirtschaftspolitik“, so Berlakovich
abschließend.
Rückfragehinweis:
Lebensministerium, Pressestelle
Tel.: (+43-1) 71100 DW 6703, DW 6963

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20101013_OTS0171/stoeger-gentechnik-von-experten-durchleuchten-lassen

Stöger: Gentechnik von Experten durchleuchten lassen
Utl.: Risikoforschungsprojekte im Gentechnikbereich stärken =

Wien (OTS) – „Es ist wichtig, dass im Bereich der Gentechnik
unabhängige Risikoforschung passiert“, betonte Bundesminister Alois
Stöger heute anlässlich der Veranstaltung „Einsatz der Gentechnik in
der Landwirtschaft – Aspekte der Biodiversität und Sozioökonomie“.
Das Gesundheitsministerium und das Landwirtschaftsministerium hatten
heute interessiertes Fachpublikum und österreichische Expertinnen und
Experten zu einer gemeinsamen Veranstaltung eingeladen. Inhalt war
die Präsentation zweier neuer Risikoforschungsprojekte – eines zum
Thema „Biodiversität in Ackerbaugebieten im Hinblick auf die
Freisetzung und den Anbau von gentechnisch veränderten
Kulturpflanzen“ sowie ein zweites zur Evaluierung von
sozioökonomischen Aspekten von gentechnisch veränderten Organismen.
Gesundheitsminister  Alois Stöger sprach anlässlich der Veranstaltung
von der großen Bedeutung der unabhängigen Risikoforschung im
Zusammenhang mit gentechnisch veränderten Organismen und deren
Anwendung in der Landwirtschaft beziehungsweise deren Einsatz in
Lebens- und Futtermitteln: „Als Gesundheitsminister  ist mir die
Förderung der Risikoforschung ein persönliches Anliegen. Mein Ressort
hat seit dem Inkrafttreten des Gentechnikgesetzes mehr als 50
einschlägige Forschungsprojekte initiiert und finanziert. In Zukunft
wird es vermehrt von Bedeutung sein, nationale und vor allem auch
internationale Forschungskooperationen in diesem Bereich durch
transnationale Finanzierung zur  Bündelung wissenschaftlicher
Kompetenz zu forcieren“. Aus diesem Grund hat das
Gesundheitsministerium gemeinsam mit dem Landwirtschaftsministerium
bereits im Jahr 2009 die Collaborative Working Group „Risk Research
on GMOs“ im Rahmen des Standing Committee on Agricultural Research,
einem der ältesten EU-Gremien zur Koordination von
landwirtschaftlicher Forschung, ins Leben gerufen.
Rückfragehinweis:
~
Bundesministerium für Gesundheit
Fabian Fußeis, Pressesprecher
Radetzkystraße 2, 1030 Wien
Tel.: +43/1/71100-4505 , Fax: +43/1/71100-14304
fabian.fusseis@bmg.gv.at
http://www.bmg.gv.at

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