BASF übernimmt genetisch veränderte Kartoffel „Modena“


http://www.swr.de/nachrichten/rp/-/id=1682/nid=1682/did=7925680/m6ypu4/

SWR – 15.04.2011

BASF übernimmt genetisch veränderte Kartoffel

Ludwigshafen. Der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF hat von dem niederländischen Kartoffelstärkeproduzenten Avebe eine gentechnisch veränderte Kartoffel mit dem Namen „Modena“ übernommen. Das Genehmigungsverfahren zur Nutzung der Pflanze für industrielle Zwecke in Europa laufe bereits seit 2009.

Das teilten die Unternehmen im pfälzischen Limburgerhof mit. Wann mit einer Entscheidung zu rechnen ist, sagte das Unternehmen nicht. Schon im Dezember vergangenen Jahres hatten die Firmen angekündigt, dass sie gemeinsam genveränderte Kartoffeln entwickeln und vermarkten wollen.

Die Übernahme von „Modena“ sei der nächste Schritt, hieß es. Die Kartoffel soll nur die Stärkeart Amylopektin zur industriellen Nutzung bilden. Zudem wollen beide Firmen eine Kartoffel entwickeln, die widerstandsfähig gegen Kraut- und Knollenfäule ist.

Kartoffel gut für Textil- und Klebstoffindustrie

Mit der „Amflora“ hat BASF bereits solch eine Kartoffel im Angebot. Gegen ihren Anbau hatten Gegner der Gentechnik immer wieder protestiert. Normale Kartoffeln produzieren laut BASF ein Stärkegemisch aus Amylopektin und Amylose. In der Papier-, Textil- und Klebstoffindustrie werde aber reine Amylopektinstärke bevorzugt. Da eine Gemisch-Trennung unwirtschaftlich und umweltbelastend sei, schalteten die Forscher das Gen aus, das für die Amylosebildung zuständig ist.

„Modena“ sei eine innovative und wettbewerbsfähige Sorte, hieß es. So könnten die europäischen Stärkekartoffel-Bauern die Industrie verstärkt mit Amylopektinstärke versorgen.

Press Release

April 17: More than one hundred actions in the world to support peasant agriculture

(Jakarta, April 16, 2011) – Tomorrow, April 17, the world will celebrate the International Day of Peasant Struggle. More than one hundred different events are taking place (See full list here) in every corner of the world, in capitals cities, towns and small villages, in defence of peasant agriculture and food sovereignty. This date commemorates the 1996 assassination in Eldorado dos Carajás, Brazil, of 19 innocent peasants who were struggling for land and defending peasant and small farmer food production.

This year we reaffirm the need to get rid of the corporate food system, and our belief that peasant agriculture can feed the world. The current food crisis shows that the dominant corporate food system has failed and that the promises of the 1996 World Food Summit, echoed by the Millennium Development Goal of reducing hunger by 2015, will not be fulfilled. On the contrary, the number of hungry has increased from 800 million in 1996 to more then 1,000 million at the moment.

The day will be celebrated in many different ways. A wide variety of groups, activists, communities, media and organizations from every continent have organized direct actions, cultural activities, workshops, film screenings, radio programmes, debates on Food Sovereignty and rallies.

One of the important actions will be the publication of an international statement against land grabbing, at the occasion of the World Bank meeting in Washington DC.

In Brussels, a large „Free Our Seeds“ action will gather many participants, who will exchange the seeds and experience gained from their gardens and farms. It is a simple way to invigorate forgotten diversity and reaffirm the value of seeds for our food and culture.

In Brazil, the La Via Campesina member MST is organizing a seminar called “Eldorado dos Carajás, 15 years of impunity”, commemorating the 15th anniversary of the massacre. In Rio Grande do Sul, Brazil, around 600 people from organizations member of La Via Campesina will march to demand their right to land in the context of the International Day of Peasant Struggle.

In Korea, the Korean Peasant League and Korea Women Peasant Association, together with 25 other farmers’ organizations, organized two mobilizations this week. The first was in favour of the reform of agricultural cooperative bank law, and the second to stop the KOR-US and KOR-EU Free Trade Agreements, and demand compensation for farmers affected by the foot and mouth disease, as well as the protection of peasant rights. More than one thousand five hundreds farmers got together from all over the nation.
Watch videos on April 17:

1. LVC video on 17th April: International Day of Peasant Struggle
2. Dia de la Lucha Campesina – 17 de Abril

English

Via Campesina video on 17th of April, International Day of peasant struggle

Via Campesina spokespersons for interviews:

Paul Nicholson – Spain (Spanish, English and French), phone: +34636451566

Itelvina Masioli – Brazil (Spanish and Portuguese), phone: +551195189275

Renaldo Chingore João – Mozambique (Portuguese), phone: +258824507340

Josie Riffaud – France (French), phone: +336105291

More on http://www.viacampesina.org


http://www.topagrar.at/home/?option=com_content&task=view&id=2403

top agrar – 15.04.2011

Forscher warnt: Gentechnik bedroht US-Landwirtschaft

Er ersuche „um einen sofortigen Stopp für die Freigabe von Roundup-Ready-Pflanzen“, da Pflanzen- und Tierkrankheiten bereits „epidemische Ausmaße erreichen“. Das schrieb der angesehene Wissenschafter Don Huber von der Purdue University, Indiana, kürzlich an den US-Landwirtschaftsminister Tom Vilsack.

Vor allem ein Pathogen verdiene „umgehende Zuwendung mit erheblichen Ressourcen, um einen allgemeinen Kollaps der landwirtschaftlichen Infrastruktur zu verhindern“, so Huber. Dieser krankmachende Organismus sei elektronenmikroskopisch klein, komme vor allem bei gentechnisch veränderten Roundup-Ready-Sojabohnen und -Mais vor und ist laut dem Forscher für weitreichende Ernteausfälle in den letzten beiden Jahren verantwortlich.

Er habe Ähnlichkeiten mit einem Mikro-Pilz, trete völlig neu auf und fördere Krankheiten sowohl bei Pflanzen als auch bei Tieren, „was sehr selten vorkommt“. Weiters hätten Labortests eine „breitgefächerte“ Präsenz im Viehbestand bestätigt, die einen Zusammenhang mit verstärkten Fehlgeburten und Unfruchtbarkeit nahe lege. In einer weiteren Aussendung [1] konkretisierte Huber Ende März, dass die Anwendung des Glyphosat-Herbizids oder des Netzmittels der Glyphosat-Rezepturen die Resistenz gegen „Goss´s Wilt“ (Welke beim Mais) aufgehoben und so die Maishybride anfällig für dieses Pathogen gemacht habe.

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[1] Südwind Agentur, 14.04.2011: US-Forscher warnt Europa vor „Kollaps der Landwirtschaft“
http://www.oneworld.at/start.asp?ID=244147

http://www.oneworld.at/start.asp?ID=244147

US-Forscher warnt Europa vor „Kollaps der Landwirtschaft“ durch Gentechnik

Eine drastische Warnung vor den katastrophalen Folgen der Gentechnik kommt nun aus dem „Mutterland“ dieser Risikotechnologie. Der renommierte US-amerikanische Forscher Don Huber warnt vor einem „Kollaps der landwirtschaftlichen Infrastruktur“. Schuld sei ein krankmachender, völlig neuer Organismus, der unter anderem große Ernteausfälle bei Gensoja und Genmais verursachte.

Bei der Verfütterung dieser Pflanzen sei es zu Unfruchtbarkeit und Fehlgeburten von Tieren gekommen. Generell stehen das vielfach im Zusammenhang mit der Gentechnik eingesetzte Totalpflanzengift Glyphosat beziehungsweise Produkte wie Roundup im Mittelpunkt des Interesses. Die Zulassung neuer Gentechnik-Pflanzen sollte weitgehend sofort gestoppt werden, fordert Huber. / holler /

Brief [1] von Prof. Don Huber an die EU-Verantwortlichen
Jose-Manuel Barroso, EU-Kommissionspräsident in Kopie an Präsident Herman Van Rompuy, Präsident Jerzy Buzek, Kommissar John Dalli und an einige EU-Parlamentarier (MEPs)

25. März 2011
Dieses Begleitschreiben soll die Argumentation und die Anliegen erklären, die in einem Brief übermittelt wurden, den ich am 17. Jänner 2011 an Landwirtschaftsminister Tom Vilsack schickte [2]. Der Brief war nicht für die Öffentlichkeit bestimmt; wie auch immer, der Brief „sickerte durch“ und wurde danach ins Internet gestellt, woraufhin er bald weltweit bekannt wurde. Sobald er weit verbreitet war, gab ich die Zustimmung für weitere Veröffentlichungen im Internet, um ihn einheitlich zu halten. Mein ausgelasteter Termin- und Reisekalender verzögerte die Weitergabe weiterer Information in dieser Angelegenheit an viele Personen, die danach fragten. Die wissenschaftlichen Daten über diesen neu entdeckten Organismus wird für eine formale Veröffentlichung vorbereitet.
Ich schrieb den Brief an Minister Vilsack aus einem sehr einfachen Grund: Wir haben in den USA eine große Zahl an Problemen in der produzierenden Landwirtschaft, die sich anscheinend verstärken und manchmal direkt mit gentechnisch veränderten Pflanzen (GMO) zusammenhängen und/oder den Produkten, auf die sie resistent gemacht wurden – vor allem in Bezug auf Glyphosat (die aktive Chemikalie im Roundup-Herbizid und in Nachahmeprodukten dieses Herbizides). Wir haben in letzter Zeit eine Verschlechterung in der Pflanzengesundheit bei Mais, Sojabohnen, Weizen und anderen Kulturen festgestellt mit ungeklärten Epidemien des „Sudden Death Syndroms“ (= Plötzliches Todes-Syndrom) bei Sojabohnen, „Goss‘ wilt“ (Anm.: Welken) bei Mais und „Schwarzbeinigkeit“ bei Getreidepflanzen (Weizen, Gerste, Hafer, Triticale und Roggen) in den vergangenen zwei Jahren.
In derselben Zeit sind zunehmend eine zuvor unerklärliche Unfruchtbarkeit bei Tieren (Rind, Schwein, Pferd, Geflügel) und Fehlgeburten aufgetreten. Diese Gegebenheiten bedrohen die wirtschaftliche Grundlagen sowohl der Pflanzen- als auch der Tierproduzenten.
Hohe Unfruchtbarkeit und Fehlgeburten bei den verschiedenen Tierarten treten immer häufiger auf. Häufig können alle bisher bekannten Gründe als Faktoren für diese Zustände in diesen bestimmten Landwirtschaftsbetrieben ausgeschlossen werden [3]. Eine genaue Untersuchung hatte ergeben, dass dieser kürzlich erkannte Organismus in allen Fällen anwesend war. Die Koch´schen Postulate sind für Tiere ergänzt worden, um die Ursache/Wirkungs-Beziehung mit dem neuerdings kultivierbaren Organismus zu bestätigen. Eine Nachforschung nach dem Ursprung von Tierinfektionen enthüllte eine hohe Population dieses neu entdeckten elektronenmikroskopisch kleinen Organismus im Sojamehl und in Maisprodukten. Der Organismus erscheint vergleichbar und möglicherweise synergistisch mit anderen Mikroorganismen wie Fusarium solani fsp. Glycines, dem Grund des SDS bei Sojabohnen und auch mit dem grampositiven Bakterium Clavibacter michiganensis subsp. nebraskensis.
Obwohl die meisten Maishybriden genetisch resistent auf „Goss´s wilt“ (Welke) gewesen sind, zeigten vorläufige Untersuchungen im Jahr 2010, dass die Anwendung des Glyphosat-Herbizids oder des Netzmittels der Glyphosat-Rezepturen die Resistenz aufhoben und sie (die Maishybride) gänzlich anfällig für dieses Pathogen machten (Abbildung 1). Diese Krankheit wurde 2009 und 2010 allgemein in vielen US-Feldern des Mittleren Westens beobachtet, wo Roundup-Ready-Mais gepflanzt wurde, während angrenzender gentechnikfreier Mais ganz leichte bis keine Infektionen aufwies, trotz der hohen Inokulum-Präsenz (Impfbakterien) in nicht gepflügten Rückständen (Abbildung 2). Die erhöhte „Goss´ Wilt“ (Welke) 2010 war ein Hauptfaktor für den Verlust von geschätzt rund einer Milliarde Bushel Mais (Anm.: ca. 25 Mio. Tonnen) im vergangenen Jahr (basierend auf die im August von der USDA geschätzten Erträge und das eigentlich geerntete Getreide nach Angaben der USDA im Jänner) trotz allgemein guter Erntebedingungen.
Die zunehmende Schwere von Pflanzenkrankheiten nachdem Glyphosat angewendet wurde (Abb. 3), ist gut dokumentiert, und obwohl selten zitiert, ist die verstärkte Krankheitsanfälligkeit auf die herbizide Wirkungsweise von Glyphosat zurückzuführen (Johal and Rahe,1988, 1990; Johal and Huber, 2009; Schafer et al, 2009, 2010). Der Verlust der Widerstandskraft gegenüber Krankheiten bei Roundup Ready-Zuckerrüben nach der Anwendung von Glyphosat, veranlasste Forscher der USDA-Zuckerrüben-Versuchsanstalt, in ihrem Papier eine Vorsorge-Anweisung einzufügen, z.B.: „Vorsichtsmaßnahmen müssen bei vorhandenen Bodenkrankheiten getroffen werden, wenn das Unkrautmanagement bei Zuckerrüben eine Nachauflauf-Glyphosat-Behandlung mit einschließt.“
Der Verlust der genetischen Widerstandskraft bei Roundup Ready Maishybriden auf Goss‘ wilt (Clavibacter michiganensis subsp. nebraskensis) (Abb. 2, 3), die synergistische Beziehung des neulich erkannten elektromikroskopischen Organismus, der Unfruchtbarkeit und Fehlgeburten bei Tieren mit grampositiven Bakterien auslöst, und große Populationen des neuen EM-Organismus in Roundup-Ready-Maisblättern und Silage, schafft Besorgnis über die Freigabe von Roundup-Ready-Luzerne, die nur wegen ihrer genetischen Widerstandskraft auf Bakterienwelke durch den Clavibacter michiganensis subsp. Insidiosum in vielen Gebieten ertragreich ist. Wenn der EM-Organismus in der Luzerne gleich wirkt wie bei Mais, könnte diese Krankheit die Luzernenproduktion ebenso unprofitabel wie unsicher für Tierfutter und die damit verbundenen Produkte wie Mich für die menschliche Ernährung machen. Der Verlust der Luzerne, der wertvollsten Futterpflanze der USA und der betriebswirtschaftlich viertwichtigsten Feldfrucht, könnte den sich abmühenden Milch- und Rindermastbetrieben einen tödlichen Schlag versetzen.
Ausgedehnte Forschungsarbeit hat gezeigt, dass Glyphosat, dieses wirksame Instrument für Unkrautmanagement, auch ein starker Immobilisierer (chelatbildende Verbindung) essenzieller Pflanzennährstoffe ist, um die Nährstoffaufnahme, den Nährstofftransport und die physiologische Leistungsfähigkeit bei nur einem Bruchteil des beschrifteten Herbizidanteils Ekers, Ozturk, Cakmak, Zobiole, Jolly et al., 2004) zu beeinträchtigen. Glyphosat ist ein starkes Biozid, das Bodennützlinge schädigt, die wichtig für die Nährstoffverwertung, Stickstofffixierung, Nährstoffverfügbarkeit und die natürliche Krankheitsbekämpfung sind (Kremer & Means, Zobiole et al, Dick et al), mit einer dadurch resultierenden Zunahme von Krankheiten bei Mais, Sojabohnen (Abb. 3), Weizen und anderen Feldfrüchten. Die enge Verbindung zwischen der Versorgung mit Mineralstoffen und der Schwere der Erkrankung ist gut dokumentiert (Datnoff et al, 2007). Diese Abläufe können schädliche Auswirkungen auf die Nährstoffaufnahme der Pflanzen, Krankheitsanfälligkeit und die Nährstoffqualität der erzeugten Pflanzen haben.
Die schädlichen Wirkungen von Gentechnik-Pflanzen sind auch eindringlich in Berichten von Tierproduzenten in den USA aufgezeigt worden. Obwohl einige dieser Berichte anekdotenhaft sind aufgrund der begrenzten analytischen Techniken, die zur Verfügung stehen, um die Ursache zu verifizieren, konnten einige Produzenten den wirtschaftlichen Betrieb wieder aufnehmen, indem sie die Fütterung auf gentechnikfreie Pflanzen umstellten. Wiederholte unabhängige Replikationsforschung ist in diesem Bereich nötig, besonders im Licht der ernsthaften kürzlich erhobenen toxikologischen Bedenken, die das Giftigkeits-Potenzial für Tier und Mensch ausgehend von sehr niedrigen Glyphosatgehalten in Nahrungs- und Futtermitteln zeigt, die um ein Vielfaches niedriger sind als die erlaubten Werte in US-Lebens- und Futtermittelprodukten (Seralini et al., 2011). Die kürzliche unabhängige Analyse und Rechtssprechung des Indischen Höchstgerichtes, das gentechnisch veränderte Melanzani (Auberginen) ein bedeutsames (signifikantes) Gesundheitsrisiko für Menschen darstellen, verlangt nach weiteren Ermittlungen in den USA (AgroNews, 2011).
Ich habe das Gefühl, ich wäre gänzlich unverantwortlich, wenn ich meine eigenen Untersuchungen und die nun verfügbare enorme Menge veröffentlichter Forschungsarbeiten ignorieren würde, die die Bedenken unterstützen, die wir in der produzierenden Landwirtschaft sehen, ohne sie ins Bewusstsein des Landwirtschaftsministers zu bringen mit dem Aufruf an ihn, die so sehr nötige unabhängige Forschung in die Wege zu leiten. Viele Produzenten können nicht weitere 3-10 Jahre auf jemanden warten, der die Geldmittel und das neutrale Umfeld bereitstellt, um eine solche kritische Forschung durchzuführen (Entomologists letter to EPA [3]).
Basierend auf die sich momentan ansammelnden wissenschaftlichen Belege glaube ich nicht, dass es im besten Interesse der landwirtschaftlichen Produzenten oder der konsumierenden Öffentlichkeit ist, wenn Aufsichtsbehörden mehr Gentechnik-Pflanzen zulassen, insbesondere Roundup-Ready-Luzerne und -Zuckerrüben, bis unabhängige Forschung einwandfrei ihre Produktivität – wenn sie für potenziell schwere Krankheiten anfällig sind -, sowie die Belanglosigkeit der neuen EM-Organismen und ihrer Nährstoff-Gleichwertigkeit feststellen kann. In meinem Brief, bat ich den Minister, die dafür notwendigen Mitteln bereitzustellen und forderte ihn auf, äußerst vorsichtig bei der Freigabe dieser Pflanzen vorzugehen, bis solche Erkenntnisse die in dem Brief ausgedrückten Sorgen beseitigen, so sie es tun.
Don M. Huber
Professor Emeritus, Purdue University
9322 Big Foot Road
Melba, Idaho 83641 USA
(Übersetzung: Klaus Faißner, Inititiative Gentechnikverbot,
http://www.gentechnikverbot.at)

[1] Englisches Original und deutsche Übersetzung (Quelle):
http://www.gmwatch.org/latest-listing/1-news-items/13024
http://www.gentechnikverbot.at/
[2] Brief an US-Landwirtschaftsminister Tom Vilsack
http://farmandranchfreedom.org/gmo-miscarriages
[3] Brief von 26 führenden Entomologen
http://www.blauen-institut.ch/pg_blu/pm/pma/pm09/pm1931.html


http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110415_OTS0212/bio-austria-obmann-rudi-vierbauch-fordert-moratorium-fuer-gentech-anbau

BIO AUSTRIA Obmann Rudi Vierbauch fordert Moratorium für Gentech-Anbau
Utl.: Schlussfolgerungen von EU-Kommissar Dalli zu den sozioökonomischen Auswirkungen von Gentech-Pflanzen greifen viel zu kurz. =

Wien/Brüssel (OTS) – „Die Schlussfolgerungen der EU-Kommission zu
den sozioökonomischen Auswirkungen des Anbaus von Gentech-Pflanzen
greifen viel zu kurz“, kommentiert BIO AUSTRIA Obmann Rudi Vierbauch
einen heute von Kommissar Dalli in Brüssel veröffentlichten Bericht
in einer ersten Reaktion. „Es ist zwar positiv, dass die
EU-Kommission sich endlich der Auswirkungen dieser Technologie auf
die Gesellschaft annimmt, doch der Aufruf zu einer sachlicheren
Diskussion klingt wie Hohn in den Ohren jener, die tagtäglich darum
kämpfen, ihre Produkte frei von gentechnischen Verunreinigungen zu
halten und die Kosten dafür auch noch selbst tragen müssen. Beim
Einsatz von Gentech-Pflanzen in der Landwirtschaft steht dem Nutzen
für wenige ein enormer Schaden für die Gesellschaft gegenüber. Die
Analyse der sozioökonomischen Auswirkungen von Gentech-Pflanzen lässt
daher nur einen Schluss zu: Ein Moratorium ist das Gebot der Stunde“,
so Vierbauch.
Bericht vorgelegt
Der Rat der EU-Umweltminister hat die EU-Kommission bereits 2008
aufgefordert, relevante Informationen über die sozioökonomischen
Auswirkungen des GVO-Anbaus in der gesamten Lebensmittelkette zu
sammeln und auszutauschen. Der heute von EU-Kommissar Dalli in
Brüssel vorgelegte Bericht an die Mitgliedstaaten und das
Europaparlament soll als Grundlage für eine weiterführende Diskussion
dienen. Der Bericht beruht einerseits auf  Rückmeldungen der
Mitgliedstaaten, andererseits auf Analysen der EU-Kommission.
Österreich hat unter vielen anderen Aspekten auch den hohen Anteil
biologisch bewirtschafteter, d. h. per Gesetz verpflichtend
gentechnikfrei bewirtschafteter Flächen von knapp 20 Prozent ins
Treffen geführt.
Aus Erfahrungen lernen
„Der Blick nach Amerika führt uns dramatisch vor, welche
Auswirkungen der Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft hat:
Die versprochenen Segnungen – wie deutlich höhere Erträge – bleiben
aus, dafür wird die Abhängigkeit der Landwirtschaft von
internationalen Großkonzernen und deren Patentanwälten größer. Eine
nicht nachhaltige Intensivierung der Landwirtschaft wird
vorangetrieben und die gesamte Landwirtschaft und Lebensmittelkette
zunehmend gentechnisch kontaminiert. Für die Gesellschaft bedeutet
dies in letzter Konsequenz eine Gefährdung ihrer Lebensgrundlagen und
der Ernährungssouveränität“, analysiert Rudi Vierbauch. „Wenn
Kommissar Dalli ins Treffen führt, dass diese Erkenntnisse nicht auf
Erfahrungen in der EU beruhen, dann klingt das fast so, als empfehle
er diese Erfahrungen zuerst einmal auch in Europa zu machen, bevor
Lehren daraus gezogen werden können. BIO AUSTRIA setzt sich klar
gegen diesen Weg und für ein Anbauverbot gentechnisch veränderter
Pflanzen ein. Der Vorschlag, die Entscheidung darüber in Zukunft den
Mitgliedstaaten der EU zu überlassen, ist ein wichtiger erster
Schritt in diese Richtung und eine Bestätigung für den breiten
Schulterschluss gegen den Anbau von Gentech-Pflanzen in Österreich“,
so Vierbauch abschließend.
Der „Bericht der Kommission an das Europäische Parlament und an
den Rat  über die sozioökonomischen Auswirkungen des Anbaus von GVO
auf der Grundlage der Beiträge der Mitgliedstaaten gemäß den
Schlussfolgerungen des Rates „Umwelt“ vom Dezember 2008″ ist
verfügbar unter:  http://www.ots.at/redirect/bioaustria1

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http://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Tier/Ohne-GenTechnik-Kennzeichnung-bei-Eiern-ein-grosser-Erfolg_article1302865338.html

Proplanta ®  |  15.04.2011  |  Tier  >> Geflügel

Ohne GenTechnik- Kennzeichnung bei Eiern ein großer Erfolg

Berlin – Eine aktuelle Erhebung von Marktdaten durch den Verband Lebensmittel ohne Gentechnik e.V. (VLOG) untermauert das wachsende Interesse der Lebensmittelindustrie am Qualitätssiegel „Ohne GenTechnik“.
Für über 20 Prozent aller Legehennen oder über 6 Millionen Hühner in Deutschland haben die Landwirte oder Eierhändler bereits die Nutzungslizenz für das Siegel erhalten. Damit ist die Eier-Branche der Wirtschaftbereich, der die Kennzeichnung am häufigsten einsetzt und dem Wunsch der Verbraucher nach einer gentechnikfreien Lebensmittelproduktion nachkommt.

Bereits jetzt haben nahezu alle großen Eierhändler in Deutschland für einen Teil Ihrer Ware die Nutzungslizenz für das „Ohne GenTechnik“ Siegel erhalten, darunter Gutshof-Ei, Wiesengold und Landkost-Ei. Mehrere Supermarktketten planen, „Ohne GenTechnik“ Eier in ihr Sortiment aufzunehmen. „Der VLOG geht für die nahe Zukunft von einer rasanten Weiterentwicklung des „Ohne GenTechnik“ Eier-Segments aus“, prognostiziert Alexander Hissting, Sprecher des VLOG.

„Innerhalb nur eines Jahres haben sich die ‚Ohne GenTechnik‘ Eier von der absoluten Nische zum etablierten Segment gemausert“, freut sich Alexander Hissting. Inklusive der Bio-Produktion werden damit in Deutschland mindestens ¼ aller Legehennen gentechnikfrei gefüttert. Hersteller, die gentechnikfrei produzieren aber nicht das einheitliche „Ohne GenTechnik“ Siegel benutzen, sind dabei noch nicht einmal erfasst. Durch diesen Erfolg kann jährlich auf etwa 100.000 Tonnen gentechnisch veränderte Sojabohnen als Hühnerfutter verzichtet werden.

Die Ansprüche der Verbraucher an eine nachhaltige Lebensmittelproduktion steigen kontinuierlich. Seit über zehn Jahren verlangen 70-80 Prozent der Konsumenten in repräsentativen Umfragen eine gentechnikfreie Lebensmittelproduktion. Seit Mai 2008 bestehen neue, strenge gesetzliche Regelungen zur freiwilligen Kennzeichnung von Lebensmittel mit „ohne Gentechnik“. Mit solchen Produkten können Verbraucher über Ihren Einkauf beeinflussen, ob gentechnisch veränderte oder gentechnikfreie Pflanzen angebaut werden.

Der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik e.V. ist ein Industrieverband, der Lebensmittelhersteller und -händler, sowie die vor- und nachgelagerten Bereiche der Lebensmittelproduktion repräsentiert. Er setzt sich für eine Lebensmittelerzeugung ohne Gentechnik ein und vergibt für entsprechend hergestellte Lebensmittel Lizenzen für das einheitliche Siegel „Ohne GenTechnik“. Der Verband vertritt über 100 Mitglieder und Lizenznehmer überwiegend aus Deutschland mit einem Gesamt-Jahresumsatz von 5,5 Mrd. Euro. (VLOG