Weisheit und Ästhetik

Ganzheitliche Problemlösung durch Weisheit & ÄsthEthik: Natur als Vorbild


Anton Moser ammoser@chello.at

Die NaturKultur – ganzheitliche Lebensform nach der Weisheit der Natur (lit.1), hat,

wie es der Untertitel zum Ausdruck bringt, die Weisheit der Natur als Fundament. Dabei spielen andere Schriften eine vorbereitende Rolle (lit.2,3). Es ist sicher unkonventionell aber eindeutig innovativ, Weisheit aus der Natur abzuleiten, wie es die NaturKultur aufzeigt!

Natur als Vorbild: wir Menschen übersehen auf Grund unserer anthropozentrischen Welt-sicht, dass die Natur eine um Vieles längere Evolution hat als der Mensch, nämlich 4-6 Mrd Jahre im Vergleich zu ca 300.000 Jahren kulturelle Entwicklung. Warum also nicht einmal darauf schauen, was die Natur in ihrer Funktionsweise zu bieten hat an Erfahrung.

Weisheit versteht sich einfach als Integration von Wissen und Werten, kein Nebeneinander.

Weisheit ist keine Esoterik sondern fähig zu sein, einen realistischen Umgang mit der Komplexi-tät des Lebens zu pflegen, mit langfristigem, ganzheitlichen Denken & Handeln für das Gemein-wohl, was Politik & Wirtschaft außer Acht lassen (lit.4). Man erweckt schnell den Anschein eines Irren bzw. Narren, da gegenwärtig eine von Weisheit völlig unberührte, gänzlich anderen Kriterien verpflichtete Sache dominiert, die Ökonomie, die sich über die kulturellen, politischen,

gesellschaftlichen und künstlerischen Prozesse legen und auch tief ins Privatleben eindringen.

Heute fehlt uns kaum etwas sosehr, wie Weisheit, im Umgang mit der Welt, mit anderen und uns selbst. Weisheit spielt  in unserer Welt gegenwärtig keine Rolle, da uns unsere „Mitte“ fehlt. Weisheit beinhaltet nicht nur das Aufspüren der Mitte, sondern auch das angemessene Handeln aus dieser Mitte heraus (lit.4): Denken in sog. MakroMustern ist dabei dienlich (lit.1)

Weisheit der Natur/Ökosophie: Schon der Grünphilosoph Arne Naess hat 1972 den Begriff deep ecology geprägt, er repräsentiert eine Philosophie des Wunsches eines Friedens zwischen  Mensch und Natur. Erst 2006 (lit.3) wurde eine Art „Systemlogik“ aus der Natur erschaut, die mit Hilfe von Intuition möglich war! Konkrete Beispiele in der NaturKultur sind die Begriffe Grenze, Effektivität und Nichteindringtiefe, die kreativ zu evolutionärer Entwicklung führen.

Wenn Menschen der reinen Rationalität folgen, können sie dies schwer nachvollziehen! Daher ist die Bildung eines ganzheitlichen Bewusstseins – wie es das Projekt SEiN (SelbstErkenntnis in der Natur) des Naturschutzbundes Stmk beabsichtigt – das wichtigste Anliegen in Richtung EQ /Emotional Quotient, der 80% der Lebenserfüllung ausmacht, um eine gedeihliche Zukunft auf Erden zu erzielen. Erst dann werden nötige politische Maßnahmen in der Gesellschaft greifen!

ÄsthEthik als innovativer Begriff verkörpert die Integration von Ästhetik und Ethik als neue Form der Ethik, die ohne Zeigefinger wie jetzt üblich von oben auskommt und aus reiner „Einsicht in das Ganze“ passiert, wie es schon E. Lessing um 1775 formulierte. Wie im Projekt SEiN verankert, wird der Mensch durch tiefes Erleben der Natur von ihrer Schönheit so ergriffen, („Schönheit ist der Glanz des Ganzen“) dass er begreift ein Teil des Ganzen zu sein und daher jegliche Schädigung unterlässt. Daher gilt: „Ästhetik ist die Mutter der Ethik“!

Versöhnung von Wahr, Recht und Schön: Schon Kant versuchte in seinem letzten Werk, der „Kritik der Urteilskraft“ (1790) die Integration von Wissen und Ethik auf dem Weg über eine expressiv-ästhetische Dimension oder Kunst im allgemeinsten Sinn. Ähnlich formulierte G.W.F. Hegel (1796): “Wahrheit und Güte sind nur in der Schönheit verschwistert”. Ken Wilber (lit.5) nennt dies die Integration von ES-Wissenschaft und WIR-Ethik mittels der ICH-Ästhetik.

NaturKultur verwirklicht diese „Träume“ der alten Vordenker auf überraschend einfache Weise:

diese Ganzheitlichkeit kann die Probleme unserer inneren & äußeren Welt in Zukunft lösen!

Literatur

(1)  Anton Moser (2009) NaturKultur- ganzheitliche Lebensform  nach der Weisheit der Natur, Naturschutzbund Stmk & Ökosoziales Forum Stmk (Hrsgb.) ISBN978-3-9501292-7-4

(2)  Anton Moser (2001) Ökosoziale Politik mit der Weisheit der Natur, Stocker Verlag Graz

(3)Anton Moser (2006) Grazer Manifest zur NaturKultur, Naturschutzbund Österreich (Hrsgb.)

(4) Gert Scobel (2008) Weisheit – über das was uns fehlt, Dumont, ISBN 987-3-8321-8016-4

(5)Ken Wilber (1997) Das Wahre, Schöne, Gute, Verlag Krüger Frankfurt aM

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