Gütesiegel für gentechnikfreie Lebensmittel

Handlungsbedarf!

Quelle: http://orf.at/stories/2015444/

Stöger will Gütesiegel für gentechnikfreie Lebensmittel

Garantiert gentechnikfreie Lebensmittel sollen in Österreich ein eigenes Gütesiegel erhalten. Diesen Vorschlag unterbreitete Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) in der Sonntag-Ausgabe der „Kronen Zeitung“. „Die Bevölkerung ist gegen Gentechnik in Nahrungsmitteln. Wenn nun Gentechnik versteckt über Futtermittel ins Essen kommt, muss das aufgezeigt werden“, zitierte das Blatt den Ressortchef.

Stöger habe die gesetzlichen Vorbereitungen für das „Gentechnikfrei-Gütesiegel“ ausarbeiten lassen. Auf Basis des Regierungsprogramms sollen die strengeren Qualitätskriterien samt regelmäßiger unabhängiger Kontrollen umgesetzt werden. Derzeit enthalten laut Gesundheitsministerium 83 Prozent des konventionellen Tierfutters für die Fleischproduktion Gensoja, berichtete die „Krone“.

ÖVP ortet Konsumentenverunsicherung

ÖVP-Konsumentenschutzsprecherin Gabriele Tamandl kritisierte heute den Plan Stögers als Verunsicherung der Konsumenten. „Laut EU-Verordnung muss heute schon gekennzeichnet werden, wenn Lebensmittel GVO enthalten. Damit ist sichergestellt, dass in Österreich keine transgenen Schweine, kein GVO-hältiges Saatgut, keine ungekennzeichneten Lebensmittel in den Supermärkten bzw. am Markt sind.“

Dem Konsumenten müsse auf einen Blick klar sein, dass ein Produkt sicher und qualitativ wertvoll ist. Das sei mit dem Kontrollsystem des AMA-Gütesiegels bereits sichergestellt, betonte Tamandl.

Statt „ein neues Pickerl für das Essen einzuführen“ solle Stöger Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP) von einem Importverbot von Gentechnik-Futtermitteln überzeugen, sagte BZÖ-Agrarsprecher Gerhard Huber.

Publiziert am 19.09.2010

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