Gentechnik-Alarm im Schweinestall u.a.m.

Liebe Unterstützer von Zivilcourage,

herzlich möchten wir Sie zum Vortrag “Agro-Gentechnik und neue Wege in der Landwirtschaft” einladen:
Referent: Professor Antônio Inácio Andrioli aus Brasilien

am Freitag den 25. Mai um 20:00 Uhr
im Gasthof Huber, Purkering
83308 Trostberg

Kurzfristig war es möglich Prof. Andrioli, für diese Veranstaltung zu gewinnen. Leider lässt es sein Zeitplan nicht zu, an verschiedenen Orten aufzutreten. Der Ort Trostberg wurde wegen seiner zentralen Lage gewählt, somit ist es auch den aktiven Zivilcourage’lern aus Österreich möglich, den Vortrag zu besuchen.

Der Referent spricht fließend deutsch. Prof. Andrioli berichtet über die dramatische Entwicklung der Agro-Gentechnik in seiner Heimat Brasilien. Außerdem stellt er aktuelle Neuzulassungen in der Agro-Gentechnik und Lösungsvorschläge für eine nachhaltige Landwirtschaft vor.

Im Januar 2010 wurde er von der Brasilianischen Regierung berufen, den Campus Cerro Largo
(Universität Cerro Largo) der neuen staatlichen Universität UFFS (Universidade Federal da Fronteira Sul) zu leiten, die sich schwerpunktmäßig mit nachhaltiger Landwirtschaft beschäftigt.

Bringen Sie Freunde und Bekannte mit! Neben den wichtigen und interessanten Inhalten ist so ein Vortrag immer auch Ort der Begegnung und des Austausches.

Veranstalter: Für die Zivilcourage Traunstein: Georg Planthaler 08621 / 1518

Herzliche Grüße
Christoph Fischer
Initiator Zivilcourage

Andrioli_25Mai PDF

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Von: “Herbert Jung” <jung-herbert@a1.net>
Datum: 20. Mai 2012 10:27:30 MESZ
An: <GefragtAmMarkt@kronenzeitung.at>
Betreff: Inserat “Wirksame Wurzelbehandlung für Unkraut”

Sehr geehrte Frau
Birgit Weichselbaumer!

Als umweltbewußter Österreicher und treuer Leser Ihrer Zeitung musste ich mit Entsetzen feststellen, dass Sie in der Krone Bunt am 20.05.12, Teil “Gefragt am Markt” eine Einschaltung über “Wirksame Behandlung für Unkraut” aufgenommen haben.

Nun ist ja schon allgemein bekannt und Ihr Kollege Mark Perry weiß da ohnehin Bescheid, dass das angesprochene Mittel “RoundUp” riesige gesundheitliche Probleme bei uns, den Tieren und auch eminente Schäden an den Pflanzen hervorruft.

Ich erlaube mir daher, Ihnen einige Untersuchungsergebnisse über die Probleme mit RoundUp zu übermitteln und Sie zu ersuchen, dass solche Einschaltungen nicht mehr berücksichtigt werden.

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http://www.nachrichten.at/nachrichten/wirtschaft/art15,888458

Sonntag, 20. Mai 2012, 09:48 Uhr

Gentechnik-Alarm im Schweinestall

LINZ. Eigentlich wollten Lebensmittelwirtschaft und Handel den Konsumenten
etwas Gutes tun. Sie verbannten Futtermittel aus gentechnisch veränderten
Organismen (GVO) aus der Tierhaltung: erst in der Milch-, dann in der
Eierproduktion und ab Anfang 2012 in der Hühnermast.

Seither prangt auf allen Milchpackerln, Eierkartons und Henderln im
Kühlregal die Werbebotschaft: „Garantiert gentechnikfrei!“

„Damit ist vielen Konsumenten erst bekannt geworden, dass in der
Fleischerzeugung zum Großteil importiertes GVO-Futter verwendet wird“, sagt
Karin Nakhai, die Pressesprecherin des Handelskonzerns Rewe (Billa, Merkur).
Der will nun Druck machen. „Wir sind Gründungsmiglied der Arge
Gentechnikfrei. Die Österreicher lehnen Gentechnik in Lebensmitteln ab“,
sagt Nakhai.

Billa macht Druck

Deshalb gibt es in den Billa-Filialen seit einigen Wochen auch die
volumenmäßig wichtigste Fleischsorte aus gentechnikfreier Mast, erzeugt von
oberösterreichischen Vertragsbauern für die Fleischerei Oberndorfer in Ried
im Traunkreis (Marke: Ibo-Schwein – Ich bin aus Oberösterreich). Das hat in
heimischen Schweineställen Gentechnik-Alarm ausgelöst.

So wollen nicht nur die anderen Handelsketten GVO-freies Schweinefleisch im
Regal haben. Es wissen auch die Billa-Manager, dass sie mit den rund 1500
Ibo-Schweinen, die pro Woche schlachtreif werden, die Kühlregale nicht
füllen können. Rewe verhandelt mit dem Welser Großschlächter Handlbauer, auf
GVO-frei umzustellen. Wenn die Bauern mit GVO-freiem Soja zu mästen
beginnen, dauert es dreieinhalb Monate, bis die Tiere schlachtreif sind. Im
Herbst sollen damit 12.000 GVO-freie Schlachtschweine pro Woche zur
Verfügung stehen.

Auch Spar verhandelt mit Schlachtbetrieben, heißt es in der Branche. Der
größte oberösterreichische Schweineschlächter, Großfurtner in St. Martin im
Innkreis, strecke seine Fühler aus.

Doch wenn der gesamte Markt umgestellt wird, geht es um 100.000 Sauen pro
Woche. Alles steht und fällt mit der Verfügbarkeit von gentechnikfreiem
Futter. Das kommt bisher, ob bei Rind, Huhn oder Ibo-Schwein, aus Brasilien,
importiert vom Innviertler Agrarhändler Pilstl. Er versorgt seit Jahren auch
Schweizer und deutsche Tierhalter. 1995 hat er gestartet, erst für kleine
Mischfutterwerke, weil Gentechnikfreiheit nur für Bio-Fleisch vorgeschrieben
ist. Die größte österreichische Schweinehalterorganisation, der VLV, bremst
die Umstellung auf GVO-frei: Erstens weil die Bauern schon bei Milchkühen
und Hühnern die Mehrkosten von GVO-freiem Soja in Höhe von rund zehn Prozent
nicht abgegolten erhalten. Zweitens sei die Futterversorgung nicht
gesichert.

„Brasilien produziert 14 Millionen Tonnen gentechnikfreies Soja im Jahr,
Österreich mit seinem Bedarf von 300.000 Tonnen kann jederzeit versorgt
werden. Nur muss man rechtzeitig bestellen“, sagt Karl Pilstl.

Oberösterreichs Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger will für den wachsenden
Bedarf den Sojaanbau in Südosteuropa forcieren (Projekt Donau Soja): „Das
ist wegen des kürzeren Transportwegs ökologischer, und wir machen uns nicht
von Brasilien abhängig.“ Bis Ungarn, Serbien etc. ausreichend GVO-freies
Soja liefern können, werden aber Jahre vergehen.

Soja: Die Welternte verdreifachte sich seit 1982 auf 250 Millionen Tonnen im
Jahr (USA 90, Brasilien 64, Argentinien 50 Millionen Tonnen). Das Eiweiß der
Sojabohne ist optimal für die Tiermast; die Pflanze bildet in ihren Wurzeln
Stickstoff und spart Kunstdünger. Anteil gentechnisch veränderter Sorten
(GVO) weltweit: 77 Prozent.

Die Wunderbohne Soja und die Gentechnik

Import: Österreich muss derzeit mehr als 550.000 Tonnen Soja im Jahr
importieren, großteils gentechnisch veränderte Organismen (GVO). Die EU
führt 40, China 50 Millionen Tonnen ein. Größter Importeur GVO-freier Ware
ist die Firma Pilstl in Raab.

Eigenproduktion: Österreichs Bauern erzeugen auf 35.000 Hektar rund 100.000
Tonnen Soja im Jahr, zur Hälfte für Nahrungsmittel (Tofu, Sojamilch etc.).
Klima und Böden würden 50.000 Hektar ermöglichen.

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http://oesterreich.orf.at/stories/2533156/

Experte: „Bio“ von Weg abgekommen

Die Landwirtschaft in ihrer jetzigen Form wird es nicht mehr lange geben, ist der Biopionier Werner Lampert überzeugt. Im Interview mit ORF.at pocht er auf mehr Nachhaltigkeit bei Lebensmitteln und erklärt, warum „Bio“ längst vom Weg abgekommen sei.

„Die konventionelle Landwirtschaft manövriert uns in eine Sackgasse, das ist eine Landwirtschaft ohne Zukunft“, sagte der Gründer der REWE-Marke „Ja! Natürlich“ und des Hofer-Labels „Zurück zum Ursprung“. Durch sie könne, so Lampert, die europäische Bevölkerung in den nächsten 20, 30 Jahren nicht mehr ernährt werden, da sie auf „totale Ausbeutung“ aufbaue. Am Leben erhalten werde das System lediglich durch die Förderpolitik.

Werner Lampert GmbH

Lampert brachte mit „Ja! Natürlich“ Österreichs erstes Biolabel auf den Markt, 2006 gründete er die Marke „Zurück zum Ursprung“ für Hofer

„Ganz weit abgedriftet“

Die biologische Landwirtschaft in ihrer jetzigen Form sei dabei keine Lösung: Sie sei zwar vielen in den 60ern als leuchtendes Zukunftsmodell vor Augen gestanden. „Seit zehn, zwölf Jahren ist das jedoch ganz weit weggedriftet vom ursprünglichen Gedanken“, kritisiert Lampert gegenüber ORF.at. Übrig geblieben sei eine sehr pragmatische Einrichtung, die sich in ihren Methoden immer mehr der konventionellen Landwirtschaft annähere.

Durch die steigende Nachfrage seien die Richtlinien verwässert worden – „Bio“ sei in den wenigsten Fällen nachhaltig. Ein Beispiel: „Bio“ garantiere zwar Auslauf für Kühe, das passiere jedoch in den wenigsten Fällen auch tatsächlich auf Weiden.

Zusammenbruch droht

Lampert warnt davor, dass das derzeitige Landwirtschaftssystem durch seine große Abhängigkeit von Schwellenländern und der Petrochemie zu kippen drohe: Wenn Bauern in Brasilien und Argentinien auf ihren Riesenfeldern nicht länger Soja für Lebensmittel, sondern nur noch Getreide für Biosprit anbauten, um größere Erträge zu erzielen, „bricht alles zusammen“. Preise für Fleisch würde sich in Europa schlagartig verdoppeln oder verdreifachen.

Die einzige überlebensfähige Landwirtschaft sei eine, die auf „Bio“, Nachhaltigkeit und Regionalität setze, in der weder Boden noch Tiere oder Menschen ausgebeutet werden. Strenge Richtlinien seien dafür ebenso nötig wie gegenseitige Verantwortung. Die Konsumenten müssten begreifen, dass sie für die wirtschaftliche Überlebensfähigkeit der heimischen Bauern verantwortlich seien. Die Bauern wiederum müssten sich bewusst machen, dass sie Lebensmittel für Menschen produzieren und damit für deren Gesundheit mitverantwortlich sind.

„Zeit der billigen Lebensmittel ist vorbei“

Mit drastischen Auswirkungen auf den Konsumenten: Zum einen, so Lampert, sei die Zeit der billigen Lebensmittel vorbei. Zum anderen müssten sich auch die Essgewohnheiten der Menschen ändern. Der große Fleischhunger der Europäer könne auf Dauer nicht gedeckt werden – man müsse wieder zu den Zeiten zurückkehren, als es nur ein-, zweimal in der Woche Fleisch zu essen gab. Ein „Umerziehen“ sei da aber gar nicht nötig – irgendwann werde es ganz einfach gar keine andere Möglichkeit mehr geben.

Petra Fleck, ORF.at

 

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Der Konzern Monsanto verkauft Saatgut für Gemüse unter anderen Markennamen

http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=/2012/05/03/a0113

Wohlklingende Tochterfirmen

AGRAR Der Konzern Monsanto verkauft Saatgut für Gemüse unter anderen Markennamen. Hobbygärtner ahnen oft nicht, welches Unternehmen hinter ihrem Samentütchen steht

VON SUSANN SCHÄDLICH

BERLIN tazAls Hersteller von Genpflanzen ist er wohlbekannt: der Saatgutkonzern Monsanto. Mit seinen gentechnisch veränderten Pflanzen, etwa dem Mais Mon810, der stetig ein Gift gegen Insekten produziert, bekommt der global operierende Konzern aus den USA in Europa keinen Fuß auf den Boden. Gute Geschäfte macht er trotzdem, und zwar mit Hobbygärtnern, die oft nicht einmal ahnen, dass sie Saatgut des Unternehmens kaufen. Monsanto bedient sich nämlich der Namen aufgekaufter Tochterunternehmen und Vertriebsfirmen, um seine Produkte an den Mann zu bringen.

Monsanto besitzt derzeit 90 Prozent aller weltweit angebauten Genpflanzen und ist damit Marktführer im Bereich gentechnisch veränderter Feldfrüchte – besonders im Anbau der lukrativen “Cash-Crops” Gen-Mais, -Raps und -Soja. Im Hobbybereich vertreibt der Konzern unter den Namen der Tochterfirmen De Ruiter Seeds und Semenis Saatgut etwa für Gurken, Salate und Tomaten. Gentechnisch verändert sind diese nicht, die Herkunft ihres Herstellers verraten die Samentütchen im Baumarkt dem Käufer aber auch nicht. Herauszufinden, hinter welchem Namen Monsanto tatsächlich steckt, ist darum schwierig. Zwar verweisen De Ruiter Seeds und Semenis auf ihren Homepages auf Monsanto. Doch neben Tochterfirmen unterhält Monsanto ein weltweites Netzwerk an Vertriebsgesellschaften und exklusiven Vertriebspartnern. So lässt sich etwa die Verbindung zu der Marke Kiepenkerl über die Kontaktliste von De Ruiter Seeds bis zu Monsanto zurückverfolgen.

“Wir halten uns klar an die gesetzlichen Richtlinien zur Produktinformation”, sagt Ursula Lüttmer-Ouazane, Geschäftsführerin der Monsanto-Deutschland Agrar GmbH. Grund für die Vermarktung unter einem anderen Namen sei, dass es sich um ein aufgekauftes Produkt handele und den Kunden der Namen bereits vor der Übernahme durch Monsanto ein Begriff sei. Genaue Auskünfte darüber, in welchen Größenordnungen der Mutterkonzern am Endprodukt beteiligt ist, macht Monsanto nicht.

Dass das Unternehmen kein Interesse an erhöhter Transparenz hat, ist für Heike Moldenhauer vom Bund für Natur- und Verbraucherschutz klar. “Würde Monsanto draufstehen, wo Monsanto drin ist, wäre dass das Antiverkaufsargument schlechthin”, sagt sie. Für mehr Klarheit müssten in Zukunft Wettbewerbshüter sorgen.

Das Unternehmen hat kein Interesse an mehr Transparenz

Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, 
daß das was wir Wirklichkeit getauft haben, eine
 noch größere ILLUSION ist als die Welt des Traumes.

(Salvador Dali)

 

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http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/rothamsted-contra-take-the-flour-back-streit-um-gen-weizen-a-833206.html

15.05.2012

Gentechnisch veränderter Weizen

Das Korn des Anstoßes

Von Nina Weber

n Großbritannien läuft ein Freilandversuch mit gentechnisch verändertem Weizen. Eine Protestgruppe hat angekündigt, das Feld zu zerstören, das Datum ist schon bekannt. Die Wissenschaftler bitten um ein offenes Gespräch. Der Fall zeigt das Dilemma der Pflanzen-Gentechnik in Europa.

Am 27. Mai soll Schluss sein mit dem Feldexperiment. Jedenfalls, wenn es nach dem Willen der Gruppe “Take the Flour back” geht. Die Aktivisten protestieren gegen einen Versuch von Rothamsted Research, einer Forschungseinrichtung nördlich von London. Sie haben angedroht, dort einen Freilandversuch zu zerstören.

Die Rothamsted-Wissenschaftler haben acht je sechs mal sechs Meter große Felder mit gentechnisch verändertem Weizen bepflanzt. Das Getreide produziert einen Duftstoff, der Blattläuse vertreibt. So könnten künftig Insektenschutzmittel gespart werden, falls das Konzept aufgeht, meinen die Forscher. “Wir wollen eine nachhaltige Landwirtschaft fördern”, sagt Gudbjorg Inga Aradottir, die am Projekt beteiligt ist. “Die Insekten werden nur vertrieben, nicht getötet.” Die Substanz produzieren Hunderte verschiedener Pflanzen. “Es ist eine absolut ungiftige Angelegenheit.”

Die Protestgruppe sieht das anders. Gentechnik hätte bisher nie dazu geführt, dass weniger Pestizide eingesetzt werden. Es sei sogar zu befürchten, dass man am Ende mehr Pflanzenschutzmittel denn je benötige. Sie meinen, die Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt seien nicht abzuschätzen. Einige ihrer Argumente:

  • Es drohe eine Auskreuzung des Weizens mit Pflanzen jenseits des Versuchsfelds und bei einer späteren Markteinführung eine Vermischung von gentechnisch verändertem und konventionellem Getreide.
  • Tatsächlich ist – als Marker – ein Gen für eine Antibiotikaresistenz in den Weizen eingebaut. Es könnte im Freiland auf Bodenbakterien übertragen werden, so die Befürchtung.
  • Landwirten würden wirtschaftliche Schäden drohen, wenn ihr Getreide mit gentechnisch verändertem Weizen verunreinigt werde, denn die Verbraucher wollen kein Gen-Food.

Kurzum: Die Mehrheit sei gegen gentechnisch veränderte Pflanzen. Und daher sei der Versuch, der ohnehin ein Problem lösen wolle, das gar nicht existiert (da die Weizenerträge in Großbritannien in Ordnung seien), nichts als eine Gefahr. Bevor die Pollen des gentechnisch veränderten Getreides ausfliegen könnten, wollen die Aktivisten daher nicht nur protestieren, sondern in letzter Konsequenz das Feld zerstören.

Feindbild Monsanto

Es stimmt, dass gerade in Europa gentechnisch veränderte Pflanzen von vielen Verbrauchern abgelehnt werden. Vorteile für den Verbraucher sind erst einmal nicht erkennbar – wer merkt schon, ob der Landwirt mehr oder weniger Pestizide versprüht? Dazu kommt das Auftreten des Großkonzerns Monsanto, das den gesamten Forschungszweig überschattet.

Eine Auswirkung zeigte sich vor kurzem: BASF verlagerte seine Forschung zur Pflanzen-Biotechnologie von Deutschland in die USA – weil die Akzeptanz in weiten Teilen Europas fehle.

Die Stimmung spiegelt sich beim aktuellen Vorfall in Großbritannien wider: Denn im Grunde ist es kurios, dass die Gegner des Versuchs anmahnen, der gentechnisch veränderte Weizen sei nicht gut genug erforscht – und dann ein Experiment zerstören wollen, mit dem eben genau dies geändert werden soll. Unterm Strich scheint es den Aktivisten weniger um die bessere Erforschung des Weizens zu gehen, vielmehr sehen sie den Freilandversuch als eine Art Büchse der Pandora. Und ist die erst einmal geöffnet, ist alles zu spät.

Zumindest ein Feindbild der Gentechnikgegner scheint Rothamsted dabei so gar nicht zu bedienen: Es handelt sich nicht um einen Großkonzern, sondern um eine öffentliche Einrichtung. “Wir werden von der Öffentlichkeit finanziert. Wir machen das nicht, um später an einem Patent zu verdienen”, sagt Aradottir. Aber das will Take the Flour back nicht glauben.

Die beteiligten Forscher reagierten auf die Ankündigung – mit Briefen an die Aktivisten und einem Video. Sie schlagen darin ein Gespräch vor. Und bitten, ihre Forschung nicht zu zerstören. Inzwischen gibt es auch eine Online-Petition mit mehreren tausend Unterzeichnern.

Warten auf den 27. Mai

Aradottir weist darauf hin, dass das Versuchsergebnis offen ist. Die Forscher hoffen, dass der Weizen im Testfeld den gewünschten Effekt zeigt, der in früheren Laborexperimenten auftrat, sowie nützliche Insekten wie Marienkäfer nicht beeinträchtigt. Doch das ist nicht garantiert. Deshalb muss das Experiment weiterlaufen.

Die Umwelt sei durch das Experiment keineswegs in Gefahr. Ein Sicherheitsbereich um den Weizen hält die Pollen auf. Auskreuzung unter diesen Bedingungen nicht möglich, versichert sie. Auch andere Befürchtungen könnten die Forscher ausräumen, sagt sie. Aradottir hofft, dass sich die Gruppe von ihrer Aktion abbringen lässt.

Doch es scheint eher – nach einem weiteren Briefwechsel – die Ruhe vor dem Sturm eingekehrt zu sein.

In einer Mail bestätigt Take the Flour back: “Wenn der Feldversuch mit gentechnisch verändertem Weizen nicht sofort eingestellt wird, wird der Aktionstag am 27. Mai stattfinden.” Ob die Forscher irgendwelche Argumente vorbringen könnten, die sie vom Gegenteil überzeugen? Fehlanzeige.

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http://www.rostock-heute.de/universitaet-rostock-gentechnik-kritik-joerg-bergstedt/45108

Uni Rostock erteilt Gentechnik-Gegner keine Redeerlaubnis

Universität Rostock sagt Vortrag von Ökoaktivist Jörg Bergstedt in den Räumen des Campus Ulmenstraße kurzfristig ab

15. Mai 2012,

Ein Déjà-vu musste gestern die Grüne Hochschulgruppe (GHG) erleben. Bereits vor zwei Jahren hatte sie zu einem Vortrag des Agrogentechnik-Kritikers Jörg Bergstedt eingeladen. Nun sollte er wieder zum Thema „Monsanto auf Deutsch: Seilschaften in der Gentechnik“ sprechen.

Wieder in einem Raum auf dem Universitätscampus in der Ulmenstraße und wieder wurde die Veranstaltung von der Universitätsleitung abgesagt. Allerdings erst wenige Stunden vorher, obwohl der Termin den unteren Ebenen der Universität schon seit drei Wochen bekannt gewesen sein soll, sagt Jan Delph von der GHG.

Hatten die Ereignisse vor zwei Jahren noch für Protest sowohl bei den Gentechnik-Gegnern, die der Universität Zensur vorwarfen, als auch bei den Befürwortern, die durch Zwischenrufe während des Vortrags auffielen, gesorgt, blieb er diesmal aus. Gut ein Dutzend Zuhörer fanden sich schließlich im Haus Böll ein, wohin die Veranstaltung ausweichen konnte.

Zur Begründung der Absage teilt die Universitätsleitung mit, dass die Veranstaltung „nicht den Voraussetzungen für eine Raumvergabe an der Universität entspricht. Einem wissenschaftlichen Diskurs, der auch andere Meinungen zulässt, stehen die Räumlichkeiten der Universität jederzeit offen. In diesem Fall war allerdings zu befürchten, dass die Veranstaltung rein propagandistischen Zwecken dienen soll. Dafür Bühne zu sein, ist nicht Aufgabe einer Universität.“

„Es ist tatsächlich eine Tendenzveranstaltung“, gibt der Student Jan Delph zu: „Aber es wirft ein schlechtes Licht auf die Uni.“

Die Gerüchte über Gewalttätigkeiten gegenüber Uni-Mitarbeitern möchte der Referent Jörg Bergstedt jedoch nicht im Raum stehen lassen. „Es liegt wohl eher daran, dass der Vortrag einen sehr detaillierten Blick in den Kochtopf der Gentechnikseilschaften in Deutschland wirft und auch die Universität Rostock dabei eine relevante Rolle spielt“, so der Ökoaktivist zu Beginn seines gut zweistündigen Vortrages.

Viel Neues hatte er nicht zu berichten. Noch immer sei „alles mit allem verbunden“, der Anbau der Versuchsfelder, die Genehmigung und Kontrolle, die Geldvergabe und Lobbyarbeit. „Manchmal auch in einer einzigen Person, der kurze Weg von Synapse zu Synapse.“ Davon gebe es nicht allzu viele, aber eine sei die in Rostock tätige Inge Broer, so Bergstedt, der für das Herausreißen genmanipulierter Gerste eine sechsmonatige Haftstrafe verbüßte.

Die vielfältigen Proteste hätten sich gelohnt, macht der Gentechnik-Gegner deutlich. Seien es im letzten Jahr noch 18 Felder in Deutschland gewesen, schätzt er, dass die Zahl in diesem Jahr deutlich zurückgeht. Nicht zuletzt wegen des „Totalausfalls der Agrogentechnischem Freisetzung der Universität Rostock“.

Für den 9. Juni ist ein weiterer Vortrag zum Thema Gentechnik geplant. Unterstützt vom Allgemeinen Studierendenausschuss soll dann die Gentechnikwissenschaftlerin Professor Susan Bardócz ab 19:30 Uhr im Audimax über das „Sicherheitsrisiko Gentechnik“ referieren.

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http://kurier.at/tv/detail.php?aID=216-0-31579647

Dienstag  |  15.05.

ARTE

Was tun?

Antworten von Vandana Shiva

Reihe, BRD 2010, 10 Min.

Regie: Dirk Wilutzky

14:25

Die Nuklearphysikerin und Aktivistin Vandana Shiva engagiert sich seit den 70er Jahren für den indischen Umweltschutz und den Erhalt der Artenvielfalt. Ihre inspirierende und Mut machende Arbeit basiert auf dem Konzept der Erd-Demokratie. Die Massen-Selbstmorde indischer Bäuerinnen und Bauern, deren Existenz durch das Saat- und Düngermonopol unter anderem der US-Firma Monsanto zerstört wurde, bewegten sie zur Gründung einer Saatgut-Bank auf ihrer Versuchsfarm NAVDANYA (Neun Saaten) im Norden Indiens. Dort bringt sie den Bauern biologischen Landbau bei und befreit sie von der Abhängigkeit von genetisch verändertem Saatgut. Außerdem erforscht sie die ertragstärksten Techniken – mit erstaunlichen Ergebnissen. Ein Film über die unbestreitbaren Vorteile der Diversität im organischen Landbau und eine neue, nachhaltige Idee von Demokratie.

Agroindustrie übt Druck aus

Zivilcourage Burgenland
Einladung!!
Zur Nachbesprechung unserer gelungenen Auftaktveranstaltung
Montag 14.05.2012 um 19Uhr 30
Stadtheuriger
8380 Jennersdorfer Hauptplatz11

Lg Geri

Zivilcourage Burgenland

Sehr geehrtes Team

Ich schicke euch zwei Fotos und einen kurzen Bericht über unser Auftaktveranstaltung am 1. Mai in Jennersdorf.
Wenn ihr jemanden von der Presse kennt bitte weiterleiten;

Lg Gerald Weber

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Werte Bauern, Konsumenten, Mitstreiter!

Nun ist es soweit!
Ihr könnt Eure Stimme für ein “Agro-Gentechnik – Freies Burgenland” unter diesem Link abgeben:
http://zivilcourage.ro/php/pixelpanel_burgenland.php?lg=de&PHPSESSID=fd4f83da883d9cc95de0ac9029a2c8da

Es sind bereits über 1000 Stimmen „herzlichen Dank“
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Also dieser Jörg Bergstedt… :)

http://www.bospace.de/nachrichten/welt/specials/gentechnik-ausstellung-gibt-auf

 
Gentechnik-Ausstellung gibt auf
13. Mai 2012

Üplingen – Die einzige Ausstellung Deutschlands, in der gentechnisch veränderte Pflanzen besichtigt werden konnten, stellt nach vier Jahren ihre Tätigkeit ein. Der Schaugarten Üplingen in Sachsen-Anhalt werde 2012 nichts zeigen, sagte die Leiterin Kerstin Schmidt dem Nachrichtenmagazin “Focus”. Es gebe kaum noch Zulassungen für neue Pflanzen von Firmen.
“Und in der Wissenschaft sind alle Projekte ausgelaufen”, so Schmidt. “Forschung mit Freisetzungen gibt es nicht mehr in Deutschland.” Mit neuen Versuchen sei nicht mehr zu rechnen. Auch Aktionen von Gentechnik-Gegnern haben zum Ende der Ausstellung im Freigelände beigetragen: “Wir hätten den Schaugarten in einen Hochsicherheitstrakt mit Videoüberwachung verwandeln müssen. Das wäre nicht mehr verhältnismäßig gewesen. Es geht schließlich nur um Pflanzen”, sagte Schmidt “Focus”. Im vergangenen Jahr hätten Angreifer Wachleute mit Pfefferspray und Schlagstöcken bedroht.

http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/magdeburg/schaugarten100.html

Üplingen Umstrittener Schaugarten für Genpflanzen bleibt geschlossen

Der umstrittene Schaugarten für gentechnisch veränderte Pflanzen in Üplingen im Landkreis Börde bleibt in diesem Jahr geschlossen. Der Betreiber, die BioTechFarm GmbH, macht dafür die “restriktiven politischen Rahmenbedingungen und kriminelle Feldzerstörungen in Deutschland” verantwortlich.

Gentechnisch veränderte Pflanzen im Freiland präsentiert

Der Schaugarten Üplingen bleibt in diesem Jahr geschlossen.

In dem Schaugarten wurden bisher gentechnisch veränderte Pflanzen wie Mais, Kartoffeln, Tabak, Weizen oder Zuckerrüben angebaut. Der Firma zufolge hat der Garten in den vergangenen Jahren Tausende Besucher angezogen. Wie die Geschäftsführerin Kerstin Schmidt mitteilte, war auch in diesem Jahr wieder geplant, internationale Forschungsprojekte von Universitäten, wissenschaftlichen Einrichtungen und Unternehmen im Freiland zu präsentieren. Allerdings hätten fehlende Zulassungen für gentechnisch veränderte Pflanzen den Spielraum, Neues zu zeigen, so stark eingeschränkt, dass die Entscheidung gefallen sei, den Schaugarten komplett geschlossen zu halten.

Zerstörungen durch Gentechnik-Kritiker

Zudem hätten Gentechnik-Kritiker im vergangenen Jahr Teile der Versuche zerstört und seien gegen Wachpersonal gewalttätig geworden. Geschäftsführerin Schmidt sagte dem Nachrichtenmagazin “Focus”: “Wir hätten den Schaugarten in einen Hochsicherheitstrakt mit Videoüberwachung verwandeln müssen. Das wäre nicht mehr verhältnismäßig gewesen. Es geht schließlich nur um Pflanzen.”

Zuletzt aktualisiert: 13. Mai 2012, 15:42 Uhr

veröffentlicht am: 13. Mai 2012

Agroindustrie übt Druck aus

Runder Tisch Gentechnikfreier Neckar-Odenwald-Kreis befasst sich mit globaler Problematik der Grünen Gentechnik am Beispiel Mexiko.

Buchen. (pm) Der Besuch des Wissenschaftlers Ignacio Chapela, Professor an der Universität Berkeley, USA  und Aldo Conzales, Mitglied des mexikanischen Parlamentes, die zu einem Strategiegespräch in Stuttgart beim Aktionsbündnis Gentechnikfreie Landwirtschaft in Baden-Württemberg eingeladen waren,  war Anlass für Mitglieder des Runden Tisches Gentechnikfreier Neckar-Odenwald-Kreis, sich noch einmal mit der  Unabhängikeit der Wissenschaft und der Einflussnahme der agrochemischen Konzerne zu beschäftigen. Conzales mahnte die massiven Auswirkungen auf die Agrarstruktur mit massiver Landflucht durch die gesteigerten Ativitäten der Agrokonzerne an. Besonders in Mexiko, wo durch die tradtitionelle Landwirtschaft der mexikanischen Kleinbauern ein riesiger Genpool an Maissorten vorhanden ist, ist dieser in großer Gefahr durch die Vermischung und Verunreinigung mit gentechnisch verändertem Mais. Der Erhalt von gentechnisch unverändertem Saatgut und der Stärkung der mexikanischen Bauern und ihrer angepassten traditionellen Landwirtschaft kommt Aldo Conzales große Bedeutung bei, um die massive Landflucht zu stoppen und den Genpool dauerhaft  zu erhalten.

Ignacio Chapela konnte diese Forderung nur untermauern. Er hat 1999 mit einer Studie festgestellt, dass mexikanische Landsorten von Mais bereits massiv gentechnische Veränderungen aufweisen, von denen die Bauern nichts wussten. Nachdem er die Ergebnisse in der Fachzeitschrift “Nature” veröffentlichte, deren strengen Fachleute die Ergebniss für absolut publikationswürdig hielten, distanzierten sich die Herausgeber später von diesem Artikel, was bis dahin in der Geschichte des Magazins noch niemals vorgekommen ist.  Zusätzlich wurde von dem Agrokonzern Monsanto eine diffamierdene Internetkampagne gegen Ignacio Chapela durchgeführt, so dass der Wissenschaftler auch massive Probleme an seiner Universität bekam und nur juristisch seine geplante Berufung als Professor nach langem Streit durchsetzen konnte. In dem Film “Gekaufte Wahrheit” , den der Runde Tisch gentechnikfreier Neckar-Odenwald-Kreis im Janaur in Walldürn zeigte, wurde diese Einflussnahme von Seiten der Industrie auf “unpassende” Forschungsergebnisse bereits dargestellt.  Um den Bauern  mehr Handlungsmöglichkeiten zu geben, setzt der Wissenschaftler nun darauf, einen schnellen und sehr kostengünstigen Test zur Bestimmung von gentechnischen Veränderungen im Saatgut zu entwickeln. Der Erhalt der vielen alten Sorten sei als Genpool absolut notwendig, da moderne Saatgutbanken dieses Erbe nicht erfolgreich erhalten können.

Dass auch hier in Europa noch Probleme mit der Unabhängigkeit von der Industrie bestehen, wurde am Runden Tisch  am Beispiel der europäischen Lebensmittelbehörde EFSA diskutiert, die die Zulassungen für gentechnisch veränderte Sorten erteilt. Erst nach massiven Protest verschiedener unabhängiger Gruppen entschieden sich alle Parteien im EU-Parlament, sich gegen die Nominierung der Kandidatin Mella Frewen als neues Mitglied der EFSA. Diese Kandidatin war fünf Jahre lang Cheflobbyistin für Monsanto in Europa. Weitere Mitglieder der EFSA sind ebenfalls als Industrielobbyisten benannt worden, da sie gleichzeitig für das von der gentechnikindustrie finanzierte Institut ILSI (International Sciences Institute) tätig sind. Die EFSA hat nun eine Selbstkontrolle eingeführt, die unsere EU Abgeordneten kritisch beobachten sollten.

Um Verbraucher besser zu informieren, wie sie sich gentechnikfrei ernähren können, soll in Kürze auf der homepage www.gentechnikfreier-nok.de ein Einkaufsratgeber veröffentlicht werden. Ebenso wird Firmen die Möglichkeit geboten, mit ihrem Logo und einem Link auf ihre Seite auf ihre gentechnisch frei erzeugten Produkte hinzuweisen.  Wir bitten hier um Kontaktaufnahme über die homepage.

Um weitere Aufklärung zu dem Thema Grüne Gentechnik zu bieten, wird der Runde Tisch gentechnikfreier NOK am Mittwoch, d  23. Mai 2012  um  20 Uhr in Mosbach im Lamm einen weiteren Film – “David gegen Monsanto”  zeigen.

http://www.gmwatch.org/latest-listing/1-news-items/13917-gm-farmer-attacks-gm-wheat-trial

GM farmer attacks GM wheat trial

Sunday, 13 May 2012 14:57

NOTE: What makes the following comments by a UK wheat grower so powerful is that they come from a former GM crop trial farmer. Guy Smith is also a member of the biotech industry funded lobby group CropGen.

According to the lobby group, “CropGen makes the case for GM crops”. But even a keen GM supporter like Smith can’t bring himself to make the case for Rothamsted’s GM wheat trial – something he clearly views as not just a massive waste of public money but little short of insane! 

As a wheat grower Smith is, of course, part of the very constituency whose interests Rothamsted claim to be serving.

EXTRACT: …Take the latest Rothamsted work looking at GM insect-resistant wheat… the main question I have is why are we spending a large chunk of our finite R&D budget on a crop no one wants to buy? Even in the USA, GM wheat has stalled because of consumer resistance. Can anyone think of another example of money being spent on the development of a crop that has no market prospects? What’s next, research on apples that taste of herring?… It is as if the R&D committee got drunk before the meeting. 
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‘Marmite’ debate gets us nowhere on GMs
Guy Smith
Farmers Weekly, 13 May 2012 
http://www.fwi.co.uk/Articles/11/05/2012/132852/39Marmite39-debate-gets-us-nowhere-on-GMs.htm

Farmers Weekly opinion writer Guy Smith

If the GM debate had a flavour, it would have to be Marmite.

If you have an opinion on it, it’s love or hate. In the media it’s a right old game of Punch and Judy. 

The news reports usually go something like this. Earnest young BBC science reporter (still fresh from graduating with a degree in drama) thrusts microphone at white-coated bearded man in large greenhouse holding odd-looking plant while explaining it has been genetically modified by nuns to repel red monkey spiders and thus has the potential to double food production in the Third World. Then it’s back to the studio where the anchorman interviews denim-shirted bearded man from an organisation called something like VANK (Volunteer Alliance for Nature’s Kingdom) who explains that the patent for the monkey spider terminator gene is rumoured to be owned by a global corporation who also invented Agent Orange and have been “linked” to the spread of AIDS. And so it goes on to no great conclusion.

The curious thing is that the farming industry tends to get caught up in this hysterical polarity. To the organic brethren, GM is the spawn of the devil, while for the progressives it is a panacea for humanity’s ills. This is quite a contrast to the way we evaluate other emerging technologies such as robotics, where the pros and cons, along with the costs and the benefits, are analysed in a sober manner. But with GM, the ability to think clearly and logically tends to get lost amongst the political rhubarb.

A few years back I agreed to a GM trial on the farm. Then Greenpeace turned up in town. As I sat on the stage of the village hall I was scarcely able to believe my ears as mothers literally cried into microphones worried about their children breathing “genetically-contaminated air” – at least that’s what the letter from Greenpeace had said would happen. The seed company withdrew the trial.

This lack of sober thought tends to infect both sides. Take the latest Rothamsted work looking at GM insect-resistant wheat. It’s costing more than GBP1m, partly because it’s run by a security company rather than by scientists. 

For me as a practical farmer, I spend less than GBP5/acre on insecticide sprays when growing wheat, so the economic benefits are not exactly exciting. But the main question I have is why are we spending a large chunk of our finite R&D budget on a crop no one wants to buy? Even in the USA, GM wheat has stalled because of consumer resistance. Can anyone think of another example of money being spent on the development of a crop that has no market prospects? What’s next, research on apples that taste of herring?

But, let’s be clear, before I get pigeon-holed in a debate where pigeon-holing is the kneejerk reaction, I’m not against Rothamsted researching GM crops, but surely it would be best to start with a crop like silage maize. Weed control in maize is becoming more problematic. We feed GM crops to dairy cows by the boatload in the UK. And yet, for some reason that escapes me, we are looking at GM wheat. It is as if the R&D committee got drunk before the meeting. 

Personally, I try not to get polarised by the GM debate. Come to think of it, I’m actually a bit like that with Marmite. As savoury spreads go it’s alright – but I don’t get all emotional over it. 


Guy Smith comes from a mixed family farm on the north-east Essex coast. The farm is officially recognised as the driest spot in the British Isles. Situated on the coast close to Clacton-on-sea, the business is well diversified with a golf course, shop, fishing lakes and airstrip.

http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Lobbyistin-der-Industrie-soll-bei-EFSA-in-den-Vorstand-835734.html
 
Lobbyistin der Industrie soll in den EFSA-Vorstand
[05.05.2012]

Mella Frewen
Kritiker werfen der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) schon lange zu enge Verstrickungen mit der Wirtschaft vor. Das Pikante: Die EFSA bewertet u.a. Nahrungsmittel und gentechnisch veränderte Sorten auf ihre Sicherheit. Nun dürfte eine aktuelle Personalie für neuen Ärger sorgen.

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, soll die Irin Mella Frewen in die Behörde gewählt werden. Sie ist derzeit Cheflobbyistin der europäischen Lebensmittelindustrie. Bis 2007 hat sie beim US-Saatgutkonzern Monsanto gearbeitet, wo sie für die Regierungsbeziehungen in Europa zuständig war. 2006 hatte die EFSA den Genmais des Unternehmens als unbedenklich bewertet.
Brisant ist das Thema nun, da die EFSA erst vor einer Woche versprochen hatte, ihre Personalrichtlinien zu verschärfen. Hintergrund war der Wechsel der für Gentechnik zuständigen Mitarbeiterin Suzy Renckens zum Konzern Syngenta.

Die Branche habe nicht viel von der Behörde zu befürchten, sagt Nina Holland von der Anti-Lobby-Organisation Corporate European Observatory (CEO). Schon gar nicht, wenn Cheflobbyistin Mella Frewen im Vorstand der EFSA sitzt. „Der Vorstand entscheidet z.B., welche Wissenschaftler in der EFSA die Gutachten über die Risiken von neuen Produkten erstellen. Das ist sehr viel Macht. In so ein Gremium gehören keine Lobbyisten aus der Lebensmittelindustrie“, ärgert sich Holland.

Im Juni wird der Europäische Rat auf Vorschlag der EU-Kommission sieben neue Vorstandsmitglieder für die Lebensmittelbehörde ernennen. Aus Brüssel heißt es, Frewen sei lange genug von Monsanto weg, man verletze die Unabhängigkeitsregeln der Behörde nicht. Im Gegenteil: Die Statuten der EFSA sähen sogar vor, dass vier Vorstandsmitglieder aus der Lebensmittelindustrie kommen sollen. Laut Holland steht es dort jedoch anders geschrieben: Vier Mitglieder sollen einen „Hintergrund in Konsumentenorganisationen oder anderen Bereichen mit einem Interesse an der Nahrungskette“ haben. Das könnten ebenso gut Landwirte oder Mitglieder von Nichtregierungsorganisationen sein, sagt sie. (ad)

Newsletter von Permakultur Austria

Sehr geehrte(r)…

Hier sind wieder Nachrichten und Termine von Permakultur Austria

(Hast du Interessante Termine, Exkursionsvorschläge usw. mit
nachhaltigem Charakter bitte selbst auf  www.oekotermine.at  in z.B.

der Rubrik “Permakultur” eintragen, damit die Aktualität gewährleistet
ist – direkt an uns gesendete Information können wir nur wenn passend,
im Abstand von ca. 3 Wochen aussenden!)

PERMAKULTUR AUSTRA auf Facebook

http://www.facebook.com/pages/Permakultur-Austria/218977796588

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Freitag (Fenstertag) 18. Mai 2012, 18 – 20 Uhr
Reiterhaus-Kultureinrichtung-
Herzogenburg; Rathauplatz 22 (gegenüber Rathaus), 3130 Herzogenburg

Die Firma SDH GmbH – ökologische Gebäudereinigung (Susanne Deimel-Heiderer)
veranstaltet in Zusammenarbeit mit Permakultur Austria einen Vortrag über Öko-Reinigungsmittel:

Reinigen mit ökologischen Reinigungsmittel in Haushalt und Büro
Gesund für Mensch, Tier und Umwelt

Alle Produkte sind (seit 1984 von Franz Reichard) sorgfältig entwickelt worden und
erfüllen sämtliche Anforderungen, welche an umwelttechnisch vertretbare Reinigungsmittel gestellt werden.
Referentin: Marion Reichard – Produzentin von Öko-Reinigungsmittel aus Vorarlberg, www.uni-sapon.com

Details unter: http://permakultur.net/?mdoc_id=1001128
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Freitag, 25. bis Sonntag 27. Mai 2012
Gelände des AKW Zwentendorf/NÖ

Global 2000 veranstaltet das nachhaltige Musikfestival „Tomorrow“.
50 nationale und internationale Musikgruppen erheben dabei ihre Stimme
für ein atomfreies Europa (www.tomorrow-festival.at).
Die Energie- und Umweltagentur unterstützt das Festival und verlost VIP-Tickets.
Wer dabei sein will und in der eNu-energyzone am Festival u.a. mit energy-food
aus dem Solarkocher versorgt werden möchte, kann auf www.enu.at/tomorrow mitmachen und Festival-Pässe gewinnen.
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Freitag 1. bis Sonntag 3. Juni 2012
Stift Ossiach in Kärnten

“10. Konferenz Zivilgesellschaft: RIO +20: Unterwegs zu globaler Verantwortung?”
Wir bitten um ANMELDUNG zur Konferenz auf der Webseite.
www.initiative-zivilgesellschaft.at/konferenz-anmeldung
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Do. 14. Juni 2012 ab 16 Uhr:
Landgut Cobenzl, Am Cobenzl 96a, 1190 Wien

GIVE-away-FEST
Dinge, welche zum Wegschmeißen zu schade sind, da sie funktionstüchtig, sauber und benutzbar sind, werden bei GIVE-away-FESTen verschenkt.
Die Ziele der Wiederverwertung von brach liegenden Dingen und die Ressourcenschonung ergeben sich dabei sehr einfach.
www.permakultur.net/?mdoc_id=1001091
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Mehrere Termine an Samstagen, z.B.: 30. Juni ab 14Uhr
Biohof „Grüner Engel“ in Inzersdorf, Dorfstraße 39 (bei Herzogenburg/NÖ).

Permakultur Inforunde
Gedankenaustausch aller an Permakultur interessierten Menschen

Nähere Infos und Anmeldungen unter www.gruener-engel.at/index.php?menu=3&beitrag=&eid=&sprache=0
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VERKAUF/VERPACHTUNG
Details und weitere Inserate auf: http://permakultur.net/?mdoc_id=1000837

Liegenschaft Aschbuch, Petersdorf I 75, 8350 Fehring
Das Anwesen umfasst zweieinhalb Hektar. Ein halber Hektar Wald, ein knapper Hektar ehemals Acker, jetzt von ungeplantem Jungwald (v.a. Birken) bestanden, Rest wenig bearbeitete Wiese, zum Teil eben, zum Teil eher steil südschauend. Die Flächen sind zusammenhängend und liegen auf einem Rücken etwa 100 Meter über dem Tal. Die Gebäude befinden sich am Ende eines Fahrweges (ab der asphaltieren Straße etwa 400 Meter). Die nächsten Gebäude sind 100 und mehr Meter entfernt.

GESUCHT
Details und weitere Inserate auf: http://permakultur.net/?mdoc_id=1000837

Kleines Sacherl oder Haus mit viel Garten zur Miete gesucht:
Wir sind ein junges, naturverbundenes Paar mit oberösterreichischen Wurzeln und suchen ein kleines Sacherl oder Häuschen zum Mieten im Raum Vorchdorf, Vöklabruck, Gmunden, Mondsee.
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Das neue “Europäische Volksbegehren für den europaweiten Atomausstieg”!

Wir wollen weg von fossilen Energieträgern und Atomkraft, die ein Risiko für unsere
Gesundheit und Umwelt sind, und hin zu Erneuerbaren Energiequellen und
energieeffizienten Maßnahmen.

Was können Sie konkret tun:
Unterschreiben Sie das Europäische Volksbegehren für den europaweiten Atomausstieg
Verbreiten Sie das EU-Volksbegehren unter Ihren Freunden und Bekannten

Weitere Infos:

http://permakultur.net/?mdoc_id=1001126

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Liebe PERMAKULTURDESIGNERINNEN und DESIGNER

Noch besteht Gelegenheit sich für das PLANUNGSSEMINAR zu melden und im Rahmen eines solchen gemeinsam die optimale Lösung für das Projekt der weiteren Gestaltung des Freigeländes des NATIONALPARK-HAUSes des Nationalparks Donauauen in PETRONELL-CARNUNTUM/NÖ zu erarbeiten und gleichzeitig an Hand der Aufgabenstellung ein ausgezeichnetes pädagogisch-praktisches Beispiel abhandeln zu können, multifunktionell im permakulturellem Sinne.

weitere Infos auf  http://permakultur.net/?mdoc_id=1001113
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Liebe Grüße, Gerald Bauer, Wien

Permakultur Austria: www.permakultur.net
Österreichweiter Tauschkreis ohne Jahresgebühr: www.changeit.org

Prosciutto, Monsanto, Eiertanz, Graz, die “Farm Bill”

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Zivilcourage Burgenland

Einladung!!

Zur Nachbesprechung unserer gelungenen Auftaktveranstaltung

Montag 14.05.2012 um 19Uhr 30

Stadtheuriger

8380Jennersdorfer

Hauptplatz11

Lg Geri

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DIESE WEBSEITE WIRD DEMNÄCHST WIEDER AKTUALISIERT!

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“Die Natur braucht keine Gentechnik”

Dienstag, 1. Mai 2012, 18:00 Uhr, Kulturzentrum Jennersdorf

Zivilcourage Burgenland lädt zu einem Informationsabend mit folgenden Vorträgen:
1) Plant for the Planet
2) Klaus Faißner, Journalist
3) Christoph Fischer, Gründer von Zivilcourage, freie Bauern und Bürger AG
Weitere Informationen im Naturladen Jennersdorf bei Ingrid Schenk: Tel. 0664/ 73 24 75 49.

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Bitte um Besuch und Veröffentlichung:

Drei Fachveranstaltungen der Landeshauptstadt Graz zum Thema Agro-Gentechnik:

Am 20.10.2011 beschloss die steirische Landeshauptstadt Graz  EINSTIMMIG  über Initiave und Vorbearbeitung von Manfred Grössler die Evaluierung ihrer GentechnikfreienZone aus 2006. Sie ist damit EU-weites Vorbild, alle Gemeinden und Einzelpersonen werden eingeladen, mitzutun.
Diese Initiative dient dem Schutz von Konsument und heimischem Produzent(Landwirt, Gärtner und Dienstleister) und soll für einen engeren Schulterschluss  sorgen. Je mehr Menschen dies wissen, desto besser wird es uns gelingen den Wert UNSERER Arbeit und UNSERER Produkte darzustellen.
Die nachstehenden Veranstaltungen dienen zur Information und zur Umsetzung des Beschlusses.
Termine und Referenten:

1)      Sa.5.Mai 2012, 12Uhr,  GVOfreies Saatgut und Risiken des GVO-Saatgut
(gemeinsam mit „Urban Gardening“ , Ganztagsprogramm 9h30-17h),
Ort: Lendloft, Lendplatz 40, 8020 Graz
Referent Dr.Josef Hoppichler, Bundesanstalt für Bergbauernfragen des Österr.Ministeriums

2)      Die.22.Mai, 20Uhr, „Gentechnik und Menschenrechte“
Referentin Christiane Lüst/FIAN und Aktion Genklage/Bayern
Ort: Großer Saal der Landesbuchhandlung, Burggasse 11 – 13/2.Stock, 8010 Graz

3)      Mi.13.Juni, 19Uhr, „GVOfreie Lebens-und Futtermittel“
Referenten: Karl Pilstl/Handelshaus Pilstl/Oberösterreich, Florian Faber/ARGE Ohne Gentechnik/Wien, Dr.med Dieter Schmidt/Ärztekammer Kärnten
Ort: Großer Saal der Landesbuchhandlung, Burggasse 11-13/2.Stock, 8010 Graz
 
Informationen und Anmeldung unter info@gentechnik-expertenforum.at und
Telefon 0316/32-39-32 sowie dem Grazer Umweltamt, Fr.DI Dr.Loidl unter 0316/872-0.

Mit besten Grüßen
Manfred Grössler
Dipl.Phyt; Autor
Träger des Internationalen SALUS-Journalistenpreis 2011
www.groessler.cc

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CHEMTRAILS – VORTRAG

Einladung_Chemtrails_Vortrag_20120425_Mail PDF
http://saubererhimmel.wordpress.com/

Vortrag von Werner Altnickel,
ehemaliger Greenpeace-Aktivist aus Deutschland
am 25. April 2012 um 19:30 Uhr im Kulturhaus Liezen
Erfahren sie mehr darüber, wie mit Geo-Engineering/Climate-Engineering unser
Wetter beeinflusst wird. Werden wir bereits seit Jahren mit Chemikalien aus der Luft
besprüht? Mit diesem Vortrag wird uns Werner Altnickel Antworten und weitere
Informationen zum Thema Chemtrails und darüber hinaus geben.
Einlass ab 19:00 Uhr, Eintritt an der ABENDKASSE € 7,00 -
Je € 5,00 für Paare, PensionistInnen, SchülerInnen/Lehrlinge/Studierende
und gegen Voranmeldung in der Stadtbuchhandlung Liezen
oder via SMS unter der Nummer 0699 18117680
oder via E-Mail an Chemtrail-Liezen-2012@hotmail.com

bitte an alle Kontaktpersonen weiterleiten!

Lg
ANNijaTbé

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http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/mahlzeit/1736227/

22.04.2012 · 11:50 Uhr
Auch “glückliche Hühner” werden häufig mit Hilfe von Gentechnik gezüchtet (Bild: dpa)

Der wahre Eiertanz
Wie die Gentechnik die Zucht von Hühnern beeinflusst

Von Udo Pollmer
Discounter-Federvieh, Friede-Freude-Eierkuchen-Hennen und glückliche Hühner für den Biomarkt: Beinahe für jeden Verbraucherwunsch gibt es Spezialzüchtungen.
“Das weiß ein jeder, wer’s auch sei – gesund und stärkend ist das Ei.” Doch seither ging es bergab mit dem Image. Sorgte Loriots frivoler Ehe-Disput um’s Viereinhalb-Minuten-Frühstücksei noch für Schmunzeln, konnte einem beim Cholesterin das Lachen glatt vergehen, ganz zu schweigen von den manchmal beschämenden Haltungsformen. Inzwischen haben sich die Tierschützer der Hühner angenommen und sie wurden vom Gesetzgeber erhört. Die Anforderungen an die Haltung werden sukzessive verschärft.

Der Gesetzgeber orientierte sich dabei am Verbraucher, an seinen Vorstellungen von glücklichen Hühnern. Und die sind geprägt vom Heile-Welt-Marketing für Käfigeier: Da stolzieren auf den Prospekten schmucke Hennen gemessenen Schrittes von Blüte zu Blüte, picken da ein Kräutlein und dort ein Körnchen, pflegen ihr buntes Gefieder, kuscheln sich in warme Nester, und legen hin und wieder ein braunes Ei. Doch was des Menschen Herz erfreut, ist noch lange nicht das Glück der Hennen.

Denn unsere bewährten Legehennen funktionieren in den neuen Haltungsformen nicht so, wie sie sollten. Das hängt vielfach mit der Hackordnung zusammen, die vor allem bei der Auslaufhaltung großer Hühnerherden zu massiven Tierverlusten führt, vor allem dann, wenn das Kupieren der scharfen Schnäbel verboten ist. Deshalb nahmen die Züchter die neuen Gesetze zum Anlass, das Federvieh neu zu erfinden. Sie fingen an, ihnen ihr typisches Sozialverhalten mir nichts dir nichts wegzuzüchten. Und bald werden wohl auch die Schnäbel neu designed. Ziel ist die Friede-Freude-Eierkuchen-Henne.

Die Gentechnik stößt das Tor zu den Verbraucherwünschen weit, weit auf. Denn es ist den Züchtern gelungen, im Erbgut der Hühner 600.000 genetische Marker zu erfassen. Nun werden die Merkmale nach Kundenwunsch kombiniert. Dazu gehören nicht nur die Größe und Zahl der Eier, sondern beispielsweise die Zeit, die ein Huhn im Nest verbringt. Je schneller das Huhn sein Ei gelegt hat, desto weniger Nester braucht man. Für den Discounter werden die Hühnerlinien zudem auf mittlere Eigröße eingestellt. Da ist die Futterverwertung am besten. Das senkt abermals die Kosten.

Bei Hühnern für den Biomarkt gelten besondere Anforderungen. Hier sind zusätzlich “hohes Federvolumen bis Ende der Legeperiode”, modische Farben und optimale “Nestgängigkeit” gefragt, damit der Kunde auch sieht, wie gut es den Tieren geht. Vor allem aber müssen die Hennen im Gegensatz zu konventionellem Federvieh “robust gegen Fütterungs- und Haltungsfehler” sein. So werden mit gentechnikgestützten Züchtungsprogrammen aus gestressten Biohennen endlich wieder glückliche Hühner.

Bei den Hühnern, die die Eier für die Brütereien legen, sind wieder andere Ziele wichtig. Da der Verbraucher diese Tiere nicht zu Gesicht bekommt, konnte man ungeniert ihre Ökobilanz verbessern. So wurden sie – simsalabim – in Zwerghühner verwandelt, die brauchen weniger Platz und vor allem weniger Futter. Nimmt man als Befruchter einen großen Hahn, dann werden – sofern die Zwerglinien das passende Designer-Genom haben – dann werden ihre weiblichen Nachkommen wieder die volle Legehennen-Größe erreichen.

Wer all dem Rumgegackere ums Ei nicht traut, geht auf den Wochenmarkt, um dort direkt vom Bauern zu kaufen. Doch selbst die Tiere, die die Eier für den Marktstand legen, sind für diesen Zweck generierte Hühnerlinien, also gleichermaßen Spezialzüchtungen wie beim Käfig- oder Auslaufhuhn. Ihre Spezialität sind besonders große Eier – weil das die Käufer so von einem Bauernmarkt erwarten. Der Bauer mit den dicksten Eiern erzielt nicht nur die höchsten Preise, sondern hat auch die treuesten Kunden. Mahlzeit!

Literatur:
Schmidt G: Auf dem Weg zu einer ökologischen Tierzucht. Ökologie & Landbau 2003; Nr. 128: 6-10
Dekkers JCM: Commercial application of marker- and gene-assisted selection in livestock: strategies and lessons. Journal of Animal Science 2004; 82: E313-328
Hunton P: Welfare regulations and their effects on breeding and genetics in laying hens. World Poultry 2002; 18: 20-21
Abasht B et al: Review of quantitative trait loci identified in the chicken. Poultry Science 2006; 85: 2079-2096
Dunn N World Poultry 2005
Preisinger R: Kriterien für die wichtigsten Zuchtziele für die ökologische Hühnerzucht aus der Sicht der Industrie. Präsentation anlässlich des Workshops Ökologische Hühnerzucht am 30. April 2003 in Frankfurt/M. Netzwerk Tierzucht im Ökologischen Landbau
Einschlägige Fortbildungsveranstaltungen und Firmenschriften für Legehennenbetriebe zum Beispiel Sasso, Ökolinien SA51 & SA51A

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Vietnam

Vietnam: Mysteriöse Krankheit lässt Hände und Füße aufplatzen – Schon 19 Tote

In der vietnamesischen Provinz Quang Ngai grassiert momentan eine mysteriöse Krankheit. Diese wurde im April 2011 schon einmal registriert.

Bereits 19 Menschen sind daran gestorben und mindestens 171 infiziert. Die Betroffenen haben hohes Fieber und an den Händen und Füßen schmerzhaften Ausschlag. Werden sie nicht schnell behandelt, sterben sie durch multiples Organversagen.

Kinder und junge Menschen sind am häufigsten betroffen. Einmal Händeschütteln reicht schon aus, um sich anzustecken. Die Gesundheitsbehörde vermutet, dass das Pflanzenschutzmittel “Kanup 480 SL” dafür verantwortlich ist. Sand- und Wasserproben wurden genommen. Die Ergebnisse erwartet man in zehn Tagen.
Gesundheit/Krankheiten/Alles
[shortnews.de] · 22.04.2012 · 20:32 Uhr

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News von Josef Feilmeier

Liebe Freunde,

es gibt auch schöne Meldungen. Monsanto wurde in Brasilien verklagt, weil man illegal Lizenzgebühren erhoben hat. Die Farmer gewannen den Prozess in den ersten Instanzen. Monsanto muss jetzt umgerechnet bis zu 6,2 Milliarden € zurückzahlen. Geld das den Farmern zusteht und dem Konzern künftig auch bei uns für das „Kaufen“ von Wissenschaftlern, Politikern, Versuchslandwirten und Funktionären fehlt. Ist doch eine gute Nachricht -  oder? Wer den Text liest, erkennt auch, wie Monsanto vorgeht. Man verspricht Verbesserungen, errechnet den Mehrgewinn und dieser ist an Monsanto abzuführen. Gleichzeitig erklärt Monsanto auch, dass die Wirkung schnell verpuffen wird, wenn man nur auf Gentechnik setzt. Die Böden sind dann aber bereits verseucht und abhängig. Nach diesem Drehbuch gehen auch die anderen Konzerne vor.

Dazu ein Beitrag aus Italien, wie man die Konsumenten im Lebensmittelbereich für dumm verkauft. Der Bericht stammt zwar aus Italien, trifft aber auch auf Deutschland und Österreich zu. Man kann aber den Handelskonzernen nicht einmal einen Vorwurf machen, weil korrupte Politiker die Gesetze so machen, um das zu ermöglichen. Ist ja klar, sie kassieren bei diesem Betrug mit. Und dann verkauft man diese Nahrungsmittel in schönen Packungen, mahlt ein Gütesiegel darauf und schon wird daraus „Qualität“. Solange Politiker und Verbraucher immer noch glauben, dass bestimmte Gütesiegel hohe Qualität bedeuten (Zettelzertifikate, die nur das System kontrollieren und nicht die Art der Erzeugung), haben diese Firmen ein leichtes Spiel. Und die Bauern als Erzeuger ködert man mit kleinen Zuschlägen, die man ihnen vorher am Grundpreis mehrfach abzieht. Die entgangenen Einnahmen versuchen die Bauern dann mit der viel gepriesener Verdoppelung der Tier- und Produktionszahlen wett zu machen, damit man noch abhängiger wird und die Industrie noch mehr Gewinne macht und die Höfe an die Konzerne abgeben. Wäre es nicht doch einmal Zeit, sich daran zu erinnern, wer eigentlich die Macht hat und dann den Mund aufzumachen. Zum „Verkaufen“ braucht man keine Gütesiegel  –  zum „Abliefern“ jedoch schon.

Quelle für den beiliegenden Bericht: Verlag: DIE RHEINPFALZ Publikation: Frankenthaler Zeitung -   Ausgabe: Nr.80  -   Datum: Dienstag, den 03. April 2012  -  Seite: Nr.5  – “Deep-Link”-Referenznummer: ’8838038′

In eigener Sache:

Viele hundert Vorträge seit 2003 in Deutschland, Österreich und der Schweiz haben viel bewegt. Nachdem ich in dieser Woche meinen letzten Vortrag in Sachen Gentechnik gehalten habe, freue ich mich schon auf die neue Herausforderung. Im Auftrag der Internationalen Arbeitsgruppe werde ich künftig eine neue Aufgabe leiten. Die Industrie hat längst auf den breiten Widerstand gegen die Gentechnik reagiert und plant die heimliche Zwangseinführung dieser Technik über verschiedene Gütesiegel und Futtermittel. Das wird ihr aber nicht gelingen, weil wir den Plan durchschaut haben. Ich hoffe auch hier wieder auf viele Mitstreiter, um eine breite Plattform aufzubauen. Wer mitmachen will, melde sich bitte per E-Mail – Wichtig!   Wir brauchen engagierte, ehrenamtliche Unterstützer aus allen Wirtschaftsbereichen, die sich auch den Mund aufmachen trauen.

Viele Grüße

Feilmeier Josef
-          Internationale Arbeitsgruppe Futtermittel und Markt NON-GVO
www.feilmeier.info

MediaInfo_Monsanto_Royalties_GER_2012_04_18 PDF

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Monsanto ‘Poisoned Workers’ Causing Devastating Birth Defects

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=x6D1BIgqdwY

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Nur 4,9 % der Caritas sind eigenfinanziert (Kirche) den größten Brocken zahlt die Allgemeinheit.
Dieser Etikettenschwindel gehört beendet.
LG FG

http://derstandard.at/1334132539489/Oberoesterreich-Gewerkschaft-kritisiert-Loehne-in-Caritas–und-Pfarrkindergaerten

Oberösterreich

Gewerkschaft kritisiert Löhne in Caritas- und Pfarrkindergärten

13. April 2012 15:17

Unter dem gesetzliche Mindestlohn – Caritas weist Vorwürfe zurück: An Schema des öffentlichen Dienstes gekoppelt

Linz – Die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) kritisiert, dass Kindergartenpädagoginnen in oberösterreichischen Caritas- und Pfarrcaritaskindergärten unter dem gesetzlichen Mindestlohn bezahlt werden. Die Besoldung der rund 2.500 Mitarbeiter sei an das Tarifsystem des öffentlichen Dienstes gekoppelt und nicht an jenes der privaten Kindergärten, für die ein anderes gilt, rechtfertigte sich die Caritas.

In den ersten zwölf Berufsjahren liege das Einkommen der Betroffenen um bis zu 50 Euro brutto unter dem verordneten Tarif, so die Gewerkschaft in einer Presseaussendung am Freitag. Dabei sei das Mindestnettoeinkommen von 1.350 bis 1.462 Euro für eine 40-Stunden-Woche ohnehin bescheiden. Edith Bürgler-Scheubmayr, Geschäftsführerin der Caritas für Kinder und Jugendliche, argumentierte ebenfalls via Aussendung, dass das Bezahlungsschema, das sowohl für Kindergartenpädagoginnen in Gemeinde- als auch in kirchlichen Einrichtungen gilt, anders verlaufe: “Ab dem 13. Berufsjahr steigen die Gehälter im Vergleich mit dem Mindestlohntarif viel höher an.” Die Zulagen für Leitungsfunktionen seien zudem deutlich größer.

Gewerkschaft: Caritas “schwarzes Schaf”

GPA-djp-Regionalgeschäftsführer Andreas Stangl findet es “beschämend”, dass gerade katholische Einrichtungen mit hohen moralischen Ansprüchen eine Unterbezahlung zulassen würden. Die Gewerkschaft habe Bischof Ludwig Schwarz schon vor Wochen aufgefordert, dieser Ungerechtigkeit ein Ende zu setzen. “Leider bisher ohne Resultat”. Schwarz verwies darauf, dass die Zuständigkeit für die Kinderbetreuung bei der Caritas liege und dort in guten Händen sei. Das habe er auch der Gewerkschaft in einem Schreiben am 30. März so mitgeteilt.

Bürgler-Scheubmayr wies den Vorwurf, die Kirche wisse die Arbeit der Kindergartenpädagoginnen nicht zu schätzen, vehement zurück. Sie räumte aber ein, dass “die Gehälter in den Kindertageseinrichtungen allgemein und die Einstiegsgehälter im besonderen gering sind”. Das sei von der Caritas auch im Arbeitskreis des Landes Oberösterreich für das neue Dienstrecht immer wieder betont worden. “Ebenso unterstützen wir natürlich auch die Forderung nach einer angemessenen Valorisierung.”

Für die GPA-djp ist die Caritas dennoch ein “schwarzes Schaf”. Andere Kindergartenbetreiber wie die Diakonie oder die Kinderfreunde würden sich an den Mindestlohntarif halten, so Stangl. Die Gewerkschaft will daher die betroffenen Pädagoginnen am 23. April zu einer Betriebs- und Informationsversammlung einladen.(APA,13.4.2012)

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http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/25555.html

13.04.2012 |

Versuch mit Gentechnik-Bäumen in Neuseeland zerstört

In Neuseeland finden Freilandversuche mit Gentechnik-Kiefern statt. Bild: DoRe/ pixelio.de
Auf einer Versuchsanlage in Rotorua (Neuseeland) wurden hunderte von Gentechnik-Kiefern zerstört. Noch hat sich niemand zur Tat bekannt und es bleibt fraglich wie die Täter überhaupt in das mit hohen Sicherheitsvorkehrungen abgeschirmte Areal eindringen konnten. Die Gentechnik-Kiefern wurden im August 2011 von Scion, einem Neuseeländischen königlichen Forschungsinstitut gepflanzt. Ziel des Versuchs war unter anderem die Überprüfung der Herbizidtoleranz. Die Präsidentin von GE Free NZ, Claire Bleakley, bezweifelt, dass die Aktion von einer Person aus ihrer Organisation stammt, kritisierte den Freilandversuch jedoch scharf. Es sei nicht einzusehen, warum so viele Millionen Dollar Steuergelder in ein Forschungsvorhaben gesteckt würden, dessen Produkt keinen Nutzen für die Bevölkerung habe. Sie sieht darin keinen Akt von Vandalismus sondern vielmehr einen radikalen Protest gegen das Forschungsinstitut Scion, welches weiterhin Steuergelder vergeudet. Scion kündigte an, die Sicherheitsverkehrungen noch weiter anzuheben, da sie die Versuche auf alle Fälle fortsetzen wollen.

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http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/25550.html

13.04.2012

Polen kündigt Gentechnik-Verbot an

Protestaktion gegen Gentechnik in Polen; Bild: Greenpeace Polen
Polens Landwirtschaftsminister hat ein offizielles Verbot des Gentechnik-Maises MON810 angekündigt. Die jüngsten Proteste von Imkern und Gentechnik-Kritikern haben Erfolg gezeigt. Ende März sind Tausende in einem bunten und sehr eindrucksvollen Marsch in Warschau gegen Gentechnik auf die Straßen gegangen. Imker haben aus Besorgnis wegen des wachsenden Bienensterbens eimerweise tote Bienen auf die Treppen des Landwirtschaftsministeriums gekippt. Letzte Woche trommelten Gentechnik-Aktivisten von Greenpeace und weiteren NGO’s vor dem Kanzleramt auf die weltweit größte Trommel gegen Gentechnik und überreichten eine von 40.000 Bürgern unterzeichnete Petition gegen Gentechnik. Mit den Aktionen wollen sie die Regierung bekräftigen, den von Landwirtschaftsminister Marek Sawicki eingereichten Vorschlag für eine Verordnung, den Gentechnik-Mais zu verbieten, zu stützen. Der Gentechnik-Mais soll wegen einer möglichen Verunreinigung des polnischen Honigs und der daraus resultierenden wirtschaftlichen Verluste verboten werden. Zwar durfte bisher in Polen kein Gentechnik-Saatgut gehandelt werden, doch wird in den Statistiken der Industrie ein Anbau von 3.000 ha in Polen verzeichnet.

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http://www.agrarheute.com/bayer-kws

17.04.2012
In Arbeit: Herbizidtolerante Zuckerrüben

Monheim – Bayer CropScience und die KWS Saat AG arbeiten gemeinsam an der Entwicklung herbizidtoleranter Zuckerrüben. Ohne den Einsatz von Gentechnik, wie beide Unternehmen betonen.

Die neue Sorte soll den Einsatz von neuen Wirkstoffen auch auf Zuckerrüben ermöglichen, sowie die Aufwandsmenge und -häufigkeit minimieren.
© landpixel.de
Bereits seit 2001 haben die beiden Unternehmen die Forschung über innovative Unkrautregulierung in Zuckerrüben aufgenommen. Konkret werden Sorten entwickelt, die gegenüber Herbiziden der Klasse der ALS-Hemmer tolerant sind. Dabei enthält das Erbgut der neuen Rübenpflanzen eine natürliche Veränderung an einem Enzym, das an der Biosynthese von essenziellen Aminosäuren beteiligt ist. Während der Entwicklung wurden Zuckerrüben mit di eser spontanen Veränderung im Erbgut gezielt ausgewählt und weiter gezüchtet.
Seit Jahren kein neuer Wirkstoff am Markt

Bei dieser Züchtungsmethode handele es sich nicht um ein gentechnisches Verfahren, wie Bayer und KWS unisono betonen. “Dieses System ermöglicht es, künftig neue Wirkstoffe auch in Zuckerrüben einzusetzen und wichtige Unkräuter mit geringen Aufwandmengen und wenigen Anwendungen kontrollieren zu können”, sagte Christophe Dumont, Geschäftsspartenleiter von Bayer CropScience. Der Bedarf dafür sei hoch, da seit Jahren kein neuer Wirkstoff zur Unkrautkontrolle bei Zuckerrüben auf den Markt gekommen sei, so Dumont.
Bis zur Marktreife vergehen noch einige Jahre

Die herbizidtoleranten Sorten sollen weltweit vermarktet werden und den Landwirten in einigen Jahren zur Verfügung stehen. “Die neue Technologie wird die Wettbewerbsfähigkeit der Rübe deutlich verbessern und ermöglicht unseren Kunden, den Zuckerrübenanbau zukünftig noch erfolgreicher zu gestalten “, erläuterte Peter Hofmann, Leiter der Sparte Zuckerrübe bei KWS.

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http://www.dradio.de/dlf/sendungen/umwelt/1732385/
 
17.04.2012 · 11:35 Uhr

“Die Farm Bill ist ein Dinosaurier”
Ökobauern stemmen sich gegen Subventionen für Großbetriebe
Von Miriam Braun
Landwirtschaft in den USA und Öko, das verband bisher kaum jemand miteinander, ganz besonders die US-Politik nicht. Doch die Zeiten ändern sich. Bei der Neuverhandlung der Agrarsubventionen, der sogenannten Farm Bill, machen die Ökobauern Front gegen die Subventionierung der industriellen Massenbetriebe.
Die Reichsten ein Prozent bekommen das größte Stück vom Kuchen. Wall Street Banker und Finanzjongleure? – Nein, ganz kalt. Die Rede ist von amerikanischen Bauern. Die landwirtschaftlichen Großunternehmen konnten im vergangenen Jahr Rekordeinnahmen von 100 Milliarden US-Dollar verbuchen. Trotzdem gab es allein an staatlichen Direktinvestitionen noch mal 25 Milliarden dazu. Das aktuelle US-Agargesetz macht’s möglich. Ben Lilliston vom unabhängigen “Institute for Agriculture and Trade Policy” in Minneapolis in Minnesota:

“Diese Direktzahlungen sind sehr umstritten und werden viel kritisiert. Sie gehen an die großen Farmen, die einfach und immer in riesigem Stil Getreide produzieren, ganz egal, wie hoch die Preise sind und was der Markt an Signalen aussendet.”

Wer in den USA die Massenkulturen Mais, Soja, Weizen Reis oder Baumwolle anbaut, bekommt Gelder – je größer die Anbaufläche, desto mehr. Bei dem Gros der Betriebe wird gentechnisch oder biotechnologisch verändertes Saatgut genutzt. Neben den Direktzahlungen hält das US-Agrargesetz auch Stützungsgelder bereit, falls die Getreidepreise zu stark fallen. Die Subventionierung der industriellen Massenbetriebe ist in den USA historisch gewachsen. Carolyn Dimitri, Ernährungs- und Landwirtschaftswissenschaftlerin an der New York University:

“Ganz am Anfang sollten Preise und Mengen stabilisiert werden, es ging immer darum, das Einkommen der Landwirte abzusichern. Heute sieht das überflüssig aus, denn es geht ihnen ja gut. Die Farm Bill ist ein Dinosaurier, ein komplexes Subventionssystem, das keinen Sinn mehr ergibt – aber wenn man die letzten 80 Jahre betrachtet, macht es Sinn.”

In den vergangenen Jahren gewann jedoch auch die Öko-Bewegung immer mehr an Fahrt. Biobauern und Mischbetriebe, die auf lokalen und nachhaltigen Anbau setzen, vermelden eine wachsende Nachfrage und fühlen sich im Förderreigen benachteiligt. Zu Recht, sagt Ben Lilliston

“Die konventionellen Großbetriebe sind abgesichert gegen Ernteausfälle, gegen Preisschwankungen, sie kriegen ohne Probleme Bankkredite. Wenn man Bio-Farmer ist, sieht das anders aus: Die versichert keiner mal so gegen Ernteausfälle oder Preisschwankungen und sie haben es viel schwerer, einen Kredit zu erhalten.”

Die Spannungen zwischen Großbetrieben und Öko-Farmern wachsen: Die Bio-Bewegung fordert, dass Produkte aus gentechnisch verändertem Saatgut entsprechend gekennzeichnet werden. Und jüngst zogen hunderte Bio-Bauern vor ein New Yorker Gericht: Das gentechnisch veränderte Saatgut der Massenbetriebe lande durch Windverwehungen auf ihren Feldern, kontaminiere ihre Produkte und mache diese unverkäuflich. Auch das Argument, man könne die rasant wachsende Weltbevölkerung nur mit Hilfe der Massenproduktion satt bekommen, bröckelt. Carolyn Dimitri:

“Das Argument ‘Wir müssen mehr und mehr produzieren für die wachsende Weltbevölkerung’ lässt außer Acht, dass die konventionellen Anbaumethoden der industriellen Landwirtschaft unsere Böden und Resourcen zerstören. Wenn wir heute unser Ökosystem ruinieren, können wir morgen – wenn wir noch mehr Menschen sind – gar nichts mehr produzieren.”

US-Landwirtschaftsminister ist der ausgewiesene Gentechnik-Befürworter Tom Vilsack. Seine Stellvertreterin Kathleen Merrigan ist dagegen ausgebildete Öko-Ernährungswissenschaftlerin. Nicht nur personell versucht die Regierung auf einen Mix zu setzen. Bio und konventionell könne nebeneinander existieren. Ben Lilliston:

“Die Obama-Regierung proklamiert immer, dass beides geht. Aber leider sorgt der Status Quo dafür, dass Biobauern kaum in den Markt rein kommen: Die landwirtschaftliche Fläche verteilt sich auf wenige Massenbetriebe und die kontrollieren auf diese Weise auch die Preise für das Land.”

Auch in der EU steht derzeit die Frage nach einer umweltgerechten Landwirtschaft im Zentrum der Reformverhandlungen. Dort geht es jedoch nicht um das “Ob”, sondern in welchem Ausmaß die Agrarsubventionen künftig an den Schutz von Natur und Artenvielfalt gebunden sein sollen. Davon ist die USA trotz des Aufbegehrens der Biobauern noch weit entfernt. Carolyn Dimitri:

“In der EU gibt Subventionen für grüne Betriebe, ökologische Landwirtschaft wird dadurch gefördert. Dort gibt es gezielt Subventionen für Biobauern. In der USA wird das noch dauern, es ist ein politisches Paradox: Es will einfach niemand laut aussprechen, dass ökologischer Anbau nachhaltiger ist als konventionelle Massenbetriebe.”

Zur Verabschiedung eines neues Agrarfördergesetzes könnte es noch in diesem Jahr kommen. Zwar tut sich die Obama-Regierung kurz vor der Wahl schwer mit Entscheidungen, aber alle Beteiligten riskieren, dass die finanziellen Mittel für Agrarsubventionen unter einer neuen Regierung deutlich geringer ausfallen.

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http://www.idea.de/nachrichten/nachrichten-des-tages-detailartikel/artikel/-da4be5c84b.html

Keine Gentechnik auf Kirchenland

Kiel (idea) – Nordelbisches Kirchenland soll für Gentechnik tabu sein. Die Kirchenleitung hat den Kirchenvorständen empfohlen, in künftige Pachtverträge ein entsprechendes Verbot aufzunehmen.


http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-827132.html
 
Monsanto verliert Prozess um Lizenzgebühren in Brasilien
[22.04.2012]

Justicia: Monsanto verliert Prozess in Brasilien
Ausgerechnet im gentechnikfreundlichen Brasilien, einem der Hauptabsatzmärkte für Monsanto, hat der US-Agrarkonzern jetzt einen Prozess verloren. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hat sich eine Gruppe von Landwirten in einer Sammelklage erfolgreich gegen die ihrer Ansicht nach zu hohen Lizenzgebühren für Sojasaatgut gewehrt.

Ein Gericht im südlichsten Bundesstaat Rio Grande do Sul hat ihnen recht gegeben und die Gebühren für die Erntesaison 2003/2004 für unrechtmäßig erklärt, unter anderem, weil die Geschäftspraktiken des Saatgut-Multis Monsanto die Vorschriften des brasilianischen Sortengesetzes verletzen, heißt es im Urteil.

Die 2009 eingereichte Klage soll einen Streitwert von umgerechnet 6,2 Mrd. Euro gehabt haben. Ob Monsanto das Geld zurückzahlen muss, ist allerdings fraglich. Der Konzern hat Einspruch gegen das Urteil eingelegt, so die Zeitung.
Brasilien gilt weltweit als eine der Hochburgen für den Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut. (ad)

http://www.eu-koordination.de/umweltnews/news/landwirtschaft-gentechnik/1419-kein-anbau-von-mon810-in-polen
 
Kein Anbau von MON810 in Polen
Montag, 16. April 2012
Die Regierung in Polen will den Anbau des gentechnisch veränderten Maises MON810 verbieten. Dafür hat Landwirtschaftsminister Marek Sawicki im April die Anwendung der Schutzklausel in die Wege geleitet.
Das Ministerium in Warschau begründet die Maßnahme mit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom September 2011, wonach Honig, der Spuren von MON810-Pollen enthält, in der EU nicht erlaubt ist. Laut Minister Sawicki könnten durch den Anbau von MON810 polnische Imker wirtschaftlich geschädigt werden. Denn wenn der Honig durch Genpollen verunreinigt würde, könne er nicht verkauft werden.

Der Informationsdienst Gentechnik führt das Einlenken der polnischen Regierung auch auf den Widerstand von Imkern und Gentechnikgegnern zurück. In den vergangenen Wochen hatte es in Warschau zahlreiche Protestaktionen gegen den Anbau von Genpflanzen gegeben. Greenpeace Polska kritisierte, dass es in Polen zwar nicht erlaubt sei, mit genmanipuliertem Mais oder Kartoffeln zu handeln, ein Anbauverbot gebe es aber bisher nicht. [mbu]

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http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/25559.html
 
17.04.2012 |

Türkei lehnt Anbau von Gentechnik-Pflanzen ab

Der Anbau von gentechnisch verändertem Mais ist in der Türkei verboten, er wird aber importiert und als Tierfutter verwendet.
Der türkische Landwirtschaftsminister Mehdi Eker hat sich klar gegen gentechnisch veränderte Pflanzen ausgesprochen. Es sei verboten, Gentech-Pflanzen in der Türkei herzustellen, sagte er bei einem Treffen mit Redakteuren der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu. Trotz Druck von internationalen Organisationen hat es in der Vergangenheit keinen Gentechnik-Anbau gegeben. Und dies soll auch zukünftig so bleiben, so Eker. Die Türkei habe außerdem ein Gesetz zur biologischen Sicherheit verabschiedet und ein Komitee eingerichtet, das Import-Produkte kontrolliere und bewerte, ob bestimmte Produkte die Gesundheit gefährden oder sozioökonomische bzw. Umwelt-Probleme mit sich bringen. Türkische Umweltverbände kritisieren die Fütterung von Nutztieren mit gentechnisch veränderten Mais oder Soja und fordern eine Kennzeichnung tierischer Produkte.

http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Vorwurf-Gruenderzentrum-soll-mit-Steuergeld-fuer-Agrarkonzerne-forschen-822981.html
 
Vorwurf: Gründerzentrum soll mit Steuergeld für Agrarkonzerne forschen

[18.04.2012]

AgroBio Technikum
Die staatlich geförderte Forschungsstandort AgroBioTechnikum Groß Lüsewitz (Landkreis Rostock) betreibt Presseberichten zufolge mit Steuergeldern private Forschung für Konzerne wie BASF und Monsanto. Wie die Ostsee-Zeitung berichtet, zweifeln Umweltverbände, Grüne und Steuerzahlerbund am Nutzen des umstrittenen Gentechnikzentrums. Große Konzerne würden hier Grundlagenforschung betreiben und hätten sogar ihre Freisetzungsversuche ins AgroBiotechnikum verlagert, heißt es.
Neben bekannten GVO-Maissorten werde u.a. an der BASF-Kartoffel Amadea geforscht. Experten schätzen, dass die Konzerne dadurch fast 100 Mio. Euro an Entwicklungskosten eingespart haben. Umweltverbände machen dafür u.a. enge personelle Verstrickungen der Professoren mit den Agrarunternehmen verantwortlich.

Auf der Internetseite des AgroBioTechnikum Groß Lüsewitz ist zu lesen, dass die Einrichtung mit Unterstützung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, der Europäischen Union und des Bundesforschungsministeriums errichtet wurde. Es dient seit 2005 als Kompetenz- und Gründerzentrum der Ansiedlung innovativer Unternehmen mit dem Schwerpunkt im Bereich der Grünen Biotechnologie. Für Freilandversuche stehen 260 ha Ackerland zur Verfügung.

In den letzten 11 Jahren soll das Land Mecklenburg-Vorpommern fast 10 Mio. Euro in das Haus investiert haben, schreibt die Zeitung weiter. Der Bund habe 5 Mio. Euro dazugegeben.

Auftrag des Technikums laut dem Verein finab ist:

Umsetzung des strategischen Zieles der Landesregierung zur Sicherung einer erzeugernahen erhöhten Wertschöpfung bei der Produktion von Wirk- und Wertstoffen durch praxiswirksame Anwendung/Umsetzung neuester Ergebnisse der Biotechnologie.
Entwicklung zum Kompetenz- und Innovationszentrum auf dem Gebiet der stofflichen Nutzung landwirtschaftlicher Biomasse (die Pflanze als Bioreaktor) und der Nahrungsgüterwirtschaft durch konsequente Nutzung eigener Erfahrungen aus der Dienstleistungserbringung, der Auftragsforschung und selbständig und öffentlich finanzierter Forschungs- und Entwicklungsprojekte.

In Zusammenarbeit mit den Universitäten soll das Zentrum
vorhandene Entwicklungen im Bereich Grüne Biotechnologie für eine wirtschaftliche Nutzung weiterverfolgen,
neue Entwicklungen anstoßen,
transgene Organismen, die wirtschaftlich interessante Komponenten produzieren, in größerem Maßstab für die Nutzung durch Firmen im Gründerzentrum herstellen,
Verbrauchersicherheit durch eine effektive und unabhängige Begleit- und Sicherheitsforschung schaffen. (ad)

http://www.bio-markt.info/web/Aktuelle_Kurzmeldungen/Politik/Nulltoleranz/15/32/0/12241.html
 
Aufhebung der Nulltoleranz bei GEN-Verunreinigungen in Lebensmitteln nicht zu verantworten!
Quelle: Martin Häusling-Pressemitteilung

“Die EU-Kommission plant, eine Toleranzschwelle von 0,1 Prozent für in der EU nicht zugelassene gentechnisch veränderte Organismen auch in Lebensmitteln zu schaffen. Sie geht damit zum wiederholten Mal vor der Gentechnik-Lobby in die Knie“, erklärt Martin Häusling, agrarpolitischer Sprecher der Grünen/EFA im Europäischen Parlament:

„Eine Aufhebung der Nulltoleranz bei Lebensmitteln wäre ein Frontalangriff auf das Selbstbestimmungsrecht und die Wahlfreiheit der europäischen Verbraucher, von denen die Mehrheit die Gentechnik ablehnt. Eine schleichende gentechnische Verunreinigung von Nahrungsmitteln durch die Hintertür würde die Chance der EU, sich mit gentechnikfreien Produkten auf dem Markt zu platzieren endgültig zunichte machen. Ich bin mir sicher, dass das Europäische Parlament da nicht mitgeht und hier die Zustimmung verweigert! Dieser weitere Kniefall vor der Gentechnik-Lobby wäre im Übrigen ein klarer Verstoß gegen die 2004 von allen FAO-Mitgliedern (187 Staaten) angenommenen Leitlinien zum Recht auf Nahrung, die unter anderem die selbstbestimmte Wahl des Ernährungssystems beinhalten.

Verbraucher, die keine Gentechnik in ihrem Essen wollen, müssen auch zukünftig die größtmögliche Sicherheit haben, dass die von ihnen gekauften Produkte auch tatsächlich frei von gentechnischen
Verunreinigungen sind. Schon die Aufhebung der Nulltoleranz bei gentechnischen Verunreinigungen in Futtermitteln im letzten Jahr war ein Fehler und darüber hinaus absolut unnötig, weil es kaum Verunreinigungen in nennenswertem Umfang gab, wie statistische Daten der EU belegt haben.“

20.04.2012

—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: ARGE DATEN NEWS SERVICE [mailto:info@argedaten.at]
Gesendet: Freitag, 20. April 2012 14:40
Betreff: Mailaussendung Privacy Weekly #12/KW16 20. April 2012

Sehr geehrter Herr X!

Die seit 1. April gültige Vorratsdatenspeicherung ist der
Datenschutz-Aufreger der letzten Tage. Die ARGE DATEN hatte aufgedeckt, dass
das gesamte System datenschutzrechtlich nicht genehmigt ist und auch
ansonsten der Start chaotisch und dilettantisch erfolgte. Ein böses Omen für
den Rechtsstaat, wenn er nicht einmal seine eigenen Datenschutzgesetze
einhalten kann. Wird “operate and violate” zur Regierungsmaxime?

Mittlerweile wurden weitere Details bekannt. Nach Auskunft der RTR sind 142
Telefon- und Internetanbieter speicherpflichtig. Nach Auskunft der
Datenschutzkommission hat jedoch nur die Hälfte die Registrierung der
Vorratsspeicherung beantragt, genehmigt dürfte praktisch noch kein einziger
Fall sein. Die aktuelle Liste der speicherpflichtigen Unternehmen finden Sie
auf http://www.argedaten.at/php/cms_monitor.php?q=ANBIETER-VDS-PFLICHT .

Hier haben wir auch dokumentiert, wer eine Registrierung beantragt hat und
wer nicht.

Cloud Computing, Virtualisierung und Smart Services sind in aller Munde, Sie
finden dazu im Newsletter auch eine Buchbesprechung.

Nach und nach werden auch die Sicherheits- und Haftungsprobleme deutlich,
welche Risiken gehe ich mit diesen Diensten ein? Auf Grund zahlreicher
Anfragen wird die ARGE DATEN am 6. Juni 2012 eine eigene Sicherheitstagung
veranstalten: “Smart Services & Virtualization – Business.Risk.Security”.
Siehe http://seminar.argedaten.at/virtualization

Newsletterbezieher erhalten bis 30. April zusätzlich zu den sonstigen
Ermäßigungen einen Frühbucherrabatt von 5%, es genügt die Angabe NEWSLETTER
als Buchungscode im Bestellformular.

Abgerundet wird dieser Newsletter mit einer erfreulichen
Telefonmarketing-Entscheidung, die auch für Werbemails gilt. Auch zugekaufte
Adressen und Telefonnummern müssen im Einzelfall auf die Zustimmung zu
Werbezusendungen und Werbeanrufen geprüft werden.

Ende Jänner wurde der Entwurf zur EU-Verordnung Datenschutz vorgestellt.
Positiv ist an diesem Entwurf, dass eine Aktualisierung des Datenschutzes
erfolgen soll. Bei genauer Analyse zeigen sich jedoch große Fragezeichen.
Tritt der Entwurf in Kraft, dann müsste die österreichische Rechtsordnung
fundamental umgekrempelt werden. Vorstandsmitglied und Rechtsanwalt MMag.
Krenn unterzieht den Entwurf einer kritischen Würdigung. Aber auch der
Europarat will seine Datenschutzrichtlinien aktualisieren, die ARGE DATEN
berichtet darüber.

Herzliche Grüße
Hans G. Zeger

Inhaltsverzeichnis Newsletter 20. April 2012
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2012/04/20 OGH-Entscheidung gegen Telefonmarketingunternehmungen

http://www.argedaten.at/php/cms_monitor.php?q=PUB-TEXT-ARGEDATEN&s=44753wzp

2012/04/19 Neue Rechtsdurchsetzung nach EU-Datenschutzverordnung

http://www.argedaten.at/php/cms_monitor.php?q=PUB-TEXT-ARGEDATEN&s=15470zsa

2012/04/15 Was kostet die Vorratsdatenspeicherung? – Teil 2

http://www.argedaten.at/php/cms_monitor.php?q=PUB-TEXT-ARGEDATEN&s=31522aia

2012/04/13 Überarbeitung der Datenschutzkonvention des Europarates

http://www.argedaten.at/php/cms_monitor.php?q=PUB-TEXT-ARGEDATEN&s=11034pwa

REZENSION  Cloud Computing & SaaS

http://www.argedaten.at/php/cms_monitor.php?q=PUB-TEXT-ARGEDATEN&s=87674azw

VORSCHAU   Sicherheitstagung 6. Juni 2012 – Smart Services & Virtualization
Anmeldung unter http://seminar.e-monitoring.at/virtualization.html

2012/04/20 OGH-Entscheidung gegen Telefonmarketingunternehmungen
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Eine neue Entscheidung des OGH (3Ob11/12g) bringt für Empfänger
rechtswidriger Telefonmarketinganrufe erfreuliches. Auch bei Verwendung
erworbener Kontaktdaten ist die Einwilligung des Betroffenen im Einzelfall zu
prüfen

Eine im telefonischen Fernmarketing tätiges Unternehmen hatte trotz erfolgter
Verurteilung seine rechtswidrige Praxis telefonischer Direktmarketinganrufe
fortgesetzt. Nach Erhalt einer Beugestrafe argumentierte das Unternehmen vor
Gericht, man habe sich auf die Einholung der Zustimmungserklärungen duch die
Partnerfirma von der die Daten stammten, verlassen. Der OGH erteilte dieser
Argumentation eine klare Absage.

mehr Online –>

http://www.argedaten.at/php/cms_monitor.php?q=PUB-TEXT-ARGEDATEN&s=44753wzp

Archiv –>
ftp://ftp.freenet.at/beh/OGH_3Ob11_12g.pdf

2012/04/19 Neue Rechtsdurchsetzung nach EU-Datenschutzverordnung
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(MMag. Michael Krenn) Nach dem Entwurf zur neuen EU-Datenschutzverordnung
müsste sich die österreichische Rechtsordnung signifikant ändern. Die
Durchsetzung datenschutzrechlicher Ansprüche gegenüber Rechtsträgern des
privaten und öffentlichen Rechts soll neu gestaltet werden.

Die geplanten Neuerungen (Art. 73–79) des Entwurfes werden nicht nur das
zwischenstaatliche Zusammenspiel, sondern auch die österreichische
Rechtsordnung im Bereich Datenschutz verändern.

Der vorliegende Verordnungsentwurf würde einige positive Neuerungen bei der
Frage der Durchsetzung datenschutzrechtlicher Ansprüche in Österreich mit
sich bringen, allerdings auch für gravierende Unsicherheiten und Fragen
sorgen:

Die vorgesehene Parallelstruktur zwischen Beschwerde an die Aufsichtsbehörde
und gerichtlichem Rechtsbehelf sowohl gegenüber Privatpersonen als auch
Hoheitsträgern wirkt unausgegoren und birgt die Gefahr uneinheitlicher
Rechtsprechung.

Verschärft wird dies durch die Möglichkeit, dass parallel Zuständigkeiten der
Gerichte des Aufenthaltsstaates des Betroffenen und der Aufsichtsbehörde der
Niederlassung des Verarbeiters existieren können.

Grundsätzlich positiv zu bewerten ist die Möglichkeit, auch gegenüber
hoheitlichen Datenverarbeitern exekutierbare Entscheidungen vor zivilen
Gerichten erwirken zu können. Dies bedeutet auf alle Fälle einen Fortschritt
zum bisherigen Papierverfahren vor der DSK, welche Datenschutzverletzungen
lediglich feststellte.

Positiv ist die Möglichkeit zu sehen, auch außerhalb der EU ansässige
Datenverarbeiter für rechtswidrige Eingriffe zur Verantwortung ziehen zu
können.

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http://www.argedaten.at/php/cms_monitor.php?q=PUB-TEXT-ARGEDATEN&s=15470zsa

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http://www2.argedaten.at/php/cms_monitor.php?q=PUB-TEXT-ARGEDATEN&s=89676sss

https://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/EU-Datenschutzverordnung

http://ec.europa.eu/justice/data-protection/document/review2012/com_2012_10_en.pdf

http://seminar.argedaten.at/

2012/04/15 Was kostet die Vorratsdatenspeicherung? – Teil 2
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Investitionskostenersatzverordnung kurz vor dem Start der
Vorratsdatenspeicherung erlassen – Was wird geregelt? – Stehen die Kosten
endlich fest?

Zwei Tage vor dem Start der Vorratsdatenspeicherung (VDS) hat die zuständige
Bundesministerin Doris Bures die Investitionskostenersatzverordnung (IKEV) -
welche den Ersatz der Kosten die Kommunikationsdienstanbietern durch die
Speicherung von Vorratsdaten entstehen regelt – erlassen.

Der Erlass der IKEV ändert nichts an dem Chaos der Vorratsdatenspeicherung.
Die Kostenfrage ist nach wie vor ungeklärt, darüberhinaus fehlt weiterhin
eine verbindliche Liste, welche Anbieter überhaupt zur
Vorratsdatenspeicherung verpflichtet sind. Weiters wurde die
Vorratsdatenspeicherung von der überwiegenden Anzahl der speicherpflichtigen
Anbieter nicht rechtzeitig beim Datenverarbeitungsregister gemeldet. Bleibt
zu hoffen, dass zumindest beim Umgang mit den gespeicherten Daten ein höherer
Sorgfaltsmaßstab angelegt wird.

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http://www.argedaten.at/php/cms_monitor.php?q=PUB-TEXT-ARGEDATEN&s=36951thc

http://www.argedaten.at/php/cms_monitor.php?q=PUB-TEXT-ARGEDATEN&s=73776wau

http://www.argedaten.at/php/cms_monitor.php?q=PUB-TEXT-ARGEDATEN&s=73379uai

2012/04/13 Überarbeitung der Datenschutzkonvention des Europarates
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Bei dem „Übereinkommen zum Schutz des Menschen bei der automatischen
Verarbeitung personenbezogener Daten (Konvention Nr. 108)“ kurz
Datenschutzkonvention (DSKonv) oder auch Datenschutzübereinkommen handelt es
sich um den ersten völkerrechtlichen Vertrag Europas zur Sicherstellung eines
einheitlichen Datenschutzniveaus.

Unterzeichnet wurde die Datenschutzkonvention am 28. Jänner 1981 – aus diesem
Grund hat der Europarat den 28. Jänner zum europäischen Datenschutztag
erklärt.

Positive Änderungsvorschläge

Sehr zu begrüßen ist das klare durchgängige Bekenntnis zum Schutz
grundliegender Menschenrechte wie dem Recht auf freie Meinungsäußerung aber
auch dem Recht die Verarbeitung der eigenen personenbezogenen Daten zu
kontrollieren (Preamble – DSKonv).

Gleichzeitig soll die Datenschutzkonvention um Begriffsbestimmungen erweitert
werden bzw. sollen einige Begriffe in der Datenschutzkonvention entsprechend
konkretisiert werden. So soll beispielsweise der Begriff der
„Datenverarbeitung“ zukünftig jede Verwendung von Daten umfassen selbst wenn
diese nicht automationsunterstützt verarbeitet werden(Art 2 lit c DSKonv).

Weiters soll die Datenschutzkonvention auch um die Begriffe (Daten-)Empfänger
sowie Dienstleister erweitert werden (Art 2 lit e und f DSKonv). Die
Abgrenzung zwischen Auftraggeber und Dienstleister ist von großer Bedeutung
für die Beurteilung der rechtlichen Verantwortung einer Datenverarbeitung. In
der Praxis sorgt diese Abgrenzung aber regelmäßig für Unklarheiten da ein
zivilrechtlicher Dienstleister im Normalfall datenschutzrechtlicher
Auftraggeber und damit für die Verarbeitung der Daten verantwortlich ist.
Eine klare gesetzliche Definition ist daher unbedingt notwendig.

Neu hinzukommen soll, dass Auftraggeber jeden Verstoß gegen
Datensicherheitsmaßnahmen, der sich ernsthaft auf den Schutz von
personenbezogenen Daten auswirken könnte, melden müssen (Art 7 Z 2 DSKonv).
Eine ähnliche Bestimmung befindet sich in § 24 Abs 2a DSG 2000.

Zuletzt soll die Datenschutzkonvention die Notwendigkeit einer unabhängigen
Datenschutzaufsichtsbehörde verdeutlichen. Nicht nur dass diese unabhängig
und deren Mitarbeiter weisungsfrei sein sollen, soll durch die
Europaratsmitglieder ebenfalls sichergestellt werden, dass dieser
ausreichende finanzielle, technische und personelle Ressourcen zur Verfügung
stehen (Art 12bis Z 3 und 4 DSKonv). Eine derartige
Datenschutzaufsichtsbehörde kann sich Österreich im Moment nur Wünschen – die
Datenschutzkommission ist schließlich hoffnungslos unterfinanziert und somit
überlastet.

Fazit

Die geplanten Änderungen an der Datenschutzkonvention würden diese im Großen
und Ganzen an die EU-Datenschutzrichtlinie anpassen und damit auf das Niveau
des Rechtsverständnisses von 1995 bringen. Verbesserungen wie diese in der
geplanten EU-Datenschutzverordnung zu finden sind sucht man in der
Datenschutzkonvention aber vergebens. In Summe sind die geplanten Änderungen
jedenfalls zu begrüßen auch wenn hie und da noch Verbesserungsbedarf
besteht.

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http://www.argedaten.at/php/cms_monitor.php?q=PUB-TEXT-ARGEDATEN&s=11034pwa

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http://www2.argedaten.at/php/cms_monitor.php?q=PUB-TEXT-ARGEDATEN&s=89676sss

http://www2.argedaten.at/php/cms_monitor.php?q=PUB-TEXT-ARGEDATEN&s=60983zpj

http://www2.argedaten.at/php/cms_monitor.php?q=PUB-TEXT-ARGEDATEN&s=22607zuu

http://www.coe.int/t/dghl/standardsetting/dataprotection/Modernisation_en.asp

http://www2.argedaten.at/recht/eu.htm

REZENSION Cloud Computing & SaaS
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(Herausgeber: Hans-Peter Fröschle, Stefan Reinheimer) Durch Cloud Computing
versprechen Anbieter weltweiten Support, Datenverfügbarkeit, rund um die Uhr.
Der Benutzer soll sich nicht mehr um Skalierung und Migration kümmern müssen,
er erhält immer den letzten Stand der Softwaretechnik in der von ihm aktuell
benötigten Leistung.

Hans-Peter Fröschle/ Stefan Reinheimer (Hrsg.). „Cloud Computing & SaaS“.
Heidelberg HMD 275, 47. Jahrgang, Oktober 2010. 114 Seiten. 24,70 €. ISBN:
978-3-89864-675-8. Dpunkt Verlag: http://www.dpunkt.de/buecher/3337.html

mehr Online –>

http://www.argedaten.at/php/cms_monitor.php?q=PUB-TEXT-ARGEDATEN&s=87674azw

VORSCHAU   Sicherheitstagung 6. Juni 2012 – Smart Services & Virtualization
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(Business.Risk.Security)Virtualisierung, Cloud Computing, Smart Apps, Smart
Meter, Smart Grid sind die aktuellen Megatrends der Informationsgesellschaft.
Zahllose Angebote, Dienste und Systeme versprechen Effizienzsteigerung und
Kostenreduktion durch mobile, orts- und systemunabhängige IT-Dienste. Die
Tagung der ARGE DATEN analysiert fundiert Sicherheits-Risken, Business-Fallen
und die Datenschutz-Anforderungen. Anmeldung unter

http://seminar.e-monitoring.at/virtualization.html

Tagungsprogramm

Was als “Cloud”-Debatte begann, fordert mittlerweile ein profundes
Verständnis über Verfügbarkeit von Daten, Sicherheit der Geschäftsprozesse
und Verantwortung für Information. “Die Probleme mit Viren, Würmen und
Spyware im heutigen Internet sind nur ein blasser Vorgeschmack auf Cybercrime
und Cyberwar in kritischen Infrastrukturen”, ist das Resümee des
Sicherheitsexperten Franz Lehner.

Themen:
- IT-Virtualisierung – ein Aufmarschfeld für Cyberkriminelle?
- Angriffspotentiale auf kritische Infrastrukturen
- Sicherheit in sozialen Netzwerken – eine Demonstration
- Google+, Google Analytics, Facebook Like It auf Unternehmens-Website
integrieren
- Haftung in virtualisierten Infrastrukturen
- Besserer Datenschutz durch Standards und Regulierungen – Modellfall Smart
Meter?
- Telekommunikationsrecht bringt neue Sicherheitsanforderungen
- Business Continuity in virtualisierten Umgebungen

Podiumsdiskussion: Cyberlaw – Welches Recht benötigen Smart Services?

Ist unser Rechtsrahmen in Zeiten von Smart Services und Virtualisierung noch
zeitgemäß? Datenschutzgesetz, Telekommunikationsgesetz, E-Commerce-Gesetz,
Cybercrime-Bestimmungen, Informationssicherheitsgesetz – zahllose Gesetze
regeln Informationsnutzung, Datenschutz, Datensicherheit, Netzsicherheit und
Kriminalitätsbekämpfung.

Experten und Anwender aus dem Bereich Telekommunikation, Datenschutz,
E-Commerce und Informationssicherheit diskutieren über Cyberspace, Cyberlaw
und Cybercrime der Zukunft.
- Gerald Bäck, Social Media Spezialist, Geschäftsführer egoArchive.com GmbH
- Dr. Wolfgang Feiel, Telekomexperte, Leiter Rechtsabteilung RTR-GmbH
- Dr. Gregor König, Datenschutzexperte, stv. geschäftsführendes Mitglied
Datenschutzkommission
- Dr. Christian Manquet, Cybercrimeexperte, Leiter Strafrechtsabteilung
Justizministerium
- Max Schrems, Facebookaktivist, Gründer Europe vs. Facebook
Moderation: Hans G. Zeger

Zielgruppe:
Dieses Seminar wendet sich an Datenschutzverantwortliche in Unternehmen,
Behörden und Betrieben, an Mitglieder der Geschäftsführung, an Mitarbeiter
der Rechts- und Revisionsabteilungen und an die Leiter der IT- und
Internet-Abteilungen. Das Seminar ist weiters für alle Personen von
besonderem Interesse, die Dienste im Bereich Virtualisierung, Cloud Computing
und Smart Services anbieten.

Termin | Zeit | Ort
6. Juni 2012 von 9:00 – 17:30 Uhr
Registrierung: 8:30 – 9:00 Uhr
Vienna Marriott Hotel, Parkring 12a, 1010 Wien

Kosten | Konditionen
EUR 470,- (inkl. USt. EUR 564,-) – Der Unkostenbeitrag inkludiert
Seminarunterlagen, Pausenbewirtung und Mittagessen.
Mitglieder der Vereinigungen “ARGE DATEN – Österreichische Gesellschaft für
Datenschutz”, “OCG – Österreichische Computergesellschaft” oder der “GDD -
Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit” erhalten 10% Ermäßigung.
Bitte geben Sie die Mitgliedsnummer an.
Partnerrabatt: Ab zwei Teilnehmern erhalten Organisationen 10% Rabatt auf die
gesamte Rechnungssumme (gemeinsame Anmeldung/Rechnung ist erforderlich,
Mitglieder- und Partnerrabatt können gemeinsam genutzt werden).
Anmeldung: http://seminar.e-monitoring.at/virtualization.html

Die Teilnahme am Seminar unterliegt den Bedingungen gemäß

http://seminar.e-monitoring.at/agb_seminar.html

Betreuung:
Für Fragen steht Ihnen unsere Seminarbetreuung, Frau Indra zur Verfügung (+43
1 53 20 944, info@e-monitoring.at). Auf Wunsch ist sie auch bei der
Organisation einer Unterkunft behilflich.

mehr Online –>

http://www.argedaten.at/php/cms_monitor.php?q=PUB-TEXT-ARGEDATEN&s=26771paj

http://seminar.e-monitoring.at/virtualization.html

(2012/04/20-9999/99/99) powered by e-CMS (http://www.e-monitoring.at)

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Buchtipp! Hans G. Zeger, “MENSCH. NUMMER. DATENSATZ”, 2008

http://www2.argedaten.at/php/cms_monitor.php?q=PUB-TEXT-ARGEDATEN&s=90054ciu

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Informationsdienst: https://secure.argedaten.at/AD_info_anfordern.html
Antrag Mitgliedschaft: https://secure.argedaten.at/AD_mitgliedsantrag.html
Info abbestellen: https://secure.argedaten.at/AD_loeschung_mail.html
Mailadresse ändern: https://secure.argedaten.at/AD_wartung_mail.html
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ARGE DATEN – Österreichische Gesellschaft für Datenschutz
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http://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/unternehmen-basf-chef-bock-warnt-vor-deutscher-wachstumsskepis_aid_740545.html

UnternehmenBASF-Chef Bock warnt vor deutscher Wachstumsskepis
Freitag, 20.04.2012, 16:30

Die Wachstumsskepsis der Deutschen entwickelt sich nach Einschätzung des Chefs des Chemiekonzerns BASF zu einem Problem.

„Ohne Wachstum werden in Europa und in Deutschland die Verteilungskonflikte zunehmen“, sagte Kurt Bock der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Samstagausgabe). „Wachstum kommt in entwickelten Ländern fast ausschließlich aus Innovationen. Wenn wir Wachstum verhindern, verbieten wir den Menschen zu denken“, so Bock weiter. Nur die Wirtschaft schaffe Wohlstand und Wachstum. Dafür müssten die Rahmenbedingungen stimmen, was aber nicht immer der Fall sei.

Als Beispiel nennt Bock die Debatte um die grüne Gentechnik, in der BASF die Forschung nun nach Amerika verlagert. Aber auch auf anderen Gebieten schauten die Deutschen manchmal wie von einem Feldherrnhügel aus auf den Rest der Welt. „Wir sollten stattdessen versuchen, von den anderen zu lernen“, empfiehlt Bock.

Die BASF selbst setzt auch im laufenden Jahr auf einen steigenden Umsatz und ein höheres Ergebnis. Aus heutiger Sicht gebe es keinen Grund, diese Ziele infrage zu stellen. Die Dynamik in Asien bleibe zwar hinter dem Vorjahresniveau zurück, aber China bleibe ein Wachstumsmarkt. „Die Chinesen haben ihre Wachstumserwartungen bisher immer übererfüllt“, sagte Bock. Er geht auch davon aus, dass in China die Politik der Öffnung weitergehen wird, und dass es mehr Partizipation geben wird, gerade über das Internet.

Unternehmen: BASF-Chef Bock warnt vor deutscher Wachstumsskepis – weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/unternehmen-basf-chef-bock-warnt-vor-deutscher-wachstumsskepis_aid_740545.html

http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1304154
 
Wirtschaft: Monsanto hat Ärger
München – Niederlage für den umstrittenen US-Agrarkonzern Monsanto: Ausgerechnet in Brasilien sieht sich das Gentechnik-Unternehmen mit einer Milliardenklage konfrontiert. Das südamerikanische Land gilt als eine der Hochburgen für den Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut in der Landwirtschaft. Brasilien ist einer der Hauptabsatzmärkte für Monsanto. Doch eine Gruppe von Landwirten hat sich in einer Sammelklage zunächst erfolgreich gegen die ihrer Ansicht nach zu hohen Lizenzgebühren für Sojasaatgut gewehrt. Ein Gericht im südlichsten Bundesstaat Rio Grande do Sul hat ihnen nun recht gegeben und die Gebühren für die Erntesaison 2003/2004 für unrechtmäßig erklärt, ‘unter anderem, weil die Geschäftspraktiken des Saatgut-Multis Monsanto die Vorschriften des brasilianischen Sortengesetzes verletzen’, sagte der Agrar-Analyst Daniel Coelho Barbosa. Die 2009 eingereichte Klage hatte nach seinen Angaben einen Streitwert von umgerechnet 6,2 Milliarden Euro. Ob Monsanto das Geld zurückzahlen muss, ist allerdings fraglich. Der Konzern hat Einspruch gegen das Urteil eingelegt. slb

http://www.transgen.de/aktuell/1669.doku.html
 
EU will “technische Null” für nicht zugelassene gentechnisch veränderte Pflanzen auch bei Lebensmitteln einführen

(21.04.2012) Die EU-Kommission plant die strikte Nulltoleranz-Politik für nicht in der EU zugelassene gentechnisch veränderte Pflanzen zu lockern. Wie schon bei Futtermitteln sollen nun auch bei Lebensmitteln solche Beimischungen in geringfügigen Mengen toleriert werden, solange sie unterhalb der technischen Nachweisgrenze von 0,1 Prozent bleiben und als unbedenklich anzusehen sind. Das unterschiedliche Anwendungstempo bei der Grünen Gentechnik in Europa einerseits und Nord- und Südamerika andererseits stellt den atlantischen Agrarhandel zunehmend vor Probleme.

EU-Verbraucherschutzkommissar John Dalli will bei der Nulltoleranz gleiche Regelungen für Lebens- und Futtermittel.

Futtermittel: Seit 2011 führt der Nachweis von nicht zugelassenen gv-Pflanzen nicht mehr automatisch zu einem Importverbot, wenn der GVO-Anteil unter der technischen Nachweisgrenze von 0,1 Prozent bleibt.

Lebensmittel: Bisher gilt noch die Nulltoleranz.

Bei der landwirtschaftlichen Nutzung der Grünen Gentechnik driften Europa und die beiden Amerikas immer weiter auseinander. Während in Europa – bis auf Spanien – praktisch keine gentechnisch veränderten (gv-) Pflanzen angebaut werden, nehmen in Nord- und Südamerika nicht nur die damit bewirtschafteten Flächen zu, sondern auch die Zahl der zugelassenen gv-Pflanzenlinien (Events). Es wird daher immer schwieriger und aufwändiger, die für Europa bestimmten Soja- und Maislieferungen absolut frei von Beimischungen solcher gv-Pflanzen zu halten.

Dennoch wollte Europa zumindest bei Lebensmitteln bisher nicht vom Grundsatz der “Nulltoleranz” abweichen: Jeder Nachweis einer nicht zugelassenen gv-Pflanze führt automatisch zu einem Einfuhrverbot der betreffenden Agrarlieferungen – auch dann, wenn der gemessene GVO-Anteil unterhalb der technischen Nachweisgrenze von 0,1 Prozent bleibt. Bis zu diesem Wert sind zuverlässige und vor allem reproduzierbare Messergebnisse aus technischen Gründen (PCR-Verfahren) nicht möglich.

Beides – die Zunahme des Anbaus von gv-Pflanzen in den Erzeugerländern und die Problematik zufälliger Analysewerte im Spurenbereich – haben den atlantischen Agrarhandel zu einem unsicheren Geschäft gemacht.

Schon im letzten Jahr hatte die EU-Kommission einen ersten Vorschlag für eine “technische Lösung” gemacht, dem die EU-Mitgliedsstaaten nach einigen Diskussionen mehrheitlich zustimmten. Danach dürfen Agrarlieferungen auch dann in die EU eingeführt werden, wenn darin Spuren von in der EU nicht zugelassenen gv-Pflanzen gefunden wurden, sofern der Anteil unterhalb der technischen Nachweisgrenze von 0,1 Prozent bleibt. Außerdem muss für die betreffende gv-Pflanze in der EU ein Zulassungsantrag eingereicht und ein anerkanntes Nachweisverfahren vorhanden sein. In mindestens einem Erzeugerland muss die gv-Pflanze zugelassen und als sicher bewertet worden sein.

Bisher ist diese Regelung auf Futtermittel beschränkt. Künftig, so plant es die EU-Kommission, soll sie auch für Lebensmittel gelten. Vor allem die Ölmühlen hatten sich dafür eingesetzt, da sie die bei ihnen eintreffenden Sojalieferungen sowohl zu Futtermitteln als auch zu Lebensmittelgrundstoffen verarbeiten. Daher seien unterschiedliche Regelungen nicht praktikabel.

Noch ist offen, ob die EU-Kommission für ihren neuen Vorschlag die notwendige Mehrheit der Mitgliedsstaaten bekommt. Gentechnik-kritische Gruppen lehnen jede Aufweichung der Nulltoleranz ab und setzen ihre Regierungen unter Druck. Folgen die Länder mehrheitlich der Kommission, könnte nach einem Bericht von agrarheute die neue Regelung noch vor der Sommerpause in Kraft treten.

Doch ob damit die Probleme gelöst sind, die sich im Agrarhandel zwischen Europa und den Amerikas aus dem unterschiedlichen Umgang mit der Grünen Gentechnik ergeben, erscheint fraglich. Denn die Schere dürfte in nächster Zeit noch größer werden.

In den USA sind 90 verschiedene gv-Pflanzen für den Anbau zugelassen, in Kanada 69 und in Brasilien 28. Die EU hat derzeit für 40 gv-Pflanzen eine Genehmigung als Lebens- und Futtermittel erteilt. 54 weitere Anträge warten bei der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Bei 11 weiteren ist zwar die Sicherheitsbewertung abgeschlossen, die politischen Entscheidungen liegen aber schon seit langem auf Eis. Heute dauert eine Zulassung in der EU im Schnitt drei Jahre, in den USA wird das Verfahren weiter gestrafft und soll künftig weniger als ein Jahr betragen.

http://www.bild.de/ratgeber/gesund-fit/gluehbirnenverbot/energiesparlampen-geben-schaedlich-daempfe-ab-17470720.bild.html

Nach dem EU-weiten Verbot von Glühbirnen (75 und 100 Watt) kommt jetzt heraus: Eingeschaltete Energiesparlampen können giftige Stoffe abgeben. Das berichtet das NDR-Magazin „Markt“.

Demnach setzten die Lampen Dämpfe frei, die im Verdacht stehen, krebserregend zu sein. Bei Labortests wurden Energiesparlampen unterschiedlicher Hersteller untersucht. Alle Lampen enthielten deutlich messbare Mengen an Phenol und andere giftige Stoffe. Laut Sachverständigen könnten diese Stoffe die Raumluft belasten.

Bisher war nur bekannt, dass die Lampen gefährliches Quecksilber enthalten, das jedoch nur beim Bruch der Lampen freigesetzt wird.

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http://www.3sat.de/page/?source=/nano/umwelt/154365/index.html

Zumindest im Labor können Energiesparlampen giftige Stoffe freisetzen

Phenole aus der Lampe
Krebserzeugende Stoffe in Energiesparleuchten
Manche Energiesparlampen können im Betrieb giftige Substanzen abgeben. “Es sind Stoffe darunter, die im Tierversuch krebserzeugend sind”, so Sachverständiger Peter Braun.
Phenol rieche sehr intensiv. “Es wird als sehr unangenehm wahrgenommen und kann bei vielen Menschen das Sick-Building-Syndrom herbeiführen”, so Braun. Außerdem hat er in den Energiesparlampen Styrol und Tetrahydrofuran entdeckt. “In Produkten, die in Innenräumen angewendet werden, wie das bei Energiesparlampen der Fall ist, sollten solche Substanzen nicht enthalten sein. Bei krebserregenden Substanzen gibt es keine Konzentration, die gesundheitlich völlig unbedenklich ist. Auch geringste Mengen dieser Substanzen erhöhen das Risiko an Krebs zu erkranken.”
Umweltbundesamt: “Konzentrationen sehr gering”

Das Umweltbundesamt gab eine erste Einschätzung der Untersuchungsergebnisse ab: Tatsächlich seien in den getesteten Energiesparlampen Stoffe aufgetaucht, “bei denen ein krebserregendes Potential nicht ausgeschlossen werden kann”. Das seien die Substanzen Phenol, Naphtalin und Styrol. Darüber hinaus fänden sich in den Lampen nachweislich Aromate, die reizend auf Schleim- und Bindehäute wirkten. Doch “Die Konzentrationen von flüchtigen organischen Verbindungen aus Energiesparlampen, die wir in Innenräumen erwarten, sind sehr gering. Sie lassen keine gesundheitlichen Wirkungen befürchten”, hieß es in einer Stellungnahme.

Das Labor habe neue Energiesparlampen in einer kleinen Prüfkammer drei Tage brennen lassen. Emissionen seien dabei zu erwarten gewesen. Das Labor habe aber nur die Konzentration in der Prüfkammer angegeben, nicht die Konzentration in einem realen Wohnraum. “Die hier gemessenen niedrigen Konzentrationen sind in einem realen Wohn- oder Arbeitsraum vermutlich vernachlässigbar gering. Von den Konzentrationen gehen also keine gesundheitlichen Gefahren aus”, stellte das Umweltbundesamt fest.
“Man sollte darauf achten, dass man diese Lampen nicht im unmittelbaren Atembereich verwendet”, meint Braun. “Schreibtisch- oder Nachttischlampen sollten meiner Meinung nach nicht mit Energiesparlampen bestückt werden, die solche Emissionen aufweisen.”
Ein Hersteller hat bereits reagiert, und angekündigt, “den Einbringungsweg der genannten Stoffe zurückzuverfolgen”. Sie könnten möglicherweise von Klebstoffen und Einzelkomponenten der Lampen herrühren. Ikea arbeite nach eigenem Bekunden an einem Richtwert für Grenzwerte. Die Firma Müller-Licht sagt, sie könne gesundheitsschädigende Wirkungen für den Verbraucher ausschließen. Philipps setzt auf “hohe Produktionsstandards”; auch seien Phenole in niedrigen Mengen “grundsätzlich unproblematisch”. Osram hält die Verbindungen für “hygienisch unbedenklich”.
Zuvor hatten schon Berichte über in Energiesparlampen enthaltenes Quecksilber die Verbraucher verunsichert. Dies wird aber nur freigesetzt, wenn Lampen zerbrechen.
Seit September 2009 werden EU-weit in den Ladenregalen die herkömmlichen Glühbirnen schrittweise durch Energiesparlampen ersetzt. Bis 2012 sollen die alten Birnen komplett vom europäischen Markt verschwunden und durch die energiesparenden Nachfolger ersetzt sein.
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http://www.welt.de/wissenschaft/article13218233/Auf-Energiesparlampen-faellt-ein-dunkler-Schatten.html

Der Verdruss über die EU bekommt neue Nahrung. Die Energiesparlampe, deren Gebrauch die Staatengemeinschaft den Europäern in kurzem Prozess zwangsverordnet hat, steht seit zwei Tagen im Verdacht, in eingeschaltetem Zustand krebserregende Stoffe auszudünsten. Betroffen sind Produkte fünf namhafter Hersteller. Dies ergab jetzt eine Studie, die ein Berliner Labor im Auftrag des Norddeutschen Rundfunks (NDR) erstellt hat.

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http://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/energiesparlampen-sondern-krebserregende-stoffe-ab

Energiesparlampen sondern nicht nur hässliches Quecksilber-Licht, Flimmerfrequenzen und Elektrosmog ab, sondern darüberhinaus auch noch krebserregende Stoffe wie Phenol und andere.

Dass Energiesparlampen das hochgiftige Quecksilber enthalten, sollte bereits bekannt sein. Dass Energiesparlampen darüber hinaus während ihres Betriebes auch noch giftige Stoffe in den Raum abgeben die krebserregend sind, bestätigen das NDR-Verbraucher- und Wirtschaftsmagazin “Markt“ und der vereidigte Sachverständige für Innenraumschadstoffe Peter Braun.

Welt:

Das Magazin hatte in einer Stichprobe Energiesparlampen unterschiedlicher Hersteller in einem zertifizierten Labor untersuchen lassen. Alle Lampen enthielten demnach deutlich messbare Mengen an Phenol sowie weitere giftige Stoffe.

“Besonders bedenklich ist, dass alle untersuchten Lampen im Betrieb krebserzeugende Substanzen ausgasen, und das gilt ausgerechnet für die Stoffe, die wir in den höchsten Konzentrationen gefunden haben“, sagte Braun.

Quelle: www.welt.de

Zivilcourage Burgenland, Krone-Artikel, fiktive Verhandlung

Bitte weiterleiten!!

Liebe Kunden des Naturladens!

Es ist soweit, die Initiative “Agro-Gentechnik Freies Burgenland” hat sich formiert!
Wenn sie Ihren Beitrag zu einer Gentechnik freien Umwelt leisten wollen, sind Sie aufgefordert dem Team beizutreten !

Besuchen Sie die Startveranstaltung am 1.Mai 2012  in Jennersdorf (Info folgt)!

Das nächste Treffen finden Sie hier, anschließend im Anhang
Zeigen Sie Zivilcourage!

Liebe Grüße Roberto Schandor, Naturladen Fürstenfeld

Einladung

Zivilcourage Burgenland – nächstes Treffen:

Montag 16.04.2012 um 19 Uhr 30
Ort: Stadtheuriger, Hauptplatz 11, 8380 Jennersdorf

Infos: Naturladen Schenk, Jennersdorf 03329/48120
Info: Die Startveranstaltung “Agro-Gentechnik Freies Burgenland!”  findet am 1.Mai 2012 in Jennersdorf statt.

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“Die Natur braucht keine Gentechnik”

Dienstag, 1. Mai 2012, 18:00 Uhr, Kulturzentrum Jennersdorf

Zivilcourage Burgenland lädt zu einem Informationsabend mit folgenden Vorträgen:
1) Plant for the Planet
2) Klaus Faißner, Journalist
3) Christoph Fischer, Gründer von Zivilcourage, freie Bauern und Bürger AG
Weitere Informationen im Naturladen Jennersdorf bei Ingrid Schenk: Tel. 0664/ 73 24 75 49.

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CHEMTRAILS – VORTRAG

Einladung_Chemtrails_Vortrag_20120425_Mail PDF
http://saubererhimmel.wordpress.com/
 
Vortrag von Werner Altnickel,
ehemaliger Greenpeace-Aktivist aus Deutschland
am 25. April 2012 um 19:30 Uhr im Kulturhaus Liezen
Erfahren sie mehr darüber, wie mit Geo-Engineering/Climate-Engineering unser
Wetter beeinflusst wird. Werden wir bereits seit Jahren mit Chemikalien aus der Luft
besprüht? Mit diesem Vortrag wird uns Werner Altnickel Antworten und weitere
Informationen zum Thema Chemtrails und darüber hinaus geben.
Einlass ab 19:00 Uhr, Eintritt an der ABENDKASSE € 7,00 -
Je € 5,00 für Paare, PensionistInnen, SchülerInnen/Lehrlinge/Studierende
und gegen Voranmeldung in der Stadtbuchhandlung Liezen
oder via SMS unter der Nummer 0699 18117680
oder via E-Mail an Chemtrail-Liezen-2012@hotmail.com

bitte an alle Kontaktpersonen weiterleiten!

Lg
ANNijaTbé

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Filmvorführung:

Hauptplatz, 8291 Burgau
17. April 2012
Beginn: 19.00 h

Mittw. Thrive – 1 doc

Film: „Thrive“

DER Film für eine gemeinsame, sichere Zukunft:
Wesentliches im momentanen Weltgeschehen, viele interessante Themen und vor allem Lösungsvorschläge für jeden einzelnen Bürger!

Anmeldung und Info unter: Am Steinkreis 0664/2537939 od. 03383/21502
oder direkt Labonca Biohof!

Bitte weiterleiten!

Liebe Grüße und danke
Daniela Zwettler

http://frauenzimmernetz.wordpress.com

LB Krone 5.4.12 Gentechnik-1 PDF

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Jetzt sollten wir natürlich wissen, wieviel  Monsanto von diesen „Gewinnen“ in den USA versteuert und wieviel von diesen „Geldern“ direkt in die Rüstung geht.

Somit finanziert jeder, der ein Schnitzel, das aus Gentechnik-Fütterung entsteht, auf fast direktem Weg das amerikanische Mord und Raub und Ausbeutungs-System das weltüberspannend ist.  http://carnegieendowment.org/files/0408_transcript_stiglitziraq.pdf

Und solange wir den Petrodollar haben finanziert jeder Liter Sprit der hier verfahren wird ebenso dieses System direkt mit.  http://www.feasta.org/documents/review2/nunan.pdf

Wenn man weiter beachtet, dass unsere Kraftwerke, die ja auch ganz schöne Erträge liefern, auch den Amis gehören, ebenso wie Steyr Wehrtechnik usw. usw. usw.

Leider ist diese Darstellung den „normalen“ Menschen nicht zuzumuten.

LG FG

Die USA geben mehr Steuergelder für ihre Kriegsführung aus, als alle Bundesstaaten zusammengenommen für Gesundheit, Bildung und Soziales. Das Kriegsbudget für 2010 wird laut Wikipedia mit Zusatzausgaben schätzungsweise bei etwa 1 (deut.) Billion Dollar liegen – die gesamten Steuereinnahmen der Bundesstaaten liegen nur knapp darüber, bei etwa 1,3 Billionen.

Somit gibt das Pentagon fast genauso viel für den Krieg aus, wie alle Bundesstaaten insgesamt an Steuern einnehmen. Das Rüstungsbudget frisst allein unfassbare 40% der gesamten staatlichen Steuereinnahmen auf.

Der Nobelpreis-Träger Joseph Stiglitz und die Finanzexpertin Linda Bilmes schreiben ihrem Buch “The Three Trillion Dollar War”: “Mit ihren 1000 Basen in den USA und 800 globalen Basen rund um den Globus, ist Amerika eine ‘Kriegs-Nation’ geworden”.

Tatsächlich: Die USA sind das einzige Land, dass derzeit auf uneingeschränkt auf fünf von sechs bewohnten Kontinenten operiert und Truppen auf allen sechs stationiert hat. Das Pentagon kann ständig auf mehr als 3,5 Millionen Menschen zurückgreifen, wobei das Personal der Kontraktfirmen, die militärische Hilfsdienste leisten, noch nicht einmal mitgezählt ist.

Mit ihrem Kriegs-Etat stehen die USA international einsam an der Spitze: Ihr “Verteidigungsbudget” ist fast so hoch, wie das der gesamten restlichen Welt zusammengenommen. Daher ist die Rüstungsindustrie auch ein so wichtiger Wirtschaftszweig im Land der Freiheit. Ein Viertel des gesamten BIPs der USA soll laut Sherwood Ross mittlerweile auf das Konto von Militär-nahen Produkten gehen – darunter auch etwa 10.000 atomare Waffen. In den Jahren seit dem zweiten Weltkrieg haben die USA insgesamt 5.5 Billionen Dollar allein für ihre Atomwaffen ausgegeben.

Und sie sind mit dieser tödlichen Industrie auch der größte Waffenhändler der Welt. Die allgemeine US-Taktik bei internationalen Konflikten ist seit jeher: erstmal beide Seiten mit Waffen versorgen. Ein ebenso letales wie lukratives Geschäft, für das die USA ordentlich Personal bereitstellen: Fast 7000 Angestellte der US-Regierung arbeiten international als Waffenhändler – dazu kommen noch zahlreiche Botschafter, die ihre gesamte “diplomatische” Karriere in Wirklichkeit ebenfalls als Waffenhändler verbringen.

Dass dies verheerende Auswirkungen auf die Politik hat, liegt auf der Hand. Und dass es den USA deshalb weder um Frieden, noch um Diplomatie gehen kann, ist damit ebenso klar. Amerika hat sich so fest mit der Waffenindustrie verbunden, dass Frieden schon allein wirtschaftlich keine Option mehr ist. Denn seit dem kalten Krieg muss die Maschinerie am Laufen gehalten werden. Und dazu braucht es Kriege.

Die Warnung
US-Präsident Dwight D. Eisenhower warnte 1961 in seiner Abschiedsrede nach acht Jahren als US-Präsident vor genau dieser Verschränkung von Militär und Industrie. Er betrachtete den wachsenden Einfluss dieses “industriell-militärischen Komplexes” als eine der Hauptgefahren sowohl für die amerikanische Demokratie als auch für den Weltfrieden.

“Diese Kombination eines gewaltigen militärischen Establishments und einer mächtigen Rüstungsindustrie ist neu in der amerikanischen Geschichte [...]. In den Gremien der Regierung müssen wir der Ausweitung, ob aktiv oder passiv, des unbefugten Einflusses des militärisch-industriellen Komplexes vorbeugen. Das Potenzial für einen verheerenden Anstieg der Macht an falschen Stellen besteht und wird bestehen bleiben. Wir dürfen niemals zulassen, dass diese einflussreiche Allianz unsere Freiheiten und demokratischen Prozesse gefährdet. Wir dürfen nichts als selbstverständlich betrachten.”

Eine Warnung, die leider unerhört blieb und aus heutiger Sicht fast prophetisch anmutet.

Auch wenn Kriege die USA letztlich finanziell ruinieren – sie brauchen sie. Das dabei nicht dem ganzen Land oder dem amerikanischen Volk gedient ist, sondern nur einer Wirtschaftselite, die am Rüstungs-Wahnsinn mitverdient, ist selbstverständlich. Gerade das ist es ja, wovor Eisenhower warnte – dass eben nicht mehr die Interessen der Nation oder des Volkes vertreten werden, sondern Krieg für das wirtschaftliche Establishment zum Selbstzweck wird.

Sieht man sich nun an, was die USA derzeit veranstalten, kann einem Angst und Bange werden: Es werden Kriegsvorbereitungen gegen den Iran getroffen, während in fast allen angrenzenden Ländern schon Krieg herrscht und Venezuela wird mit Militärbasen umzingelt – eine geografische Aufteilung, die einmal mehr vermuten lässt, dass es den USA bei ihren Kriegen vor allem um Öl geht. Darüber hinaus werden neue Raketenbasen im Baltikum stationiert und in fünf an Russland angrenzenden Staaten (Aserbaidschan, Georgien, Estland, Lettland und Litauen) Militärübungen durchgeführt. Außerdem wollen die USA sich zukünftig mehr in die Rebellen-Kämpfe in Afrika einmischen. Und sie befinden sich derzeit noch immer in Kriegseinsätzen in Afghanistan, im Irak, im Jemen und in Pakistan.

Interessant zu bemerken ist auch: Kriege gegen Guerilla-Kämpfer können kaum gewonnen werden – die USA wissen das aus eigener schmerzlicher Erfahrung in Vietnam. Sowohl im Irak, als auch in Afghanistan und im Jemen haben es die USA aber mal wieder mit genau solchen Kriegen zu tun. Aber vielleicht geht es ihnen ja auch gar nicht um einen schnellen Sieg, als vielmehr um einen möglichst langen Krieg, neue Rüstungsaufträge und einen instabilen nahen Osten.

http://www.topagrar.at/home/Home-top-News-814637.html
 
Monsanto verdient bestens mit Gentechnik
09.04.2012

Monsanto
Monsanto verdient weiterhin blendend an seinem gentechnisch veränderten Saatgut. Presseberichten zufolge hob der Biotechnikkonzern seine Erwartungen für das Gesamtjahr an und rechnet nun mit einem höheren Gewinn. Von Dezember bis Februar stieg der Umsatz um 15 % auf 4,7 Mrd. Dollar (3,6 Mrd. Euro). Der Gewinn verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 19 % auf unterm Strich 1,2 Mrd. Dollar.

Vor allem die Nachfrage aus den USA und Lateinamerika sei zuletzt hoch gewesen, erklärte Firmenchef Hugh Grant am vergangenen Mittwoch. „Wir hatten Beiträge zum Wachstum quer über Pflanzen und Regionen hinweg.“ Besonders kräftig zog das weltweite Geschäft mit Genmais an, berichtet das Handelsblatt.
Der Maisumsatz nahm auf 2,8 von 2,4 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum zu. Mit Soja-Saatgut kletterten die Erlöse um 12 % auf 689 Mio. Dollar. Allerdings gab es auch Schwachstellen: So setzte Monsanto mit Gemüse-Saatgut rund 6 % weniger um im Quartal, was der Konzern vor allem auf weniger Nachfrage aus Europa zurückführte.
Für das Gesamtjahr erwartet die Konzernführung nun einen Gewinn je Aktie von 3,49 bis 3,54 Dollar. Noch im Januar hatte Monsanto das obere Ende der Spanne zwischen 3,39 und 3,44 Dollar je Aktie als Zielwert ausgegeben, so das Handelsblatt. (ad)

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http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/schlaglichter_nt/article106165338/Mehr-als-700-000-Dioxin-Eier-muessen-vernichtet-werden.html
 
09.04.12
“WAZ”
Mehr als 700 000 Dioxin-Eier müssen vernichtet werden
Essen – Der Biohof in Ostwestfalen, auf dem mit dem dioxinähnlichen PCB belastete Eier entdeckt worden sind, muss wegen der Verunreinigung mehr als 700 000 Eier vernichten. Täglich würden auf dem Hof 23 000 Bio-Eier produziert, die nicht verkauft werden könnten. Das sagte ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Verbraucherschutzministeriums und bestätigte Angaben der Zeitungen der «WAZ»-Mediengruppe. Die Entsorgung müsse der Unternehmer übernehmen. Im Handel dürften nach Angaben des Ministeriums keine belasteten Eier mehr zu finden sein.
dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH
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Liebe Kunstfreunde,

Ai Weiwei darf Peking immer noch nicht verlassen, seine künstlerische Arbeit wird blockiert.

Machen Sie mit bei einer Kunstaktion für Ai Weiwei: Fotografieren sie sich mit einer Ai Weiwei-Maske und lassen Sie so den chinesischen Künstler symbolisch weltweit auftreten.

Informationen und die Masken gibt es kostenlos im Internet unter www.freeweiwei.de

Alle Teilnehmer protestieren gegen die Schikanen des chinesischen Künstlers. Senden wir ein Zeichen der Solidarität an Ai Weiwei.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Werner

Dr. Karl Senft Str. 9

93142 Maxhütte-Haidhof

freeweiwei@freenet.de

Bitte informieren Sie Freunde und Presse über diese Kunstaktion für Ai Weiwei!

http://www.taz.de/Paraguayisch-Bauer-ueber-Widerstand-und-Gift/!91207/
 
10.04.2012
 
Paraguayisch Bauer über Widerstand und Gift
„Die Gentechnik zerstört uns“
Er ist Protagonist des Protestfilms „Raising Resistance“, Bauer zwischen Gentechnikfarmern und kein Freund von Waffen und gespritzten Pflanzen. Geronimo Arevalos im Interview.von Svenja Bergt
az: Herr Arevalos, Sie bewirtschaften Felder im Süden Paraguays. Warum sind Sie Landwirt geworden?

Geronimo Arevalos: In meiner Familie sind alle Bauern, schon seit Generationen. Mit der Zeit habe ich gesehen, wie wichtig die Landwirte sind. Sie produzieren Lebensmittel, daher könnten die Menschen ohne uns nicht überleben.

Was bauen Sie an?

Fast alles, was es gibt. Es ist wichtig, viele verschiedene Pflanzen anzubauen und abzuwechseln, dann braucht man gar kein Gift, keine Pflanzenschutzmittel – im Gegensatz zu den Feldern um meine Gemeinde herum, auf denen ausschließlich gentechnisch verändertes Soja wächst.

Sie arbeiten also ohne Chemie?

Ja, bei mir ist alles natürlich.

Aber wenn auf den umliegenden Feldern gespritzt wird, dann bekommen Sie doch auch etwas ab.

Das ist richtig. Und es bleibt nicht ohne Folgen. Es gibt zum Beispiel bei uns im Ort einen kleinen Jungen, der sein Augenlicht verloren hat. Er hatte in einem Fluss gebadet, in den Reste des Spritzmittels gelangt waren. Und ich merke es auch bei mir selbst: Meine Augen brennen, ich habe Kopfschmerzen. Andere in meiner Gemeinde klagen über die gleichen Symptome. Viele Kinder werden mit Missbildungen geboren. Für eine Familie gibt es heute keine Garantie mehr, dass ihre Kinder gesund auf die Welt kommen.

Haben Sie versucht, etwas dagegen zu unternehmen?

Wir haben versucht, auf gesetzgeberischer Ebene dagegen vorzugehen. Mit einer Änderung des Umweltschutzgesetzes, die es verbietet, das Land zu kontaminieren. Die Gesetze müssen geändert werden, der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen muss verboten werden. Und der Staat muss durchsetzen, dass die großen Konzerne die Gesetze einhalten. Wir haben auch Anzeigen erstattet gegen die Verantwortlichen.

Folgten daraus Prozesse?

Nein, gar nichts. Die staatlichen Behörden in Paraguay sind ganz einfach zu manipulieren, wenn man das Geld dafür hat.

Geronimo Arevalos lebt mit seiner Familie in Santa Rosa, einem kleinen Ort im Südosten Paraguays, nahe der brasilianischen Grenze. Was sie zum Leben brauchen, bauen sie selbst an.

Foto: Pandora
Haben Sie nie darüber nachgedacht, auch in den Anbau von gentechnisch verändertem Soja einzusteigen?

Nein.

Warum nicht?

Weil ich nicht abhängig sein will vom Gift. Das Pflanzenschutzmittel ist schädlich, nicht nur für Pflanzen, sondern auch für Menschen. Die Gentechnik zerstört uns. Uns, unsere Lebensmittel und unsere Umwelt.

Der Film „Raising Resistance“ zeigt, wie Sie gemeinsam mit anderen Farmern das Land eines Sojaproduzenten besetzen. Hat sich danach etwas geändert?

Im Wesentlichen haben sich zwei Sachen geändert: Unsere Jugendlichen wurden durch den Prozess politisiert. Sie haben sich Widerstandsgruppen angeschlossen, und die Zahl derer, die gegen die Gentechnik und das Spritzen von Gift sind, steigt. Auf der anderen Seite hat auch die Regierung aufgerüstet: Sie hat ein Gesetz verabschiedet, nach dem alle diese Menschen Terroristen sind. Das betrifft letztlich auch mich selbst.

Es hat sich also eher zum Schlechten verändert.

Nicht unbedingt. Das Gesetz ist nur Papier. Wir leben.

Der Film zeigt auch, dass der Konflikt teilweise sehr hart ausgetragen wird – Menschen sind mit Waffen unterwegs.

Ja, das finde ich falsch. Wer eine Waffe trägt, erlaubt, dass auch Waffengewalt an ihn herangetragen wird. Ich habe keine Waffen, und ich bin auch nicht dafür, diesen Konflikt so auszutragen. Die Waffe muss der Zusammenhalt der Menschen sein.

Herr Arevalos, wenn Sie ein Jahr lang nicht für Ihren Lebensunterhalt arbeiten müssten, was würden Sie tun?

Genau das Gleiche. Ich bin Landwirt, meine Familie, meine Kinder sind Landwirte, und es gibt nichts, was ich sonst tun könnte.

Werden Ihre Kinder das weiterführen?

Ja. Ich hoffe, dass sie praktizierende Landwirte werden oder in die Politik gehen. Einer meiner Söhne, Bruno, will Agraringenieur werden. Und Nelson belegt gerade einen Universitätskurs für Umweltwissenschaften. Einer wird also produzieren, und ein anderer wird sich einmischen.

http://www.fuw.ch/de/maerkte_news/news/detailansicht.html?objects.news_id=149816&returnUrl=/
 
 
Roche deutet Erhöhung des Übernahme-Angebots für Illumina an (AF)
10.04.2012 10:20
Basel/San Diego (awp) – Über das lange Osterwochenende ist ein klein wenig Bewegung in die vom Pharma-Konzern Roche angestrebte feindliche Übernahme des US-Gentechnik-Unternehmens Illumina gekommen. So haben mit Institutional Shareholder Services (ISS) und Egan Jones zwei unabhängige Beratungsunternehmen von institutionellen Anlegern das Angebot der Basler als zu tief bezeichnet. In Reaktion darauf hat der Illumina-Verwaltungsrat seine bisherige Ablehnung bekräftigt. Das Roche-Management hat eine allfällige weiteren Erhöhung der Offerte angedeutet. Derweil gehen Analysten zumeist von einer weiteren Angebotsaufstockung aus.

Im vierten Aktionärsbrief vom 9. April 2012 betont Illumina mit Verweis auf die Einschätzungen von ISS und Egan Jones, dass das Angebot von Roche weiterhin viel zu tief sei. Gleichzeitig werden die Aktionäre im Hinblick auf die Generalversammlung vom 18. April immer dringlicher dazu aufgefordert, für die von Illumina nominierten Verwaltungsräte zu stimmen und nicht für die von Roche vorgeschlagenen.

ROCHE-OFFERTE REFLEKTIERT LANGFRISTIGES POTENZIAL NICHT

“(…) das aktuelle Angebot (…) kompensiert den Verzicht auf das mögliche, sehr grosse langfristige Potenzial nicht, den die Aktionäre derzeit mit einem Verkauf eingehen würden (…) und reicht auch nicht aus, um die Illumina-Aktionäre zu einer Unterstützung der VR-Wahlvorschläge von Roche zu bewegen”, zitiert der Illumina-VR im Aktionärsbrief aus dem “M&A Edge Report” von ISS vom 6. April. Im Weiteren sei auch die von Roche erhöhte Offerte nicht hoch genug, um Anlass zu einem Verhandlungsbeginn zu geben.

Im Schreiben betont der Illumina-VR so einmal mehr das Zukunftspotenzial des Unternehmens. Genetische Informationen stünden kurz davor über die molekulare Forschung und Entwicklung hinaus in den Bereichen klinische Diagnose, personalisierte Medizin und weiteren zukunftsträchtigen Märkten Anwendung finden.

ROCHE DEUTET ERHÖHUNG DES ANGEBOTES AN

Zwar gab sich Roche in einer Mitteilung vom Freitagabend enttäuscht darüber, dass ISS den Illumina-Aktionären dazu geraten hatte, nicht für die vom Pharma-Konzern nominierten VR-Kandidaten zu stimmen. Doch wurde betont, dass ISS Roche als “ausgezeichneten Partner” für Illumina sehe im Hinblick auf die zunehmende Einbindung der (Gen-)Sequenzierung in die Entwicklung neuer Medikamente.

ISS hat laut Roche ebenfalls betont, dass die Kommerzialisierungsstrategie ein Schlüsselfaktor zur Bewertung von Illumina sei. Dabei handle es sich um eine Strategie, die noch nicht erprobt und ein Gebiet sei, auf dem Roche grosse Erfahrung beisteuern könne. Darüber hinaus hielt CEO Severin Schwan in der Mitteilung fest, dass Roche weiterhin an Verhandlungen mit Illumina interessiert sei und er das aktuelle Angebot als mehr als ausreichende Basis dazu erachte. Falls Gespräche aufgenommen und Illuminas Bücher geprüft werden könnten, ist eine weitere Aufstockung des Angebots gemäss dem CEO möglich.

Roche hatte die Ende Januar lancierte Übernahme-Offerte für Illumina zuletzt Ende März auf derzeit 51 USD je Aktie erhöht, was das Unternehmen mit rund 6,5 Mrd bewertet. Zudem hat Roche vier Kandidaten für die Wahl in den Illumina-VR an der Generalversammlung vom 18. April ernannt.

WEITERE ERHÖHUNG DER ÜBERNAHME-OFFERTE ERWARTET

Analysten erwarten, dass Roche das Übernahme-Angebotes für Illumina nochmals erhöht. “Eine erneute Angebotserhöhung ist (…) jederzeit möglich und scheint immer wahrscheinlicher”, schreiben beispielsweise die Experten der Notenstein Privatbank in einem Kommentar. “Unseres Erachtens wird Roche sein Angebot verbessern müssen, möglicherweise in Richtung 55 USD”, heisst es bei der Bank Vontobel.

Illumina könnte eine der wenigen Lücken bei der Diagnostik-Division schliessen und einen Extra-Umsatz von rund 1 Mrd CHF generieren, so darüber hinaus die Einschätzung der Zürcher Kantonalbank.

An der Nasdaq schlossen die Illumina-Aktien am Ostermontag 0,6% höher bei 52,62 USD. Roche GS verlieren bis um 10.00 Uhr 0,9%.

rt/cf

http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/roche-illumina-ruft-gv-zur-kampfwahl-auf
 
10.04.2012 | 07:42
 
Roche: Illumina ruft an GV zur Kampfwahl auf
Das Tauziehen um eine Übernahme des US-Gentechnik-Unternehmens Illumina geht in die nächste Runde. In einem Aktionärsbrief bezeichnet Illumina das Angebot von Roche als immer noch zu tief. Die Firma ruft zur Kampfwahl an der Generalversammlung auf.

Das Tauziehen zwischen Roche und Illumina geht weiter. (Bild: Keystone)
Das US-Gentechnik-Unternehmen Illumina wendet sich in Sachen Übernahme-Offerte des Pharma-Konzerns Roche ein weiteres Mal an seine Aktionäre. In einem vierten Schreiben vom 9. April 2012 betont Illumina mit Verweis auf zwei unabhängige Einschätzungen, dass das Angebot des Basler Konzerns weiterhin viel zu tief sei.

Gleichzeitig werden die Aktionäre im Hinblick auf die Generalversammlung vom 18. April dazu aufgefordert, für die von Illumina nominierten Verwaltungsräte und gegen jene von Roche zur Wahl vorgeschlagenen VR-Mitglieder zu stimmen, wie der Webseite von Illumina zu entnehmen ist.

Roche gibt nicht auf

Vergangene Woche hätten zwei unabhängige Berater von institutionellen Anlegern – die Institutional Shareholder Services (ISS) und Egan Jones – ihren Kunden für die GV zur Annahme der VR-Wahlvorschläge von Illumina geraten. «das aktuelle Angebot von 51 USD kompensiert den Verzicht auf das mögliche sehr grosse langfristige Potenzial nicht, den die Aktionäre derzeit mit einem Verkauf eingehen würden und reicht auch nicht aus, um die Illumina-Aktionäre zu einer Unterstützung der VR-Wahlvorschläge von Roche zu bewegen», wird aus dem «M&A Edge Report» von ISS vom 6. April zitiert. Im Weiteren sei auch die von Roche erhöhte Offerte nicht hoch genug, um Anlass zu einem Verhandlungsbeginn zu geben, wird ISS weiter angeführt.

Im Schreiben betont der Illumina-Verwaltungsrat einmal mehr das Zukunftspotenzial des Unternehmens. Genetische Informationen stünden kurz davor über die molekulare Forschung und Entwicklung hinaus in den Bereichen klinische Diagnose, personalisierte Medizin und weiteren zukunftsträchtigen Märkten zur Anwendung zu kommen. Illumina sei einzigartig positioniert, um diese Entwicklungen in der Zukunft zu nutzen.

Roche: Angebot ausreichend

Derweil gibt sich Roche weiterhin an einer Übernahme von Illumina interessiert und hat übers Osterwochenende eine mögliche Erhöhung der Offerte angedeutet. Zwar gab sich Roche in einer Mitteilung vom Freitagabend enttäuscht darüber, dass ISS den Illumina-Aktionären dazu geraten hatte, nicht für die vom Pharma-Konzern nominierten VR-Kandidaten zu stimmen. Doch wurde betont, dass ISS Roche als «ausgezeichneten Partner» für Illumina sehe.

Darüber hinaus hielt Roche-CEO Severin Schwan in der Mitteilung fest, dass Roche weiterhin an Verhandlungen mit Illumina interessiert sei und er das aktuelle Angebot als mehr als ausreichende Basis dazu erachte. Falls Gespräche aufgenommen und Illuminas Bücher geprüft werden könnten, sei eine weitere Aufstockung des Angebots möglich, so die Mitteilung von Roche weiter.

An der Nasdaq schlossen die Illumina-Aktien am Ostermonat um 0,6 Prozent höher auf 52,62 Dollar. Der Nasdaq-Index sank indessen um 1,1 Prozent.

http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/25530.html
 
10.04.2012 |

Freisetzungsversuche mit Gentechnik-Kartoffeln von BASF

Im Jahr 2012 sind Freisetzungsversuche mit den Gentechnik-Kartoffeln Modena und Fortuna von BASF geplant.
BASF hat vergangenen Donnerstag Freisetzungsversuche mit den gentechnisch veränderten Kartoffeln Modena und Fortuna angekündigt, die noch im Zulassungsverfahren stecken. Die Pressmitteilung hat Verwirrung ausgelöst, da der Konzern Mitte Januar seinen Rückzug aus Entwicklung und Kommerzialisierung für Kartoffel-Produkte angekündigt hatte, die ausschließlich für den europäischen Markt bestimmt seien. Das betraf aber ausschließlich die Gentechnik-Kartoffel Amflora und Neuentwicklungen. Der laufende Zulassungsprozess der Gentechnik-Kartoffeln Modena, Fortuna und Amadea wird in Deutschland zu Ende gebracht. Dieses Jahr liegen die Versuchsflächen in Deutschland, Schweden und den Niederlanden auf einer Fläche von insgesamt weniger als 1 ha Fläche. Zweck der Freilandversuche ist die Pflanzgutvermehrung, da Kartoffeln nur begrenzt lagerfähig sind. Aber auch der Überprüfung der Leistungsfähigkeit sowie der Resistenzeigenschaften der Gentechnik-Kartoffeln soll der Versuch dienen. Amadea und Modena sind gentechnisch veränderte Stärkekartoffeln, die in ihren Eigenschaften vergleichbar mit der umstrittenen Gentechnik-Knolle Amflora sind, aber laut BASF kein Antibiotikaresistenz-Markergen in sich tragen. Die Akzeptanz bei der verarbeitenden Stärkeindustrie und den Verbrauchern dürfte trotzdem schwach sein. Die Gentechnik-Kartoffel Fortuna soll gegen die Kraut- und Knollenfäule resistent sein und ist für den Verzehr bestimmt. Sie steht bei Experten in der Kritik, da die Resistenz nur auf wenigen Genen basiert und anzunehmen ist, dass sie schon in kurzer Zeit durchbrochen sein wird.

(muv/chb/awp)

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http://www.zeit.de/zeit-wissen/2012/03/Gruene-Gentechnik
 
Genveränderte Pflanzen Angeklagt: Die Grüne Gentechnik

Im Streit um genveränderte Pflanzen geht es oft sehr emotional zu. Zeit für den Austausch von Argumenten – in einer fiktiven Verhandlung.

Kaum eine Technologie polarisiert so stark wie die Grüne Gentechnik. Für ihre Anhänger sieht es nicht gut aus: Im November 2010 schränkte das Bundesverfassungsgericht die Aussaat von gentechnisch veränderten Pflanzen ein, im September 2011 verfügte der Europäische Gerichtshof, dass Honig mit Pollen aus Genmais nicht verkauft werden darf, und im Februar befand das Leipziger Verwaltungsgericht, dass eine Ernte zu vernichten ist, die unabsichtlich genverändertes Saatgut enthält. Was aber ist wirklich dran an den Vorwürfen? ZEIT Wissen zeigt in einer fiktiven Gerichtsverhandlung, welche Argumente Gegner und Befürworter vorbringen – und welches Urteil eine Richterin fällen könnte.

Seit den Morgenstunden belagert eine Menschenmenge das Gerichtsgebäude. Die Stimmung ist aufgeheizt, »Gen-Dreck weg« fordern Gegner auf Transparenten. Auch Unterstützer der Grünen Gentechnik machen auf sich aufmerksam, »Pflanzenbiotechnologie rettet Menschenleben«, mahnen sie. Im Gebäude herrscht angespannte Ruhe. Dort soll entschieden werden, ob Deutschland zur gentechnikfreien Zone wird, ohne Anbau oder Einfuhr von transgenen Pflanzen. Für den letzten Verhandlungstag hat die Vorsitzende Richterin noch einmal die sieben beteiligten Parteien vorgeladen, deren Vertreter ihre Plädoyers halten.

Der Industrievertreter: Frau Vorsitzende, Grüne Gentechnik ist in den vergangenen Jahren Zielscheibe heftiger Kampagnen geworden. Zu Unrecht. Das Einfügen artfremder Gene in Nutzpflanzen ist kein Bruch mit der Pflanzenzüchtung, die Menschen seit Jahrtausenden betreiben, nein, es ist ihre konsequente Weiterentwicklung. Der Unterschied besteht nur darin, dass wir jetzt präziser als je zuvor neue Eigenschaften heranzüchten können. 20 Jahre biologische Sicherheitsforschung haben keine Hinweise dafür erbracht, dass transgene Pflanzen ihre Umwelt schädigen oder, zu Lebens- und Futtermitteln verarbeitet, eine Gefahr für Menschen und Nutztiere darstellen. Auch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat zahlreiche Studien in Auftrag gegeben, die zu denselben Ergebnissen kommen.

Die vorsitzende Richterin: Also ist die Grüne Gentechnik nur eine Option unter vielen?

Der Industrievertreter: Nein. Ohne sie werden wir eine wachsende Weltbevölkerung nicht nachhaltig ernähren können. Der Goldene Reis etwa kann Betacarotin produzieren, eine Vorstufe von Vitamin A, dessen Mangel jährlich Millionen Menschen erblinden lässt. Möglich sind auch Reispflanzen, die Dürren oder Überschwemmungen überstehen. Außerdem haben die heute schon existierenden gentechnisch veränderten Pflanzen – Mais, Soja, Raps, Baumwolle – enorme Ertragssteigerungen ermöglicht. Grüne Gentechnik ist die Art von Pflanzenzucht, die den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht wird.

Der Vertreter einer Umweltorganisation: Bislang gibt es kaum Langzeitstudien über die Risiken transgener Pflanzen. Wenn etwa in Versuchen Ratten 90 Tage mit Goldenem Reis gefüttert werden und dabei keine Schädigungen auftreten, ist das nicht aussagekräftig. Hingegen zeigen Studien, dass Gensoja, das gegen das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat resistent ist, den Stoff anreichern kann. Glyphosat ist jedoch toxischer als ursprünglich angenommen, es schädigt Ökosysteme und verringert die Artenvielfalt. Ungeklärt ist, ob die artfremden Gene über einen horizontalen Gentransfer auf andere Organismen überspringen. Wir wissen auch nicht, wie die übertragenen Gene das Genom der Pflanze durcheinanderbringen. Außerdem beunruhigt mich, dass Insekten, gegen die transgene Pflanzen »fit« gemacht werden, Resistenzen ausbilden können. Dann müssten neue Pestizide her. Es ist aber ein offenes Geheimnis, dass die agrochemische Industrie seit Langem keine guten neuen Wirkstoffe gefunden hat.

Der Biologe, der Agrarökonom und der Vertreter einer NGO

Die vorsitzende Richterin: Was folgt für Sie daraus?

Der Vertreter einer Umweltorganisation: Im Sinne des Vorsorgeprinzips können wir uns auf dieses Risiko nicht einlassen. Auch nach 25 Jahren wirft die Grüne Gentechnik beunruhigende Fragen auf, auf die es keine verlässlichen Antworten gibt.

Der Biologe: Frau Vorsitzende, in der Diskussion über transgene Pflanzen wird manches behauptet, was wissenschaftlich nicht haltbar ist. So wird immer wieder vor den Gefahren eines horizontalen Gentransfers gewarnt. Tatsächlich nimmt der Mensch täglich mit dem Essen bis zu ein Gramm DNA – das molekulare Material, aus dem die Gene bestehen – zu sich. Und das seit Jahrtausenden. Geschadet hat es ihm bis heute nicht. Im Übrigen sind auch viele natürliche Maisgene für den Menschen »artfremde« Gene, nicht nur die gentechnisch zum Mais hinzugefügten, die das Bt-Toxin produzieren, also Proteine, die auch vom Bakterium B. thuringiensis (Bt) produziert werden. Sie sind giftig für Schädlinge.

Die vorsitzende Richterin: Kommt ein horizontaler Gentransfer in der Natur nicht vor?

Der Biologe: Doch. Bei Einzellern wie Bakterien tritt er immer wieder mal auf. Wir sollten aber mit dem Begriff des »artfremden« Gens vorsichtig sein. Alle Gene sind Kombinationen der vier Basenpaare der DNA, und die sind in allen irdischen Organismen gleich.

Die vorsitzende Richterin: Aber das Einfügen eines fremden Gens in eine Pflanze ist schon ein schwerwiegender Eingriff.

Der Biologe: Nicht schwerwiegender als in der Mutationszüchtung, die etwa mittels Bestrahlung seit vielen Jahrzehnten praktiziert wird: Sie verändert das Pflanzengenom oft massiver als die Methoden der Grünen Gentechnik. Interessanterweise unterliegen in Europa aber Pflanzen, die durch Mutationszüchtung entstehen, nicht denselben Anforderungen für Sicherheitsstudien wie gentechnisch veränderte Pflanzen. Auch dem liegt ein unwissenschaftliches Verständnis von »Natürlichkeit« zugrunde. Daran krankt die verbreitete Ablehnung der Grünen Gentechnik.

Der Vertreter einer Nichtregierungsorganisation: Frau Vorsitzende, um die Konsequenzen der Grünen Gentechnik zu verstehen, genügt es nicht, sie auf einer ausschließlich wissenschaftlich-technischen Ebene zu betrachten. Wir müssen auch genau hinschauen, wie die Grüne Gentechnik in der Praxis eingesetzt wird. Fakt ist, dass sämtliche transgenen Pflanzen durch Patente geschützt sind. Diese Patente halten die großen Agrarchemiekonzerne, deren Anteil am Saatgut-Weltmarkt zusammen 44 Prozent beträgt. Allein der Marktführer Monsanto hält 18 Prozent.

Die vorsitzende Richterin: Warum halten Sie das für problematisch?

Der Vertreter einer Nichtregierungsorganisation: Aufgrund des Patentschutzes dürfen Landwirte transgene Pflanzen nicht einfach in der Folgesaison aus den Samen der Ernte aussäen. Tun sie es, verletzen sie den Patentschutz und müssen mit empfindlichen Strafen rechnen. Sie müssen also Jahr für Jahr neues Saatgut kaufen. Damit mag zwar ihr Ertrag steigen, aber die Preise für das Saatgut sind in den letzten Jahren stark gestiegen – mitunter auf das Fünffache. Nicht wenige geraten deshalb in eine Schuldenfalle. Das ist Neokolonialismus.

Die vorsitzende Richterin: Was schlagen Sie vor?

Der Vertreter einer Nichtregierungsorganisation: Wenn überhaupt, müssten transgene Pflanzen frei verfügbar sein, so wie die Reissorten, die am Internationalen Reisforschungsinstitut auf den Philippinen gezüchtet werden. Das ist aber nicht einmal beim Goldenen Reis der Fall, der gerne als mustergültiges Entwicklungsprojekt dargestellt wird: Rund 70 Patente bestehen an dem Genreis, und nur Bauern, die weniger als 10.000 Dollar pro Jahr verdienen, sind von den Lizenzgebühren befreit. Eine nachhaltige Agrarentwicklungspolitik sieht anders aus.

Der Agrarökonom: Die hier verbreitete Ablehnung der Grünen Gentechnik offenbart einen Eurozentrismus, der äußerst fragwürdig ist. Denn gerade Entwicklungs- und Schwellenländer können bereits heute nachweislich von transgenen Pflanzen profitieren, wie der Anbau von gentechnisch veränderter (gv-)Baumwolle in Indien zeigt. Sie macht dort inzwischen etwa 90 Prozent des gesamten Baumwollanbaus aus. Das hat ganz erstaunliche Konsequenzen. So ist der durchschnittliche Ertrag pro Hektar seit 1999 – vor der Einführung der gv-Baumwolle – von rund 0,7 Tonnen auf etwa 1,3 Tonnen gestiegen. Das ist fast eine Verdoppelung! Musste Indien noch Ende der neunziger Jahre Baumwolle importieren, hat es sich zum Netto-Exporteur gewandelt. Wenn das keine positive Entwicklung ist!

Die vorsitzende Richterin: Woher stammen diese Zahlen?

Der Agrarökonom: Von der Welternährungsorganisation FAO. Es geht aber noch weiter: Dort, wo gv-Baumwolle angebaut wird, hat sich der Einsatz von Insektiziden in wenigen Jahren halbiert. Man muss sicher aufpassen und darf solche Zahlen nicht verallgemeinern. In manchen Anbaugebieten von transgenen Pflanzen steigt der Einsatz von Unkrautvernichtungsmitteln nach einem anfänglichen Rückgang inzwischen wieder an. Die wesentliche Erkenntnis ist für mich aber, dass eine pauschale Ablehnung der Grünen Gentechnik im Namen der Bauern in Schwellen- und Entwicklungsländern der Realität nicht standhält.

Die vorsitzende Richterin: Was halten Sie als Landwirt von der Grünen Gentechnik? Höhere Erträge und weniger Pestizideinsatz müssten ja eigentlich im Interesse der Landwirtschaft sein.

Der Landwirt: In der Praxis helfen uns diese Vorteile wenig. Das Gentechnik-Gesetz wirft für uns nämlich ein Haftungsproblem auf. Wenn ich auf meinem Feld zum Beispiel Genmais anbaue, mein Nachbar aber konventionellen Mais, bin ich dran, wenn in seinem Feld plötzlich doch Genmais gefunden wird und er deshalb seinen Mais nicht mehr als gentechnikfrei verkaufen kann. So ist die Rechtslage. Dieses Risiko ist mir den Anbau von gentechnisch verändertem Mais nicht wert. Viele Landwirte fragen sich aber auch, ob Genpflanzen wirklich sicher sind. Die vorliegenden Untersuchungen haben unsere Zweifel nicht ausgeräumt. Und es gibt noch ein zweites Problem, das hier bislang noch überhaupt nicht angesprochen worden ist: Ich könnte hierzulande überhaupt keine Gentechnikprodukte verkaufen. Die Verbraucher wollen sie nicht. Es gibt keine Nachfrage.

Der Pflanzenzüchter: Grüne Gentechnik ist nicht per se anderen Zuchtverfahren überlegen. Man kann neue Pflanzeneigenschaften nach wie vor sehr gut mit konventionellen Methoden heranzüchten. Nehmen Sie Stärkekartoffeln. In derselben Zeit, in der BASF mithilfe der Gentechnik die Sorte Amflora entwickelt hat, haben Züchter Kartoffeln mit einem höheren Stärkegehalt mittels der – nicht gentechnischen – Mutationszüchtung erzeugt. Eine wichtige Frage ist auch: Wie beeinflussen gentechnisch veränderte Nutzpflanzen den Landbau? Hier muss man feststellen: Sie fördern Monokulturen. Das ist für kleinbäuerlich geprägte oder kleinräumigere Landwirtschaften keine gute Lösung.

Die vorsitzende Richterin: Aber auch dort möchte man die Erträge steigern. Geht das ohne Grüne Gentechnik?

Der Pflanzenzüchter: Ja. Mit Verfahren, wie sie in Europa entwickelt wurden, können Sie auch mit konventionellen Pflanzen Ihre Erträge steigern. Leider mangelt es in vielen Schwellen- und Entwicklungsländern am entsprechenden Wissen und an der technischen Ausstattung. Anstatt dort gleich den Anbau von Hightech-Pflanzen zu propagieren, sollten wir vor allem landwirtschaftliches Know-how exportieren. Es ist zum Beispiel wichtig, zu wissen, wie sich eine neue Züchtung mit einem vorhandenen agrarischen Ökosystem verträgt. Wenn Sie beispielsweise eine Glyphosat-resistente Pflanze auf einem Boden anbauen, der einen geringen pH-Wert hat, kann das gespritzte Glyphosat nicht vollständig abgebaut werden. Das führt dann zu problematischen Rückständen im Boden.

Die vorsitzende Richterin: Wenn ich Sie richtig verstehe, sprechen Sie sich gegen die Grüne Gentechnik aus.

Der Pflanzenzüchter: Nicht prinzipiell. Wir sollten den Einsatz von gentechnisch veränderten Pflanzen fallweise prüfen. Dabei kann auch herauskommen, dass transgene Pflanzen im Einzelfall die beste Lösung sind. Das Allheilmittel für die Landwirtschaft der Zukunft ist die Grüne Gentechnik jedoch nicht.

Nach einer kurzen Pause erscheint die Vorsitzende Richterin wieder im Saal. »Die heute vorgetragenen Ausführungen legen nahe, dass die Grüne Gentechnik sowohl Erwartungen als auch Besorgnisse geweckt hat, die mir beide überzogen erscheinen«, erklärt sie. »Festhalten lässt sich fürs Erste, dass wir sie uns als Option offenhalten, aber ihren Einsatz sehr genau absichern sollten.« Das Urteil soll nun in ein paar Wochen verkündet werden. Wie würden Sie entscheiden? Beteiligen Sie sich an der Debatte im Kommentarbereich.


Schaugarten Üplingen, Gentechnik-Ablehnung, Feldversuche

Die folgende News-Rundschau ungeprüft… und aus Zeitgründen nur teils, teils verlinkt (Red. GDEU).

News von Jörg Bergstedt – Schaugarten Üplingen ++ InnoPlanta-Forum 2012 – Vorträge und kritischer Spaziergang rund um BioTechFarm am 20./21.4.

(auszugsweise)

Von: Projektwerkstatt Saasen
Gesendet: Montag, 02. April 2012 22:47
Betreff: News Schaugarten Üplingen ++ InnoPlanta-Forum 2012 – Vorträge und
kritischer Spaziergang rund um BioTechFarm am 20./21.4.

Hallo,
draußen auf den Äckern sind die LandwirtInnen aktiv – und auch die
Gentechnik-Seilschaften bereiten sich auf ein neues Jahr vor. Noch scheinen
keine Felder angelegt zu sein, aber erste Aktivitäten sind sowohl am
AgroBioTechnikum wie auch am Schaugarten in Üplingen zu beachten.

Wir wollen auch starten – und zwar mit einer ersten großen Einladung an den
Schaugarten Üplingen. Wer Lust hat, den näher kennenzulernen:
Am 20. und 21. April ist dazu die Gelegenheit! haben wir einige Aktivitäten
rund um die BioTechFarm in Üplingen vor – so zwei Veranstaltungen und einen
Nachmittag mit kritischen Spaziergängen rund um das Hofgut.

Hier die genauen Termine:
20./21.4. in Schöningen und Üplingen: Veranstaltungen zur Gentechnikkritik
(Infoflyer)
- Freitag, 20.4. um 20 Uhr in Schöningen (Herzoginnensaal im
Schloss): Ton-Bilder-Schau “Monsanto auf Deutsch – Seilschaften zwischen
Behörden, Forschung und Gentechnikkonzernen”
- Samstag, 21.4. ab 15 Uhr und ab 17 durchs Dorf Üplingen
(Treffpunkt: Parkplatz am Friedhof Üplingen, nördlicher Ortsausgang
Badelebener Straße): Gentechnikkritischer Spaziergang mit Blicken auf
Schaugarten und Hofgut, Informationen und Gesprächen
- Samstag, 21.4. ab 19 Uhr in der Kirche von Warsleben: (Nutzung des
Dorfgemeinschaftshauses wurde verboten!): Podiumsgesprächs zur
Gentechnikkritik (geplant: Infos durch und Fragemöglichkeit an
LandwirtInnen, ImkerInnen, GentechnikkritikerInnen)

Ein kleines Schmankerl lieferten die Gentechnik-Mafiosis schon zum Start in
die neue Saison. Im Jahr 2011 wurde ein neues Tagungszentrum im Hofgut
Üplingen ausgebaut. Dort trafen sich dann im September 2011 auch die
Gentechnik-Seilschaften zu ihrem deutschlandweiten Treffen
“InnoPlanta-Forum”. Doch nach außen wurde alles ganz anders deklariert:
Bauherr war die Stiftung Braunschweiger Kulturbesitz. Ein großes Schild am
Bauplatz bewarb den Ausbau als Schaffung eines “dörflichen
Begegnungszentrums”.
Kohle von EU und Land Sachsen-Anhalt flossen in den Ausbau (Foto vom Schild
siehe im Anhang).
GentechnikkritikerInnen und den Grünen im Landtag kam das seltsam vor.
Letztere fragen nach. Doch in der Antwort auf die kleinen Anfrage der Grünen
im Landtag von Sachsen-Anhalt über dubiose Finanzierungspraxen stellte die
Landesregierung klar, dass das Begegnungszentrum mit den
Gentechnikseilschaften und der Firma BioTechFarm nichts zu tun hätte.
Außerdem sei die “Begegnungsstätte”
offen “für verschieden Veranstaltungen”. Auszug aus der Antwort – immerhin
ein offizielles Landesregierungsdokument – im Anhang.
Das müsste sich ausprobieren lassen, dachten sich gentechnikkritische
Gruppen – und wollten für den 21.4. einen Raum anmieten. Doch das wurde
untersagt. Von wem? Der BioTechFarm …
(siehe Auszug aus dem gesamten Schreiben vom 22.3.2012 im Anhang).
Das ist wohl ein interessanter Patzer: Erkennbar werden die Seilschaften
(SBK finanziert Seilschaften-Treffpunkt und verschleiert das,
Landesregierung lügt und alles fällt auf, weil die zu dumm sind, ihre
Machenschaften klug umzusetzen!).

Nun denn … der Schaugarten in Üplingen wird 2012 wohl ca. zwei Drittel
aller Felder in Deutschland beherbergen. Oder auch nicht.
Liegt auch an uns. Starten wir in ein widerständiges Jahr.

Sehen wir uns am 20./21.4. dort?
Ich würde mich freuen … und sagt noch anderen Bescheid.

Wer mehr über den Schaugarten erfahren will: www.biogeldfarm.de.vu

Gruß aus der Projektwerkstatt, Jörg

P.S. ab 15.4. läuft wieder eine Veranstaltungstour durch Sachsen, u.a. mit
2x “Monsanto auf Deutsch – Seilschaften zwischen Behörden, Forschung und
Gentechnikkonzernen”:
- Montag, 16.4. um 19 Uhr in Schwarzenberg (im GRÜNEN-Bürgerbüro,
Schwarzenberg, Markt 14)
- Dienstag, 17.4. um 19 Uhr in Limbach-Oberfrohna (Gasthof Rußdorf/Sittner,
Waldenburger Straße 150)

Und:
12.-14.5. rund um Rostock und an den Versuchsfeldern des
AgroBioTechnikums: Vorträge und kritische Spaziergänge
- Kritischer Spaziergang an den Feldern in Sagerheide (Treffpunkt
Birkenallee 10/11, d.h. am Ortseingang von der B110 aus)
- Anschließend Kaffee, Kuchen und Zeit für Fragen/Diskussion auf dem
Nachbargrundstück
- ? Uhr (näheres folgt): Den Kopf entlAm 12. und 13.5. wird es dann übrigens
wieder die schon traditionellen kritischen Spaziergänge in Sagerheide
(Felder des AgroBioTechnikums bei Rostock) geben – zudem Veranstaltungen.
Näheres folgt.


Jörg Bergstedt, 06401/90328-3, Fax -5 (nach Anruf) oder 03212-1434654, Handy
01522-8728353  c/o Projektwerkstatt, Ludwigstr. 11, 35447 Reiskirchen-Saasen

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http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/25490.html

02.04.2012 | permalink

Polen: KWS drängt mit Gentechnik-Mais auf den Markt

Protest gegen die Freisetzung von Gentechnik-Rüben durch die KWS in Deutschland: “Behalte deinen Gentechnik Mist!”
Die deutsche KWS Saat AG wirbt für den Kauf von Gentechnik-Mais in Polen. Laut Information des Umweltinstitut Münchens bietet die KWS das MON 810-Saatgut an, obwohl der Verkauf in Polen verboten ist. Anfang dieses Jahres hatte die KWS angekündigt, sich mit seinem Versuchsanbau aus Deutschland zurückzuziehen, da die Stimmung gegenüber der Gentechnik zu ablehnend ist. Mit Freisetzungen will sich die KWS künftig auf die USA konzentrieren. Lediglich im Schaugarten Üplingen plant das Unternehmen weiterhin Versuchsanbau von Gentechnik-Zuckerrüben.
Im Nachbarland Polen wittert die KWS offensichtlich einen großen Markt, obwohl die Bevölkerung den Gentechnik-Anbau ablehnt und alle 16 Regionen Polens sich gentechnikfrei erklärt haben. Letztes Jahr war der Streit um die Gentechnik in Polen neu entfacht, als ein Gesetz verabschiedet werden sollte, dass den Anbau befördert hätte. Polens Präsident Komorowski verhinderte es in letzter Minute. Anja Sobczak vom Umweltinstitut hat wenig Verständnis für den KWS-Vorstoß: „Mit der dreisten Verkaufsoffensive will die KWS Fakten schaffen und die wankelmütige polnische Regierung zur Aufgabe des strikten Anti-Gentechnik-Kurses zwingen“.

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http://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/roundup-basf-kuendigt-feldversuche-mit-gentechnisch-veraenderten-kartoffeln-an_aid_733491.html
 
ROUNDUP
BASF kündigt Feldversuche mit gentechnisch veränderten Kartoffeln an
Donnerstag, 05.04.2012, 17:01
Die Gentechnik-Tochter des Chemiekonzerns BASF will trotz der Verlagerung ihres Sitzes in die USA in Europa gentechnisch veränderte Kartoffeln testen.

ROUNDUP: BASF kündigt Feldversuche mit gentechnisch veränderten Kartoffeln an – weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/roundup-basf-kuendigt-feldversuche-mit-gentechnisch-veraenderten-kartoffeln-an_aid_733491.html
In diesem Jahr gebe es in Deutschland, Schweden und den Niederlanden insgesamt Feldversuche mit drei Sorten, für die bereits EU-Genehmigungsverfahren liefen, kündigte das Chemieunternehmen am Donnerstag in Ludwigshafen an. Die Knollen sollen entweder gegen die Kraut- und Knollenfäule resistent sein oder nur die Stärkeart Amylopektin zur industriellen Nutzung bilden. Die gesamte Anbaufläche soll weniger als ein Hektar groß sein. Die deutsche Anbaufläche liegt in Sachsen-Anhalt.

Der Konzern, der vor allem wegen der Gen-Kartoffel „Amflora“ immer wieder in die Kritik geraten war, hatte im Januar angekündigt, dass er den europäischen Markt für Pflanzenbiotechnologie weitgehend aufgibt – und den Sitz seines Tochterunternehmens von Limburgerhof bei Ludwigshafen in die USA verlegt. In weiten Teilen Europas fehle noch immer die Akzeptanz bei der Mehrheit der Verbraucher, Landwirte und Politiker für die Pflanzenbiotechnologie, hieß es zur Begründung. Um sich aber alle Möglichkeiten offen zu halten, würden laufende Zulassungsanträge und Sortenschutzverfahren weiterverfolgt, teilte die BASFnun mit. Zudem gehe es darum, Saatgut zu vermehren.

Bei den Kartoffeln geht es um die Sorten Modena und Amadea, die reine Amylopektinstärke produzieren. Normale Kartoffeln bilden ein Stärkegemisch aus Amylopektin und Amylose, in vielen Bereichen wie der Papier- und Klebstoffindustrie wird aber reine Amylopektinstärke bevorzugt. Ebenfalls angebaut wird die Sorte Fortuna, die angeblich widerstandsfähig gegen Kraut- und Knollenseuche ist.
Da Kartoffeln nur begrenzt lagerfähig sind, würden sie in der Regel im Feld vermehrt, teilte die BASF mit. Außerdem gehe es bei dem anstehenden Projekt darum, die Leistungsfähigkeit der Sorten unter verschiedenen Umweltbedingungen zu überprüfen und zu dokumentieren. Das gelte auch für die spezielle Widerstandsfähigkeit der Fortuna. „Bei der Durchführung der Feldversuche werden wir – wie auch in den vergangenen Jahren – alle Maßnahmen in enger Absprache mit den zuständigen Behörden ausführen“, versicherte der Geschäftsführer der BASF Plant Science, Peter Eckes, laut Mitteilung.

ROUNDUP: BASF kündigt Feldversuche mit gentechnisch veränderten Kartoffeln an – weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/roundup-basf-kuendigt-feldversuche-mit-gentechnisch-veraenderten-kartoffeln-an_aid_733491.html
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http://derstandard.at/1333528495252/Rueckzug-Gentechnik-Ablehnung-ohne-Begruendung
 
Rückzug

“Gentechnik-Ablehnung ohne Begründung”

Johanna Ruzicka, 05. April 2012 17:43

foto: ap/rothermel
Ein Demonstrant gegen Gentechnik in Karlsruhe.

Vor 15 Jahren startete das Volks­be­gehren gegen Gentechnik, seit­her ist die Ablehnung noch stärker geworden. Die Chemiekonzerne streichen die Segel

Wien/Berlin – Seit der Ankündigung des deutschen Chemiekonzerns BASF in diesem Jahr, die Pflanzen-Gentechnikforschung aus der EU in die USA verlagern zu wollen, ist ein neues Kapitel in Sachen grüner Gentechnik aufgeschlagen. Der Rückzug der europäischen Industrie aus dem Zweig ist evident – zu massiv ist die Ablehnung in der Bevölkerung.

Gute Geschäfte

Die Märkte für gentechnisch verändertes Saatgut liegen in den USA, Asien und Südamerika – und dort matchen sich die Branchengrößen Monsanto, Syngenta, Bayer und KWS. Dort laufen die Geschäfte hervorragend. Der weltgrößte Gentechnik-Konzern, Monsanto, hat vom Dezember bis Februar den Umsatz um 15 Prozent auf 4,7 Mrd. Dollar (3,6 Mrd. Euro) erhöht; der Gewinn verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 19 Prozent auf 1,2 Mrd. Dollar. Doch sei mit keinen weiteren Firmenabwanderungen aus der EU zu rechnen, sagt Richard Breum, Sprecher von Bayer Crop Science im Gespräch mit dem Standard.

Bayer CropScience habe seine Freilandversuche in Deutschland schon 2004 eingestellt. Geforscht für die EU wird in Belgien, in Gent. Und die deutsche KWS, der viertgrößte Saatguthersteller der Welt, konzen-triert sich in der EU auf konventionell gezüchtetes Saatgut und solches für den Ökolandbau.

Industrie bedauert

Was von Konsumenten- und Umweltschützern als Sieg gesehen wird, wird in der Industrie naturgemäß bedauernd gesehen. Die Ängste gegen die grüne Gentechnik sieht Breum als nicht fundiert und die Ablehnung als nach wie vor “ohne wissenschaftliche Begründung”. Nicht unbeträchtliche Forschungsinvestitionen würden mittlerweile meist außerhalb der EU getätigt. Bayer hat ein Gewächshaus in den USA gebaut und ein Labor in Singapur.

Breum meint, dass an den europäischen Kritik vorübergehe, dass grüne Gentechnik im Rahmen von “Smart Breeding” nur noch eine Art Steigbügelfunktion habe: Mit Gentechnik wird herausgefunden, ob eine Pflanze eine bestimmte Eigenschaft ausgeprägt (oder eben nicht) hat. Die Pflanze mit der gewünschten Eigenschaftsausbildung werde dann gezielt gezüchtet – und zwar durchaus auch mit herkömmlichen Methoden.

Schnellere Züchtungserfolge

Dieses ” Smart Breeding” erlaube schnellere Züchtungserfolge, als wenn über konventionelle Vermehrung jedes Mal abgewartet werden muss, bis eine Pflanze ausgewachsen ist.In Österreich ist trotz Anbauverbot gentechnisch veränderter Pflanzen viel davon im Umlauf: Für die Fleischproduktion muss Soja importiert werden, und dieses ist in der Regel gentechnisch manipuliert. Selbst etablierte Gütezeichen wie das AMA-Siegel müssen beim Fleisch nicht auf Gentech-Futtermittel hinweisen. (Johanna Ruzicka, DER STANDARD; 6.4.2012)

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http://www.agrarheute.com/monsanto-umsatz-gewinn
 
Monsanto steigert Umsatz und Gewinn
St. Louis – Der weltgrößte Agrar- und Biotechnikkonzern Monsanto geht weiter von einem florierenden Geschäft aus. Vor allem Saatgut verkauft sich gut.

Zuletzt war vor allem die Nachrage aus den USA und Lateinamerika hoch.
Monsanto hat von Dezember bis Februar den Umsatz um 15 Prozent auf 4,7 Milliarden Dollar (3,6 Milliarden Euro) steigern können. Nach einem starken zweiten Geschäftsquartal hob das US-Unternehmen seine Erwartungen für das Gesamtjahr an und rechnet nun mit einem höheren Gewinn. Der Gewinn nahm um 19 Prozent auf rund 1,2 Milliarden Dollar zu.

Das Geschäft mit Saatgut hat angezogen. Vor allem die Nachfrage aus den USA und Lateinamerika sei zuletzt hoch gewesen, sagte Firmenchef Hugh Grant gemäß Nachrichtenagentur SDA.

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http://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/unternehmen-monsanto-wird-mehr-saatgut-los_aid_732877.html
 
 
Unternehmen Monsanto wird mehr Saatgut los

Mittwoch, 04.04.2012, 14:44

Der weltgrößte Agrar- und Biotechnikkonzern Monsanto verdient blendend mit seinem Saatgut.
Nach einem starken zweiten Geschäftsquartal hob das US-Unternehmen seine Erwartungen für das Gesamtjahr an und rechnet nun mit einem höheren Gewinn. Vor allem die Nachfrage aus den USA und Lateinamerika sei zuletzt hoch gewesen, erklärte Firmenchef Hugh Grant am Mittwoch.

Von Dezember bis Februar stieg der Umsatz um 15 Prozent auf 4,7 Milliarden Dollar (3,6 Mrd Euro). Der Gewinn verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 19 Prozent auf unterm Strich 1,2 Milliarden Dollar. Monsanto stellt neben Saatgut auch Unkrautvernichter her, ist wegen seiner gentechnisch veränderten Produkte aber umstritten. Die Aktie stieg nach der Zahlenvorlage vorbörslich um 1 Prozent.

Unternehmen: Monsanto wird mehr Saatgut los – weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/unternehmen-monsanto-wird-mehr-saatgut-los_aid_732877.html

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http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/wirtschaft/2988388/verkaufsschlager-gentechnik-monsanto-verdient-blendend.story
 
04.04.2012 um 19:20 Uhr
Verkaufsschlager Gentechnik: Monsanto verdient blendend

Der Agrarkonzern Monsanto kann sich offenbar der Einnahmen nicht mehr erwehren. Vor allem die Saatgut-Nachfrage aus den USA und Lateinamerika hebt die Erwartungen des Biotechnikkonzerns, der wegen seiner gentechnisch veränderten Produkte umstritten ist.

Foto © APAMonsanto verkauft gentechnisch verändertes Saatgut und auch das passende Spritzmittel dafür

Der weltgrößte Agrar- und Biotechnikkonzern Monsanto verdient blendend mit seinem Saatgut. Nach einem starken zweiten Geschäftsquartal hob das US-Unternehmen seine Erwartungen für das Gesamtjahr an und rechnet nun mit einem höheren Gewinn. Vor allem die Nachfrage aus den USA und Lateinamerika sei zuletzt hoch gewesen, erklärte Firmenchef Hugh Grant am Mittwoch. Von Dezember bis Februar stieg der Umsatz um 15 Prozent auf 4,7 Mrd. Dollar (3,6 Mrd. Euro). Der Gewinn verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 19 Prozent auf unterm Strich 1,2 Mrd. Dollar. Monsanto stellt neben Saatgut auch Unkrautvernichter her, ist aber wegen seiner gentechnisch veränderten Produkte umstritten.

Frankreich wehrt sich gegen Genmais
Eines der wenigen europäischen Länder, das sich gegen Monsanto-Mais wehrt, ist Frankreich: Die französische Regierung hat Mitte März bei der EU-Kommission in Brüssel die Aussetzung einer Genehmigung für Genmais des US-Konzerns Monsanto beantragt. Dabei handelt es sich um die Sorte MON810. Paris macht neue wissenschaftliche Erkenntnisse geltend, die diesen Antrag unterstützten. Die Regierung hatte Ende November 2011 nach einem entsprechenden Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) ein Verbot für diesen Genmais aufheben müssen.

Der EuGH hatte befunden, dass Paris erst ein “erhebliches Risiko” für Mensch, Tier oder Umwelt beweisen müsse, um den in der EU grundsätzlich als Futtermittel erlaubten Genmais MON 810 im eigenen Land aus dem Verkehr zu ziehen. Frankreich hatte 2007 auf eigene Faust die Verwendung des Saatguts ausgesetzt und 2008 den Anbau ganz verboten.

Kommentar eines GDEU-Mitstreiters:
Und auf beiden Seiten des Ladentisches: Narren. Die modernen Zauberlehrlinge (Riedl) pfuschen weiter in Dingen rum, deren Konsequenzen keiner absehen kann, die EU spielt mit, aber hier haben die Franzosen recht, man muß die Pforten der Hölle nicht freiwillig aufschließen. Und wer bereit ist, die Welternährung einem Gentechnikkonzern in die Hand zu geben, ist nicht nur biologisch sondern auch politisch ein gemeingefährlicher Irrer.

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http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/25506.html
 
04.04.2012 |

Kommission will GVO-Verunreinigungen in Lebensmitteln tolerieren

Verbände forderten 2011 von Verbraucherministerin Aigner die Beibehaltung der Null-Toleranz für gentechnisch veränderten Organismen. (Foto: Joyce Moewius)
Die EU-Kommission will nicht-zugelassene gentechnisch veränderte Organismen auch in Lebensmitteln tolerieren, kündigte ein Kommissions-Mitarbeiter an. Vor einem Jahr hatte die Kommission mit Zustimmung der Bundesregierung beschlossen, dass die Null-Toleranz für Verunreinigungen mit in der EU nicht zugelassenen GVO in Futtermitteln aufgehoben wird. Hersteller gentechnikfreier Lebensmittel beklagen, dass ihre Produkte durch diese Regelungen schleichend mit Gentechnik verunreinigt werden. Futtermittel- und Gentechnik-Industrie argumentieren immer wieder, dass Rohstoffe knapp werden, wenn die EU an ihren strengen Grenzwerten festhält, obwohl es in der Vergangenheit kaum verunreinigte Lieferungen gab. Gentechnik-Kritiker sehen in der Aufhebung der Null-Toleranz eine Lizenz zur Verunreinigung und halten sie für rechtswidrig. Der Europäische Gerichtshof hat in einem wegweisenden Urteil im September letzten Jahres den Grundsatz der Null-Toleranz für Spuren von nicht genehmigten gentechnisch veränderten Organismen bestätigt. Die Kommission will dennoch in den kommenden Wochen einen Vorschlag vorlegen, der vom Ständigen Ausschuss für die Lebensmittelkette abgestimmt werden muss. Die Regelung könnte noch vor der Sommerpause in Kraft treten.

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Artificial Leaves produce hydrogen fuel

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http://www.derboersianer.com/maerkte/usa/single/details/monsanto-schraubt-gewinn-ausblick-in-die-hhe285904.html

DerBörsianer.com / News / USA >>
Verfasst am 04.04.2012 um 15:38, Autor: BoerseGo

Monsanto schraubt Gewinn-Ausblick in die Höhe
Der Düngermittel- und Chemikalienproduzent Monsanto hat im zweiten Quartal die Erwartungen der Analysten beim Gewinn und Umsatz übertroffen. Die Gewinnprognose für das Gesamtjahr wurde erhöht. Auch die Guidance für den freien Cash Flow wurde in die Höhe geschraubt.

Der Umsatz erreichte 4,75 Milliarden US-Dollar, nach 4,13 Milliarden US-Dollar im Jahr zuvor. Die Erwartungen lagen nur bei 4,53 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn je Aktie stieg auf 2,28 US-Dollar, von 1,87 US-Dollar im Jahr zuvor. Die Analystenschätzung lag bei 2,11 US-Dollar je Anteilsschein.

Für das Gesamtjahr wird ein Ergebnis im Bereich von 3,49 bis 3,54 US-Dollar je Aktie erwartet. Zuvor war man von 3,34 bis 3,44 US-Dollar ausgegangen. Der Free Cash Flow soll dann in der Spanne von 1,6 bis 1,8 Milliarden US-Dollar liegen. Die Prognose lag bisher bei 1,3 bis 1,5 Milliarden US-Dollar. Der operative Gewinn aus laufender Geschäftstätigkeit soll 2,5 bis 2,8 Milliarden US-Dollar erreichen. Die alte Schätzung ging von 2,2 bis 2,5 Milliarden US-Dollar aus.  …

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http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/gutes-saatgutgeschaeft-monsanto-baut-seine-gewinne-aus/6479382.html
 
 
Gutes Saatgutgeschäft Monsanto baut seine Gewinne aus
04.04.2012, 19:02 Uhr
Besonders Saatgut und Genpflanzen sorgten bei Monsanto für ein Rekordquartal. Der Gewinn stieg um ein Fünftel auf 1,2 Milliarden Dollar. Schwachstellen gab es allerdings auch.
as florierende Geschäft mit Saatgut und Genpflanzen hat dem US-Agrochemiekonzern Monsanto ein Rekordquartal beschert. Der Konzern aus St. Louis im US-Bundesstaat Missouri baute im zweiten Viertel seines Geschäftsjahres 2011/2012 den Gewinn um ein Fünftel auf 1,2 Milliarden Dollar aus. „Wir hatten Beiträge zum Wachstum quer über Pflanzen und Regionen hinweg“, erklärte Monsanto-Chef Hugh Grant am Mittwoch im Zwischenbericht. Der weltgrößte Saatguthersteller, der vor allem durch seine Pflanzenbiotech-Produkte bekannt ist, schraubte seine Gewinnerwartungen für das gesamte Geschäftsjahr bis Ende August nach oben.
Vor allem in den USA und in Lateinamerika lief es für den Konkurrenten von Bayer und dem Schweizer Syngenta-Konzern rund. Dort war die Nachfrage nach genveränderten Saatgut des Konzerns stark. Besonders kräftig zog das weltweite Geschäft mit Genmais an. Der Maisumsatz nahm auf 2,8 von 2,4 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum zu. Mit Soja-Saatgut kletterten die Erlöse um zwölf Prozent auf 689 Millionen Dollar. Allerdings gab es auch Schwachstellen: So setzte Monsanto mit Gemüse-Saatgut rund sechs Prozent weniger um im Quartal, was der Konzern vor allem auf weniger Nachfrage aus Europa zurückführte.
Für das Gesamtjahr erwartet die Konzernführung nun einen Gewinn je Aktie von 3,49 bis 3,54 Dollar. Noch im Januar hatte Monsanto das obere Ende der Spanne zwischen 3,39 und 3,44 Dollar je Aktie als Zielwert ausgegeben…

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http://www.meineabgeordneten.at/Ots/meldung/Pirklhuber.-15-Jahre-Gentechnik-Volksbegehren.-Viel-erreicht.-noch-einiges-zu-tun
 
Pirklhuber: 15 Jahre Gentechnik-Volksbegehren: Viel erreicht, noch einiges zu tun

OTS-Aussendung im Original

Aussender: Grüner Klub im Parlament

2012-04-05 10:44:37

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/>Wien (OTS) – “15 Jahre nach dem erfolgreichen
Gentechnik-Volksbegehren ist die Ablehnung von
Gentechnik-Lebensmittel in der österreichischen Bevölkerung
ungebrochen hoch”, erklärt Wolfgang Pirklhuber,
Landwirtschaftssprecher der Grünen. Dies zeigt eine aktuelle, von den
Grünen in Auftrag gegebene Umfrage. 68,3 Prozent der Befragten würden
demnach keine Lebensmittel kaufen, wenn sie wüssten, dass diese
gentechnisch veränderte Pflanzen enthielten. Auch gegenüber
tierischen Produkten, wenn bei ihrer Erzeugung gentechnische
Futtermittel eingesetzt wurden, ist die ablehnende Haltung deutlich:
71,1 Prozent der Befragten würden nicht zu solchen Produkten greifen.
“Die heimische Milchproduktion verwendet bereits keine
Gentech-Futtermittel mehr. Auch die Eierproduktion wurde auf
gentechfrei umgestellt, der Mastgeflügelbereich wird derzeit
umgestellt und erste Projekte beim Schweinefleisch zeigen, dass auch
hier der Markt in Richtung gentechfreie Futtermittel in Bewegung
kommt. Allerdings ist das vielbeworbene staatliche österreichische
Lebensmittel-Gütesiegel der AMA-Marketing bezüglich
Gentech-Futtermittel bis heute immer noch blind”, kritisiert
Pirklhuber. Das sehen auch die KonsumentInnen so: 77,4 Prozent der
Befragten glauben nicht, dass das AMA Gütesiegel für eine
gentechnikfreie Erzeugung steht. Das AMA-Gütesiegel ist demnach keine
Entscheidungshilfe bei der Suche nach gentechnikfreien Lebensmitteln.
“Das soll sich ändern”, verlangt die Grüne Bundesprecherin Eva
Glawischnig. “Die AMA soll ihre hohe Verantwortung gegenüber den
österreichischen KonsumentInnen ernst nehmen und dem Wunsch der
KonsumentInnen nachkommen: Gentech-Futtermittel dürfen nicht länger
AMA-tauglich sein”, fordert Pirklhuber vehement. “Ein
österreichisches staatliches Gütesiegel, das dem Willen der
KonsumentInnen Rechnung trägt, muss auch bei den Futtermitteln der
heimischen Linie folgen und die heißt ganz klar: keine Gentechnik!
Auch nicht im Futter. Deshalb fordern wir gentechnikfreie
Futtermittel als Kriterium für das AMA-Gütesiegel”, konstatieren
Glawischnig und Pirklhuber unisono.
Mehr als 1,2 Millionen ÖsterreicherInnen unterschrieben von 7. – 14.
April 1997 die drei Forderungen des Gentechnik-Volksbegehren:
1. “Kein Essen aus dem Genlabor in Österreich”,
2. “Keine Freisetzungen genmanipulierter Organismen in Österreich”,
3. “Kein Patent auf Leben”
Bis heute ist das Gentechnik-Volksbegehren das erfolgreichste
parteiunabhängige Volksbegehren aller Zeiten. Die Grünen haben 1997
für eine ausführliche und ernsthafte Behandlung des Volksbegehrens im
Parlament gesorgt und u.a. eine Verschärfung des Gentechnikgesetzes
durchgesetzt.
Der wohl wichtigste Erfolg des Volksbegehrens: “Bis heute gibt es
keinen Anbau von gentechnisch veränderten Sorten in Österreich”,
freut sich Glawischnig. Alle diesbezüglichen Initiativen von
Gentech-Konzernen konnten erfolgreich abgewehrt werden. Jetzt muss
dieser Zustand endlich rechtlich abgesichert werden. “Das 2012 von
der Europäischen Kommission vorgeschlagene Selbstbestimmungsrecht der
Regionen, dem das Europäische Parlament mit einigen wesentlichen
Verbesserungen zugestimmt hat, wird von einigen wenigen
Mitgliedsstaaten blockiert. Wenn das weiterhin der Fall ist, dann
werden wir Grünen 2013 ein EU-weites Bürgerbegehren unterstützen”,
erklärt Pirklhuber abschließend.
Service – Hier finden sie die aktuelle Umfrage der Grünen:

http://www.gruene.at/uploads/media/Gentechnik-Umfrage_Maerz_2012_iA_D

ie_Gruenen.pdf
OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0083 2012-04-05 10:44 051044 Apr 12
FMB0001 0451

 
 
http://oe1.orf.at/artikel/302016
 
Umwelt, Landwirtschaft
Gentechnik: Grüne Kritik an Berlakovich
Lücken bei Kennzeichnungspflicht
Vor 15 Jahren ist in Österreich das Gentechnik-Volksbegehren abgehalten worden. Mit 1,2 Millionen Unterschriften war es das zweiterfolgreichste. Auch die Forderungen sind weitgehend erfüllt, so wird bis heute keine gentechnisch veränderte Pflanze in Österreich angebaut. Die Grünen sind trotzdem nicht zufrieden: Sie sehen Lücken bei der Kennzeichnungspflicht.
Ausnahme Soja-Fütterung
Gentechnisch veränderte Lebensmittel müssen auf der Verpackung einen Hinweis enthalten, dass es sich um Gentech-Produkte handelt. Diese EU-weite Regelung gilt allerdings nicht für tierische Produkte wie Fleisch. Diese müssen auch dann nicht gekennzeichnet sein, wenn die Tiere mit gentechnisch veränderten Pflanzen, beispielsweise Soja gefüttert wurden, kritisiert Grünenchefin Eva Glawischnig. Sie schätzt, dass immerhin die Hälfte der in Österreich verwendeten Futtermittel gentechnisch verändert ist.

Kritik an Berlakovich
Glawischnig nimmt Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich in die Pflicht. Er müsse Gentechnik-Futtermittel verbieten, bewege sich aber seit Jahren nicht, so Glawischnig. Dabei gebe es gar keine Gentechnik-Industrie in Österreich, die ihren Markt verlieren würde. In Österreich und Europa könnte man durchaus auch mit Eiweiß-Futtermittel aus eigenem Anbau die Gentech-Futtermittel verdrängen, so Glawischnig.

AMA-Gütesiegel ändern
Handlungsbedarf sieht Glawischnig auch, weil das staatliche österreichische Gütesiegel für Lebensmittel, das AMA-Gütesiegel, gentechnisch veränderte Futtermittel erlaubt, das sei absurd und gehöre geändert. “Das wäre eine Mindestforderung: Gentech-Futtermittel raus aus der AMA.” Die Gentechnik-Freiheit müsse vom Anfang bis zum Ende der Produktionskette eingehalten werden.

“Drohung” mit Volksbegehren
Im Gegensatz zur Kennzeichnungspflicht, die EU-weit zu regeln ist, könnte Österreich ein neues Gütesiegel ganz alleine umsetzen, so Glawischnig. Ändert sich nichts, drohen die Grünen damit, auf EU-Ebene aktiv zu werden und ein europaweites Volksbegehren “auf die Reise zu schicken”. Ein solches EU-weites Bürgerbegehren ist seit kurzem möglich. Das würde dann mehrere Punkte zum Thema Gentechnik umfassen und spätestens im kommenden Jahr eingeleitet werden, sagt Grünenchefin Eva Glawischnig.

05.04.2012

EI, EI, EI!!!

http://oe1.orf.at/artikel/302016
 
Umwelt, Landwirtschaft
Berlakovich gegen “grüne Panikmache”

Weist Gentechnik-Kritik zurück

Die Grünen sehen Lücken bei der Kennzeichnungspflicht gentechnischer Produkte. Es werde nicht angegeben, wenn Fleisch von Tieren stammt, die mit Gen-Soja gefüttert worden sind. Umweltminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP) weist die Kritik zurück: Das müsse sehr wohl ausgewiesen werden. Berlakovich spricht von “grüner Panikmache”.

Berichte & Nachrichten-Rundschau von USA bis EFSA

Bild von der Gentech-Veranstaltung des Bund Naturschutz Passau mit Vortrag von Jörg Bergstedt am 24.3.2012.
Foto: Luftbild-Scheurecker, Schärding

Feilmeier-Newsletter vom 31.3.2012

Liebe Freunde,

nachfolgend wieder einige interessante Meldungen aus der Wirtschaft und rund um die Gentechnik:

 
BILLA-Österreich setzt auf gentechnikfrei

Das Dominospiel geht in die nächste Runde. Ab Ende März 2012 gibt es in allen 1.000 BILLA-Märkten in Österreich gentechnikfrei erzeugtes Schweinefleisch. Um solche Marktumstellungen zu erreichen, braucht man Pioniere. Sehr gerne haben wir diese hier unterstützt. Die Grundlage für die Umstellung von BILLA war Franz Oberndorfer, Inhaber der oberösterreichischen IBO-Fleisch-GmbH. Damit aber ein Fleischverarbeiter seine Bauern auf gentechnikfrei umstellen kann, müssen zuerst die Futtermittel bereit stehen. Auch hier müssen Pioniere, wie das Handelshaus Pilstl, bereits vorher trotz heftigstem Widerstand den Mut aufgebracht haben, gentechnikfreie Futtermittel zu beschaffen. Und nicht nur gentechnikfrei, sondern auch umwelt- und sozialgerecht erzeugt (Soja nach Basler-Kriterien). Es ist also alles wie ein Dominospiel, das lange Zeit vorher schon begonnen hat, damit die Lebensmittelhändler heute gesunde und gentechnikfreie Lebensmittel anbieten können. Unsere Arbeit hat sich gelohnt und trägt immer mehr Früchte. Wir agieren im Hintergrund und unser Ziel ist der Erfolg und kein Medienrummel. In nächster Zeit werden weitere spektakuläre Umstellungen folgen.

IBO – steht für „Ich bin Oberösterreicher“. Damit war Franz Oberndorfer jedoch nicht zufrieden. Alle reden von regionaler Erzeugung. Das ist derzeit groß in Mode. Was nutzt aber der Begriff „Regional“? Wenn z.B. zwei Landwirte in einer Region, Fleisch, Eier oder Milch erzeugen. Einer davon füttert nur gesunde, gentechnikfreie Futtermittel. Sein Nachbar aber verwendet nur Billig- oder Abfallfutter „A-F..“, egal wo her, genverändert, Rückstände von Glyphosat im Gensoja, – Hauptsache billig. Beide Landwirte produzieren „aus der Region“ und verkaufen als „Regional erzeugt“. Ich hoffe, dass manche Leute endlich begreifen, welche gigantische Verbrauchertäuschung der Begriff „Regional“ bedeutet, wenn damit alleine geworben wird. Der Verbraucher wird mit schönen Gütesiegeln für regionale Erzeugung für dumm verkauft. „Regional“ sagt überhaupt nichts über die Qualität aus. Die Qualität eines Lebensmittels entscheiden nur die Futtermittel, die man verwendet. Wenn man also den Konsumenten mit regionalen Lebensmitteln versorgen will, die den Namen verdienen, gibt es nur einen Weg: Die Erzeugung muss aus der Region und alle Futtermittel müssen gentechnikfrei und gesund sein. Fragen Sie also beim Einkauf etwas genauer nach.

Franz Oberndorfer weiß, was regionale Qualität bedeutet. „IBO = Ich bin Oberösterreicher“ verbindet er mit gentechnikfreien, nachhaltig erzeugten Futtermitteln. Für die Österreicher wird es damit erstmals möglich, gentechnikfreies Schweinefleisch im ganzen Land zu kaufen. In Deutschland gehen einige regionale Verarbeiter als Pioniere voraus. Wie lange wird es noch dauern, bis in Deutschland dem Beispiel von BILLA flächendeckend gefolgt wird? Am Futtermittelmarkt liegt es nicht mehr. Die landesweite Versorgung mit gentechnikfrei ist gesichert. Auf der Internetseite des VLOG (Verband Lebensmittel ohne Gentechnik) www.ohnegentechnik.org kann man erfahren, welcher Hersteller schon gentechnikfreie landwirtschaftliche Erzeugnisse anbietet. Der Konsument hat es in der Hand: Kaufen Sie dort, wo das neue, sichere Gütesiegel „Ohne Gentechnik“, gesunde Qualität garantiert und meiden Sie Anbieter, die nur den Begriff „Regional“ verwenden >>> „Wer zahlt, schafft an“ – Nachproduziert wird in der Wirtschaft nur das, was Abnehmer findet.

Regierungskoalition bremst umweltverträgliche Biogas-Produktion aus – BÖLW fordert grundsätzliche Neuorientierung der Biogas-Politik

Dass die Biogaserzeugung aus den Fugen geraten ist, wissen außer den abhängigen Funktionären bereits fast alle Bürger. Wer heute die Großanlagen mit „Mais-Mais-Mais“ noch als „zukunftsweisend“ bezeichnet, hat die Realität verschlafen. Der beiliegende Bericht vom BÖLW zeigt hier genau die Lage. BIOGAS ja, aber umweltverträglich im Einklang mit der nachhaltigen Lebensmittelproduktion – Zuerst die Lebensmittel und dann die Energie!!!

Ich habe nichts gegen BIOGAS, so wie es ursprünglich entwickelt wurde. Die Bauern verstromen ihre Abfälle, Gülle und Mist. Dazu noch Ähnliches im Umkreis von wenigen km. Was aber heute vielfach abläuft, sind keine BIOGAS-, sondern „Straßengas“-Anlagen. Die Betreiber sind mehr auf der Straße als auf dem Bioacker. Tauft sie doch um. Wenn man den Mais bis zu 100 km zu den Anlagen karrt, ist der Sinn verfehlt. Würde man das Öl zur Herstellung von Dünger und sonstigen Bedarfsgütern für die „Straßengas“-Anlagen und das Diesel zum Hinkarren der Erntegüter verwenden, um daraus direkt Strom zu erzeugen, wäre dieser billiger und umweltschonender!?!  – und die Flächen blieben der Lebensmittelerzeugung erhalten. Wenn Böden nach vielen Jahren tot sind durch einen Zusammenbruch der Humusbilanz, weil die Substrate nur auf dem Papier auf die Maisflächen zurückkommen. Je schlechter die Böden, desto mehr Dünger ist notwendig und mehr Schädlinge treten auf. Und dann schreien die Betreiber nach der Gentechnik. Gesunde Fruchtfolge, sowie Gras- und Zwischenfrüchte, würden selbst für die sichere Humusbilanz sorgen, aber der Umsatz für die Saatgut- und Düngerkonzerne wäre dann geringer. Wenn allein in einem Landkreis über 10 Anlagen samt Hof zum Verkauf stehen. Der Kaufpreis für den ganzen Hof liegt bei 1 € + Übernahme der Finanzierungen. Ich glaube eher, dass der ganze geförderte Boom mit Land-Grabbing zu tun hat als mit reeller Energiegewinnung, weil Konzerne die Betriebe übernehmen. Was nutzen 20 Jahre sicherer Strompreis, wenn man nicht weiß, was die Erzeugung kostet. Ich kenne einige Anlagen im Bayerischen Wald, die reell und wirklich gut laufen. Aber die Realität der „Straßengas“-Anlagen sieht anders aus und zieht auch die wirklichen Pioniere, die diese vielversprechende Technik entwickelt haben und auch naturfreundlich betreiben, hinein. Nebenbei ruiniert man die Milcherzeuger, weil sie mit dem sinnlosen „versteigern“ der Pachtflächen nicht mehr mithalten können. Gerade diese wären es aber, die die Umwelt schonen. Die Landwirte sollten sich nicht immer blenden lassen. Nutznießer der Großanlagen ist immer die Industrie. Der langfristige Gesamtbetriebsertrag eines Landwirtes ist höher, wenn die Böden intakt bleiben. Mais ist effektiv der teuerste Rohstoff. Und richtige Abfallstoffe als Biogasfutter kosten immer gleich viel – nämlich nichts!

Harte Worte, auch wenn manche die Wahrheit nicht vertragen. Wir haben täglich mit der realen Praxis zu tun. Hört auf mit Neugenehmigungen. Macht zuerst die bestehenden Anlagen rentabel, damit die Höfe und damit die bäuerliche Landwirtschaft erhalten bleiben. Sonst kann es eines Tages sein, wenn wir zur Brotzeit gehen, dass wir das Licht noch einschalten können, aber auf dem Tisch liegt nichts mehr zum Essen.

Was ich sowieso nie verstehen werde, warum man auch bei Sonnenschein aus Biogas Strom erzeugt, während die Solaranlagen voll produzieren. Biogas wäre ein idealer Stromspeicher. Warum gibt man den „Biogas“-Anlagen nicht einen höheren Bonus, wenn sie das Gas speichern und nur dann verstromen, wenn der Sonnenstrom nachlässt. Dies technisch zu managen, wäre problemlos und würde einen Schub in Richtung erneuerbare Energie bedeuten. Vielleicht macht sich einmal ein Politiker daran, praxisgerechte Lösungen im Einklang mit der Natur anzugehen, anstatt immer nur dem Wohl der Industrie zu folgen.

Gentechnische Pflanzen und Superunkräuter

Seit vielen Jahren warnen wir davor. Wer sich etwas mit Pflanzenschutzmitteln auskennt, der weiß, dass die Resistenzen und damit die Superunkräuter kommen mussten. Glyphosat im Roundup ist ein blattaktiver Wirkstoff. Dieser baut innerhalb weniger Jahre immer Resistenzen auf. Neukeimende Pflanzen bekommen beim Besprühen nur geringe Wirkstoffmengen ab. Die Pflanzen gewöhnen sich daran und sterben dann nicht mehr ab. Wer aber glaubt, das sei Zufall, der irrt. Das war genau so geplant. Je mehr Pflanzenschutzmittel nötig sind, umso mehr steigt der Umsatz der Industrie. Bei einer Aktionärsversammlung hieß es: „Wir wollen mit der Gentechnik unser Kerngeschäft steigern“. Und das Kerngeschäft der Konzerne sind chemische Produkte.

Das Schlimmste an der ganzen Sache ist aber, dass es immer noch Vereine und Organisationen gibt, die Vertreter der Gentechnikkonzerne einladen und denen damit eine Plattform geben, ihre Propaganda vorzubringen. „WWW– Wer sagt was und warum sagt er es!!!“ Diese Vertreter sind verpflichtet, den Konzern positiv darzustellen und negative Gutachten zu bezweifeln, oder sie werden entlassen. Dies musste Deutschlands oberster Monsanto-Propagandist im letzten Jahr verspüren. Er wurde entlassen, weil er trotz viel Mühe zu wenig für den Konzern eingebracht hat. Und es gibt immer noch Leute, die glauben diese Märchen der Vertreter bei den Vorträgen. Vorgelegte beschönigende Gutachten sind genau so wertlos, weil 95 % aller Wissenschaftler in der Genforschung von den Konzernen abhängig sind. Papier ist geduldig, wenn das Gutachten die künftigen Gehälter sichern soll. Den Kinofilm „Gekaufte Wahrheit“ sollte hierzu jeder Bürger sehen. Es wird wieder Zeit, intensiver WWW nachzufragen.

Zusammengefasst kann man feststellen, dass wir auf dem besten Weg sind, künftig wieder gesunde, gentechnikfrei erzeugte Lebensmittel zu bekommen. Der Landwirt soll sie produzieren, die Lebensmittelhersteller sollen nur noch diese herstellen und der Konsument soll sie verlangen. Eigentlich wäre dies die Uraufgabe aller Beteiligten. Es kann nicht sein, dass es wahr wird, was man hinter den Kulissen bereits intensiv diskutiert: Billige Futtermittel und billige Nahrungsmittel mit möglichst vielen Rückständen sind der Garant, die Umsätze der Pharmaindustrie zu steigern.
Es gibt dazu gesunde Alternativen – nutzen Sie diese beim Einkauf durch

Und bedenke: „Billige Nahrungsmittel + Tabletten gegen die damit verursachten Beschwerden, kosten insgesamt auch soviel, wie gesunde, gentechnikfreie Lebensmittel“. Was verlangt wird, wird produziert!
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Gentechnikurteil gegen die Imker:

In Frankreich verbietet man den Genmais und bei uns versucht man alles, ihn doch noch einführen zu können. Und unsere „Industrieschutzministerinnen“ Ilse Aigner und Annette Schavan unterstützen die Konzerne.

Lesen Sie selbst den Bericht

Beiliegend ein Pressebericht von der Wallfahrt nach Altötting. Mit über 2.000 Teilnehmern war es wieder ein totaler Erfolg. Ich hoffe, dass dies im nächsten Jahr wieder stattfindet und auch andere Regionen dem Beispiel folgen.

Viele Grüße

Feilmeier Josef
Edlham / Passau
-          Internationale Arbeitsgruppe Futtermittel NON-GVO
www.feilmeier.info

120327 BÖLW PM EEG Kleegras PDF

120328 BÖLW PM Gentechnikurteil München PDF

BILLA-Österreich setzt auf gentechnikfrei PDF

Top-Manager (2) PDF

Wallfahrt PDF

Wirtschaftswoche_Gentechnische_Pflanzen_Superunkraeuter PDF

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http://www.ndr.de/info/programm/sendungen/forum/glyphosat115.html

Der Fall Glyphosat
So mancher Gartenfreund ärgert sich trotz der Frühlingssonne. Das erste Grün, das sprießt, ist Unkraut. Was liegt näher als der Griff zur Giftspritze? Meist ist in den einschlägigen Chemikalien der Wirkstoff Glyphosat der Firma Monsanto enthalten. Dieser Stoff wird auch in der Landwirtschaft großflächig eingesetzt. Er steht allerdings im Verdacht, Missbildungen hervorzurufen. Kritiker werfen den Genehmigungsbehörden vor, zu industriefreundlich zu sein und Warnungen vor dem Gift zu missachten.

Monsanto versperrt ein bisschen das Blickfeld, während die andern frisch drauflos fuhrwerken! FG
http://www.godmode-trader.de//nachricht/,a2787992.html
 
Syngenta emittiert Anleihen für 750 Mio. US-Dollar
Donnerstag 22.03.2012, 10:55 Uhr
Basel (Godmode-Trader.ch) – Der Agrarkonzern Syngenta hat in Argentinien die Zulassung für sein gentechnisch verändertes Maissaatgut Agrisure Viptera 4 erhalten. Zudem habe der Konzern in den USA Anleihen im Wert von 750 Millionen Dollar platziert, heißt es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Das Kapital soll für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet werden.
Tatsächlich ist eine Nähe zwischen Industrie und Behörden augenfällig. Mehrere Wissenschaftler von Behörden sind auch für industrienahe Organisationen tätig. Eine wichtige Rolle bei der Vernetzung spielt dabei das International Life Science Institute.

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Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die Schweizer in diesem Falle in US-Dollarwerten emittieren. FG

http://www.cash.ch/news/alle/syngenta_erhaelt_zulassung_fuer_maissaatgut_in_argentinien_usdbond_emittiert-1150054-448
 
Syngenta erhält Zulassung für Maissaatgut in Argentinien – USD-Bond emittiert
22.03.2012 07:20
Zürich (awp) – Der Agrochemiekonzern Syngenta hat in Argentinien die Zulassung für ein neues gentechnisch verändertes Maissaatgut erhalten sowie in den USA erfolgreich zwei Anleihen über den Gesamtbetrag von 750 Mio USD platziert. Beim zugelassenen Saatgut handelt es sich um das gentechnisch veränderte Quad-Stack Maissatgut Bt11 x MIR162 x GA21x MIR 604 (Agrisure Viptera 4). Dieses ist eine Weiterentwicklung des herbizidtoleranten Triple-Stack-Maissatgutes, welches die Zulassung bereits im November 2011 erhalten habe, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag.
Möglich wurde die Erweiterung durch die Zulassung des Traits MIR604, welcher zur Bekämpfung des Schädlings Maiswurzelbohrer konzipiert wurde. “Agrisure Viptera 4″ setzt in der Insektenbekämpfung neue Massstäbe, indem es die hervorragende Wirkung des Agrisure Viptera-Traits gegen Lepidoptera nun auch auf den Maiswurzelbohrer ausweitet”, lässt sich John Atkin, COO von Syngenta, in der Mitteilung zitieren.
Weiter gibt das Unternehmen am Donnerstag bekannt, dass USD-Anleihen im Wert von 750 Mio USD erfolgreich platziert wurden. Begeben worden sei eine Anleihe von 500 Mio USD mit einer 10-jährigen Laufzeit und einer Anleihe über 250 Mio mit einer 30-jährigen Laufzeit. Das Angebot erfolgte gemäss einer automatischen Registrierungserklärung und dazugehörigen Ergänzung, die Syngenta am 16. November 2011 bei der amerikanischen Securities and Exchange Commission (SEC) eingereicht hatte, heisst es weiter. Der Erlös aus der Anleihe wird für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet.
dl/rt
(Quelle: AWP)

http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/25407.html
 
19.03.2012 |

USA: Protest gegen Gentechnik formiert sich

Occupy Monsanto: Aktion vor dem US-Kapitol.
In den USA gründen sich immer mehr Initiativen, die sich gegen Gentechnik im Essen wehren. Die Tatsache, dass es in den USA im Gegensatz zu anderen Ländern keine Gentechnik-Kennzeichnung gibt, frustriert die Menschen zunehmend. Bei der Petition „Just label it“ haben mittlerweile über 900.000 Bürgerinnen und Bürger unterzeichnet. 55 Kongress-Abgeordnete haben der Lebensmittelbehörde FDA letzte Woche einen Brief geschrieben, in dem sie die Kampagne zur Kennzeichnung von Lebensmitteln unterstützen. Verbraucher sollten selbst die Wahl haben, ob sie gentechnisch veränderte Lebensmittel konsumieren wollen oder nicht, heißt es in dem Brief. Gleichzeitig kritisieren sie die Begründung der FDA, gentechnisch veränderte Organismen nicht zu kennzeichnen, weil sie im Wesentlichen konventionellen Lebensmitteln gleich wären. Biotechnologie führe Veränderungen herbei, die eben nicht durch menschliche Sinne wahrzunehmen seien. Verbraucherinnen und Verbrauchern sei gar nicht bewusst, dass Gentechnik in Lebensmitteln nicht gekennzeichnet werden muss, so die Abgeordneten-Gruppe.
Am Freitag demonstrierte die Aktion „Occupy Monsanto“ vor dem US-Kapitol mit dem Slogan „Der Kongress ist gentechnisch verunreinigt“ in Anspielung auf Monsantos finanzstarke Lobby-Arbeit. Die Initiative ruft am 17. September zu einem internationalen Aktionstag vor sämtlichen Monsanto-Standorten auf. Eine weitere Gruppe von Aktivisten demonstrierte vor der Gates Stiftung, die mit Monsanto kooperiert und den Anbau von Gentech-Pflanzen in Afrika fördern möchte.

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http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-805524.html
 
USA: Erstmals gibt es GVO-Mais im Supermarkt
[26.03.2012]

Dose Süßmais
Ab Sommer 2012 gibt es in den USA gentechnisch veränderten Süßmais im Handel. Zum ersten Mal kann der Verbraucher damit ein GVO-Lebensmittel direkt im Laden kaufen. Wie das Portal Transgen berichtet, mehren sich nun aber auch dort kritische Stimmen sowie Forderungen nach einer Gentechnik-Kennzeichnung.

Die Süßmais-Sorten der Firma Monsanto verfügen über die gleichen Genkonstrukte für Resistenzen gegen Schädlinge oder Herbizide, wie sie in Nordamerika in der Mehrzahl der üblichen Maissorten enthalten sind. Süßmais wird in den USA lediglich auf 140.000 ha angebaut, ein Bruchteil der gesamten Maisflächen von 35 Mio. ha.

Mit Ausnahme der schon seit Jahren genutzten gentechnisch veränderten Papayas aus Hawaii ist Süßmais das erste weitgehend unverarbeitete Lebensmittel, das direkt von einer gentechnisch veränderten Pflanze stammt und unmittelbar verzehrt wird.

Gentechnikgegner wollen die großen Handelsketten nun unter Druck setzen, den veränderten Süßmais erst gar nicht in ihr Sortiment aufzunehmen. Whole Foods und Trader Joe’s hätten bereits zugesichert, keinen GVO-Süßmais zu verkaufen. Die Kritiker wenden sich daher vor allem Wal Mart zu. In mehreren Städten habe es Proteste vor den Supermärkten gegeben.

Gleichzeit wird die Forderung nach einer Kennzeichnung von GVO-Produkten immer lauter. Laut einer Umfrage sprechen sich 90 % der Befragten für eine Kennzeichnung von GVO-Produkten aus. Es sei ein fundamentales Recht des Verbrauchers, eine informierte Entscheidung treffen zu können über das, was er isst, meinen auch mehrere Abgeordnete.

Die Behörden wollen dagegen bislang strikt am Grundsatz einer produktbezogenen Kennzeichnung festhalten. Ein Hinweis auf dem Etikett sei nur dann gerechtfertigt, wenn eine Gentechnik-Anwendung bei einem Lebensmittel zu veränderten Inhaltsstoffen oder Eigenschaften geführt habe.

Derzeit sollen etwa drei Viertel aller verarbeiteten Lebensmittel in den USA GVO-Zutaten enthalten, zitiert Transgen US-Schätzungen. (ad)

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Letzter Satz… FG

http://www.schweizerbauer.ch/htmls/artikel_28228.html
 
Argentinien: Syngenta erhält Zulassung für GVO-Maissaatgut

Der Basler Agrochemiekonzern Syngenta hat in Argentinien die Zulassung für ein neues gentechnisch verändertes Maissaatgut erhalten.

Es handle sich dabei um Agrisure Viptera 4, eine Weiterentwicklung des herbizidtoleranten Triple-Stack-Maissaatgutes, das die Zulassung im November 2011 erhalten hatte, teilte Syngenta am Donnerstag mit.

„Agrisure Viptera 4 setzt in der Insektenbekämpfung neue Massstäbe, indem es die hervorragende Wirkung des Agrisure Viptera-Traits gegen Lepidoptera nun auch auf den Maiswurzelbohrer ausweitet“, erklärt John Atkin von Syngenta.

Das neue Saatgut soll für die argentinischen Landwirte eine wichtige Hilfe werden, sollte sich der Maiswurzelbohrer im südamerikanischen Staat weiter ausbauen.

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http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/25418.html
 
2.03.2012 |

EU-Ombudsmann bekommt Beschwerde wegen EFSA-Mitarbeiter

Die EFSA-Risikobewertung von Gentechnik-Pflanzen ist umstritten. (Bild: Testbiotech)
Der Verein Testbiotech hat gestern beim EU-Bürgerbeauftragten wegen Interessenskonflikten bei der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) Beschwerde eingelegt. Grund dafür ist Harry Kuiper, der seit 2003 den Vorsitz des Gentechnikausschusses der EFSA innehat. Kuiper ist damit für die Prüfung der Risiken gentechnisch veränderter Pflanzen zuständig. Parallel war Kuiper auch für das von der Gentechnik-Industrie finanzierte International Life Sciences Insitute (ILSI) tätig. Testbiotech hat auch weitere Fälle im Blick, bei denen die Unabhängigkeit der EFSA infrage gestellt werden muss.
Zwar will die Behörde nun für mehr Transparenz sorgen und Interessenskonflikte in Zukunft vermeiden. Es gibt aber schon jetzt weitere EFSA-Experten, die auch mit ILSI in Verbindung stehen. Die EFSA sei bei diesen Fällen noch nicht tätig geworden, so Testbiotech.
Der Bürgerbeauftragte hatte schon einmal einer Beschwerde zur EFSA stattgegeben. Im Dezember letzten Jahres ging es um Suzy Renckens, die von einer leitenden Position bei der EFSA direkt zum Gentechnik-Konzern Syngenta wechselte.

Testbiotech: Wie unabhängig war die EFSA in den letzten 10 Jahren wirklich?
Infodienst Dossier: EFSA-Reform

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http://www.kleinezeitung.at/steiermark/2985263/rueckzug-des-manipulierten-tierfutters.story
 
31.03.2012 um 21:13 Uhr
Rückzug des manipulierten Tierfutters

Der nächste Streich: Nach dem Geflügelfleisch forciert der Handel nun auch bei der Schweinemast gentechnikfreie Futtermittel. Das bringt die steirische Branche unter Zugzwang.

In der konventionellen Schweinemast dominieren noch gentechnisch veränderte Futtermittel. Jetzt bahnt sich ein Wandel an

Jetzt also auch das Schweinefleisch. Neuerdings flüstert der “Billa-Hausverstand” den Konsumenten zu, zum “Schwein ohne Gentechnik” zu greifen. Der Rewe-Konzern (Billa, Merkur, Penny und Adeg) hat ab sofort Schweinefleisch aus konventioneller Produktion in den Regalen, das das “Gentechnikfrei-Siegel” trägt. Eine Novität – und der jüngste Vorstoß gegen die Agrogentechnik, die in Österreich aus dem Handel verschwinden soll.

Zwar sind nach Definition der EU bereits jetzt alle Lebensmittel in den heimischen Supermärkten gentechnisch unverändert. Der Buchstabe des Gesetzes lässt aber eine Lücke offen: Wenn ein Nutztier mit Gentech-Futter ernährt wird, muss das auf der Fleischverpackung nicht aufscheinen. Nur Biobetriebe sind verpflichtet, auf genmanipulierte Futtermittel zu verzichten. So kommt es, dass nach wie vor jährlich 550.000 Tonnen an gentechnisch verändertem Sojaschrot nach Österreich importiert werden. Fast drei Viertel der größtenteils aus Südamerika stammenden Ware gehen in die Schweinemast. Das so erzeugte Fleisch kann sogar das AMA-Gütesiegel tragen.

Dass es in den Rewe-Märkten nun auch konventionelles Schweinefleisch frei von Gentech-Futter gibt, fügt sich in eine Entwicklung, die in den letzten Jahren stark an Fahrt aufgenommen hat. Den Beginn machte im Juni 2010 die österreichische Milchwirtschaft, die komplett auf gentechnikfreies Rinderfutter umstellte. Ein halbes Jahr später folgte die Legehennenbranche. Heuer zogen schließlich 90 Prozent der Mastgeflügelproduzenten nach.

Bei Rewe sieht man das gentechnikfreie Schweinefleisch als Testballon für eine eventuelle großflächige Umstellung. Lieferant ist die oberösterreichische IBO Schwein, ein Zusammenschluss aus 65 Bauern. Zehn Prozent sei das gentechnikfreie Futter teurer, sagt Geschäftsführer Franz Oberndorfer. Er ist aber überzeugt, dass der Konsument das zu schätzen wisse.

Damit erhöht sich der Druck auf die starke steirische Schweinebranche, die jährlich etwa 100.000 Tonnen importiertes Gentech-Soja verschlingt. Eine großflächige Umstellung hält Josef Polz, Obmann der Vermarktergemeinschaft Styriabrid, für unrealistisch. “Da würde es einen Futterengpass geben, so etwas wäre für uns nicht umsetzbar.”

Ohne Importe geht nichts
Dem widerspricht Österreichs größter privater Futtermittelimporteur, der Unternehmer Karl Pilstl. “Eine gänzliche Umstellung ließe sich für die Steiermark und für ganz Österreich machen. Es wäre nur eine Vorlaufzeit von ein paar Jahren nötig, damit man die Ware vorab bestellen kann. Ohne Importe geht es allerdings weiterhin nicht.” Dass jetzt die gesamte Schweinebranche unter Zugzwang gerät, ist für Pilstl so gut wie sicher. “Der Zug in diese Richtung ist abgefahren und nicht mehr aufzuhalten.”

Das bestätigt Florian Faber, Geschäftsführer der Arge Gentechnikfrei. “Der Handel spürt, dass die Konsumenten zu 100 Prozent gentechnikfreie Lebensmittel wollen. Danach werden sich auch die Hersteller richten müssen.” Und sie scheinen es rasch zu tun: Vor einem Jahr trugen in Österreich 1200 Lebensmittelprodukte das “Gentechnikfrei-Siegel”. Inzwischen sind es bereits um die Hälfte mehr.

Oberndorfer denkt mit seiner IBO Schwein indes schon weiter. Nach dem Handel will er auch die Industrie mit gentechnikfreiem Schweinefleisch beliefern.

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http://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Tier/Urteil-im-Gen-Honig-Streit-Revision-angekuendigt_article1333004678.html
 
29.03.2012 | 09:04

Urteil im Gen-Honig-Streit – Revision angekündigt
München – Seit Jahren gilt ein Anbaustopp für den umstrittenen Gen-Mais Mon 810. Ein Imker fordert dennoch vor Gericht staatlichen Schutz vor genveränderten Pollen – und unterliegt vorm Verwaltungsgerichtshof. Damit ist der Rechtsstreit aber noch nicht vorbei.

(c) proplanta
Bayerische Imker haben keinen Anspruch auf staatlichen Schutz gegen gentechnisch veränderte Pflanzenteile im Honig. Dies hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in einem am Mittwoch bekanntgegebenen Urteil entschieden (Az.: 22 BV 11.2175). Allerdings wurde bereits Revision gegen das Urteil angekündigt. Ein Imker hatte den Schutz gefordert und gegen den Freistaat Bayern geklagt. 2003 hatte ein staatliches Versuchsgut den Gen-Mais Mon 810 der Firma Monsanto auf einem Nachbargrundstück des Klägers angebaut; der Honig des Imkers enthielt danach Pollen dieser Maissorte.

Für den gentechnisch veränderten Mais Mon 810 gilt inzwischen ein gerichtlich bestätigter Anbaustopp. Agrarministerin Ilse Aigner (CSU) hatte den Gen-Mais im Jahr 2009 wegen möglicher Gefahren für Tiere und Pflanzen verboten. Das Verwaltungsgericht Braunschweig bestätigte das Verbot. Die Richter erklärten damals, es gebe keine gesicherten Erkenntnisse darüber, dass der Mais zu erhöhten Gefahren für die Umwelt führe. Allerdings könne nicht ausgeschlossen werden, dass der im Gen-Mais produzierte Giftstoff nicht nur gegen Schädlinge, sondern auch gegen andere Insekten wirke und dass sich Pollen deutlich weiter verbreiten könnten als bislang angenommen.

Dass der Honig des Klägers durch die Pollen nicht mehr verkauft werden durfte, stand nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) aus dem Jahr 2011 in diesem Prozess vor dem Verwaltungsgerichtshof nicht mehr infrage, weil der Freistaat Bayern und die Firma Monsanto ihre Widersprüche dagegen zurückgezogen hatten. Der EuGH hatte 2011 ein gen-kritisches Urteil gefällt und entschieden, dass Honig frei von Gentechnik sein muss, wenn er über keine spezielle Zulassung verfügt.

Eine Pflicht zu staatlichen Schutzmaßnahmen für Imker sahen die Münchner Richter nicht. Auch die vom Kläger geforderte Feststellung, der Anbau von Mon 810 sei spätestens seit 2005 rechtswidrig gewesen, traf das Gericht nicht. Wie ein möglicher staatlicher Schutz ausgesehen hätte, wurde von ihm nicht exakt definiert. Denkbar seien die Einrichtung von Schutzabständen gewesen oder Zuschüsse für den Imker, um seine Bienenstöcke an einem anderen Ort aufzubauen, sagte eine Gerichtssprecherin.

Das Verfahren hatte weit über Bayerns Grenzen hinaus für Aufmerksamkeit gesorgt. In erster Instanz hatte das Verwaltungsgericht Augsburg entschieden, dass Imkereiprodukte wesentlich beeinträchtigt seien, wenn entsprechende Mais-Pollen nachweisbar seien. Die Forderung des Hobbyimkers Karl Heinz Bablok aus Kaisheim (Landkreis Donau-Ries) und vier seiner Imker-Kollegen nach einer Schutzpflicht wies auch die erste Instanz aber zurück.

Aber auch mit dem Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs ist der Rechtsstreit noch nicht vorbei. Er hat die Revision gegen sein Urteil zugelassen. Das tut er nur in schwierigen oder grundsätzlichen Fällen. Babloks Ehefrau und das Bündnis zum Schutz der Bienen vor Agrogentechnik, das ihn durch alle Instanzen auch finanziell unterstützt hat, kündigten bereits an, das Urteil anfechten zu wollen. Der Initiator des Bündnisses, Thomas Radetzki, bezeichnete die Gerichtsentscheidung als «Affront gegen die Imkerschaft». Als nächste Instanz muss sich dann das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig damit befassen. (dpa)
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http://www.bild.de/regional/muenchen/muenchen-regional/urteil-im-genhonigstreit–rueckschlag-fuer-23377896.bild.html
 
Urteil im Gen-Honig-Streit – Rückschlag für Imker
Mittwoch, 28. März 2012, 12:23 Uhr

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof wies die Klage ab. Foto: S. Thomas/Archiv
Foto: dpa
München (dpa/lby) – Bayerische Imker haben keinen Anspruch auf staatlichen Schutz gegen gentechnisch veränderte Pflanzen. Dies hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in einem am Mittwoch bekanntgegebenen Urteil entschieden (Az.: 22 BV 11.2175). Ein schwäbischer Imker hatte den Schutz gefordert und gegen den Freistaat Bayern geklagt. 2003 hatte ein staatliches Versuchsgut den Gen-Mais der Firma Monsanto auf einem Nachbargrundstück des Klägers angebaut; der Honig des Imkers war danach mit den Mais-Pollen belastet. Dass der Honig durch die Pollen wesentlich beeinträchtigt und nicht mehr für den Verkauf geeignet war, stand im Prozess vor dem Verwaltungsgerichtshof nicht mehr infrage. Eine Pflicht zu staatlichen Schutzmaßnahmen sahen die Richter dennoch nicht. Das Verfahren hatte weit über Bayerns Grenzen hinaus für Aufmerksamkeit gesorgt.
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http://www.bauernzeitung.at/?id=2500%2C128887%2C%2C
 
Gentechnikfreiheit auch bei Schweinefleisch ein Thema

Wachsende Nachfrage nach Soja ohne Gentechnik lässt die Preise steigen, die Schweinebranche arbeitet an nachhaltiger Sojastrategie.

Größer Nachdem die österreichischen Geflügelmäster teils freiwillig, teils auf Druck des Lebensmittelhandels innerhalb weniger Monate – nicht ohne Probleme – großflächig auf gentechnikfreie Fütterung umgestellt haben, macht nun eine große Handelskette GVO-Freiheit auch beim Schweinefleisch zum Thema.

Die Billa AG gab zu Wochenbeginn bekannt, dass sie ab kommender Woche in allen 1000 Filialen zusätzlich zu herkömmlicher Ware und Bioprodukten auch Schweinefleisch der hauseigenen Marke “Hofstädter” aus gentechnikfreier Produktion anbieten wird, gekennzeichnet durch das Logo der “ARGE Gentechnikfrei”. Lieferant für dieses Pilotprojekt ist die Oberndorfer Fleisch GmbH. (“Iboschwein”) aus Oberösterreich, die sich seit zwei Jahren auf gentechnikfreie Produktion konzentriert.
Plus 50 Cent/kg beim Verbraucherpreis

Gegenüber der BauernZeitung teilte Billa mit, auf dieser Schiene vorerst vier neue Artikel einzuführen, die jeweils 50 Cent/kg teurer als herkömmliches Schweinefleisch sein werden. Im anfänglichen Pilotbetrieb sollen 1000 Schweine pro Woche verarbeitet werden. Laut Franz Oberndorfer hat Billa zugesagt, “die höheren Produktionskosten abzugelten”.

Der Geschäftsführer der Österreichischen Schweinebörse, Hans Schlederer, sieht in dem Projekt in erster Linie einen strategischen Schachzug, misst ihm “im Hinblick auf die Meinungsbildung in der Öffentlichkeit” aber doch einige Bedeutung bei.

Im Geflügelsektor wird inzwischen hinter vorgehaltener Hand darüber gemurrt, dass der Handel zwar gentechnikfreie Fütterung verlangt, die höheren Kosten dafür aber nicht oder nur unzureichend abzugelten bereit ist. Die Preisdifferenz zwischen herkömmlichem Sojaschrot (rund 360 Euro/t) und GVO-freier Ware hat sich in den vergangenen Monaten nicht zuletzt aufgrund der gestiegenen Nachfrage je nach Quelle auf 30 bis 60 Euro/t erhöht.

“Die Beschaffung von GVO-freiem Sojaschrot ist zwar möglich, wird aber immer schwieriger und teurer”, sagt Rupert Bauinger, Geschäftsführer des Futtermittelherstellers Fixkraft, und lässt keinen Zweifel daran, dass die tatsächlichen Mehrkosten zurzeit (noch) nicht abgegolten werden. Die Firma Garant hat sogar die Belieferung eines sogenannten “Kopfbetriebes” für Hühnermäster eingestellt, weil dieser laut Geschäftsführer Christoph Henöckl trotz gestiegener Sojapreise rückwirkend eine Preissenkung verlangt hat.
Projekt für eine nachhaltige Sojastrategie

Als wichtige Aufgabe für die Zukunft sieht Hans Schlederer, die Abhängigkeit Österreichs bei Eiweiß von Importen aus Übersee zu verringern. Er gilt als einer der Initiatoren und Ideengeber für ein auf mehrere Jahre angelegtes Projekt, an dem schon seit einiger Zeit im Rahmen des Verbands Österreichischer Schweinebauern (VÖS) gearbeitet wird. Dabei geht es um die Entwicklung einer “nachhaltigen Sojastrategie”. Statt Soja aus Nord- und Südamerika zu importieren, wird – auch aus ökologischen Überlegungen – eine schrittweise Ausweitung des Sojaanbaus in Österreich und anderen zentral- und osteuropäischen Ländern im Donauraum angestrebt. Details dazu sollen demnächst bekannt gegeben werden.F.G.

22.03.2012
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http://www.fuldaerzeitung.de/nachrichten/fulda-und-region/Fulda-Ist-Gen-Uebertragung-auf-Tiere-moeglich;art25,537015

22. März 2012

Ist Gen-Übertragung auf Tiere möglich?

zn
Rhön

Die Verantwortlichen des Biosphärenreservats, die Spitzen des Kreisbauernverbandes und Agrar-Experten sprechen sich weiter für eine gentechnikfreie Fütterung in der Landwirtschaft aus.

Großansicht

Dr. Peter Hamel von der Einkaufsgemeinschaft „Gentechnikfreie Futtermittel Vogelsberg“ warb bei einer Infoveranstaltung des Kreisbauernverbandes Fulda-Hünfeld, des Vereins Natur- und Lebensraum Rhön und des Biosphärenreservats für gentechnikfreie Fütterung in der landwirtschaftlichen Tierhaltung. Es sei nachgewiesen worden, dass Gen-Konstrukte aus gentechnisch veränderten Futtermitteln auf landwirtschaftliche Nutztiere übertragen wurden. Es erfolge kein vollständiger Abbau.

In Studien in Australien sei in Tierversuchen an Mäusen, die mit Generbsen gefüttert wurden, erhöhte Lungenkrankheiten nachgewiesen worden. In England sei es zu erhöhten Krebsraten bei Versuchen mit gentechnisch verändertem Mais bei Ratten gekommen. Italienische Wissenschaftler hätten bewiesen, dass Gen-Konstrukte in der Milch nachweisbar seien. Aus Amerika sei von einer zunehmenden Unfruchtbarkeit bei Schweinen und Rindern nach Verabreichung von gentechnisch verändertem Futter berichtet worden.

Dr. Hubert Beier, Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes, wies darauf hin, dass die Rhön seit 2007 ausgewiesene gentechnikfreie Anbauregion ist. Inzwischen hätten sich 2300 Landwirte mit rund 64.000 Hektar Fläche freiwillige selbst verpflichtet und verzichten auf den Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut.
Im Vogelsberg haben sich 127 Mitglieder zu einer Einkaufsgemeinschaft zusammengetan. Insgesamt kaufen sie nach eigenen Angaben jährlich rund 10.000 Tonnen gentechnikfreies Soja ein, welches über Händler bezogen wird. Aufgrund der Menge seien die Preise mit denen von konventionellem Soja vergleichbar.

Verzicht auf Soja

Manfred Münker, Berater für Milchviehbetriebe beim Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen, zeigte anhand von Versuchsreihen auf, dass in der Fütterung gänzlich auf Soja – egal ob gentechnisch verändert oder nicht – verzichtet werden könne. Beim überlegtem Einsatz von Mais- und Grassilage sowie Rapsexstraktionsschrot oder Rapspresskuchen können die Futterkosten pro Kuh bei gleicher Milchmenge und Tiergesundheit sogar sinken.

Eine weitere Alternative zu Soja wurde von Agrarberater Johannes Fischer von Ettenstatt vorgestellt: Grascops. Dabei handelt es sich um spezielle Heutrocknungen. Auch der Luzerneanbau in Verbindung mit der Verarbeitung zu Cops würde aufgrund des hohen Eiweißgehaltes zunehmend interessanter. Fischer empfiehlt der heimischen Landwirtschaft, sich mit Blick auf die zu erwartenden steigenden Futtermittelkosten und einen Futtermittelmangel auf heimische Ressourcen umzustellen. Aus seiner Sicht könne die Luzerne, immergrüne Nutzpflanzen, eine Zukunftspflanze auch für die Rhön werden.

Luzerne für die Zukunft

Sven Euen, Vorstandsmitglied des Verbands „Lebensmittel ohne Gentechnik“ betonte, dass die Mehrheit der Verbraucher sich für die gentechnikfreie Fütterung ausspreche und eine Deklarierung von Lebensmitteln wünsche. Bislang gebe es aber keine Mehrheit in der Europäischen Union, um eine Deklarierung „mit Gentechnik“ bei Lebensmitteln durchzusetzen. Dies sei aus seiner Sicht sehr bedauerlich.

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http://www.agrar-presseportal.de/Nachrichten/Proplanta-Geo-Informationsdienst-zeigt-Anbauflaechen-gentechnisch-veraenderter-Pflanzen-auf_article12489.html
 
22.03.2012  |  12:20  |
 
 
 | Der Geo-Informationsdienst von Proplanta gibt eine weltweite Übersicht über Anbauflächen und Standorte von gentechnisch veränderten Pflanzen.
 

Stuttgart/Hohenheim (agrar-PR) – Die Anbauflächen gentechnisch veränderter Pflanzen steigen weltweit von Jahr zu Jahr. 2011 waren 160 Millionen Hektar verzeichnet – 12 Millionen Hektar mehr als im Vorjahr. Einen Überblick über die Anbauflächen und Standorte von gv-Pflanzen in Deutschland und der Welt gibt jetzt der Geo-Informationsdienst von Proplanta im Projekt „Standorte Gentechnisch Veränderter Organismen“ unter http://www.proplanta.de/Maps/Genpflanzen-karten.html .

Spitzenreiter im Anbau von GVOs waren laut ISAAA-Report 2011 weiterhin die USA mit 69,0 Mio. ha vor Brasilien (30,3 Mio. ha), Argentinien (23,7 Mio. ha), Indien (10,6 Mio. ha), Kanada (10,4 Mio. ha) und China (3,5 Mio. ha). Der größte Flächenzuwachs war mit +5,0 Mio. ha in Brasilien zu beobachten. Die Zuwachsrate war in den Entwicklungs- und Schwellenländern doppelt so hoch wie in den Industrieländern.

In Europa (EU-27) betrug die Anbaufläche für gv-Pflanzen 2011 insgesamt nur rund 0,1 Mio. ha. Für dieses Jahr wurden in Deutschland aufgrund der unklaren Rechtslage nur unter Vorbehalt Anbauflächen dem Standortregister der BVL mitgeteilt. Zahlreiche EU-Mitgliedsstaaten, so auch Deutschland, haben in der EU zugelassene Pflanzen auf ihrem Gebiet untersagt, obwohl ein derartiges Verbot nach EU-Recht strittig ist. Erst kürzlich ist ein dänischer Kompromiss-Vorschlag zu der Frage der nationalen Anbauverbote von GVOs gescheitert, so dass die Gentechnik-Politik in Europa weiterhin in der Schwebe bleibt.

Im Forschungsbereich hatte die BASF im Januar aufgrund der fehlenden Akzeptanz hierzulande ihre Grüne Gentechnik aus Deutschland in die USA verlegt. Ende Februar stoppte auch die KWS ihre Gentechnik-Versuche.

Wo in den letzten Jahren welche Kulturarten von gentechnisch veränderten Pflanzen angebaut oder freigesetzt wurden, kann man mit einem Klick der Kartendarstellung des neuen Maps-Projektes von Proplanta entnehmen. Diese Zusammenstellung wird auch in Zukunft laufend ergänzt werden. Der Proplanta Informationsdienst für Geodaten bietet ideale Voraussetzungen, um ortsbezogene Informationen zu verwalten, zu visualisieren und abzurufen. Unter dem Motto „Map-it mit Proplanta“ können alle Nutzer nach einer kostenfreien Anmeldung bei Proplanta eigene Projekte anlegen und beliebige Orte auf Maps mit Informationen, Fotos und Dokumenten versehen.

Zum Maps-Projekt „Standorte Gentechnisch Veränderter Organismen“:

http://www.proplanta.de/Maps/Genpflanzen-karten.html

Weitere Informationen:
http://www.proplanta.de/Maps (Ende / agrar-presseportal.de)
Pressekontakt
Frau Dr. Dorothea Elsner Telefon: 0711-451017610Fax: 0711-451017615E-Mail: pressestelle@proplanta.de
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http://www.taz.de/Gentechbakterien-auf-dem-Gestuet/!89693/

16.03.2012

Gentechbakterien auf dem Gestüt
Der Wirkungskreis der Pferdelunge
Auf dem Hof von Paul Schockemöhle in Mecklenburg-Vorpommern will ein Pharmakonzern einen mittels Gentechnik hergestellten Impfstoff testen. Die Bevölkerung protestiert.von Svenja Bergt

Die Anwohner in Grabow halten nichts von der Idee auf dem Schockemöhle-Gestüt einen genetisch manipulierten Impstoff zu testen.  Bild:  dpa
BERLIN taz | Am 1. April soll es losgehen. Auf dem Gestüt Lewitz im mecklenburg-vorpommerschen Grabow sollen junge Pferde einen Impfstoff gegen eine Lungenentzündung injiziert bekommen. Das Besondere daran: Der Impfstoff enthält gentechnisch manipulierte Bakterien.
Drei Fohlenjahrgängen soll der Impfstoff verabreicht werden, heißt es in der Versuchsbeschreibung. Der in der Natur vorkommende Typ des Bakteriums verursache bei den Fohlen eine Lungenentzündung – ältere Pferden sind dagegen immun. Um die Fohlen zu impfen, wurden daher vier Gene des Bakteriums entfernt. Man arbeite schon länger mit dem Pharmaunternehmen Intervet zusammen, das den Impfstoff testen wolle, so Marc Lämmer, Leiter des Gestüts.
ntervet mit Sitz im niederländischen Boxmeer ist die Tiersparte des US-Chemie- und Pharmakonzerns Merck & Co. Einen ersten Freisetzungsantrag stellte das Unternehmen bereits Ende 2010. Im folgendem Jahr wurden daraufhin in den Niederlanden 40 Fohlen mit den Impfbakterien behandelt.

Der neue Freisetzungsstandort, das Pferdegestüt Lewitz, gehört dem mehrmaligen Europameister im Springreiten, Paul Schockemöhle. Auf rund 3.000 Hektar werden dort etwa 3.500 Pferde gehalten. Weil es auf dem Hof die für eine Untersuchung notwendige hohe Zahl an Pferden gebe, habe man eingewilligt, den Versuch durchzuführen.

Untersuchungsdaten für die Zulassung
Schließlich müsse eine Wirkung des Impfstoffs mit einer Vergleichsgruppe nicht geimpfter Tiere mit gleichen Haltungsbedingungen verglichen werden. Später soll unter anderem mit den Daten aus der Untersuchung eine Zulassung des Impfstoffs beantragt werden.

Doch die Anwohner in Grabow protestieren seit Wochen gegen den Versuch. Über 400 Einwendungen schickten Bürger und Vereine an den Landkreis und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), das über die Zulassung entscheidet, auch die Gemeinde beteiligte sich.

„Niemand weiß, was mit den manipulierten Bakterien passiert“, formuliert Anwohnerin Gisela Welke ihre Befürchtungen. „Die Krankheit ist auch auf Menschen übertragbar“, sagt Bürgermeister Ulrich Schult. Und eine Wohnsiedlung liege direkt nebenan.

Noch Ende Januar hatten verschiedene Medien fälschlicherweise berichtet, dass der Impfversuch aufgrund der Proteste abgesagt werden soll. Paul Geurts, Sprecher von Intervet, widerspricht: Man warte nur auf die Genehmigung des BVL. Im Genehmigungsantrag für den Versuch wird eingeräumt, dass das Bakterium in seiner nicht manipulierten Form auch bei anderen Säugetieren und Menschen eine Lungenentzündung hervorrufen kann.

Gesundheitliche Gefährdung nicht ausgeschlossen
Weiter heißt es: „Der Impfstamm gelangt nach der Impfung kurzzeitig mit dem Kot der geimpften Tiere in die Umwelt.“ Und: „Wir können (…) nicht ausschließen, dass der Impfstamm bei immuneingeschränkten Personen Infektionen verursachen könnte.“

Das sieht Anja Sobczak vom Umweltinstitut München ähnlich: Eine gesundheitliche Gefährdung könne nicht ausgeschlossen werden. „Daher muss die Freisetzung von Gen-Lebend-Impfstoffen grundsätzlich verboten werden“, fordert sie. Lämmer widerspricht: „Wir sehen keine Gefährdung für unseren Bestand und auch nicht für die Umgebung, sonst würden wir den Versuch nicht durchführen.“

Was er sich von der Versuchsreihe verspricht, will er nicht sagen: Man plane, sich im März gemeinsam mit dem Hersteller des Impfstoffs zu äußern. Derzeit gibt es noch keine Impfung gegen die Erkrankung. Betroffene Fohlen werden bislang mit Antibiotika behandelt. Ohne Behandlung liege die Sterblichkeit meist über 80 Prozent, sagt Katja Roscher, Veterinärmedizinerin an der Klinik für Pferde der Universität Gießen.

In Lewitz ist das Interesse an einer Alternative groß: Mehr als die Hälfte der Fohlen auf dem Gestüt erkrankt durch das Bakterium, heißt es in dem Antrag für den Versuch – eine ungewöhnlich hohe Anzahl. „Auf mehr als der Hälfte der Gestüte erkranken weniger als 10 Prozent der Fohlen“, sagt Roscher. Bei Einzelbeständen könne sich der Anteil auf bis zu 100 Prozent erhöhen.

Kommerzielle Interessen
„Die Krankheit tritt vor allem dann auf, wenn viele Tiere in einem Betrieb sind und sie dicht stehen“, sagt Johannes Handler, Professor für Veterinärmedizin an der Freien Universität Berlin. Das müsse nicht gegen die Haltungsbedingungen sprechen.

Das Umweltinstitut und auch der Umweltverband BUND kritisieren trotzdem, kommerzielle Interessen würden über den Tierschutz gestellt. „Ein Pferd, das einmal eine Lungenentzündung hatte, lässt sich nicht mehr als Sportpferd verkaufen.“ Die Impfung sei daher nicht im Interesse der Tiere, sondern der wirtschaftlichen Verwertbarkeit.

Handler bestätigt, dass der Immunschutz der Tiere sich mit zunehmendem Alter verbessere. Dennoch könne die Entwicklung einer Impfung grundsätzlich sinnvoll sein. Das BVL geht davon aus, dass es bis Mitte April die Entscheidung über eine Genehmigung des Versuchs fällt. „Dabei werden die Argumente aus den Einwendungen berücksichtigt“, sagt BVL-Sprecher Andreas Tief.

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http://kurier.at/wirtschaft/4489543-gentechnik-auf-dem-rueckzug.php
 
 
Gentechnik auf dem Rückzug

Noch steckt im Schnitzel oft Gentechnik. Gekennzeichnet wird das nicht. Doch nun machen die Handelsketten Druck.

22.03.2012, 15:50

In der Schweineproduktion ist Soja als Kraftfutter unverzichtbar. Noch setzen die Bauern auf günstiges Gensoja. Doch der Handel macht Druck.

Für die Umweltschützer von Greenpeace grenzt es an eine Schweinerei: “Schweine und Rinder in Österreich fressen Gentechnik-Futter, doch das muss im Regal nicht gekennzeichnet werden.” Sprecherin Dagmar Urban forderte am Donnerstag eine verpflichtende Kennzeichnung und wünscht sich eine komplette Umstellung auf gentechnikfreies Futter bis 2014.

Vonseiten der Bauernschaft gibt es aufgrund der höheren Futterkosten noch Widerstand, doch tatsächlich steigt der Druck der Handelsketten.

Auf Wunsch der Lebensmittelhändler wurde 2010 die Fütterung von Milchkühen auf gentechnikfreies Futter umgestellt, seit Februar heurigen Jahres gilt die Umstellung auch für österreichisches Geflügel. Ab 26. März findet sich in den Billa-Regalen nun auch Genfutter-freies Schweinefleisch. “Wir schätzen den Bedarf auf rund 30 bis 40 Tonnen pro Woche”, erklärt Hersteller Franz Oberndorfer von IBO Schwein. Das Fleisch sei mit dem Arge-Gentechnik-Siegel versehen, die Bauern würden sechs Euro je Schwein zusätzlich erhalten.

Das Kilo Schnitzelfleisch ohne Knochen koste im Handel knapp unter zehn Euro. “Der Aufschlag für den Konsumenten beträgt rund zehn Prozent.” Entsprechende Wurstwaren sollen folgen.

Derzeit sind nur Bioware und ausdrücklich gekennzeichnete Ware sicher ohne Gen-Futter. Doch auch Händler Spar dringt auf eine Umstellung: “Wir würden ebenfalls gerne umstellen, aber wir brauchen 20.000 Schweine pro Woche”, erklärt eine Sprecherin. Man versuche aktuell, eine Lösung mit dem AMA-Gütesiegel zu erarbeiten.

Kostenfrage

Rund zehn Prozent Mehrkosten verursacht die Fütterung mit Gentechnik-freiem Futter etwa bei Geflügel. Nicht alles trägt der Konsument. “So wie es jetzt ist, geht es nicht, dass in der Produktion ständig die Margen sinken”, kritisiert etwa Futtermittelhersteller Rupert Bairinger von Fixkraft. Auch bei Milch sei der Gentechnik-Bonus von 1 Cent je Liter für die Bauern still und heimlich verschwunden, kritisieren Bauernvertreter.

Zudem ist gentechfreies Kraftfutter in Österreich derzeit Mangelware: Rund 600.000 Tonnen Soja müssen importiert werden, 400.000 davon sind Gen-Soja.

Grün-Abgeordneter Wolfgang Pirklhuber wirbt seit Jahren darum, den Anbau von gentechnikfreiem Soja in der Donauregion zu erhöhen: “Bis 2020 könnten wir zumindest ein Zehntel des Bedarfs produzieren.”

Das könnte auch nötig sein, denn der Bedarf wird steigen, meint Florian Faber von der Arge Gentechnikfrei: “Die gesamte österreichische Fleischbranche überlegt, wie sie die Gentechnikfreiheit umsetzen kann.” Er ist optimistisch: “Bei Schweinefleisch reden wir von ein bis drei Jahren, bis die gesamte Branche umgestellt hat.”

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http://oesterreich.orf.at/stories/2526052/
 
Antibiotika-resistente Keime in Hühnern entdeckt

Gesundheitsgefährdendes Hühnerfleisch ist nun auch in Österreich aufgetaucht. Die Umweltschutzorganisation Global 2000 testete die vier größten heimischen Produzenten auf Antibiotika-resistente Keime – und wurde fündig.

Gekauft wurden die Proben in vier verschiedenen Supermarktketten. Das Ergebnis sei „schockierend“: Bis auf eine einzige wurden in allen Proben sowohl MRSA-(Methicillin-resistente Staphylococcus Aureus) als auch ESBL-Keime (Extended Spectrum Beta-Laktamase produzierende Escherichia Coli) entdeckt, teilte Global 2000 mit.

Gravierende Schäden möglich

Die in den Proben gefundenen Keime können nach Angaben von Global 2000 bei Menschen mit einem schwachen Immunsystem gravierende gesundheitliche Probleme auslösen, etwa Lungenentzündungen, Harnwegsinfekte, schwere Blutvergiftungen und komplizierte Entzündungen der Haut. Da diese Keime auf Antibiotika resistent seien, die auch in der Humanmedizin eingesetzt werden, werde es immer schwieriger, geeignete Medikamente für die Behandlung zu finden.

Sieben Stichproben

Untersucht wurden laut Testbericht sieben Stichproben. Getestet wurden frische Hühner und Hühnerteile von vier großen Geflügelproduzenten (Lugitsch, Titz, Wech und Huber). Untersucht wurden verschiedene Hühnerteile (Brust, Keule, Flügel, Filet), die in vier Supermarktketten (Hofer, Billa, Zielpunkt und Spar) eingekauft worden waren.

„EU-weit wird von 25.000 Todesfällen jährlich aufgrund von Antibiotika-Resistenzen gesprochen“, hieß es in einer Aussendung. Heidemarie Porstner, Landwirtschaftsexpertin von Global 2000, erklärte: „Das Problem ist, dass bei der Erkrankung einzelner Tiere in der Massentierhaltung gleich der gesamte Stall mit Antibiotika behandelt wird. Das bedeutet, dass der Großteil der Hühner präventiv mit Medikamenten gefüttert wird, obwohl sie gesund sind.“

Ergebnis „nicht erwartet“

Überdies würden die Medikamente oft zu kurz verabreicht, so dass Resistenzen entstehen, warnte die Umweltschutzorganisation. „Es muss dringend zu einer dramatischen Reduzierung des Antibiotika-Verbrauchs in der österreichischen Landwirtschaft kommen – und es dürfen keine Humanantibiotika mehr an Tiere in diesem Ausmaß verabreicht werden“, forderte Porstner.

„Ein so eindeutiges Ergebnis hätten wir uns nicht erwartet. Laut der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) wurde MRSA in Hühnerfleischproben in den vergangenen drei Jahren nicht nachgewiesen. Uns reichte eine vergleichsweise kleine Stichprobe, um das Gegenteil zu beweisen.“

Ruf nach bundesweitem Monitoring

Global 2000 fordert nun dringend eine zentrale Erfassung sowie ein bundesweites transparentes Monitoring von Antibiotika-Einsatz und Resistenzenentwicklung in der Landwirtschaft. „Es muss endlich ein Umdenken in der österreichischen Agrarpolitik stattfinden – die derzeitigen Entwicklungen finden auf dem Rücken der österreichischen Konsumenten statt. Die Regierung subventioniert die risikobehaftete Intensivtierhaltung und übt so indirekt Gesundheitsgefährdung für die Endkunden aus“, kritisierte Porstner.

Link:

Global 2000
Publiziert am 22.03.2012

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http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=55&tx_ttnews[tt_news]=134268&cHash=665dcfd95e7c1f2ac9912e926dbeda8d
 
21. März 2012, 10:19
Wie unabhängig war die EFSA in den letzten 10 Jahren wirklich?
München, Brüssel (Testbiotech) – Testbiotech legt heute, unterstützt von Corporate Europe Observatory (CEO), eine neue Beschwerde beim EU-Bürgerbeauftragten ein. Die Organisation bittet den Ombudsmann, den Fall von Harry Kuiper zu prüfen. Kuiper ist seit 2003 der Vorsitzende des Gentechnikausschusses der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA, der die Risiken gentechnisch veränderter Pflanzen prüft. Zugleich hatte er enge Beziehungen zum International Life Sciences Institute (ILSI), das von der Lebensmittel- und Agrochemieindustrie finanziert wird. Er war Mitglied einer sogenannten Task Force von ILSI, die von einem Mitarbeiter der US-Firma Monsanto geleitet wurde. Andere Mitglieder der Gruppe waren Vertreter der Konzerne Bayer, Dow AgroSciences, Dupont und Syngenta. Sie alle produzieren gentechnisch veränderte Pflanzen.

Testbiotech hatte bereits 2010 festgestellt, dass die Arbeit der EFSA ganz wesentlich durch die Arbeit dieser Task Force beeinflusst wurde. „Wir wollen hier mehr Klarheit. Harry Kuiper war an jeder Stellungnahme zur Risikobewertung gentechnisch veränderter Pflanzen seit Gründung der EFSA beteiligt. Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf zu erfahren, ob Gesundheit und Umwelt in dieser Zeit wirklich so gut wie möglich geschützt wurden“, sagt Christoph Then von Testbiotech.

Nina Holland von Corporate Europe Observatory (CEO) wirft der EFSA vor, jahrelang versagt zu haben: „Hier liegt ein klarer Interessenskonflikt vor. Das wirft Fragen bezüglich der Entscheidungen auf, an denen Harry Kuiper maßgeblich beteiligt war. Wir wollen, dass der Ombudsmann hier für Aufklärung sorgt.“
In den letzten Wochen hat die EFSA eine Initiative zur Verbesserung ihrer Unabhängigkeit gestartet. Zudem wird Harry Kuiper in den nächsten Wochen wohl seinen Platz bei der EFSA räumen, weil seine Amtszeit abgelaufen ist. Testbiotech und CEO sind nicht davon überzeugt, dass das Problem damit gelöst ist. Es gibt weitere Experten, die enge Verbindungen zum ILSI haben und bei denen die EFSA nach wie vor nicht tätig geworden ist.

In einem anderen Fall hat der Europäische Bürgerbeauftragte einer Beschwerde von Testbiotech bereits stattgegeben. Dabei ging es um Suzy Renckens. Sie hatte die Gentechnikabteilung der EFSA geleitet und wechselte von dort direkt zur Gentechnikindustrie. Im Dezember 2011 veröffentlichte der Ombudsmann dazu eine Stellungnahme, in der es unter anderem heißt: „Die EFSA sollte zugeben, dass sie die relevanten Verfahrensregeln nicht beachtet hat.“ Es war ausgerechnet Suzy Renckens, die während ihrer Tätigkeit bei der EFSA mitverantwortlich dafür gewesen wäre, dass Interessenskonflikte bei der Risikobewertung gentechnisch veränderter Pflanzen verhindert werden.

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http://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Pflanze/USA-Gentechnik-Suessmais-befeuert-Kennzeichnungs-Kampagne_article1332498857.html
 
23.03.2012 | 11:34

USA: Gentechnik-Süßmais befeuert Kennzeichnungs-Kampagne
Aachen – Im Sommer kommt in den USA gentechnisch veränderter Süßmais in den Handel. Er ist das erste unverarbeitete Gentechnik-Lebensmittel, das direkt den Verbraucher erreicht.

(c) proplanta
Wie in Europa setzen auch in den USA Gentechnik-kritische Gruppen die großen Handelsketten unter Druck, gv-Süßmais erst gar nicht in die Regale zu nehmen. Gleichzeitig gewinnt eine landesweite Kampagne für eine verpflichtende Gentechnik-Kennzeichnung an Bedeutung.

Im vergangenen Herbst hat der Agro-Biotech-Konzern Monsanto erstmals Saatgut für gentechnisch veränderten Süß- oder Zuckermais auf den Markt gebracht. Ab Sommer soll er als Kolben oder in Konserven in den Auslagen der Supermärkte liegen. Die Süßmais-Sorten verfügen über die gleichen Genkonstrukte für Resistenzen gegen Schädlinge oder Herbizide, wie sie in Nordamerika in der Mehrzahl der üblichen Maissorten enthalten sind. Süßmais wird in den USA lediglich auf 140.000 Hektar angebaut, ein Bruchteil der gesamten Maisflächen von 35 Millionen Hektar.

Mit Ausnahme der schon seit Jahren genutzten gentechnisch veränderten Papayas aus Hawaii ist Süßmais das erste weitgehend unverarbeitete Lebensmittel, das direkt von einer gentechnisch veränderten Pflanze stammt und unmittelbar verzehrt wird. Anti-Gentechnik-Gruppen setzen die großen Handelsketten unter Druck, gv-Süßmais erst gar nicht in ihr Sortiment aufzunehmen. Whole Foods und Trader Joe’s, zwei im Bereich Organic Food starke Ketten, versicherten bereits, dass sie keinen gv-Süßmais verkaufen werden.

Nun konzentrieren sich die Aktivisten auf Wal Mart, den weltweit größten Handelskonzern. In mehreren Städten kam es zu Protesten vor den Supermärkten. Noch sei nichts entschieden, versicherte eine Wal Mart-Sprecherin, aber derzeit habe das Unternehmen keine Pläne, den Monsanto-Süßmais zu vertreiben.

Gleichzeit wird die Forderung nach einer Kennzeichnung von GVO-Produkten immer lauter. “Wer Zucker vermeiden will, Aspartam oder Transfettsäuren, der braucht nur auf das Etikett zu schauen. Aber wer GVO vermeiden will, der erfährt dazu nichts”, so Mark Bittman, ein einflussreicher Kolumnist der New York Times. “Es geht um das Recht, so viel zu erfahren wie die Europäer.”

Bei einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters sprachen sich 90 Prozent der Befragten für eine Kennzeichnung von GVO-Produkten aus. Und gerade haben 55 Senatoren und Kongressabgeordnete in einem offenen Brief an die Lebensmittelbehörde FDA (Food and Drug Administration) sich für eine Kennzeichnung eingesetzt. Es sei ein fundamentales Recht des Verbrauchers, eine “informierte Entscheidung” treffen zu können “über das, was er isst”.

Noch gibt sich die FDA unbeeindruckt. Sie hält am Grundsatz einer strikt produktbezogenen Kennzeichnung fest: Ein Hinweis auf dem Etikett sei nur dann gerechtfertigt, wenn eine Gentechnik-Anwendung bei einem Lebensmittel zu veränderten Inhaltsstoffen oder Eigenschaften geführt habe. Eine prozessbezogene Kennzeichnung bei stofflich im wesentlichen unveränderten Produkten – wie bei nahezu allen derzeit angebauten gv-Pflanzen – lehnt die FDA weiterhin als “unwissenschaftlich” und “irreführend” ab.

Doch der politische Druck nimmt zu. Im November könnte zusammen mit den Präsidentschaftswahlen in Kalifornien eine Volksabstimmung (Ballot) über eine verpflichtende Gentechnik-Kennzeichnung stattfinden. 800.000 Unterschriften sind dafür erforderlich und nach Angaben der Just label it-Koalition ist diese Zahl bald erreicht. Würde die Forderung in Kalifornien angenommen, erwarten Beobachter einen Domino-Effekt. Andere Bundesstaaten würden sich anschließen. Es wäre kaum vorstellbar, dass der amerikanische Lebensmittelmarkt in Zonen mit und ohne Gentechnik-Kennzeichnung zerfallen würde.

Derzeit, so schätzen es Branchen-Verbände, enthalten drei Viertel aller verarbeiteten Lebensmittel GVO-Zutaten, die wie etwa Öle, Fette, Stärke oder Zucker aus gentechnisch veränderten Pflanzen gewonnen werden. (TransGen)

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http://www.youtube.com/watch?v=XdtsTCdFZuM
 
 
Der Pakt mit dem Panda

Der Pakt mit dem Panda: Was uns der WWF verschweigt ist ein deutscher Fernseh-Dokumentarfilm von Wilfried Huismann über den World Wide Fund for Nature (WWF). Der Film zeigt angebliche zweifelhafte Praktiken und den Einfluss von verschiedenen Interessengruppen auf die weltgrößte Naturschutzorganisation.

Der Film ist eine Koproduktion von WDR und SWR unter der Redaktion von Tibet Sinha und Martin Schneider.[1] Huismann arbeitete ein Jahr an dem Film.

Im Kino hatte der Film am 22. Juni 2011 in Bremen Premiere.[2]

http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Pakt_mit_dem_Panda

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http://naturalsociety.com/gmo-protesters-shut-down-california-monsanto-office/
 
GMO Protesters Shut Down California Monsanto Office

Anthony Gucciardi
NaturalSociety
March 19, 2012
While proposed government regulation, previous legal action, and the threat of agricultural collapse does not seem to affect Monsanto’s daily operations, it appears protesters can and do. Dozens of protesters disrupted Monsanto’s California office in Davis, an area close to Sacramento, through vocal activism and calls to shut down the biotech giant with deep known ties into the United States government. Braving the rain, the dozens of protesters — not thousands — were successful in shutting down the entire office for the day.

The response to the activism presented by the protesters highlights just how powerful of a voice even just a few individuals have. If even a small group of anti-Monsanto grassroots activists can pause the entire business operations of a Monsanto corporation hub for the day, imagine what thousands or millions of concerned citizens could do. Monsanto is afraid of public outrage, which is why they are continually trying to squash labeling initiatives that would visually demonstrate to consumers just how ubiquitous their genetically modified ingredients are throughout the food supply. Many consumers now know and understand the negative effects of Monsanto’s creations, and oftentimes are consuming them unknowingly thanks to a lack of proper labeling guidelines.

“We were successful today in shutting down Monsanto,” said Steve Payan, the event organizer.

These developments have hit the news following two vital stories revealing the true nature of both Monsanto’s GMO crops and best-selling herbicide Roundup. Monsanto’s Roundup and a modified ‘biopesticide’ known as Bt were found to be killing human kidney cells by scientists, actually exhibiting direct toxicity to human biology. In the same vein, a group of 22 expert agricultural scientists warned the EPA that Monsanto’s GMO corn was extremely ineffective despite being toted as a method of increasing crop yields and reducing pesticide usage. Beyond the ineffective nature of the crops, the scientists warned that the GMO crops are developing mutated rootworms. The ‘super’ worms actually threaten the future of corn production as a whole, and could be a wrench in the agricultural wheel of progress.

It’s time for more than just a few dozen to stand up to Monsanto. If a small group can take down their office for a day from some mild protests, a few hundred thousand can take down the entire company — permanently.

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http://www.nachrichten.at/nachrichten/wirtschaft/art15,845481

Freitag, 23. März 2012, 20:35 Uhr
 
Für Fleisch ohne Gentechnik fehlt das Sojafutter
LINZ/WIEN. Der Handel will gentechnikfreies Schweinefleisch verkaufen und setzt Bauern und Futterbranche unter Zugzwang.
In diesen Tagen füllen die Handelsketten ihre Kühlvitrinen erstmals mit dem Fleisch von gentechnikfrei gefüttertem Geflügel. Herkömmliche Ware wird aufgebraucht und in Österreich nicht mehr produziert.
Bauern, Futtermittelbranche und Schlächter haben diese epochale Umstellung noch gar nicht richtig verdaut, prescht die Handelskette Billa erneut vor. Ab nächster Woche wird es Schweinefleisch geben, das nur von gentechnikfrei gefütterten Tieren stammt, konkret den Ibo-Schweinen (Ibo = Ich bin aus Oberösterreich) der Fleischerei Oberndorfer aus Ried im Traunkreis.
Das Siegel „Gentechnikfrei“ ist für viele Bauern jedoch ein Alarmsignal: Vor Jahren schon wurde in der Milchviehhaltung und in der Eierproduktion auf Futter umgestellt, das garantiert ohne gentechnisch veränderte Organismen (GVO) auskommt. Die Preisaufschläge, die damals versprochen und anfangs auch gezahlt worden sind, seien mittlerweile verschwunden. Die Bauern sind damit auf den Mehrkosten des Futters sitzengeblieben, klagen Bauernvertreter. Mehr noch: Manche Händler und vor allem die Lebensmittelindustrie importieren billige GVO-Ware und lukrieren so Wettbewerbsvorteile.
Wird Konsument mehr zahlen?
Es bedarf daher bewusster Konsumenten, die zu Produkten mit dem Gütesiegel der „Arge Gentechnikfrei“ greifen. Vor allem müssen sie dafür mehr bezahlen, im Falle von Billa-Ibo-Schwein 50 Cent mehr pro Kilo. „Der Konsument wird draufkommen, dass es nicht anders schmeckt, und es ist fraglich, ob er mehr bezahlen will dafür“, schimpft Johann Schlederer von der Landwirtschaftskammer, der auch Chef des größten Vermarkters ist, der Schweinebörse.
Die Standesvertretung bremst wegen der negativen Erfahrungen. Schon jetzt würden einzelne Futtermittelhändler Hühnermäster nicht mehr beliefern, welche die Mehrkosten des GVO-freien Futters nicht mehr tragen wollen. Offiziell schweigt die Hendlbranche, weil sie vom Lebensmittelhandel abhängig ist. Der weiß das und übt entsprechenden Preisdruck aus.
Abhängig von Südamerika
Mit jedem weiteren GVO-frei-Projekt wird das GVO-freie Sojafutter außerdem stärker nachgefragt und teurer. „Wenn der Schweinesektor völlig umgestellt würde, wäre dafür vier Mal so viel Soja nötig als bei Geflügel. Wir müssen ja die Versorgung garantieren“, sagt Schlederer. Deshalb solle abgewartet werden, bis das mittel-osteuropäische Anbauprojekt „Donau-Soja“ lieferfähig sei. Sonst fließe Kaufkraft nach Südamerika ab.
Der Importeur von GVO-freiem Soja, der Raaber Agrarhändler Karl Pilstl, widerspricht: „Wir liefern seit 14 Jahren und haben noch nie ein Problem gehabt. Das bekommen die Bauernvertreter aber mit den Konsumenten, wenn sie immer hinten dran sind.“ Die Mehrkosten seien auf ein Mastschwein umgelegt nur 2,30 Euro. „Das ist verkraftbar“, sagt Pilstl.
Der Handelskonzern Spar will sein Schweinefleisch-Sortiment vorerst nicht umstellen. Sprecherin Nicole Berkmann: „Wir haben Ibo auch kontaktiert. Wir brauchen 20.000 Schweine pro Woche, Ibo hätte nur 1000 bis 1500.

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http://wearechangeaustria.wordpress.com/2012/03/24/monsanto-kinderpropaganda-lobby-efsa/
Monsanto veröffentlicht Gentech-Propaganda für Kinder und will Lobbyisten in die EFSA einschleusen

Nach zunehmender weltweiter Opposition versuchen nun Biotech-Giganten wie Monsanto und Dow, die Gehirnwäsche schon im Kindesalter anzusetzen. Die amerikanische Lobbygruppe CBI (Council for Biotechnology Information) veröffentlicht daher das “Biotechnology Basics Activity Book”. Mit lustigen Rätseln und Illustrationen sollen die Kids spielerisch die Liebe zur “Grünen Gentechnik” erlernen.

Auf Seite 2 heißt es:

“Hallo Kinder! Willkommen zum Biotechnologie-Grundlagenbuch. Dies ist ein Activity Book für junge Leute wie Euch, in dem sich alles um Biotechnologie dreht — ein wirklich tolles Thema…. Ihr werdet sehen, dass Biotechnologie dazu verwendet wird, um herauszufinden, wie man: 1) mehr Nahrung produziert; 2) der Umwelt hilft; und 3) nahrhaftere Lebensmittel herstellt, die unsere Gesundheit verbessern. Während Ihr die Rätsel in diesem Buch auflöst, werdet Ihr mehr über Biotechnologie lernen, und auf welch wundervolle Weise sie uns dabei helfen kann, den Menschen ein besseres Leben in einer gesünderen Welt zu ermöglichen. Viel Spaß!”

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Währenddessen soll die Ex-Monsanto-Vertreterin Mella Frewen auf Vorschlag der EU-Kommission in den Verwaltungsrat der EU-Lebensmittelbehörde EFSA einziehen. Sämtliche Parteien im Europaparlament lehnen die Nominierung der Cheflobbyistin ab. Das Parlament hat in dieser Personalfrage jedoch kein Vetorecht.

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http://diepresse.com/home/politik/eu/740291/EUParlament-gegen-Bestellung-von-Lobbyistin
 
EU-Parlament gegen Bestellung von Lobbyistin

14.03.2012 | 18:16 |   (Die Presse)

Ex-Monsanto-Vertreterin in Brüssel sollte in EU-Lebensmittelbehörde Efsa einziehen. Von Monsanto stammt jene derzeit einzige gentechnisch veränderte Maissorte, deren Anbau in der EU zugelassen ist.

Brüssel/Go. Sämtliche Parteien im Europaparlament haben am Mittwoch beschlossen, die Nominierung der Cheflobbyistin der Lebensmittelindustrie in den Verwaltungsrat der EU-Lebensmittelbehörde Efsa abzulehnen. Das erfuhr „Die Presse“ von dem an dieser Entscheidung beteiligten ÖVP-Abgeordneten Richard Seeber. „Wir haben übereinstimmend über alle Franktionsgrenzen beschlossen, dass wir diese Dame nicht unterstützen, weil wir annehmen, dass sie wegen ihrer Nähe zu Monsanto nicht objektiv entscheiden würde“, sagte Seeber.

Die Europäische Kommission hatte die Irin Mella Frewen vorletzte Woche für den Efsa-Posten vorgeschlagen. Bevor sie die Geschäftsführung des Lobbyverbands „FoodDrinkEurope“ übernommen hatte, arbeitete Frewen jahrelang für den US-Saatgutkonzern Monsanto ebenfalls als EU-Lobbyistin. Von Monsanto stammt jene derzeit einzige gentechnisch veränderte Maissorte, deren Anbau in der EU zugelassen ist. Die wissenschaftlichen Gutachten über mögliche Risken stammen von der Efsa.

Das Parlament hat in dieser Personalfrage zwar kein Vetorecht. Seeber erwartet allerdings, dass der Rat, das Entscheidungsgremium der Regierungen, davon Abstand nehmen wird, Frewen zu bestellen und damit einen Konflikt mit dem Parlament vom Zaun zu brechen. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Rat jemanden bestellt, gegen den es eine derart klare Ablehnung gibt“, sagte Seeber.

(“Die Presse”, Print-Ausgabe, 15.03.2012)

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http://www.dbn.at/index.php/single/schweinefleisch-ohne-gentechnik-bei-billa/bfyyWBlWUbRQJHUPMz3JVVN5fmXy9T335mwlg5RW33WFYDlrxPzM9mAJSPEiGnVkZ2LcKT..k8amWGpaxixbTuw____
 
Wirtschaft
22.03.2012
Schweinefleisch “ohne Gentechnik” bei Billa

REWE hat angekündigt, in Zukunft kontrolliert gentechnikfreies Schweinefleisch anzubieten. Derzeit ist konventionell hergestelltes Schweinefleisch, bei dem kein gentechnisch verändertes Futter zum Einsatz gekommen ist, bei Billa in ganz Österreich erhältlich.

„Die Umstellung auf gentechnikfreie Futtermittel bei einem Teil des Schweinefleisches ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung und hat Vorbildwirkung für die Schweinefleisch-Branche“, begrüßt Greenpeace-Gentechniksprecherin Dagmar Urban die Initiative des österreichischen Marktführers REWE, zu dem unter anderem Billa, Merkur und Penny gehören.

Schon bisher war gentechnikfreies Schweinefleisch im Form von Bio-Fleisch erhältlich, da ja Bio-Produkte generell Gentechnik-frei produziert werden.

Jetzt ist auch gentechnikfreies Schweinefleisch aus konventioneller Produktion in Österreich erhältlich – bisher nur bei Billa, doch bald auch bei den anderen REWE-Supermärkten. Zu erkennen sind kontrolliert gentechnikfreie Lebensmittel am Bio-Gütesiegel oder an dem grünen Zeichen „Ohne Gentechnik hergestellt“.

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Landwirtschaftsminister offen auf der Gehaltsliste des US-Genriesen Monsanto

http://www.youtube.com/watch?v=Q3kdtbVszm8&feature=player_embedded

Mitte März gab es Kundgebungen vor dem Landwirtschaftsministerium – Umweltaktivisten protestierten gegen genmanipulierte Lebensmittel. Zwar gibt es keine konkrete Anhaltspunkte, dass jemand tatsächlich versuchen würde, in Rumänien so etwas auf den Markt zu bringen. Für die Demonstranten reicht es aber, dass der neue Landwirtschaftsminister – genau wie sein Vorgänger – offen auf der Gehaltsliste des US-Genriesen Monsanto stand.

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http://weser-ems.business-on.de/gentechnik-niedersachsen-pflanzkartoffel-saatgut-umweltministerium-spuren-_id23805.html
 
 
 26.03.2012  09:34 Uhr
Niedersachsen
In 4 Fällen Gentechnik in konventionellem Saatgut nachgewiesen
Hannover. Bei den diesjährigen amtlichen Kontrollen von Maissaatgut und Pflanzkartoffeln ist gentechnisch verändertes Material gefunden worden. Insgesamt waren in Niedersachsen 72 Maissaatgutproben und 15 Proben von Pflanzkartoffeln untersucht worden.
Das Saatgut war gezielt auf Spuren von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) untersucht worden. Erstmals wurde in diesem Jahr neben Mais auch Pflanzkartoffel-Saatgut untersucht. In vier Maisproben fanden die Kontrolleure dabei Spuren von gentechnisch veränderten Saatgut-Anteilen.
Die betroffenen Firmen sind über die Nachweise informiert worden und sorgen nach Angaben des Umweltministeriums in Hannover freiwillig für die Rückholung des Saatguts. Dass alles wieder zurückgeholt wurde, kontrollieren die staatlichen Gewerbeaufsichtsämter.
Gentechnisch veränderte Anteile sind in konventionellem Saatgut nicht zugelassen. Das Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz überwacht die Einhaltung der europäischen Regelung in Niedersachsen gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer und dem Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES). Kritik gegen diese Vorgehensweie kommt hingegen von der Industrie, die auf Grenzwerte drängt, damit Bestellungen nicht zurückgewiesen und Produktionsprozesse durch gentechnische Verunreinigungen unterbrochen werden müssen. Produktionsausfälle kosten die Unternehmen sehr viel Geld, eingekauft wird Material meist auf dem Weltmarkt.
Pflanzkartoffeln wurden in Niedersachsen in diesem Jahr das erste Mal auf GVO untersucht. Grund für diese erstmalige Untersuchung war nach Angaben der Nds. Umweltministeriums die europaweite Zulassung der gentechnisch veränderten Amflora-Kartoffel. Sämtliche Proben von Pflanzkartoffeln waren allerdings diesmal  frei von gentechnisch veränderten Anteilen.

(Redaktion)

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http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=55&tx_ttnews[tt_news]=134702&cHash=155f6a1eefa0a43b534e71d8cbde7f5e
 
26. März 2012, 10:10
Neue Superschädlinge auf dem Acker?
München/Brüssel (Testbiotech) – Testbiotech veröffentlicht heute ein Dossier mit überraschenden Details zum Anbau des gentechnisch veränderten Mais MON88017, der ein Gift gegen Insekten produziert. Wie eine aktuelle Laboruntersuchung aus den USA zeigt, könnte dieser Mais dazu beitragen, die Ausbreitung von Fraßinsekten zu beschleunigen. Nach den Versuchsergebnissen entwickelt der sogenannte Maiswurzelbohrer nicht nur eine Resistenz gegen das Gift des gentechnisch veränderten Mais, sondern er kann gleichzeitig die Entwicklung seiner Larven beschleunigen und mehr Nachkommen produzieren. Dies würde dazu führen, dass sich der von Landwirten gefürchtete Schädling noch schneller auf den Feldern ausbreitet.

Die neuen Forschungsergebnisse, die unter anderem von Wissenschaftlern des US-Landwirtschaftsministeriums stammen, passen zu weiteren Untersuchungen aus den USA. Diese belegen tatsächlich die Ausbreitung von giftresistenten Wurzelbohrern in Regionen, in denen der gentechnisch veränderte Mais angebaut wird. Derzeit wird darüber beraten, ob der Mais MON88017 auch in der EU angebaut werden darf. Der US-Konzern Monsanto hat eine Genehmigung für den Anbau beantragt und die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA hat den Mais im Jahr 2011 bereits für unbedenklich erklärt.

„Die aktuelle Veröffentlichung aus den USA zeigt eine neue Dimension bei der Entwicklung resistenter Fraßinsekten. Es ist bereits bekannt, dass sich der Wurzelbohrer an den Anbau von insektengiftigem Mais anpassen kann. Jetzt sieht es aber danach aus, als ob die angepassten Schädlinge gleichzeitig eine höhere Fitness aufweisen und sich so noch rascher ausbreiten können. Wir raten dringend davon ab, diesen Mais für den Anbau zuzulassen“, sagt Christoph Then von Testbiotech.

Die Anpassung der Schadinsekten ist nicht das einzige Problem. Dieser Mais produziert nicht nur ein Insektengift, sondern widersteht zudem dem Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat (bekannt als Roundup). Würde dieser Mais in der EU zugelassen, wäre er auch die erste kommerziell angebaute gentechnisch veränderte Pflanze in Europa, die gegen das Spritzmittel resistent ist. Aktuelle Untersuchungen aus den USA zeigen, dass der großflächige Anbau von herbizidresistenten Pflanzen eine wesentliche Ursache für den Rückgang der Population des Monarchfalters ist. Durch den Anbau von gentechnisch veränderter Mais und Soja werden auch die Pflanzen reduziert, die die Raupen des Falters als Futter benötigen.

Zudem haben sich in den letzten Jahren immer mehr Unkräuter an die beim Anbau eingesetzten Gifte angepasst. Dadurch muss heute sehr viel mehr Glyphosat gespritzt werden als vor zehn Jahren. Das bedeutet auch höhere Belastungen für Mensch und Umwelt. Trotzdem hat die EFSA keine aktuellen Daten über die Höhe der Belastung mit Glyphosatrückständen der Pflanzen verlangt.

Derzeit stehen verschiedene neue gentechnisch veränderte Maispflanzen vor einer möglichen Anbauzulassung in der EU. Die EFSA hat neben MON88017 auch den insektengiftigen Mais Bt11 der Firma Syngenta, den Mais 1507 (ebenfalls insektengiftig) der Firma Dupont/Pioneer sowie GA21 von Syngenta und NK603 von Monsanto (beiden sind unempfindlich gegenüber Glyphosat ) als unbedenklich eingestuft. Es wird erwartet, dass die Mitgliedsländer in den nächsten Wochen auch erneut über den Anbau des insektengiftigen MON810-Mais abstimmen werden.

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http://marktcheck.greenpeace.at/9346.html
 
Greenpeace: AMA muss Gentech-Futter ausschließen!

Greenpeace zeigt sich erfreut über die Ankündigung von REWE, in Zukunft kontrolliert gentechnikfreies Schweinefleisch anzubieten. Derzeit ist konventionell hergestelltes Schweinefleisch, bei dem kein gentechnisch verändertes Futter zum Einsatz gekommen ist, bei Billa in ganz Österreich erhältlich. Nachziehen muss jetzt das AMA-Gütesiegel – denn das erlaubt nach wie vor den Einsatz von Gentech-Futter.

Ein wichtiger Schritt …

„Die Umstellung auf gentechnikfreie Futtermittel bei einem Teil des Schweinefleisches ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung und hat Vorbildwirkung für die Schweinefleisch-Branche“, begrüßt Greenpeace-Gentechniksprecherin Dagmar Urban die Initiative des österreichischen Marktführers REWE, zu dem unter anderem Billa, Merkur und Penny gehören.

Garantiert Gentechnik-frei

Schon bisher war gentechnikfreies Schweinefleisch im Form von Bio-Fleisch erhältlich, da ja Bio-Produkte generell Gentechnik-frei produziert werden.
Jetzt ist auch gentechnikfreies Schweinefleisch aus konventioneller Produktion  in Österreich erhältlich – bisher nur bei Billa, doch bald auch bei den anderen REWE-Supermärkten. Zu erkennen sind kontrolliert gentechnikfreie Lebensmittel am Bio-Gütesiegel oder an dem grünen Zeichen „Ohne Gentechnik hergestellt“.

AMA-Gütesiegel hinkt nach

AMA-Gütesiegel
Die österreichischen KonsumentInnen lehnen Gentechnik strikt ab und möchten kein Gentech-Fleisch auf ihrem Teller wie Umfragen immer wieder bestätigen. Ganz entgegen der Vermutung vieler KonsumentInnen, steht das AMA-Gütesiegel nicht für Gentechnik-Freiheit.
Leider wird es oft mit dem AMA-Bio-Siegel verwechselt.
„Die AMA muss dem Wunsch der KonsumentInnen endlich entsprechen und Gentechnik-Freiheit als Kriterium für das AMA-Gütesiegel aufnehmen“, fordert Urban abschließend.
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http://www.fruchthandel.de/newsnet/aktuelle-news/einzelmeldung-newsnet/im-kampf-fuer-mehr-wertschaetzung-von-lebensmitteln-schuert-greenpeace-die-angst/52a12b6e4f5408e583e77690f06fbb9e/
 
27.03.2012
Im Kampf für mehr Wertschätzung von Lebensmitteln schürt Greenpeace die Angst

Genau zum Start der von Ministerin Aigner initiierten Kampagne für Lebensmittel, die die Wegwerfmentalität der Verbraucher langfristig ändern und für mehr Wertschätzung sorgen soll, schürt die NGO Greenpeace die Angst vor zu viel Pflanzenschutzmitteln in Obst und Gemüse.
Dabei holt die Organisation alte schon bereits veröffentlichte offizielle Untersuchungsergebnisse hervor und hat diese nach eigener Aussage neu bewerten lassen. Der jetzt erschienene Ratgeber soll Verbrauchern durch eine Ampelkennzeichnung Orientierung bieten, welche Obst- und Gemüseprodukte empfehlenswert sind, welche weniger. Schlecht weg kommen vor allem „neu bewertete“ Proben aus 2009/2010 von türkischen Produkten. Auffällig ist diesmal, dass der deutsche LEH einschließlich der Discounter mit Lob versehen werden. Die Unternehmen hätten Konsequenzen gezogen, hieß es. Greenpeace hat anscheinend aus den Fehlern im Umgang mit Lidl gelernt. Jetzt soll niemand an der Glaubwürdigkeit „kratzen“ können. Im Gespräch mit dem Fruchthandel Magazin verteidigte Manfred Santen von Greenpeace den Zeitpunkt der Ratgeber-Veröffentlichung als zusätzliche Unterstützung der Verbraucher beim Kauf von Obst und Gemüse. Dass Angst geschürt werde allein mit dem bei der Organisation so beliebten Begriff „Pestizide“ wies er weit von sich. In der Fruchtbranche wurden Befürchtungen geäußert, dass die Verbraucher nun bei Obst und Gemüse noch zurückhaltender werden und noch mehr Produkte wegwerfen. Auch der Industrieverband Agrar übte erwartungsgemäß Kritik an den Äußerungen der Organisation.

g.b.

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http://www.vorarlberg.spoe.at/home/detail/article/spoe-gegen-fracking-fast-alle-parteien-ziehen-mit/?tx_ttnews[backPid]=11&cHash=4ab918d646199937691362bc6007fd7c
 
SPÖ gegen „Fracking“ – fast alle Parteien ziehen mit
Breite Unterstützung bei ÖVP und Grünen findet das Aufbegehren der SPÖ gegen das so genannte „Fracking“ im süddeutschen Raum, welches massive gesundheitliche Risiken birgt.

Durch die steigenden Energiepreise werden unkonventionelle Methoden zur Gewinnung von fossilen Brennstoffen zunehmend rentabler. Dazu gehört auch die Förderung von so genanntem Schiefergas.

Mit der umstrittenen Methode des „Fracking“ werden diese Gase gewonnen. Dabei wird die Förderung von Bodenschätzen, wie etwa Schiefergas, mittels einer mehrere hundert bzw. tausend Meter in den Boden gepressten Flüssigkeitsmischung bezeichnet. Die Flüssigkeit erweitert die Mikrorisse des Gesteins, um vorhandenes Gas freizusetzen. Damit die Risse sich nicht durch den Gebirgsdruck wieder schließen, wird das in den Boden gepresste Wasser mit einer chemikalischen Stützmittelflüssigkeit („Fractfluid“) angereichert. Dadurch kann es zu einer Verseuchung des Grundwassers kommen.

„Dass eine mögliche gesundheitliche Gefährdung gegeben ist, belegen diverse Expertisen, die zum Thema „Fracking“ im süddeutschen Raum gemacht wurden. Und obwohl es naturgemäß auch kontroverse Stellungnahmen gibt, darf dieses Risiko nicht leichtfertig in Kauf genommen werden“, findet SPÖ-Clubobmann Michael Ritsch.

Das völlig schräge Verhalten der FPÖ, die das Ansinnen trotzdem nicht unterstützen will und zu den bestehenden unzähligen Expertisen noch weitere Expertenmeinungen einholen möchte, kann deshalb sonst niemand nachvollziehen. Dies würde das Ganze unnötig in die Länge ziehen, findet Michael Ritsch.

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http://www.neues-deutschland.de/artikel/222548.appetit-vergangen.html
 
Von John Dyer, Boston 28.03.2012 / Außer Parlamentarisches
Appetit vergangen

Erstmals formiert sich in den USA ein breiterer Widerstand gegen genmanipulierte Nahrungsmittel

Bislang war die USA das Paradies für die Produzenten von genmanipulierter Nahrung. Doch immer mehr Menschen kämpfen dagegen an. Zumindest der Hinweis auf den Lebensmitteletiketten soll eingeführt werden. Auch Präsident Obama gerät unter Druck.

Noch fehlt jeder Hinweis auf genetisch veränderte Inhaltsstoffe. Doch der Druck steigt.
Foto: AFP/Gabriel Bouys
In den USA gewinnt der Kampf von Kritikern genetisch veränderter Nahrungsmittel an Schärfe. Die Gegner sind inspiriert von der »Occupy-Wall-Street«-Bewegung, in der zuletzt zahlreiche Menschen gegen die Macht der Finanzmärkte demonstrierten. Die Aktivisten für natürliche Nahrung konnten jüngst einen wichtigen Erfolg verbuchen, als eine Fabrik des Nahrungsmittelkonzerns Monsanto, der genmanipulierten Samen herstellt, vorübergehend geschlossen wurde. Darüber hinaus gibt es Signale aus dem Kongress, den Forderungen nach exakten Angaben über die in Lebensmitteln enthaltenen Inhaltsstoffe nachzukommen. Bislang gibt es keine Verpflichtung, auf genetisch veränderte Nahrung hinzuweisen.

In den USA sind 90 Prozent des verwendeten Mais, der Sojabohnen und der Zuckerrüben genetisch verändert. Bei Nahrungsmitteln, die aus diesen Zutaten hergestellt sind, verrät das Etikett nichts über die Herkunft seiner Inhaltsstoffe. Die Kritiker dieser Praxis erwarten jedoch für die nächste Zeit grundlegende Änderungen. Gerade internationale Großkonzerne wie Monsanto sehen sich zunehmender Kritik ausgesetzt. Die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen verstärken die aufgeheizte Atmosphäre zusätzlich.

Lorraine Reich gehörte zu den Demonstranten, die am 16. März Angestellte daran hinderten, ihren Arbeitsplatz in der Monsanto-Fabrik im kalifornischen Davis zu betreten. »Wir müssen ihnen ans Portemonnaie gehen. Das ist die einzige Möglichkeit, eine wirkliche Veränderung herbeizuführen. Wenn wir Monsanto wirtschaftlichen Schaden zufügen, haben wir unser Ziel erreicht.« Reich ist Teil der Bewegung »Occupy Monsanto«. Diese protestiert seit Mitte März gegen den Konzern, sowohl vor dessen Zentrale in Washington als auch vor zahlreichen Niederlassungen im ganzen Land. Und damit sind sie nicht alleine. Eine andere Gruppe, Agra Watch, demonstrierte ebenfalls am 16. März vor der Bill & Melinda Gates Stiftung in Seattle. Die Stiftung arbeitet gemeinsam mit Monsanto an Lösungen für die Nahrungsmittelknappheit in Entwicklungsländern. Der für den Agrarsektor zuständige Stiftungsdirektor, Roy Steiner, versicherte jedoch, dass nur ein geringer Teil der Gelder in den Bereich der genmanipulierten Lebensmittel investiert werde.

In Europa bläst Firmen, die auf genmanipulierte Lebensmittel setzen, schon länger ein starker Wind ins Gesicht. Monsanto hat erst kürzlich angekündigt, einen schädlingsresistenten Mais nicht in Frankreich zu vermarkten. BASF hat die komplette Verlagerung seiner Genforschung von Europa in die USA angekündigt. In zahlreichen Mitgliedsländern der Europäischen Union sind genmanipulierte Lebensmittel ganz oder teilweise verboten. In den USA ist die Entwicklung noch nicht so weit. Im vergangenen Jahr diskutierten 14 Bundesstaaten über die Angabe von genmanipulierten Zusätzen auf den Etiketten – und lehnten sie doch ab. Die USA sind somit weiterhin eine der wenigen großen Nationen mit solch einer liberalen Praxis. Doch dies könnte sich bald ändern. Mitte März haben 55 Kongressabgeordnete beider Parteien einen Brief an die nationale Lebensmittel- und Arzneimittelaufsicht geschrieben und dazu aufgefordert, die Etikettenpflicht auf genmanipulierte Zusätze zu erweitern. »Die bisherige Praxis stammt aus dem 19. Jahrhundert und wird den Anforderungen der heutigen Zeit nicht gerecht«, heißt es in dem Schreiben. Gleichzeitig unterschrieben 850 000 Amerikaner eine Petition mit demselben Inhalt und forderten die freie Wahl zwischen natürlichen und genmanipulierten Lebensmitteln.

Vor zwanzig Jahren hatte die Lebensmittelaufsicht verlauten lassen, es gebe keinen Unterschied zwischen natürlichen und genmanipulierten Lebensmitteln. »Die Menschen sehen das heute aber anders«, meint Colin O’Neil vom Zentrum für Lebensmittelsicherheit. »Wir erleben ein verändertes Verbraucherverhalten, die Menschen wollen mehr Informationen.« Monsanto wehrt sich jedoch weiter gegen die Kennzeichnungspflicht: »Wenn wir nun auch auf Inhaltsstoffe hinweisen, die keinerlei Einfluss auf die Gesundheit der Menschen haben, läuft dies der ganzen Gesetzgebung zuwider. Und es sorgt für Unsicherheit bei den Verbrauchern.«

Da momentan der Präsidentschaftswahlkampf läuft, muss sich auch Präsident Barack Obama mit der Diskussion beschäftigen. Er hatte 2009 Michael Taylor zum höchsten Berater der Lebensmittelaufsicht gemacht. Dieser hatte einst Präsident Bill Clinton bei der Legalisierung genmanipulierter Nahrung beraten. Bevor er von Obama berufen wurde, arbeitete er in der freien Wirtschaft und zwar ausgerechnet bei Monsanto. In einer Petition fordern 420 000 Amerikaner die Absetzung Taylors. Er habe geholfen, genmanipulierte Nahrung zu genehmigen, ohne einen einzigen Test über daraus folgende Risiken durchzuführen. Dass er nun die Lebensmittelaufsicht berät, sei ein Hohn. Die Aktivisten machen jedenfalls weiter Druck. Für den 17. September, genau ein Jahr nach dem Beginn der Occupy-Wall-Street-Bewegung, hat Occupy Monsanto zu einer großen Protestkundgebung aufgerufen. Der Wahlkampf wird zu diesem Zeitpunkt auf Hochtouren laufen.
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http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/744476/Lebensmittelbehoerde_Stoeger-gegen-Lobbyistin?direct=744479&_vl_backlink=/home/index.do&selChannel=101
 
Lebensmittelbehörde: Stöger gegen Lobbyistin

28.03.2012 | 18:16 |   (Die Presse)

Österreich gibt Ex-Monsanto-Vertreterin keine Stimme für Leitung der EU-Behörde. Entschieden wird über die Besetzung in den kommenden Wochen auf Ebene der Gesundheitsminister im Rat.

Brüssel/Wien/Aga. In Brüssel sorgt ein Vorschlag der Kommission für Aufregung, die Chefin des Lobbyverbands „FoodDrinkEurope“ in den Verwaltungsrat der EU-Lebensmittelbehörde Efsa zu bestellen. Die Irin Mella Frewen war zuvor als Lobbyistin für den US-Saatgutkonzern Monsanto tätig.

Entschieden wird über die Besetzung in den kommenden Wochen auf Ebene der Gesundheitsminister im Rat. Die österreichische Position ist klar: Man werde der Empfehlung der Kommission nicht zustimmen, sagt der Sprecher von Alois Stöger, Fabian Fußeis, der „Presse“. „Wir sehen den Vorschlag sehr kritisch.“ Eine Abstimmung mit den anderen Ressorts, die diese Entscheidung betrifft, müsse aber noch erfolgen.

Parlament gegen Bestellung

Das Europäische Parlament, das in der Sache allerdings kein Vetorecht hat, ist strikt gegen Frewens Bestellung – und zwar über alle Parteigrenzen hinweg. Es verweist auf die Befangenheit der Frau.

(“Die Presse”, Print-Ausgabe, 29.03.2012)

“Zivilcourage Burgenland” in Gründung

Liebe EmpfängerInnen der Grünen Blätter für Jennersdorf aktuell!

Nachfolgend leider etwas kurzfristig zwei Einladungen um deren Verbreitung wir gebeten worden sind.

Rudi Dujmovits
Email-Masta der GRÜNEN und Unabhängigen Jennersdorf

1. GeGEN Gentechnik in der Landwirtschaft
2. Dorfkino “Die unabsichtliche Entführung der Elfriede Ott”

Ad 1) Energie aus der Sonne
Donnerstag, 29. März 2012, 19:30 Uhr, Burgenlandhof Jennersdorf
Vernetzungstreffen burgenländischer Gentechnik-GegnerInnen zwecks Gründung einer Gruppe “Zivilcourage Burgenland”.
Weitere Informationen unter www.zivilcourage.ro und im Naturkostladen Jennersdorf bei Ingrid Schenk (Tel. 0664 73 24 75 49)

Ad 2) “Die unabsichtliche Entführung der Elfriede Ott”
Sonntag, 1. April 2012, 16:00 Uhr, Stadtheuriger Jennersdorf, Eintritt: freiwillige Spende
Lassen Sie sich diese sehenswerte Komödie nicht entgehen.
Weitere Infos und Veranstalter: www.gemeindekino.at

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Dr. Rudolf Dujmovits,
Raxer Straße 54
A-8380 Jennersdorf, Austria
Blog: www.gruene-jennersdorf.com

Demo in Wien HEUTE:
Natur schützen statt Boden versiegeln!

fordern die Organisatoren der “Wir haben es satt – eine neue Agrar-
und Ernährungspolitik jetzt!” Demo in Wien, zu der Rettet die Lobau -
Natur statt Beton und die Plattform Zukunft statt Autobahn auch
gehören.

Bitte kommt Alle und leitet diesen Aufruf weiter:

Treffpunkt ist Fr. 30.03.2012 10.00 Uhr vor dem Lebensministerium
(Stubenring 1, 1010 Wien). Dann Marsch den Ring entlang, beim Burgtor
auf den Heldenplatz.  Abschlusskundgebung am Ballhausplatz mit Reden,
Musik & Erdäpfelgulasch (Achtung: Diese Route ist seit heute neu!
Abschlusskundgebung kann nicht wie geplant beim Parlament stattfinden,
sondern am Ballhausplatz!)  Mehr Infos :
http://wirhabenessattaustria.wordpress.com/
https://www.facebook.com/events/345641492141895/
http://www.attac.at/wir-haben-es-satt.html
http://www.greenpeace.org/austria/de/aktivwerden/termine/Wir-haben-es-satt/

Warum wir zu dieser Demo aufrufen:

Der ausufernde Autobahnbau vernichtet immer mehr wertvollen
Ackerboden. (Besonders in der Nähe von Großstädten siehe Marchfeld)
Einerseits werden durch Autobahnstreifen, Zufahrten, Abfahrten,
Parkplätze immer mehr Anbauflächen direkt versiegelt. Andererseits
provoziert Autobahnbau Zersiedelung. Wenn die Autobahn da ist ziehen
mehr Leute, die vorher in der Stadt und meist ohne ein Auto zu
brauchen gelebt haben, aufs Land und pendeln täglich mit Auto zur
Arbeit/Ausbildung ein). Weiters provozieren sie den Bau von Industrie
und Megashoppingtempeln auf der “grünen Wiese” während innerstädtisch
Handwerksbetriebe und Nahversorgung zugrunde gehen (Stichwort
Greißlersterben). Die Steigerung dazu sind die sog. Serviceparks die
nur mehr mittels Autobahn erreichbar sind. (vergl.:
http://www.sps5.at/standort/ )

Täglich werden laut Umweltbundesamt für Verkehrs- und
Siedlungstätigkeit 10 Hektar Boden zugebaut. “Der
Gesamtflächenverbrauch (inkl. Sportflächen, Abbauflächen usw.) liegt
bei 24 Hektar (Durchschnitt der 3 Jahres-Periode 2008-2011) und damit
noch immer um das Zehnfache über dem Reduktionsziel der
Nachhaltigkeitsstrategie.” Nahezu 4.450 km” der österreichischen
Bundesfläche sind Bau- und Verkehrsflächen, davon sind mehr als 40 %
versiegelt. (Vergl.:

http://www.umweltbundesamt.at/umweltschutz/raumordnung/flaechenverbrauch/)

“Jährlich werden in den EU Mitgliedstaaten rund 1.000 km” Boden (eine
Fläche so groß wie Berlin) durch Straßen und Bauwerke bedeckt. Dadurch
wird fruchtbarer Lebensraum dezimiert; Grundwasservorkommen sind
gefährdet. Bodenversiegelung bedeutet unwiederbringlichen Verlust an
natürlichem Lebensraum, Artenvielfalt und fruchtbarem Boden. Durch die
Verbauung kann Niederschlag nicht mehr versickern, die
Überschwemmungsgefahr steigt.”

http://www.umweltbundesamt.at/aktuell/presse/lastnews/newsarchiv_2011/news11

0608

Wenn Lebensmittel nicht mehr am Acker in der Nähe (z.B.: im Marchfeld)
und wenn sie Saison haben wachsen können müssen sie mit viel Aufwand
von weit her geholt, gekühlt, begast, konserviert, in Glashäusern
gezogen und aufwendig gelagert werden .Dadurch verbrauchen sie ein
Vielfaches an Energie und Wasser und richten enormen Schaden für die
Umwelt an.  “Besonders verzerrt sind die Verhältnisse bei den
Erdbeeren im Winter. Während der Saison resultiert aus Produktion und
Transport von 6,5 Kilogramm heimischen Früchten ein CO 2 -Äquivalent
von einem Kilogramm. Anbau und Lufttransport von nur gerade 50 Gramm
südafrikanischer Erdbeeren führen zur Emission derselben Menge
Klimagas. Werden sie in der Vorsaison per Schiff und Lastwagen aus
Ägypten oder Spanien importiert, kommt man auf 2,59 beziehungsweise
2,8 Kilogramm CO 2 für ein Kilogramm Erdbeeren. “Neue Zürcher Zeitung”
9. März 2012.

Die Europäische Kommission schreibt auf ihrer Homepage zur
Bodenversiegelung: “Derzeit beläuft sich in den Niederlanden die
Bodenverlustrate aufgrund von Versiegelung im Zuge der Verstädterung
und dem Ausbau der Infrastruktur auf ca. 36 ha pro Tag. In anderen
Ländern Europas, wie Deutschland (120 ha pro Tag), Österreich (35 ha
pro Tag) und der Schweiz (10 ha pro Tag) wurden vergleichbare
Bodenverluste aufgrund von Versiegelung durch Infrastruktur und
Gebäude festgestellt. Die Zersiedelung der Landschaft führt zu einer
Erhöhung der Kosten der städtischen Infrastruktur, des
Verkehrsaufkommens in den städtischen Einzugsgebieten und des
Energieverbrauchs und wirkt sich negativ auf die Qualität des
natürlichen Lebensraums und der Umwelt aus. Eine solche Entwicklung
steht im direkten Wettbewerb mit der landwirtschaftlichen Bodennutzung
und bedroht wertvolle landwirtschaftliche Nutzflächen in ganz Europa.”

http://ec.europa.eu/agriculture/envir/report/de/inter_de/report.htm

Dadurch wiederum Verlust von landwirtschaftlich nutzbaren Flächen in
der Region.

Weiters natürlich: Das Geld das in Autobahnen investiert wird fehlt
u.a. auch der Landwirtschaft besonders in der Förderung von
Biolandwirtschaft. Hier geben massiv Bauern auf obwohl die Nachfrage
nach Bioprodukten da ist.

Deshalb fordern sie mit uns: Natur schützen statt Boden versiegeln!
Herzliche Grüße & bis Freitag,
Jutta

BI Rettet die Lobau – Natur statt Beton
Tel.: 0676/953 9779 (Jutta Matysek)

Spenden erbeten: PSK 92.168.510, BLZ.60 000 Vielen Dank!!
Weitere Infos auf www.lobau.org
Plattform “Zukunft statt Autobahn”
www.zukunft-statt-autobahn.at

Vorratsdatenspeicherung (Ausschnitt von der Webseite):

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http://www.bild.de/regional/muenchen/muenchen-regional/urteil-im-genhonigstreit–rueckschlag-fuer-23377896.bild.html
 
Urteil im Gen-Honig-Streit – Rückschlag für Imker
Mittwoch, 28. März 2012, 12:23 Uhr

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof wies die Klage ab. Foto: S. Thomas/Archiv
Foto: dpa
München (dpa/lby) – Bayerische Imker haben keinen Anspruch auf staatlichen Schutz gegen gentechnisch veränderte Pflanzen. Dies hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in einem am Mittwoch bekanntgegebenen Urteil entschieden (Az.: 22 BV 11.2175). Ein schwäbischer Imker hatte den Schutz gefordert und gegen den Freistaat Bayern geklagt. 2003 hatte ein staatliches Versuchsgut den Gen-Mais der Firma Monsanto auf einem Nachbargrundstück des Klägers angebaut; der Honig des Imkers war danach mit den Mais-Pollen belastet. Dass der Honig durch die Pollen wesentlich beeinträchtigt und nicht mehr für den Verkauf geeignet war, stand im Prozess vor dem Verwaltungsgerichtshof nicht mehr infrage. Eine Pflicht zu staatlichen Schutzmaßnahmen sahen die Richter dennoch nicht. Das Verfahren hatte weit über Bayerns Grenzen hinaus für Aufmerksamkeit gesorgt.

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http://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Pflanze/USA-Gentechnik-Suessmais-befeuert-Kennzeichnungs-Kampagne_article1332498857.html

23.03.2012 | 11:34

USA: Gentechnik-Süßmais befeuert Kennzeichnungs-Kampagne
Aachen – Im Sommer kommt in den USA gentechnisch veränderter Süßmais in den Handel. Er ist das erste unverarbeitete Gentechnik-Lebensmittel, das direkt den Verbraucher erreicht.

(c) proplanta
Wie in Europa setzen auch in den USA Gentechnik-kritische Gruppen die großen Handelsketten unter Druck, gv-Süßmais erst gar nicht in die Regale zu nehmen. Gleichzeitig gewinnt eine landesweite Kampagne für eine verpflichtende Gentechnik-Kennzeichnung an Bedeutung.

Im vergangenen Herbst hat der Agro-Biotech-Konzern Monsanto erstmals Saatgut für gentechnisch veränderten Süß- oder Zuckermais auf den Markt gebracht. Ab Sommer soll er als Kolben oder in Konserven in den Auslagen der Supermärkte liegen. Die Süßmais-Sorten verfügen über die gleichen Genkonstrukte für Resistenzen gegen Schädlinge oder Herbizide, wie sie in Nordamerika in der Mehrzahl der üblichen Maissorten enthalten sind. Süßmais wird in den USA lediglich auf 140.000 Hektar angebaut, ein Bruchteil der gesamten Maisflächen von 35 Millionen Hektar.

Mit Ausnahme der schon seit Jahren genutzten gentechnisch veränderten Papayas aus Hawaii ist Süßmais das erste weitgehend unverarbeitete Lebensmittel, das direkt von einer gentechnisch veränderten Pflanze stammt und unmittelbar verzehrt wird. Anti-Gentechnik-Gruppen setzen die großen Handelsketten unter Druck, gv-Süßmais erst gar nicht in ihr Sortiment aufzunehmen. Whole Foods und Trader Joe’s, zwei im Bereich Organic Food starke Ketten, versicherten bereits, dass sie keinen gv-Süßmais verkaufen werden.

Nun konzentrieren sich die Aktivisten auf Wal Mart, den weltweit größten Handelskonzern. In mehreren Städten kam es zu Protesten vor den Supermärkten. Noch sei nichts entschieden, versicherte eine Wal Mart-Sprecherin, aber derzeit habe das Unternehmen keine Pläne, den Monsanto-Süßmais zu vertreiben.

Gleichzeit wird die Forderung nach einer Kennzeichnung von GVO-Produkten immer lauter. “Wer Zucker vermeiden will, Aspartam oder Transfettsäuren, der braucht nur auf das Etikett zu schauen. Aber wer GVO vermeiden will, der erfährt dazu nichts”, so Mark Bittman, ein einflussreicher Kolumnist der New York Times. “Es geht um das Recht, so viel zu erfahren wie die Europäer.”

Bei einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters sprachen sich 90 Prozent der Befragten für eine Kennzeichnung von GVO-Produkten aus. Und gerade haben 55 Senatoren und Kongressabgeordnete in einem offenen Brief an die Lebensmittelbehörde FDA (Food and Drug Administration) sich für eine Kennzeichnung eingesetzt. Es sei ein fundamentales Recht des Verbrauchers, eine “informierte Entscheidung” treffen zu können “über das, was er isst”.

Noch gibt sich die FDA unbeeindruckt. Sie hält am Grundsatz einer strikt produktbezogenen Kennzeichnung fest: Ein Hinweis auf dem Etikett sei nur dann gerechtfertigt, wenn eine Gentechnik-Anwendung bei einem Lebensmittel zu veränderten Inhaltsstoffen oder Eigenschaften geführt habe. Eine prozessbezogene Kennzeichnung bei stofflich im wesentlichen unveränderten Produkten – wie bei nahezu allen derzeit angebauten gv-Pflanzen – lehnt die FDA weiterhin als “unwissenschaftlich” und “irreführend” ab.

Doch der politische Druck nimmt zu. Im November könnte zusammen mit den Präsidentschaftswahlen in Kalifornien eine Volksabstimmung (Ballot) über eine verpflichtende Gentechnik-Kennzeichnung stattfinden. 800.000 Unterschriften sind dafür erforderlich und nach Angaben der Just label it-Koalition ist diese Zahl bald erreicht. Würde die Forderung in Kalifornien angenommen, erwarten Beobachter einen Domino-Effekt. Andere Bundesstaaten würden sich anschließen. Es wäre kaum vorstellbar, dass der amerikanische Lebensmittelmarkt in Zonen mit und ohne Gentechnik-Kennzeichnung zerfallen würde.

Derzeit, so schätzen es Branchen-Verbände, enthalten drei Viertel aller verarbeiteten Lebensmittel GVO-Zutaten, die wie etwa Öle, Fette, Stärke oder Zucker aus gentechnisch veränderten Pflanzen gewonnen werden. (TransGen)

und viel mehr Presserundschau demnächst…

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Gen-Honig-Streit, Pferdelunge, Bauernwallfahrt

E I N L A D U N G

zur
Bauernwallfahrt nach Altötting

für die Zukunft der bäuerlichen Landwirtschaft
für den Schutz vor Patenten auf Leben
und für die Bewahrung der Fruchtbarkeit unserer Böden

am Sonntag, 25. März 2012 um 11:30 Uhr
Gottesdienst in der Basilika Sankt Anna
anschließend
Segnung von Tieren und Heilkräutern

Die Tradition der Bauernwallfahrten mit Kühen, Ziegen und Schafen nach Altötting wurde am 14. März 2009 begonnen.
Damals haben über 2000 Bauern und Bäuerinnen eine Bittwallfahrt nach Altötting unternommen, um Schutz und Segen für ihre Tiere vor der Blauzungenkrankheit zu erbitten.

Bei der Dankwallfahrt am 13. März 2010 haben sich mehr als 2000 Bauern und Bäuerinnen mit der Überreichung einer Votivtafel dafür bedankt, dass nach der Bittwallfahrt in ganz Bayern kein einziges Tier mehr an der Blauzungenkrankheit neu erkrankt ist.

Bei der Bauernwallfahrt in diesem Jahr danken wir dafür, dass unsere Tiere auch im letzten Jahr vor gefährlichen Seuchen und Krankheiten verschont geblieben sind. Wir bitten bei unserer Wallfahrt aber auch für die Zukunft der bäuerlichen Landwirtschaft
für den Schutz vor Patenten auf Leben, und für die Bewahrung der Fruchtbarkeit unserer Böden

Über viele Jahrhunderte war für die bäuerliche Bevölkerung die Wallfahrt zu einem Gnadenort ein sehr wichtiges Ereignis im Jahreslauf. Den Bauern und Bäuerinnen ist auch heute noch bewusst, dass neben ihrem eigenen Wissen und Können vor allem auch der göttliche Segen für das Gedeihen in Haus, im Stall und auf den Wiesen und Feldern notwendig ist.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Remmelberger
Tel.: 08679-6474

Ich bin dabei

Feilmeier Josef
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Strong Beekeepers Protest and motion for a ban of the GM maize MON810 in Poland!

A powerful symbolic drama was staged by members of The Coalition for a GMO Free Poland in which thousands of dead bees were laid out on the Ministry steps...SEE PHOTOS AND FILMS BELOW. The Minister of Agriculture, Mr Sawicki, never appeared. However he later saw a delegation in his office and, during a public broadcast, announced that he had set in motion a ban of  the GM maize MON810… At first glance this appeared to be a genuine prohibition, however, such is the nature of the modern politician that in the smaller print was the statement that ‘this would only be possible with the permission of the European Commission’:(
WE NEED YOUR HELP!
Your help might make all the difference in getting Mr Sawicki to introduce the all important ban of MON 810. Please do write to him  demanding that he does not ‘wait for European Commission’s approval’ but gets on and does the job! This is what the other 9 EU Countries have done. Please do it! And do send us a copy of your letter.
The address you need is here:
The Minister of Agriculture, Mr Marek Sawicki
e-mail: marek.sawicki@minrol.gov.pl ; tel.: 0048 226231510; fax: 0048 226231788

Here is a fuller description of the event:

On March 15th 2012, over 1,500 beekeepers joined forces with ICPPC and the Coalition for a GMO Free Poland campaigners in a march through the streets of Warsaw to protest the growing number of bee deaths in Poland. Beekeepers have become increasingly concerned that both agrichemicals and GMO are playing a significant role in destroying bee colonies in North America, Europe and beyond, with numbers also falling in Poland.

The Polish Beekeepers Association took the lead in organising this protest which started in the old city and finished-up outside the Ministry of Agriculture. Hundreds of beekeepers dressed in their traditional working costumes and puffing smoke from their hive smoke guns marched bravely through the Warsaw streets watched by an amazed audience and a large contingency of media. They wore yellow jackets carrying the famous quote from Albert Einstein which warns that if bees were to be killed-off mankind would suffer the same fate within four years.

Anti GMO activists mixed with the beekeepers and many original costumes, banners and bee-like objects were deployed in drawing attention to the plight of these all important polinators.
At the Ministry of Agriculture the long procession came together to demand that the Minister ban  GMO and prohibit the use of toxic agrichemicals in the Polish countryside. A powerful symbolic drama was staged by members of The Coalition for a GMO Free Poland in which thousands of dead bees were laid out on the Ministry steps.

The Minister, Mr Sawicki, never appeared. However he later saw a delegation in his office and, during a public broadcast, announced that he had set in motion a ban of  the GM maize MON810,
the only licensed GM food crop in Europe aside from Amflora GM potato (for starch). At first glance this appeared to be a genuine prohibition, however, such is the nature of the modern politician that in the smaller print was the statement that ‘this would only be possible with the permission of the European Union’!

Needless to say none of the nine European Union Countries that have already prohibited MON 810 did so by asking the permission of the EU. They made their legal positions and argued their case with Brussels afterwards.

Nonetheless, this event perhaps marks a turning point in our long running campaign to ban GMO in Poland. It was the first time that beekeepers had ever staged a public demonstration and they were very pleased with the way it went and the solidarity expressed by other participants. The media coverage was well above average and real public pressure is now being felt by the Polish government. Spring is coming.

PHOTOS and FILMS:

http://festiwalstopgmo.pl/index.php/321-marsz-pszczelarzy

If you can donate to our campaign please see

http://icppc.pl/pl/gmo/eng_index.php?id=eng_donate

Our best wishes,

Julian and Jadwiga
==========================
ICPPC – International Coalition to Protect the Polish Countryside,
Międzynarodowa Koalicja dla Ochrony Polskiej Wsi
34-146 Stryszów 156, Poland tel./fax +48 33 8797114  biuro@icppc.pl
www.icppc.pl   www.gmo.icppc.pl   www.eko-cel.pl

http://www.taz.de/Gentechbakterien-auf-dem-Gestuet/!89693/
 
16.03.2012

Gentechbakterien auf dem Gestüt
Der Wirkungskreis der Pferdelunge
Auf dem Hof von Paul Schockemöhle in Mecklenburg-Vorpommern will ein Pharmakonzern einen mittels Gentechnik hergestellten Impfstoff testen. Die Bevölkerung protestiert.

von Svenja Bergt

Die Anwohner in Grabow halten nichts von der Idee auf dem Schockemöhle-Gestüt einen genetisch manipulierten Impstoff zu testen.  Bild:  dpa
BERLIN taz | Am 1. April soll es losgehen. Auf dem Gestüt Lewitz im mecklenburg-vorpommerschen Grabow sollen junge Pferde einen Impfstoff gegen eine Lungenentzündung injiziert bekommen. Das Besondere daran: Der Impfstoff enthält gentechnisch manipulierte Bakterien.
Drei Fohlenjahrgängen soll der Impfstoff verabreicht werden, heißt es in der Versuchsbeschreibung. Der in der Natur vorkommende Typ des Bakteriums verursache bei den Fohlen eine Lungenentzündung – ältere Pferden sind dagegen immun. Um die Fohlen zu impfen, wurden daher vier Gene des Bakteriums entfernt. Man arbeite schon länger mit dem Pharmaunternehmen Intervet zusammen, das den Impfstoff testen wolle, so Marc Lämmer, Leiter des Gestüts.
ntervet mit Sitz im niederländischen Boxmeer ist die Tiersparte des US-Chemie- und Pharmakonzerns Merck & Co. Einen ersten Freisetzungsantrag stellte das Unternehmen bereits Ende 2010. Im folgendem Jahr wurden daraufhin in den Niederlanden 40 Fohlen mit den Impfbakterien behandelt.

Der neue Freisetzungsstandort, das Pferdegestüt Lewitz, gehört dem mehrmaligen Europameister im Springreiten, Paul Schockemöhle. Auf rund 3.000 Hektar werden dort etwa 3.500 Pferde gehalten. Weil es auf dem Hof die für eine Untersuchung notwendige hohe Zahl an Pferden gebe, habe man eingewilligt, den Versuch durchzuführen.

Untersuchungsdaten für die Zulassung
Schließlich müsse eine Wirkung des Impfstoffs mit einer Vergleichsgruppe nicht geimpfter Tiere mit gleichen Haltungsbedingungen verglichen werden. Später soll unter anderem mit den Daten aus der Untersuchung eine Zulassung des Impfstoffs beantragt werden.

Doch die Anwohner in Grabow protestieren seit Wochen gegen den Versuch. Über 400 Einwendungen schickten Bürger und Vereine an den Landkreis und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), das über die Zulassung entscheidet, auch die Gemeinde beteiligte sich.

„Niemand weiß, was mit den manipulierten Bakterien passiert“, formuliert Anwohnerin Gisela Welke ihre Befürchtungen. „Die Krankheit ist auch auf Menschen übertragbar“, sagt Bürgermeister Ulrich Schult. Und eine Wohnsiedlung liege direkt nebenan.

Noch Ende Januar hatten verschiedene Medien fälschlicherweise berichtet, dass der Impfversuch aufgrund der Proteste abgesagt werden soll. Paul Geurts, Sprecher von Intervet, widerspricht: Man warte nur auf die Genehmigung des BVL. Im Genehmigungsantrag für den Versuch wird eingeräumt, dass das Bakterium in seiner nicht manipulierten Form auch bei anderen Säugetieren und Menschen eine Lungenentzündung hervorrufen kann.

Gesundheitliche Gefährdung nicht ausgeschlossen
Weiter heißt es: „Der Impfstamm gelangt nach der Impfung kurzzeitig mit dem Kot der geimpften Tiere in die Umwelt.“ Und: „Wir können (…) nicht ausschließen, dass der Impfstamm bei immuneingeschränkten Personen Infektionen verursachen könnte.“

Das sieht Anja Sobczak vom Umweltinstitut München ähnlich: Eine gesundheitliche Gefährdung könne nicht ausgeschlossen werden. „Daher muss die Freisetzung von Gen-Lebend-Impfstoffen grundsätzlich verboten werden“, fordert sie. Lämmer widerspricht: „Wir sehen keine Gefährdung für unseren Bestand und auch nicht für die Umgebung, sonst würden wir den Versuch nicht durchführen.“

Was er sich von der Versuchsreihe verspricht, will er nicht sagen: Man plane, sich im März gemeinsam mit dem Hersteller des Impfstoffs zu äußern. Derzeit gibt es noch keine Impfung gegen die Erkrankung. Betroffene Fohlen werden bislang mit Antibiotika behandelt. Ohne Behandlung liege die Sterblichkeit meist über 80 Prozent, sagt Katja Roscher, Veterinärmedizinerin an der Klinik für Pferde der Universität Gießen.

In Lewitz ist das Interesse an einer Alternative groß: Mehr als die Hälfte der Fohlen auf dem Gestüt erkrankt durch das Bakterium, heißt es in dem Antrag für den Versuch – eine ungewöhnlich hohe Anzahl. „Auf mehr als der Hälfte der Gestüte erkranken weniger als 10 Prozent der Fohlen“, sagt Roscher. Bei Einzelbeständen könne sich der Anteil auf bis zu 100 Prozent erhöhen.

Kommerzielle Interessen
„Die Krankheit tritt vor allem dann auf, wenn viele Tiere in einem Betrieb sind und sie dicht stehen“, sagt Johannes Handler, Professor für Veterinärmedizin an der Freien Universität Berlin. Das müsse nicht gegen die Haltungsbedingungen sprechen.

Das Umweltinstitut und auch der Umweltverband BUND kritisieren trotzdem, kommerzielle Interessen würden über den Tierschutz gestellt. „Ein Pferd, das einmal eine Lungenentzündung hatte, lässt sich nicht mehr als Sportpferd verkaufen.“ Die Impfung sei daher nicht im Interesse der Tiere, sondern der wirtschaftlichen Verwertbarkeit.

Handler bestätigt, dass der Immunschutz der Tiere sich mit zunehmendem Alter verbessere. Dennoch könne die Entwicklung einer Impfung grundsätzlich sinnvoll sein. Das BVL geht davon aus, dass es bis Mitte April die Entscheidung über eine Genehmigung des Versuchs fällt. „Dabei werden die Argumente aus den Einwendungen berücksichtigt“, sagt BVL-Sprecher Andreas Tief.

http://www.vdi-nachrichten.com/artikel/Kein-gruenes-Licht-fuer-gentechnikfreie-Zonen-in-der-EU/57754/1
 
Kein grünes Licht für gentechnikfreie Zonen in der EU
Umweltpolitik: Nach der Atomenergie spaltet nun auch grüne Gentechnik die europäische Union. Die EU-Umweltminister konnten den seit 2008 schwelenden Streit über den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen bei ihrem jüngsten Treffen in Brüssel nicht beilegen. Neun von 27 EU-Staaten lehnten das Kompromisspapier der dänischen EU-Ratspräsidentschaft ab, die Verbot oder Zulassung für den Anbau von GVO-Kulturen in nationale Kompetenzen legen wollte.
VDI nachrichten, Brüssel, 16. 3. 12, ber
Die EU-Kommission versucht, mit dem im Juli 2010 vorgelegten Revisionsvorschlag die derzeit gültige Richtlinie aus dem Jahr 2001 neu zu fassen. Ziel der Brüsseler Behörde ist es, den Mitgliedstaaten einen rechtlichen Rahmen für ein Anbauverbot, aber auch für eine Anbaugenehmigung zu schaffen.
Dies soll im Einklang mit den Regeln des EU-Binnenmarktes sowie dem Welthandelsabkommen (WTO) erfolgen. So sieht der Kommissionsvorschlag vor, den Mitgliedstaaten zu erlauben, die in Europa zugelassenen Gensaaten im eigenen Land auch anzubauen.
Für die Zulassung von Gensaaten auf dem europäischen Markt ist die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde (Efsa) mit Sitz im italienischen Parma zuständig. Seit geraumer Zeit kritisieren einzelne EU-Staaten wie Österreich, Deutschland oder Frankreich, dass die Entscheidungen zugunsten einer Zulassung stark von industriefreundlichen Efsa-Mitarbeitern geprägt werden, die zuvor bei Biotechfirmen tätig waren.
Der neue Richtlinienentwurf soll den EU-Mitgliedstaaten jedoch nicht nur das Recht zum Anbau einräumen, sondern auch ein Verbot von Gensaaten im nationalen Maßstab rechtlich absichern.
Aber genau darin liegt die Krux: Der ursprüngliche Kommissionsentwurf sieht vor, dass ein Anbauverbot gegenüber der EU wohl begründet werden muss. Längst suchen Efsa-Experten gemeinsam mit nationalen Landwirtschafts- und Umweltministerien nach rechtlich wasserdichten Ablehnungsgründen. Juristen sprechen hier von Verwehrungsgründen. Eine derartige „Positivliste“ ist bisher nicht zustande gekommen. „In eineinhalb Jahren ist es nicht gelungen, eine rechtsfeste Liste an Verwehrungsgründen aufzustellen. Vieles ist zu schwammig geblieben“, fasst ein deutscher EU-Diplomat das derzeitige Dilemma zusammen.
Nur mit einer angemessenen Begründung vonseiten einzelner Mitgliedstaaten, die auf ihrem Territorium den Anbau von Gensaaten verbieten oder gar eine komplette gentechnikfreie Zone erklären wollen, könnte die EU-Kommission den Anbau im Einzelfall erlauben.
Im vorliegenden Kompromissvorschlag fehlt jedoch eine derartige Rechtssicherheit. Der Bundesregierung – allen voran Bundeskanzlerin Merkel – passt die ganze Richtung nicht. Würde der Anbau in einzelnen Mitgliedstaaten erlaubt, in anderen hingegen das Recht eines Totalverbots geschaffen, wäre ein einheitlicher Binnenmarkt ausgehebelt.
Dies würde auf eine Renationalisierung der grünen Gentechnik hinauslaufen und den Forschungsstandort Europa in der Zukunftstechnologie Gentechnik schwächen, wehrt sich auch Bundesforschungsministerin Anette Schawan gegen diese Brüsseler „Sowohl-als-auch“-Politik.
So sind sich ausnahmsweise Frankreich, Deutschland und Großbritannien in ihrer Totalablehnung gegenüber diesem Verordnungsentwurf einig. „Wir wollen keiner Zersplitterung des Binnenmarktes in der Forschung Vorschub leisten“, erklärt ein EU-Diplomat.
Trotz aller Bemühungen gelang es der engagierten dänischen Umweltministerin Ida Auken nicht, als EU-Ratspräsidentin im Ministerrat einen Konsens zu schmieden. Im Gegenteil: Die bisherigen Befürworter einer derartigen Regelung schlossen sich dem ablehnenden Lager an. So scherte beispielsweise Spanien, das in der EU mit einigen Tausend Hektar Anbaufläche von autorisierten Gensaaten als Vorreiter grüner Gentechnik gilt, aus dem Pro-Lager aus. Gemeinsam mit acht weiteren EU-Staaten bildete die iberische Halbinsel eine Sperrminorität gegen den Vorschlag von EU-Gesundheitskommissar John Dalli.
Ist der Kommissionsvorschlag damit tot? Davon will Dalli nichts wissen: „Europa hat bereits weltweit die strengsten Regeln im Umgang mit der Gentechnik“, sagte der zuständige EU-Gesundheitskommissar vor der Presse. Er denke nicht daran, seinen Vorschlag zurückzuziehen. Die Dänin Auken fasst enttäuscht zusammen: „Europa war nicht bereit, an diesem Tag einen Schritt nach vorne zu gehen.“ Dass unter dänischer Ratspräsidentschaft bis Ende Juni beim kommenden EU-Umweltministerrat noch eine Einigung erzielt werden kann, scheint fraglich.
Der EU-Landwirtschaftsexperte bei Greenpeace, Marco Contiero, zeigt sich indes zufrieden, dass es zu keinem Kompromiss gekommen ist. „Jeder Mitgliedstaat muss das Recht haben, gentechnikfreie Zonen auszurufen, ohne dass Biotechfirmen bei der Entscheidungsfindung einbezogen sind.“
Entscheidungsbedarf gibt es derweil aber auch noch für die Bundesregierung. Das federführende Landwirtschaftsressort von Bundesministerin Ilse Aigner gehört zur Ablehnungsfront von grüner Gentechnik im Umfeld der ebenso kritischen bayerischen Landwirte. Im Mai will sich der Koalitionssauschuss von CDU, CSU und Liberalen auf eine einheitliche Linie verständigen, wie in Brüssel abgestimmt werden soll. Ob sich die Bundeskanzlerin oder die Bundeslandwirtschaftsministerin in der Grundlinie wird durchsetzen können, bleibt abzuwarten. THOMAS A. FRIEDRICH

http://www.sueddeutsche.de/bayern/gen-honig-streit-vor-gericht-imker-klagt-gegen-freistaat-1.1310967
 
Gen-Honig-Streit vor Gericht Imker klagt gegen Freistaat
16.03.2012, 15:46
Zwar gilt seit Jahren ein Anbaustopp für den umstrittenen Genmais Mon 810, dennoch fordert ein schwäbischer Imker vor Gericht Schutzmaßnahmen vom Freistaat – sein Honig war mit genveränderten Pollen belastet. Und er glaubt nicht, dass der Mais nie wieder angebaut wird.
Der Kampf von Karl Heinz Bablok für Honig ohne Genmais-Spuren geht weiter. Vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof traf der Hobby-Imker am Freitag auf Vertreter des Freistaates und des US-amerikanischen Genmais-Produzenten Monsanto zu einer neuen Runde des Rechtsstreits, der nun schon seit sieben Jahren andauert.

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Muss der Freistaat Bayern auf einer Agrar-Versuchsanlage besondere Schutzvorkehrungen treffen, damit Bienen aus der Nachbarschaft keine gentechnisch veränderten Pollen aufnehmen können. Ein schwäbischer Imker meint: Ja. (© dpa)

Bablok aus Kaisheim im Landkreis Donau-Ries will durchsetzen, dass der Freistaat grundsätzlich zu Schutzmaßnahmen verpflichtet wird, damit sein Honig nicht mit gentechnisch veränderten Pollen verunreinigt wird. 2003 hatte das benachbarte staatliche Versuchsgut Neuhof den Mais der Firma Monsanto angebaut; sein Honig war prompt mit den Pollen belastet.

Am ersten Verhandlungstag herrschte unter den Beteiligten aber lediglich in einem Punkt Einigkeit: Eine gesetzliche Regelung für die Imker ist überfällig. Deren Belange sind im Gentechnik-Gesetz nicht berücksichtigt. Der Vorsitzende Richter Rainer Schenk hörte sich am Freitag die Argumente der Parteien an, ein Urteil soll in den nächsten zwei Wochen fallen.

In erster Instanz hatte das Verwaltungsgericht Augsburg entschieden, dass Imkereiprodukte wesentlich beeinträchtigt seien, wenn entsprechende Mais-Pollen nachweisbar seien. Vor dem Europäischen Gerichtshof holte Bablok einen weiteren Etappensieg: Das Gericht urteilte, dass Honig nur verkauft werden darf, wenn er absolut frei von gentechnisch veränderten Pollen ist.

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) hatte wegen der Bedenken 2009 in Deutschland einen Anbaustopp für den umstrittenen Genmais verhängt. Schon zuvor, im November 2008, hatte das Versuchsgut in Kaisheim den Anbau beendet. “Für uns ist das ein Fall, den wir in der Retrospektive betrachten”, sagte der Rechtsvertreter des Freistaats, Oberlandesanwalt Achim Seidel. Er könne nicht – wie von Babloks Anwälten verlangt – eine Unterlassungserklärung für alle Zeiten abgeben. Der Freistaat könne auch keine Schutzmaßnahmen zusagen. “Dafür gibt es keinen Anlass, weil der Freistaat Bayern derzeit nicht anbaut.” Der Freistaat plane auch keinen erneuten Anbau von Mon 810.

“Pläne kann man ja auch ändern”, warnte hingegen Babloks Anwalt Achim Willand. “Wir sehen die Wiederholungsgefahr nicht ausgeräumt.” Bablok wolle nicht mit seinen Bienen umziehen. “Der Kläger möchte in seinem Bienenhaus Honig produzieren, der hinterher sauber ist”, sagte Willand. Hier seien auch Grundrechte berührt, etwa des Eigentums an seinem Bienenhaus. Es müssten sichere Abstände eingehalten werden. Mindestens drei Kilometer haben die Anwälte gefordert, betonen aber: Die Festlegung des Abstands sei nicht Aufgabe des Klägers.

Geladen war auch ein Vertreter von Monsanto – Rechtsanwalt Marcel Kaufmann sagte, wenn der Honig verunreinigt sei, könne der Imker einen Ausgleich und Schadenersatz geltend machen. “Der betroffene Imker ist ja nicht schutzlos.” Der Gesetzgeber habe nicht verlangt, dass jeder Anbauer jede Beeinträchtigung vorher vermeiden müsse. Um das Honig-Problem teilweise zu umgehen, hat Monsanto die Zulassung des Mon 810 als Lebensmittel beantragt. Ein Lebensmittel müsste dann ab 0,9 Prozent Mon 810-Gehalt gekennzeichnet, aber nicht aus dem Handel genommen werden.

Kaufmann sagte, der Imker müsse seinen Honig testen lassen – erst einmal auf eigene Kosten, die ersetzt werden könnten, wenn eine Belastung festgestellt werde. Für Bablok ist das keine Lösung. Die Imkerei sei Liebhaberei und Ausgleich für seine Arbeit als Industriemeister Metall. Brauche er für seine 20 Bienenvölker je eine Analyse für 300 Euro, würde er kräftig draufzahlen. “An Imkerei verdient man nicht. Sonst gäbe es mehr Imker”, sagt Bablok. “Ich möchte einfach für mich, meine Familie und meine Kunden einen sauberen Honig haben. Das ist das ureigene Ziel.”

http://www.kultur-studio.de.vu/

Israel liebt Iran…und Iran liebt Israel

 Israel liebt Iran…

…und Iran liebt Israel. Ein Online-Aufruf zum Frieden, das von einem israelischen Ehepaar initiiert wurde, hat es geschafft, die Unterstützung von tausenden von Iranern und Israelis zu erhalten. Und alles begann mit zwei Plakaten. - Iranische und israelische Bürger sendeten zu tausenden Nachrichten des Lobes und des Dankes.

Ein Online-Aufruf zum Frieden, das von einem israelischen Ehepaar initiiert wurde, hat es geschafft, die Unterstützung von tausenden von Iranern und Israelis zu erhalten. Und alles begann mit zwei Plakaten. Edry und seine Frau Michal Tamir haben zusammen mit “Pin-Mehina”, einer kleinen Schule für Grafik-Design Studenten, Poster in Facebook hochgeladen, in dem sie Bilder von sich selbst mit ihren Kindern zusammen erstellten, verziert mit den Worten: Iraner, wir werden euer Land nie bombardieren, wir lieben euch.

An jedem Plakat war der Titel, an das iranische Volk gerichtet, an alle Väter, Mütter, Kinder, Brüder und Schwestern, sie wollen dass es Krieg zwischen uns geben wird, zunächst sollen wir Angst voreinander haben und wir müssen uns hassen. Ich habe keine Angst vor euch, ich hasse euch nicht. Ich kenne euch nicht und kein Iraner hat mir jemals etwas zu Leide getan.

Ich bin kein offizieller Vertreter meines Landes. Ich bin ein Vater und ein Lehrer, schrieb Edry und fügte hinzu, dass er eine Nachricht im Namen seiner Nachbarn, Familie, Schüler und Freunde senden möchte: Wir lieben euch. Wir wollen euch keinen Schaden zufügen, schrieb er. Im Gegenteil, wir wollen uns treffen, Kaffee trinken und über Sport reden.

In einem Gespräch mit Haaretz erklärte Edry, er hoffe  seine Initiative würde die iranischen Bürger erreichen, aber zugegeben, er habe nie geglaubt, dass die Aktion so viel Dynamik gewinnen würde. Auf meiner Facebook-Seite habe ich Freunde vom linken Flügel, die immer über diese Dinge sprechen, sie alle stimmen mit mir über ein, hin und wieder antworteten mir Rechte und sagten, was wir für einen Unsinn betreiben, aber er habe noch nie mit einem Iraner gesprochen.

Ich dachte, wenn man permanent von Hetzreden und Kriegsdrohungen umgeben ist, man so gestresst ist und Angst bekommt, dass man sich in ein Schneckenhaus verkriecht und sich denkt, zum Glück, wir haben auch Bomben und wie glücklich sind wir, dass wir die anderen als erstes auslöschen , sagte er. Also dachte ich: Warum nicht versuchen, die andere Seite zu erreichen, um die Generäle zu umgehen und um zu sehen, ob die Iraner mich wirklich hassen?

Mehr zur dieser bemerkenswerten Initiative:

www.israelovesiran.com

Unterstützt die Initiative auf Facebook: Facebook-Seite Pushpin Mehina

parseundparse.wordpress.com

Die Kosmische Tagesschau ist ein Dienst von AbundantHope Deutschland.

Diese Nachricht wurde von Eve versendet  http://abundanthope-deutschland.de

IRAN-ERKLÄRUNG (PDF)

iran-erklaerung PDF

OKITALK


http://orf.at/stories/2110007/
Forscher schlagen Alarm
Der Streit über die Gentechnik, ihre Gefahren und ihre Potenziale wird nun neu entfacht: In den USA gibt es deutliche Anzeichen dafür, dass ein pflanzenschädigender Käfer gegen gentechnisch veränderten Mais

http://www.agrarheute.com/bayer-cropscience
 
| 13.03.2012
Bayer CropScience setzt verstärkt auf Biotechnologie

Neuss – Das Unternehmen Bayer CropScience wandelt sich vom Hersteller von Pflanzenschutzmitteln zu einem Biotechnologie- und Saatzucht-Konzern.

Im Bereich Pflanzenbiotechnologie verzeichnete Bayer 2011 einen Umsatzzuwachs um 19 Prozent.
© Bayer CropScience
Das wurde auf dem Jahrespressegespräch der Bayer CropScience Deutschland GmbH in Neuss am Rhein deutlich. Helmut Schramm, seit Juli 2011 Geschäftsführer von Bayer CropScience Deutschland, kündigte an, bis 2015 werde das Unternehmen den Anteil der Forschungs- und Entwicklungsausgaben für die Gentechnik und Sortenzüchtung auf 50 Prozent seines gesamten Forschungsaufwandes von dann über 850 Millionen Euro steigern.

Noch vor zwei Jahren entfiel auf den Bereich Biotechnologie erst knapp ein Drittel des Forschungs- und Entwicklungsaufwandes. In fünf bis zehn Jahren will der Konzern in der Lage sein, Pflanzenschutzmittel und Saatgut passender Sorten für Raps und Weizen aus einer Hand anzubieten.
Zwei neue Bienenzentren

Wie Schramm weiter erläuterte, wird das Unternehmen seine Präsenz in den sogenannten BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China stärken. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sollen aber nicht aus Europa abgezogen werden. Die Akzeptanz der Pflanzenbiotechnologie in Deutschland und Europa ist nach Überzeugung von Schramm “nur eine Frage der Zeit”. Die Herausforderungen der Zukunft seien ohne Gentechnik nicht zu meistern. In den Mittelpunkt seiner Züchtungsarbeit einschließlich biotechnologischer Methoden wird Bayer den Weizen stellen. Ferner verstärkt das Unternehmen die Bienenforschung. Dazu sollen zwei Bienenzentren in Monheim am Rhein, Deutschland, und in Raleigh, USA, aufgebaut werden.
Wachsender Markt

Das aktuelle Pflanzenschutzgeschäft läuft aus Sicht von Bayer CropScience sehr gut. Nachdem der deutsche Pflanzenschutzmarkt 2011 um knapp fünf Prozent auf 1,36 Milliarden Euro wuchs, davon etwa zei Prozent preis- und drei Prozent mengenbedingt, erwartet der Konzern für 2012 ein Plus von drei bis vier Prozent. Positiv wirkt das günstige Marktumfeld mit stabilen Preisen für Getreide und Raps.
aiz

http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news-regional/news/de/25372.html
 
13.03.2012 |

Sächsische Bauern wollen Gentech-Pflanzen anbauen

Immer mehr landwirtschaftliche Flächen werden mit Mais bestellt
Trotz des Anbauverbots von Gentech-Mais in Deutschland sind mehrere Flächen beim Bundesamt für Verbraucherschutz zum Anbau angemeldet. Auf insgesamt 330 Hektar wollen einige Landwirte in Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt den MON 810-Mais anbauen, falls er vor der Aussaat-Saison wieder zugelassen wird. Von insgesamt 21 Anmeldungen kommen elf aus Sachsen. Damit ist das Bundesland Spitzenreiter beim geplanten Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen. Grund dafür ist nach Ansicht des agrarpolitischen Sprechers der Grünen, Michael Weichert, der sächsische Landwirtschaftsminister Frank Kupfer. „Er wird nicht müde, bei jeder Gelegenheit ihren angeblichen Nutzen zu betonen und gegenteilige Meinungen entweder zu verschweigen oder als fortschrittsfeindlich zu diskreditieren”, so Weichert. Die geplanten Felder befinden sich in Dreiheide, Bad Düben, Laußig, Wiednitz und Zabeltitz. Laut Weichert sind es die selben Landwirte wie letztes Jahr, die auf den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen setzen.

Wenn man überlegt, dass unsere „Bauern“ seit längerer Zeit diesen Sondermüll verfüttern, läuft’s einem kalt über den Rücken.
(Die Definition von „Bauer“ gehört dringendst dahingehend abgeändert, dass als Bauer nur gelten kann, wer auf seinem eigenen Grund und Boden existiert. Alle die zukaufen, im großen Stil, wie z.B. die Schweinebauern, sollten unter die Kategorie „Industrieller Landwirt“ fallen)

Raiffeisen-Ware lässt grüßen! All die Konrads und Buchleitners und und und ……
Aber wie bei allen Konzernen -  es wird halt einer gehen und der nächste steigt auf.

Es ist hoch an der Zeit diesem Unfug auf Kosten unserer Gesundheit und der unserer Nachkommen ein Ende zu bereiten.

FG
Betreff: Untersuchung von EU hinausgeschoben
 
http://orf.at/stories/2110007/2062666/
 
Deutschland im Visier des Berichts

Industrieregulierungsbehörden sollen seit Jahren gewusst haben, dass Roundup, das weltweit meistverkaufte Unkrautvernichtungsmittel des Saatgutproduzenten Monsanto, zu Geburtsfehlern führen kann. Das zeigt ein im vergangenen Sommer veröffentlichter Bericht mit dem Titel „Roundup und Geburtsfehler. Wurde die Öffentlichkeit im Ungewissen gelassen?“.

Mehrere Studien belegten schon davor die gefährlichen Auswirkungen von Glyphosat auf Mensch und Umwelt. Erst 2010 etwa wurde von Wissenschaftlern nachgewiesen, dass das Mittel selbst in extrem geringen Dosen Missbildungen bei Fröschen und Hühnerembryos auslösen kann. Die EU-Kommission jedoch ignorierte diese Ergebnisse und bezog sich auf einen Bericht aus Deutschland, heißt es in der jetzigen Untersuchung.

Zahlen von Deutschland „heruntergespielt“

Das deutsche Ministerium für Verbraucherschutz kam nämlich in einer Untersuchung zu dem Ergebnis, dass Glyphosat keine Geburtsschäden verursacht. Deutschland habe Zahlen jedoch „heruntergespielt“, prangert der Bericht an. Dort habe man seit spätestens 1998 über die Risiken Bescheid gewusst. Und auch die EU-Kommission sei seit 2002 darüber informiert. Untersuchungsergebnisse, wonach das Spritzmittel nicht nur Missbildungen, sondern etwa auch Hormonstörungen, DNA-Schäden und Krebs verursachen kann, seien ignoriert worden.

Untersuchung von EU hinausgeschoben

All diese Risiken könnten in einer Untersuchung überprüft werden, wie es ursprünglich auch vorgesehen war. Allerdings, so heißt es in dem Bericht, verschob die Kommission kurz nach Bekanntwerden der schädlichen Wirkung von Glyphosat eine Untersuchung des Mittels und weiterer Pestizide auf 2015. Das ist schon schlimm genug, die Autoren des Berichts befürchten aber, dass tatsächliche Ergebnisse wohl erst 2030 vorliegen werden.

Die Öffentlichkeit sei von der Industrie und den Behörden über die Risiken im Ungewissen gelassen worden, lautet das Fazit des Berichts. Dieses Verhalten gefährde die öffentliche Gesundheit. Verfasst wurde die Studie von Autoren der offenen Plattform Earth Open Source.

Umstrittener Saatgutriese

Monsanto ist der weltgrößte Saatgutproduzent und wegen seines gentechnisch veränderten Saatguts umstritten. Bauern sowie Umwelt- und Verbraucherschützer beklagen, dass sich das veränderte Genmaterial mit dem konventioneller Pflanzen vermischt.

Saatgutproduzenten wie Monsanto machen Getreide, Sojabohnen und Mais gentechnisch gegen Glyphosat immun. Sind die gentechnisch veränderten Pflanzen dann auf dem Feld, kann der Landwirt mittels des Herbizids alle andere Pflanzen vernichten, ohne seiner gewünschten Nutzpflanze zu schaden.

Sattes Umsatzplus auch dank Glyphosat

Monsanto ist an der Börse mit rund 36 Milliarden Dollar bewertet. Während einer Durststrecke hatte der Konzern rote Zahlen geschrieben. Neben Wetterkapriolen hatten auch billige Nachahmerprodukte der Firma zu schaffen gemacht. Im vergangenen Jahr profitierte der US-Konzern allerdings von der starken Nachfrage nach Saatgut- und Pflanzenbiotechprodukten.

Auch das lange Zeit geschrumpfte Geschäft mit Unkrautvernichtern legte weiter zu. Im zweiten Quartal seines Geschäftsjahres 2010/11 stand unter dem Strich ein Gewinn von einer satten Milliarde Dollar (699 Mio. Euro). Das sind 15 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Monsanto erzielte im Biotech- und Saatgutgeschäft insbesondere bei den Kulturen Mais und Baumwolle Zuwächse. Dabei lief das Maisgeschäft vor allem in den Anbauregionen USA, Brasilien und Europa gut. Im Geschäft mit Glyphosat-haltigen Unkrautvernichtern setzte das Unternehmen zehn Prozent mehr um.

Links:

Studie
Monsanto
EU-Kommission
Deutsches Verbraucherschutzministerium

GOOD NEWS – ÖFFENTLICHE Chemtrails-News – Sensation im N-TV Fernsehen am 01.03.2012 – HQ – YouTube
öffentliches Chemtrailoutung!!!!

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=RC8Mj3RSgr8#!

VIDEOBESCHREIBUNG

Hochgeladen von Centralrat am 03.03.2012

http://www.winion.org – Sensation im N-TV Fernsehen am 01.03.2012 um 20 Uhr 41 – Erstmalig wurde Chemtrails und Haarp nicht von den Mainstream-Medien der Fremdherrschaft weggelogen. Leider wurde die umfangreiche Chemtrails-Aufklaerung nur einmal gesendet. An anderen Tagen wurde der Bericht über die Wetterwaffen zwar wiederholt, jedoch in gekuerzter Version. Es wurde nur einmal das Wort Chemtrails erwaehnt, was darauf schliessen laesst, daß die Zensoren gekuerzt haben.

TERMINE BEFREUNDETER ORGANISATIONEN:

ATTAC-AktionsAkademie 2012
Zum vierten Mal findet die AktionsAkademie statt, dieses Jahr vom 16.-20. Mai 2012 in Ottensheim (Oberösterreich).
Auf der Akademie kann alles rund um Aktion und politisches Werkzeug gelernt werden um in der Öffentlichkeit mit
eigenen politischen Anliegen besser durchzudringen.
http://www.test.attac.at/index.php?id=9892

PETITIONEN:

Stop the Belo Monte Monster Dam!
Brasiliens Präsidentin Dilma hat den Bau des hydroelektrischen Staudamms von Belo Monte freigegeben,
trotz zahlreicher Proteste, sowie über 600.000 Unterschriften die gesammelt wurden.
Das Schiksal des Kayapó-Stammes soll um die Welt gehen und vielleicht ein Umdenken bewirken.
Weg vom rücksichtslosen kapitalistischen Fortschritt, hin zur verantwortungsvollen Gesellschaft.
Teile dies, wenn du willst dass mehr Menschen von Raoni erfahren sollen.
Auch kannst du diese Petition online unterzeichnen und so die Gegner des Belo Monte Staudamms direkt unterstützen.
http://amazonwatch.org/take-action/stop-the-belo-monte-monster-dam


Liebe Filmfreunde,
nach einigen arbeitsreichen Wochen, freuen wir uns besonders, Euch nun die Termine
für unsere RAISING RESISTANCE Deutschland-Tour, in Zusammenarbeit mit der
Kampagne „Meine Landwirtschaft“, bekannt geben zu können.
Als Ehrengast wird der paraguayische Kleinbauer und Hauptprotagonist
des Films Geronimo Arevalos zusammen mit den Regisseuren,
bei den Vorführungen anwesend sein.
Nach dem Film diskutieren sie gemeinsam mit prominenten Vertretern aus Politik,
Experten von landwirtschaftlichen Organisationen (z.B. BUND, AbL,
Slowfood Deutschland, FIAN, BDM) und regionalen Landwirten,
die im Film behandelten Themen und Probleme.

TOURDATEN
BERLIN, Freitag 30. März, 20 Uhr, Kino in den Hackeschen Höfen
Mit Geronimo Arevalos, Bettina Borgfeld (Regie), David Bernet (Regie),
Harald Ebner, Mitglied des Bundestages (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) und
Reinhild Benning, Leiterin Agrarpolitik (BUND), Landwirtin.
HAMBURG, Samstag 31. März, 18.30 Uhr im 3001 Kino
Mit Geronimo Arevalos, Bettina Borgfeld (Regie), Annemarie Volling,
Koordinatorin des Projektes Gentechnikfreie Regionen in Deutschland von der
Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Anneli Wehling, Milchbäuerin
in Schleswig-Holstein und Mitglied im Bund Deutscher Milchviehhalter (BDM).
Moderation: Ursula Gröhn-Wittern, Diplom Agraringenieurin, Referentin bei der
Agrar Koordination u.a. im Projekt “Futtermittel Blues 2.0″
KÖLN, Sonntag 1. April, 17 Uhr in der Filmpalette
Mit Geronimo Arevalos, David Bernet (Regie) und Bettina Borgfeld (Regie),
Steffi Holz, freie Journalistin und Ethnologin, Bernd Schmitz, Stellvertretender
Bundesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL)
und Milchbauer in Hennef-Hanf, Nordrhein-Westfalen
FRANKFURT a.M., Montag 2. April, 19.15 Uhr im Kino Orfeos Erben
Mit Geronimo Arevalos, Bettina Borgfeld (Regie), Felix zu Löwenstein,
Agrarwissenschaftler, Biolandwirt und Autor des Buches FOOD CRASH
und Herwig Winter, BUND Landesverband Hessen
SAARBRÜCKEN, Dienstag 3. April, 20.30 Uhr im Filmhaus
Mit Geronimo Arevalos, David Bernet (Regie), Hans Wolf,
Vorstandsmitglied der Aktion 3.Welt Saar. Eine Veranstaltung
der Aktion 3.Welt Saar, im Rahmen ihres Agrarprojektes “ERNA goes fair”
(überregionale Kampagne der Aktion 3.Welt Saar für eine faire Landwirtschaft weltweit)
ULM, Mittwoch 4. April, 19 Uhr in der Lichtburg
Mit Geronimo Arevalos, David Bernet (Regie),
Theo Düllmann (Bündnis gentechnikfreie Region Ulm),
Lothar Klatt (Slowfood Ulm), Moderation: Dekan Schänzle
MÜNCHEN, Donnerstag 5. April, 18 Uhr im Monopol
Mit Geronimo Arevalos, David Bernet (Regie), Marlies Olberz, FIAN
(Foodfirst Informations- und Aktions-Netzwerk) Deutschland e.V.,
Gruppe München und Arbeitskreis Agrar, Tierarzt Dr. Rupert Ebner,
Schatzmeister von Slowfood Deutschland

EURE UNTERSTÜTZUNG IST GEFRAGT
Um die Tour finanzieren zu können, die Reisekosten für Geronimo und seinen Übersetzer sowie seiner Familie einen kleinen Ausgleich anbieten zu können, während Geronimo nicht daheim seine Felder bestellen kann, bitte wir Euch um Eure Hilfe. Ebenso sammeln wir für Geronimos Dorf für eine Gründung einer Kooperative und die Anschaffung eines LKW.
Wir haben ein Spendenkonto bei der GLS Bank eingerichtet und wir freuen uns über jede Hilfe.
Support Paraguay, Kto. 1124062403 / BLZ 430 609 67

T-SHIRTS
Ebenso könnt ihr uns durch den Kauf eines RAISING RESISTANCE T-Shirts unterstützen. Das sieht nicht nur schickt aus, es ist auch fair gehandelte Ware und FÜNF Euro pro T-Shirt fließen direkt in die Gründung einer Kooperative und die Anschaffung eines LKW. Ein paar T-Shirts haben wir auch auf der Tour dabei. Eine gute Auswahl in verschiedensten Farben findet ihr aber auch in unserem Online-Shirt-Shop:

http://shop.projekt-umdenken.de

BUNDESWEITER KINOSTART

Auf den bundesweiten Kinostart könnt ihr Euch im Mai 2012 freuen.
Aktuelle Termine gibt es wie gewohnt unter www.raising-resistance.info .

Großer Dank geht an:
EZEF
Meine Landwirtschaft
Heinrich Böll Stiftung

http://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Tier/Naturland-Agro-Gentechnik-bedroht-40-000-mexikanische-Imker-Familien_article1332163977.html

9.03.2012 | 14:32

Naturland: Agro-Gentechnik bedroht 40.000 mexikanische Imker-Familien
Gräfelfing – Naturland weist anlässlich der 2. Weltkonferenz für Öko-Imkerei im März in Mexiko darauf hin, dass die Risikotechnologie Agro-Gentechnik allein in Mexiko 40.000 Imker-Familien gefährdet.
„Die globale Agrarpolitik und Lebensmittelindustrie tragen eine große gesellschaftliche Verantwor-tung. Die Gentechnik bedroht neben der Böden und Artenvielfalt auch die Existenzen vieler Men-schen und ihrer Familien”, so Hans Hohenester, Öko-Bauer und Präsidiumsvorsitzender von Natur-land. “Wir fordern daher Mexiko auf, sich ein Beispiel an Peru zu nehmen und den Anbau von gen-technisch veränderten Pflanzen zu verbieten!” so Hohenester weiter.

Das Urteil des Europäischen Gerichtshofes vom 6. September 2011 hat Folgen für die Honigerzeuger weltweit. Allein geringste Pollen-Anteile von gentechnisch veränderten Pflanzen (GVO) im Honig reichen aus, um die ganze Charge nicht mehr in die EU verkaufen zu können.

Gentechnikfreie Landwirtschaft vor Null-Toleranz

Seit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes vom September 2011 ist Honig mit Pollen von nicht zugelas-senen GVO nicht verkehrsfähig. Das ist ein Vorteil für den Verbraucher, was Transparenz und klare Kenn-zeichnung angeht. Das Recht der Imker, auch künftig Honig ohne Gentechnik herzustellen, wurde dadurch gestärkt. Dies ist in Ländern wie Deutschland, wo es vergleichsweise wenig GVO-Flächen gibt und diese in Standortregistern erfasst werden müssen, umsetzbar.

In anderen Ländern, in welchen die Aussaat von GVO keinen strengen Dokumentationen unterliegt, ist das Risiko einer Verunreinigung höher. Anstatt der Inverkehrbringer der Agro-Gentechnik werden mit der Null Toleranz die Imker bestraft. Folge dieser EU-Rechtssprechung ist, dass die Importe von Honig aus Risiko-Ländern und der Preis für Honig zurückgehen.

Dabei geht es auch anders. Peru setzte im November 2011 ein 10jähriges Moratorium für den kommerziellen Anbau von Agro-Gentechnik in Kraft. Über 2300 unterschiedliche Kartoffelvarietäten und 55 Maisvarietäten sind noch heute in Peru zuhause. Diese Vielfalt ist angepasst an unterschiedlichste agrarökologische Stand-ortbedingungen. Das Umweltministerium von Peru sieht die Agro-Gentechnik als eine Bedrohung für diese Biodiversität und den enormen Genpool an.

Mexiko eines der bedeutendsten Erzeugerländer von Qualitätshonig

Lateinamerika und maßgeblich Mexiko versorgen Europa mit dem süßen Gold. Mexiko ist sechstgrößter Er-zeuger und drittgrößter Exporteur von Honig weltweit. Nachdem die deutschen Imker nur 20 Prozent zur Ei-genversorgung von Honig beitragen, müssen die restlichen 80 Prozent aus dem Ausland importiert werden. Auf der Yucatan Halbinsel zwischen dem Golf von Mexiko und der Karibik befindet sich der Großteil der me-xikanischen Bienenvölker.

Das Mayaland ist dünnbesiedelt und reich an natürlichen Wäldern. Auf den wach-senden Agrarflächen setzt das mexikanische Landwirtschaftsministerium SAGARPA auf Intensivierung und Monokulturen. Mit der erteilten Anbauerlaubnis von 30.000 Hektar GVO-Soja steigt die Gefahr, dass der Honig der Yucatan- Halbinsel mit GVO-Pollen verunreinigt wird und die Imker ihren wichtigsten Exportmarkt verlieren. Nicht nur GVO-Soja beunruhigt die Bauern und Imker in Mexiko. Nach dem Willen der Regierungs-politiker und Gentech-Konzerne soll der kommerzielle Anbau von GVO-Mais erlaubt werden.

Mexiko gilt als Ursprungsland des Mais und der Maiskultivierung. Die hohe Maisvielfalt mit 59 Landrassen ist nach Ansicht von Experten durch den GVO-Anbau bedroht. Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie unter: http://www.naturland.de/fileadmin/MDB/documents/Ueber_Naturland/Mais_Studie_End2011.pdf (naturland)

http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/25407.html
 
19.03.2012 |

USA: Protest gegen Gentechnik formiert sich

Occupy Monsanto: Aktion vor dem US-Kapitol.
In den USA gründen sich immer mehr Initiativen, die sich gegen Gentechnik im Essen wehren. Die Tatsache, dass es in den USA im Gegensatz zu anderen Ländern keine Gentechnik-Kennzeichnung gibt, frustriert die Menschen zunehmend. Bei der Petition „Just label it“ haben mittlerweile über 900.000 Bürgerinnen und Bürger unterzeichnet. 55 Kongress-Abgeordnete haben der Lebensmittelbehörde FDA letzte Woche einen Brief geschrieben, in dem sie die Kampagne zur Kennzeichnung von Lebensmitteln unterstützen. Verbraucher sollten selbst die Wahl haben, ob sie gentechnisch veränderte Lebensmittel konsumieren wollen oder nicht, heißt es in dem Brief. Gleichzeitig kritisieren sie die Begründung der FDA, gentechnisch veränderte Organismen nicht zu kennzeichnen, weil sie im Wesentlichen konventionellen Lebensmitteln gleich wären. Biotechnologie führe Veränderungen herbei, die eben nicht durch menschliche Sinne wahrzunehmen seien. Verbraucherinnen und Verbrauchern sei gar nicht bewusst, dass Gentechnik in Lebensmitteln nicht gekennzeichnet werden muss, so die Abgeordneten-Gruppe.
Am Freitag demonstrierte die Aktion „Occupy Monsanto“ vor dem US-Kapitol mit dem Slogan „Der Kongress ist gentechnisch verunreinigt“ in Anspielung auf Monsantos finanzstarke Lobby-Arbeit. Die Initiative ruft am 17. September zu einem internationalen Aktionstag vor sämtlichen Monsanto-Standorten auf. Eine weitere Gruppe von Aktivisten demonstrierte vor der Gates Stiftung, die mit Monsanto kooperiert und den Anbau von Gentech-Pflanzen in Afrika fördern möchte.


Internet-Radio RadioSOL

Liebe Leute!

Am kommenden Dienstag stelle ich mich einer großen Herausforderung -
ich werde zum ersten Mal in meinem Leben im Radio live moderieren.
Täglich von 7 bis 9 Uhr gestalte ich den “Morgenexpress” bei Radio SOL.
Dieser Sender ist auf UKW 95,5 hörbar – das Sendegebiet seht ihr beim Link unten.
Radio SOL ist via Internet und dadurch auch außerhalb des UKW Sendegebietes zu hören.

In diesen zwei Stunden bringe ich täglich zwölf Beiträge zu jeweils ca. 90 Sekunden.
Hier meine Beitragszeiten: zu diesen Minuten (00 – 15 – 20 – 35 – 40 – 55) sollte ich auf Sendung sein.
Dazwischen gibt es Musik, die gute Laune macht.
Ich freue mich schon sehr auf diese neue Aufgabe. Endlich muss ich wieder zeitig aufstehen (5 Uhr),
denn mein Dienstbeginn ist schon um 6 Uhr (von Montag bis Freitag) in Bad Vöslau.

Radio SOL ist ein Schulungs- & Bildungssender zugleich. Schulung bedeutet für mich, ich muss noch nicht perfekt sein,
sondern ich kann einfach mal anfangen und durch die Praxis Erfahrungen sammeln und daran wachsen.
Dies gibt mir Mut, mich da drüber zu trauen. Ich fange irgendwie an, alles Weitere werden wir dann schon sehen.

Schaut mal unter Radio SOL 95,5 oder hier das UKW Sendegebiet direkt: Sendegebiet UKW 95,5

Falls Ihr morgens überhaupt Radio hört – dann lade ich Euch zum Aufdrehen von UKW 95,5 oder via Internet-Stream ein.
Gebt folgende URL in das Internet-Radio-Programm Eurer Wahl ein:

http://195.234.100.234:9000/sonne

Auch auf mobilen Geräten gibt es Internet-Radio-Apps, sucht dort nach RadioSOL oder gebt den Link direkt ein.
Und natürlich freue ich mich über Eure Anregungen bezüglich Themen,
deren ich mich im Morgenexpress annehmen sollte.

Morgen bekomme ich noch eine umfangreiche kinesiologische Balance,
damit nicht nur das Radio, sondern auch ich “eingeschaltet” bin und
mit Gottes Hilfe Licht und Freude durch mein Tun über den Äther ausstrahle.

Herzliche Grüße von Eurer Do-Ri.

PS! Keine Sorge – für alles Bisherige aus Kinesiologie & Zellular-Medizin
stehe ich natürlich nach wie vor mit Hingabe zur Verfügung.

Pater Max spricht wieder zu seinen Schäfchen…
FG

 
http://www.bauernzeitung.at/?id=2500%2C128854%2C%2C
 
Rückschlag für Gentechnik bestätigt GVO-freien Weg
Möglicherweise resistente Maiswurzelbohrer in Monsantos Genmais bringen den Gentechnik-Saatgut-Riesen gehörig ins Schwitzen.
Landesrat Max Hiegelsberger: “Ein vermeintlicher Vorteil einer gentechnisch veränderten Maispflanze hat sich als vergäng- lich erwiesen. Ein Genmais der Firma Monsanto wurde vom Maiswurzelbohrer befallen. Und das trotz gentechnisch veränderten Saatguts auf den Feldern.”

Oberösterreichs Agrarlandesrat Max Hiegelsberger, der sich europaweit im Netzwerk der gentechnikfreien Regionen für ein Selbstbestimmungsrecht beim Anbau von GVO-Pflanzen auf den Feldern einsetzt, sieht darin eine Be- stäti­gung für den oberösterreichischen Weg der Gentechnikfreiheit:
Ein trügliches „Anti-Käfer-Protein“
“Die Entscheidung gegen den Einsatz von Gentechnik auf den Feldern hat sich für die 55 Regionen im Netzwerk als sinnvoll bestätigt. Die versprochene Resistenz gegen den Maiswurzelbohrer durch ein ,Anti-Käfer-Protein‘ hat sich als trüglich erwiesen, der jenen Landwirten, die dem Gentechnik-Riesen Monsanto Vertrauen geschenkt haben, nun teuer zu stehen kommen.”

Auf EU-Ebene ist im Umweltministerrat am vergangenen Freitag mit der Vertagung der Entscheidung eine wert­vol­le Möglichkeit für ein EU-wei­tes Selbstbestimmungsrecht beim Anbau von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) ein wichtiger Termin ver­stri­chen. “Seit 2002 kämpft Oberösterreich auf EU-Ebene für eine einheitliche Lösung. Die Regionen sollen selbst ent­scheiden dürfen, ob sie den An­bau von sogenannten GVO zulassen.
GVO-Verzicht rechtlich absichern
“Es ist das Um und Auf für die heimische Landwirtschaft vor einer möglichen Auskreuzung von GVO-Sorten geschützt zu werden”, so Hiegels­berger und hofft, dass durch Aufdeckung der Resistenzbildung GVO-Befürwortern deutlich gemacht wird, dass GVO-Mais nicht hält was er verspricht und es die Landwirtschaft nachhaltig schädigen kann. “Oberösterreichs Felder sind gentechnikfrei. Dieser Ver­zicht auf GVO muss auf EU-Ebene rechtlich abgesi­chert werden”, fordert Hiegelsberger.W.W:

20.03.2012

http://www.eco-world.de/scripts/basics/econews/basics.prg?session=42f942bc4f68dd5d_265308&a_no=24939
 
Quelle:
ECO-News – die grüne Presseagentur
Partner:  
Bündnis 90/ Die Grünen Bundesvorstand, D-10115 Berlin

Gentechnik und Welternährung: Verantwortungslose Inkompetenz

Zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage “Haltung der Bundesregierung zur Rolle der Agro-Gentechnik und der EU-Agrarpolitik bei der Sicherung der Welternährung” erklären Harald Ebner, Sprecher für Agrogentechnik, und Thilo Hoppe, Sprecher für Welternährung:

Die Bundesregierung kann keine überzeugenden Belege für einen konstruktiven Beitrag der Agrogentechnik zur globalen Ernährungssicherung vorlegen. Sie räumt sogar ein, dass die Potenziale der Agrogentechnik zur Ertragssteigerung oder Bewältigung des Klimawandels sehr begrenzt sind. Der Grund: Schlüsseleigenschaften wie Trockenheits- oder Salzresistenz sind genetisch viel komplexer als die in der Gentechnik übliche Herbizid-Toleranz, die nur auf einem einzigen Gen beruht.

Die mangelhafte wissenschaftliche Kompetenz und Sorgfalt der Bundesregierung auf diesem Gebiet ist verantwortungslos. Leserbriefe von Lobbyisten der Agrogentechnik-Industrie werden als “wissenschaftliche Studien” interpretiert. Dreist ist die Behauptung, zu den von uns explizit abgefragten möglichen Industrieverflechtungen der zitierten Autoren lägen der Bundesregierung keine Informationen vor. Denn schon eine einfache Suchmaschinen-Recherche offenbart den Hintergrund und die Kunden einiger der Verfasser: Monsanto, Syngenta und Co. Besonders peinlich: die Bundesregierung berichtet stolz von den angeblichen Erfolgen von Kleinbauern in Mali mit dem Anbau von gentechnisch verändertem Mais. Dabei hat es in Mali nie einen Anbau von Gen-Pflanzen gegeben, die zitierte Studie ist nur das Ergebnis einer theoretischen Simulation.

Der skandalöse Mangel an wissenschaftlicher Sorgfalt, den die Bundesregierung bei der Beantwortung der Fragen offenbart, zeigt nicht nur eine bedenkliche Respektlosigkeit gegenüber dem Parlament. Die Bundesregierung macht damit auch deutlich, dass sie der Umsetzung des Menschenrechts auf angemessene Ernährung keine nennenswerte Priorität einräumt. Anders ist auch nicht zu erklären, dass die in Fachkreisen unbestrittenen negativen Konsequenzen der intensiven Fleischproduktion für die globale Ernährungssicherung komplett ignoriert werden. Wer ernsthaft behauptet, dass der Anbau von Futtermitteln in Entwicklungsländern für die Fleischproduktion in Europa ein Beitrag zur Welternährung sei, verspielt jeden Anspruch auf Glaubwürdigkeit in Welternährungsfragen. Die Bundesregierung bestätigt unsere Befürchtung, dass die in Sonntagsreden vorgetragenen Sorgen um die Welternährung nichts weiter sind als eine PR-Fassade – um daraus die finanzielle und politische Förderung der Agrogentechnik sowie der Produktionsausweitung in Europa abzuleiten.. So versucht siedie handfesten Interessen der Agrochemie- und Fleisch-Branche zu verschleiern.

http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=55&tx_ttnews[tt_news]=134268&cHash=665dcfd95e7c1f2ac9912e926dbeda8d
 
21. März 2012, 10:19
Wie unabhängig war die EFSA in den letzten 10 Jahren wirklich?
München, Brüssel (Testbiotech) – Testbiotech legt heute, unterstützt von Corporate Europe Observatory (CEO), eine neue Beschwerde beim EU-Bürgerbeauftragten ein. Die Organisation bittet den Ombudsmann, den Fall von Harry Kuiper zu prüfen. Kuiper ist seit 2003 der Vorsitzende des Gentechnikausschusses der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA, der die Risiken gentechnisch veränderter Pflanzen prüft. Zugleich hatte er enge Beziehungen zum International Life Sciences Institute (ILSI), das von der Lebensmittel- und Agrochemieindustrie finanziert wird. Er war Mitglied einer sogenannten Task Force von ILSI, die von einem Mitarbeiter der US-Firma Monsanto geleitet wurde. Andere Mitglieder der Gruppe waren Vertreter der Konzerne Bayer, Dow AgroSciences, Dupont und Syngenta. Sie alle produzieren gentechnisch veränderte Pflanzen.

Testbiotech hatte bereits 2010 festgestellt, dass die Arbeit der EFSA ganz wesentlich durch die Arbeit dieser Task Force beeinflusst wurde. „Wir wollen hier mehr Klarheit. Harry Kuiper war an jeder Stellungnahme zur Risikobewertung gentechnisch veränderter Pflanzen seit Gründung der EFSA beteiligt. Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf zu erfahren, ob Gesundheit und Umwelt in dieser Zeit wirklich so gut wie möglich geschützt wurden“, sagt Christoph Then von Testbiotech.

Nina Holland von Corporate Europe Observatory (CEO) wirft der EFSA vor, jahrelang versagt zu haben: „Hier liegt ein klarer Interessenskonflikt vor. Das wirft Fragen bezüglich der Entscheidungen auf, an denen Harry Kuiper maßgeblich beteiligt war. Wir wollen, dass der Ombudsmann hier für Aufklärung sorgt.“
In den letzten Wochen hat die EFSA eine Initiative zur Verbesserung ihrer Unabhängigkeit gestartet. Zudem wird Harry Kuiper in den nächsten Wochen wohl seinen Platz bei der EFSA räumen, weil seine Amtszeit abgelaufen ist. Testbiotech und CEO sind nicht davon überzeugt, dass das Problem damit gelöst ist. Es gibt weitere Experten, die enge Verbindungen zum ILSI haben und bei denen die EFSA nach wie vor nicht tätig geworden ist.

In einem anderen Fall hat der Europäische Bürgerbeauftragte einer Beschwerde von Testbiotech bereits stattgegeben. Dabei ging es um Suzy Renckens. Sie hatte die Gentechnikabteilung der EFSA geleitet und wechselte von dort direkt zur Gentechnikindustrie. Im Dezember 2011 veröffentlichte der Ombudsmann dazu eine Stellungnahme, in der es unter anderem heißt: „Die EFSA sollte zugeben, dass sie die relevanten Verfahrensregeln nicht beachtet hat.“ Es war ausgerechnet Suzy Renckens, die während ihrer Tätigkeit bei der EFSA mitverantwortlich dafür gewesen wäre, dass Interessenskonflikte bei der Risikobewertung gentechnisch veränderter Pflanzen verhindert werden.

http://www.youtube.com/watch?v=XdtsTCdFZuM
 
 
Der Pakt mit dem Panda

Der Pakt mit dem Panda: Was uns der WWF verschweigt ist ein deutscher Fernseh-Dokumentarfilm von Wilfried Huismann über den World Wide Fund for Nature (WWF). Der Film zeigt angebliche zweifelhafte Praktiken und den Einfluss von verschiedenen Interessengruppen auf die weltgrößte Naturschutzorganisation.

Der Film ist eine Koproduktion von WDR und SWR unter der Redaktion von Tibet Sinha und Martin Schneider.[1] Huismann arbeitete ein Jahr an dem Film.

Im Kino hatte der Film am 22. Juni 2011 in Bremen Premiere.[2]

http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Pakt_mit_dem_Panda

http://www.ndr.de/info/programm/sendungen/forum/glyphosat115.html
 
Der Fall Glyphosat
So mancher Gartenfreund ärgert sich trotz der Frühlingssonne. Das erste Grün, das sprießt, ist Unkraut. Was liegt näher als der Griff zur Giftspritze? Meist ist in den einschlägigen Chemikalien der Wirkstoff Glyphosat der Firma Monsanto enthalten. Dieser Stoff wird auch in der Landwirtschaft großflächig eingesetzt. Er steht allerdings im Verdacht, Missbildungen hervorzurufen. Kritiker werfen den Genehmigungsbehörden vor, zu industriefreundlich zu sein und Warnungen vor dem Gift zu missachten.

Tatsächlich ist eine Nähe zwischen Industrie und Behörden augenfällig. Mehrere Wissenschaftler von Behörden sind auch für industrienahe Organisationen tätig. Eine wichtige Rolle bei der Vernetzung spielt dabei das International Life Science Institute.

Das Forum auf NDR Info am Dienstag, 20. März 2012 um 20.30 Uhr.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die Schweizer in diesem Falle in US-Dollarwerten emittieren.
FG

http://www.cash.ch/news/alle/syngenta_erhaelt_zulassung_fuer_maissaatgut_in_argentinien_usdbond_emittiert-1150054-448

 
Syngenta erhält Zulassung für Maissaatgut in Argentinien – USD-Bond emittiert
22.03.2012 07:20
Zürich (awp) – Der Agrochemiekonzern Syngenta hat in Argentinien die Zulassung für ein neues gentechnisch verändertes Maissaatgut erhalten sowie in den USA erfolgreich zwei Anleihen über den Gesamtbetrag von 750 Mio USD platziert. Beim zugelassenen Saatgut handelt es sich um das gentechnisch veränderte Quad-Stack Maissatgut Bt11 x MIR162 x GA21x MIR 604 (Agrisure Viptera 4). Dieses ist eine Weiterentwicklung des herbizidtoleranten Triple-Stack-Maissatgutes, welches die Zulassung bereits im November 2011 erhalten habe, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag.
Möglich wurde die Erweiterung durch die Zulassung des Traits MIR604, welcher zur Bekämpfung des Schädlings Maiswurzelbohrer konzipiert wurde. “Agrisure Viptera 4″ setzt in der Insektenbekämpfung neue Massstäbe, indem es die hervorragende Wirkung des Agrisure Viptera-Traits gegen Lepidoptera nun auch auf den Maiswurzelbohrer ausweitet”, lässt sich John Atkin, COO von Syngenta, in der Mitteilung zitieren.
Weiter gibt das Unternehmen am Donnerstag bekannt, dass USD-Anleihen im Wert von 750 Mio USD erfolgreich platziert wurden. Begeben worden sei eine Anleihe von 500 Mio USD mit einer 10-jährigen Laufzeit und einer Anleihe über 250 Mio mit einer 30-jährigen Laufzeit. Das Angebot erfolgte gemäss einer automatischen Registrierungserklärung und dazugehörigen Ergänzung, die Syngenta am 16. November 2011 bei der amerikanischen Securities and Exchange Commission (SEC) eingereicht hatte, heisst es weiter. Der Erlös aus der Anleihe wird für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet.
dl/rt
(Quelle: AWP)


http://www.schweizerbauer.ch/htmls/artikel_28228.html
 
Argentinien: Syngenta erhält Zulassung für GVO-Maissaatgut

Der Basler Agrochemiekonzern Syngenta hat in Argentinien die Zulassung für ein neues gentechnisch verändertes Maissaatgut erhalten.

Es handle sich dabei um Agrisure Viptera 4, eine Weiterentwicklung des herbizidtoleranten Triple-Stack-Maissaatgutes, das die Zulassung im November 2011 erhalten hatte, teilte Syngenta am Donnerstag mit.

„Agrisure Viptera 4 setzt in der Insektenbekämpfung neue Massstäbe, indem es die hervorragende Wirkung des Agrisure Viptera-Traits gegen Lepidoptera nun auch auf den Maiswurzelbohrer ausweitet“, erklärt John Atkin von Syngenta.

Das neue Saatgut soll für die argentinischen Landwirte eine wichtige Hilfe werden, sollte sich der Maiswurzelbohrer im südamerikanischen Staat weiter ausbauen.

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http://www.bauernzeitung.at/?id=2500%2C128887%2C%2C
 
Gentechnikfreiheit auch bei Schweinefleisch ein Thema

Wachsende Nachfrage nach Soja ohne Gentechnik lässt die Preise steigen, die Schweinebranche arbeitet an nachhaltiger Sojastrategie.

Größer Nachdem die österreichischen Geflügelmäster teils freiwillig, teils auf Druck des Lebensmittelhandels innerhalb weniger Monate – nicht ohne Probleme – großflächig auf gentechnikfreie Fütterung umgestellt haben, macht nun eine große Handelskette GVO-Freiheit auch beim Schweinefleisch zum Thema.

Die Billa AG gab zu Wochenbeginn bekannt, dass sie ab kommender Woche in allen 1000 Filialen zusätzlich zu herkömmlicher Ware und Bioprodukten auch Schweinefleisch der hauseigenen Marke “Hofstädter” aus gentechnikfreier Produktion anbieten wird, gekennzeichnet durch das Logo der “ARGE Gentechnikfrei”. Lieferant für dieses Pilotprojekt ist die Oberndorfer Fleisch GmbH. (“Iboschwein”) aus Oberösterreich, die sich seit zwei Jahren auf gentechnikfreie Produktion konzentriert.
Plus 50 Cent/kg beim Verbraucherpreis

Gegenüber der BauernZeitung teilte Billa mit, auf dieser Schiene vorerst vier neue Artikel einzuführen, die jeweils 50 Cent/kg teurer als herkömmliches Schweinefleisch sein werden. Im anfänglichen Pilotbetrieb sollen 1000 Schweine pro Woche verarbeitet werden. Laut Franz Oberndorfer hat Billa zugesagt, “die höheren Produktionskosten abzugelten”.

Der Geschäftsführer der Österreichischen Schweinebörse, Hans Schlederer, sieht in dem Projekt in erster Linie einen strategischen Schachzug, misst ihm “im Hinblick auf die Meinungsbildung in der Öffentlichkeit” aber doch einige Bedeutung bei.

Im Geflügelsektor wird inzwischen hinter vorgehaltener Hand darüber gemurrt, dass der Handel zwar gentechnikfreie Fütterung verlangt, die höheren Kosten dafür aber nicht oder nur unzureichend abzugelten bereit ist. Die Preisdifferenz zwischen herkömmlichem Sojaschrot (rund 360 Euro/t) und GVO-freier Ware hat sich in den vergangenen Monaten nicht zuletzt aufgrund der gestiegenen Nachfrage je nach Quelle auf 30 bis 60 Euro/t erhöht.

“Die Beschaffung von GVO-freiem Sojaschrot ist zwar möglich, wird aber immer schwieriger und teurer”, sagt Rupert Bauinger, Geschäftsführer des Futtermittelherstellers Fixkraft, und lässt keinen Zweifel daran, dass die tatsächlichen Mehrkosten zurzeit (noch) nicht abgegolten werden. Die Firma Garant hat sogar die Belieferung eines sogenannten “Kopfbetriebes” für Hühnermäster eingestellt, weil dieser laut Geschäftsführer Christoph Henöckl trotz gestiegener Sojapreise rückwirkend eine Preissenkung verlangt hat.
Projekt für eine nachhaltige Sojastrategie

Als wichtige Aufgabe für die Zukunft sieht Hans Schlederer, die Abhängigkeit Österreichs bei Eiweiß von Importen aus Übersee zu verringern. Er gilt als einer der Initiatoren und Ideengeber für ein auf mehrere Jahre angelegtes Projekt, an dem schon seit einiger Zeit im Rahmen des Verbands Österreichischer Schweinebauern (VÖS) gearbeitet wird. Dabei geht es um die Entwicklung einer “nachhaltigen Sojastrategie”. Statt Soja aus Nord- und Südamerika zu importieren, wird – auch aus ökologischen Überlegungen – eine schrittweise Ausweitung des Sojaanbaus in Österreich und anderen zentral- und osteuropäischen Ländern im Donauraum angestrebt. Details dazu sollen demnächst bekannt gegeben werden.F.G.

22.03.2012

http://www.fuldaerzeitung.de/nachrichten/fulda-und-region/Fulda-Ist-Gen-Uebertragung-auf-Tiere-moeglich;art25,537015
 
22. März 2012

Ist Gen-Übertragung auf Tiere möglich?

zn
Rhön

Die Verantwortlichen des Biosphärenreservats, die Spitzen des Kreisbauernverbandes und Agrar-Experten sprechen sich weiter für eine gentechnikfreie Fütterung in der Landwirtschaft aus.

Großansicht

Dr. Peter Hamel von der Einkaufsgemeinschaft „Gentechnikfreie Futtermittel Vogelsberg“ warb bei einer Infoveranstaltung des Kreisbauernverbandes Fulda-Hünfeld, des Vereins Natur- und Lebensraum Rhön und des Biosphärenreservats für gentechnikfreie Fütterung in der landwirtschaftlichen Tierhaltung. Es sei nachgewiesen worden, dass Gen-Konstrukte aus gentechnisch veränderten Futtermitteln auf landwirtschaftliche Nutztiere übertragen wurden. Es erfolge kein vollständiger Abbau.

In Studien in Australien sei in Tierversuchen an Mäusen, die mit Generbsen gefüttert wurden, erhöhte Lungenkrankheiten nachgewiesen worden. In England sei es zu erhöhten Krebsraten bei Versuchen mit gentechnisch verändertem Mais bei Ratten gekommen. Italienische Wissenschaftler hätten bewiesen, dass Gen-Konstrukte in der Milch nachweisbar seien. Aus Amerika sei von einer zunehmenden Unfruchtbarkeit bei Schweinen und Rindern nach Verabreichung von gentechnisch verändertem Futter berichtet worden.

Dr. Hubert Beier, Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes, wies darauf hin, dass die Rhön seit 2007 ausgewiesene gentechnikfreie Anbauregion ist. Inzwischen hätten sich 2300 Landwirte mit rund 64.000 Hektar Fläche freiwillige selbst verpflichtet und verzichten auf den Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut.
Im Vogelsberg haben sich 127 Mitglieder zu einer Einkaufsgemeinschaft zusammengetan. Insgesamt kaufen sie nach eigenen Angaben jährlich rund 10.000 Tonnen gentechnikfreies Soja ein, welches über Händler bezogen wird. Aufgrund der Menge seien die Preise mit denen von konventionellem Soja vergleichbar.

Verzicht auf Soja

Manfred Münker, Berater für Milchviehbetriebe beim Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen, zeigte anhand von Versuchsreihen auf, dass in der Fütterung gänzlich auf Soja – egal ob gentechnisch verändert oder nicht – verzichtet werden könne. Beim überlegtem Einsatz von Mais- und Grassilage sowie Rapsexstraktionsschrot oder Rapspresskuchen können die Futterkosten pro Kuh bei gleicher Milchmenge und Tiergesundheit sogar sinken.

Eine weitere Alternative zu Soja wurde von Agrarberater Johannes Fischer von Ettenstatt vorgestellt: Grascops. Dabei handelt es sich um spezielle Heutrocknungen. Auch der Luzerneanbau in Verbindung mit der Verarbeitung zu Cops würde aufgrund des hohen Eiweißgehaltes zunehmend interessanter. Fischer empfiehlt der heimischen Landwirtschaft, sich mit Blick auf die zu erwartenden steigenden Futtermittelkosten und einen Futtermittelmangel auf heimische Ressourcen umzustellen. Aus seiner Sicht könne die Luzerne, immergrüne Nutzpflanzen, eine Zukunftspflanze auch für die Rhön werden.

Luzerne für die Zukunft

Sven Euen, Vorstandsmitglied des Verbands „Lebensmittel ohne Gentechnik“ betonte, dass die Mehrheit der Verbraucher sich für die gentechnikfreie Fütterung ausspreche und eine Deklarierung von Lebensmitteln wünsche. Bislang gebe es aber keine Mehrheit in der Europäischen Union, um eine Deklarierung „mit Gentechnik“ bei Lebensmitteln durchzusetzen. Dies sei aus seiner Sicht sehr bedauerlich.

http://www.agrar-presseportal.de/Nachrichten/Proplanta-Geo-Informationsdienst-zeigt-Anbauflaechen-gentechnisch-veraenderter-Pflanzen-auf_article12489.html
 
22.03.2012  |  12:20  |
 
 
 | Der Geo-Informationsdienst von Proplanta gibt eine weltweite Übersicht über Anbauflächen und Standorte von gentechnisch veränderten Pflanzen.
 

Stuttgart/Hohenheim (agrar-PR) – Die Anbauflächen gentechnisch veränderter Pflanzen steigen weltweit von Jahr zu Jahr. 2011 waren 160 Millionen Hektar verzeichnet – 12 Millionen Hektar mehr als im Vorjahr. Einen Überblick über die Anbauflächen und Standorte von gv-Pflanzen in Deutschland und der Welt gibt jetzt der Geo-Informationsdienst von Proplanta im Projekt „Standorte Gentechnisch Veränderter Organismen“ unter http://www.proplanta.de/Maps/Genpflanzen-karten.html .

Spitzenreiter im Anbau von GVOs waren laut ISAAA-Report 2011 weiterhin die USA mit 69,0 Mio. ha vor Brasilien (30,3 Mio. ha), Argentinien (23,7 Mio. ha), Indien (10,6 Mio. ha), Kanada (10,4 Mio. ha) und China (3,5 Mio. ha). Der größte Flächenzuwachs war mit +5,0 Mio. ha in Brasilien zu beobachten. Die Zuwachsrate war in den Entwicklungs- und Schwellenländern doppelt so hoch wie in den Industrieländern.

In Europa (EU-27) betrug die Anbaufläche für gv-Pflanzen 2011 insgesamt nur rund 0,1 Mio. ha. Für dieses Jahr wurden in Deutschland aufgrund der unklaren Rechtslage nur unter Vorbehalt Anbauflächen dem Standortregister der BVL mitgeteilt. Zahlreiche EU-Mitgliedsstaaten, so auch Deutschland, haben in der EU zugelassene Pflanzen auf ihrem Gebiet untersagt, obwohl ein derartiges Verbot nach EU-Recht strittig ist. Erst kürzlich ist ein dänischer Kompromiss-Vorschlag zu der Frage der nationalen Anbauverbote von GVOs gescheitert, so dass die Gentechnik-Politik in Europa weiterhin in der Schwebe bleibt.

Im Forschungsbereich hatte die BASF im Januar aufgrund der fehlenden Akzeptanz hierzulande ihre Grüne Gentechnik aus Deutschland in die USA verlegt. Ende Februar stoppte auch die KWS ihre Gentechnik-Versuche.

Wo in den letzten Jahren welche Kulturarten von gentechnisch veränderten Pflanzen angebaut oder freigesetzt wurden, kann man mit einem Klick der Kartendarstellung des neuen Maps-Projektes von Proplanta entnehmen. Diese Zusammenstellung wird auch in Zukunft laufend ergänzt werden. Der Proplanta Informationsdienst für Geodaten bietet ideale Voraussetzungen, um ortsbezogene Informationen zu verwalten, zu visualisieren und abzurufen. Unter dem Motto „Map-it mit Proplanta“ können alle Nutzer nach einer kostenfreien Anmeldung bei Proplanta eigene Projekte anlegen und beliebige Orte auf Maps mit Informationen, Fotos und Dokumenten versehen.

Zum Maps-Projekt „Standorte Gentechnisch Veränderter Organismen“:

http://www.proplanta.de/Maps/Genpflanzen-karten.html

Weitere Informationen:
http://www.proplanta.de/Maps (Ende / agrar-presseportal.de)
Pressekontakt
Frau Dr. Dorothea Elsner Telefon: 0711-451017610Fax: 0711-451017615E-Mail: pressestelle@proplanta.de


http://kurier.at/wirtschaft/4489543-gentechnik-auf-dem-rueckzug.php

Gentechnik auf dem Rückzug

Noch steckt im Schnitzel oft Gentechnik. Gekennzeichnet wird das nicht. Doch nun machen die Handelsketten Druck.

22.03.2012, 15:50

In der Schweineproduktion ist Soja als Kraftfutter unverzichtbar. Noch setzen die Bauern auf günstiges Gensoja. Doch der Handel macht Druck.

Für die Umweltschützer von Greenpeace grenzt es an eine Schweinerei: “Schweine und Rinder in Österreich fressen Gentechnik-Futter, doch das muss im Regal nicht gekennzeichnet werden.” Sprecherin Dagmar Urban forderte am Donnerstag eine verpflichtende Kennzeichnung und wünscht sich eine komplette Umstellung auf gentechnikfreies Futter bis 2014.

Vonseiten der Bauernschaft gibt es aufgrund der höheren Futterkosten noch Widerstand, doch tatsächlich steigt der Druck der Handelsketten.

Auf Wunsch der Lebensmittelhändler wurde 2010 die Fütterung von Milchkühen auf gentechnikfreies Futter umgestellt, seit Februar heurigen Jahres gilt die Umstellung auch für österreichisches Geflügel. Ab 26. März findet sich in den Billa-Regalen nun auch Genfutter-freies Schweinefleisch. “Wir schätzen den Bedarf auf rund 30 bis 40 Tonnen pro Woche”, erklärt Hersteller Franz Oberndorfer von IBO Schwein. Das Fleisch sei mit dem Arge-Gentechnik-Siegel versehen, die Bauern würden sechs Euro je Schwein zusätzlich erhalten.

Das Kilo Schnitzelfleisch ohne Knochen koste im Handel knapp unter zehn Euro. “Der Aufschlag für den Konsumenten beträgt rund zehn Prozent.” Entsprechende Wurstwaren sollen folgen.

Derzeit sind nur Bioware und ausdrücklich gekennzeichnete Ware sicher ohne Gen-Futter. Doch auch Händler Spar dringt auf eine Umstellung: “Wir würden ebenfalls gerne umstellen, aber wir brauchen 20.000 Schweine pro Woche”, erklärt eine Sprecherin. Man versuche aktuell, eine Lösung mit dem AMA-Gütesiegel zu erarbeiten.

Kostenfrage

Rund zehn Prozent Mehrkosten verursacht die Fütterung mit Gentechnik-freiem Futter etwa bei Geflügel. Nicht alles trägt der Konsument. “So wie es jetzt ist, geht es nicht, dass in der Produktion ständig die Margen sinken”, kritisiert etwa Futtermittelhersteller Rupert Bairinger von Fixkraft. Auch bei Milch sei der Gentechnik-Bonus von 1 Cent je Liter für die Bauern still und heimlich verschwunden, kritisieren Bauernvertreter.

Zudem ist gentechfreies Kraftfutter in Österreich derzeit Mangelware: Rund 600.000 Tonnen Soja müssen importiert werden, 400.000 davon sind Gen-Soja.

Grün-Abgeordneter Wolfgang Pirklhuber wirbt seit Jahren darum, den Anbau von gentechnikfreiem Soja in der Donauregion zu erhöhen: “Bis 2020 könnten wir zumindest ein Zehntel des Bedarfs produzieren.”

Das könnte auch nötig sein, denn der Bedarf wird steigen, meint Florian Faber von der Arge Gentechnikfrei: “Die gesamte österreichische Fleischbranche überlegt, wie sie die Gentechnikfreiheit umsetzen kann.” Er ist optimistisch: “Bei Schweinefleisch reden wir von ein bis drei Jahren, bis die gesamte Branche umgestellt hat.”

http://www.agrar-presseportal.de/Nachrichten/Proplanta-Geo-Informationsdienst-zeigt-Anbauflaechen-gentechnisch-veraenderter-Pflanzen-auf_article12489.html
 
22.03.2012  |  12:20  |
 
 
 | Der Geo-Informationsdienst von Proplanta gibt eine weltweite Übersicht über Anbauflächen und Standorte von gentechnisch veränderten Pflanzen.

Stuttgart/Hohenheim (agrar-PR) – Die Anbauflächen gentechnisch veränderter Pflanzen steigen weltweit von Jahr zu Jahr. 2011 waren 160 Millionen Hektar verzeichnet – 12 Millionen Hektar mehr als im Vorjahr. Einen Überblick über die Anbauflächen und Standorte von gv-Pflanzen in Deutschland und der Welt gibt jetzt der Geo-Informationsdienst von Proplanta im Projekt „Standorte Gentechnisch Veränderter Organismen“ unter http://www.proplanta.de/Maps/Genpflanzen-karten.html .

Spitzenreiter im Anbau von GVOs waren laut ISAAA-Report 2011 weiterhin die USA mit 69,0 Mio. ha vor Brasilien (30,3 Mio. ha), Argentinien (23,7 Mio. ha), Indien (10,6 Mio. ha), Kanada (10,4 Mio. ha) und China (3,5 Mio. ha). Der größte Flächenzuwachs war mit +5,0 Mio. ha in Brasilien zu beobachten. Die Zuwachsrate war in den Entwicklungs- und Schwellenländern doppelt so hoch wie in den Industrieländern.

In Europa (EU-27) betrug die Anbaufläche für gv-Pflanzen 2011 insgesamt nur rund 0,1 Mio. ha. Für dieses Jahr wurden in Deutschland aufgrund der unklaren Rechtslage nur unter Vorbehalt Anbauflächen dem Standortregister der BVL mitgeteilt. Zahlreiche EU-Mitgliedsstaaten, so auch Deutschland, haben in der EU zugelassene Pflanzen auf ihrem Gebiet untersagt, obwohl ein derartiges Verbot nach EU-Recht strittig ist. Erst kürzlich ist ein dänischer Kompromiss-Vorschlag zu der Frage der nationalen Anbauverbote von GVOs gescheitert, so dass die Gentechnik-Politik in Europa weiterhin in der Schwebe bleibt.

Im Forschungsbereich hatte die BASF im Januar aufgrund der fehlenden Akzeptanz hierzulande ihre Grüne Gentechnik aus Deutschland in die USA verlegt. Ende Februar stoppte auch die KWS ihre Gentechnik-Versuche.

Wo in den letzten Jahren welche Kulturarten von gentechnisch veränderten Pflanzen angebaut oder freigesetzt wurden, kann man mit einem Klick der Kartendarstellung des neuen Maps-Projektes von Proplanta entnehmen. Diese Zusammenstellung wird auch in Zukunft laufend ergänzt werden. Der Proplanta Informationsdienst für Geodaten bietet ideale Voraussetzungen, um ortsbezogene Informationen zu verwalten, zu visualisieren und abzurufen. Unter dem Motto „Map-it mit Proplanta“ können alle Nutzer nach einer kostenfreien Anmeldung bei Proplanta eigene Projekte anlegen und beliebige Orte auf Maps mit Informationen, Fotos und Dokumenten versehen.

Zum Maps-Projekt „Standorte Gentechnisch Veränderter Organismen“:

http://www.proplanta.de/Maps/Genpflanzen-karten.html

Weitere Informationen:
http://www.proplanta.de/Maps (Ende / agrar-presseportal.de)
Pressekontakt
Frau Dr. Dorothea Elsner Telefon: 0711-451017610Fax: 0711-451017615E-Mail: pressestelle@proplanta.de

http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/25418.html
 
2.03.2012 |

EU-Ombudsmann bekommt Beschwerde wegen EFSA-Mitarbeiter

Die EFSA-Risikobewertung von Gentechnik-Pflanzen ist umstritten. (Bild: Testbiotech)
Der Verein Testbiotech hat gestern beim EU-Bürgerbeauftragten wegen Interessenskonflikten bei der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) Beschwerde eingelegt. Grund dafür ist Harry Kuiper, der seit 2003 den Vorsitz des Gentechnikausschusses der EFSA innehat. Kuiper ist damit für die Prüfung der Risiken gentechnisch veränderter Pflanzen zuständig. Parallel war Kuiper auch für das von der Gentechnik-Industrie finanzierte International Life Sciences Insitute (ILSI) tätig. Testbiotech hat auch weitere Fälle im Blick, bei denen die Unabhängigkeit der EFSA infrage gestellt werden muss.
Zwar will die Behörde nun für mehr Transparenz sorgen und Interessenskonflikte in Zukunft vermeiden. Es gibt aber schon jetzt weitere EFSA-Experten, die auch mit ILSI in Verbindung stehen. Die EFSA sei bei diesen Fällen noch nicht tätig geworden, so Testbiotech.
Der Bürgerbeauftragte hatte schon einmal einer Beschwerde zur EFSA stattgegeben. Im Dezember letzten Jahres ging es um Suzy Renckens, die von einer leitenden Position bei der EFSA direkt zum Gentechnik-Konzern Syngenta wechselte.

21.03.2012 / Natur und Biodiversität
Freisetzung transgener Insekten: fehlende Aufklärung der Bevölkerung

WissenschafterInnen des Max-Planck-Instituts für Evolutionsbiologie fordern die Veröffentlichung aussagekräftiger wissenschaftlicher Daten vor der Freisetzung von genetisch veränderten Tieren.

Die WissenschafterInnen untersuchten die Freisetzungsversuche genetisch veränderter Insekten in den USA, in Malaysia und auf den Kaiman-Inseln. Dabei stießen sie auf gravierende Mängel bei der wissenschaftlichen Qualität der Zulassungsunterlagen. Die WissenschafterInnen kritisieren außerdem, dass der Öffentlichkeit vor dem Beginn der Freisetzungsversuche keine angemessenen Beschreibungen der geplanten Verfahren zugänglich gemacht wurden.

Die Forscher fordern „die grundsätzliche Veröffentlichung der Zulassungsunterlagen und öffentlich verfügbare Verfahrensbeschreibungen vor dem Start von Freisetzungsexperimenten“. Sie veröffentlichten außerdem im Internet eine Checkliste, mit der die wissenschaftliche Qualität von Zulassungsunterlagen abgeschätzt werden kann.

Als Beispiel für die mangelhafte Transparenz bei der Freisetzung von gentechnisch veränderten Tieren zitieren die StudienautorInnen das im Jahr 2008 erstellte Gutachten zur Umweltverträglichkeit von genetisch modifizierten Insekten. Dieses ist das erste Gutachten seiner Art und wurde von den amerikanischen Behörden verfasst. Die StudienautorInnen bemängeln die wissenschaftliche Qualität des amerikanischen Gutachtens: „So beruht die positive Einschätzung lediglich auf zwei – von insgesamt 170 angeführten – wissenschaftlichen Studien. Diese berücksichtigten wiederum nur eine der vier im Gutachten aufgeführten Insektenarten.“

Die USA seien aber keine Ausnahme, berichtet Guy Reeves vom Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie: „Wir haben festgestellt, dass weltweit die Öffentlichkeit nur sehr begrenzt Zugang zu den wissenschaftlichen Informationen über Freisetzungsversuche hat, vor allem Informationen im Vorfeld eines Versuchs“.

In den letzten Jahren sei die Zahl der Freisetzungsexperimente von genetisch veränderten Insekten stark angestiegen, berichten die WissenschafterInnen und in vielen weiteren Ländern seien Feldversuche in Planung, darunter auch in Mitgliedstaaten der Europäischen Union (Frankreich und Großbritannien).

Pressemitteilung Max-Planck-Institut

Pressekonferenz 22 03 2012, Viva La Milpa, Deutschland, China, Offener Brief, OÖ.

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20120319_OTS0092/einladung-zur-pressekonferenz-wir-haben-es-satt-eine-neue-agrar-und-ernaehrungspolitik-jetzt
 
 
Einladung zur Pressekonferenz “Wir haben es satt – eine neue Agrar- und Ernährungspolitik jetzt”

Wien (OTS) – Die Agrarindustrie in Europa verursacht Tierleid,
Dioxinskandale und Gentechnik im Essen. Sie verschärft Hungerkrisen,
den Klimawandel und das Höfesterben. Zurück bleiben ausgeräumte
Landstriche und Monokulturen. Das haben wir satt!
Wir sind eine breite Plattform von Umwelt-, EZA- und bäuerlichen
Organisationen sowie sozialen Bewegungen. Attac, FIAN, GLOBAL 2000,
Greenpeace, die Grünen Bauern und Bäuerinnen, IG Milch, ÖBV/Via
Campesina und der UBV (Österreichs unabhängiger Bauernverband) laden
Sie, werte MedienvertreterInnen, ganz herzlich zur Pressekonferenz
zum Thema “Wir haben es satt – eine neue Agrar- und Ernährungspolitik
jetzt” ein.
Wann: Donnerstag, 22. März 2012 um 10:00 Uhr
Wo: Café Leopold, Museumsquartier, 1070 Wien
Ihre GesprächspartnerInnen sind:
- Mag.a Alexandra Strickner, Obfrau Attac Österreich
- DI Gertrude Klaffenböck, Sektionskoordinatorin FIAN Österreich
- Mag.a Heidemarie Porstner, Gentechnik-Sprecherin GLOBAL 2000
- Dagmar Urban, Gentechnik-Sprecherin Greenpeace (CEE)
- Erna Feldhofer, Obfrau der IG Milch
- Marianne Helm, Obfrau des UBV NÖ
- Thomas Waitz, Kammerrat in der Landeskammer und Obmann der Grünen
Bäuerinnen und Bauern STMK
- Irmi Salzer, ÖBV-Via Campesina Austria
Rückfragehinweis:
Mag.a Heidemarie Porstner, Gentechnik-Sprecherin von GLOBAL 2000, Tel.: 0699/14 2000 52
Dipl. Pol. Jens Karg , Referent für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Tierschutz

Mexikaner gegen GMO und Monsanto:
Viva la Milpa!
 
http://vivalamilpa.com/

http://www.vdi-nachrichten.com/artikel/Kein-gruenes-Licht-fuer-gentechnikfreie-Zonen-in-der-EU/57754/1

Kein grünes Licht für gentechnikfreie Zonen in der EU
Umweltpolitik: Nach der Atomenergie spaltet nun auch grüne Gentechnik die europäische Union. Die EU-Umweltminister konnten den seit 2008 schwelenden Streit über den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen bei ihrem jüngsten Treffen in Brüssel nicht beilegen. Neun von 27 EU-Staaten lehnten das Kompromisspapier der dänischen EU-Ratspräsidentschaft ab, die Verbot oder Zulassung für den Anbau von GVO-Kulturen in nationale Kompetenzen legen wollte.
VDI nachrichten, Brüssel, 16. 3. 12, ber
Die EU-Kommission versucht, mit dem im Juli 2010 vorgelegten Revisionsvorschlag die derzeit gültige Richtlinie aus dem Jahr 2001 neu zu fassen. Ziel der Brüsseler Behörde ist es, den Mitgliedstaaten einen rechtlichen Rahmen für ein Anbauverbot, aber auch für eine Anbaugenehmigung zu schaffen.
Dies soll im Einklang mit den Regeln des EU-Binnenmarktes sowie dem Welthandelsabkommen (WTO) erfolgen. So sieht der Kommissionsvorschlag vor, den Mitgliedstaaten zu erlauben, die in Europa zugelassenen Gensaaten im eigenen Land auch anzubauen.
Für die Zulassung von Gensaaten auf dem europäischen Markt ist die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde (Efsa) mit Sitz im italienischen Parma zuständig. Seit geraumer Zeit kritisieren einzelne EU-Staaten wie Österreich, Deutschland oder Frankreich, dass die Entscheidungen zugunsten einer Zulassung stark von industriefreundlichen Efsa-Mitarbeitern geprägt werden, die zuvor bei Biotechfirmen tätig waren.
Der neue Richtlinienentwurf soll den EU-Mitgliedstaaten jedoch nicht nur das Recht zum Anbau einräumen, sondern auch ein Verbot von Gensaaten im nationalen Maßstab rechtlich absichern.
Aber genau darin liegt die Krux: Der ursprüngliche Kommissionsentwurf sieht vor, dass ein Anbauverbot gegenüber der EU wohl begründet werden muss. Längst suchen Efsa-Experten gemeinsam mit nationalen Landwirtschafts- und Umweltministerien nach rechtlich wasserdichten Ablehnungsgründen. Juristen sprechen hier von Verwehrungsgründen. Eine derartige „Positivliste“ ist bisher nicht zustande gekommen. „In eineinhalb Jahren ist es nicht gelungen, eine rechtsfeste Liste an Verwehrungsgründen aufzustellen. Vieles ist zu schwammig geblieben“, fasst ein deutscher EU-Diplomat das derzeitige Dilemma zusammen.
Nur mit einer angemessenen Begründung vonseiten einzelner Mitgliedstaaten, die auf ihrem Territorium den Anbau von Gensaaten verbieten oder gar eine komplette gentechnikfreie Zone erklären wollen, könnte die EU-Kommission den Anbau im Einzelfall erlauben.
Im vorliegenden Kompromissvorschlag fehlt jedoch eine derartige Rechtssicherheit. Der Bundesregierung – allen voran Bundeskanzlerin Merkel – passt die ganze Richtung nicht. Würde der Anbau in einzelnen Mitgliedstaaten erlaubt, in anderen hingegen das Recht eines Totalverbots geschaffen, wäre ein einheitlicher Binnenmarkt ausgehebelt.
Dies würde auf eine Renationalisierung der grünen Gentechnik hinauslaufen und den Forschungsstandort Europa in der Zukunftstechnologie Gentechnik schwächen, wehrt sich auch Bundesforschungsministerin Anette Schawan gegen diese Brüsseler „Sowohl-als-auch“-Politik.
So sind sich ausnahmsweise Frankreich, Deutschland und Großbritannien in ihrer Totalablehnung gegenüber diesem Verordnungsentwurf einig. „Wir wollen keiner Zersplitterung des Binnenmarktes in der Forschung Vorschub leisten“, erklärt ein EU-Diplomat.
Trotz aller Bemühungen gelang es der engagierten dänischen Umweltministerin Ida Auken nicht, als EU-Ratspräsidentin im Ministerrat einen Konsens zu schmieden. Im Gegenteil: Die bisherigen Befürworter einer derartigen Regelung schlossen sich dem ablehnenden Lager an. So scherte beispielsweise Spanien, das in der EU mit einigen Tausend Hektar Anbaufläche von autorisierten Gensaaten als Vorreiter grüner Gentechnik gilt, aus dem Pro-Lager aus. Gemeinsam mit acht weiteren EU-Staaten bildete die iberische Halbinsel eine Sperrminorität gegen den Vorschlag von EU-Gesundheitskommissar John Dalli.
Ist der Kommissionsvorschlag damit tot? Davon will Dalli nichts wissen: „Europa hat bereits weltweit die strengsten Regeln im Umgang mit der Gentechnik“, sagte der zuständige EU-Gesundheitskommissar vor der Presse. Er denke nicht daran, seinen Vorschlag zurückzuziehen. Die Dänin Auken fasst enttäuscht zusammen: „Europa war nicht bereit, an diesem Tag einen Schritt nach vorne zu gehen.“ Dass unter dänischer Ratspräsidentschaft bis Ende Juni beim kommenden EU-Umweltministerrat noch eine Einigung erzielt werden kann, scheint fraglich.
Der EU-Landwirtschaftsexperte bei Greenpeace, Marco Contiero, zeigt sich indes zufrieden, dass es zu keinem Kompromiss gekommen ist. „Jeder Mitgliedstaat muss das Recht haben, gentechnikfreie Zonen auszurufen, ohne dass Biotechfirmen bei der Entscheidungsfindung einbezogen sind.“
Entscheidungsbedarf gibt es derweil aber auch noch für die Bundesregierung. Das federführende Landwirtschaftsressort von Bundesministerin Ilse Aigner gehört zur Ablehnungsfront von grüner Gentechnik im Umfeld der ebenso kritischen bayerischen Landwirte. Im Mai will sich der Koalitionssauschuss von CDU, CSU und Liberalen auf eine einheitliche Linie verständigen, wie in Brüssel abgestimmt werden soll. Ob sich die Bundeskanzlerin oder die Bundeslandwirtschaftsministerin in der Grundlinie wird durchsetzen können, bleibt abzuwarten. THOMAS A. FRIEDRICH
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http://german.china.org.cn/business/txt/2012-03/16/content_24914429.htm

16. 03. 2012
Sorge über Gen-Getreide: “Chinesen sind keine Versuchskaninchen!”
Schlagwörter: Gen-Getreide Chinesen Versuchskaninchen Fruchtbarkeit Reis
Der renommierte chinesische Agrarwissenschaftler Yuan Longping hat kürzlich seine Sorgen bezüglich genmanipulierter Lebensmittel geäußert. Es sei noch nicht untersucht worden, ob solche Lebensmittel die Fruchtbarkeit und das Erbgut der Menschen beeinflussen können.
Der chinesische Agrarwissenschaftler Yuan Longping, bekannt als “Vater des Hybridreis”, wurde Anfang März in Beijing von China Economic Weekly interviewt. Er hat dabei seine Sorgen bezüglich der Anwendung von Gentechnologie bei der Nahrungsherstellung geäußert.
Yuan, ein 82-jähriger Wissenschaftler der Chinesischen Akademie für Ingenieurswissenschaften, züchtete im Jahr 1974 den weltweit ersten Hybridreis.
Yuan Longping wollte beim Interview kein Blatt vor den Mund nehmen und war nicht besorgt, “die anderen zu beleidigen”: “Ich habe keine Angst. Ich bin schon so alt, und kann nicht etwas Wahres sagen? Es ist wirklich bedrückend!”
Gen-Reis. Die chinesische Regierung hatte am 21. Februar den Entwurf für ein chinesisches Getreidegesetz veröffentlicht. Forschung, Produktion, Verkauf sowie Im- und Export genmanipulierten Getreidessamens sollen nach dem Entwurf staatlich reguliert werden. Die Unternehmen dürfen bei den wichtigsten Getreidearten ohne Erlaubnis keine Gentechnik verwenden.
Der Gesetzesentwurf könnte ein Meilenstein für die Beilegung der Debatten über die Gentechnik-Anwendung in der Landwirtschaft in China sein. China hatte 2009 eine Sicherheitserlaubnis für Gen-Reis ausgegeben, was andauernde Diskussionen über Gen-Getreide hinsichtlich der Lebensmittel-, Saatgut- und Getreidesicherheit sowie den Wirtschaftsinteressen weckte.
Als ein bedeutender Agrarexperte habe Yuan Longping selbst nichts gegen Genmanipulation. Aber China solle vorsichtig mit der Anwendung der Gen-Technik bei der Herstellung der wichtigsten Getreidearten sein, so Yuan. “Viele befürworten genmanipulierte Lebensmittel, weil sie Experimente an Mäusen gemacht haben. Aber sind die Ergebnisse dieser Experimente auf den Menschen übertragbar? Haben sie Ergebnisse der Wirkung von Gen-Getreide auf den Menschen?”
“Die Chinesen sind keine Labormäuse. Wir dürfen nicht die Gesundheit und das Leben von so vielen Menschen risikieren, indem wir ein Experiment mit ihnen durchführen”, sagte Yuan. “Ich bin gerne dazu bereit, mich für einen Selbstversuch zur Verfügung zu stellen und genmanipulierte Lebensmittel zu essen. Ein Problem ist aber, dass ich nicht mehr zeugungsfähig bin. Es sollte aber durch Experimente bewiesen werden, ob genmanipulierte Lebensmittel einen Einfluss auf die Fruchtbarkeit und das Erbgut der Menschen haben können. Diese Lebensmittel wären erst sicher, wenn junge Leute freiwillig an solchen Experimenten teilnehmen, zwei Jahre lang genmanipulierte Lebensmittel essen würden und dies keinen negativen Einfluss auf die Zeugungsfähigkeit und die Gesundheit der nächsten Generation hätte.”
Zwar sei Yuan skeptisch, was die Verbreitung der Genmanipulation anbelange, aber er meinte auch: “In der Wissenschaft ist die Gen-Technik die Entwicklungstendenz.”
Yuan forscht nun weiter den Hydridreis und hat mit seinem Team noch eine weitere Ertragssteigerung erreicht. Im September 2011 stieg der Ertrag von Hybridreis auf 926,6 Kilogramm pro Mu (0,0667 Hektar). Mit dem Ergebnis unzufrieden, sagte Yuan, er wolle den Ertrag in den nächsten drei Jahren auf 1000 Kilogramm pro Mu erhöhen.
Des Weiteren habe er bei der jährlichen Tagung der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesische Volks einen höheren Kaufpreis und faire Verkaufspreise für Getreide vorgeschlagen. Ein niedriger Getreidepreis werde die nationale Getreidesicherheit beeinträchtigen, so Yuan.
Quelle: german.china.org.cn

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Offener Brief

Hallo Mark Perry,
wir kennen uns seit dem Percy Schmeiser-Vortrag in der LW Zwettl persönlich.

Beim üblichen Sonntagvormittäglichen Durchstöbern der „Krone“ fiel mir ein Artikel sofort ins Auge : „Der Gasschatz unterm Weinviertel“.
(Witzige Formulierung – den „Gasschatz“ hat für den gewogenen Leser eine andere Gewichtung als „Gasvorkommen“ oder „Erdgasfeld“ – einen „Schatz“ muss man heben…)

Ich persönlich vermisse eine gewisse Ausgewogenheit in dem Artikel (der, wie ich hoffe, kein bezahlter der OMV ist. Wobei der Titel OMV selbst irreführend ist da schon lange kein mehrheitlich österreichischer Anteil mehr besteht)

Vielleicht bringen Sie ja demnächst einen Report über die Schiefergasförderung der OMV in anderen, ärmeren Ländern die nicht fähig sind, Widerstand zu leisten gegen diese Art der Kapitalvermehrung.

Mit keinem Wort wird zum Beispiel erwähnt, welche Alternativenergie-Möglichkeiten mit dem Kapitaleinsatz, zur Durchführung der Bohrungen notwendig ist,  möglich sind und wären.

Mit keinem Wort wird erwähnt, dasd der „Experte“  Dr. Hofstätter kein unabhängiges Urteil abgebeben kann, weil er nach meinen Recherchen mehr als fünfundzwanzig Jahre im Solde der Petroindustrie stand.( http://www.unileoben.ac.at/content/view/200/930/lang,de/)

Mit keinem Wort wird erwähnt das Experte Hofstätter selbst nicht weis ob sich das Projekt überhaupt rechnet ! (http://oekonews.at/?mdoc_id1068398&fb_comment_id=fbc_375392409162432_9572518_375928825775457)

Mit keinem Wort wird erwähnt, dass die Abdichtungssicherheit zwischen Gestein und Verrohrung niemals garantiert werden kann, somit ein Gasaustritt in Richtung Oberfläche wahrscheinlich bleibt und damit die Vergiftung des Grundwassers möglich bleibt.

Weiters verweise ich auf die Seite  http://www.weinviertelstattgasviertel.at/Weinviertelstattgasviertel/home.html

Schönen Sonntag noch!

Beste Grüße

Freimut Gruber
Au 7
4873 Frankenburg

0664/270 99 55

http://www.topagrar.at/ackerbau/Rueckschlag-fuer-Gentechnik-bestaetigt-GV-freien-Weg-Oberoesterreichs-796920.html
 
Rückschlag für Gentechnik bestätigt GV-freien Weg Oberösterreichs
16.03.2012

Der aktuelle Befall einer gentechnisch veränderten Maissorte der Firma Monsanto durch den Maiswurzelbohrer sei eine Bestätigung für den oberösterreichischen Weg der Gentechnikfreiheit. “Ein vermeintlicher Vorteil einer GV-Maispflanze hat sich als vergänglich erwiesen “, so OÖ Agrarlandesrat Max Hiegelsberger, der sich europaweit im Netzwerk der gentechnikfreien Regionen für ein Selbstbestimmungsrecht beim Anbau von GV-Pflanzen einsetzt. “Die Entscheidung gegen Gentechnik auf den Feldern hat sich für diese 55 Regionen im Netzwerk als sinnvoll bestätigt, die versprochene Resistenz gegen den Maiswurzelbohrer durch ein “Anti-Käfer-Protein ” hingegen als trügerisch erwiesen, was jenen Landwirten, die dem Gentechnik-Riesen Monsanto Vertrauen geschenkt haben, nun teuer zu stehen kommt.
Auf EU-Ebene ist am vergangenen Freitag im Umweltministerrat mit der Vertagung der Entscheidung eine wertvolle Möglichkeit für ein EU-weites Selbstbestimmungsrecht beim Anbau von GVO verstrichen. “Seit 2002 kämpft Oberösterreich auf EU-Ebene für eine einheitliche Lösung. Die Regionen sollen selbst entscheiden dürfen, ob sie den Anbau von sogenannten GVO zulassen. Es ist das Um und Auf für die heimische Landwirtschaft, vor einer möglichen Auskreuzung von GVO-Sorten geschützt zu werden “, so Hiegelsberger. Er hofft, dass durch Aufdeckung der Resistenzbildung GV-Befürwortern deutlich gemacht wird, dass gentechnisch veränderter Mais “nicht hält was er verspricht ” und die Landwirtschaft nachhaltig geschädigt werden kann. “Oberösterreichs Felder sind gentechnikfrei. Dieser Verzicht muss auf EU-Ebene rechtlich abgesichert werden”, fordert Hiegelsberger.
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Bergstedt in Bayern, Glöckner in Österreich

Leserin-Anfrage zu Thema Bt-Toxine >

Von: Josef Feilmeier [mailto:josef.feilmeier@web.de]
Gesendet: Sonntag, 11. März 2012 14:35
An: ‘Josef Feilmeier’
Betreff: Wichtige Veranstaltung über Gentechnikseilschaften mit Jörg Bergstedt
 
Liebe Freunde aus Ostbayern,

am Sonntag, den 25. März 2012 kommt Jörg Bergstedt zum Vortrag nach Hutthurm. Diese Veranstaltung sollte sich niemand entgehen lassen. Er deckt schonungslos die ganzen Verflechtungen der Gentechnikmafia und Politik auf. Neueste Gerichtsurteile bestätigen, dass seine Aussagen richtig sind. Wenn man die Hintergründe einmal erkennt, wird einem manches klarer. Beschönigungen von gekauften Politikern und vielen Funktionären müssen endlich aufhören. Aber nur wer die Hintergründe kennt, kann mitreden.

Wir sehen uns in Hutthurm !!!

Viele Grüße

Feilmeier Josef

Kurzbeschreibung Vortrag doc

Termine Bergstedt doc

Einladung Bergstedt_25_3_12_3 pdf

Betreff: Brisantes Verfassungsgerichtsurteil: Fördermittelveruntreuung durch Gentechnik-Seilschaften muss geprüft werden!

Doppelte Niederlage für Gentechnik-Seilschaften vor
Bundesverfassungsgericht:

Vorwürfe “rücksichtslos”, “profitorientiert”, “Gentechnikmafia”,
“undurchsichtige Firmengeflechte” und “gekaufte Demonstranten” bleiben
erlaubt!

Betrügereien und Geldwäsche müssen genauer untersucht werden!

Der Prozess um die brisante Kritik an den deutschen Gentechnikseilschaften
geht in eine neue Runde. Das Bundesverfassungsgericht urteilte am 7.12.2011
(1 BvR 2678/10), dass das Oberlandesgericht Saarbrücken in vier von zehn
angegriffenen Fällen neu verhandeln muss. Dabei soll es um die Fragen von
Fördermittelveruntreuung und Geldwäsche. Darüber und über viele weitere
dunkle Machenschaften hatte der Buchautor und Aktivist Jörg Bergstedt
erstmals 2009 in einer Broschüre mit dem Titel “Organisierte
Unverantwortlichkeit” berichtet. Inzwischen hat er seine Recherchen im Buch
“Monsanto auf Deutsch” präzisiert und ausgeweitet. Zudem präsentiert er sein
Wissen in regelmäßigen Vorträgen überall im deutschsprachigen Raum.

Zwei der in den Recherchen namentlich benannten Personen aus
Gentechnikfirmen und -lobbyverbänden hatten 2009 gegen diese
Veröffentlichungen geklagt. Saarbrücken wählten sie als Gerichtsort, weil
dort mit dem FDP-Politiker Horst Rehberger ein wichtiger Förderer der
deutschen Gentechnik sitzt und über seine Anwaltskanzlei die notwendigen
Kontakte zum Landgericht verfügte, welches dann auch ohne jede Sachprüfung
allen Klageanträgen zustimmte. Doch der Rechtsstreit ging weiter – und
höchstrichterlich gewann der Autor. Allerdings zeigte er sich nach dem
glatten Sieg vor Gericht selbst etwas unzufrieden: “Ich habe alles gewonnen
- aber mir wäre eine intensivere Überprüfung, dass meine Recherchen auch
korrekt sind, lieber gewesen”. Mit dem Spruch des Bundesverfassungsgerichts
erfüllt sich auch diese letzte Hoffnung. Denn nun muss das Oberlandesgericht
neu prüfen, ob Gentechniklobbyist Uwe Schrader und Firmenleiterin Kerstin
Schmidt Fördermittel veruntreuten und Firmengeflechte rund um die beiden
Gentechnikhochburgen Sagerheide/Groß Lüsewitz östlich Rostock und Üplingen
(Börde) zur Geldwäsche aufbauten oder nutzten. Das Verfassungsgericht hatte
das bisherige Urteil aufgehoben, weil es die Frage nicht ausreichend unter
Beweis stellte. Buchautor Jörg Bergstedt freut sich über den Spruch des
Verfassungsgerichts und ein brisantes neues Verfahren in Saarbrücken:
“Bisher haben Gerichte jede Überprüfung verweigert. Staatsanwaltschaften
haben Strafanzeigen wegen Veruntreuung und Betrug nicht bearbeitet, der
Rechnungshof ebenfalls nicht reagiert. Die Fördermittelvergabestelle am
Forschungszentrum in Jülich verweigert seit Jahren rechtswidrig die
Akteneinsicht. Jetzt kommt hoffentlich endlich der Zeitpunkt, wo alles auch
juristisch aufgearbeitet wird.”

Für die KlägerInnen vor dem Verfassungsgericht könnte also ihr Versuch, beim
höchsten deutschen Gericht Hilfe zu holen, nach hinten losgehen. Überwiegend
ist er das schon, denn das Verfassungsgericht gab ihrer Klage nur teilweise
statt – nämlich zu den Fragen des Umgangs mit Steuergeldern. Alle andere
Anträge scheiterten. So darf Bergstedt jetzt sogar verfassungsrechtlich
geprüft die MacherInnen in den Gentechnikseilschaften als “rücksichtslos”
und “profitorientiert” bezeichnen. Ebenso bleibt erlaubt, die “Seilschaften”
und “undurchsichtigen Firmengeflechte” als “Gentechnikmafia” zu kritisieren.
Zulässig sind Anschuldigen von “Filz” am IPK in Gatersleben und “Propaganda”
am Schaugarten in Üplingen. Gleiches gilt für den Vorwurf, es seien
Demonstranten “gekauft” worden. Das Bundesverfassungsgericht bestätigte
ausdrücklich das Urteil des Oberlandesgerichtes, dass Bergstedts Schriften
eine “Auseinandersetzung in Bezug auf ein Sachthema” seien
- und damit keine Schmähkritik.

Einen Termin für das neue Verfahren in Saarbrücken gibt es noch nicht.

Diese Information kommt von:

Umweltschutzamt der Landeshauptstadt Kiel
i.H: der Landwirtschaftskammer
Holstenstraße 106-108
24103 Kiel

Zwei Jahre GENNETZ >

Bitte weiterleiten!

Herzliche Einladung zu Veranstaltungen in OÖ, NÖ und Tirol
mit dem hessischen Landwirtschaftsmeister

Gottfried Glöckner:
„DIE AUSWIRKUNGEN DER GENTECHNIK – ein Betroffener berichtet“.

Er war einer der ersten „Gentechnik-Bauern“ Deutschlands, pflanzte Genmais an, verfütterte ihn an seine Tiere und verlor daraufhin seine ganze Herde. Der Vortrag ist für Konsumenten und Produzenten gleichermaßen interessant. Informieren Sie sich aus erster Hand über ein Thema, das jeden Einzelnen betrifft!

Termine:

FR 16. März, 19.30 Uhr
4284 TRAGWEIN (OÖ)
Kulturtreff-Bad

SA 17. März, 19.30 Uhr
3033 ALTLENGBACH (NÖ)
Hotel-Restaurant Steinberger
Hauptstraße 52

DI 20.März, 19.30 Uhr
6464 TARRENZ bei Imst (T)
Fahrtechnikzentrum Driving Village
Dollinger 59
 
MI 21. März, 19.30 Uhr
4893 ZELL AM MOOS (OÖ)
Gasthof Seewirt
Zellhofweg 1

Herzliche Grüße,
Klaus Faißner
Freier Journalist, Wien
klaus.faissner@chello.at
(Tourkoordinator)

Hinweis eines Mitglieds der Plattform zu im Folgenden zitierten KURIER-Artikel Gentechnik: Grüne wollen EU-Volksabstimmung:


In der letzten Zeile wird eine Fütterungsstudie zitiert. Schaut man im Internet unter “GMSAFOOD” nach, wer dahinter steht, findet man:
Europabio (Zusammenschluss aller europ.Biotechfirmen & Pharmakonzerne….),
Csiro (Lobbykonstrukt für Gentech), Austrian Biotech Industrie etc. etc.

http://kurier.at/wirtschaft/4487826-gentechnik-gruene-wollen-eu-volksabstimm
ung.php

Kurier – 08.03.2012

Gentechnik: Grüne wollen EU-Volksabstimmung

Im Kampf um Zulassungen von Gen-Pflanzen in der EU könnten die Spielregeln
geändert werden.

25 neue Gen-Pflanzen stehen bei der EU-Kommission derzeit zur
Anbau-Genehmigung an. Im Kampf um Zulassungen könnten nun aber die
Spielregeln geändert werden.

Am Freitag beraten die EU-Umweltminister über ein Selbstbestimmungsrecht für
die einzelnen Mitgliedsstaaten. Minister Niki Berlakovich, der sich stets
dafür stark gemacht hat, droht dort eine Abfuhr: “Derzeit steht es Spitz auf
Knopf”, ortet der Minister ein Kopf-an-Kopf-Rennen. “Es gibt viel Widerstand
auf europäischer Ebene, vor allem von großen Staaten.”

Druck aufbauen

Können sich die EU-Minister in diesem Halbjahr nicht dazu durchringen,
wollen Österreichs Grüne mit einer Volksabstimmung Druck aufbauen: “Wenn das
im ersten Halbjahr scheitert, werden wir alles daran setzen, dass wir
Richtung europaweite Bürgerbefragung gehen”, erklärt Grünen-Agrarsprecher
Wolfgang Pirklhuber. 80 Prozent aller Europäer würden sich in Umfragen gegen
Gentechnik aussprechen.

Und die Grünen wollen eine weit striktere Regelung als vorgesehen.
Pirklhuber: “Eine Option ist, dass sich die Staaten mit den Konzernen
einigen müssen. Das lehnen wir entschieden ab, weil Staaten erpressbar
werden, wenn Unternehmen zum Beispiel mit Abwanderung drohen.” Zugleich
fürchtet er, dass Staaten, die ein Anbauverbot erlassen, auf EU-Ebene nicht
weiter gegen Gentechnik kämpfen.

Die Grünen fordern nun die Umsetzung eines Vorschlages des EU-Parlaments:
Der sieht vor, dass nach einer EU-Zulassung jeder Staat das Recht hat, mit
der Angabe von Gründen ein Verbot zu erlassen.

Studie

Indes wurde am Donnerstag in Wien eine Langzeitstudie namens Gmsafood zum
Thema-Gentech-Futter präsentiert. Fazit: Bisher konnten keine
gesundheitlichen Folgen von Genfutter für Tiere festgestellt werden.

Paul Trummer

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